Zum Inhalt springen

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

Empfohlene Beiträge

vor 8 Minuten schrieb SoGen:

Liebe Teefreundinnen und -freunde,
ich äußere mich in letzter Zeit ja eher selten in diesem Unterforum. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Sprache in der Tat, wie @Lateralus schrieb, ein sehr unzulängliches Werkzeug zur Wiedergabe gerade der sensorischen Eindrücke ist, die uns ein guter Tee vermitteln kann - von anderen Eindrücken ganz zu schweigen.

Dem kann ich nur zustimmen. Dafür, dass Sprache der sensorischen Beschreibung von Tee nicht gerecht werden kann hast Du das bravurös gemeistert. Man kann sich den Geschmack Deines Tees recht gut vorstellen. 

Ich wünsche Dir gute Besserung.

on topic: jetzt endlich mein afternoon tea, ein 2008er Sheng aus Thailand.

Link zum Beitrag
  • Antworten 12,9k
  • Erstellt
  • Letzte Antwort

Top-Benutzer in diesem Thema

Top-Benutzer in diesem Thema

Beliebte Beiträge

Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Veröffentlichte Bilder

Das hat sich doch gelohnt, das „komplex“ aufzuspießen.

Komplex wird auch sehr gerne für Kaffee benutzt, wenn man was hochwertiger machen möchte und einem einfach die Worte fehlen. Das paßt gut zu Berlin Mitte. Hipstersprech. 

Aber es stimmt schon, es ist unglaublich schwer, Geschmack zu beschreiben. Der einzige der das so richtig kann, Klaviatur vor und zurück und rückwärts gemischt: Tan. 

Link zum Beitrag
vor 13 Stunden schrieb Willemzwo:

Aber es stimmt schon, es ist unglaublich schwer, Geschmack zu beschreiben. Der einzige der das so richtig kann, Klaviatur vor und zurück und rückwärts gemischt: Tan. 

Tan sollte meines Erachtens bei seinen Exzessen mit (oder gar auf) der Tastatur (und dies wie festzuhalten ist möglicherweise gegen ihren Willen) ein höheres Mass an Vorsicht walten lassen, damit er sich nicht so häufig einen grammatikalischen und orthographischen Sonnenbrand einfängt.

Zitat

Also, wenn ich ehrlich bin, sieht dieser Tee eher wie ein Chinesischer Schwarztee aus, als daß wir ihn für ein Tee Indischer Produktion aus Assam zuordnen würden.

Allein dieser als Beispiel dienende Satz strotzt nur so von Fehlern (sie sind beinahe unzählbar), hört sich für den gemeinen Rüpel von der Strasse aber ungemein gebildet an.

20201114_111621.thumb.jpg.da3d9a91edcf6c68a4508677d8b06049.jpg

@topic: Ich habe meinen ersten Sohn bekommen, es ist ein kleiner Wu Zi Deng Ke.
Und zwar des Inventionsjahrganges 2010 dieses "Rezeptes", wenn man solch neuerliche Kreationen noch so nennen will - was festzuhalten ist, er ist dem Dragon Pillar sehr ähnlich, was das Pflückgut anbelangt, aber auch in geschmacklicher Hinsicht. Wer letzteren kennt und ersteren nicht braucht sich über dessen Nichtmehrverfügbarkeit also keinen Kopf zu machen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
Link zum Beitrag

 

vor 17 Minuten schrieb Anima_Templi:

War ein solider Shu.

Aber nur im übertragenen Sinne!

Ich finde ihn, entsprechend dem Pflückgut, sehr filigran, von seidener Gestalt. Dieser Jujube Geschmack bringt mir nebenbei auch mehr Verständnis für den "Goldene Nadel weisser Lotus". Als solide würde ich eher einen rustikalen, grobschlächtigen (auch hinsichtlich des Pflückguts) aber dennoch herzensguten Tee bezeichnen.

