Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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vor 1 Stunde schrieb Paul:

"klebrigen Pelzigkeit" bei den aktuellen Zeng Si Long Tees

Wovon das bloss kommen mag?
Ob womöglich gezielt auf lange Reifung hin produziert?
Mit Pelzigkeit beschreibt man in der Weinwelt Gerbstoff/Tannin, dieser stört manche im jungen Reifestadium, aber nebst einem hohen Zuckergehalt (Süssweine) ist dies einer der zuverlässigsten Indikatoren für eine lange Lagerbarkeit/positive Entwicklung.

vor 1 Stunde schrieb Paul:

Hab ich da was versäumt?

Ich habe auch gedacht, Anima ist in letzter Zeit auffällig am Aufrüsten, womöglich gar am Wettrüsten mit resp. gegen doumer. :D

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vor 48 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Wovon das bloss kommen mag?
Ob womöglich gezielt auf lange Reifung hin produziert?
Mit Pelzigkeit beschreibt man in der Weinwelt Gerbstoff/Tannin, dieser stört manche im jungen Reifestadium, aber nebst einem hohen Zuckergehalt (Süssweine) ist dies einer der zuverlässigsten Indikatoren für eine lange Lagerbarkeit/positive Entwicklung.

Das hab ich mich auch schon gefragt - und über Tiago (der Kerl hinter Tea Encounter) an Mr. Zheng herantragen lassen, allerdings hält dieser sich bedeckt und sagt nur "finest traditional processing". 
Ich muss das Thema aber vielleicht etwas genauer spezifizieren: "Klebrigkeit" und "Pelzigkeit" treten nicht immer zusammen auf - die 2015er-2017er von ZSL sind z.B. immer irgendwie klebrig, wenn man sie z.B. mit Shengs von prSK oder EoT vergleicht, aber nur manchmal (und dann auch eher die jüngeren) pelzig, wohingegen die Pelzigkeit ab den 2018ern verstärkt auftritt und bisher bei allen getesteten 2019ern auftritt (Anmerkung: bisher nur ein Teil davon online bei mir, da mehrere im Rahmen eines entspannten Tee-Wochenendes mit einem Freund getrunken wurden). Bei den 2009ern hingegen ist beides nicht (mehr?) zu finden, allerdings genau so wenig in entsprechend alten von prSK und EoT, die keineswegs in ihrer positiven Entwicklung hinterherhinken - da allerdings etwas reinzuinterpretieren wäre allerdings ziemlich spekulativ da wir zum einen nicht wissen, ob Mr. Zheng seither seine Verarbeitungsmethode verändert hat. 

vor 57 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ich habe auch gedacht, Anima ist in letzter Zeit auffällig am Aufrüsten, womöglich gar am Wettrüsten mit resp. gegen doumer. :D

Haha - von einer kompetitiven Einstellung kann nicht die Rede sein, wir haben nur beide Geschmack was Keramik angeht ;) 
Sofern es aber zu keinen Zwischenfall kommt, hat es sich bei mir größtenteils "ausgerüstet" - so sehr ich schöne Keramik auch liebe: Wenn man sie nicht nutzt, ist es traurig (und mittlerweile hab ich doch schon so manche Kännchen, die alle regelmäßig an der Reihe kommen wollen).

 

@topic: Heute ist der 2019er Bang Wei von HQF im Kännchen:
Ein schöner, typischer Bangwei, der in genau die selbe Kerbe schlägt wie die 2018er Version: facettenreich, würzig, leicht bitter mit der typischen Holzigkeit, auch wenn diese bei so einem jungen Tee natürlich noch eher nach grünen Zweigen schmeckt. Gefühlt etwas mehr Bitterkeit und weniger Floral als die Version von letztem Jahr, was dem Tee aber sehr gut steht! Auch wenn der Tee "objektiv" (sofern das bei Tee überhaupt möglich ist) nicht weit von dem Boundless von gestern entfernt liegen mag, bereitet er subjektiv doch deutlich mehr Freude :) 

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vor einer Stunde schrieb doumer:

