Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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Heute ist mal wieder etwas anderes als ein Pu im Kännchen: Der 2018er Bulang Hongcha von HQF - aber immerhin auch in Bing-Form :D 

Auch nach einem Jahr noch ein sehr schöner Hongcha, der durch die Bulang-typische Bitterkeit (wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei einem Sheng) sehr spannend ist und mich überzeugt! Außerdem: Jeder Tee ist in gepresster Form interessanter ;) 

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Etwas Off-topic: die Glasur der Hanus-Schale entwickelt sich trotz verhältnismäßig geringem Gebrauch sehr schön! (zu Beginn war kein Krakelee sichtbar) 

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Heute habe ich meine neue Dose Shira-Hima geöffnet und meine ebenfalls neue Schale damit eingeweiht.
Ich liebe diesen Tee. Diese extreme Nussigkeit (für meine Sinne) hatte ich schon öfters bei anderen Senchas. Weiß Jemand woher dieses spezielle Aroma kommt oder hast du @teekontorkiel vielleicht mehr Informationen zum Shira-Hima?
Wäre ja schön wenn ich wüsste wonach ich jagen soll ;)

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Heute im Kännchen: Der 2005er Taiwan Storage Mengku Ye Sheng, vielen Dank @teekontorkiel für das Sample! :) 
Ein facettenreicher Tee, der vor allem auf Geschmacksebene viel zu bieten hat: das nasse Blatt hat ein sehr süßes Aroma, das mich an würzige Kräuter-Bonbons erinnert, was sich vor allem in den ersten 3-4 Aufgüssen wiederspiegelt, die aber leider auch eine Factory-typische Adstringenz aufweisen. Diese sind recht würzig mit dem Alter entsprechenden Kampfer- und Leder-Noten, wobei es sich lohnt, etwas zwischen den Aufgüssen zu warten: Der Nachhall ist schön süß und hat eine dezente Zimt-Note, die sich in den weiteren Aufgüssen auch stärker im Aufguss wiederfindet - nicht so extrem wie bei dem 2009er Da Xue Shan Wild von EoT aber durchaus klar erkennbar. Allerdings ist er wie dieser leider auch nicht sonderlich körperbetont und hat kein nennenswertes Qi, was beides bei älteren Yeshengs wohl relativ charakteristisch zu sein scheint. Wen das nicht stört bekommt ein wirklich schönes Geschmackserlebnis geboten!

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Geschrieben (bearbeitet)

@Lateralus Mein Tipp wäre nach Tees mit ordentlichem hi-ka, also dem Aroma, dass durch die finale Trocknung entsteht, zu suchen. Ist mir bei fast allen Tees von Hoshino Seichaen, die ja auch diesen Tee produziert haben, aufgefallen. Scheint die Handschrift von Herrn Yamaguchi zu sein. Im Januar oder Februar bringt er immer ein Special raus, traditionell von Hand auf einem mit Papier bespannten Tisch über Holzkohle getrocknet. Wäre vielleicht was für dich. Fukamushi noch dazu. 

bearbeitet von seika

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@Lateralus

Rein optisch erinnert mich der Tee sehr an einen Jun-Sencha. Das sind komplett umbeschattete Senchas, die ein eher robustes Aroma vorweisen, und für die heute kaum noch ein Markt besteht.

Ich fand meinen vom letzten Jahr bemerkenswert gut. Er brachte eine leckere holzige Würze, und ein ausgeprägtes Aroma nach Knollensellerie.

In meiner aktuellen Shincha Bestellung ist ebenfalls ein solcher enthalten. Ich werde hoffentlich bald darüber berichten können, er liegt zur Zeit noch beim Zoll in Frankfurt.

