Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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@doumer Hätte ja nicht gedacht, bei dir in der Kanne mal einen japanischen Grüntee zu sehen. :D Wo warst du denn in Japan (außer in Kyōto)? 
Das Niveau in Sachen Sprachfertigkeit ist (von Ausnahmen abgesehen) schon erschreckend in Japan. Dabei hat sich, soweit ich das in beobachten kann, in den letzten Jahren schon viel getan. 

Bei mir gerade im Kännchen bei fast frühlingshaften Temperaturen (20 Grad) ein Shincha von Kanbayashi. 

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Nach meinem Besuch auf dem Berliner Tea Festival vorgestern, habe ich wieder ganz schön zu tun mit den neuen Tees und neuen Quellen. Besonders die östlichen Nachbarn (Polen und Tschechien) haben einen qualitativ hochwertigen Tee und schöne Keramik angeboten.

Gestern hatte ich gleich mal angefangen mit zwei für mich neuen Sorten, die fast zwei Extreme auf meinem Spektrum markieren.

1. Japanischer Oolong Kaoribi Shibamoto, Sommerpflückung 2018, von HerbatyCzas

Zunereitung in celadonfarbenem Porzellankännchen aus Taiwan (Stephane Erler), innen offen, ca. 95 Grad.

2. Sun Yi Shun Liu An Hei Cha von 2002, von TheTea

Zubereitet in celadonfarbenem Kännchen aus Taiwan, beidseitig glasiert (HCW, Krakelee), ca. 100 Grad.

 

Der Japanische Oolong war sehr kräftig grün, kaum nussig oder fruchtig, hatte viel "Kick", ich muss ihn aber weiter mit kühlerem Wasser probieren. (vielleicht 85 Grad?)

Auf einen Liu An war ich schon lange gespannt, daher musste ich den auch gleich mit probieren.

Liu An (nicht zu verwechseln mit Liu An Gua Pian, auch wenn beide aus Anhui kommen)  muss erstmal gewaschen und dann mit kochendem Wasser zubereitet werden.

Er hatte einen starken, medizinartigen Nachgeschmack und ein Aroma, der mich an das Innere eines Antiquitätenhandels erinnerte. Von Vanille habe ich nichts geschmeckt, allerdings war der Geschmack für mich so neu und fremd, dass ich eher Parallelen zum Pu Erh geschmeckt habe (aber ohne das Erdige eines Pus) und ein bisschen was wie schwarzer chinesischer Tee, so daß ich mich auch da nochmal rantasten werde. Auf jeden Fall etwas ganz Anderes, ich denke, ich könnte mich dran gewöhnen.

bearbeitet von Fisheyes

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@seika haha, ganz falsch liegst du damit ja auch nicht - Pu nimmt schon den Großteil der Tee-Leidenschaft bei mir ein :D Ab und an trink ich zwar auch andere Tees, aber da gibt es meist wenig zu berichten weil hier eine Langzeitentwicklung weniger spannend ist und kaum neues angeschafft wird.

Hab einige Stationen abgeklappert, um ein bisschen was vom Land zu sehen (da ich sicherlich nicht mehr so schnell hinkommen werde): Tokyo, Kanazawa, Kyoto, Hiroshima und Osaka + ein paar Ausflüge wie Miyajima, Himeji oder Shirakawa-go. Auf Grund des Taifuns ist aber manches nicht so gelaufen wie geplant bzw. musste ausgelassen werden.

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Gast Gast1790

2005 Menghai 7592 501 - YS

Dieser Bing - als Fehlkauf eingeschätzt - liegt nun schon 15 Monate ungeöffnet bei mir... Heute nun, passend zum Herbststurm geöffnet.

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Dunkel, fest, mild... Es wird nicht weh tun, diesen Tee zu besitzen. Aber auf die Suche werde ich auch nicht wieder gehen. 

In Ermanglung der Rommelsbacher habe ich vorhandene Wärmequelle genommen: 

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Das funktionierte gut und könnte sogar Anklang finden. Die ersten beiden Güsse mit Wasserkocher, den dritten aus dem Tetsubin. Ich bilde mir ein, es schmeckte etwas metallischer. Vierte zurück aufs Wasserkocher-Wasser. Weiterhin Anklang von Metall. 
Ich werde mal beobachten, ob Bildung auch eine Einbildung ist.

