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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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Auf das neue Teejahr stoße ich mit dem neuen DJ Second Flush der Teekampagne an. Leider verspätet, das Virus hat auch hier zugeschlagen... Jetzt ist die jährliche Ration da. Ein einfacher, ehrlicher Tee, der das schwierige Münster-Wasser gut abkann und eine schöne Würze entfaltet. 2021 geht gut los!

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Veröffentlichte Bilder

@Zip, Die ist von Seiji Ito und du kannst sie hier mit Deckel bestaunen: 

Ich mache damit immer 50ml Aufgüsse, etwas mehr ginge vermutlich auch zur Not aber für 50ml eignet sie sich einfach perfekt. Er verwendet diese Form mit unterschiedlichen Materialien und mein persönliches Highlight ist diese Schönheit: https://shihateacomfort.shop/items/5f05a42274b4e42cd333f358

Leider finde ich genau diese nirgends. Aber 2 idente Kyusus mit lediglich unterschiedlichem Ton zu besitzen wäre ja auch etwas plem plem. Ich würde sie sofort kaufen 🤷‍♂️

Bearbeitet von Lateralus
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@Lateralus bemerkenswerter Beitrag. 👍 ... Das Foto von dem Töpfer gefällt mir:

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Bildquelle: der von dir gelinkte Artikel im Kogei Standard

vor 2 Stunden schrieb Lateralus:

Leider finde ich genau diese nirgends.

Jene haben ja auch so eine: https://www.kogeistandard.com/product/red-clay-flat-teapot/

Dazu steht folgende, äusserst bemerkenswerte Aussage [@teekontorkiel, @Diz, @cml93, @olem, @nannuoshan, @teewelt, @luke - was haltet ihr davon?!?]:

Zitat

Here lies the taste of tea: Pursuing the utmost flat shape, this Tokoname tea pot draws out the taste of tea.

Diese Aussage stammt wohl vom Töpfer selbst, der diese Form scheinbar oft verfolgt - aber kann man das wirklich sagen, dass eine möglichst flache Kanne das Meiste vom Geschmack aus japanischem Tee herausholt?!?

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@topic: Mensch, von dem Thema angeregt hätte ich jetzt doch auch glatt einen Japaner verkostet - habe nur bereits schon die moderne Hexe im Ofen in der Kanne - ein junger Shou des vergangenen Jahres von W2T mit tatsächlich diesem Namen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 25 Minuten schrieb Diz:

1. Eine flache Kanne hat eine grössere Oberfläche

2. so kühlt der Tee theoretisch schneller ab.

3. Ausserdem hat der Tee mehr Kontakt zum Ton. 

Dr. Diz, das reicht mir nicht ganz als Erklärung, zudem bin ich skeptisch gegenüber den Punkten 1 + 3.

Wenn allerdings Punkt 2 das Einzige wäre - diesen Punkt glaube ich, weil eine flachere dafür breitere Oberfläche gegenüber einer ballrunderen Oberfläche schneller auskühlt (die Oberfläche ist deswegen aber nicht grösser, um noch auf Punkt 1 einzugehen - und was Punkt 3 angeht, sogar im Gegenteil, ausser die Kanne würde nach oben hin spitz zulaufen, wenn sie aber gegen oben hin so weit offen ist, hat der Tee vergleichsweise sogar weniger Tonkontakt) - aber wenn es eben nur um Punkt 2 ginge, dann wäre die Verfolgung dieser Form ein Witz, dann könnte man bei einer runderen Kanne einfach nur ein paar Grad kühler aufgiessen und etwas länger ziehen lassen.

Relevanter könnte sein, wenn diese Form ein zu bevorzugendes "Verhalten" der Blätter in der Kanne erzeugen oder begünstigen würde - die Japaner stehen ja auf absolute Ruhe im Wasser - ja keine unnötigen Bewegungen, diese erzeugen gemäss ihrer Meinung nur zusätzliche Bitterkeit, also giessen sie das Wasser von so tief wie möglich in die Kanne - eine ihrer Devisen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 20 Minuten schrieb GoldenTurtle:

die Oberfläche ist deswegen aber nicht grösser, um noch auf Punkt 1 einzugehen - und was Punkt 3 angeht, sogar im Gegenteil, ausser die Kanne würde nach oben hin spitz zulaufen, wenn sie aber gegen oben hin so weit offen ist, hat der Tee vergleichsweise sogar weniger Tonkontakt

Natürlich ist es so. Eine runde Form hat am wenigsten Oberfläche. Alles was davon abweicht hat entsprechend mehr Oberfläche... O.o.

