Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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Hallo zusammen,

heute war bei mir der Formosa Mingjian Rou Gui Old Style von @teekontorkiel dran. Leider waren es die letzten 2.2gr meiner 10gr Packung, die ich mir vor einiger Zeit bestellt habe. Der Tee trifft vom Geschmack meiner Meinung nach wirklich das was auf der Packung steht, einige süße, fruchtige Aromen, dazwischen Aromen die in Richtung Kastanie bzw. ähnliches gehen und immer mal wieder etwas zimtiges. Dabei nie aufdringlich im Gaumen, sondern eher sanft, man muss schon etwas genauer schmecken und nicht einfach trinken, sonst wirkt er doch blass. Dafür aber wirklich viele unterschiedliche Aromen, die man gut trinken kann.

Zwei Bilder noch dazu :), etwas dunkel, aber dafür mit Blitz :

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@miig gute Frage - da meine Erfahrungen mit den Eigenproduktionen von YS bislang eher verhalten waren, hab ich mich bisher noch nie dazu berufen gefühlt, hier in die inzwischen auch teureren Gefilde zu wagen. Bei dem Überangebot ist es schwierig, vorher das Spektrum zu sampeln (sowohl was Zeit als auch Kosten anbelangt) und dazu kommt noch die etwas schwierige Versandsituation bei China. Bei teuren Tees ist mir das Risiko inzwischen schlicht zu hoch, daher wird das wohl bis auf weiteres nicht passieren. (Außerdem: Wenn Peter jetzt auch noch gute Aged Shengs anbietet hilft das dem finanziellen Spielraum nicht unbedingt :lol:).

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Die YS Eigenproduktionen sind sicher breit gestreut, aber wer kann einen Händler mit einem besserem Preis-Leistungsverhätlnis nennen? Für dieselbe Qualität müsste man bei einem europäischen Händler mindestens 100-300% Aufpreis zahlen. Aber auch W2T und andere Händler mit Sitz in China können da nicht mithalten.

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vor 2 Minuten schrieb PQ31:

dieselbe Qualität müsste man bei einem europäischen Händler mindestens 100-300% Aufpreis zahlen.

Gewagte These!

Aber da Qualität jeder anders auslegt...

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vor 29 Minuten schrieb Anima_Templi:

Gewagte These!

Aber da Qualität jeder anders auslegt...

Auf Verallgemeinerungen kann man sich im konkreten Fall einerlei nie verlassen.

Es kommt doch auf so viele individuellen Schräubchen bei der Produktion an.

vor 23 Minuten schrieb PQ31:

Vergleichen hilft.

Als kleines Beispiel möchte ich diesen Tee ins Rennen werfen, also nicht genau diesen, sondern den grünen Jahrgang 2010 davon, den es zwar nicht auf dem Shop gibt, aber man kann bei der Dame nachfragen. Ich persönlich finde es schwierig, etwas in der Kombination von Qualität und Reife zu dem Preis bei Scott zu finden.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 12 Stunden schrieb PQ31:

Die YS Eigenproduktionen sind sicher breit gestreut, aber wer kann einen Händler mit einem besserem Preis-Leistungsverhätlnis nennen? 

Definitionssache: Für mich hat z.B. prSK ein sehr viel besseres Preis-Leistungsverhältnis. Klar, die Tees sind deutlich teurer, aber es liegen schlicht Welten dazwischen. Ich kann ein Heißgetränk trinken und dafür wenig Geld bezahlen - aber da ist mir auf wenig Geld bereits zu viel für. Oder ich kann ein tolles Erlebnis haben und dafür etwas mehr Geld bezahlen - das nenn ich Leistung für den Preis. 

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Ein Händler in Deutschland kann zwar sehr gute Tees anbieten, aber er kann nicht die Preise eines China-Händlers bieten. Es gibt einige Händler hier, die das sicher an einem Beispiel durchrechnen können.

