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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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vor 21 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Moment, da habe ich evtl. zu konkretisieren um Missverständnisse auszuschliessen;
mit Trockenheit meinst du nicht zufällig Adstringenz, Gerbstoff, Tannin?

Sorry, da war ich zu ungenau - mit dieser Trockenheit war definitiv Adstringenz gemeint und nicht die "Trockenheit" von Weinen o.ä.

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Veröffentlichte Bilder

@Zip

Beide Male ging es darum, dass ich irgendwann eine klare Geschmacksassoziation zu einem anderen Lebensmittel bekam.

Rotes Pesto hat für mich im Tee nichts zu suchen, Aprikosen dürfen gerne mal rein.
Vielleicht könnte man auch sagen, ich habe den Tee besser verstanden und einordnen können. Ich finde es nicht so unüblich, dass sich in so einem Fall die Meinung zu oder über etwas verstärkt oder verändert.

Dabei würde ich auch nicht sagen, dass ich eine Nuance erst entdeckt habe. Beim Geschmack von solchen Tees ist es ja nicht so, dass er sich wie ein Lied aus den Geräuschen verschiedener Instrumente zusammensetzt und man später sagen kann, das ist die Gitarre und hier hat sich bislang immer ein leise reingemischtes Sample-Geräusch vor meiner bewussten Wahrnehmung versteckt.

Stattdessen haben wir ein Geschmacksprofil, das wir bei Beschreibungen in "Bestandteile" zerpflücken, die gar nicht wirklich einzeln enthalten sind. Assoziationen halt.

Wo Person A ungeschwefelte Aprikosen assoziiert, assoziiert B beim gleichen Geschmacksprofil Pflaumen, Herbheit und Mineralität. Und beide haben "Recht".

Oder anders: Wenn ich hier z. B. in einer gut gemachten Beschreibung lese, ein Tee habe Stallaroma, kann ich das beim Trinken nachvollziehen, auch wenn ich das Geschmacksprofil für mich ganz anders aufgelöst hätte.

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Heute gab es zwei eher kürze Sessions, daher beide in einem Post: 
 

Am Morgen: 2018er Shang Zhaï Lao Shu von Kancha

Wie die beiden 2019er Shengs von Kancha, die ich bislang hatte, stammt auch dieser aus Lincang und auch hier ist das Alter der Bäume nicht näher angegeben (was ich nicht schlimm finde, in 90% der Fälle kann man auf die angegebenen Werte eh nichts geben) - jedoch trägt der Tee genau diesen Zusatz (Lao Shu (老树)) im Namen, um ihn von der 2017er Version zu unterscheiden, für die Material von jüngeren Bäumen verwendet wurde. Er schlägt auch in die selbe Kerbe wie die anderen Kancha-Tees: er bietet auf allen ebenen etwas, ohne sich in einer Disziplin besonders hervorzuheben. Das "YS Syndrom" (Bedeutungslosigkeit durch Austauschbarkeit bei den Eigenproduktionen) kann der Tee aber vermeiden, da er (für meinen Geschmack) etwas dezente, aber sehr schöne Stall-Note hat, die mich an die EoT-Shengs aus deren besten Jahren erinnert wie der 2014er Long Lan Xu oder der 2012er Qi Sheng Gu - auch wenn das verwendete Material hier nicht ganz so hochwertig ist, da es dem Tee etwas an Kraft fehlt. Für Einsteiger aber ein toller Tee, um eine etwas rustikaleres als die modernen, super-sauberen Produktionen zu versuchen.

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Am Nachmittag: 2019er Gu Shu Yin Ya von Moychay

Auch wenn weiße Tees normalerweise absolut nicht mein Fall sind: dieser ist durchaus trinkbar! Für mich tatsächlich der erste (und letzte) Snowbud Bing - und zugegebenermaßen bin ich mir nicht ganz sicher, warum der Tee von Moychay als "White Puer" gelistet wird, denn mit Puerh hat der Tee nichts zu tun - liegt es an der Form oder an der Herkunft (Jinggu kenne ich sonst nur von Puers)? Naja, jedenfalls hübsch anzuschauen sind die fetten, flauschigen Blätter ja - wichtiger ist aber, dass der Tee auch schmeckt und keine eklig parfümige Note aufweist. Die typische Baicha-Note (gekalkte Blumen?) ist aber leider dennoch da (was ja aber zu erwarten war) - naja, nicht mein Lieblingstee aber bis dato der beste "echte" weiße Tee, den ich bisher hatte.

