Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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vor 16 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Ich hege den Verdacht, dass du mit der Bewertung dieser 19er Jahrgänge zu früh dran warst und diese aufgrund der Frische kombiniert mit der klimatischen Besonderheit des vergangenen Jahres, die bei gewissen Produktionsweisen eine etwa 6 bis 12 Monate andauernde aber danach abklingende überproportionale Adstringenz nach sich zogen.

Hm, möglich - die ZSL Tees sind ja ganz offensichtlich grundlegend anders Produziert als z.B. die Tees von Peter oder Yu. Mal schauen, zunächst sind mal noch ein paar 2020er dran ;) 

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Geschrieben (bearbeitet)

Ach schieb doch bitte mal einen dazwischen, es würde mich doch sehr interessieren!

Nebenbei spricht man beim Wein ja davon, dass viel Tannin/Gerbstoff (das sich ja ebenfalls in Adstringenz äussert) ein Indiz für besonders gute Lager- / Entwicklungsfähigkeit ist.

Eine interessante Frage für mich wäre was bei der Shengproduktion akzentuiert werden muss um die Adstringenz zu minimieren, hoch zu lassen oder ggf. sogar zu erhöhen (beim Wein kommt sie nur von den Stängeln, den Kernen und der Haut der Beeren, wenn das alles gestampft wurde wird der Saft damit teils tagelang stehen gelassen [Mazeration], damit die Gerbstoffe in den Wein übergehen).

@Diz, das könntest du ja mal den Panda fragen ...

PS: Danke @miig. :)

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 53 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ach schieb doch bitte mal einen dazwischen, es würde mich doch sehr interessieren!

Mich auch - hab nur leider nix mehr von den 2019ern 🤷‍♀️

vor 54 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Eine interessante Frage für mich wäre was bei der Shengproduktion akzentuiert werden muss um die Adstringenz zu minimieren, hoch zu lassen oder ggf. sogar zu erhöhen

 

Generell wäre es bei ZSL interessant, was er anders macht dass die Tees diese typische "Klebrigkeit" haben - die zieht sich hier ja schon sehr konsistent durchs Programm (auch bei "älteren") und ist mir so noch bei keinem anderen Händler/Hersteller aufgefallen. Tiago war auch so nett die Frage mal an Mr. Zheng weiterzugeben aber es kam natürlich keine brauchbare Antwort zurück (typisch chinesisches Geschwafel ala "only traditional processing as passed down by our ancestors...").

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vor 4 Stunden schrieb doumer:

Mich auch - hab nur leider nix mehr von den 2019ern 🤷‍♀️

Das stellt natürlich ein ernsthaftes Problem für eine Nachverkostung dar! 😁

Wie gross waren denn die Samples?

Ich machs meistens so, sagen wir mal eines beläuft sich auf 24,9g, dann mach ich eine ca. 8g Runde ziemlich bald mal, und selten hab ich mir dann auch gleich nen Fladen gezogen, die zweite Runde wieder mit 8g kommt aber bewusst erst etwa ein halbes Jahr später und wenn der Tee sich in der Zwischenzeit dann gut entwickelt hat käme evtl. ein Fladenbezug in Frage (momentan übe ich mich aber wie gesagt in Genügsamkeit). Sollte dann ein Fladen vom Sample bezogen worden sein verbrauch ich den Rest vom Sample natürlich irgendwann nach Lust und Laune, falls der Tee mich aber auch bei der 2. Verkostung nicht begeistert hat, dann wird die 3. Runde nicht einfach demnächst mal "verbraucht", sondern dann vergrabe ich den Rest absichtlich irgendwo für eine dritte Runde erst 1, 2 Jahre später. Bei solch einer dritten Verkostung gab es schon so manche Überraschung und dieser Umgang mit Samples hat sich für mich sehr bewährt, gerade um das Potential besser einschätzen, als auch die Entwicklung zumindest ein Stück weit verfolgen zu können.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Die Samples bei Tea Encounter sind immer 20g - in dem Fall der 2019er gab es eine erste Runde alleine und dann eine zweite Runde mit einem Freund - allerdings lag da kein halbes Jahr dazwischen.

