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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


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@Paul ach der geht doch noch, da gibt es ganz andere Kaliber :D _MG_2961.jpg?1579771438 

Aber ja, waren schon ziemlich grün - allerdings muss man fairerweise schon sagen, dass die Kamera von meinem neuen Smartphone schon deutlich "dramatischer" (knalligere Farben, starke Tiefenunschärfe etc.) ist als von dem 2016er Vorgängermodell. Aber der Detailgrad ist schon DEUTLICH höher!

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

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vor 59 Minuten schrieb doumer:

da gibt es ganz andere Kaliber

Ich weiss nicht, ob Paul darauf noch antworten kann, oder ob er nach der Sichtung dieses Wrappers den Computer notschlachten musste.

Moychay könnte sich hier eine möglicherweise interessantere als auch aufsehenerregendere Inspiration holen:

Am 4.7.2020 um 20:36 schrieb Lateralus:

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vor 59 Minuten schrieb doumer:

die Kamera von meinem neuen Smartphone schon deutlich "dramatischer" (knalligere Farben, starke Tiefenunschärfe etc.)

Könnte regulierbar sein, je nach Hersteller/Modell könnte dein Smartphone für die Kamera ein Pro Mode haben, wobei du möglicherweise so ziemlich alles selbst einstellen kannst.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 52 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Könnte regulierbar sein, je nach Hersteller/Modell könnte dein Smartphone für die Kamera ein Pro Mode haben, wobei du möglicherweise so ziemlich alles selbst einstellen kannst.

Ja, Pro Mode ist vorhanden aber von dem bin ich nicht überzeugt: abgesehen davon, dass das sehr fummelig ist alles manuell einzustellen ist das Ergebnis am Ende meist doch nicht optimal und vor allem lässt die App im Pro Modus nicht die vollen 108MP nutzen - evtl. bin ich einfach etwas verwöhnt, weil ich die letzten 10 Jahre meine Geräte immer gerooted habe und dieses mal zum ersten mal nicht mehr (längere Geschichte, die nicht hier her gehört), folglich weniger Freiheit bei der Software-Manipulation. Daher: was solls, ich kann auch mit etwas "dramatischeren" Bildern leben, solange die Unterbrechung der Session möglichst gering bleibt ;) 

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Ok, der Tee war gestern in meiner "Tasse"

durch ein Post hier bin ich auf "Kancha" gestoßen und hatte gestern den "2019 Lincang Shuang Zhu"

Der Tee ist ziemlich "rot" verarbeitet, was ich oft eher nicht so schätze. In diesem Fall war ich aber positiv überrascht. Oft sind Shengs ja, wie ich finde, beim ersten oder auch noch beim zweiten, dritten Aufguss etwas beißend und grob... dieser hier hat mir allerdings schon von Beginn an sehr gut gefallen. 
Erinnert etwas an schwarzen (also roten) Tee.  Wenig floral, aber fruchtig nach (getrockneten?) Beeren. Bisschen nußig, etwas Holz. Nicht so knackig und frisch wie ein ganz grüner junger Sheng, aber dafür sehr samtig und vor allen Dingen: ein ganz tolles Mundgefühl, sehr voll und rund, fast sirupartig. 

Nur dezent süß, hat mich an irgend so eine Japanische Süßigkeit erinnert (Erbsenpaste? Bohnenpaste?). Durchgehend über viele Aufgüsse eine angenehm-kräftige Herbheit, die aber nicht überbordend ist. Sozusagen unter dieser ziemlich gleichbleibenden Grundstimmung, liegen dann süße und fruchtige Noten, eher dezent aber nicht zu wenig :)

Ein top Tee, der mich vor allen Dingen mit seinem Mundgefühls und seiner Ausgewogenheit begeistert hat. ✌️

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@Anima_Templi Hast eigentlich schon die Bang Dong Könogsbaumkugel von mir gesüffelt?

vor 18 Stunden schrieb doumer:

Ja, Pro Mode ist vorhanden aber von dem bin ich nicht überzeugt

Verstehe, dachte nur bei deinen stets ähnlichen Bedingungen könntest du dir vielleicht eine optimal passende Einstellung als Standardvorlage abspeichern, mit Schritt für Schritt vergleichen der Wirklichkeit immer näher kommen.