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Huan Pian Dancong von @nannuoshan
Ganz schön rustikales Blattgut, vielleicht kann man sogar schon von Zweiggut sprechen, das einen Tee ergibt der mich, dank der Note nach getrocknetem Apfel, entfernt an einen Oriental Beauty erinnert. Letzten Endes ist das alles Banane, denn er schmeckt mir einfach.

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Bearbeitet von Lateralus
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vor einer Stunde schrieb Lateralus:

Letzten Endes ist das alles Banane, denn er schmeckt mir einfach.

Aha, ein ausgeprägtes Interesse für Bananenaromen 😜

Gerade eben schrieb Zip:

Aha, ein ausgeprägtes Interesse für Bananenaromen 😜

Und ich offensichtlich ein ausgeprägtes Interesse für flachen Humor ^^

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Während die meisten Adventskalender ihre erste Pforte öffnen, Leckereien, Bildchen, Lieder, Gedichte, Selbstgemachtes offenbaren und damit hoffentlich allseits Freude verbreiten, beginnt meine Teereise durch den Dezember mit einem Frühlingstee von Keiko, dem Shincha "Sae Tezumi", einem der wenigen nicht-fukamushi Tees von Keiko.

Ich öffnete die Packung über der Heizung, was das Odeur reifer Trauben, Rosinen und gefrorener Beeren durch meinen Riechkolben flattern ließ; mmmhhh, ja, guter Einstieg. Das Blatt wirkt nicht ganz so leuchtend wie manch anderer Shincha und auch der Geschmack hält nicht ganz, was der Geruch verspricht, aber dennoch ein ordentlicher Shincha. Sortenreinheit (Cultivar Saemidori) sei hier das Besondere, aber da ich kein Cultivarexperte bin, hätte ich das jetzt nicht rausschmecken können... Die Textur ist leicht seidig, wie Wasser mit einem leichten Mantel, der sich über die Zunge legt und beim verlassen des Gaumens einen pflanzlich-meerigen Teller hinterlässt, auf dem sich überdies kurz aber kräftiges Umami und Getreideassoziationen (Reis) präsentieren. Wie ein Spaziergang am Teich entlang, wobei doch nicht genug Zeit für ein ausgedehntes Picknick bleibt, da der Geschmack etwas verfliegt. Zweiter und dritter Aufguss leuchten unterwartet dunkel und trüb aus der Tasse und zeigen den erlebten Spaziergang im Schnelldurchlauf aus der Vogelperspektive.

Puh, für meine Verhältnisse etwas assoziativ mein Gefasel heute, aber ich schieb das einfach auf die Adventszeit ;)
Hier noch ein weniger farbenfrohes Bild: (Ihr macht übrigens alle richtig imposante Nahaufnahmen vom Blattgut, wollte ich mal kurz anerkennend loswerden! :))

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Erst einmal Grüße an @Zip. Schön, jemanden aus dem Forum in der Stadt zu wissen. Vielleicht ergibt sich in weniger eingeschränkten Zeiten ja mal ein Treffen :trink_tee:

Ich war in letzter Zeit eher still. Im Forum schaue ich regelmäßig vorbei und Tee trinke ich jeden Tag, aber zum darüber schreiben fehlt mir aktuell leider die Zeit.
Heute passt's allerdings, deshalb möchte ich ein wenig nachholen und in kondensierter Form von einigen der diesjährigen Frühlings-Shengs aus dem Farmer Leaf Sortiment berichten, zu denen ich bisher nichts gesagt hatte. Zum Lafu und zum Ao Ne Me hatte ich im Sommer schon ein paar Worte verloren. Nun folgen vier weitere kuratierte Tees, sowie eine Eigenproduktion aus Jingmai.

Mit letztgenannter geht's los, und zwar mit dem Jingmai Gulan. Laut William hat das Jahr 2020 in Jingmai besonders gute Tees hervorgebracht ("All of the teas we tried tasted better than their 2018 or even 2019 version. This year will be remembered by the Pu-erh tea enthusiasts as a particularly good vintage.") Und wirklich, schon bevor ich das gelesen hatte war ich ziemlich begeistert von dem Tee. Er liefert die bekannte süß-florale Note des Terroirs mit einer stärkeren Präsenz als alle mir bis dato bekannten FL-Shengs. Einladende Aromen von frisch gebackenem Brot machen Lust auf den ersten Schluck. Dieser begrüßt einen dann mit einem voluminösen Körper und einer anregenden mineralischen Bitterkeit. Auch diese Bitterkeit fühlt sich wie ein Upgrade zu dem üblichen FL-Charakter an. Sie ist kräftiger, dabei jedoch flüchtiger und spielt sich somit trotz aller Präsenz nicht unangemessen in den Vordergrund. Dann wäre da noch die energetisierende Wirkung des Tees: Stimulierend, klärend, fokussierend, ausgleichend. Ein super Tee und einer der besten Shengs, die ich bisher getrunken habe (d.h. locker in der Top 3 von ca. 20-25 probierten Shengs, ich bin ein Novize :frieden:)

Kommen wir zum Nannuo (genauer: Banpo Lao Zhai Gushu). Dazu erst einmal ein Paar Fotos zur Auflockerung. Entschuldigt die schlechte Qualität, sie stammen von einer Abendsession.

