Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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vor 43 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Jetzt mal echt ohne Scherz, ich hätte ein emotionelles Widersträuben in solch glasierten Dingern einen wirklich guten Tee zu brühen. Selbst der Gedanke daran fühlt sich für mich unwirklich an, wie eine Welt aus Plastik.

Keramikglasur ist - im Gegensatz zu Plastik - eine der ältesten Kulturleistungen der Menschheit. Die Technik wurde bereits um 4000 v.Chr. entdeckt - noch vor der Erzverhüttung. Porzellan ist zwar deutlich jünger, wird aber immerhin auch schon seit Ende des 8. Jahrhunderts hergestellt.

Anders als viele Plastikprodukte und auch anders als viele unglasierte Keramikgefäße sind die für Teekeramik verwendeten Glasuren inert - d.h. ohne Einfluss hinsichtlich Aroma und Geschmack auf den Tee. Der Einfluß unglasierter Keramik auf Tee kann unter verschiedenen Voraussetzungen positiv sein - aber auch negativ/verfälschend. Insbesondere, wenn man Tees unterschiedlichen Charakters in demselben Gefäß zubereitet. In jedem Fall beeinflusst unglasierte Keramik das Ergebnis - um nicht zu sagen, sie verfälscht es. Das kann erwünscht sein, ist es aber zumindest bei mir nicht immer. Die Glasur hat den Vorteil, dass man den Tee so genießen kann, wie er ist - unter Ausschaltung zumindest eines Einflussfaktors. Dann hat man als Ausgangsbedingungen neben Wärmeenergie (und der Zeit, in der sie einwirkt) nur noch das Wasser und die Teeblätter. Das Ergebnis ist damit ein Stück weit objektiviert.

Glasierte Keramik hat insbesondere da seine Existenzberechtigung, wo man sich wirklich gute unglasierte Keramik nicht leisten kann oder will. Vor allem ist sie anders als als unglasierte Keramik ein 'Allrounder'. Ich persönlich trinke z.B. so selten ("wirklich guten") Schwarztee oder Pu, dass ich die Ausgabe für ein eigens dafür zu verwendendes unglasiertes Aufgussgefäß in akzeptabler Qualität nicht einsehe - das Geld lege ich lieber in gutem Tee an.

Davon abgesehen ist es wegen des oben angesprochenen 'Objektivierungseffektes' durchaus sinnvoll, einen Tee, den man sonst in unglasierter Keramik aufbrüht, auch wenigstens einmal in glasierter (oder auch in Glas) aufzubrühen. Alleine schon, um den geschmacksmodifizierenden Effekt der unglasierten Keramik auch beurteilen zu können. Da muss man dann halt ggf. das emotionale Widersträuben mal überwinden - eine gesunde Portion Neugier kann dabei hilfreich sein.

Anmerkung noch zu meiner Tassenpräferenz - ich genieße Tee nicht nur mit Nase und Zunge, sondern auch mit dem Auge. Deswegen bevorzugt auf weissem Hintergrund.

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Geschrieben (bearbeitet)

Klar mein Lieber, das war auch keine Anklageschrift. ^_^
Es ist nur mein ganz persönliches Empfinden heutzutage.
Und ich kann dich gut nachvollziehen in nachfolgend nachlässig zitierter Aussage, ich habe dereinst einmal sogar geradezu verblüffend ähnlich empfunden:

vor einer Stunde schrieb SoGen:

Ich persönlich trinke z.B. so selten ("wirklich guten") Schwarztee oder Pu, dass ich die Ausgabe für ein eigens dafür zu verwendendes unglasiertes Aufgussgefäß in akzeptabler Qualität nicht einsehe - das Geld lege ich lieber in gutem Tee an.

Und dies kann ich auch heute noch sehr gut nachvollziehen:

vor einer Stunde schrieb SoGen:

Anmerkung noch zu meiner Tassenpräferenz - ich genieße Tee nicht nur mit Nase und Zunge, sondern auch mit dem Auge. Deswegen bevorzugt auf weissem Hintergrund.

Obwohl z.B. eine nachtschwarze Tasse auch ihren Reiz hat. Zu trinken aus dem Verborgenen.