Dein System macht durchaus Sinn - wenn ich eine Notiz zu einem Sample verfasse ist i.d.R. nicht alles auf einmal aufgebraucht (außer das Sample ist < 10g), den Rest gibt es dann meist auch mit etwas zeitlichem Abstand (allerdings meist Monate und nicht Jahre - bei den (für mich) interessanten Tees handelt es sich meist um kleine Produktionen, die schnell ausverkauft sind) - in Ausnahmefällen (wenn sich wirklich große Abweichungen ergeben) aktualisiere ich evtl. die Notiz oder entscheide mich dann für oder gegen einen Kauf (und dann dient natürlich der Bing als weitere Basis für Aktualisierungen). Eine dritte Runde gibt es nur wenn das Sample >20g ist, was oft nicht der Fall ist, aber mehrere Jahre lasse ich Samples meist nicht liegen (außer ich vergesse sie 😅).

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vor 14 Stunden schrieb GoldenTurtle:

...sagen wir mal eines beläuft sich auf 24,9g...

Das könnte sich hier zum Running Gag entwickeln. 😂

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Am 15.7.2020 um 15:24 schrieb GoldenTurtle:

Nebenbei interessante Frage für mich wäre was bei der Shengproduktion akzentuiert werden muss um die Adstringenz zu minimieren

Nichts, das ist gegeben vom Teeblatt. Ausser du lässt die Catechine im Blatt oxidieren. Aber dann hast du einen Oolong oder gar Schwarztee :D

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vor 2 Stunden schrieb Diz:

Nichts, das ist gegeben vom Teeblatt.

Hmmm, also du denkst dann entscheidet einfach der Produzent beim Maocha Sourcing, dass er besonders adstringente Blättchen nimmt.
Irgendwo glaube ich hat es zumindest von der Natur her aber schon eine Ursache, z.B. wissen wir ja, dass je mehr Sonne die Teepflanzen abkriegen, desto bitterer wird der Tee. Bei der Adstringenz wird es bestimmt auch so einen Zusammenhang geben.

@topic:
am Morgen: Muster vom 19er LME Shou von Lucy, tatsächlich ein ungeheuer intensiver Geschmack, aber mMn noch sehr unharmonisch und braucht deshalb geschätzt noch mind. 5 Jahre Lagerung, vorher empfehle ich den noch gar nicht zu trinken.
am Nachmittag: 13er oder 14er Ban Pen gs von Oma Yu, den ich gelöst seit etwa 5 Jahren in einem Bambusfasersack lagere. Schön, ausgeglichen, vollmundig, harmonisch, ein sehr guter Sheng mMn, den man gut auf einer einsamen Insel trinken könnte.

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@GoldenTurtle wie es der Zufall so möchte gab es gestern fast genau ein Jahr später ein Rest-Sample an der selben Stelle bei dem selben Tee-Freund von dem 2019er ZSL Wa Long. Fazit: hat zwar etwas an Körper gewonnen, aber nach wie vor eine sehr pelzige Angelegenheit - um ehrlich zu sein hätte ich ihn dieses mal auch deutlich niedriger bewertet als bei meiner Notiz von vor einem Jahr. Matt hatte den in Zusammenhang mit dem Wa Long von Tea Encounter kürzlich auch erwähnt und fand den 2019er nicht trink-reif.

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Am 6.6.2020 um 21:06 schrieb Paul:

Hallo @Getsome am Anfang versucht man in den Tees etwas zu finden, was man kennt: Geschmacksnuancen, Bilder, Erinnerungen. Das ist ok, führt aber zu nix.

Ein anderer Weg ist, darauf zu achten, was mit einem selber passiert, was der Tee mit einem macht. Wie war ich, als ich mit dem Tee angefangen habe, war ich fokussiert, schlechter Laune, hungrig, durstig, böse, freudig usw. Wie bin ich jetzt, Bauchgrimmen, Herzrasen, abschweifende Gedanken, Träume usw.

Ein guter Tee hilft einem klar zu werden, fokussiert die Gedanken und erzeugt körperliches und geistiges Wohlbefinden.

P.S. Gute Tees sind selten; aber irgendwann kommt er zu einem - ganz von selbst. Wichtig ist  zu lernen sich von störenden Gedanken und Wünschen zu trennen - klar und ruhig zu werden.

