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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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vor 18 Stunden schrieb Schizotwin:

Thx für die Blumen - aber die Mupfel (wie Wawa aus der Augsburger Puppenkiste sagen würde) ist eine Stachelauster (Spondylus gloriosus visayensis). 😁

Also sogar als Happen zum Tee geeignet - oder nur Zierde 🤔 ?

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

Veröffentlichte Bilder

vor 20 Minuten schrieb Toko:

Also sogar als Happen zum Tee geeignet - oder nur Zierde 🤔 ?

Weder noch - habe nebenbei mit der Stachelauster (die auch Regenmacher-Muschel genannt wird) eine rituelle Regenzauber-Zeremonie abgehalten. Im übrigen verspeise ich zwar überaus gerne zahlreiche Meeres-Lebewesen, aber Austern sind nicht so wirklich mein Favorit, es sei denn es handelt sich "Austern Rockefeller". 😁

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vor 4 Stunden schrieb Schizotwin:

Weder noch - habe nebenbei mit der Stachelauster (die auch Regenmacher-Muschel genannt wird) eine rituelle Regenzauber-Zeremonie abgehalten. Im übrigen verspeise ich zwar überaus gerne zahlreiche Meeres-Lebewesen, aber Austern sind nicht so wirklich mein Favorit, es sei denn es handelt sich "Austern Rockefeller". 😁

Und hat es nach der Zeremonie 🚿😂

Fines de Claire gibt's noch diese Tage. Die wären mir jedoch zu schade für "Austern Rockefeller" - aber die werde ich mit günstigeren einmal ausprobieren; kannte die Variante gar nicht.

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Lapsang Souchong via txs

Meine letzte Lapsang Erfahrung liegt Jahre zurück und das Ergebnis war kein Augenöffner. Es ist sehr schwierig guten klassischen Lapsang zu finden. Ähnlich wie beim Shu, wird die Qualität des Ausgangsmaterial oft vernachlässigt, so dass der Tee - vor allem der in Deutschland/Europa erhältliche - i.d.R. wenig taugt.

Umso gespannter war ich auf die Verkostung dieses Samples. Verheißt die Beschreibung des Händlers doch Top-Qualität.

Schon beim ersten schnuppern ist klar, der Tee taugt was! Wohldosierte Rauchnote, die mich an feine Latakia-Blends aus den Häusern Ashton und Dunhill denken lässt. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Zum Räuchern des Tees wurde besonders hochwertiges Kiefernholz verwendet, welches einen hohen Öl-Anteil aufweist. Das riecht und schmeckt man.

Das Raucharoma ist perfekt! dosiert. Stets präsent und erhaben. Trotzdem kommen die Charakteristika des eigentlichen Tees zur Geltung und vervollständigen das Bild des besten Lapsang, der mir bisher in die Schale gekommen ist. Der Tee ist jeden Penny wert!

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Eine Auswahl an Weißtees von nannuoshan, verkostet im Laufe der letzten drei Wochen. Post verfasst anhand von kurzen Notizen, die ich mir während den Sessions gemacht hatte.

Bai Hao Yin Zhen Superior 2017
Das trockene Blatt duftet floral, aber auch deutlich nach Heu und Stall. Der Aufguss ist ganz schön dunkel für einen Silver Needle. Er riecht süßlich-schwer nach Stall und Moschus. Auf der Shopseite wird auch Bienenwachs erwähnt, das passt. Für mich sind das doch eher überraschende Noten bei dieser Art Tee.
Am Gaumen wähne ich mich in bekannteren Gefilden eines Weißtees mit leichten Anklängen von Reife: Orange, Pfeffer, Honig. Der Körper ist sehr schön: schwer und weich.

Shou Mei 2011
Das trockenen Blatt riecht sehr floral. Der Aufguss hat eine schöne Pfirsichnote mit Honig und etwas Moschus. Im Gegensatz zum Silver Needle hat der Shou Mei einen sehr leichten Körper, man könnte auch sagen zu leicht. Der Nachgeschmack ist dafür sehr angenehm: etwas trocken mit einem frischen, leichten Huigan.
Hier zwei Bilder der Session mit diesem Tee:

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Herrliches, buntes Blattgut :love:

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Bai Mu Dan 2011
Für einen Bai Mu Dan ein bemerkenswert hoher Knospenanteil. Das trockene Blatt duftet ähnlich dem Silver Needle nach Heuboden und süßlich floral. Der Aufguss riecht fruchtig mit Vanille, Stallnoten und einer Darjeeling-artigen Würze.
Im Geschmack ist er kräftig, sogar mit etwas Bitterkeit. Kräutrig-süß, Chrysanthemen, ganz deutlich! Der Körper ist eher dünn. Im Abgang süßlich. Das Huigan ist wenig ausgeprägt.
Positiv anzumerken ist: im Verlauf der Session verströmt das nasse Blatt leckere Aromen von Kuchenteig.