Aber eine gute Kanne, ach, das ist schon was, auch für das Gesamterlebnis.
Ich bin wie neulich erwähnt auf den Spuren des wahren Geniessens.
Wirklich mit allen Sinnen lernen einzutauchen in das was man tut - die Liebe in allem zu finden, indem man aus dem guten Antrieb des Herzens das Leben selbst im unkontrollierbaren individuellen Zusammenspiel aller Dinge sucht, einen Teil davon wird. Und da hat mir beim eigentlich profanen jedoch genussvollen Beispiel des Tees bei einer unglasierten Kanne einfach mehr Spiel, mehr aufeinander eingehen, mehr Leben dabei.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ich sehe das Thema exakt so wie @SoGen 
Eine nichtweiße Tasse kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Es mag etwas gaga klingen, aber die unterschiedlichen Farbnuancen der Tees interessieren mich einfach auch.

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@chenshi-chinatee Mann, das ist echt bitter. Ich finde den 09er von Frau Ma ohne Übertreibung den besten Jingmai, den ich bisher gehabt habe. Mehrfach schon bei mehreren anderen Händlern kam es mir zweifelhaft vor bei Jingmai Tees, ob die wirklich Gushu sind. Aber dieser hat einfach das besondere Etwas. Ich kann aber auch für Frau Ma meine Hände nicht ins Feuer legen, ihren LBZ fand ich z.B. nicht gut, aber der 09er Jingmai, Sahne. Müsste mal mit dem 11er vergleichen, ob die vergleichbar sind - wie empfindest du den Unterschied?

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vor 13 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Aber eine gute Kanne, ach, das ist schon was, auch für das Gesamterlebnis.

Ganz genau! Aber das nur eine unglasierte Kanne gut ist, wie von dir impliziert, sehe ich eben ob des angesprochenen Gesamterlebnisses anders. ;) Ich schätze die Emotionen, die eine Kanne oder Keramik in mir hervorruft, und die mit ihr verbundene Geschichte mehr als irgendwelche angeblichen Effekte. 

Zum Thema Tassenfarbe. Mit dunklen Tassen, Matcha Schalen einmal ausgenommen, konnte ich mich bisher auch nicht so richtig anfreunden. Einzige Ausnahme ist ein Bizen-yaki Becher, den ich gerne für Hōji-cha und teilweise auch Senchas benutze. Der lebt von seiner urigen Haptik und tollen Wärmespeichereigenschaften. Ansonsten darf es neben weiß auch gerne ein helles blau, grün oder beige sein. 

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vor 9 Stunden schrieb seika:

Ich schätze die Emotionen, die eine Kanne oder Keramik in mir hervorruft, und die mit ihr verbundene Geschichte mehr als irgendwelche angeblichen Effekte. 

Mir geht es in Hinsicht auf den Plastikwelt-Vergleich auch weniger um den Effekt einer Kanne, als mehr um das Mehr an Nähe zur Natur. Für mich ist Teegenuss derart naturverbunden, ich trinke guten Tee selbst fast nur noch in der Natur. 

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@GoldenTurtle eher nicht vergleichbar, der 09er ist qualitativ hochwertiger normaler bingcha. Der 11er ist Grade noch so gushu, selbst bei fantasievolle Definition und eben nur ein xiaobing. Gut für Anfänger und erfahrene, bzw Leute die Mal bestimmte Gebiete ausprobieren möchten und ein ganzen Kuchen wollen ohne Unsummen auszugeben. Weniger etwas für für Experten oder Sammler von richtigen Raritäten. Der 09er geht da eher in letztere Richtung

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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Mir geht es in Hinsicht auf den Plastikwelt-Vergleich auch weniger um den Effekt einer Kanne, als mehr um das Mehr an Nähe zur Natur. Für mich ist Teegenuss derart naturverbunden, ich trinke guten Tee selbst fast nur noch in der Natur. 

Interessant, dass du da differenzierst. Ganz so naturverbunden wie du es zu sein scheinst, bin ich nicht. Ich sehe aber bei jeder Keramik, von industrieller Massenware einmal abgesehen, durchaus eine Verbindung zur Natur durch die Elemente Erde, Wasser, Wind und Feuer derer sich eine Menschenhand bedient hat um sie zu erschaffen. 

Genug offtopic. Gerade in der Kanne ein Okumidori Schwarztee aus Asamiya (Präfektur Shiga), eine Empfehlung von @cml93. Ist sehr angenehm zu trinken, kaum bitter mit leichter fruchtiger Süße. Wenn er jetzt noch einen Schuss brotiges hätte, wär´s perfekt. :D

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Am 2.4.2019 um 12:21 schrieb GoldenTurtle:

Klar mein Lieber, das war auch keine Anklageschrift.