Gedanken eines alten Mannes

Der Post ist eine ganze Weile her, ich möchte trotzdem antworten. Auf die Wirkung achte ich praktisch selten. Es gab selbstverständlich Tees die mir im Gedächtnis geblieben sind, darunter ist kein einziger Shu. Bei denen wird mir warm, das halte ich bei einem heißen Getränk für wenig berichtenswert. Wohlbefinden als Zuschreibung zu Tees halte ich für schwierig, weil das den Rest der Situation außer Acht lässt. Tee während der Arbeit, nach der Arbeit, zum Abendessen, zu einem Buch oder während einer Serie. Frischer Bai Mu Dan ist ein Tee bei dem sich etwas feststellen lies. Er hilft gegen das dumpfe Gefühl bevor eine Erkältung richtig ausbricht. Der Kopf wird etwas klarer. Steht jedoch keine Erkältung bevor, hat der Tee für mich nur Geruch und Geschmack. Es passiert sonst nichts.
Also grundsätzlich bin ich bei dir, ich persönlich will mir da nur sicher sein, bevor ich was zur Wirkung schreibe. 

Zum Tee heute: Amber Mountain (Huo Shan Huang Ya) 2019 von Mei Leaf und Tianmuhu Baicha 2018 von @chenshi-chinatee. Ausgehen von Geruch und Geschmack sind beide Tees miteinander verwandt. Ob dem tatsächlich so ist weiß ich nicht. Beide Tees haben eine Fenchel- und Kamillennote gemeinsam mit ganz leichtem Gras und einer spürbaren Adstringenz. Durch die parallele Verkostung habe ich etwas wichtiges lernen können. Der Amber Mountain hat eine leichte Süsse. Auf der Verpackung steht Birnensüsse, aber so genau kann ich es nicht erschmecken. Nach dem Lesen ergibt die Beschreibung aber einen Sinn. Erst nach dem Entdecken der Süsse beim Amber Mountain, viel mir eine leichte Melonennote beim Tianmuhu Baicha auf. Das war sehr überraschent, den den Tianmuhu hatte ich letztes Jahr schon einmal und da kann ich mich an keine Melonenote erinnern. Allerdings war der Tee damals auch eine gute Ecke adstringenter.
Bei beiden Tees merkt man das Koffein deutlich :)

bearbeitet von Getsome

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vor 2 Stunden schrieb Getsome:

Auf die Wirkung achte ich praktisch selten. [...] Wohlbefinden als Zuschreibung zu Tees halte ich für schwierig, weil das den Rest der Situation außer Acht lässt

Stimmt schon. Das eigene Befinden während/nach dem Konsum eines Tees in direkten Zusammenhang mit dessen Wirkung zu bringen, ist nur bedingt aussagekräftig. Trotzdem finde ich  es gerade beim Tee trinken - um so mehr, wenn es mit Aufmerksamkeit und Ruhe geschieht - lohnenswert, auf das eigene Befinden zu achten. Manche Tees passen einfach besonders gut in gewisse Situationen. Haben z.B. die richtige Ausdauer für den Moment (wie ein Musikalbum mit genau der richtigen Länge) oder liefern den erfrischenden Kick wenn er gebraucht wird. Andere bringen die entspannten Vibes wenn du Ruhe haben und die Augen schließen möchtest.
So beschreibt man zwar eher die Gesamtsituation als den Tee an sich, doch kann ein Ründchen Tee eben guter Anlass für solche Introspektionen sein.

Wenn Paul sagt

Am 6.6.2020 um 21:06 schrieb Paul:

Gute Tees sind selten

, dann weiß ich nicht, ob ich dem in diesem Zusammenhang so zustimmen würde. Ich glaube, dass wir, die wir hier regelmäßig posten, sehr häufig Tees trinken, die das Potential für eine richtig schöne Erfahrung bieten und für Wohlbefinden sorgen können. Selten sind aber diese ganz besonderen, erhabenen Momente, in denen sich ein Tee noch einmal unverkennbar hervorhebt und die funkelnde Erinnerung sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennt. Klar sind die selten, sonst wären sie ja nicht so besonders ;) Ich glaube aber, dass das gar nicht so sehr mit der Qualität des Tees zu tun haben muss, wenn man ein gewisses Mindestmaß voraussetzt. Die eigene Erwartungshaltung hat mit Sicherheit auch einen Anteil daran, dass solche Momente bei qualitativ außergewöhnlich hochwertigen, raren, teuren Tees mit vermutlich höherer Wahrscheinlichkeit auftreten.