Auf etwas möchte aber einmal mehr hinweisen - es gibt derart viele Menghai Factory Fälschungen wie sonst von kaum was. Auch grosse Kenner haben schon Fälschungen gekauft.

Bearbeitet von GoldenTurtle
Link zum Beitrag

2020 Pasha Gushu von Tea Encounter

Heute mal wieder ein Maocha von bekannter Herkunft: Pasha - auch wenn ich bislang noch nicht all zu viel Tees von dort hatte. Da der Duft des trockenen Blattguts hier nicht "bitter" ist und die Blätter nicht ganz so gigantisch sind wie bei dem Mengku Molie - was aber nicht heißen soll, dass sie nicht ebenfalls sehr schön und groß sind! - habe ich mich für das winzige Zini Kännchen von Chen Ju Fan entschieden - mit etwas "anweichen" haben die Blätter dann auch gut reingepasst. Die Entscheidung passt denke ich auch gut zu dem sehr vollen, lebendigen Charakter des Tees und komplementiert gut dessen volle Textur. Geschmacklich schafft der Tee eine schöne Balance zwischen adstringent, dezent bitter und süß und wird durch wechselnde würzig-saure Facetten begleitet, die mich etwas an Limetten denken lassen. Zwar nicht ganz so viel Dynamik und Differenzierung zwischen den einzelnen Komponenten wie bei dem Mengku Molie aber trotzdem ein spannender Tee, der zugleich einen ruhigen und kristall-klaren Charakter bewahrt - wäre jedenfalls sehr passend zu dem übrigen Lineup von Tiagos Eigenproduktionen.

20201114_081141.thumb.jpg.9316c01a8f16183b39a0f1fecab9d0e8.jpg

20201114_083108.thumb.jpg.351ea6a0e3511a13801fde06fa230358.jpg

20201114_100610.thumb.jpg.4244170855fca5e7f54c040246c48556.jpg

Link zum Beitrag

2017 Bai Hao Yin Zhen by @nannuoshan

Ein wirklich feiner Yin Zhen, wenn nicht gar der Beste, den ich bisher versuchen durfte. Viel Koffein und Energie, spritzig fruchtig, dennoch weich im Mund mit langem Nachhall. Ein schöner Tee für einen Energieschub am Mittag.

20201114_125322_compress98.jpg

20201114_125307_compress62.jpg

20201114_125337_compress7.jpg

Edit: Ich empfehle unbedingt über die empfohlenen 4 Aufgüsse hinaus zu gehen, es lohnt sich!

Link zum Beitrag
vor 15 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Hege eine gewisse Skepsis. 😅

Warum? Am goldenen Dreieck liegen die Gebiete des Pu Ehr grenzübergreifend. Man muss sich halt mühsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad in sehr abgelegene Ecken aufmachen und viel Zeit und know-how mitbringen um genießbaren Tee zu finden. ;)
GoldenesDreieck.thumb.png.88e1a7efecdcc6a96bfc037c8eda3ed8.png

Link zum Beitrag
vor 3 Stunden schrieb teekontorkiel:

Man muss sich halt mühsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad in sehr abgelegene Ecken aufmachen und viel Zeit und know-how mitbringen um genießbaren Tee zu finden. ;)

Also wenn du mich fragst liegt Zürich besser für einen kleinen Fahrradausflug nach Thailand, aber du möchtest natürlich von Kiel aus starten, na bitte, mir soll es rwcht sein. Wenn du aber relativ Luftlinie bleiben möchtest, musste über Kasachstan und Tibet, dann nehm ich von mir aus lieber die Route durch den Iran und Indien. Gut, abgemacht, Treffpunkt goldenes Dreieck in 3 Wochen. 