Da kann ich Dich beruhigen - so habe ich es, bei aller Irritation über die Assoziation Porzellan / Plastik, gewiss nicht aufgefasst ^_^.

vor 11 Stunden schrieb seika:

Ich schätze die Emotionen, die eine Kanne oder Keramik in mir hervorruft, und die mit ihr verbundene Geschichte mehr als irgendwelche angeblichen Effekte. 

Das ist ein wichtiger Punkt. Neben den von mir genannten "Einflussfaktoren" ist die subjektive Gestimmtheit und das Eingehen auf sie sicherlich das wichtigste für eine wohltuende Teesitzung. Mit dieser momentanen, sich täglich, stündlich ändernden 'Gestimmtheit' zu arbeiten, den Klang bestimmter Saiten zu unterstreichen, den anderer abzuschwächen, geht schon etwas tiefer als die bloße Technik der Teezubereitung. Wobei da die Auswahl der Mittel (insbesondere natürlich die des Tees) selbstverständlich abhängig von persönlichen Präferenzen ist. Und es wäre nach meiner Auffassung unangebrachte Askese, sich dabei auf Mittel zu beschränken, die lediglich auf Geruchs- und Geschmacksnerven einwirken.

Zur Illustration ein Beispiel. Die Rückkehr spätwinterlichen Wetters hat mich heute morgen dazu veranlasst, die Frühlingsstimmung der vergangenen Tage zu evozieren - und freudige Erwartung auf deren Rückkehr. Dabei spielte heute auch musikalische Untermalung (die ich bei Teesitzungen eher selten einsetze) eine Rolle. Konkret Beethovens Streichquartett Es-Dur op. 127 (also das 12., nicht das 10.) in der Einspielung des Alban-Berg-Quartetts. Zu den optischen Mitteln:

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Wie man sieht, heute morgen mal nicht Camellia, sondern Chrysanthemum - inspiriert durch @GoldenTurtle's kürzliches Posting. Deckelschale Hizen (Arita), vermutlich Meiji (1868 - 1912).

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Ich habe dazu neulich wortwörtlich im Teechat geschrieben:

Zitat

Ich kann es nachvollziehen, wenn sich jemand bei einem Chrysanthementee wie eine Kuh auf der Weide fühlt, vor der ein paar Blümchen in den Bach gefallen sind.

 

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Ich hatte wieder Lust auf einen grünen und ungerösteten Oolong (d.h. ausnahmsweise mal keinen GABA ;)). In der hintersten Ecke der Tee-Kommode hatten sich ein paar 8g Päckchen Anxi Tie Guan Yin (Ernte 2017) versteckt. Hierbei handelt es sich um vergessene Überreste einer älteren Cha Dao-Bestellung. Dieser Oolong hat mir ganz leckere 3-4 Aufgüsse geboten.

Anxi Tie Guan Yin.jpg

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vor 4 Stunden schrieb Anima_Templi:

Wie kann man sich den Geschmack vorstellen?

Medizinisch, würde ich sagen. Mit leisen Anklängen an Süßholz / Lakritz. Gilt in der TCM auch als wahres Wundermittel - hilft gegen Erkältungen und Kopfschmerzen, soll fiebersenkend sein, den Cholesterinspiegel senken, die Leber entgiften, die Herzkranzgefäße entkalken usw. usf. - ich höre mal auf, bevor das den nächsten Gesundheits-Hype auslöst. Entsprechend schmeckt es halt. Passt jedenfalls prima zu nasskaltem Wetter, auch wenn der Geschmack sicher gewöhnungsbedürftig ist. Lebertran ist schlimmer ...

Wird mit heißem Wasser (ca. 95° C) aufgegossen, abgedeckt mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nach 3 Aufgüssen wird's uninteressant.

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vor 5 Stunden schrieb Paul:

Ich hatte neulich einen Hong Cha von Yunnan Sourcing mit Snow Chrysanthemum - Nicht Gut:(

Kann ich mir, offen gesagt, auch nicht vorstellen, dass das zusammenpasst ... Wobei 'Snow Chrysanthemum' (auch als 'Snow Daisy' gehandelt) botanisch wieder eine andere Geschichte ist.

Erinnert mich an ein Rezept aus Loriots 'Großem Ratgeber' (in Deinem Alter kennt man den wohl noch): "Ungeschälte Bananen auf Brot verschaffen Ihnen den Ruf der Originalität, sonst nichts".

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vor 5 Stunden schrieb Anima_Templi:

Wie kann man sich den Geschmack vorstellen?