@topic: Heute hatte ich zum Beispiel eine nicht ganz so wohlige Session mit dem Mangjing aus der '19er Frühlingsernte von Farmer Leaf. Der hat meinem Kreislauf nämlich etwas rabiat den Schwung genommen. Und wäre es meine erste Session mit dem Tee gewesen, hätte ich ob des eindeutigen zeitlichen Zusammenhangs wohl wirklich den Tee an sich im Verdacht gehabt. Da in der ersten Sitzung mit dem Mangjing aber nichts dergleichen aufgetreten war, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich heute einfach mehr hätte essen sollen, bevor ich mir eine ordenliche Portion Var. Assamica hinter die Binde kippe.

Im Großen und Ganzen gefällt mir der Mangjing gut. Einladendes, für einen Sheng ausgesprochen süßes Aroma. Mineralischer Geschmack mit prickelnder Adstringenz, ohne Bitterkeit. Die besten Aufgüsse waren Nr. 2-5 (circa), in den späteren hat es mir an aromatischer Tiefe und an Textur im Mund gefehlt. Der '19er Ai Ban gefällt mir in dieser Hinsicht (und auch insgesamt) besser. Seine Ausdauer und sein tolles Mundgefühl machen ihn zu einem sehr ansprechenden Begleiter für eine ausgiebige Gong Fu Session, obwohl es sich bei ihm nicht um Gushu-Material sondern "nur" um Shengtai handelt.

 

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vor 13 Stunden schrieb doumer:

2019er ZSL Wa Long. Fazit: hat zwar etwas an Körper gewonnen, aber nach wie vor eine sehr pelzige Angelegenheit - um ehrlich zu sein hätte ich ihn dieses mal auch deutlich niedriger bewertet als bei meiner Notiz von vor einem Jahr. Matt hatte den in Zusammenhang mit dem Wa Long von Tea Encounter kürzlich auch erwähnt und fand den 2019er nicht trink-reif.

Hmmm, womöglich hat er absichtlich Material für eine lange Lagerung selektiert. Vielleicht genau wegen dem vielversprechenden Jahrgang?

PS: Freut mich zu hören von der Teerunde, ich finds auch schön mit Teefreunden einen Tee zu verkosten, auch wenn er nicht perfekt ist.

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vor 15 Stunden schrieb Getsome:

Tianmuhu Baicha 2018 von @chenshi-chinatee

Inspiriert von deinem Beitrag ist meine Wahl heute ebenfalls auf den Tianmuhu Bai Cha gefallen.

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Ich finde ihn durch seine merkliche Adstringenz sehr erfrischend. Gleichzeitig hat er hat für mich in dieser Hinsicht auch etwas zimtiges und seine Aromen gehen durch die unterschwellige Süße manchmal gar in Richtung Zimtwecken. (Lecker :love:) Bei solchen filigranen Tees, ist es aber immer wieder eine Herausforderung, die Aromen zu beschreiben. Auf die Melonennote wäre ich selber nicht gekommen, aber ich kann sie nun, da du sie erwähnt hast, tatsächlich gut nachvollziehen.

Ein schöner Tee, auch im wörtlichen Sinne.

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vor 12 Stunden schrieb Shibo:

Stimmt schon. Das eigene Befinden während/nach dem Konsum eines Tees in direkten Zusammenhang mit dessen Wirkung zu bringen, ist nur bedingt aussagekräftig.

Dies mag auf den Großteil der Tees zutreffen. Allerdings gibt es auch welche, bei denen ein Ergebnis bzgl. der Wirkung auf das eigene Befinden stetig, bei jedem erneuten Genuss, reproduzierbar ist. Natürlich nicht stets mit der gleichen Wirkintensität, was an den unterschiedlichsten Faktoren liegen kann (hat man davor gegessen, ist man gut/schlecht gelaunt etc.), aber dennoch mit mehreren wiederkehrenden Parallelen. Somit steht es für mich außer Frage, dass es nur an dem bestimmten Tee liegen kann.

