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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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vor 42 Minuten schrieb doumer:

Versand-Lotterie

Geiler Begriff um Newbies vor weitere Rätsel zu stellen! 🤣👍

Aber um euren gemeinsamen Konsens aufzugreifen, ich finde auch Paul sollte unbedingt mehr Single Terroir Sachen machen, Zugang zu echt geilem Material hat er ja - warum blendet er bloss so gerne?!? Möglicherweise ein Selbstverwirklichungs-Drang?!

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vor 14 Stunden schrieb GoldenTurtle:

[...] Zugang zu echt geilem Material hat er ja - warum blendet er bloss so gerne?!? Möglicherweise ein Selbstverwirklichungs-Drang?!

Er hat sich mit den Blends doch ein Marksegment gesichert. Blendet außer w2t jemand in dieser Größenordnung und mit einem gleichen Ansatz. Also: wenig bis gar keine Informationen zum verwendeten Material bei zum Teil heftigen Preisen.

Eher als offene Frage den als fertiger Gedanke: Es hat für erfahrene Teetrinker doch sicher seinen Reiz herauszuschmecken und herauszufühlen ;) was im Last Thougts drin ist.

Zum Tee.

Zum ersten Mal Lao Banzang und zwar der diesjährige von Chris. Wenn über ein Dorf oder eine Region so gesprochen wird wie über Lao Banzang, dann kommt man nicht umhin Erwartungen zu haben. Erwartungen hatte ich im Sinne, dass es sich bei dem Tee um etwas Außergewöhnliches handeln muss, aber keine wirkliche Vorstellung was so außergewöhnlich sein könnte.

Der Tee hat einen starken Duft nach Heu, Kräutern und grünem Wald mit Anleihen von Kohl? und gekochtem Reis und man hält seine Nase gerne noch ein weiteres Mal in den Dampf.

Vom Start weg ist der Tee frisch und leicht ölig. Er schmeckt nach einer Kräuterkomposition und etwas Lakritz? mit einem langen Nachgeschmack. Als Analogie musste ich an ein Kräuterbonbon denken.

Ich kann mit Sicherheit sagen einen solchen Tee noch nicht getrunken zu haben, aber der Ruf erschließt sich mir nicht. Denn auch vom Bohetang (ebenfalls Chris) konnte ich sagen sowas vorher noch nicht getrunken zu haben. Es kann auch am Jahrgang oder Blattgrad liegen, aber die Erwartungen wurden ein wenig enttäuscht. Es ist trotzdem ein guter Tee.

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@Getsome Der erste Teil deines Beitrages (die Antwort betr. W2T) und deine Verkostung ergeben zumindest für mich einen sehr witzigen Kontrast! 😁👍

vor 5 Stunden schrieb Getsome:

Er hat sich mit den Blends doch ein Marksegment gesichert. Blendet außer w2t jemand in dieser Größenordnung und mit einem gleichen Ansatz. Also: wenig bis gar keine Informationen zum verwendeten Material bei zum Teil heftigen Preisen.

Wenn er mit der Verschwiegenheit bei einzelnen Dörfern / Bergen bleiben würde, würde ich sein Konzept ja ganzheitlich gut finden als Bereicherung (z.B. ein Bulang Shan Blend von versch. Bulang Dörfern hat ja bspw. Tradition), aber dass er dann manchmal bis häufig unbedingt auch noch verschiedene Berge miteinander blenden muss, ich finde das geht bei Shou, aber bei Sheng stört es mich zugegebenerweise auch. Ich finde man muss doch nicht alle Schwächen eines Terroirs durch Blends zu verbessern versuchen. So ist es halt, Terroirs haben nun halt auch Schwächen, z.B. sind viele Yibang Tees wunderbar fruchtig und blumig, haben jedoch mit der vergleichsweisen Ausdauer / Ergiebigkeit oft etwas Mühe.

PS: Ich denke auch, dass beim Blenden einzelner Dörfer vom selben Berg zu bleiben mehr der Tradition entspricht.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Am 5.11.2020 um 11:43 schrieb GoldenTurtle:

warum blendet er bloss so gerne?!? 