Das hab ich mich auch schon gefragt - und über Tiago (der Kerl hinter Tea Encounter) an Mr. Zheng herantragen lassen, allerdings hält dieser sich bedeckt und sagt nur "finest traditional processing". 
Ich muss das Thema aber vielleicht etwas genauer spezifizieren: "Klebrigkeit" und "Pelzigkeit" treten nicht immer zusammen auf - die 2015er-2017er von ZSL sind z.B. immer irgendwie klebrig, wenn man sie z.B. mit Shengs von prSK oder EoT vergleicht, aber nur manchmal (und dann auch eher die jüngeren) pelzig, wohingegen die Pelzigkeit ab den 2018ern verstärkt auftritt und bisher bei allen getesteten 2019ern auftritt (Anmerkung: bisher nur ein Teil davon online bei mir, da mehrere im Rahmen eines entspannten Tee-Wochenendes mit einem Freund getrunken wurden). Bei den 2009ern hingegen ist beides nicht (mehr?) zu finden, allerdings genau so wenig in entsprechend alten von prSK und EoT, die keineswegs in ihrer positiven Entwicklung hinterherhinken - da allerdings etwas reinzuinterpretieren wäre allerdings ziemlich spekulativ da wir zum einen nicht wissen, ob Mr. Zheng seither seine Verarbeitungsmethode verändert hat. 

Hmmm, behalt die Entwicklung doch mal im Auge ... wäre ein nicht uninteressanter Faktor, wenn sich ein erhöhter Gerbstoffgehalt wie beim Wein positiv auf die Langlebigkeit/Entwicklung auswirken täte. Zheng achtet so wie es aussieht in letzter Zeit zunehmend darauf bei der Maocha Selektion. Scott hingegen (z.B.) viel mehr auf eine erhöhte Bitterkeit als Garanten für eine lange, gute Lagerentwicklung. Aber Gerbstoff und Bitterkeit ist nicht das Gleiche.

@Topic: Ich geniesse ein seit zwei Jahren abgelaufener indischer Muscatel von TE ... aus der Tokoname Kyusu ... tadellos.

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@GoldenTurtle, von einem "Wettrüsten" kann hier keine Rede sein... ;)

Ich hatte einfach noch kein Zini-Kännchen für Pu, und da ich die positiven Eigenschaften des Tons bei @doumer bereits kennen lernen durfte, war dies schon lange ein Wunsch von mir.

Iwann kommt noch etwas richtig gutes für Oolong ins Haus, vielleicht wieder von MLC. Dann ist es wohl mal gut.... :$

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vor 7 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Wovon das bloss kommen mag?
Ob womöglich gezielt auf lange Reifung hin produziert?
Mit Pelzigkeit beschreibt man in der Weinwelt Gerbstoff/Tannin, dieser stört manche im jungen Reifestadium, aber nebst einem hohen Zuckergehalt (Süssweine) ist dies einer der zuverlässigsten Indikatoren für eine lange Lagerbarkeit/positive Entwicklung.

Ich habe auch gedacht, Anima ist in letzter Zeit auffällig am Aufrüsten, womöglich gar am Wettrüsten mit resp. gegen doumer. :D

Die Pelzigkeit bei den 2019 er Zeng Si Long Tees hat nichts mit Gerbstoff/Tannin zu tuen, sondern ist einfach nur störend und eklig - für mich.

Deine Frage nach Animas Kännchen @GoldenTurtle erinnert mich doch sehr an Tellius Destructivus! In Fachkreisen bezeichnet man solche Einwürfe als: "Grünes Geschwätz":P

Für Nichtasterixkenner: https://www.comedix.de/lexikon/db/tullius_destructivus.php

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Darauf komme ich gerne zurück! Meinen ergebensten Dank, @GoldenTurtle.

Um noch etwas Offtopic zu bleiben, (bitte entschuldigt), heute erhielt ich Nachricht von Frau Watanabe bzgl. meines Zhuni-Kännchens. 

"Ihr Kännchen befindet sich gerade in der letzten Phase. Ich kann Ihnen in ein paar Tagen die Bilder schicken, sobald die Reparatur fertig ist.
Und ich glaube, dass Sie es wieder benutzen können."

Eine wirklich schöne Nachricht zum Ende der Woche. :)

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Am frühen Nachmittag schwimmt ein Fukamushi aus Yame im Kännchen. Ist, was die Bedampfungslänge angeht, eher im unteren also kürzeren Fukamushi-Bereich angesiedelt. Auf ein kräftiges hi-ka hat man dankenswerterweise (auch) verzichtet, was die Frische und leichte Fruchtigkeit betont. :)

Aufgegossen in einer (glasierten) Tokoname Kyūsu mit Metallsieb-Einsatz. Ist ein Spalter, wie ich finde. :D Die Ästhetik sagt mir eigentlich nicht zu, muss aber die praktischen Vorzüge gerade im Hinblick auf Fukamushi anerkennen. 