 

vor 12 Stunden schrieb Shibo:

Die eigene Erwartungshaltung hat mit Sicherheit auch einen Anteil daran, dass solche Momente bei qualitativ außergewöhnlich hochwertigen, raren, teuren Tees mit vermutlich höherer Wahrscheinlichkeit auftreten.

Mit dieser Einstellung/Aussage bist Du hier wahrlich nicht alleine. @Lateralus ist ja auch ein großer Verfechter von Blindverkostungen unter allen möglichen exakt einzuhaltenden Parametern, um einen "Beweis" für etwas, den Tee betreffendes, erbringen zu können. Versuche einen Tee solcher Güteklasse blind und Du wirst feststellen, dass das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit der Erfahrung gleichkommt, wenn Du diesen Tee wissend konsumierst. Hier sei natürlich vorausgesetzt, dass man auch in der Lage ist, diese Wirkung spüren zu können.

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vor 4 Stunden schrieb GoldenTurtle:

womöglich hat er absichtlich Material für eine lange Lagerung selektiert

Möglich - die 2015er Version davon gefällt mir z.B. dagegen ziemlich gut...

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Stimmt ich bin ein sehr großer Verfechter von Blindtests. Es gibt für mich 2 Arten etwas zu genießen:

  1. Das Gesamterlebnis aus Verpackung, Mythen, anderen Tastings, Voreingenommenheit und Erwartungshaltung zu zelebrieren.
  2. Den Geschmack zu zerlegen, um herauszufinden wonach etwas wirklich schmeckt bzw. ob A wirklich besser/anders als B schmeckt. -> Blindtest

Ich mache Beides sehr gerne und möchte auf gar keinen Fall eine Wertung dieser 2 Methoden vornehmen. Es gibt einen Platz für Beides.
Eines ist aber Fakt, nur der Blindtest erzählt uns Dinge über den Geschmack. Methode 1 erzählt uns eine ganz andere Geschichte...

Ich finde es schade, dass es bei Teetreffen nicht mehr Blindtests gibt, bzw. das man wenig darüber liest. Man lernt unheimlich viel über sich selbst dabei.
Die typischen Noten eines Tees rausschmecken ist ein Leichtes wenn man weiß welcher Tee es ist. Aber, und ich picke das jetzt nur exemplarisch raus, die einzelnen Teesorten des Grünteesamplers von Nannuoshan zu erschmecken, werden hier nur Wenige, vielleicht sogar Keiner, schaffen. Ich zumindest bestimmt nicht.

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vor 26 Minuten schrieb Lateralus:

Eines ist aber Fakt, nur der Blindtest erzählt uns Dinge über den Geschmack.

Das stimmt, m.M.n, nicht.

Denn ich schmecke auch etwas, wenn ich weiss, um welchen Tee es sich handelt. Viele Beschreibungen von YS überschlagen sich geradezu vor geschmacklichen Superlativen und trotz meinem Wissen um die Beschreibung, schmecke ich da oft nicht mal ansatzweise das Versprochene. Dies widerspricht ja nun auch Deiner These, dass man einen Tee anders schmeckt, wenn man dessen Beschreibung kennt, bzw. dass man das, was in der Beschreibung steht auch zwanghaft hinein interpretiert.

Ich lasse dem Tee Raum, sich mit zu erschließen. Außerdem lege ich es nicht mehr darauf an ihm alles entlocken zu wollen, oder analytisch zu "zerhackstückeln"... Ich trinke den Tee, entspanne dabei, fühle nach, was er mir vermitteln möchte. 

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Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Lateralus:

Ich finde es schade, dass es bei Teetreffen nicht mehr Blindtests gibt, bzw. das man wenig darüber liest.

Parallelblindverkostungen haben wir früher regelmässig bei Teerunden mit Gabriele @nannuoshan gemacht, da steht er ganz fest drauf. 😁
Meistens war das mit Oolong, Grüntee oder Rottee.
Ich hoffe der Hase kommt bald wieder zurück und hat sein freudiges Spiel nicht verlernt. 👍
Ich hab in den Archiven gekramt und ein paar Fotos gefunden.. hier eine frische Grüntee-Parallelverkostung im Frühling 2018:

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PS: Als Bonus sozusagen hab ich noch ein Foto gefunden von meiner lieben Xiamen Baumkanne - von vielen verspottet, von mir geliebt:

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bearbeitet von GoldenTurtle

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@Anima_Templi Caveat: Ich gehe hier nicht von Blindtest-Situationen aus, da die von mir oben angesprochenen positiven Erfahrungen und Wahrnehmungen gerade nicht solchen analytischen Settings und Stimmungen entspringen. Sie beschreiben eher den ganzheitlichen Effekt, den eine Gong Fu Session in meinem Alltag und dem anderer haben kann.