@topic Sankeshu Wäldchen 18

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@Anima_Templi Nee, aber der letztjährige war mir zu rustikal um ihn direkt zu trinken - jedoch dies zusammen mit der wilden Bitterkeit sind wiederum exzellente Lagerungsindikatoren - diese ruppige Ungehobeltheit verwandelt sich mit den Jahren (ab 4, 5 Jahren bemerkbar) mehr und mehr und kann bei entsprechender Lagerung etwas prächtiges werden.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 3 Stunden schrieb Anima_Templi:

Die wollte ich mir für einen besonderen Anlass aufspüren. :)

Na einen besseren als eine neue Kanne gibt es ja wohl nicht :D 

@taoteaking danke für den Bericht, hab noch ein paar Samples und bin schon auf die weiteren Tees gespannt - über weitere Berichte deinerseits würde ich mich auch freuen :)

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vor 16 Minuten schrieb doumer:

Na einen besseren als eine neue Kanne gibt es ja wohl nicht :D

Da hast Du freilich recht, aber formbedingt eignet sich die Jadekanne eher schlecht für eine Kugel Sheng. Ich werde sie aber bald mit dem neuen Daxueshan testen. :) Bin gespannt, ob die Bitternis diesmal ein wenig ausgeglichener ist.

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vor einer Stunde schrieb doumer:

Na einen besseren als eine neue Kanne gibt es ja wohl nicht :D

Brillantes Argument @doumer! 👍

Ich hatte heute eben einen ähnlichen in der Kanne der ganz aus der Nähe war, zwar nicht ganz Königsbaum, aber auf halbem Weg dahin, und hätte gerne während dem Süffeln darüber gequatscht. Na, für sich alleine geniessen ist aber auch gut.

vor einer Stunde schrieb Anima_Templi:

aber formbedingt eignet sich die Jadekanne eher schlecht für eine Kugel Sheng.

Gesprungen wär sie schon nicht! 🤣😋

Und rausgehüpft wohl auch nicht!

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Moin, hatte den gerade in der Tasse, 19er Gongting Shou vom Pu'Er Produzenten Hängt'en höher ... ähm ich meine, Heng Tong Hao.

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Der Shou ist meiner Meinung nach fehlerfrei produziert, aber das Resultat etwas einfach, dafür ebenso leicht zugänglich.
Es gibt ja etliche Bewertungen von einem gewissen "Frank M.", ich lachte schon beim lesen und dachte, der findet einfach jeden Shou geradezu fantastisch.

PS: So viel noch dazu:

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Bearbeitet von GoldenTurtle
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2020 Daxueshan Yesheng by Yu

Nachdem der gleiche Tee des letzten Jahres mich in die bittersten Untiefen ala Slumbering Dragon führte, war ich vor der ersten Verkostung fast etwas ängstlich.

Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Ich musste nach dem ersten Schluck fast laut auflachen.

Ein Yesheng wie ich ihn mag. Dichtes Aromennetz, keine Bitterkeit, leicht säuerliches Obst, trockener Abgang. Eine Winzigkeit an Rauch. Ein wirklich schöner Tee.

PS: Der Grundgeschmack passt super zu frischen Birnen aus dem Nachbarsgarten. 

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Bearbeitet von Anima_Templi
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Heute gleich noch ein Tee von Kancha.

Zhenkang 2017  Den hatte ich schon neulich getrunken und bin auch heute wieder sehr angetan. Schon wenn ich den Beutel öffne kommen mir sehr starke Pfirsich-Noten in die Nase... 

Das Mundgefühl ist ok, nicht besonders dick aber schön samtig.  Der Tee ist ziemlich fruchtig und süß, aber dabei ausgewogen genug. Besonders markant und toll finde ich die "Frische" und angenehme Knackigkeit die er hat, eventuell weil er sehr grün verarbeitet wurde? 

Ich spiele mit dem Gedanken mir den 200g Kuchen zu bestellen. Ein preiswerter und richtig guter daily drinker. 