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Derzeit in der kleinen Jianshui-Kanne: 2003 Menghai Purple Da Yi 7542 via @teekontorkiel

Die ersten beiden Aufgüsse hatte ich sehr kurz bemessen, da war der Tee "nur" gut. Mit ein paar extra Sekunden ist er nun großartig. Ausgeprägt mineralisch, dazu Zitrusfrüchte und eine angenehme Würze. Ein wenig Adstringenz hält sich dezent im Hintergrund und verleiht dem Tee eine weitere interessante Facette. Ein feiner Tee, der leise aber tiefgründig daherkommt.

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Heute geht es mit einem Tee aus dem Aged Sample Set von prSK weiter - mit dem 1993 Ying Hao Tuocha:
Diesen Tee hatte ich von der letzten Session zwar als gut aber auch relativ leicht in Erinnerung (vielleicht fälschlicherweise?) und da das Sample nach nicht viel aussah habe ich das kleinere Zhuni Shipiao für diese Session gewählt, was sich als sehr passend herausgestellt hat: Die Stärke des Tees liegt weder in exotischen Geschmacksnoten noch in einem besonders auffälligen Qi sondern schlicht in seiner "Reichhaltigkeit". Insbesondere in den ersten Aufgüssen fühlt sich der Tee fast schon wie ein Likör an - nicht unbedingt super schwer aber man spürt, wie reichhaltig die Teeblätter sind. Sehr passend dazu auch das Geschmacksprofil: insbesondere das Aroma erinnert mich zu Beginn sehr an Pumpernickel (Schwarzbrot aus Roggen) und Walnüsse - oder besser auf Grund der bitteren Noten an die Haut von Walnüssen. Zusammengenommen gibt das eine schöne, deftige Mischung, die jedoch zusammen mit der sich durch alle Aufgüsse ziehenden Holzigkeit immer weich und ruhig und zu der die sehr sauberen Alterungsnoten hervorragend passen. Wenn nach einigen Aufgüssen die Brot- und Nuss-Noten schwächer werden nimmt dafür die Süße zu, was durch die nun präsentere Holzigkeit die Erinnerung an Zimtstangen hervorruft. Auch wenn ich sonst Touchas in der Regel nicht unbedingt auf Augenhöhe mit (guten) Bings sehe, beweist dieser Tee ganz klar dass es solche Tees auf jeden Fall auch gibt und auch optisch nicht so hübsches Blattgut zu einem tollen Ergebnis führen kann!

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Ich trinke gerade einen leicht oxidierten Jin Xuan Oolong aus Thailand. Aromatisiert durch Bedampfung mit Nuo Mi Xiang Nen Ye, der Pflanze, die auch dem berühmten Klebreis sein Aroma verleiht.

Ihr ahnt es: Kann man sich sparen. Die Teebasis ist furchtbar langweilig, mit kaum Eigengeschmack. Die Aromatisierung ist recht dezent und ebenso langweilig (wohlgemerkt besser als penetrant und ungenießbar). Ja, der Klebreisgeruch und -geschmack im Abgang sind ganz angenehm, ist ein sehr heimeliges Aroma. Aber für so etwas trinke ich keinen Tee. Von Tee erhoffe ich mir Vielfalt, Komplexität, Subtilität, Eleganz, oder zumindest Charakter und Robustheit.

Dieser Tee hier ist die Zeit nicht wert. Westlich aufgegossen oder Grandpa Style am Schreibtisch, zwecks Flüssigkeits- und Koffeinzufuhr. Zu mehr taugt der nicht.

 