@Helmi, deine japanische Sendung liegt ja auch schon seit Ewigkeiten beim Zoll. Ich wollte Dir vorhin eigentlich Trost zusprechen, da meiner auch schon über eine Woche dort festhängt, doch vorher hat sich doch tatsächlich der Status aktualisiert, und er hat wohl den Zoll verlassen... :ph34r:

Ich hoffe sehr für Dich, dass Deine Sendung doch noch bei Dir eintrifft! Wenn jetzt auch noch der Import von Tee aus Japan zum größeren Problem wird, wäre das wirklich sehr schade. :(

 

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Danke @seika für den Tipp. Jetzt muss ich nur noch einen Hoshino Seichaen von Hrn. Yamaguchi finden. Matchas findet man da schon in div. Shops, aber für Sencha muss ich wohl noch etwas tiefer graben.

@Anima_Templi wäre nett wenn du trotzdem deinen Jun-Sencha hier zeigen könntest ;)

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@Lateralus Habe mich da vielleicht umständlich ausgedrückt. Herr Yamaguchi ist der Teemeister, also derjenige, der maßgeblich für das Aroma und den Geschmack des Endproduktes verantwortlich ist. Meiner Erfahrung nach haben fast alle Senchas von Hoshinoen ein mehr oder weniger kräftiges hi-ka. Das ist so etwas wie seine Handschrift. :)

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Wieder aus den Teeproben von @Diz , Gua Feng Zhai, Dragon Balls. Die Kugel ist mit 7,5g füra mich etwas "überdosiert", haut dadurch mit 50 ml heißem Wasser mächtig rein :lol:
Es schön wie sich die Kugel beim 2. Aufguss immer mehr entfaltet. Ich glaube mit dem habe ich noch etwas Spaß bis kein Geschmack mehr kommt. Sehr zu empfehlen!

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Am 13.7.2019 um 09:51 schrieb Lateralus:

Heute habe ich meine neue Dose Shira-Hime geöffnet und meine ebenfalls neue Schale damit eingeweiht.
Ich liebe diesen Tee. Diese extreme Nussigkeit (für meine Sinne) hatte ich schon öfters bei anderen Senchas. Weiß Jemand woher dieses spezielle Aroma kommt oder hast du @teekontorkiel vielleicht mehr Informationen zum Shira-Hima?
Wäre ja schön wenn ich wüsste wonach ich jagen soll ;)

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Wow, was für ein zauberhaftes Foto! Klar, ruhig und ästhetisch ansprechend. Wie von Seika bereits geschrieben handelt es sich um eine besondere Mutation, daher die helle Farbe des Blattguts. Die Nussigkeit kommt tatsächlich von der etwas kräftigeren, finalen Erhitzung. Das ist der letzte Arbeitsschritt und hier wird maßgeblich entschieden ob der Charakter des Tees eher fruchtige oder nussige Noten erhalten soll. Und auch hierzu kann ich @seika zustimmen, dass Tees aus Hoshino generell eher eine nussige Dominanz aufweisen. Auch all unsere anderen Senchas und sogar der Matcha aus Hoshino schmecken vergleichsweise nussiger und wärmer. Ich würde Dir empfehlen einfach Hoshino Tee zu gucken, vermutlich ist das sensorisch zur Zeit Dein Beuteschema. :thumbup:

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 @Paul das ist diese wunderschön filigrane Schale in der gerade 100ml im obigen Foto sind. Durch die matte und leicht gerillte Außenfläche entsteht eine fast weiche Haptik. Ein wunderschönes Stück!

Vielen Dank @teekontorkiel, jetzt kann ich mich auf die Lauer legen ;)

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vor 5 Stunden schrieb Paul:

@KlausO warum nimmst Du nicht einfach 100 ml  Wasser?

Ich habe bei meinen Teeschalen von 25 auf 50 erhöht, war eine Fehleinschätzung. Dafür hat der Sheng voll reingeschlagen. :love:

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Heute war ein sehr spannender Tee im Kännchen, vielen Dank an @Teelix für den 2018 Guafengzhai Autumn Brick von EoT :) 
Also das ist definitiv der am stärksten gepresste Tee, den ich je hatte: Völlig unmöglich ihn mit irgendwelchen angemessenen Werkzeugen zu bearbeiten bleibt nur rohe Gewalt, um den Tee auch nur ansatzweise zu zerkleinern - und obwohl der Brick gerademal 5 mm oder so dick ist kann man ihn nur unter Einsatz des gesamten Körpergewichts an der Tischkante brechen. Heftig! Da das weitere Zerteilen zu schwierig war habe ich die größere Zini-Kanne von Jie genutzt - allerdings ist gegen Ende der Deckel nur noch unter Druck zu geblieben.
Der Tee an sich startet trotz langem Waschgang sehr sehr leicht, weil sich das Blatt kaum geöffnet hat, ab dem zweiten Aufguss ist er aber wach .. und super adstringent. Die Adstringenz überdeckt leider vieles (nussige Noten im Hintergrund und es ist eine schöne Bitterkeit wahrnehmbar, die sich sehr schnell in eine intensive Süße wandelt), was für mich den größte Kritikpunkt des Tees darstellt. Auf der andren Seite hat der Tee eine sehr schöne schwere Textur und ab dem 10. Aufguss oder so wenn die Adstringenz langsam nachlässt kommt die Süße schön zur Geltung und der Tee gefällt mir ganz gut. Nach 8h Pause geht es am Abend nochmals für einige Aufgüsse weiter (der Tee ist super ausdauernd!) - wären die ersten Aufgüsse so gewesen, hätte er eine bessere Bewertung bekommen!

@Teelix weißt du eigentlich, wie groß der Brick ursprünglich war? Dem Wrapper nach und so dünn wie er gepresst wurde muss er ja winzig gewesen sein...

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(vor dem ersten Aufguss, nach dem zweiten Aufguss, nach dem 10. Aufguss)

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 25 Minuten schrieb doumer:

weißt du eigentlich, wie groß der Brick ursprünglich war? Dem Wrapper nach und so dünn wie er gepresst wurde muss er ja winzig gewesen sein...

Also anfangs war er quadratisch und passte genau in das Papier, ist schätze das waren so 8x8 bis 10x10cm. Als Gewicht wurden 50g angegeben.

Sehr schöner Bericht übrigens. ;)

(Wie immer eigentlich :D )

Ich stelle mir Grade bildlich vor wie du den Tee, aber vorallem dir selbst an der Tischkante einen abbrichst. :D Vorallem, weil ich mich noch sehr gut daran erinnere, wie ich versucht habe ihn zu zerteilen... Dabei ist mir eine Pu-Erh-Nadel verbogen, und ich habe mich sogar am scharfkantigen Ziegel, oder besser an der Fliese verletzt...

bearbeitet von Teelix
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Geschrieben (bearbeitet)
Am 7/14/2019 um 08:57 schrieb KlausO:

Gua Feng Zhai, Dragon Balls. Die Kugel ist mit 7,5g füra mich etwas "überdosiert", haut dadurch mit 50 ml heißem Wasser mächtig rein :lol:

Ist auch für mich alleine zuviel. Muss des öfteren am nächsten Tag weiter machen. :ph34r:

vor 19 Stunden schrieb doumer:

Also das ist definitiv der am stärksten gepresste Tee, den ich je hatte: Völlig unmöglich ihn mit irgendwelchen angemessenen Werkzeugen zu bearbeiten bleibt nur rohe Gewalt, um den Tee auch nur ansatzweise zu zerkleinern

Stark gepresste Tees kann man auch dämpfen. Durch das schonende "öffnen" werden weniger Bitterstoffe herausgelöst verglichen mit Bruch.

bearbeitet von Diz

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Moin,

heute ist bei mir der Formosa Dark Pearl Oolong in der Tasse. Ein schöner fruchtig süßer Oolong der ganz ordentlich geröstet ist und durch den ganz eindeutig ein bisschen von dem Aroma des Snow Dancong Ba Wu Ye durchschimmert den ich vor zwei Tagen in meinem Tokoname Kännchen hatte. Ein sehr interessantes Geschmackserlebnis, ich bin ein bisschen begeistert =)

mfg Illo

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Heute waren Frühlings-Jadeschnecken (Bi Luo Chun) angesagt. Der aktuelle Jahrgang vom Dongting zeigt eine Merkwürdigkeit im Umami-Segment: ein kräftiges Räucherspeckaroma. Hatte ich bei diesem Tee noch nie. Wenn schon 'interessante' Duftnoten, so erwartet man hier doch eher, die Blüten der Obstbäume zu riechen, mit denen Bi Luo Chun optimalerweise in Mischkultur (gewissermaßen als duftende Beschattung) wächst. Hmm ... hieß der Tee nicht, bevor ihn Kaiser Qianlong per Dekret einen Namen seines Geschmacks verpasste, Xia Shan Ren Xiang? Duft, der Leute erschreckt?