Dazu hab ich mich gestern noch mit ihm ausgetauscht und die Antwort ist so simpel wie einleuchtend: Er mags einfach. 🤷‍♀️
Single Terroir ist zwar mir persönlich sehr viel lieber, aber er mag es viele unterschiedliche Dinge auf einmal zu haben, was mir zu viel ist (siehe Analogie Farbmischung) - und für die doch primär amerikanische Zielgruppe passt das ja auch wunderbar.

vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Wenn er mit der Verschwiegenheit bei einzelnen Dörfern / Bergen bleiben würde, würde ich sein Konzept ja ganzheitlich gut finden als Bereicherung

Da könnte ich auch mitgehen - Unicorn und Last Thoughts (@getsome: Last Thoughts ist ein reiner Yiwu-Blend) sind zwar keine Single Origin Tees wie von Peter aber Single Terroir und daher deutlich stimmiger als die Multi-Berg-Blends und dass das gefallen kann, haben ja beide Beispiele bewiesen.

vor 9 Stunden schrieb Getsome:

Also: wenig bis gar keine Informationen zum verwendeten Material bei zum Teil heftigen Preisen.

Ich muss gestehen, nach einer ausführlichen Unterhaltung mit ihm dazu bin ich hier etwas "weicher" geworden - ich find es zwar nach wie vor nicht gut (gerade wenn man eine nicht unerhebliche Summe für einen Bing ausgibt), aber seine Argumente sind durchaus nachvollziehbar (siehe Besprechung des Unicorns).

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2020 I am by w2t

Ein gutes Beispiel dafür, das blenden eben auch schlecht laufen kann, zumindest meiner Meinung nach.

Ich kann die Lobpreisungen von Paul hier nicht nachvollziehen. Gegen den inb4 hat dieser Tee das Nachsehen. Er ist zwar recht potent, aber in sich nicht stimmig.

Laut Qi-Gefühl schreibe ich dem Tee einen Naka-Anteil zu, laut Geschmack und Geruch unter anderem LBZ. Allerdings macht er mich im Kopf sehr besoffen, was mir unangenehm ist.

Leider ist er geschmacklich sehr konzentriert und öffnet sich nicht, es ist zwar ein Körper da, dieser wirkt aber recht fadenscheinig und nicht gut untermauert. Ein unausgeglichener Tee.

Für diesen Tee würde ich nicht mal die Hälfte dessen ausgeben, was er kostet.

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vor 3 Stunden schrieb Anima_Templi:

Allerdings macht er mich im Kopf sehr besoffen, was mir unangenehm ist.

Aha, dann ist das also eine der diesjährigen W2T-Keulen. 😅

Wer sowas nicht kennt kann deine Worte wohl kaum nachvollziehen - wie neulich gesagt, es gibt ein paar W2T Tees, vor deren Wirkung ich Respekt hab. Ich persönlich vermute, dass es Paul bei diesen Tees auch weniger um den Geschmack geht, sondern mehr um eine brachiale Wirkung, was ich schon beinahe etwas unanständig finde. 

Allerdings, um doch fair zu bleiben, finde ich sollte man einem Tee allermindestens ein Jahr Zeit geben um ein definitives Urteil über ihn zu fällen. Ich habe es schon zu oft erlebt, dass sich Tees ganz anders nach einem Jahr zeigten, als nach ein paar Monaten.

@topic: Hab heute den wilden 20er Jinggu Sheng von Lucy verkostet, Duft der trockenen Blätter unglaublich gut, der Tee letztlich aber ein ziemlich gewöhnlicher, nicht ganz so bitterer, wilder Sheng.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 28 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Allerdings, um doch fair zu bleiben, finde ich sollte man einem Tee allermindestens ein Jahr Zeit geben um ein definitives Urteil über ihn zu fällen.

Vielleicht hast Du da Recht, aber ich habe nun einmal den Anspruch, dass ein Tee schon beim Kauf was taugen muss.  

Eine positive Entwicklung eines semi-guten Tees nach dem Kauf kann ich nicht vorhersagen, aber ein super Tee hat mich bisher auch nach Jahren der Lagerung noch nicht so enttäuscht, dass ich den Kauf bereut hätte.

vor 32 Minuten schrieb GoldenTurtle:

brachiale Wirkung

Brachial war die nicht, nur ziemlich unangenehm. Ich hatte schon Tees mit deutlich intensiverer Energie, welche viiiel schöner war.

vor 33 Minuten schrieb GoldenTurtle:

eine der diesjährigen W2T-Keulen. 😅

Nein, das würde ich überhaupt nicht bestätigen.

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vor 53 Minuten schrieb Anima_Templi:

Brachial war die nicht, nur ziemlich unangenehm. Ich hatte schon Tees mit deutlich intensiverer Energie, welche viiiel schöner war.

vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

eine der diesjährigen W2T-Keulen. 😅

Nein, das würde ich überhaupt nicht bestätigen.