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Heute ist der 2000er Big Tea Tree Yiwu 500g Brick aus dem Aged Sample Set von prSK im Kännchen:
Dieser Tee wurde zu Beginn seiner Laufbahn in Hong Kong gelagert, wo er einiges an Feuchtigkeit abbekommen hat - viel, aber nicht zu viel, wie der 1990er Hong Kong Sheng von W2T oder ähnliches ist er zwar sehr feucht aber noch kein Kompost - und später in Taiwan. Durch die Feuchtigkeit hat er eine sehr schön weiche Textur und ist zudem sehr dick und schwer mit einem langen Nachhall - beides sehr positiv! Dem gegenüber stehen allerdings zwei Punkte, dir mir nicht sonderlich gut gefallen: Zum einen hat er ein ein sehr scharfes Geschmacksprofil, das zudem medizinische und bittere Noten hat was an sich nicht schlimm wäre, jedoch fühlt sich die Bitterkeit hier nicht gut an wie z.B. bei dem 2004er Yunnan Arbor Wild Tea sondern es ist eine unangenehme Bitterkeit insbesondere mit der medizinischen Komponente. Zum anderen hat der Tee zwar durchaus Kraft, das Qi ist im Kopf deutlich bemerkbar, ist aber nicht unbedingt von entspannender Qualität sondern eher etwas benebelnd - etwa in die Richtung, wie ich die ersten, dezenten) Auswirkungen von Alkohol in Erinnerung habe.
Auf jeden Fall ist es aber ein außergewöhnlicher uns spannender Tee, der sowohl sehr positive als auch eher negative Eigenschaften hat, was ihn zugegebenermaßen nicht sehr zugänglich macht. Daher tue ich mich auch hier mit der Bewertung etwas schwer: der Tee hat sich in der Session einfach nicht "ganz richtig" angefühlt, daher gibt es etwas Abzug - vielleicht bräuchte ich aber auch einfach noch ein paar Sessions mit dem Tee, um mit ihm warm zu werden... Bewertungen auf Basis von ein, zwei Sessions sind immer etwas unpräzise.

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Ich habe heute eine Sonntags-Kabusecha-Sitzung, mit Asanomi Kirishima Miumori

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Interessanterweise sehr viele Brataromen, die ich in einem Blindtasting einem Kamairicha zusprechen würde. In allen 4 Aufgüssen bietet er aber neue Eindrücke, gerade wenn noch mit der Temperatur gespielt wird. Sehr spannend!

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vor 2 Stunden schrieb Anima_Templi:

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Schöne Bildschärfe!
Der Tee spricht mich optisch an ... ich mag diese reifen Blätter, auch bei Wulong und Huangpian.
Irgendwie scheinst du mir in diesem Jahr aber auf einem kleinen Japan-Tee-Abenteuertrip zu sein ... nebst dem Roten, welchen ich von dir neulich gekriegt habe, bestimmt auch Oolong und magst du etwa auch noch diesen Goishicha? Mich persönlich würde, sollte ich dereinst mir mal wieder was neues japanisches zutun, nichts abseits der geebneten Pfade der Grüntees reizen, zu stark ist deren individuell herausgearbeitete Stärke für mich, als dass ich auf neumodische Experimente abzuschweifen gedenken würde, es mir überhaupt ernsthaft in den Sinn käme. Was mich aber nicht daran hindert, mich zu freuen denjenigen von dir noch einmal nachverkosten, ich meinte öffentlich noch gar nichts darüber geschrieben zu haben. Ich möchte mir eben nicht mehr zu schnell eine Meinung bilden, egal ob bei Tee oder Menschen. Die erste Runde mit einem neuen Tee ist nur noch für mich - ein Kennenlernen, kein Geknipse, kein Gequatsche. :D

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@GoldenTurtle, der schwarze Japaner, von dem ich Dir eine Probe geschickt habe, war bei Weitem der Beste von dieser Region, den ich bisher probieren durfte. 

Bei diesem Weisstee verhält es sich genauso, nur das ich zuvor schon sehr gute Weisstees aus Japan hatte, jedoch viele nur mäßig gute Schwarztees.

Mit japanischen Oolongs habe ich nichts am Hut, da konnte mich bisher noch keiner überzeugen. ;)

Generell fand ich im Vorjahr mehr Senchas, welche ich gut fand. Ich habe aber noch einen kleinen Vorrat diesjähriger Ernte, die ich noch nicht versucht habe, welchen ich im Winterurlaub zu genießen gedenke. :)

bearbeitet von Anima_Templi

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Trinke gerade den Da Hong Pao von TKK. Bin an dem Tee jetzt einige Tage hintereinander dran. Hab jeden Tag eine riesige Vorfreude auf den Tee. Und wenn ich den trinke denke ich: "Endlich." :trink_tee:

Ist auf der Verpackung schön beschrieben. Ein wirklich typischer Oolonggeschmack. Sehr tiefgründig und vielfältig. 