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Auch wenn ich abends i.d.R keinen Blogpost mache, weil die Bilder einfach nicht so schön sind und unter der Woche zu wenig Zeit bleibt, um sich wirklich mit dem Tee zu beschäftigen, ist heute mal wieder der 2019er Mansa von prSK im Kännchen:

Es ist bereits so gut wie ein viertel Jahr vergangen, daher wird es Zeit, die 2019er Tees von Peter nochmals mit anderen Variablen unter die Lupe zu nehmen (zugegebenermaßen während die 2019er von anderern Händlern noch nicht einmal alle probiert sind - Peter war dieses Jahr wirklich sehr fix!). Der Mansa macht auf jeden Fall im glasierten Krakelee-Kännchen von Jiri Duchek, etwas leichter dosiert und mit Tonkessel-Wasser gebrüht auch eine hervorragende Figur: Die Variablen sind hier so ziemlich auf das Gegenteil von meinem üblichen Junge-Sheng-Setup (stark dosiert im Zini mit Tetsubin-Wasser) getrimmt und entsprechend andere Aspekte kommen zur Geltung. Die Bitterkeit ist auch hier vorhanden und das sogar glasklar, allerdings auf Grund der niedrigeren Dosierung deutlich weniger kräftig, was in Kombination mit der Auswirkung der Glasur Platz für neue, fruchtige Noten schafft - süß-fruchtig mit einem frisch-bitteren Kick erinnert mich der Tee etwas an Maracuja, was durch ein subtiles aber sehr schönes entspannendes Qi abgerundet wird, das auch einen "Matschschädel" nach einer Arbeitswoche wieder in Ordnung bringt! :) 

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bearbeitet von doumer

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Auch ich bin heute noch spät dran, alleine trinkend mit kleinem Ruyao-Kännchen gibt's einen hervorragenden Ali Shan Dong Plan von 2018.

Frei nach Duracell: " Der hält, und hält, und hält..." :lol:

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bearbeitet von Anima_Templi

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Heute ist ein besonderer Tee im Kännchen: Der 2019er Mansa "Samurai Edition" von prSK :D
Eigentlich keine echte prSK-Produktion aber man muss dem Kind ja einen Namen geben ;) 

Zunächst etwas Hintergrund-Infos zu diesem Tee: er wurde nicht von Peter/Liou produziert und stammt nicht von den selben Bäumen wie die die "regulären" Mansas (sowohl der 2019er Mansa als auch der 2019er Lao Mansa), mit deren Besitzer sie schon seit Jahren zusammenarbeiten, sondern vom Bruder der Familien-Chefin. Der Bezeichnung des Tees stammt daher, da dieser Toshiro Mifune, den man aus den Meisterwerken von Akira Kurosawa kennt, zum verwechseln ähnlich sieht - insbesondere die Augenbrauen! Leider ist der Tee bei weitem nicht so gut produziert wie die prSK-Tees, trotzdem (oder gerade deshalb) ein sehr spannender Vergleich mit dem 2019er Mansa:
Der Tee startet geschmacklich eher zurückhaltend - und bleibt es auch. Ein wenig Süße, ein wenig Bitterkeit und zu Beginn eine überraschende Vanille-Note, aber alles eher flach - absolut kein Vergleich zu dem regulären Mansa, der hier mit intensiven, facettenreichen Geschmacksnoten glänzen kann. Hier macht sich sicherlich der Unterschied in der Produktion bemerkbar. Aber er hat eine der tollsten Texturen, die ich bisher in einem jungen Sheng hatte: unglaublich weich mit gerade genügend Schwere, um ein intensives Gefühl zu erzeugen aber trotzdem noch sehr leicht zu wirken - es fällt mir schwer, das treffend zu beschreiben: einerseits weich und geschmeidig wie Öl und andererseits so leicht und ätherisch dass man das Gefühl hat, der Tee hätte kaum die Zunge berührt - irgendwie wie eine art Milchshake nur mit Öl anstatt Milch? Und diese Textur bleibt auch von Anfang bis Ende der Session erhalten, wirklich erstaunlich! Dazu kommt, dass er wie der reguläre Mansa ein sehr schön entspannendes Qi mit typisch Atemwege-freimachendem-Gushu-Effekt hat, was sicherlich ein Indiz dafür ist, dass es sich um gutes Ausgangsmaterial handeln muss. Das macht die Bewertung etwas schwierig: einerseits hat der Tee klare Defizite, andererseits die tolle Textur und ein ordentliches Qi - daher entscheide ich mich für die Mitte, was zwar der selben Bewertung wie z.B. dem 2019er Boundless von EoT entspricht, ich aber um ehrlich zu sein trotzdem deutlich mehr Spaß mit diesem Tee hatte. 