Bearbeitet von GoldenTurtle
Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb GoldenTurtle:

Also wenn du mich fragst liegt Zürich besser für einen kleinen Fahrradausflug nach Thailand, aber du möchtest natürlich von Kiel aus starten, na bitte, mir soll es rwcht sein. Wenn du aber relativ Luftlinie bleiben möchtest, musste über Kasachstan und Tibet, dann nehm ich von mir aus lieber die Route durch den Iran und Indien. Gut, abgemacht, Treffpunkt goldenes Dreieck in 3 Wochen. 

... ne, nee ich kenn ja Dein dekadentes Fahrrad, da kann ich mit meinem klapprigen Drahtesel nicht mithalten. ^_^ Ich meinte natürlich unseren französischen Teefreund Olivier, der covidbedingt in Thailand festsitzt und somit den nördlichen Thaizipfel nach Thai-cha abgrast.

Und on topic: gleich gibt's zum WE leckere, kleine Hong Er Duo Blättchen aus Yibang. :love:

Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb teekontorkiel:

Ich meinte natürlich unseren französischen Teefreund Olivier, der covidbedingt in Thailand festsitzt und somit den nördlichen Thaizipfel nach Thai-cha abgrast.

Das tapfere Schneiderlein!

Möglicherweise ein Beispiel dafür, wie sich etwas scheinbar negatives in etwas positives verwandeln kann.

Bearbeitet von GoldenTurtle
Link zum Beitrag

2020 Boundless von EoT

Der Tee stammt wie die 2019er Version aus einem nicht näher spezifizierten Garten von Bäumen ebenfalls unbekannten Alters und es handelt sich um eine Produktion die alle möglichen Blattgrade mit einschließt. Fühlt sich für mich jedenfalls eher nach jüngeren Bäumen an, aber dafür laut David wachsen diese in einer sehr sauberen Umgebung. Wie schon an anderer Stelle erwähnt ist der zunehmende Fokus auf die Umgebung der Teebäume eine äußerst positive Entwicklung, da eine saubere Umgebung letztlich für den Tee mindestens so wichtig ist, wie das Alter der Pflanzen - jedenfalls fällt der Tee in die selbe Kategorie wie z.B. die preiswerteren Tees von Tea Encounter wie der 2020er Gua Feng Zhai, die dem selben Kredo folgen. Was mich zugegebenermaßen etwas überrascht hat, ist dass ich den Tee sofort wiedererkannt habe: die Gummibärchen-Note von letztem Jahr war 1:1 wieder da, intensiv süß mit eigenem Charakter - paradoxerweise war genau das mein Kritikpunkt, der Tee würde an dem YS-Syndrom leiden und es fehle an Charakter. Offensichtlich habe ich mich getäuscht - auch wenn der Tee sonst etwas anders ist als letztes Jahr: weniger foral, etwas gemüsiger und vor allem etwas schwerer, ohne jedoch die Klarheit zu verlieren (wodurch er mir insgesamt etwas besser gefällt als die 2019er Version). Klar, es ist kein High-End Sheng und definitiv keine Schönheit (ist ja unweigerlich, dass der Tee etwas "zerzaust" aussieht wenn sämtliche Blattgrade verwendet werden) und auch nicht unbedingt eine typische EoT-Produktion (die Süße trägt schon etwas dick auf) aber es ist definitiv ein ordentlicher Tee zu einem fairen Preis und da die Ausdauer stimmt kann man hier auch viel Spaß für wenig Geld haben.

Apropos Spaß: Viel Freude bereitet mir auch die neuen Bizen-Schälchen von Jiri Duchek, die im Gegensatz zu dem Kännchen und Schälchen die ich schon seit längerem habe und zusammen mit den "kräftig gebackenen" Rye-Stücken zu meinen absoluten Lieblingswerken von Meister Duchek gehören, dieses mal innen glasiert sind - was sie deutlich flexibler im Einsatz machen. Zwar ist die hellblaue Glasur schon ein krasser Kontrast und durch den Glasurbrand wirken die Schälchen auch deutlich "glatter" als das unglasierte, haben aber trotzdem diesen ungezwungenen, etwas archaischen Charakter durch die spezielle Formgebung (siehe Detailbild). Ein gutes Schälchen ist genau so wichtig wie ein gutes Kännchen und bringt genau so viel Freude!