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Bis gerade im Kännchen und noch im Schälchen: 2005 Mengku Ye Sheng

Es fällt mir auch nach zahllosen Aufgüssen schwer, den Tee wirklich zu beschreiben. Altes Holz und Herbstwald sind definitv da und werden von wechselnden flüchtigen Noten ergänzt. Wiederum handelt es sich um einen weichen und eher leisen Tee, auf den man sich einlassen muss. Definitiv kein Tee, den man nebenbei trinkt.

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Da sieht man wieder mal, dass man kein Urteil nach 1-2x trinken fällen kann. Entgegen der hier raus posaunten Meinung, zeigt dieser Tee heute eine perfekte Balance zwischen Süße und Säure/Fruchtigkeit. Ein traumhafter Oolong.

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bearbeitet von Lateralus

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vor 10 Stunden schrieb Lateralus:

Da sieht man wieder mal, dass man kein Urteil nach 1-2x trinken fällen kann. Entgegen der hier raus posaunten Meinung, zeigt dieser Tee heute eine perfekte Balance zwischen Süße und Säure/Fruchtigkeit. Ein traumhafter Oolong.

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Wow, sehr schöne Fotos, vor allem das letzte ist besonders gelungen. :love:

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Neulich auch den "Malawi Bvumbwe Peony white tea" von 2018 verkostet.

 Der moschusartige Geruch war bei mir ähnlich wie bei @Shibo beschrieben. Allerdings nicht unangenehm "beißend", sondern sehr fein, vermischt mit hölzerenen und fruchtigen Aromen. So bilde ich es mir zumindest ein. 

Aufgegossen mit weichem Wasser war dieser Tee eine echte Wucht. Habe ebenfalls die Aromen von Brombeeren und Holz herausgeschmeckt. Dazu noch eine leichten Anflug von Wildheit im Hintergrund. 

Fand ihn sehr komplex und ein besonderes Erlebnis. Danke an @Shibo für diese ausgezeichnete Empfehlung!

 

Leider hat die Handykamera die Blätter nur unscharf aufgenommen. Vielleicht kann man dennoch etwas von der Intensität erkennen.

 

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Freut mich, dass er dir gefällt @NoahJ, ist schon ein außergewöhnlicher Tee. Ich habe mit ihm heute mein neues Setup von Jiri Duchek eingeweiht.

Für meinen Geschmack profitiert er ganz eindeutig von einem unglasierten Tonkännchen. Die von mir als streng empfundenen Aromen werden abgemildert, der Tee wird weicher und sauberer, als würde er gefiltert. Der Ton des Duchek Kännchens wirkt recht luftig und porös, vielleicht war das Ergebnis auch deshalb nochmal besser als im Jianshui Ton (im glasierten Shiboridashi war mir der Tee zu funky). Diesen Effekt möchte ich jetzt nicht bei jedem Tee haben, aber hier passt er wie ich finde ganz ausgezeichnet.

Ich habe tatsächlich zu einem etwas härteren Flaschenwasser gegriffen (ca. 8 dH), als das sonst von mir für Grün- und Weißtees verwendete (ca. 4 dH). Eben um die Aromen etwas stärker zu kontrollieren und den Körper zu betonen. Passt gut zu diesem stark oxidierten, fast schon im Zeitraffer gealterten Tee.

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bearbeitet von Shibo
Abschwächung einer Formulierung

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Gast Gast1790

2017 Ailao Shan  - TdC

3x ist nun der Tetsubin (oder das?) im Einsatz und mein Eindruck ist überwältigend: Ich habe das Gefühl, die Tees schmecken voller, intensiver, auch besser zu differenzieren. Ob das wirklich stimmt würde vielleicht ein 1:1-Vergleich sagen, aber dazu habe ich keine Lust. Es ist schön, etwas bei einem Eindruck zu lassen und nicht auf den Punkt bringen zu müssen.

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Das Simmern im Tetsubin ist alles andere als lautlos, aber es ist nicht so technisch wie ein Wasserkocher. Mir gefällt es und Cassia auch: Sie schläft behaglich ihren ausgedehnten Welpenschlaf.

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bearbeitet von Gast1790
Rechtschreibung

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vor einer Stunde schrieb Joscht:

Ich habe das Gefühl, die Tees schmecken voller, intensiver, auch besser zu differenzieren.