@GoldenTurtle während ich sonst was "Produktionsfehler" angeht sehr nachsichtig bin und denen teils sogar etwas abgewinnen kann, da sie dem Tee einen ganz eigenen Charakter verleihen können (z.B. beim 2015er Xiaoshu Lincang von prSK o.ä.), komm ich hier nicht umhin mich zu fragen, wie der Tee wohl wäre, wenn er von Liou/Peter produziert worden wäre - bei dem Tee verstehe ich deine kontinuierlichen Hinweise auf die "korrekte Produktion" zum ersten mal wirklich ;) 

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man sieht dem Tee an, dass er recht grob produziert ist - aber dieser Ast mit der flauschigen Spitze ist trotzdem süß :) 

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Heute ein seit langem mal wieder überfällige Tetsubin-Session.

Der Tee ist ein 2010er Wuliang von Yu, bei mir seit langem zerkleinert im Tontopf gelagert.

Als ich ihn zuletzt vor ca. 1 Jahr im Kännchen hatte, zeigte er sich mit leichten "off-Noten". Der typische Tabak war reduziert, dafür eine leichte Säure stetig präsent. Da ich diese Lagerung-Säure nicht sonderlich schätze, hab ich ihn wirklich lange Zeit nicht mehr versucht und ruhen lassen.

Heute wieder ein anderes Bild. Positiv, und doch anders.

Die Säure ist komplett verschwunden, allerdings ist auch der Körper nicht mehr so ausladend, wie ich ihn noch vor ein paar Jahren in Erinnerung habe. Da hat er deutlich mehr mit den "Muskeln" gespielt.

Heute zeigt er sich ganz ausgeglichen und entspannt. Über viele Aufgüsse konstant und "in sich ruhend". Er weiss was er kann, hängt es aber nicht mehr an die große Glocke, sondern dosiert sich seine Kraft und seine Aromatik über die ganze Distanz, sorgfältig und wohlwissend.

Dieser Tee ist wirklich ein guter Freund von mir geworden. So lange kennen wir uns schon, gehen auf einander ein, erzählen uns gutes und schlechtes. Und immer war ich gestärkt und glücklich nach unseren Sessions.

Ich lächle hier auf meinem Sofa, genieße wie seine Kraft durch meine Arme und Beine zieht und mir langsam zu Kopf steigt. Nur ein kleinwenig wehmütig in Gedanken an vergangene Raucherzeiten, schmecke ich diesem nun subtilen und dennoch wunderbaren Tabakaroma nach.

All diese Empfindungen von Vergangenem (meine Mutter wie Sie mir sagt, dass er so schmeckt, wie meine Pfeife riecht) und Gegenwärtigem (das Wissen um Qi und fähig zu sein es zu spüren und zu genießen), ein olfaktorisches und gustatorisches Feuerwerk... 

All Das ist unbezahlbar und keine Beschreibung reicht an das Empfundene heran.

Was für ein großes Glück ich doch habe.... :) 

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bearbeitet von Anima_Templi

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Heute ist der 2019er Ma Hei von Zheng Si Long im Kännchen:
Im ersten Moment besticht der Tee durch eine schöne moosige Waldnote, die direkt in eine dunkle florale Note übergeht - oder besser gesagt versucht überzugehen, denn dann setzt direkt eine bittere Pelzigkeit ein, die alles andere überlagert. Leider handelt es sich bei der Bitterkeit nicht um eine gute Bitterkeit wie in einem Lao Man E o.ä. (da bin ich ja nicht unbedingt zimperlich) sondern um eine unangenehme, medizinische Bitterkeit, was zusammen mit der lang anhaftenden Pelzigkeit den schönen Ansatz nachhaltig zunichte macht. Wirklich sehr schade, denn die Textur des Tees ist eigentlich schön und die Version von letztem Jahr ist auch ordentlich - ich frag mich wirklich, was es mit dieser Pelzigkeit auf sich hat... :( 

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nach recht langen Grüntee-Eskapaden und großen Tassen, gegen den sommerlichen Durst, gibt es heute wieder anständigen Tee.