Ach so, ja diesen kenn ich ja auch gar nicht. Dann hatte ich deine Aussage falsch interpretiert. ✌️

vor 26 Minuten schrieb doumer:

auf Grund der Beschreibung

Echt tricky, wessen Beschreibungen kann man schon wirklich ganz vertrauen?

Nebenbei, wie siehts denn eigentlich aus mit den Anlieferungsproblemen der 20er Tees von prsk?

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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Nebenbei, wie siehts denn eigentlich aus mit den Anlieferungsproblemen der 20er Tees von prsk?

Leider nach wie vor nicht gut - eine Lieferung kürzlich durfte wegen irgendwelcher Bürokratie nicht importiert werden und musste wieder zurück nach China geschickt werden 😔

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2020 Secret Forest Wild von EoT 

Seit längerem mal wieder ein Yesheng, wenn ich es richtig sehe neben dem Kunlu Ancient Tree Wild einer von 2 Yeshengs im diesjährigen Lineup von EoT - allerdings von ganz anderem Charakter. Wenn man die 2017er Version des Secret Forest Wild bedenkt ist es wenig überraschend, dass auch dieses Jahr der Tee sehr mild und subtil ist - allerdings fällt direkt auf, dass das Blattgut bei weitem nicht so schön ist wie vor 3 Jahren (kann natürlich auch am Sample liegen). Mit diesem Wissen bin ich bei den Aufgüssen gleich mit einer etwas längeren Ziehzeit gestartet und Yesheng-typisch verströmt das warme Blatt auch einen schön intensiven Duft - interessanterweise hier mit einer leichten Sauerteig-Note. Der Aufguss ist jedoch ziemlich enttäuschend - es gibt zwar ganz leichte Fruchtnoten und eine minimale Bitterkeit aber es dominiert (wenn man das bei solch zurückhaltenden Noten sagen kann) eine recht belanglose Note wie von nassem Karton. Schade, subtile Tees können schön und spannend sein aber die Subtilität muss letztlich doch etwas größeres anteasern, man muss spüren, dass sich außerhalb des Blickfeldes etwas schemenhaft Wahrnehmbares befindet - was hier leider nicht der Fall ist, im Gegensatz zu 2017 ist hier nicht wirklich ein Qi vorhanden.

Im Bezug auf die Kritik an den Blends von W2T zeigt dieser Tee, dass Single Terroir auch nicht immer ein Garant für einen guten Tee ist ;) 

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@doumer Es freut mich gerade eine Zweitmeinung von dir zu dem 2020er EOT zu lesen. Ich habe die vergangene Woche einige EOT-Samples verkostet und sie waren mir fast alle zu subtil. Es sind für mich bis dato keine Tee's die im Gedächtnis bleiben, wenn auch die Qualität gut ist.

Beim Secret Forest war sicherlich die Vorfreude auf den ersten 2020er beeinflussend, dennoch habe ich ihn besser als „nassen Karton“ empfunden 😅

Heute werde ich mir den 2012 EOT Bulang genehmigen. Ich freue mich schon drauf, weil ich dein positives Review bereits gelesen habe.

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@doumer Der Lao Jie Zi GaoGan war bereits ausverkauft bei meiner Bestellung.

Folgende Samples habe ich vergangene Woche probiert:
2014 Du Quan Spring
2014 Long Lan Xu
2018 Gedeng Gouyoulin Spring
2020 Boundless
2020 Secret Forest Wild
2020 Yiwu Jiu Miao
2020 Xu Jia Liang Zi

Den Xu Jian Liang Zi, Gedeng Gouyoulin und den Du Quan fand ich noch interessanter,
aber im Vergleich zu den meisten prSK-Shengs eben nicht so aussagekräftig.

Eine zweite/dritte Runde mit den Tee's wird den ersten Eindruck evtl. noch ändern...
Kann aber auch gut sein, dass ich einfach zu viele in kurzer Zeit getrunken habe. 
Bzw. mich mein Geschmackserlebnis vom EOT-Yancha verdorben hat?
Habe ein paar Yancha-Samples bei die dKdT bestellt, mal schauen was passiert 😅

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Am 12.8.2020 um 18:23 schrieb Anima_Templi:

Was da als Hochkaräter Shu angepriesen wird... Da kann ein ordentlicher Fuhai nur müde lächeln... ;)

Was das 757 Rezept anbelangt ... hab da mittlerweile die Umsetzung von etwa 4 oder 5 versch. Factories im Kännchen gehabt, inkl. derjenigen von Fuhai - meine Stimme kriegt dennoch das Original - hab diesbetreffend heute die 10er Ausgabe verkostet, war durchwegs erfreulich im Sonnenschein des anbrechenden Mittags.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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2020 Mengku Molie Maocha von Tea Encounter

