Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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@doumer Wie @GoldenTurtle schon richtig sagte steht YLP für Yan LiPing, eine Yixing Künstlerin auf nationaler Meisterstufe, mit der Michael schon viele Jahre zusammenarbeitet. Es gab auch früher hier mal einen Faden über sie. Aktuell gibt es bei Teekenner in Deutschland ein paar ihrer aktuellen Kannen zu kaufen.

Meine Hanwa genannte Form fasst ca 140ml und du hattest mich um Bilder gebeten. Besonders vorteilhaft an dieser Kanne ist die große Öffnung für breite Stücke eines Bings oder lange Maocha Blätter und der schnelle, saubere Ausguss. An den Außenseiten kann mal schon sehen dass der Ton fasst porzellanartig beim Brennen verschmolzen ist während er innen hingegen noch den ursprünglichen Toncharakter hat, kann man leider nur bedingt auf dem 21x Macro sehen, muss man fühlen.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Ich denke die Form ist ursprünglich von einem Nachttopf inspiriert.

Welch häßlicher Verdacht o.O - ja nee klar, dass das nicht so Dein Stil ist, überrascht jetzt dank Deiner Fotos nicht so sehr. Ich finde einen solchen nüchternen Stil, der den Werkzeugcharakter des Geräts nicht mit irgendwelchem Schnickschnack überdeckt, sondern betont, durchaus akzeptabel. Hauptsache, die Funktion des Werkzeugs hält, was die Form verspricht. Ästhetisch gesehen finde ich lediglich den Deckelgriff etwas übertrieben breit und das handling damit scheint mir auch ergonomisch ein Rückschritt (meine Vermutung jetzt) insbesondere gegenüber "Knopf" zu sein. Totzdem - die Klarheit der Form vermittelt zumindest mir auch etwas von "Schönheit". Wobei ich auch nichts gegen schöne Nachttöpfe habe - solange sie ihre Funktion nicht genant verstecken.9_9

vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

@topic: heute weder Kranich noch brennender Pneu eines Jeeps auf meinem Teetisch gelandet ... will meinen, bisher noch kein Tee getrunken.

@topic: nach morgendlichem Einsatz bei Auf- und Abräumen der Festwiese erstmal ausgiebig geduscht. Heute ist nicht mehr ganz so heiss, da kommt ein Dafo Longjing ganz gut. Etwas harmlos, ohne Ecken und Kanten - aber genau das Richtige nach einem Arbeitseinsatz. Und vier schöne Aufgüsse kriegt man problemlos damit hin.

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bearbeitet von SoGen

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vor 29 Minuten schrieb SoGen:

Ich finde einen solchen nüchternen Stil, der den Werkzeugcharakter des Geräts nicht mit irgendwelchem Schnickschnack überdeckt, sondern betont, durchaus akzeptabel.

Gut ausgedrückt. :thumbup:

Ich habe doch nur etwas Spass gemacht.

Tatsächlich sind die angeführten Argumente von bobc für bspw. lange Maocha Blätter nicht dumm, da man diese in einer kleinen Kanne sonst im Spaghetti-Stil weichkochen muss.

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vor 4 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ich habe doch nur etwas Spass gemacht.

Schon klar, ich auch ;). Mir ging es vordringlich darum, eine Begründung nachzuliefern, warum ich der Vorstellung der Kanne ein 'like' gegeben hatte.

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Heute hatte ich unverhofft 2h früher frei und gönnte mir und einer Hekai 2017- Probe von prSK  viel Zeit und Muße und bisher an die 10 Aufgüsse. Ich liebe Gerüche und hier kommt mir Fruchtigkeit entgegen, Helligkeit und Klarheit ( also nix Erdiges oder Kuhmistiges, Kelleriges, Omas Mottenschrank oder dergleichen...) Die Bitterkeit hält sich in Grenzen, ich empfinde sie als eher mild und angenehm. Insgesamt ein sehr freundlicher Tee, kommt mir vor, als leistete er mir unaufdringlich Gesellschaft... ruckzuck sind 3 Stunden dahingegangen. Mache ich eine Pause, bleibt eine (minimalst adstringierende) Süße im Mund zurück, die lange anhält. Auch ein tiefes Gefühl von Ruhe und Frieden hält an, es gelingt, die Hibbelligkeit des Tages ein Stück zur Seite zu schieben.

Vielen Dank @doumer für die Probe  :).

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Bai Ji Guan 2018 .... schmeckt wie ein flüssiges Karamellbonbon. Leider habe ich davon nur 25g bezogen und die Reste reichen gerade noch für 1-2 Kannenfüllungen
Übrigens: die neue "Filter-freie" (single hole) Kanne bereitet mir keinerlei Probleme. D.h. es gelangen praktisch keine Teeblätter in die Tasse.