Bai Mu Dan 2007
Dicke Enttäuschung. Das Sample besteht zu einem guten Teil aus Bruch und Staub. Da ich nur dieses eine Sample hatte, musste ich wohl oder übel auch Material für die Session nehmen, welches sonst in den Mülleimer gewandert wäre. Ich möchte aber ausdrücklich erwähnen, dass das bei nannuoshan bisher nie so vorgekommen war. Keine Ahnung, was da passiert ist.
Eine Beurteilung des Tees ist entsprechend schwierig, da der Tee so natürlich kaum glänzen konnte. Die wichtigsten Charaktermerkmale konnte ich, glaube ich, dennoch erkennen: Im trockenen Blatt haben wir weniger Stall, dafür mehr Frucht mit getrockneter Orangenschale. Das feuchte Blatt riecht nach Früchtebrot und später - etwas seltsam - nach gekochten Möhren.
Der Aufguss ist körperreich (klar, bei dem Staub) aber auch kratzig (klar, bei dem Staub) und bitter (klar...). Die dominierende Geschmacksnote ist Orange, genauer gesagt Orangenmarmelade.

Organic Indian Peony
Zu guter Letzt machen wir einen Abstecher von Fuding nach Darjeeling.
Das Blatt riecht fruchtig-blumig (vor allem blumig) und süß, aber mit einer charakteristischen Würze, die den Tee ganz klar in Darjeeling verortet. Das aufgegossene Blatt geht dann mehr in die süß-vegetabile Richtung mit einer deutlichen Note von roter Paprika.
Am Gaumen hat er für einen Weißtee viel Säure, was ihn frisch wirken lässt. Die Kehrseite ist eine etwas kratzige Adstringenz, die im Verlauf der Session für meinen Geschmack zu sehr überhand nimmt. Nichtsdestotrotz schöne, süß-florale Noten von Mandelblüte und weiterhin eine zugrunde liegende Darjeeling-Würze.
Insgesamt kein herausragender Tee, eher ein geht-so Tee. Bei der zweiten Session fand ich ihn deutlich gefälliger, aber seinen hohen regulären Preis (50€/100g) ist er mir nicht wert.


Am meisten Freude hatte ich mit dem Shou Mei, der gleichzeitig der günstigste Tee in dieser Auswahl ist. Hier bin ich vollkommen auf meine Weißtee-Kosten gekommen. Irgendwie sagen mir die gefälligeren Vertreter dieser Kategorie mehr zu als solche, die mit funky Moschus- und Stallcharakter aufwarten. Die anderen drei Tees aus Fuding haben mich in dieser Charakteristik ein wenig an einen Weißtee aus Malawi erinnert, über den ich im Jahre 1 B.C. mal einen grenzpeinlichen Post verfasst habe (egal, hat Spaß gemacht). Der Tee aus Darjeeling hat bei mir aufgrund der Paprikanote entfernte Erinnerungen an einen Weißtee aus Nordthailand geweckt. Mit diesem gemeinsam hat er auch das Schlussfazit: "Nicht besonders gut, nicht besonders schlecht".

Bearbeitet von Shibo
Typos
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vor 59 Minuten schrieb Shibo:

Bai Hao Yin Zhen Superior 2017

Dieser war mein persönlicher Favorit von nannuos Weißtees. Allerdings hatte ich mit ihm sehr unterschiedliche Sessions, abhängig vom Aufgussgefäß. Insbesondere die Fruchtnoten habe ich anfangs vermisst. Wirklich brilliert hat er vor allem im Silberkännchen, aber auch im dünnwandigen Gaiwan hat er eine gute Figur gemacht.

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Entspannte Morgensession mit dem Rareness5 von prsk.

Eigentlich war dies eine Kontrollverkostung; ich hatte den Tee bereits vor Kurzem im Kännchen. Der Eindruck der letzten Session bestätigt sich heute wieder. Der Tee hat sich verändert.

Die Frische jugendliche Brillanz ist verschwunden. Der Tee ist leiser geworden und legt seine geschmackliche Energie nun eher in die Mitte. Prinzipiell bleibt er natürlich seiner Linie treu, auch die 🍐 ist noch da, aber er wirkt nun sehr homogen und weniger verspielt und kraftvoll, als im letzten Jahr.