Mengku ist mir zwar als "Heimat" des berühmten Da Xue Shan ein Begriff, Molie als Ort höre ich aber zum ersten mal - aber bereits auf den ersten Blick gefällt mir der Tee: riesige, knorrige Blätter die einen schönen frischen, "bitteren" Duft (gemeint ist der Duft von frischem Sheng, der auf einen bitteren Aufguss hindeutet) verströmen - sowohl etwas für die Nase als auch das Auge! Vielen Dank Tiago für das Sample - für mich mit ein Grund, warum ich Tee (Sheng) so gerne mag, ist dass man immer wieder Tee von neuen Orten kennen lernt (mal ganz abgesehen davon dass selbst Tee vom selben Berg höchst unterschiedlich sein kann) - als Teetrinker ist man immun gegen Langeweile! Auf Grund der Größe (und dem hinreichenden Verdacht auf eine bittere Session) habe ich mich trotz der Jugend (des Tees) für ein Zhuni Kännchen entschieden, da die Blätter hier unbeschadet reinpassen - denn wenn diese an sich schon fast so groß wie das Kännchen sind (siehe Detailbild), macht es die Sache nicht leichter.

Zum Tee: Mein Verdacht hat sich auch gleich bestätigt - der Tee startet mit einer schönen nussig-gemüsigen Bitterkeit (auch wenn deutlich dezenter als bei dem Bulang Ku Cha), die den Tee sehr frisch und kühlend wirken lässt, weshalb es auch verhältnismäßig wenig stört, dass der Tee nur einen recht leichten Körper hat - das gibt ihm insgesamt etwas ätherisches. Bereits in den ersten Aufgüssen zeichnet sich jedoch im Abgang eine angenehme Süße ab, die im weiteren Verlauf auch das Ruder übernehmen wird: wenn die Bitterkeit nachlässt rück diese in den Fokus, die Nussigkeit ist zwar nach wie vor vorhanden, wird jedoch auch etwas schwächer und dafür kommen leicht fruchtige Noten zur Geltung. Sauber und aufgeräumt, die einzelnen Facetten klar voneinander unterscheidbar und doch mit genügend Dynamik in der Session, um alles andere als langweilig zu sein - ich bin und bleibe Fan von Single Terroir Shengs!

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Am 25.10.2020 um 11:14 schrieb GoldenTurtle:

12er Menghai "Goldene Nadel weisser Lotus" Shou, berüchtigt für seinen angeblichen Lotus Duft:

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Vor 2, 3 Tagen hab ich den Shou nochmals verkostet, und ich gebe auch gerne mal etwas zu ... auch wenn dieser als einer der edelsten und erlesendsten aller Menghai Factory Shou gilt, hab ich den Zugang zu ihm noch nicht richtig gefunden, er hat sich mir noch nicht richtig erschlossen - klar, da ist etwas lotushaftes und auch etwas komplexes, möglicherweise braucht der Tee bei dieser Produktionsweise auch aussergewöhnlich lange um sich richtig zu entfalten (10 Jahre+), was die extreme Preissteigerung erklären würde, wenn er nahe an dieses Alter kommt. Denn es ist für mich noch nicht solch ein Eintauchen wie bspw. mit einem Stern von Menghai, einem gereiften 7572er oder 0532er.

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Am 28.10.2020 um 13:16 schrieb GoldenTurtle:

Ich hab den jetzt noch nicht verkostet, aber bereits ein Sniff hat mir gereicht um dich verstehen zu können. Hier triffst du gleich schon im Duft, obwohl der Shou 2017 produziert wurde, noch auf eine typische Wo Dui Fermentationsnote, welche von einer verhältnismässig feuchten Fermentation stammt. Der eigene Cozy Shou von Lucy hingegen ist, obwohl mehrere Jahre jünger, schon viel freier davon, wurde mMn aber auch mit grösserer Sorgfalt resp. Treffsicherheit produziert.

Einerseits verfliegt diese Note in beiden Fällen mehr und mehr, aber wenn sie so intensiv ist wie in dem Fall vom Sample, kann das je nach Lagerung 10 Jahre dauern. Da er lose ist sollte es aber bei oxidativer Lagerung (ganz unten beschrieben) bereits in 2, 3 Monaten, spätestens in 5-6 schon einiges besser sein. Bei mMn getroffener produzierten Shou in diese Note bereits von Beginn an weit sanfter und viel besser in den Gesamtgeschmack eingebunden, so dass sie viele mit etwas Gewohnheit auch frisch nicht stört.