20201115_081223.thumb.jpg.e103dc33bdd1c0d5bcf439cb14754f61.jpg

20201115_083423.thumb.jpg.a750796b9698eaf5891e0bd2d4c6bbe5.jpg

20201115_085910.thumb.jpg.8c4d54933630a146332321bba7dd09f8.jpg

20201115_103728.thumb.jpg.931f509260ca767ddc8f9c8559cc7d4e.jpg

Link zum Beitrag
vor 24 Minuten schrieb doumer:

Ein gutes Schälchen ist genau so wichtig wie ein gutes Kännchen und bringt genau so viel Freude!

Da kann ich Dir nur zustimmen! Für mich persönlich ist die Wahl der passenden Teeschale oder des passenden Bechers sogar fast noch wichtiger als die Auswahl der Kanne. Denn das Schälchen ist ja sozusagen die direkte Verbindung des Teetrinkers mit dem Getränk. Auch wird der Einfluss, den unterschiedliche Teeschalen auf den Geschmack des Tees haben, oft unterschätzt.

Link zum Beitrag
vor 19 Minuten schrieb teewelt:

Auch wird der Einfluss, den unterschiedliche Teeschalen auf den Geschmack des Tees haben, oft unterschätzt.

Absolut! Man kann den Tee in einem noch so guten Kännchen aufbrühen - wenn das Schälchen nicht passt (und ich sage bewusst nicht gut, denn insbesondere unglasierte Schälchen haben extremen Einfluss auf den Tee, mehr als jedes Kännchen, und dieser kann mit dem einen Tee gut sein, mit dem anderen nicht) ist das völlig egal! Natürlich kann man hier sagen: "ja gut, dann nehm ich eben Glas oder Porzellan" aber das ist genau so, wie wenn man das Argument beim Kännchen anbringt ;) 

Link zum Beitrag
vor 1 Minute schrieb doumer:

Natürlich kann man hier sagen: "ja gut, dann nehm ich eben Glas oder Porzellan" aber das ist genau so, wie wenn man das Argument beim Kännchen anbringt

Ja. Muss man aber nicht ... Ich würdige bei einem Tee neben Aroma und Geschmack auch gerne die Farbe des Aufgusses. Gerne aus großer Nähe :). Und da gibt es nach meinem Empfinden (das gewiss nicht Jeder zu teilen verpflichtet ist) keinen besseren Hintergrund zur Präsentation als cremiges Weiss.

Die Beeinflussung des Aufgusses durch Verwendung unglasierter Keramik schätze dessenungeachtet durchaus. Aber Kanne und (nicht oder) evt. Ausschankgefäß halte ich da für hinreichend. Gerade deren Einfluss lässt sich ja dann auch in einem glasierten Trinkgefäss unverfälschter beurteilen.

_()_

Link zum Beitrag
vor 7 Minuten schrieb SoGen:

Ja. Muss man aber nicht ...

Klar, wie mit allem was wir hier so treiben 😄 Im Grund reicht ein Becher zum Tee trinken und dieser muss weder Gushu noch Pre-Rain/First Flush/barfuß-handstand-pflückung-bei-vollmond etc. sein...

vor 9 Minuten schrieb SoGen:

Und da gibt es nach meinem Empfinden (das gewiss nicht Jeder zu teilen verpflichtet ist) keinen besseren Hintergrund zur Präsentation als cremiges Weiss.

Stimm ich dir natürlich voll zu! Farbige Teesschalen verfälschen die Farbe des Aufgusses - diese ist mir aber ziemlich egal und sagt bei Pu ja nichts über die Qualität aus (das Farbspektrum ist schließlich extrem weit), lediglich klar muss der Aufguss sein. Wichtiger ist mir die Gesamtkomposition der Session und die Abwechslung.

vor 13 Minuten schrieb SoGen:

Die Beeinflussung des Aufgusses durch Verwendung unglasierter Keramik schätze dessenungeachtet durchaus. Aber Kanne und (nicht oder) evt. Ausschankgefäß halte ich da für hinreichend. Gerade deren Einfluss lässt sich ja dann auch in einem glasierten Trinkgefäss unverfälschter beurteilen.