Ich bleibe dabei, dass die eigene Erwartungshaltung und situative Umstände immer eine ausschlaggebende Rolle spielen. In wechselnden Ausprägungen, bei jeglichem Tee, egal welcher Güteklasse.
Damit wollte ich aber den Genuss eines besonders hochwertigen Tees gar nicht herabwürdigen. Es ist toll, dass es solche Tees gibt und viele würde ich gerne selbst einmal probieren. Zum Beispiel den Rareness 5, der hier ja oft gelobt wird. Lange wäre mir so ein Tee schlicht zu teuer gewesen, mittlerweile dringe ich über Samples langsam in solche Preis- und Qualitätsregionen vor. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ich auch mal ein paar feine Exemplare von z.B. pu-erh.sk im Schälchen habe. Ich vertraue ja auch auf eure Empfehlungen hier im Forum und halte die Lobpreisungen solcher Tees nicht für verblendetes Geschwafel.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass es eben nicht solcher außerordentlicher Tees bedarf um eine außerordentliche Erfahrung zu machen. Die herausragende Qualität kann man anerkennen. Für die konkrete Situation muss das aber noch nichts heißen, auch wenn die Qualität natürlich beste Voraussetzungen liefert. Ich glaube einfach, dass man sich etwas vormacht, wenn man meint, einen Tee vollständig losgelöst von Erwartungshaltungen betrachten zu können. Und ich glaube nicht, dass Tees "solcher Güteklasse"  auf so zwingende Weise zu einer positiven Wirkungswahrnehmung führen, wie du es formuliert hast. Der Aspekt des "in der Lage sein, die Wirkung spüren zu können", also, dass es für die angemessene Würdigung einer gewissen Erfahrung bedarf, mag eine Rolle spielen. Dazu kommt aber noch die Frage der subjektiven Präferenzen, sowohl geschmacklich, als auch die Wirkung betreffend (siehe z.B. @doumer's Beschreibungen von Naka-Qi als angenehm oder weniger angenehm).
Unterm Strich: Ich habe den Rareness 5 (als illustratives Beispiel) noch nie probiert. Es kann sein, dass er mich vom Hocker hauen würde. Es kann aber auch sein, dass ich ihn zwar mag, seine Qualität anerkenne (oder sogar in einer Blindverkostung erkenne), er mir aber in keiner Session so ein schönes Erlebnis bereitet, wie ein viel bescheidenerer Tee es vielleicht zufällig vermag. Weil dieser mir einfach subjektiv mehr zusagt. Natürlich könnte ich auch Banause genug sein, um in einer Blindverkostung den Rareness 5 für einen Smoky Lapsang Souchong zu halten. Wahrscheinlicher ist aber eines der beiden anderen Szenarien.
 

@Lateralus Für Blindverkostungen fehlen mir in meinem Tee-Alltag die Motivation und auch die physische Präsenz anderer Tee-Nerds. Ich hätte große Lust, so etwas mal auf einem Forentreffen zu machen. Der Limitationen der von dir beschriebenen "Methode 1" bin ich mir zwar vollständig bewusst, praktiziere sie aber eifrig in - auch irgendwie blinder - Glückseligkeit.

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Entschuldigung @Anima_Templi mein Satz war nicht sorgfältig genug gewählt da ich meinen Beitrag zu schnell getippt habe.

Retrospektiv möchte ich ihn so verfeinern: Nur der Blindtest erzählt uns Dinge über den Geschmack alleine. 

Unsere Psyche ist bei weitem nicht stark genug, um einen Bias in welche Richtung auch immer auszublenden. Das gilt für medizinische wie sensorische Tests. Ich sehe hier keine Möglichkeit, dass wir Teeliebhaber diese Form der Objektivität erreicht haben, die einen Blindtest unnötig macht. 