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Die gering grössere Oberfläche fällt meiner Schätzung nach zu wenig ins Gewicht, als dass der Tee dadurch vergleichsweise mehr Tonkontakt hätte, wegen der wesentlich grösseren Öffnung oben, die diesen "Vorteil" wieder mehr als zunichte macht.
Dies ist nur relevant für Punkt 2, das schnellere Abkühlen.
Der Tee hat wegen dieser grossen Öffnung vergleichsweise nicht mehr Kontakt zum Ton, sondern zu der Luft (ausser wie gesagt, wenn eine sehr flache Kanne nach oben hin sehr spitz zulaufen würde, aber das würde wahrscheinlich ziemlich merkwürdig aussehen, in Richtung einer oben nicht vollendeten, sehr flachen Pyramide).

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nachtrag @Diz: Es geht relevanterweise selbstverständlich um die Oberfläche, die wirklich Kontakt zum Tee hat, nicht um die gesamte Oberfläche (letztere ist wie gesagt nur betr. des Abkühlens von mässiger Relevanz).

Ups, jetzt hat Anima dazwischengefunkt ... ja wirklich sehr schöne, frühlingshafte Farbe. 👍

vor 5 Minuten schrieb Anima_Templi:

Führe Du lieber mal einen Gedanken zu Ende, anstatt immer endlos neu zu editieren! :P

Ja nun!

Bearbeitet von GoldenTurtle
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@Lateralus ja, was Yixing-Kannen betrifft ist leider viel Schund am Markt, daher folgende Empfehlung: schau dich bei Händlern um, die bekannt dafür sind gute Kannen zu verkaufen und unterhalte dich ggf. mit diesen, wenn du nicht genau weißt, welche Kanne richtig für dich ist - @teekontorkiel hat z.B. gute Kannen und hilft sicherlich gerne weiter. Und wie all zu oft gilt: ein hoher Preis ist zwar keine Garantie für Qualität, der Umkehrschluss hingegen gilt jedoch sehr wohl: zu günstig kann nichts sein, wenn das Rohmaterial schon mehr kosten würde als die fertige (und ggf. bereits nach Europa importierte) Kanne.

@Willemzwo Schieferkännchen = Jiri Duchek ;)

 

@topic: 2019 Lao Man E Qiao Mu Autumn Maocha von TTpl

Hierbei handelt es sich wie bei dem 2020er Naka um qiaomu (乔木 oder 喬木) Material, also von unbeschnittenen Bäumen, was jedoch nichts über deren Alter aussagt - allerdings hier aus Lao Man E und in Maocha-Form, zudem stammt es aus der Herbsternte. Dass es sich um LME handelt, wird anhand der samtigen Bitterkeit direkt deutlich und in den ersten Aufgüssen flackert auch etwas Qi in der Stirn auf, allerdings hat der Tee leider mit zwei Problemen zu kämpfen:
Erstens scheint es sich um jüngere Bäume zu handeln, da das Qi hier nur recht dezent und nur in den ersten Aufgüssen vorhanden ist.
Zweitens macht sich die Herbsternte recht deutlich bemerkbar - die herbstliche Mattheit dämpft alles etwas und der frische, oft zitrusartige Charakter eines LME kommt nicht wirklich durch den Schleier. Versucht man den Tee zu pushen wird er zudem etwas adstringent, wie es bei Herbst-Shengs leider zu oft der Fall ist.
Definitiv kein schlechter Tee, aber da ich erst kürzlich mal wieder den 2018er LME Maocha von prSK getrunken habe, ist der Qualitätsunterschied doch sehr prägnant, zumal er nicht sonderlich ausdauernd ist.

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vor 26 Minuten schrieb doumer:

@Lateralus ja, was Yixing-Kannen betrifft ist leider viel Schund am Markt, daher folgende Empfehlung: schau dich bei Händlern um, die bekannt dafür sind gute Kannen zu verkaufen und unterhalte dich ggf. mit diesen, wenn du nicht genau weißt, welche Kanne richtig für dich ist - @teekontorkiel hat z.B. gute Kannen und hilft sicherlich gerne weiter.