Eine gute Möglichkeit ist auch, wirklich mal intensiv und strategisch die Händler durchzusampeln und sich überraschen lassen.

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vor 21 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

hoffe, es war nicht zu kalt bei Euch? Seit ja warm angezogen :lol:

@Diz fange so langsam an, wieder pu´erh zu brühen, der tong macht sich ganz gut zu Hause im Regal :thumbup:

Grüße nach Zürich 

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Mein bereits erwähntes Projekt mit dem Enshi Yu Lu hat heute die erste Phase mit der letzten (von 5) Verkostungen abgeschlossen. Da ein Versuchsansatz auch einer mit vier Aufgüssen und entsprechend reduziertem Blattgut gewesen war (was diesen Tee mE unnötig verharmlost) hatte ich noch knapp 13g übrig, was ihm die Chance zu einem fulminanten Abschied gab. Der Tee zeigt deutlich Knochen - aber wie auch Connaisseure rustikalerer und blutigerer Genüsse wie etwa eines Koteletts vom minderjährigen Salzwiesenlamm wissen: das Beste sitzt am Knochen. Der Enshi Yu Lu ist gewissermaßen ein Tee zum Abnagen - wenn man ihn als eine Art Flüssigdrops versteht (die frühen Ausgüsse zeigen zur seidigen Konsistenz durchaus bonbonartige Note), ist das eine zu kurzsichtige Einschätzung.

Die hohe Dosis (statt sonst 10g) ermöglicht es noch einmal, diesem Tee (dessen hoher Selengehalt eine Besonderheit dieser Teesorte ist) bis auf den Grund bzw. ein Stück über die Genze ins Anorganische hinaus  zu folgen, zu Wurzeln und Boden (der Quelle des Selen). Ob das nun 'gesund' ist oder nicht, darüber mögen die Geister streiten. Für welche Sichtweise man sich da auch entscheidet (oder nicht entscheidet), es ist auf jeden Fall sinnvoll, Überdosierungen zu vermeiden. Weswegen ich mich die nächsten drei, vier Tage anderen Tees widmen werde, bevor der Prätendent sein Debut bekommt. Investiert habe ich erst einmal in zwei Sitzungen mit ihm.

Höchste Zeit, sein Weihnachtsgeld9_9 sinnvoll zu verplanen ... wenn man denn welches kriegen sollte. Hängt ja bekanntlich davon ab, wie brav man im vergangenen Jahr war. Mal schauen, wie weit ich damit komme ... In diesem Sinne (sagt man, glaub ich, so unverfänglich und wertfrei) Euch allen schon mal 'happy season' mit Euren Lieben. Bevor es mir womöglich für den Rest des Monats noch die Laune verhagelt :| ...

_()_

bearbeitet von SoGen

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Hallo zusammen,

heute gab es bei mir, aufgrund der Tatsache, dass ich viel Zeit hatte, etwas besonderes: Felsentee Wu Yi Shui Xian 2008 von @teekontorkiel

Ein sehr leckerer Felsentee/Oolong, der eine gewisse Herbe im Geschmack hat, aber trotzdem nicht zu herb ist, sondern mit gewissen Nuancen auch Süße miteinbringt. Ich finde aber auch, dass man typische Felsenteearomen hat, teilweise schmeckt es wirklich recht mineralisch bzw. "salzig". Was mir auch aufgefallen ist: Selbst recht späte Aufgüsse (8+) darf man nicht zu lange ziehen lassen, da sie sonst in Richtung weiche Butter und Seife vom Geschmack her gehen und das nicht mehr schmeckt.

Ich habe noch nicht viele Felsentees getrunken, ich glaube das ist auch der von Preis her zumindest teuerste, daher weiß ich nicht, ob dieses weiche und seifige Butteraroma gewünscht ist. In der Beschreibung bei TKK steht zwar auch etwas von salziger Butter, aber diese Aromen würde ich eher dem zuvor beschriebenem "salzigem" Aroma zuordnen, nicht diesem eher nach zerflossener Butter Aroma.