Kleine 100ml Kanne, das übliche Setting und mal wieder die alten Cakes raus gekramt: den "2010 Ailao-Shan" von ChaShiFu hab´ ich ja schon
lange rum liegen und immer mal wieder getrunken. Hab´ den Cake nie ganz aufgetrunken, und auch hauptsächlich aus dem Lageraspekt liegen.
Seit 2015b hat sich der Tee schon ziemlich verändert, und ist insgesamt viel runder und ausgewogener geworden. Hat aber immer noch genug 
Säure und Schärfe, dass man ihn auch gut als Alternative zu denn Grüntees trinken kann.

Jetzt wo die große Hitze vorbei zu sein scheint, muss mal wieder mehr pu auf den Tisch :thumbup:

...bin ja mittlerweile in eine andere Wohnung gezogen, und vermisse unseren Garten+Balkon schon sehr. Auch wenn wir nur etwa 300m  weiter gezogen sind,
ist eine kleine Wohnung in einer Art Hochhaus doch was ganz anderes... aber man gewöhnt sich an alles -_- 

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ja, muss mal wieder aktiver werden :$

hab´ auch ein bisschen was nachzuholen, bzw. muss mal wieder in meine alte Routine finden... hab´ ja bestimmt schon seit 2 Monaten
nichts mehr gepostet. 

Aber mit den Grüntees aus dem Chadao war´s auch ganz nett!  Eher so´n bisschen "easy brewing" ;)

Aber lecker allemal :lol:

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So von mir nun auch wiedermal was 

Hatte gestern den Formosa Shiding 2007 Fo Shou von TKK in der Tasse. Schöne mineralische noten und klare röstaromen alles in allem ein toller Tee den ich bei meiner nächsten Bestellung sofern noch vorhanden wieder mit ordern werde.

 

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2018 Jingmai Tian Xiang - Farmerleaf

Es ist sicherlich *nicht* von Vorteil, zu viele Bings zu haben und deshalb die Veränderung mit der Zeit für sich nicht so genau nachvollziehen zu können. Notizen dazu sind wenig genau oder wahrscheinlicher: Man muß dazu schon so ein gewisser Typ Chronist und Buchhalter sein, der ich nicht bin. Nun könnte man aus der Not eine Tugend machen und sich einfach beschränken, aber das ist auch Unfug - und so trinke ich mich durch die Bings und protokolliere nur das Datum und ob "gut" oder "schlecht", bzw. nur ganz grobe Eckpunkte, wie Holz, Wald, Honig oder auch Knüppel auf den Kopp. Einen Knüppeltee hatte ich auch mal und ein halbes Jahr später mußte ich feststellen, von wegen. Das Ding hat Tiefe und ist vielschichtig. Da ich in Sachen PuEhr mich für einen Novizen halte, ist auch wahrscheinlich, daß sich mein Geschmack bildet... 
Der Kandidat heute war nun das vierte Mal auf dem Tisch und überzeugt mich immer mehr mit diesem Spiel um Bitterkeit. Habe ich noch vor einem Dreiviertel Jahr eine gewisse Lieblichkeit  vermißt, mangelt es mir heute überhaupt nicht mehr daran. Ja, Geschmack bildet sich - und sollte man von jetzt auf heute in die 50iger Jahre zurückversetzt werden, vor dem Sieg der Zuckerindustrie und geschmacksverblödenden Geschmacksverstärker, würde man möglicherweise einen Schock bekommen und ständig mit zusammengefaltetem Gesicht herumlaufen, so sauer, so bitter, so herb und so kräftig. 

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Ich stimm dir zu, Joscht, die Farmerleaf-Tees, die William selber produziert, altern bislang sehr zufriedenstellend. Es wurde ja teilweise die Befürchtung geäußert, dass diese, da sie so aromatisch sind, mit zu intensivem Kill Green als Grüntee produziert werden und somit kaum Reifepotential haben. Das kann ich bisher nicht bestätigen.

Bei den Zukäufen, die er tätigt, ist das Bild etwas zwiespältig. Einige der Tees zwischen 12 und 14, die er angeboten hat, sind wirklich sehr mild und haben einfach nicht genug Power, und schwächeln jetzt schon langsam. Aber sowohl Tian Xiang als auch Miyun (Gulan hab ich nicht) haben sich bisher keine Schwächen geleistet. (Vorausgesetzt, man mag Williams tendenziell mild-eleganten Hausstil...).

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