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Die Verarbeitung ist eher auf der dunklen Seite, sodass die zunächst vorhandenen hell-fruchtigen Aspekte des Tees recht schnell verfliegen. Es bleibt ein süßliches Aroma, welches mich wieder an frisch Gebackenes erinnert. Dieses Mal eher an Maisfladen denn an Brot. Am Gaumen hat er einen überraschend bitteren Antritt mit einer fast schon metallischen Note, die mir gar nicht zusagt. Gleichzeitig liefert er eine schöne, schwere Süße und eine runde, volle Textur. Die metallische Note dominiert jedoch den Mundraum und legt sich adstringierend auf das Zahnfleisch. Hier fehlt es mir einfach an Balance und "Integrität" im Geschmack. Schade. Das Sample wird für ein paar Jahre verstaut, vielleicht bereitet es ja eines Tages mehr Freude.

Weiter geht's mit zwei Tees aus dem Bulang-Terroir. Zunächst der Meng Noy. Beim Öffnen entströmt der Tüte ein süßlich-frischer, etwas hopfiger Geruch. Erinnert mich mal wieder an ein Indian Pale Ale, diese Assoziation hatte ich nun schon häufiger mit frischem Sheng. Im Aufguss kommt dann ein interessantes Zusammenspiel von fruchtigen und deftigen Aromen zustande. Noch eine Assoziation: Ananas vom Grill. Im weiteren Verlauf der Session domineren - ausgehend von einer süßen Basis - deftigere Noten. Immer mehr spielt sich auch Leder in den Vordergrund und der Tee wird bitterer. Schön ist das Huigan, welches sowohl zu wärmen als auch zu erfrischen scheint. Weniger schön ist der recht dünne Körper und vor allem die geringe Ausdauer. Nach sechs Runden war hier außer Bitterkeit schon nicht mehr viel zu holen. Fängt nett an und fällt dann ziemlich steil ab. Gefällt mir besser als der Nannuo aber insgesamt doch eher enttäuschend. War allerdings auch nicht besonders teuer.

Nun der Lao Man E Shengtai. Hier ist viel los. Achtung, Assoziationen :ph34r:: Mandiok, Worcestershire-Soße, Croissant-Teig-Süße. Am Gaumen pfeffrig-würzig mit aromatisch-bitteren Kräutern wie Thymian und Oregano. Das gefällt mir richtig gut. Ein markanter, unterhaltsamer Tee. Der Körper ist nicht so kräftig und eine besonders starke Wirkung spüre ich auch nicht. Dafür ist die Ausdauer sehr gut mit >10 leckeren Aufgüssen. Guter Stoff.

Last but not least: Naka 2nd Flush Gushu. Mein erster Naka. Hier ist der Tee in der Schale so einvernehmend, dass ich mir gar keine Notizen zum Aroma gemacht habe. Also straight to business: Sehr(!) körperreich. Man bekommt die ganze Packung krautiger Bitterkeit, die aber von einer passenden Süße getragen wird. Ich habe mich an einen Kräuterschnaps aus Lettland erinnert gefühlt, der sich "Schwarzer Balsam" schimpft. Dazu kommen würzige Noten von Pfeffer und Muskatnuss. Klingt knarzig? Ist es auch, aber keinesfalls auf einen unangenehme Weise. Die Bitterkeit verfliegt schnell und im Abgang ist der Tee nur sehr dezent adstringent, stimuliert den Mundraum und erfrischt mit einer kräftigen Menthol-Note. Das Ganze wirkt schon allein durch die geschmackliche Wucht energetisierend aber da ist noch mehr: Jeder Schluck macht mich wacher und fokussierter. Zusammen mit der gustatorischen Reizung steigert sich das bis zur Euphorie. Geiles Kraut, wenn ich das mal so sagen darf.
Im direkten Vergleich gefällt mir der Gulan noch etwas besser, weil er so komplett wirkt, so ausbalanciert und beruhigend. Aber der Naka hat mir richtig viel Spaß gemacht und ich werde in Zukunft gezielt nach diesem Terroir Ausschau halten.