 

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Da es heute mal wieder für eine kleine Session am Feierabend reicht ist mal wieder der 2017er Lucky Bee im Kännchen: In dem größeren Zini-Kännchen von Jie Zhao und leichter dosiert wirkt der Tee gegenüber dem kleinen Zini von Chen Ju Fang etwas natürlich etwas leichter, dafür aber auch etwas süßer und die hellen etwas floralen Noten kommen besser zur Geltung. Sehr schön dabei ist, dass er trotzdem seine schöne Textur und "Süffigkeit" nicht verliert - ein wunderbarer Feierabend-Sheng!

PS: einen nicht unerheblichen Teil der Freude bereiten dabei auch die Keramik-Stücke bzw. das hantieren damit - jedes fühlt sich anders an und man entdeckt doch immer wieder etwas neues: hier ein Sprenkel, dort ein mikroskopischer Riss in der Glasur, der bei unterschiedlichem Lichteinfall und Flüssigkeitsgehalt anders schimmert. Daher an dieser Stelle auch nochmals Danke an @teekontorkiel - Ihr ermöglicht es uns, ohne mords Aufwand an solch tolle Teile zu kommen, das wissen wir zu schätzen! :)

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Heute gab es die fake-Variante vom cold brew und ich habe den warmen Tee (unser Jadetau - Gyokuro Gokô) einfach über Eiswürfel gegossen. Ziemlich lecker! Trotzdem habe ich das Gefühl, einige Geschmacksnuancen gehen durch die Kälte verloren. Eisteeklein.thumb.jpg.ef0913ba40ce6e86f5b174e01cdbc975.jpg

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Yiwu Autumn Bee 2017 via @Tobias82, ohne Händlerangabe. Starker Tee. Dieser Tee auf leeren Magen war eine fast so dumme Idee, wie Russland im Winter anzugreifen. Weshalb ich nur von der zweiten Sitzung berichten kann. 4g Tee auf 120ml Wasser. Die Süsse des Tees ist angenehm zurückhaltend und hat eine dezente Kräuternote. Die weiteren Geschmacksnoten (Wald und Pilze) gehen wohl besser als Assoziationen durch. der Tee gefällt mir. Schade, dass ich die erste Sitzung nicht auskosten konnte. 
@miig: Ist das der Tee aus deiner Anspielung?


Zudem hatte ich noch eine Probe des Shincha Shimoyama von TG. Den hatte ich letzes Jahr schon einmal, war mir aber bis zum Schluss nicht ganz schlüssig, was ich von dem Tee halten soll. Durch den Geruch des trockenes Blattes habe ich jedoch sofort Lust auf den Tee. Leider ist er mir beim Aufgießen nicht gelungen. Die Probe (5,5g) soll für 500ml reichen. Nach meinem Gefühl dürfte es für das 350 ml Kännchen etwas mehr sein. Mal sehen wie sich das mit dem Shincha Kirisakura verhält. Der ist mir neu und wird am Wochenende verkostet.

Wie steht es denn um Erfahrungen mit kaltgebrühtem Shincha? Also die Variante mit Eiswürfeln in der Kanne oder der Trinkschale. 

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vor 17 Stunden schrieb Getsome:

Wie steht es denn um Erfahrungen mit kaltgebrühtem Shincha? Also die Variante mit Eiswürfeln in der Kanne oder der Trinkschale. 

Blätter mal etwas zurück, hatten wir letztens erst. Funktioniert gut. In der Regel wird empfohlen, mehr Tee zu nehmen als man heiß brühen würde, kann ich aber nicht bestätigen. Die Eiswürfel brauchen jedenfalls in meiner Shibo recht lang zum Schmelzen, da wird der Tee auch so schön dick.