Auf jeden Fall, ich denke wenn du hin und wieder am Cozy rumsüffelst wirst du dich mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr an solch ein gut eingebundenes, sanftes Wo Dui gewöhnen.

Beim anderen würde ich bspw. die Samplepackung offen in einem Holzschrank mal ein paar Monate stehen lassen, der braucht mMn noch etwas auszulüften.

@Lateralus Heute verkostet, kann nun mehr oder weniger das Geruch-Fazits von obigem Zitat bestätigen, nur leider wird das Auslüften in diesem Fall nicht viel bringen, der ist schon relativ ausgelüftet, hat nicht mehr viel Wo Dui, so schmeckt einfach sehr feucht fermentierter Tee. Wie man auf dem Foto möglicherweise erkennen kann, hatte der meines Erarchtens nach während der Fermentation bereits Ansätze zur Verschimmelung. Aber Liu Bao z.B. wird häufig noch weit weniger treffsicher, d.h. schimmliger fermentiert. Die Menghai Factory hat das viel besser drauf, ebenso Lucy selbst, aber auch Produzenten wie Yu, über welche in diesem Zusammenhang neulich auch gesprochen wurde.

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Am 28.10.2020 um 15:06 schrieb GoldenTurtle:

PS: Und Lucy mangelt es wirklich nie an Leuten, die scheinbar jeden Tee den sie trinken mit der vollen Punktzahl bewerten.

So nach dem Motto:

I don't really like this and that about this tea, but hey it's tea and it smells at least better than poop. Five stars (at least)! 

PS: This is my first tea, but I have already written an important book about tea culture called "Peeing in bubbles".

Hierzu, da dieser Spass ebenfalls diesen Shou betraf, noch eine Anmerkung:

Ich kann es nicht verstehen, was die Leute an solch sehr feucht fermentierten Shou finden, nicht dass ich finde dass er sehr schlecht schmeckt, aber langweilig für mich. 5 Sterne? Niemals!

PS: Der lang gezogene, 3. oder 4. Aufguss (6g/dl), stimmt mich sogar etwas versöhnlich!
Nun kommt eine etwas komplexere, süsslichere, holzigere und dezent samtige Note zur Geltung, die doch bei weitem billigst-Massenware-Shou übersteigt.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Letzte Woche habe ich von meinem ersten Shou Pu Erh Versuch im Forum berichtet und meine Fühler nach einem besseren Einstieg in die Pu Erh Welt ausgestreckt.

Einige Proben stehen nun bei mir und den Anfang durfte heute der Yiwu Gushu Sheng 2008 von TKK machen. Ich hatte mich für einen Sheng entschieden weil ich nicht gleich mit einem heftigen Shou einsteigen wollte.

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Der Yiwu Gushu hat mich definitiv überrascht und ich denke ein wirklich guter Anfang. Ein runder, sehr aromatischer Tee ohne überwältigende Aromen mit einem sehr süß-fruchtigem Profil.

Bearbeitet von cordyceps
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Heute morgen habe ich mich an den Bingdao 2016 Shou von TKK herangetraut. Sorry, ich bin noch kein Tee-Profi und meine Beschreibungen bzw. Mini-Erfahrungsberichte sicherlich mehr als amateurhaft aber ich versuche meine Eindrücke zu beschreiben. Vielleicht werde ich ja noch ein Pu Erh-Fan ;)

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Puuuuh Erh, ja. Für mich als Pu Erh Anfänger nicht leicht zu beschreiben wie sich der Tee für mich präsentiert. Laut TKK würzig, Waldboden, Nadelholz und Süße. Für mich erdig-dumpf und leicht süß. Sehr schwierig...

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      chay-teewelt
       
       
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      TEEPAVILLON
       
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      https://teepavillon.com/
       
      Einfach mal reinschauen und probieren.
       
    • Von PatchFace
      Moin! Ich bin auf der Suche nach einem Onlineshop, in dem ich gute Kannen finde. Ich suche speziell eine kleine Kanne für eine Person und werde darin hauptsächlich Japanischen Grüntee trinken! Desertieren suche ich dazu eine Kanne für Großblättrigen Tee. 
      bin relativ neu in dem Gebiet besitze zur Zeit einen Gaiwan und ein Glaskännchen von den Tea-addicts. 
       
      Danke für eure Zeit! 😊😊
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