Falls ihr das alles gelesen habt, danke. Ich hoffe ihr verzeiht mir die etwas chaotischen Beschreibungen. Sie basieren auf Notizen, die ich mir ausnahmsweise beim Tee trinken gemacht habe, da ich diesen Post schon länger geplant hatte. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, nochmal etwas in die Tasten zu hauen.

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Bei mir auch ein Kombi-Posting wegen wenig Zeit unter der Woche...

Mei Leaf Young Gushu 2020

Der relativ junge Sheng aus Bang Dong Da Xue Shan kommt angeblich von 200-300 Jahre alten Teebäumen. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen. Überraschenderweise riechen die feuchten Blätter tatsächlich nach Bananen. Nach den vorherigen Tees von Mei Leaf (Canopy Flasher und Office Gossip Juice) war meine bisherige Erfahrung, dass dort mit Tasting-Eindrücken sehr stark jongliert wird.

Der Young Gushu hat eine minimal ölige Textur und kommt bei mir leicht bitter-würzig mit grasig-grüner Süße an. Wenig herausstechende Aromen und über die Aufgüsse wird es teilweise bitter-metallisch adstringent. Insgesamt hat mit der Young Gushu nicht überzeugt.

 

Nan Nuo Shan Yiwu Lucky Bee 2018

Die glückliche Biene hat mich tatsächlich überrascht. Eine leichte Stallnote, schöne Textur und süß-beerige Noten. Minimale Bitterheit und insgesamt kein "aufregender" Yiwu aber sehr anfängerfreundliche Tee und möglicher Daily-Drinker. 

 

Nan Nuo Shan Yiwu Gushu 2014

Im Vergleich zum Lucky Bee, den ich tatsächlich auch davor getrunken habe, ist der Yiwu Gushu hier eher enttäuschend. Vor allem wenn ich mir den Preis für einen 200g Fladen anschaue.

Medium, ölige Textur. Die Blätter riechen schwer, erdig und leicht nach Propolis/harzig. Insgesamt bieten die Aufgüsse aber nur minimal mehr als der Lucky Bee. Etwas fruchtige Würze, Stall-Note und Süße aber wenig überzeugend.

 

Pu-Erh.sk 2019 Hekai Special Edition

Die feuchten Blätter verströmen würzig, grasige Noten und einen leichten zitrusartigen Geruch. Nach späteren Aufgüssen auch Noten von Reis und Bambus. Schönes Mundgefühl, schwache aber schöne Bitternote die sich anschließend würzig-harzig-beerig und süß ausbreitet. Relativ adstringent aber nicht metallisch-pelzig. Insgesamt ein sehr interessanter und vielseitiger Tee bei dem es viel zu Erkunden gibt und mir sehr gut geschmeckt hat. Einen Fladen würde ich mir aber wahrscheinlich nicht holen.

 

Pu-Erh.sk 2016 Hekai Gushu

Im Vergleich zum Hekai Special gefällt mir der 2016er Gushu von Peter nicht so richtig gut. Die Blätter riechen nach Honig, feuchtem Heu und teilweise nach Orange und Marzipan. Geschmacklich überwiegt eine schwache Bitternote und erdig-würzige Aromen. Dafür setzt sich der HeKai von der ersten Tasse hinter der Stirn fest und setzt Energie frei. Insgesamt ebenfalls ein schöner Tee aber ebenfalls für mich kein Kandidat für einen Fladen.

 

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Na, da ist wohl jemand auf den PuEr-Zug aufgesprungen und gibt Vollgas 😉

Nur um Deine Berichte etwas besser einordnen zu können: Hattest Du die Tees mehrfach im Kännchen oder beschreibst Du Ersteindrücke?

Und gehe ich recht in der Annahme, dass Du eine eher höhere Dosierung und/oder längere Ziehzeiten magst?
Du schreibst ja tendenziell eher häufiger von Bitterkeit oder Adstringenz.

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vor 14 Minuten schrieb nemo:

Na, da ist wohl jemand auf den PuEr-Zug aufgesprungen und gibt Vollgas 😉

Ja und Ja ;)

vor 14 Minuten schrieb nemo:

Nur um Deine Berichte etwas besser einordnen zu können: Hattest Du die Tees mehrfach im Kännchen oder beschreibst Du Ersteindrücke?

Mei Leaf Young Gushu 2020 und Nan Nuo Shan Yiwu Lucky Bee 2018 hatte ich zwei Mal im Kännchen. Die restlichen Tees bisher nur ein mal...

vor 14 Minuten schrieb nemo:

Und gehe ich recht in der Annahme, dass Du eine eher höhere Dosierung und/oder längere Ziehzeiten magst?
Du schreibst ja tendenziell eher häufiger von Bitterkeit oder Adstringenz.