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2012 Baotang - EoT

April 2018 gekauft, das erste Mal getrunken Juli 2019, dann noch mal Januar 20 und heute: Mir kommt es manchmal bei mir so vor wie bei dem alten Ehepaar, das zu meinem Bekanntenkreis gehörte, er ein Überlebender von Stalingrad, dann Neulehrer und später Hilfsschullehrer in der ddr, sie in Berlin 1945 als junges Mädchen Freiwild, dann eine der wenigen Freiberuflerinnen im Rundfunkgeschäft, denn dort guckte die Partei nicht so genau hin und sie konnte ihre Berliner Schnauze bis ins hohe Alter ausleben - bei diesem Ehepaar gab es neben dem neuen und frischen Brot immer auch altes, aber als das alte gegessen war und ehe endlich das neue an die Reihe hätte kommen können, war man satt, und so wurde das neue Brot unweigerlich zum alten... Ja, ich weiß, das hinkt ja gewaltig im Zusammenhang mit Tee, trotzdem mußte ich heute daran denken,  als ich selber erstaunt war, wie selten ich zu diesem Tee bisher gegriffen habe. Denn der ist was sehr Feines, der muß sich nicht immer hinten anstellen, wenn er mir über den Weg marschiert.  

Ich habe etwas vergessen, wie das mit den Ziehzeiten ist, deshalb dosiere ich ziemlich hoch und ziehe wie es in die Handlungsabläufe passt. Erst später in Richtung 8 etwas länger. Das scheint zu funktionieren: Süß-bitter, schwer und ein ordentliches Pling im Kopf. Ich hab gegossen, bis ich nicht mehr konnte - und ich konnte oft. 🙂 

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Sehr hübsch; der Text, das Setting und besonders der Tee! (leide hab ich davon nur noch einen halben Bing:()

@Willemzwo übrigens sehr lesenswert die Erinnerungen von Herrn Eulenburg.

https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?cm_sp=SearchF-_-topnav-_-Results&kn=Mit dem Kaiser als Staatsmann und Freund auf Nordlandsreisen&sts=t

Den ersten Band kann ich Dir leihen.

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Heute eine Frühlingspflückung eines Xianzhi aus Wuyuan in Jiangxi - eine eher etwas abgelegene Teeprovinz. Das lässt ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis erwarten, wenn ein Produzent aus dieser Region Fuß im internationalen Teehandel fassen will.

Dieser Tee hat ein recht unverwechselbares Aroma, das mit etwas Verzögerung eintritt (peak im 2. Aufguss). Der Tee "löst" sich also relativ langsam, wobei das Material einen Pflückstandard Knospe +  1 Blatt hat. Kein ganz junger (früher) Tee mehr, wenn man die Blattgröße und den fehlenden Flaum in Betracht zieht (was beides allerdings auch Eigenschaften des lokalen Kultivars sein könnten). Dafür ein (für mich) annehmbarer Preis, konkret 14,22 € / 100 gr - wobei ich freilich nur die verhältnismäßig deutlich teurere 20 gr - Packung gekauft hatte.

Wie auch immer - ich greife ihn aus meiner derzeitigen Testreihe mal heraus, weil er etwas für die Freunde herb-bitterer Tees ist. Bemerkenswerter als die leichter flüchtigen Aromen sind die Polyphenole, die sich spätestens im 3. Aufguss deutlich zu Wort melden. Voll entwickelt dann im 4. Aufguss: eine pointierte medizinisch-bittere Note, kombiniert mit einem (kurz-)pelzigen, sehr samtigen Mundgefühl. Ich assoziiere da Baumrinde bis hin zu ausgekochtem Holz. Ist trotz der phytomedizinischen Anmutung nix für schwache Mägen bzw. einen nüchternen. Spätestens der 4. Aufguss drückt dann schon etwas auf den Magen - was sich dann aber zumindest (bei mir) recht schnell wieder legt. 6 Aufgüsse gebe ich ihm, wobei Nr. 5 und Nr. 6 schön weich, aber auch etwas breit bzw. konturlos sind. Nach meiner Einschätzung ein Tee für vier Aufgüsse, dann hat er sein Pulver verschossen. Aber das ist in der Preisklasse auch völlig in Ordnung.

Die vom Händler empfohlenen 90° C konnte ich ihm beim Aufguss allerdings nicht geben, da ich derzeit mit travel set arbeite. Da ist bei der logistischen Kette Mini-Elektrokocher, Wasserflasche und Aufgussgefäss zu viel Temperaturverlust. Der Preis dafür, hier im Freien und dezenter Entfernung von der nächsten Steckdose seinen Tee zu trinken. Die Aufgüsse lagen daher eher zwischen 80° und 85° C. Aufgusszeiten ca. 20''/30''/50''/1'20''/2'/3' - habe allerdings nicht mit Uhr kontrolliert.