"Verfälscht" nach deiner Auffassung nicht bereits das Ausschankgefäß das Ergebnis? Worin liegt der Unterschied zwischen 2 unglasierten Teilen zu 2 unglasierten Teilen? 😉

Link zum Beitrag

2019er Rou Gui by thetea

Das letzte Jahr war ein sehr gutes für die Tees aus der Region des Wuyi-Gebirges. Zumindest erscheint es mir so, wenn ich in meinem bescheidenen Erfahrungsschatz, dieser Art Tee betreffend, krame.

Wojteks Felsentee-Selektion trifft meinen Geschmack nahezu auf den Punkt. Häufig ist die Röstung nicht ganz so harsch durchgeführt, was mir gut gefällt. Dennoch, es wäre ja kein guter Felsentee, wenn keine deutlich wahrnehmbare Röstung vorhanden wäre. Diese reduziere ich mit meiner Duanni-Kanne, auf ein für mich angenehmes Maß. Dieser Ton harmoniert m.E. ganz wunderbar mit Wuyi-Tees. Mein Dank gilt einem chinesischen Teefreund, der mich zu einem Test in diese Richtung ermuntert hat.

Der Tee selbst ist ein Prachts-Rougui, zumindest nach meinem Verständnis, der die typischen Charakteristika herrlich transportiert. 

Eher zurückhaltende Mineralität - bei späteren Aufgüssen tritt sie deutlicher zum Vorschein - samtenes Mundgefühl, Zimt, Vanille und ein Hauch Karamell. Minutenlang kann man den Geschmack auskosten und genießen.

Ein toller Tee, der leider nicht mehr erhältlich ist.

 

20201115_134022_compress38.jpg

20201115_135054_compress75.jpg

20201115_100959_compress90.jpg

Link zum Beitrag
vor 27 Minuten schrieb doumer:

"Verfälscht" nach deiner Auffassung nicht bereits das Ausschankgefäß das Ergebnis?

Unweigerlich. Das lässt sich andererseits durch Verwendung gleichartigen Materials weitgehend kompensieren. So kombiniere ich in meinen Sets zwei verschiedene Zhuni - Kännchen mit einem Zhuni - Chahai. Und bei meinem Standard - Grünteeset Banko - Gefäße.

Die Zhuni-Stücke sind zwar sehr unterschiedlichen Alters ('modern' ist nur der Chahai) und auch die Banko-Stücke sind von unterschiedlichen Handwerkern (entsprechend ist der gebrannte Shidei etwas unterschiedlich in der Tönung), aber ich glaube, die Verfälschungen sind da unter der Wahrnehmungsschwelle. Jedenfalls meiner. :)

Insofern ist das natürlich eine Kombination, der man auch schadlos ein (geeignetes natürlich, wie Du schreibst) Trinkgefäß noch hinzufügen könnte. Nur muss man dann halt bei der Wahrnehmung der Farbe erhebliche Abstriche machen. Es ist so oder so eine Sache persönlicher Präferenzen. Die man mE auch nicht in Frage stellen kann - aber man kann darüber plaudern und lernt so etwas übereinander. Und manchmal sogar etwas dazu :excl:.

 

_()_

Link zum Beitrag

Der unfehlbare @Anima_Templi hat natürlich vollkommen zu Recht erkannt, dass heute ein guter Tag für einen Rougui war.

session.thumb.jpg.5e82cd17c1341f229c4441de6da01845.jpg

In meinem Fall war es Nannuoshans 15er Bio Rougui.
Ein moderat bepreister Yancha, dessen Blatt und Aufguss expressiv nach Früchten duften, der sich am Gaumen dann aber von seiner würzigen Seite zeigt.