Hmm schwer zu sagen - ich nehme im Normalfall (etwas davon abhängig wie viel Gramm Sample ich habe) 5-6g auf knapp 100ml (in den meisten Fällen wird es eher 85-90ml sein).

Ziehzeiten würde ich sagen eher kürzere Zieheiten, d.h. je nach Tee und Empfehlung 5-10 Sekunden für den ersten Aufguss und dann je nachdem wie sich der Tee entwickelt langsam oder "schneller" steigende Zeiten.

Kennst Du einen oder mehrere Tees aus meiner Liste und würdest sagen, dass die bei Dir eher nicht bitter oder adstringent sind?

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Den ersten Teil der Frage kann ich mit Ja beantworten (die letzten 4 aus Deinem Beitrag eben, sonst meine ich mich z. B. noch an Beiträge zum 2008er Yiwu von Yu Jinsong zu erinnern sowie ein paar andere aus u.a. dem Kieler Sortiment).
Den zweiten Teil würde ich eigentlich aus mehreren Gründen gar nicht beantworten wollen, da es mir zum einen wie gesagt nur darum ging, Deine Berichte, die ich gern lese, besser einordnen zu können und wenn Du diese Geschmackseindrücke hast und dann so formulierst, passt es doch :)

Beim DaXueShan Yesheng hattest Du z. B. vor ner Weile (glaube ich zumindest) Bitternoten erwähnt, die ich bei einer Beschreibung erst dann benennen würde, wenn ich den Tee für meine Verhältnisse eher hoch dosiere oder für meinen Geschmack (zu) lang ziehen lasse, auch wenn wohl fast immer irgendwo im Tee eine herbe, adstringierende oder bittere Komponente enthalten ist. An diesen Beitrag plus Deine Unterhaltung mit GoldenTurtle neulich musste ich gerade beim Lesen denken, daher kam meine Frage.

Dazu muss aber auch noch gesagt werden, dass ich seit einer Weile zu vergleichsweise niedrigen Dosierungen tendiere. Und dann die vielen, vielen anderen Stellschrauben der Zubereitung noch, die den Tee bei mir sicher auch intersubjektiv anders schmecken lassen als bei Dir... So wirds nicht langweilig beim Lesen hier :)

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vor 2 Stunden schrieb Lateralus:

Der Bio Benifuuki Black ist mein erster Koucha überhaupt und gefällt mir richtig gut.

Mein Fokus beim Teetrinken liegt doch ziemlich auf Grüntee und Sheng Pu-erh sowie Oolong. Einer der wenigen Schwarztees, die ich in der letzten Zeit regelmäßig getrunken habe, war ein Benifuuki Black aus Kagoshima. Ich habe diesen Tee ebenfalls als sehr angenehm empfunden. 

Was mir bei schwarzem Tee nicht gefällt, ist, wenn einzelne Geschmacksnoten sehr dominant sind - zum Beispiel, wenn ein Assam-Tee extrem malzig ist. Ich mag lieber Tees, bei denen ich eher einem Wechselspiel der Aromen nachspüren kann. (Manche würden das vielleicht als „komplex“ beschreiben). Dieses Wechselspiel konnte ich beim Benifuuki Black erfahren, auch wenn er sich geschmacklich schon im Rahmen dessen bewegt, was ein durchschnittlicher europäischer Schwarztee-Trinker vermutlich erwartet. Wenn mir jemand diesen Tee als hochwertigen Ceylon serviert hätte, hätte ich das wahrscheinlich geglaubt.

Was mich überrascht hat: Der zweite Aufguss meines Benifuuki Black war für meinen Geschmack sogar noch besser als der erste. Das hatte ich vorher bei schwarzem Tee noch nicht erlebt. @Lateralus Darf ich fragen, wie Du den Tee zubereitet hast?

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Nachdem diese Woche das Paket von TheTea.pl angekommen ist - ein Sample-Rundumschlag und ein Bing von dem 2019er HuaZhu Gushu (blind gekauft weil ... Huazhu 🤷‍♀️) ist dieser heute auch gleich im Kännchen:

Auf diesen Tee war ich ganz besonders gespannt, da die Huazhu Shengs von Peter mit zu meinen liebsten Shengs zählen, bislang aber noch kein Huazhu Sheng bei anderen Herstellern im Angebot war (mit Ausnahme von The Puerist auf den mich Matt aufmerksam gemacht hat, ich bislang aber noch keine Gelegenheit hatte, Tees von dort zu probieren) - daher drängt sich natürlich ein Vergleich zu dem großartigen 2019er Huazhu Danzhu von Peter auf. Und bereits beim Auspacken des Bings fällt ein klarer Unterschied ins Auge: Beim Tee von Peter sind die Blätter deutlich grüner (siehe letze beiden Bilder zwecks Vergleich) und bei dem Tee von Milena und Wojciech wirken die Blätter irgendwie auch trockener und spröder. Entsprechend ist auch die Farbe des Aufgusses eher orange als gelb und der Tee wirkt älter als der von Peter - an sich ist das weder gut noch schlecht, verdeutlicht nur, dass der Tee anders produziert wurde und evtl. im vergangenen Jahr auch anders gelagert wurde, als bei mir im Tontopf (~50% Luftfeuchtigkeit dürfte als "ultra dry storage" bezeichnet werden). Im Geschmack findet sich aber eine eindeutige Verwandtschaft der beiden Tees wieder: beide haben eine ausgeprägte aber angenehme Bitterkeit und leicht moosige Waldnote, die bei dem Tee von Milena und Wojciech etwas dunkler und gedämpfter ist - der Tee von Peter ist deutlich präziser und klarer und wirkt wenig überraschend frischer, dafür hat dieser hier eine sehr ausgeprägte schwere Textur. Er erinnert mich eher an den 2018er Huazhu von Peter als an die 2019er Version, da er auch einen leicht derben und ganz dezent rauchigen Charakter hat, der mir gut gefällt. Was jedoch die Tees von Peter für mich eindeutig besser machen ist, dass diese ein deutlich intensiveres Qi haben, als der von Milena und Wojciech - was nicht heißen soll, dass dieser keines hat, aber mithalten kann der Tee hier leider nicht. Dennoch: definitiv ein sehr guter Tee und ich bin gespannt auf die weiteren Eigenproduktionen von Milena und Wojciech!

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Vergleich:
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(links prSK, rechts TTpl)

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In der Kanne heute mal wieder mein Top-Kandidat für den Tee des Jahres: Der bereits erwähnte 2020er Yibang Gushu.

Das Blattgut ist relativ klein und eher fest gepresst, löst sich aber in der Kanne gut.

Von Dosierung und Ziehzeit her versuche ich dem Tee die von mir gesuchten Fruchtnoten heraus zu kitzeln, wobei er tatsächlich über ein, wie ich finde, sehr vielfältiges Geschmacksbild verfügt, in dem ich mich schön verlieren kann.

Von Vorteil sehe ich auch bei diesem Tee eine relativ niedrige Dosierung und ich habe den Eindruck, dass er auch kleine Unaufmerksamkeit beim Aufgießen nachhaltig bestraft und für mich zu herb wird.

Am besten gefällt mir aber tatsächlich der immer wieder zurückkommende Nachgeschmack nach süßen roten Früchten, vielleicht ein wenig in Richtung Johannisbeere. Macht Spaß :)

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Meine erste Bestellung bei Yutaka ist vergangene Woche eingetroffen.

Heute in der Tasste: Sencha Hoshun
Ich hatte den Sencha in den letzten Tagen schon mal im Kännchen, unter anderem auch nach der Brühempfehlung von @cml93... Das war für meinen Geschmack etwas heftig ;D

Jetzt also nach eigenem Gusto mit weniger Blatt (2TL auf 200ml) und Ziehzeit von 1:20min. Im Tässchen wirkt der Aufguss dann sehr klar, ähnlich wie manche Gyokuros, wenn sie sehr zart aufgegossen werden. Geschmacklich ist der Tee für mich so zubereitet angenehm: Ein präsentes, aber sehr warmes Umami meldet sich bereits im Antrunk an und meldet sich auch erst lange nach dem Trinkgenuss des dritten Aufgusses wieder ab. Hinzu gesellen sich ganz leise Stimmen von Hülsenfrüchten und mit Phantasie sogar reife Banane. Süße könnte sich gerne noch blicken lassen.

Einen guten Start in die Woche Euch allen!

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Also gestern hab ich das erste Mal den 14er 7262 Shou der Menghai Factory verkostet ... und das ist jetzt wirklich ein Shou den man nicht kennen muss, ich find den dermassen uninteressant und eintönig - zwar korrekt produziert, aber langweilig, bei dieser Produktion war mMn kein erhabenes Ziel dabei, durch die Fermentation irgendwelche schwer zu erreichenden Aromen herauszukitzeln - möglicherweise durch die Einfachheit und Plumpheit aber ein zugänglicher Shou für Anfänger.