Noch ein Bild der aufgegossenen Blätter:

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Schönen Abend euch :)

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Heute ist mal wieder ein junger Sheng im Kännchen: Der 2019er Lao Man E von Yu, vielen Dank @teekontorkiel für das Sample :) 
Auch dieses Jahr gibt es von Yu wieder einen Lao Man E, der im Vergleich zu letztem Jahr jedoch einen etwas andren Charakter hat: Er ist zwar nach wie vor recht ausbalanciert und hat eine tolle samtige Textur ist jedoch deutlich bitterer als die 2018er Version - was mir aber sehr zusagt, schließlich macht die (gute) Bitterkeit einen großen Teil des Reizes eines guten LME aus. Das bedeutet aber nicht, dass es ein "so richtig" bitterer LME wie z.B. der 2018er LME von HQF ist sondern die Fokus liegt nach wie vor auf Textur und Balance.

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Heute in der Schale: ein Okumidori Sencha - erinnert an Soja-Milch mit Erdnüssen, einem Schuss Zitrone und bringt weniger Umami mit als erwartet (was aus meiner Sicht positiv ist).

Damit ist pünktlich zum Jahresausklang auch der jährliche Sample-Berg wieder abgebaut. Ich freue mich schon, über die nächsten Tage vermehrt zu einigen "alten Bekannten" (Tees) zurückzukommen.

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Heute gibt es den Hinpyōka Shuppin Sencha von Fukujūen. Von den ehemals 50g sind schon mehr die Hälfte weg, also Zeit für ein kurzes Zwischenfazit.   Insgesamt ist es ein sehr runder, ausgewogener Sencha mit einem intensiven leicht citursartigen Duft, der bei höheren Aufgusstemperaturen stärker betont wird. Temperatur ist hier auch das Stichwort. Der Sencha eignet sich ganz hervorragend für kurze heisse Aufgüsse, 90-95 Grad und sofort abgiessen. Allein deshalb hat er bei mir schon ein Stein im Brett. Aber auch mit Temperaturen von ca. 70 Grad und Ziehzeiten von 45-60 Sekunden lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen. Vom Grundcharakter werden die Aufgüsse so deutlich milder und Umamilastiger, was je nach Situation und Laune mir ebenfalls zu gefallen weiß. :D Ist der erste Tee von Fukujūen, der mich voll überzeugen kann, gerade auch, was das PLV angeht.   

Heute habe ich die "goldene Mitte" gewählt, etwa 85 Grad und 30 Sekunden im ersten Aufguss. Die Hōhin habe ich vorgewärmt, was ich auch nicht immer mache. Heute ist es in der Bude aber recht kühl. Bei einem in meinen Augen besondereren Tee darf auch der Rest mal etwas "protzen" und so durfte meine Kōransha Schale ran. Eines meiner absoluten Lieblingsstücke in meiner Sammlung. Das Lapislazuli könnte ich stundenlang anschauen. :love: Aufgrund ihres prunkvollen Dekors mit dem Gold passt sie jedoch nicht zu jedem Tee und jeder Stimmung. Ausserdem soll sie etwas für besondere Anlässe bleiben. Schont ja auch das Material. ;)

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Da ich von 4 Tees aus dem Aged Sample Set von prSK glücklicherweise nochmals etwas Nachschub erhalten habe, kann ich die freien Tage dafür nutzen, mir diese nochmals genauer anzusehen - denn eine wirkliche Beurteilung auf Grund einer Session ist immer schwer, da es zu viele Faktoren gibt, die beim schlussendlich empfundenen Ergebnis mit reinspielen (daher kennzeichne ich in meiner Teeliste auch Einträge eindeutig, bei denen nur ein Sample vorhanden ist/war). 