@Lateralus Ja, guter Tipp von Doumer, kann ich unterstreichen. Ich wusste zuvor gar nicht, dass Geli unterdessen auch Kannen über Kurator Jie Zhao anbietet. 👍 Aber nimm nur solche von ihm - das ist ein Yixing Kurator, den ich persönlich kennengelernt habe, ich hab sogar für ihn und Yu gegrillt 🤣, als auch diverse gemeinsame Teerunden, und obendrein war da auch noch ein Yixing Seminar. Er stammt aus einer quasi Yixing-Familie, die Würde und Ehre zu verlieren hat, sollte er Mist anbieten - sein Vater ist schwer im antiken Meister-Yixing-Geschäft. Die Kannen, welche Geli anbietet sind besonders preiswerte Einsteigerkannen, die bspw. eine sehr begabte Mutter von einem bekannten Yixing-Künstler (oder war es eine Künstlerin?) halbmaschinell fertigt, um weniger betuchten Leuten den Einblick in echte Yixings zu ermöglichen, denn sie erhält dafür ebenfalls authentischen Ton über Jie, den auch seine "richtigen" Künstler für völlig handgefertigte Kannen verwenden. Diese "richtigen" Künstlerkannen sind dann aber i.d.R. im teilweise sehr deutlichen 4-stelligen Bereich.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Leute, wollen wir der "Mutter des Forums" @GoldenTurtle nicht mal einen den "Orden der Bescheidenheit" überreichen?

Wen die Kröte alles kennt, was er hat, welche ungeheuren teuren Tees in seinen fabulösen Teebibliotheken sind, für wen und wen er schon gegrillt hat - und trotzdem so bescheiden!  Stellt sein Licht unter den Scheffel obwohl Jesus in Mt. 5,15 das Gegenteil sagt.

@GoldenTurtle nix für ungut, aber das Lob für Deine Bescheidenheit war dringend nötig ;)

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Nehmen wir mal einen flachen Zylinder und eine kugelförmige Form mit 120ml Fassungsvermögen an.
Die Kugel hätte einen Radius von 3,06 cm
Der flache Zylinder hätte einen Radius von 4cm und eine Höhe von 2,39cm

Geben wir nun 100ml in beide Behältnisse, dann hat der Tee folgenden Kontakt mit dem Ton:
in der Kugel 87,1 cm²
im Zylinder 100,0 cm²

Demnach hat der Tee im flachen Zylinder um 15% mehr Kontakt zum Behältnis und müsste dann ja auch um 15% schneller auf eine bestimmte Temperatur abkühlen.

Ich denke nicht, dass man diesen Unterschied in einem Blindtest erschmecken kann und befürchte es bleibt einfach die schnöde Ästhetik als Unterschied.

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vor einer Stunde schrieb Lateralus:

Demnach hat der Tee im flachen Zylinder um 15% mehr Kontakt zum Behältnis

Ziehst du bei deiner Rechnung den Deckel ab?
Wenn du den nicht beachtest, stimmt die Oberflächenkontaktflächenberechnung mit dem Ton nicht.

vor 3 Stunden schrieb Paul:

Leute, wollen wir der "Mutter des Forums" @GoldenTurtle nicht mal einen den "Orden der Bescheidenheit" überreichen?

Wen die Kröte alles kennt, was er hat, welche ungeheuren teuren Tees in seinen fabulösen Teebibliotheken sind, für wen und wen er schon gegrillt hat - und trotzdem so bescheiden!  Stellt sein Licht unter den Scheffel obwohl Jesus in Mt. 5,15 das Gegenteil sagt.

@GoldenTurtle nix für ungut, aber das Lob für Deine Bescheidenheit war dringend nötig ;)

 

vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Wie auch immer das gemeint war, eigentlich ist das alles doch recht unbedeutend.
Letztlich zählen für mich echte Herzensfreundschaften mit Menschen, egal ob sie für irgendwas bekannt sind oder nicht, viel, viel mehr - das andere ist nur Spass.