Jedenfalls war das der Proust'sche Effekt bei mir - ist es doch schon etliche Jährchen her, dass ich moralisch so unskrupulös war, mich solchen Gelüsten gelegentlich hinzugeben und das Aroma daher nur noch ferne aber nichtsdestotrotz überraschend deutliche Erinnerung. Nun ist Bi Luo Chun ja ein Tee, der eher für den niedrigen Aufgusstemperaturbereich (um 70°C) grüner Chinatees als für den hohen (um 80°C) geeignet ist. Meine erste Reaktion war, ihn im höheren Temperaturbereich aufzugießen, was die Räucherspecknote deutlich zurücknahm und den Tee für Nase und Mund etwas 'durchsichtiger' werden ließ. Heute dann die Gegenprobe, nochmals im eigentlich für diesen Tee gewohnten niederen Bereich. Anscheinend hatte ich ein Adaptationsproblem hinsichtlich des Räucherspecks, der da völllig grundlos eine moralische Saite angeschlagen hatte, gehabt. Heute kann ich sagen: passt. Gibt dem Körper schon des ersten Abgusses Fülle und Kraft. 7,5 gr / 180 ml (Abguss eher 150 ml). Vier Aufgüsse.

_()_

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Sehr interessante Assoziation. Ich mein, der Rauch ist ja jetzt keine so große Überraschung - womöglich wurde beim Rösten etwas arg intensiv rangegangen? Oder es ist gar so gewollt. Was das Speckaroma angeht, so spekuliere ich lieber nicht *g*

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Die letzten zwei Teeproben die via @Tobias82 den Weg zu mir fanden wurden verkostet.

Darunter war mein erster Tee von puerh.sk. Auf der Packung steht BaNa 2009. Holzig und erdig beschreiben den Geschmack des Tees sehr gut. An der Lagerung gibt es nichts zu meckern. Mehr kann ich dazu fast nicht sagen. Gealterte Shengs fallen bei mir zur Zeit nur in zwei Kategorien: angenehm und unangenehm. Der hier ist definitiv angenehm. Zwischendurch glaubte ich Minze als Geschmack zu erkennen. Dieser Eindruck war aber so flüchtig, dass ich von Einbildung ausgehe.

Auf der zweiten Probe stand Xiang Cha (unbekannter Händler). Ausgehend von Geruch und dem Aussehen des trockenen Blattes, sollte es sich dabei um einen Grüntee handeln. Geschmacklich würde ich ihn zwischen einem Bi Lo Chun und einem Yin Zen einordnen. Er hatte eine Blumigkeit ähnlich der Jadeschnecke und einen Hauch von Gurke, den ich bisher von machen Yin Zen kannte. 

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Geschrieben (bearbeitet)

Heute war der Jun-Sencha in meiner Schale.

Zunächst mal ist er deutlich weniger gelb als mein letztjähriger.

Geschmacklich kann er auch nicht mithalten.

Er liefert solide Sencha-Aromen, allerdings nicht diese würzigen Aromen, die mich bei dieser Art Sencha so begeistert haben.

Er ist nicht wirklich süß, liefert eher grasige Noten, bleibt aber insgesamt geschmacklich eher eindimensional. Ein solider Sencha, nicht mehr und nicht weniger.

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bearbeitet von Anima_Templi

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      Vielleicht eine Suppen-/Sake-/Teeschale ???
      Rotes Wan shou-Muster: das gesuchte Objekt
      weiß: Reisschale
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