Grundsätzlich werde ich ihn wohl nicht mehr kaufen - ich trinke meinen Morgentee gerne auf nüchternen Magen und auf Magendrücken mag ich da eher verzichten. Aber einer Vorstellung wert ist er allemal. Und sei es nur für unerschrockene Chun Mee- oder Gunpowder-Trinker, die mal Lust auf etwas Edleres (und unvermeidlich auch etwas Teureres) hinsichtlich Herbheit haben.

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Bulang Gushu vom Panda via @Diz

Ein schöner Nachttrunk. 

Fernab von Bitterkeit bringt er eine tolle Textur, einen schönen Körper und eine leckere Grundaromatik. 

Wie beim Lucky Bee sind es wunderschöne große Blätter, die verarbeitet wurden. Ein schöner Genuss. 

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In letzter Zeit war häufiger der '20er Nearai Fukamushi Sencha von TDJ im Kännchen.

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Ein Tee, dessen zweifelsohne vorhandene geschmackliche Komplexität nicht leicht zu würdigen ist. Das ist vor Allem dem Umstand geschuldet, dass er schnell bitter wird. Die 50g Packung neigt sich dem Ende zu, und es ist mir bisher nicht gelungen, die Bitterkeit in zufriedenstellendem Maße zu kontrollieren. Gleichzeitig ist er extrem wandelbar, oszilliert im Verlauf der Session zwischen verschiedensten Facetten. Die ersten Aufgüsse sind eher nussig (Walnuss) und vegetabil (grüne Bohnen, sogar eine mehlige Assoziation von Kidney-Bohnen). Dann kommt irgendwann der sencha-typische Wandel hin zu einem leichteren Tee. Nur ist es hier nicht in erster Linie der Körper, der sich wandelt, sondern auch das Aromenspektrum verschiebt sich dramatisch. Es wird viel süßer. Kürbisnoten kommen zum Vorschein (das ist mein persönliches Highlight) und dann wird es sogar fruchtig-floral. Leider wird der Tee auch graduell bitterer, was sich nicht harmonisch zu den restlichen Noten fügt, sondern sie mehr und mehr überdeckt.
Irgendwann schleicht sich auch eine leichte Plastiknote (ja wirklich) ein, die mich dann endgültig überfordert. Ich habe keine Ahnung wo sie herkommt, finde sie aber durchaus irritierend. Bei Bourbon-Whiskey gibt es oft eine prominente Klebstoff-Note, welche durch die Verwendung von frischen Eichenfässern in den Whiskey gelangt. Hier vermute ich eine Eigenart des selten verwendeten Kultivars Shizu-Inzatsu 131, die diese Note hervorbringt.
Uff, wahrlich kein einfacher Genuss. Florent schreibt "While this tea may not necessarily please everybody, it is worth discovering, even being studied." Genauso fühlt es sich an.

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Vor ein paar Tagen hatte ich jedoch noch einen anderen Sencha im Schälchen, und zwar den Tsukigase Zairai Sencha von Hojotea. Ebenfalls kein typischer moderner Sencha im Sinne der Hervorhebung des Umami-Aspekts, wird beim Anbau auf den Einsatz von Düngern verzichtet. Ergebnis: Weniger Aminosäuren als in den Umami-Bomben, mehr Mineralien und Polyphenole (von denen auch @SoGen weiter oben sprach). Ich erspare euch Akira Hojos Geschwurbel, warum solch ein Sencha nun der bessere Sencha sei, und so weiter und so fort...
Tatsächlich ist der Tsukigase Zairai aber ein sehr schöner Tee, der das Aromaspektrum eines leichten Senchas mit der besonderen Frische, Süße und Zartheit eines chinesischen Grüntees zu verbinden vermag. Der Nachgeschmack ist wirklich toll und das erfrischende Gefühl im Rachen (spricht man bei Grüntee auch von Huigan?) macht Lust auf den nächsten Schluck.

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Nach diesem kleinen Sample wäre das mit Sicherheit ein Kaufkandidat, wenn er nicht von Hojo vertrieben werden würde. Zwischen meiner ersten Nachricht betrefflich der oben abgebildeten Kyusu und dem letztendlichen Abschluss des Kaufes lagen über vier Monate. Bei einem Kännchen leicht zu verschmerzen, wäre mir das für einen Teekauf zu viel Bohei. Er wird es verkraften können, hat er doch - dem Ruf nach zu urteilen - genügend Kunden. Das Sortiment scheint einfach zu stimmen.