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Heute ist ein sehr interessanter Tee im Kännchen: Der 2019er Hekai Danzhu von prSK:
Ein aktuell nicht erhältlicher Tee, dessen Blattgut mich ins grübeln bringt: ziemlich fest gepresst und eindeutig eine Mischung aus aus jungen und älteren Blättern hat der Tee alleine schon optisch einen ganz anderen Auftritt als die restlichen 2019er. Das trockene Blatt riecht intensiv nach frischem Heu im Sommer, was sich dann im Aufguss als Wiese wiederspiegelt, in der sich eine Vielzahl an wilden Blumen findet - keine prächtigen Orchideen, deren Farbe einen fast schon blenden wie beim Rareness 4 sondern bodenständigere, schlichtere Arten wie Gänseblümchen, Klee, Kornblumen etc. Dies findet sich auch im Geschmack wieder, gepaart mit einer intensiven aber keineswegs unangenehmen Bitterkeit (zumindest bei dieser Dosierung), die für eine kräuterartige Frische sorgt und mir vor allem Rotklee ins Gedächtnis ruft (warum auch immer) - auf jeden Fall zeichnet der Tee ein tolles, sommerliches Bild in mir! Vielleicht handelt es sich ja auch um einen Früling-Sommer-Blend? Die Bitterkeit hält auch nach dem Trinken noch lange an, lässt einem minutenlang das Wasser im Mund zusammenlaufen und wandelt sich nur ganz langsam in eine schöne Süße - definitiv kein "fast Huigan" wie bei 120% der YS-Shengs zu lesen (und zum Glück, ich kann es nicht mehr hören) aber dafür deutlich entspannter. Geschmacklich hat der Tee viel zu bieten, lediglich einen Kritikpunkt gibt es: gegenüber den anderen ist der Tee deutlich leichter in der Textur und hat weniger Qi - es ist zwar definitiv vorhanden aber ich spüre es nicht durch meinen Körper fließen sondern es macht direkt den Kopf leicht und etwas wattig - aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau! Ich muss definitiv bei Peter nachfragen, was es mit dem Tee auf sich hat - bis auf den Namen hab ich momentan auch keine Informationen darüber :lol:

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Geschrieben (bearbeitet)

Bei dem guten Wetter heute (endlich mal wieder < 30° und bewölkt :yahoo:) hatte ich nach all den tollen jungen Shengs mal wieder Lust auf etwas älteres und wie Wahl viel auf den 2003 Gushu Yiwu Guafengzhai, von dem ich mir ein Sample bei Peter gekauft habe (keine Eigenproduktion) - zugegebenermaßen einer der teuersten Tees, die ich mir bisher gekauft habe :ph34r:

Das Aroma des Tees nach dem ersten Waschgang erinnert mich an frischen Vollkornteig, der gerade in den Backofen gepackt wurde - etwas sehr "brotiges", leicht nussiges, was sich dann auch im Geschmack fortsetzt: ganz frisches Vollkornbrot, mit einer ganz dezenten Süße, wie man sie bei gekauften Produkten kaum findet und wenn man genau hinschaut sogar einer dezenten Salznote. Das zusammen ruft einen Besuch an der Ostsee vor ein paar Jahren in Erinnerung: Das Hotel, das direkt am Strand steht, hatte eine überdachte Holzterasse, auf der man morgens, wenn man früh genug dran war, in Ruhe auch bei trübem eher nass-kühlem Wetter (es war Oktober) sitzen konnte und sein Frühstück genießen - der Geschmack der Vollkonrbrötchen vermischt sich dann mit der leicht salzigen Meerluft. In den ersten 5-8 Aufgüssen findet sich zudem noch eine schöne Bitterkeit und leichte Adstringez, was sicherlich damit zu tun hat, dass der Tee recht fest gepresst ist, und keineswegs aufdringlich wirkt sondern bereichernde Facetten sind. Das Qi ist ähnlich wie bei dem 2005er YQH Guafengzhai Huangpian ein "Schleicher": man merkt kaum, dass sich etwas tut bis einem auffällt, dass man völlig entspannt ist. Insgesamt ist der Tee absolut klar und rein wie die Tees von Peter (prSK), super ausbalanciert und durch die tolle Lagerung anders als alle Yiwus dieser Altersklasse, die ich bisher hatte - es sticht nichts hervor, keine ledrigen oder holzigen Noten, kein Rauch, der Tee ist absolut rund - es fühlt sich an, als würde man reine Zeit trinken.
Ein wirklich außergewöhnlicher Tee, anhand dem man erleben kann, was wirklich gute Lagerung bedeutet und dass diese auch bei "Boutique-Shengs" funktioniert (man beachte übrigens den ordentlichen Ast, der im Tee war - macht ihn sympatischer und ehrlicher als ein super "glattgeleckter" Tee) - leider etwas, wozu man so gut wie nie die Gelegenheit bekommt und dazu schon gar nicht mit solch einer tollen Lagerung - der Tee hat zwar seinen Preis, der Bing liegt definitiv über meiner Gehaltsklasse und ein 25g-Sample kostet so viel wie manch ein Bing, lohnt es sich absolut das Geld für Bildungszwecke zu investieren! So eine Lagerung habe ich noch nicht erlebt. :)

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bearbeitet von doumer

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vor 4 Stunden schrieb doumer:

 Das Hotel, das direkt am Strand steht, hatte eine überdachte Holzterrasse, ...