Auf jeden Fall! Ein Tetsubin bringt deutlich mehr Körper in einen Tee, was ein Direktvergleich mit einem Tonkessel auch bestätigt (es soll ja Leute geben, die sich extra für so etwas treffen :ph34r:). Insbesondere bei Puerhs lohnt sich das daher - für manch filigranen Grüntee oder Oolong mag aber zugegebenermaßen ein Tonkessel die bessere Wahl sein, aber i.d.R. ist ein (guter) Tetsubin immer ein Gewinn für den Tee :) 
 

vor einer Stunde schrieb Joscht:

Das Simmern im Tetsubin ist alles andere als lautlos, aber es ist nicht so technisch wie ein Wasserkocher. 

Lautlos ist es nicht, richtig aber deutlich leiser und wie du sagst nicht so technisch (und insofern angenehmer). Es kommt aber auch auf verschiedene Faktoren an, die die Lautstärke beeinflussen: 

  1. der Tetsubin an sich - unterschiedliche Kessel machen unterschiedliche Geräusche
  2. wird eine größere Wassermenge erhitzt und auf Temperatur gehalten (dann singt der Kessel quasi kontinuierlich vor sich hin) oder immer nur eine kleine Wassermenge für einen Aufguss und dann neu erhitzt (dann gibt es nur kurz Geräusche, was als Anhaltspunkt dient, wann das Wasser soweit ist)
  3. logischerweise die Ziel-Temperatur, es müssen ja nicht immer 100° sein

PS: Bis sich die Kochplatte "eingespielt" hat (Geruch etc.) dauert es evtl. ein bisschen, inzwischen bin ich aber mit der selben als Hitzequelle für mein Pseudo-Furo super zufrieden :) 

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Gestern war einer dieser Tage, die ich jedes nur ungern angehe: Weihnachtsgeschenke besorgen. Raus in die Kälte, rein in die überheizten Geschäfte. Viele Menschen, keine Ideen... so zog sich der Tag in die Länge. Immerhin ein wenig Rast und Ruhe fand ich zwischendurch in einem Teehaus bei einer Schale Tamaryoku-cha. Überhaupt war der Einkaufsbummel in Sachen Tee gestern recht ergiebig. :thumbup: In Sachen Weihnachtsgeschenke hingegen werde ich noch mal los müssen, oder Amazon bemühen. :/

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Leider ist es mit dem Teetrinken gerade Essig, weil die Zeit für ausgedehnte Sitzungen nur am Wochenende da ist und mir die Tees für ein paar Aufgüsse einfach zu schade sind.

Deshalb gibt es aus einem lokalen Teelädchen den Schwarztee Ceylon Neruwa Elia nach westlicher Methode. Geschmacklich ist der Tee maximal, weshalb ich seit ein paar Jahren versuche einen eigenen Eistee zu kreieren. Der Bisher erfolgreichste Versuch beruht auf einer Kräuteemischung und Fruchtsäften (bsp. Maracuja). Versuche mit Schwarztee und Sirup sind zwar in Ordnung, aber der Sirup ist penetrant im Nachgeschmack.

Aktuell besteht das Experiment aus dem Neruwa Elia und dem Mediterranen Pfirsich von Teekanne. Darauf kommt man, wenn Verwandte einem was gutes tun wollen und man ihnen nicht zum wiederholten Male erklären will, warum Supermarkttee eine Geißel der Menschheit ist. Die Mischung ist ohne Zucker trinkbar, aber besser mit etwas Rohrzucker. Mal sehen ob sich das hält, denn den Tee kalt zu genießen traue ich mich noch nicht.



 

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Habe heute den Menghai Langhe 2016er Sheng getrunken. Schmeckt leicht bitter mit etwas Strenge. Dabei sind noch süße und fruchtige Noten drinne. Beim trinken musste ich irgendwie an Laubblätter im Herbst denken. Mir gefällt sehr ein Beigeschmack den ich öfters bei Pu Erhs geschmeckt habe. Weiß nicht wie ich den beschreiben soll. Lässt vielleicht so ein metallenes Gefühl auf den Gaumen zurück. Irgendwie so ähnlich...
Und ich habe zum ersten mal aus meiner neuen Shiboridashi getrunken. Auch wenn man daraus keinen Pu trinkt. War sehr gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu einer Kyusu. Aber ich bin fasziniert. Wie wunderbar der abgießt.

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