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... wobei Huigan beim Grüntee doch eher selten resp. dezent auftritt.
Bei Oolong ist die Hervorbringung von Huigan im Tee durch die verschiedenen Produktionsschritte eines der wichtigsten Ziele manch ambitionierter und leidenschaftlicher Teeproduzenten - bei Grüntee hingegen greift man meines Erachtens nach weniger tief in den Tee ein um dies hervorzuheben (das Sha Qing dient mEn kaum diesem Zweck), und man ist, ähnlich wie bei Sheng, noch mehr vom Pflückgut abhängig, was es von der Natur her mit sich bringt (und insb. bein Grüntee vom Kultivar, denn Grünteekultivare sind meist ein Balance-Akt, wobei i.d.R. auch noch ganz andere Aspekte auf der Rechnung stehen wie der Ertrag, Restistenzen, als auch die Bekömmlichkeit mit dem grünen Ausbau - was leider dem Huigan etwas entgegengesetzt ist, denn das Huigan lebt nicht nur von der Süsse, sondern auch von der Bitterkeit, und diese wie eine Babuschka immer weiter ineinander verschachtelt). Klar kann man es beim Oolong auch nicht aus dem Nichts herzaubern, aber meiner ganz persönlichen Auffassung nach kann eine wirklich entsprechende Röstung einer Lupe gleich den Fokus in der Tasse als Primärnote auf die natürliche Süsse richten, und von dort aus die weiteren Aspekte wie Bitterkeit, Würze, Frucht- oder Blütennoten und Mineralität rundherum aufbauen.

@topic:

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Bilder von Lucy, die kann vielleicht knipsen.

Habe nur ein Muster, aber es ist ein ganz braver Shou,
um ihn mit einem Hund zu vergleichen (und welcher Vergleich läge näher) käme gewiss ein Dackel in Frage.

PS: Nachtrag zum Thema Huigan im Vergleich von Grüntee zu Oolong:

Die für Oolong verwendeten Kultivare sind hingegen oft etwas angriffslustiger, was aber durch eine traditionelle Produktionsweise abgemildert wird (was jedoch bei einer zu grünen, modernen Verarbeitungsweise auf den Magen schlagen kann - ironischerweise wurde der moderne Oolong durch den Gesundheitshype unbekömmlicher, aber dies nur nebenbei).

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Keinen Widerspruch @GoldenTurtle, nur eine kleine Ergänzung.

vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

das Sha Qing dient mEn kaum diesem Zweck

Nein. Es dient zum einen der Lagerfähigkeit bzw. der Fixierung eines möglichst frischen, nur wenig von Abbauprozessen beeinträchtigten Pflückguts und zum Anderen wird das Pflückgut einer Maillard-Reaktion ausgesetzt, die das Aromenspektrum vor allem durch nussige Aromen erweitert. Für die angesprochene 'Qi-Wirkung' (um dem Kind einen Namen zu geben) sind mE jedoch eher die 'inneren Werte' des Tees (prominent die pharmakologische Kombination des Alkaloids Koffein mit der Aminosäure L-Theanin mit dem ganzen Rattenschwanz dadurch aktivierter Neurotransmitter) verantwortlich und die sitzen tiefer als die leichter flüchtigen Aromen.

Ergänzend: in vergleichbarem Maße gilt dies auch für weiße Yin Zhen - Tees; diese sind erst in jüngerer Zeit vom pharmakologischen Terrain in das der Genussdrogen gewechselt.

Noch eine Ergänzung zu Deinen Ausführungen: gerade bei chinesischem Grüntee gilt nicht zuletzt in dieser Hinsicht der Grundsatz 'Terroir ist Alles'. Vorausgesetzt natürlich, das Pflückgut taugt was und man hat bei der Aufbereitung keinen Mist gebaut. Das scheint, wenn ich das hier um Forum richtig verfolge, auch bei Shengs nicht anders zu sein.

Und ja, natürlich. Hui Gan hat auch etwas mit Bitterkeit zu tun - da muss man durch und wenn man durch ist, war's gar nicht so schlimm, im Gegenteil ...

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