...es fühlt sich an, als würde man reine Zeit trinken.

Zwei sehr schöne Bilder!

und  "das Geld für Bildungszwecke ( Tee) zu investieren!" ist sicherlich besser als es George Best gemacht hat: "I spent a lot of money on booze, birds and fast cars – the rest I just squandered.“"

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Snow Flower Bi Luo Chun (Yunnan Weisstee) von "Beam-me-up"-Scotty ... sehr mild und luftig, leichte Malzigkeit

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Der Tee ist sogar derart luftig, dass man gleich einer fliegenden Wolke den (geschmacklichen) Boden (der Realität) gar nicht mehr berührt.

@teekontorkiel Ein Teefreund hat neulich an meiner Chahei geschrubbt. 😋😙

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Tie Guan Yin Oolong (Frühjahrsernte 2019 aus Anxi).
Diese Version wurde nur leicht oxidiert (also gänzlich ohne Röstung).
Obwohl ich schon von vornherein einen relativ milden "grünen" Oolong erwartet habe, ist er mir schon ein wenig zu mild.
Trotzdem macht es Spaß ihn zu verkosten. Ich bin überrascht, dass dieser Tee (trotz seiner Sanftheit) ohne weiteres mehrere Aufgüsse durchhält. Bei mir waren es 3-4 Aufgüsse im glasierten Kännchen. Das Aroma besitzt eine feine fruchtige Ausprägung mit einer süßen Note im Abgang. Ein schöner Tee für laue Sommerabende.

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Im Urlaub hatte ich mehrere hochinteressante Teerunden.

Unter anderem mit dem HuaZhu, und dem Bakanan aktueller Ernte von prsk.

Hochinteressant deswegen, weil die Umgebung des Teegenusses Ebendiesen doch immer maßgeblich beeinflusst.

Beim HuaZhu war der tragende Geschmack durch alle Aufgüsse Vanille, die ich sonst eher wirklich guten Shu-Pu´s zuschreiben kann.

Fast noch bemerkenswerter war die Wandlung des Bakanan. Endlich konnte ich die Beschreibung des Tees im Shop nachvollziehen, und das Qi unmittelbar und äußerst prägnant spüren.

Dabei war die Bitternis sehr hintergründig. Vielmehr zeigte er sich frisch und jung, mit ansprechenden fruchtigen Aromen. Auch längere Ziehzeiten entlockten ihm nur kontrollierte Bitternis.

Ich für meinen Teil denke, dass die Seeluft hier auf jeden Fall eine Rolle gespielt haben muss, und ich bin dankbar für diese neuen Facetten der Tees. :)

 

 

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Zum Tagesanfang nach Befeuchtung von außen eine ausgiebige von innen: eine Session mit 6 Aufgüssen des aktuellen (Nonpareil) Huangshan Maofeng von DTH. Der Tee hat die letzten drei Jahre eine interessante Entwicklung mitgemacht. Am besten hatte mir der 17er Jahrgang gefallen. Beim 18er ging dann die Intensität und Würzigkeit etwas zurück, der Tee war dadurch aber auch noch etwas luftiger und leichter. Dieses Jahr sind die würzigen Noten (u.a. Richtung Sternanis, was ihn für mich gewissermaßen zum Tee-Pendant eines Pastis macht) kaum noch erkennbar und überdeckt durch eine Note von ausgetrocknetem Gras, die durchaus etwas Süße mitbringt, die den sonst eher ätherischen Körper dieses Tee deutlich präsenter und fülliger macht als gewohnt. Jedenfalls ein Tee, der genau zum Klima der letzten Tage passt und der vermutlich selbst einem sehr frühen und warmen Saisonbeginn ausgesetzt war. Was ihn nicht notwendig "schlechter" als die vorerwähnten Jahrgänge macht. Er erzählt eine andere Geschichte - und das jedenfalls kann er. Handpflückung (Maofeng Pflückstandard) natürlich und die Fertigung (die für diesen Klassiker typischen 'Spatzenzungen') wie immer tadellos.