Jedoch Gary schrieb darüber, dass er alles an diesem Shou liebt und dass jeder Shou-Liebhaber diesen in seiner Sammlung haben muss - ach so ein Quark. Gary sucht mMn regelrecht nach positiven Dingen, man muss sich hierzu mal seine Review der 15er Ausgabe des Elephant Mountain Shou reinziehen (unten zitiert) - zuerst mag der den Tee nämlich gar nicht! Elephant Mountain (Xiang Shan) ist ein Bergdorf in Menghai. Scheinbar alle 10 Jahre produziert die Factory nen Fladen mit Pflückgut von dort. Vom 05er hab ich von Anima ja mal was bekommen, vor Jahren, hab immernoch davon, als der Gute in Amerika vom Hoffman was davon bekommen hat - die Lagerung dieses Tee scheint mir wahrsch. vor Hoffman aber etwas abenteuerlich gewesen zu sein, oder aber vielleicht war der auch fake - ich weiss es nicht, auf jeden Fall, wenn ich mich richtig erinnere, schwangen da für mich für die Menghai Factory ungewohnte Muff-Noten mit, beim 05er.

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Zitat

I really enjoy this tea. I admit, i bought this tea because i was wanting to try some of Menghai's offerings and this cake was priced right (and Scott's review, of course). At first i was not too pleased, but as i experimented with the tea i found that you must 'hit' this tea hard in order to open it up and receive the unique flavor this tea has to offer. If you enjoy your tea on the mild side, i believe you could do short steeps and get many, many mild, tasty cups of tea. I prefer a bolder cup, so finally i figured out you 'must' use 'right at boiling' water to open this tea up. I was amazed at the delicious , unique flavor it gave me. Wow, Scott is absolutely right, this is a premium production from Da Yi and i am taken by it's unique flavor profile! I am reluctant to put a label on the unique flavor i am getting from this tea, but it is delicious and i highly recommend this tea to any shou tea lover. Another reason i am reluctant to put a label to the flavor is everybody will probably come up with their own adjectives, so i will leave it at that. As mentioned above, i am betting this tea will also become a classic as the 2005 version did. It is also on sale at this time so please do yourself a favor and buy some of this tea.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nachdem ich in den letzten Tagen einige Pu-Erh getrunken habe und mir keine Notizen gemacht habe nur eine kurze Info über ein paar getrunkene Tees ;)

Nachdem es Probleme mit dem Sample-Paket von doumer gab haben wir uns zum Austausch und zu zwei kleineren Tee-Sessions getroffen und dabei den 2014er EoT Long Lan Xu sowie einen Lao Man'E Mao Cha getrunken. Sehr unterschiedliche Tees aber beide sehr gut - der Long Lan Xu kommt auf die "Haben-wollen" Liste :)
Der Lao Man'E ist eine ganz andere Kategorie von Tee und mit keinem meiner bisherigen Tee-Verkostungen vergleichbar, eine abgefahrene Würzigkeit für die ich keine Worte gefunden habe...

Kurz vor dem Start ins Wochenende kam dann eine kleine Lieferung von W2T mit dem diesjährigen Club-XXXmas Huang Pian:

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Nachdem ich den Demon Slayer 2020 schon als Sample in der Tasse hatte (und sehr interessant fand) habe ich mich kurzerhand entschlossen auf jeden Fall mal einen Blick auf den XXXmas 2020 zu werfen.

Mit 6g/90ml im glasierten Kännchen habe ich erstmal vorsichtig dosiert. Harzig-holzige Noten und eine moderate Bittersüße. Diesen Huang Pian werde ich sicherlich regelmäßiger probieren und mir notieren ob und wie er sich noch verändert. doumer hat ebenfalls eine Probe - bin gespannt wie er bei Profi ihm abschneidet.

 

Ein Samples ganz anderer Wertigkeit und Ausrichtung habe ich dankenswerterweise von doumer erhalten: 2019 Rareness 5. Davon wanderte heute am frühen Morgen 7g/90ml in mein Kännchen und ich habe mir den ganzen Morgen Zeit genommen :)

Schon die trockenen Blätter im warmen Kännchen riechen fantastisch und extrem fruchtig. Nach dem Waschen kommt ein leicht dumpfer nussig-erdiger Geruch dazu. In der Tasse einfach eine tolle Mischung würzig-süßer Fruchtnoten, zum Teil tatsächlich dominante Backäpfel/Birnen, und insgesamt eine tolle Bitternote. Der Rareness macht sich nicht nur im Mund breit - auch im Kopf setzt er sich ganz gut fest und aus den zwei Stunden die ich mir vorgenommen hatte wurden drei ruhige Stunden am Morgen :)

Ein sehr guter Einstieg in einen ganzen Haufen neuer Samples zum Abstecken der eigenen Präferenzen!

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vor 1 Stunde schrieb cordyceps:

Kurz vor dem Start ins Wochenende kam dann eine kleine Lieferung von W2T mit dem diesjährigen Club-XXXmas Huang Pian

Jetzt bist du schon beim W2T Club dabei? 🤣

vor 1 Stunde schrieb cordyceps:

Schon die trockenen Blätter im warmen Kännchen riechen fantastisch und extrem fruchtig.