Je nach nachdem, welche Art Chrysanthemen Du trinkst, kann dieser deutlich variieren, @Anima_Templi. Ebenso soll das auf die zugeschriebene medizinische Wirkung zutreffen. Die kleinen, (fast noch) geschlossenen mag ich richtig gerne. Aber auch nicht als Tee-Mischgetränkt, sondern reinen Blütenaufguss. Den Geschmackseindruck zu beschreiben fällt mir schwer.

@Diz hatte mich netterweise, als ich die Blüten mal an anderer Stelle hier angesprochen hatte, darauf hingewiesen, dass es eine gute Auswahl z. B. auch ganz in der Nähe zu erwerben gibt ;)

Mit den großen, bereits geöffneten Blüten kann man übrigens auch einen tollen Sirup einkochen, habe ich mal in einem kreativen Koch-Anfall festgestellt, der hervorragend zu mit Klebreis gefüllter Lotuswurzel passt. Falls jemand also mal nach einem süßen Nachtisch sucht... :)

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Danke für den Hinweis, denn pur und aus vertrauenswürdiger Quelle würde mich der Chrysanthementee durchaus reizen. Nur oben Genannter ist gelinde gesagt furchtbar. Auch der Geruch schien am Porzellan (!) zu haften - doch der Tee selber ist schön anzuschauen.

Man kann nicht alles haben? :P

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Inspiriert von @SoGen habe ich heute auch mal meine Schale mit Deckel rausgeholt. Ebenfalls aus Arita, von der Manufaktur Kōransha gefertigt. Besonders angetan hat es mir neben der sehr delikaten Aufglasurmalerei die dunkelblaue Cobaltoxid Unterglasurfarbe, auch Lapislazuli Glasur genannt, mit der die Blätter der Begunia Grandis gemalt sind. Saisonal ist sie damit zwar im Herbst angesiedelt, aber ganz so warm ist es ja noch nicht. ;) Dazu gibt es saisonal passend ein Kudzumanjū. Ach ja, Tee ist Sencha Asahi. 

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    • Von drunken_monkey
      Liebe Tee-Talker,

      anlässlich des Berlin Tea Festivals 2019 führe ich eine anonyme Befragung unter Tee-Trinkern durch.  Das Ausfüllen dauert ca. 5-10 Minuten:
      https://www.tea-log.com/tee-trinker-survey

      Ich würde mich sehr freuen wenn einige von euch daran teilnehmen. Unter allen Teilnehmer verlosen wir zwei Tickets für das Berlin Tea Festival 2019 am 23. November sowie ein handgemachtes Shibo (von mir). Um an der Verlosung teilzunehmen gebt bitte auf der letzten Seite, nach Beendigung des Surveys, eure email ein.

      Bei Fragen zur Umfrage wendet euch einfach an mich-

      Herzliche Grüße aus München
      Marcel Karcher
    • Von Krabbenhueter
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      Sicherlich ist die besagte Studie eine reine Beobachtungsstudie und natürlich kann man nicht hundertprozentig davon ausgehen, dass heißer Tee immer gegen Grauen Star wirkt, aber die Studie hat zumindest die Forscher recht nachdenklich gemacht. Was in jedem Fall gesichert ist – die im Tee enthaltenen umfangreichen Antioxidantien wirken sich günstig auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf aus und senken zudem das Diabetes- und Krebsrisiko. Wie es also aussieht, kann das tägliche Tässchen (oder Kännchen) Tee – möglichst heiß genossen – durchaus auch unsere Augen schützen! Also: Zum Wohl! 😊

      Quelle: British Journal of Ophthalmology

    • Von Dominik Rink
      Das war mein Gedanke, als ich bei einem Anbieter im Internet Tee bestellen wollte.
      "Warum sollte da nicht Gift drin sein?"
      Wenn ich bei einer Firma im Internet Lebensmittel bestelle, wissen die Ersteller, daß diese für den Konsum gedacht sind. Wenn sie wollten, könnte sie alles Mögliche in den Tee mischen mit der Gewißheit, daß mindestens ein Mensch daran Schaden nimmt.
      Natürlich gibt es diese Gefahr auch bei [bearbeitet durch Moderation - Firmennamen entfernt] anderen.
      Sicher, wenn Gift nachgewiesen wird im Tee, den ein daraufhin Gestorbener trinkt und dieser zum Urheber zurückverfolgt werden kann, ist das Mord und wird bestraft. Das bringt dem Toten aber nichts.
      Und mit Gift meine ich alles, das in ausreichend hoher Dosis für den menschlichen Körper schädlich ist, also auch Konservierungsstoffe, Pestizide bei der Herstellung, radioaktive Belastung.
      Wie handhabt ihr das Problem?
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