Jetzt nach Hundeauslauf und Erledigung anstehender Besorgungen ein Taimu Longzhu vom nächstgelegenen Teehaus (Weber in Bad Kreuznach). Ich habe über diesen Tee, der auch häufig mit Jasmin versetzt wird (Moli Taimu Longzhu) nicht viel gefunden, konkret was die Aufbereitung angeht (Herkunft Taimu Shan / Fuding in Fujian ist schon klar - wenn's denn stimmt ...). Farbe und Geschmack des Aufgusses lassen an einen Weißtee denken, ähnlich wie der bekannte Baihao Yinzhen hat er einen schönen Honig-Grundton und denselben trotzdem trockenen Charakter. Die Verarbeitung zu den recht großen Drachenperlen würde man allerdings bei einem Weißen nicht erwarten. Der Duft harmoniert zweifellos wunderbar mit (gutem) Jasmin, kann aber auch problemlos alleine bestehen. Gut für vier Aufgüsse, mehr darf man ihm nicht zumuten.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Anima_Templi:

Hochinteressant deswegen, weil die Umgebung des Teegenusses Ebendiesen doch immer maßgeblich beeinflusst.

Ich für meinen Teil denke, dass die Seeluft hier auf jeden Fall eine Rolle gespielt haben muss, und ich bin dankbar für diese neuen Facetten der Tees. :)

Auch dein innerlicher Urlaubszustand ...

Wie sagte nicht Proust als eines des wenigen wirklich Brauchbaren, und auch nur durch einen undeutlichen Spiegel schauend:

Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, altes mit neuen Augen zu sehen!

Marcel Proust (1871 - 1922), franz. Feuilletonist und Romanautor

bearbeitet von GoldenTurtle

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Dem Wetter entsprechend am Nachmittag einen kalt aufgegossenen Yame Fukamushi. Der erste Aufguss hat etwa 30 min gezogen und ergab einen herrlich erfrischenden Umami reichen Aufguss. Allerdings nicht mehr als 10 ml. Für den zweiten Aufguss, hier im Bild habe ich zusätzlich zum Eis noch etwas Wasser hinzugefügt. Dazu gibt es eine kleine Süßigkeit. 

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    • Von goza
      sorry für die Frage eines Unwissenden:
      ich dachte bislang, dass beschatteter Tee tatsächlich ein höherwertiges Produkt ist? Die Täuschung im Sinne der "Verfälschung" des Geschmacks, Einbringen dieses "ooika" (wobei zugegeben, ich das noch nicht kenne), das es sonst nicht gäbe, ist für mich nachvollziehbar.
      Würde der Sencha hochwertiger sein, wenn es ein bewusst nicht beschatteter Sencha ist? warum? weil es schwer, ist, guten Sencha ohne Beschattung zu produzieren?
       
      edit: wir können die Diskussion,falls sie länger dauern wird, auch gern auslagern, um nicht ins offtopic abzudriften
    • Von KlausO
      Hallo,
      ein Geschäftskollege hat einen Beitrag über eine neue Teemaschine gefunden und mir gmail. Hier der Link zu Hersteller und vielleicht eure Erfahrungsberichte
      https://temial.vorwerk.de/teemaschine/
    • Von Tanuki
      Da ich schon immer ein wenig neugierig war und auch Mal das Thema Tee trinken wissenschaftlich angehen wollte... Okay eher wie ein Kind experimentieren wollte hab ich bei den letzten Tees die ich trank ein wenig den Ph Wert ausgelesen. Doch warum? Nunja es ist etwas interesannt und es soll da draußen Menschen geben die ihre Lebensweisen nach Ph werten richten z.b. um Sodbrennen vorzubeugen.
      Aber kurz in die materie.
      Was zeigt der Ph Wert an? Der Ph Wert zeigt an wie sauer oder alkalisch eine Substanz ist. Der Wert geht von 1(sehr sauer) über 6-8 ( neutral) auf 14 (hochalkalisch).  zum Thema verdünnen und neutralisieren komme ich aber jetzt nicht.
      Nun wollte ich euch meine kleinen Ergebnisse Mal teilen.
      Wasser Ph 7 (neutral),
      milky oolong ( mit Milch behandelter oolong) Ph 5,5-6 ( leicht sauer) 
      Rooibos war mit Ph 6 noch neutral
      Silverneedle hatte den Wert 7-8 und ging in die Richtung Base 
      Sincha bzw alle getesteten grüntees waren bei Ph 6 also noch neutral.
      Diese Werte waren für mich Recht langweilig da alles noch zu neutral war also testete ich einen Recht leckeren Früchtetee namens Bitterlimonade. 
      Siehe da der Ph Wert lag bei 3 also doch schon sauer. Aber zum Thema Zahngesundheit sollten wir und denke ich keine Sorgen machen. Da vergleichsweise Cola Dank der Phosphorsäure einen Ph Wert von 2 und einem Haufen Zucker bedenklicher sein sollte
       
      Ich denke das normale Tees keinen großen Unterschied bringen sollten, aber wenn ich was bestimmtes testen soll dann sagt es einfach. 
      Getestet wurde das "Experiment" mit einen indikatorpapier.
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