Bearbeitet von Shibo
Link zum Beitrag

Hier noch der Rest vom Beitrag, weil ich ihn aus Versehen zu früh abgeschickt habe:

Einer der vielen Reize von Wuyi Oolongs ist für mich eben diese Vielschichtigkeit. Üppig süße und fruchtige Facetten werden ergänzt durch herb mineralische Noten. Das Geschmackserlebnis ist zugleich ein überbordend-dekadentes und ein trocken-seriöses. In dieser Eigenschaft kommen Wuyi Oolongs dem Charakter von großen Rotweinen näher als alle anderen Teesorten (meiner ebenfalls bescheidenen Erfahrung nach). Das macht sie zu einer meiner Lieblingssorten.

Schade nur, dass es gerade in diesem Bereich schnell sehr teuer werden kann. Gestern habe ich eine Bestellung bei Wuyi Origin aufgegeben. Der mittlere Preis pro Gramm lag da grob geschätzt bei 75 Cent. Gut, dass mir auch andere Teesorten sehr viel zu geben vermögen, denn das könnte ich mir auf Dauer schlicht nicht leisten.

Der oben gezeigte Rougui von Nannuoshan ist ein ordentlicher Tee. Seine kräftige Röstung ist gut integriert und verleiht ihm Struktur. Insgesamt fand ich ihn ein wenig unbalanciert: Sehr fruchtig im Aroma, ziemlich trocken am Gaumen, ohne dass eine Überleitung zwischen diesen Facetten stattfindet. Die Vielschichtigkeit ist da, an Harmonie mangelt es etwas. Trotzdem ein gutes Preis-Genuss-Verhältnis. Mal schauen, inwiefern einige der deutlich teureren Tees von Wuyi Origin da noch mehr bieten können.

Link zum Beitrag
vor 4 Stunden schrieb SoGen:

Die Zhuni-Stücke sind zwar sehr unterschiedlichen Alters ('modern' ist nur der Chahai) und auch die Banko-Stücke sind von unterschiedlichen Handwerkern (entsprechend ist der gebrannte Shidei etwas unterschiedlich in der Tönung), aber ich glaube, die Verfälschungen sind da unter der Wahrnehmungsschwelle.

Ja, wenn unglasiert dann achte ich auch darauf, dass es das selbe "Material" ist, damit sich die Stücke ergänzen und nicht in die Quere kommen. Aber gerade bei den Bizen Stücken von Duchek ist es z.B. so dass das Kännchen mit (so gut wie) allen Tees gut funktioniert, die Schale bei manchen dann aber zu viel des guten sein kann - daher tendier ich meist auch zu glasierten Schälchen (wobei auch Glasur nicht gleich Glasur ist!)

vor 4 Stunden schrieb SoGen:

Es ist so oder so eine Sache persönlicher Präferenzen. Die man mE auch nicht in Frage stellen kann - aber man kann darüber plaudern und lernt so etwas übereinander. Und manchmal sogar etwas dazu :excl:.

Sehe ich genau so :)

Link zum Beitrag

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.
Hinweis: Dein Beitrag muss vom Moderator freigeschaltet werden, bevor er sichtbar wird.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Gleiche Inhalte