In deinem konkreten YS Beispiel könnte es sein, dass du die blumigen Beschreibungen ablehnst und sie durch diesen negativen Bias gar nicht erst schmeckst bzw schmecken möchtest. Das alles passiert im Unterbewusstsein und entzieht sich unserer Kontrolle. 

bearbeitet von Lateralus

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@Lateralus mal eine ganz dumme Frage: wie machst du das mit den Blindtests organisatorisch? Alleine ist das doch im Grunde unmöglich - wenn du z.B. zwei Tees testen möchtest musst du zum einen zwei identische Tee-Aufguss-Gefäße + zwei identische Schälchen haben, außerdem darfst du nicht wissen, welche Tees zu vergleichst (wenn du z.B. einen Lao Ban Zhang und einen Yiwu vergleichst suchst du automatisch nach den für die jeweilige Gegend typischen Charakteristika) und zu guter letzt darfst du auch den Tee an sich/das Blatt nicht sehen (auch nicht beim Aufgießen) da man daraus ebenfalls Rückschlüsse ziehen kann. Folglich kann ein richtiger Blindtest nur gemacht werden, wenn jemand anderes für dich Tees zubereitet - oder übersehe ich etwas? 

Übrigens: Das war bisher jedes mal wenn ich mit Peter Tee getrunken habe zumindest ein paar mal pro Treffen der Fall, dass er einfach einen Tee aufgegossen hat ohne uns vorher zu sagen um was es sich handelt (zugegebenermaßen ist die Chance dass es sich um einen ordentlichen Sheng handelt bei ihm recht hoch aber trotzdem ist genau das für mich eine Blindverkostung). War z.B. sehr spannend zu sehen, wie die Teerunde eben noch in lebhaften Diskussionen vertieft plötzlich nach dem ersten oder zweiten Schälchen eines Tees ganz ruhig wurde - erst dann hat sich heraus gestellt, dass Peter gerade begonnen hat, einen 2009er Lao Ban Zhang Gushu aufzugießen 😉
Und wenn man das als Blindverkostung definiert, dann mag ich das sehr (ich hab z.B. alle seine 2019er so kennen gelernt und an den ersten Eindrücken hat sich auch nachdem ich wusste welcher Tee was war (und somit die Region und den Preis kannte) nichts geändert - lässt sich nur eben im Alltag nicht umsetzen (zumindest ist das bei mir so). Daher bin ich auch nicht deiner Ansicht, dass nur ein Blindtest einem etwas über den Tee erzählt - als ich das erste mal (blind) die Herbstversion des Rareness 5 probiert habe, war sofort klar welcher Tee das ist, weil er unverkennbar eine ähnliche Energie und eine ähnliche Birnen-Note hat wie die Frühjahrsversion, ob blind oder nicht macht hier keinen Unterschied.

@Shibo ich denke genau damit bringst du es auf den Punkt: Erwartungshaltung und situative Umstände. Wer im Vorfeld weiß, dass er jetzt einen super-teuren Tee aus einer geheimen Gegend trinkt, geht da ganz anders ran, wie jemand der nur weiß, dass er jetzt einen Tee trinkt. Wenn man alleine trinkt und daher zwangsweise weiß, welchen Tee man jetzt trinkt (und damit meist auch, was er gekostet hat) hilft nur, sich dessen bewusst zu sein und möglichst darauf zu achten, sich davon so wenig wie möglich beeinflussen zu lassen (denn hier hat @Lateralus definitiv Recht: niemand ist jemals wirklich Objektiv). Genauso haben die situativen Umstände einen enormen Einfluss auf das Ergebnis der Teerunde: nach einem anstrengenden Arbeitstag, an dem ich geistig völlig ausgelaugt bin wird auch ein Rareness 5 nicht den selben Einfluss hinsichtlich Qi auf mich haben, wie wenn ich mir an einem Vormittag am Wochenende 2 - 3 Stunden Zeit (und Ruhe) dafür nehme - ebenso Körperlich: wenn ich starke Schmerzen habe kann der Tee noch so gut sein, ich kann mich niemals wirklich darauf konzentrieren, weil der Schmerz ständig ablenkt usw.