Ok Paul, wenn du mich schon so dermassen derb ansprichst, will ich auch wirklich ernsthaft und ausführlich antworten.
Ich habe mir wohl schon hunderte Male überlegt, soll ich jetzt über dies oder jenes schreiben oder nicht, möchte ich damit angeben oder bringt das jemandem was - die "besten" Geschichten habe ich nie erzählt, aber die hätten wohl auch niemandem was gebracht. Im obigen Fall aber finde ich es bspw. gut das Vertrauen auf einen zuverlässigen Mann mit Würde und Ehre zu stärken, gerade in einer so unzuverlässigen Branche.
Und wenn du dabei auch noch den Lehrer des Lebens ansprichst, so will ich dazu sagen dass ich nicht glaube, dass er die Menschen dazu ermutigt anzugeben.
Dies ist viel eher eine Ersatzbefriedigung (1. Joh. 2:15-17) für echte Herzensfreundschaften, wenn man einen Mangel daran hat, welche neben dem Vertrauen auf Ihn der einzige Auftrag des neuen Bundes ist (Joh. 13:34-35, 1. Joh. 3:22-23).
Und glaube mir, ich würde gerne alle oberflächlichen Tee-Erfahrungen (es waren nicht alle oberflächlich, aber jene die es waren) eintauschen, wenn ein paar alte Freunde weniger Ausbildungs-, Business- oder Sexversessen wären, und ihnen dafür Freundschaften wichtiger wären.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ihhhh. Fortpflanzen. 
Trotzdem erinnere ich mich immer wieder durch @GoldenTurtle an den namenlosen Kollegen in den 80igern, der hatte den Spitznamen: BeiUnsImBlock. Denn der hatte immer was beizutragen, zu jedem Gespräch und immer fing er an: Bei uns im Block, ja, da ist auch einer, der ist bekannt mit dem und deshalb hat er... ... ... In allen Variationen. Bei uns im Block. 
Und da @Paul das so anspricht, dieser „BeiUnsImBlock“ war für mich ausschlaggebend, so schnell wie möglich Freiberuflich und Selbständig zu werden, denn solche BeiUnsImBlock-Kollegen gibt es immer wieder und denen bin ich dann lieber nur zeitlich begrenzt ausgesetzt und nicht so aussichtslos. 
Aber so ein Forum ist natürlich Klasse, da kann man die BeiUnsImBlock-Kollegen gut und gerne überlesen, was ich beim Güldenen mitunter ziemlich schade finde. Weniger wäre eben manchmal einfach mehr. Wie immer. 

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Ein kleiner Nachtrag von den Weihnachtsfeiertagen: Naka 2019 Kugel von pu-erh.sk. Davon hatte ich drei Stück bestellt, nachdem der Tee positiv in diesem Faden erwähnt wurde. Ganz allgemein sind meine Erfahrungen mit Kugel nicht besonders: Schwer zu dosieren, wenn das passende Gefäß fehlt und die ersten Aufgüsse sind schwach und spätere zu stark. Dieser Tee ist eine Ausnahme von der Regel, weil die späteren Aufgüsse nicht zu stark werden.

Naka_2019.thumb.jpg.39b46fffa5e2288314ab5d4fe90235ce.jpgNaka_2019_nass.thumb.jpg.aab713df98b1902e5cec560791138d82.jpg

Der war gut und die drei Kugel relativ schnell hintereinander getrunken. Leider kann ich nicht sagen was den Tee so gut macht. Kräftig, mineralisch, frisch und Heu, so bleibt der Naka 19 in Erinnerung, eine Mischung die sich gut trinken lässt. 

 

Jetzt auf dem Teetisch: @cordyceps und ich haben Tees ausgetauscht und als erstes wird der Mansa Gushu 2016 Huang Pian verkostet. Mit der Nase sind leichte und in Anbetracht eines Alters von vier Jahren ordentliche Alterungsnoten zu vernehmen. Das nasse Blatt ist "typisch Yiwu" mit jetzt deutlichen Alterungsnoten. Ohne die Jahresangabe würde ich von 6-7 Jahren ausgehen. Geschmacklich sind wir bei Erde, Menthol, "Medizin" und leichte Süße. Ein kräftiger und ausdauernder Tee. Andere Yiwus mit diesem Geschmacksprofil werden mit steigender Aufgusszahl milder und sind dann vorwiegend süß. Dieser bleibt kräftig und bisher seinem Geschmacksprofil treu, bei Aufguss 7 muss ich für heute pausieren. Der Nachgeschmack ist rauer, als von Plantagenyiwus mit diesem Profil gewohnt. 
Eine überraschende Sitzung, denn sowohl die jungen als auch die alten Huang Pian die ich kenne sind weniger komplex als feinere Blätter, wovon dieser hier wäre in einer Blindverkostung nur schwer zu unterscheiden wäre.

 
 

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vor 14 Stunden schrieb Willemzwo:

Aber so ein Forum ist natürlich Klasse, da kann man die BeiUnsImBlock-Kollegen gut und gerne überlesen, was ich beim Güldenen mitunter ziemlich schade finde. Weniger wäre eben manchmal einfach mehr. Wie immer. 