Das machst du sehr gut, ich schätze diesen Duft-Genuss verpassen so manche.
Ich schüttle dabei die Blätter fast wie ein Cocktail. 😁

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vor 20 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Jetzt bist du schon beim W2T Club dabei? 🤣

Naja, ist ja nichts Elitäres und man muss sich auch nicht dauerhaft binden. Ob dies nur jetzt für den XXXmas Club war oder ob ich weiterhin dabei bleibe hängt ein wenig davon ab wie die weiteren W2T-Tees für mich funktionieren oder nicht.

vor 20 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Das machst du sehr gut, ich schätze diesen Duft-Genuss verpassen so manche.
Ich schüttle dabei die Blätter fast wie ein Cocktail. 😁

Ja, genau - mache ich auch so, nicht so stark wie bei einem Cocktail ;) Ist auf jeden Fall interessant wie sich da die Blätter darstellen. Der Geruch dieser "leicht aktivierten" Blättern unterscheidet sich bei meinen Tests bisher z.T. deutlich vom Aufguss und Geruch der nassen Blätter.

Weil ich gerade den XXXmas 2020 nochmal im unglasierten Kännchen zum Vergleich hatte:

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vor 11 Minuten schrieb cordyceps:

Der Geruch dieser "leicht aktivierten" Blättern unterscheidet sich bei meinen Tests bisher z.T. deutlich vom Aufguss und Geruch der nassen Blätter.

Ja enorm! Es ist ein wahres Nasenkino!
In meiner Bewertungsskala erhalten beide Aspekte voneinander völlig unabhängige Benotungen.
Traditionell ist den Chinesen beim Teegenuss der Duft auch sehr wichtig, den Japanern bspw. weniger.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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2020 "Ba Da Mountain" YS

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@GoldenTurtle Nein, um es deutlich zu sagen, die Auswahl bei YS oder sonstwo erfolgt nicht nach irgendwelchen Kriterien, nicht nach Preis, Region, Wrapper oder Gramm. Ein bißchen achte ich auf Stichwörter wie Qi und Huigan (oder was oder wie jeder meint, das umschreiben zu müssen) und auch Astringenz und bitter ist mir wichtig. Was mich geritten hat, diesen Kandidaten hier zu kaufen möchte ich selber mal wissen, irgendwas muß mich wohl angesprochen haben, vielleicht "this is strong Tea with bitterness and even more astringency"... jetzt weiß ich, das heißt eigentlich: Vorsicht, Knüppel aufn Kopp!... Ich tröste mich, auch so ein Tee gehört in eine jede Bibliothek, vielleicht gelüstet es mich ja mal irgendwann, vielleicht mal an Tagen mit entspannten Gesichtszügen, um wieder das richtige Maß an Verbissenheit und Anspannung herzustellen und mich zu schütteln und zu verkrampfen und zu sagen, oh Gott, gib mir Wasser zum Nachspülen, aber laß mich leben-------

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Ausgezeichnet, ein Tee der zum Gebet anregt, muss ich mir merken.
Wäre eigentlich genau das Richtige wenn mal wieder Atheisten zu Besuch sind.

PS: Ich hab's neulich erwähnt, auf dem Bada Shan hat die Menghai Factory einen gewaltigen Teegarten über ungefähr 6,5 Mio. Quadratmeter, wenn ich richtig umgerechnet hab.

PPS: Ich erwähn ja hin und wieder die Menghai Factory, die machen zwar auch einfache Sachen, aber sie haben so ihre Projekte mit hochgesteckten, filigranen Zielen, die sonst kaum in der Shou-Welt zu finden sind - sie haben ja auch angefangen Shou nicht nur aus Plantagenmaterial zu produzieren (obwohl das als Shou doch auch sehr interessante Resultate geben kann, wie ich mal festzuhalten habe), und da habe ich kürzlich ihren 18er mit Material von doch schon grösseren Bäumchen (aber noch kein Da Shu oder Gu Shu), aus dem man auch sehr gut jung zu trinkenden Sheng hätte produzieren können. Zuerst war ich überrascht, das hatte ich gar nicht erwartet. Erwartet habe ich einen Shou, der wieder Lotusblume, Jujube oder einen sonstigen, eher blumig-fruchtigen Geschmack erreichen möchte - denkste! Fleischgeschmack. Ich stutzte einen Moment. Tatsächlich, die wollten mit einem Shou Umamigeschmack erreichen. Die spinnen, die Menghaier, um es mit Obelix zu sagen.

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