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Blindtests sind nicht bei allen Lebensmitteln gleich einfach zu realisieren. Was bei Whisky einfach ist, wird bei Zigarren schon deutlich schwieriger und bei Tee nochmal eine Stufe komplexer. Darum mache ich bei Tees eigentlich nur extrem selten Blindtests. Alleine ist das überhaupt nicht machbar, und sogar zu Zweit ist es nicht easy. Man müsste wirklich absolut identisches Equipment haben und dann auch noch die exakt gleiche Temperatur bei allen Testobjekten realisieren. Natürlich darf man dabei nicht wissen um welche Teesorte es geht bzw. von welchem Hersteller dieser Tee kommen. Und ja @doumer du hast absolut Recht: man darf nur noch das fertige Produkt erhalten und keinesfalls beim Brühvorgang dabei sein. Kein einfacher Task, aber auch nicht unmöglich bei einem Teetreffen zu realisieren.
 

 

 

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OK alles klar - dachte schon ich übersehe etwas 😉

Wie gesagt, eine Blindverkostung machen wir durchaus gerne mal (wenn das von mir beschriebene Vorgehen zählt), ein Blindvergleich im Grund nie weil zu umständlich und meist kein identisches Equipment vorhanden.

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      WANN
      Ab 17. Juli, jeden Freitag, ab 15 Uhr.
        C*SPACE C*SPACE ist ein kreativer Raum für Arbeit, Kunst, Begegnung und Projekte in einer ehemaligen Möbelfabrik im Berliner Kiez "Weißenseer Spitze". Die Gastgeber Jan Siefke, Fotograf, und Katja Hellkötter, Kulturmittlerin, haben 16 Jahre in China gelebt. Mehr als nur ein Raum ist C*SPACE Ort und Treffpunkt für Kulturaustausch zwischen Fernost und Berlin; der perfekte Rahmen für wonnige Teemomente.
      Je nach Wetter, wird die TEA TIME 下午茶 im Hof oder in den wunderschönen Innenräumen stattfinden. Dort gibt es auch das kalligraphische Raum-Kunstwerk “Common Space - Everything Flows 一切支流 “ des Künstlers QIANG Geng zu bestaunen, das im Corona Lock Down entstanden ist. Wer Muse hat, kann beim Tee auch tiefer in die chinesische Philosophie - das "Buch der 1000 Zeichen” oder daoistische Poesie - eintauchen, auf die der Künstler sich bezieht. 
          
      Fotos, Copyright: Jan Siefke.
    • Von Rainer S
      Hallo aus Sachsen
      Aus der Nähe von den Weinbergen Meißen. Über Kräutertee, Lappacho, Schwarztee bin ich aus Neugierde auf das Catechin an den Grüntee, Matcha und co.gekommen. Eine Krankheit hat mich darauf gebracht. Seit drei Jahren trinke ich nun Grüntee, Matcha und Oolong.
      Eine Erfüllung für mich. Dieses Forum hilft mir dabei sehr. Täglich finde ich hier Antworten auf meine Fragen.
      Schon über die Mitte von 70 komme ich so einigermaßen mit dem Forum zurecht. Das stöbern macht mir großen Spaß.
      Bitte lasst mich Neutral am Forum teilnehmen. Viel probiere ich aus dem hier dargestellten aus. Wunderbar.
      In diesen Sinne freundliche Grüße 
      Rainer
    • Von ruki
      Hallo liebe Forengemeinde,

      dann stelle ich mich doch auch mal vor.
      Ich bin 32 Jahre alt und komme aus Baden, besser gesagt aus der Nähe von Karlsruhe.

      Da ich schon immer begeistert von Japan und der Kultur war, kommt man natürlich auch nicht um grünen Tee herum. Früher angefangen mit Beuteltee von Meßmer (haha) bin ich heute schon bei etwas besseren Produkten aus dem Teehaus. Vor ca. 8 Jahren hatte ich einmal Matcha probiert, jedoch damals kein wirklich hochwertiger. Daher habe ich diesen bis vor einigen Wochen eher bewusst "übersehen". Seit einigen Wochen trinke ich jedoch bei einem guten Freund regelmäßig hochwertigen Matcha. Hier vor allem den Kotobuki von Maiko und den Chigi no Shiro von Marukyu-Koyamaen oder Ten von Aiya.

      Nun möchte ich auch selbst die Zubereitung von Matcha vertiefen und die Kunst erlenen und hoffe, hier einige nette Menschen zum Austausch zu finden und einige Tipps und Tricks zu erfahren.
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