Als erster Tee ist heute erneut der 2011er Yiwuzhengshan Dashu Tea Green Tree (oder auch 2011er Big Green Tree) im Kännchen:
Bei einer erneuten Session mit diesem Tee mit höhrerer Dosierung in einem sehr kleinen Zini-Kännchen bestätigt sich zwar der grundlegende Eindruck aus der letzten Session - insbesondere die Räucherobst-Note in den ersten Aufgüssen - jedoch zeigen sich auch andere Aspekte. Die Adstringenz ist deutlich geringer (abgesehen von der Verwendung eines Zini-Kännchens enthält das neue Sample aber auch gefühlt etwas weniger Bruch) und der Tee erscheint alles andere als schwach: Ja, Körper und Schwere sind nach wie vor nicht die Stärken des Tees aber durch die höhere Dosierung kommt auf jeden Fall die schön buttrige Textur besser zur Geltung - zusammen mit der Rauchnote (die sich zwar mit zunehmender Anzahl an Aufgüssen abmildert aber trotzdem ein ständiger Begleiter bleibt) gibt es dem Tee etwas fast schon "speckiges" (nicht negativ gemeint!) Gehaltvolles. Und auch die Aussage, dass das Qi des Tees zwar vorhanden, aber nicht so ausgeprägt wie beiden anderen beiden Liming-Tees aus dem Sample Set ist und bei diesem Tee eher der Geschmack im Vordergrund steht, kann ich heute noch unterschreiben, aber die Hauptstärke des Tees würde ich nicht mehr darin sehen sondern in der Facettenvielfalt: Jeder Aufguss ist anders, es ist eine Reise die immer weiter geht und über eine sehr weite Distanz, denn das Spektrum ist enorm breit (überspitzt gesagt: derbes, bitteres Räucherzeug am Anfang, süßer Fruchtnektar am Ende) - ein Faktor der zugegebenermaßen nicht in meinem Pu-Chart enthalten ist, aber durchaus nicht ohne ist. Gerade im Vergleich zu dem 2009er Liming BGT wird das besonders ersichtlich: Dieser Tee gleicht mehr einem Foto als einer Reise - er hat seine Charakteristiken, die sich aber nicht groß verändern. Ein ganz anderes Level. 

Ich muss auf jeden Fall auch noch das andere Extrem (leichter dosiert in einem größeren Kännchen) ausprobieren....

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vor einer Stunde schrieb doumer:

Facettenvielfalt: Jeder Aufguss ist anders, es ist eine Reise die immer weiter geht und über eine sehr weite Distanz, denn das Spektrum ist enorm breit - ein Faktor der zugegebenermaßen nicht in meinem Pu-Chart enthalten ist, aber durchaus nicht ohne ist.

Guter Punkt, und zugegeben, in meinem aktuellsten Tee-Bewertungssystem (hier z.B.) spielt die "Ausdauer/Anzahl Aufgüsse/geschmackliche Entwicklung der weiteren Aufgüsse " auch nur mit 10% der Gesamtbewertung mit. Die müsste ich eigentlich auf 20% anheben, oder mind. 15%, da dies, wenn vorhanden, doch ein grosser Mehrwert in meinem Teeempfinden darstellt. Früher hatte ich die auch auf 15% und die Wirkung/Mystik auf 20%, dann aber beide auf 10% reduziert, um den bis dahin unbewerteten Punkt "Lagerentwicklung / Reifung" mit 15% einführen zu können, der doch auch sehr wichtig ist. Es ist halt ein Balance-Akt, und wir beide haben unsere so unterschiedlichen Systeme über Jahre stetig perfektioniert, nach unserem individuellen Empfinden - und doch finde ich, obwohl sie so unterschiedlich sind, sind unsere beiden Systeme gerade im Vergleich miteinander so interessant. Prost.

Nachtrag:

Gesagt, getan ... angehoben auf 20% ... hier ein Einblick in die Excel-Berechnung meines Bewertungssystems (© 2014-2019 G. Kroet):

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Die bisherige Lagerentwicklung des Tees bewerte ich neu nicht mehr separat, nur noch den jetztigen Geschmack, und reduziert das zukünftige Lagerpotenzial.