Danke - ich habe auf ein, zwei Tipps von dir schon früher mehr geachtet als du vielleicht denkst, und dieser geht zwar von ganz anderer Perspektive aus gesehen letztlich doch in eine ähnliche Richtung, worüber ich mir schon eine Weile Gedanken mache - vom Sachlichen mehr zum Persönlichen, Zwischenmenschlichen, Interagierenden, es macht so auch mehr Spass.

PS: Erklärend; ich habe in der Hinsicht Leute wie Adler viele Jahre nicht verstanden, die den Monolog scheuten und gar keine Bücher schreiben wollten, nur den Dialog mit Menschen suchten, den echten und ehrlichen Austausch. Von meiner theologischen Prägung her war ich hingegen so sehr auf Monolog, Wahrheit und Regeln ausgerichtet, einhergehend mit der Irrelevanz von Gefühlen, Dialog und echt sein. Ich bin sehr froh um Leute wie Peterson, die diesem falschen Verständnis (das jahrhunderte Tradition hat) den Krieg erklärt haben.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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1990er Gaoshan Qing Bing via TTpl

Über den Tee liegen leider so gut wie keine Infos vor, außer dass es sich um ein Custom Order Bing für Hong Kong von einer unbekannten Fabrik in den 90ern handelt. Das Blatt (laut Wrapper aus Menghai) sieht sehr gut aus für einen Factory Sheng sehr gut aus, definitiv nicht das übliche Massenmarkt-Qualitätslevel. Der Name leitet sich einfach von dem ab, was der Wrapper verspricht: Gao Shan (高山) = "high mountain" und Qing Bing (青餅) = "sheng bingcha" - in wie weit das mit dem hohen Berg stimmt sei mal dahingestellt, aber um einen Sheng handelt es sich definitiv und das interessante bei diesem Exemplar ist die Lagerung: da es sich wie gesagt um eine Bestellung aus Hong Kong handelt, hat der Tee die ersten Jahre ("several") in Hong Kong verbracht aber nicht in "traditional HK storage" sondern in "natural HK storage", d.h. zwar trotzdem feuchtes HK Klima aber nicht so ultra-feucht da (so versteh ich das auf Basis dessen, was ich bisher gelesen habe) die Keller-Phase "Di Cang (地倉)" (siehe auch diesen Blogeintrag von Marshaln) der traditionellen HK-Lagerung ausgelassen wird, wie das, was üblicherweise als HK-Storage gehandelt wird. Nach dem Aufenthalt in Hong Kong wurde der Tee dann in Taiwan trocken gelagert - dadurch hat er zwar die typische HK-Note von den frühen Jahren, ist aber im Gegensatz zu dem 1997er HK Stored Aged Sheng nicht durch und durch "kompostiert" (man sieht es auf den Bildern nicht ganz so gut, aber das Blatt ist weniger grau und hat noch mehr goldbraune Stellen), wodurch er sich noch etwas von seiner Jugend bewahrt hat. Vor allem wenn man ihn pusht kommt da noch überraschend viel Adstringenz bei rum, ansonsten äußert sich das eher durch eine leichte Bitterkeit, welche die süß-holzigen Aufgüsse begleitet und dass die erdigen Noten hier deutlich dezenter und trockener sind, was aber mit einer dezenten Nussigkeit gut harmoniert. Ein wirklich schöner Tee der zwar nicht ganz so super-weich ist wie ein Tee mit reiner HK-Lagerung aber dafür deutlich interessanter bleibt, als die meisten reinen HK-Shengs - einziges Manko ist, dass das Qi etwas verhalten ist - aber man kann ja nicht alles haben ;) Zu schade, dass es davon nur noch kleine Samples gibt...

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Bei solchem Wetter wie heute ist der beste Platz am Teetisch. Wuyi Da Hong Pao, what else?

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Späte Heimkehr auf der Straße von Pingquan an einem Wintertag

Wie beschwerlich, auf dem Bergpfad zu reisen.
Schon steht die Sonne tief.
Im vernebelten Dorf ein eisiger Baum
Dient einer Krähe zum Sitz.
Vor Einbruch der Nacht komm ich nicht an,
Doch kümmert mich dies nicht .
Drei heisse Tassen Tee getrunken

Und ich bin zu Haus.

(Bo Juyi, 772 - 846)

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