    • Von Krabbenhueter
      Ich kann mir schon denken, dass meine Idee mal wieder einige beunruhigen wird.
      Aber da ich Tees nicht wegwerfen kann (außer die stark aromatisierten, die ich geschenkt bekomme) versuche ich doch auch welche aufzubrauchen.
      Heicha ist eigentlich interessant aber je nach Sorte, für mich, öfters getrunken auch etwas "einseitig".
      Und da ich einige auf dem Teefestival gekauft hatte, habe ich nun begonnen, sie mit etwas Shu Puerh im Verhältniss 50/50 oder 75/25 einzumischen.
      Jetzt habe ich also zwei Aromen zusammen, die sich unterscheiden aber für mich oft auch etwas ergänzen.
      Als Puerh habe ich grad den Drachenkissen oder einen vergleichbaren, etwas kleinteiligeren aber schön kräftigen benutzt.
      Das ist für mich schon wichtig. Einen schlechten Tee kann man durch Mischen nicht mehr hin bekommen und versaut sich nur den anderen guten dabei.
      Und das trinke ich dann, wenn es mehr um das Tee zubereiten und trinken zwar in Ruhe aber ohne dieses "intensive Beschäftigen damit" geht.
    • Von Risheehat
      Liebes Forum,
      es gibt ein neues Buch namens Teatrip im Verlag Slanted Publishers. Das Buch stammt aus den Federn der Personen hinter dem Shop teekenner.de.
      Meine Freude auf fundierte deutschsprachige Literatur zum Thema Tee ist ebensogroß wie die Scheu, das Buch zu bestellen. Wie seriös ist ein Teebuch, dass von Shopbetreibern geschrieben wurde und in dem ausgerechnet auch die Tees vorgestellt werden, die der Shop sortimentiert? Läuft das Buch nicht auf eine inhaltliche Tendenz zu Gunsten des eigenen Geschmacks der Autoren und zu den von ihnen gehandelten Tees hinaus?
      Natürlich ist Urteil über das Buch ohne Lektüre nicht möglich. Wie lauten Eure Einschätzungen zu dem Buch? Hat es vielleicht schon jemand in der Hand gehabt oder sogar gelesen?
      Ich freue mich auf Rückmeldungen!
    • Von CHAYTEEWELT
      Hallo Liebe Freunde,
       
      mich würde mal interessieren welcher Mischung Ihr am Besten findet und wieso?
      Ich persönlich liebe den Mix von Minze, Ingwer, Himbeere und Apfel. Sehr gesund und gleichzeitig sehr fruchtig. Man kann das Ganze natürlich auch mit grünem Tee kombinieren. 

      Gibt im gesamten eine wirklich leckere Kombination aus Kräuter und Früchte. Ich bin auf eure Kombinationen gespannt. 
       
      Gerne könnt Ihr euch auch mal im Tee Online Shop von CHAY PREMIUM TEEWELT umschauen und vielleicht findet Ihr euren neuen Lieblingstee:
      chay-teewelt
       
       
      Liebe Grüße
       
      CHAY PREMIUM TEEWELT
    • Von Krabbenhueter
      Ich freue mich, nun endlich diesen neuen und interessanten online Teeshop vorstellen zu können:
       
      TEEPAVILLON
       
      Yi-Chun Hwang kommt ursprünglich aus Taiwan, lebt jetzt in Berlin und in ihrem Onlineshop gibt es eine feine Auswahl an hochwertigen Taiwan Oolongs, die direkt von den Teebauern aus den besten Anbaugebieten Taiwans importiert werden.
      Sie ist schon längere Zeit im Teegeschäft unterwegs und hat einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit diesen Tees.
       
      Ich selbst habe schon einige ihrer Tees probiert.
      (Bei ihr Tee zu trinken macht einfach Spaß und ich finde immer etwas Interessantes zum Kaufen).
       
      https://teepavillon.com/
       
      Einfach mal reinschauen und probieren.
       
    • Von PatchFace
      Moin! Ich bin auf der Suche nach einem Onlineshop, in dem ich gute Kannen finde. Ich suche speziell eine kleine Kanne für eine Person und werde darin hauptsächlich Japanischen Grüntee trinken! Desertieren suche ich dazu eine Kanne für Großblättrigen Tee. 
      bin relativ neu in dem Gebiet besitze zur Zeit einen Gaiwan und ein Glaskännchen von den Tea-addicts. 
       
      Danke für eure Zeit! 😊😊
  • Neue Themen


×
×
  • Neu erstellen...