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vor 23 Minuten schrieb GoldenTurtle:

 wir beide haben unsere so unterschiedlichen Systeme über Jahre stetig perfektioniert

Puh, naja, zumindest meins ist alles andere als perfekt - aber besser als nichts und bringt zumindest oberflächlich auf einen Blick eine grobe Einordnung des Tees ;) 
Wie schon mal erwähnt bin ich auch schlicht zu faul, eine Änderung auf 500+ Seiten durchzuführen, haha - vielleicht überkommt es mich ja mal aber bis dahin bleibt es eben bei einem gut gemeinten Versuch :D 
Aber eine Frage zu dem Bewertungsfaktor Lagerentwicklung/Reifung von dir: Bewertest du hier nur die bereits zurückgelegte (sagt man das so? o.O) Entwicklung des Tees oder auch dein Bauchgefühl im Sinne von "der Tee könnte sich gut entwickeln"? Bei ersterem stellt sich nämlich die Frage der Aussagekraft - man müsste einen Tee ja wirklich über Jahrzehnte begleiten, was mir höchstens bei ein paar Tees gelingen wird (es braucht dafür schließlich auch eine gewisse Menge Tee für eine aussagekräftige Beurteilung), bei den meisten ist aber eben Schluss wenn der Tee aufgebraucht ist. Zugegebenermaßen: Genau dieses Verfolgen der Entwicklung (in Verbindung mit dem Betrachten des Tees aus unterschiedlichen Keramik-Blickwinkeln) bereitet mir sehr viel Freude und mit ein Grund, warum ich meine Teeliste ursprünglich aufgesetzt habe (um eben auf alten Notizen aufsetzen zu können und Einträge zu vergleichen, wo die Erinnerung ggf. nicht mehr genau genug ist) - aber letztlich ist es wie gesagt ein Faktor, den man nie abschließend beurteilen kann (außer vielleicht am Ende seines Lebens rückblickend aber dann dürfte es auch nicht mehr wirklich von Belang sein). Und letzteres ist trotz aller Erfahrung halt doch immer ein Blick in die Glaskugel :lol: Trotzdem bin ich natürlich ganz bei dir: ein wichtiger Faktor, vor allem bei Pu - aber wie Qi ein nicht ganz so einfacher. :) 

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Ich habe für mich ein Bewertungssystem schnell aufgegeben. Es gibt zu jedem Tee nur einen Zettel, auf dem steht, wann es ihn gab und wie er geschmeckt hat. Dabei belasse ich es manchmal sogar bei gut oder schlecht, woran man schon sieht, daß das nicht nach außen gehen soll. 

Heute habe ich einen Hekai 2016 von pu-erh.sk gegossen. Seit April 2018 das vierte Mal. In allen Notizen steht irgendwas von Kampfer und Cayenne, heute war er durchgehend süß und dezent Kampfer ab 7, vielleicht aber auch nur, weil ich es vorher gelesen habe. Jedenfalls irgendwie ein anderer Tee, als die Male vorher. Keinesfalls schlechter, aber diese deutliche Süße... Ziemlich verrückte Angelegenheit. Und es zeigt mir, wie schwierig es ist, in Steingehauen zu bewerten. Nämlich gar nicht. 

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@Joscht da hast du leider vollkommen Recht, dass das ein schwieriges Unterfangen ist :( Aber ohne hat man ja leider keinerlei Vergleichbarkeit - zumindest nicht, wenn man sich an jede einzelne Session genau erinnern kann und ab einer gewissen Anzahl an Tees ist es schon schwierig genug, sich an jeden einzelnen zu erinnern, wenn schon nicht an jede Session. Meine Teeliste war zu Beginn auch ausschließlich für mich bestimmt (und öffentlich gar nicht zugänglich) aber da sie trotz aller Ungenauigkeit dennoch hilfreich ist (zumindest für mich :lol:) für ich das ganze doch fort.

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