Auch das Qi hat sich verändert. Es haut einen nun nicht mehr unversehens in den Sessel, sondern fließt langsam und leise durch den Körper. Tiefe Ruhe ist die Folge und eine angenehme Grundzufriedenheit.

Ich trauere nicht um das liebgewonnene und ungestüme Kleinkind, sondern akzeptiere die Veränderung und den Wandel.

War eine schöne Session....

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Klingt gut @Anima_Templi! Hatte neulich eine Probe eines Lapsang von @Diz, der auch sehr lecker war. Allerdings war das einer der ganz rauchfreien Sorte... oder ich bin ein Banause.

Und wow, rareness zum Frühstück? Da kann der Tag ja nur ein Erfolg werden :D

Bei mir gibts den Hong Shui Oolong von TTC - weckt tolle Erinnerungen an gute Wuyi-Oolongs.
 

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vor 7 Minuten schrieb miig:

oder ich bin ein Banause.

Das wage ich zu bezweifeln.. ;)

vor 7 Minuten schrieb miig:

Allerdings war das einer der ganz rauchfreien Sorte...

Tatsächlich hatte ich noch nie einen ungeräucherten Lapsang in der Schale! :o

Ist da die Malzigkeit sehr ausgeprägt? Beim geräucherten war keine Spur Malz zu schmecken, was mir sehr gut gefallen hat.

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:)

Hmmm... das ist eine gute Frage. Hab keine so konkrenten Assoziationen zu "Malzigkeit", auch wenn das natürlich für Schwarztee ein sehr wichtiges Charakteristikum ist.

Da ist der Tee: https://www.teamania.ch/en/lapsang-souchong/

Und von diesem ungeräucherten Lapsang hab ich noch eine ungeöffnete Packung rumliegen :Dhttps://www.teahong.com/product/lapsang-souchong-pristine/?v=3a52f3c22ed6

 

Wenns dich interessiert, könnte man den Tee von Diz mal hertun. Ich mochte den, somit würd ich mich schon beteiligen.

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vor 26 Minuten schrieb teewelt:

Gehört das Räuchern zum Lapsang Souchong nicht dazu?

Wenn man unter Lapsang Souchong die außerhalb Chinas gehandelte und konsumierte Teesorte versteht, dann ja. Das Original, Zheng Shan Xiao Zhong (正山小种, Lapsang Souchong ist die lokale Aussprache davon), stammt aus der Region des Orts Tong Mu Guan in den Wuyi-Bergen Fujians und ist vermutlich der älteste Schwarztee überhaupt. Ursprünglich wurde er über Kiefernholz getrocknet - und zwar trockenem, gut gelagertem. Was dann bei der Feuerung nur wenig (wenn überhaupt) Rauch erzeugt und damit allenfalls ein leicht rauchiges Aroma des fertigen Tees. Anders gesagt: der Tee wurde ursprünglich nicht "geräuchert", sondern über Holzfeuer getrocknet; starkes Raucharoma ist eigentlich ein Produktionsfehler, bedingt durch unzureichend abgelagertes Holz. Merkwürdigerweise fanden gerade diese 'Rauchtees' im Westen ihre Kundschaft (was ich persönlich nie nachvollziehen konnte ...). Während in China Zheng Shan Xiao Zhong idR ohne Rauchgeschmack ist (traditionell über Holzfeuer getrockneter ist eher selten, heute verwendet man auch für diesen Tee meist elektische Heizer) wird geräucherter Tee gezielt für den westlichen Markt produziert. Der stammt dann zumeist auch nicht aus der Originalregion (und ist sehr viel billiger erhältlich als das Original).

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vor 59 Minuten schrieb Anima_Templi:

wie macht mir der Lapsang dieses Händlers aber nicht den Eindruck, als wäre er explizit für den westlichen Markt geschaffen

Nun - bei txs kann man wohl davon ausgehen, dass der Tee ein echter Ton Mu Guan ist, offensichtlich ein traditionell (also mit Holzfeuerung) produzierter. Für den westlichen Markt dürfte da auch das Preisniveau zu hoch liegen.

Deiner Beschreibung nach ist das Raucharoma auch relativ dezent - bei Lapsang Souchongs, mit denen ich meine Erfahrungen gemacht habe (bevor ich dieses Thema für mich abgehakt habe), hat der Rauch schlicht alles, was da möglicherweise an dezenteren Teearomen da war, zugedeckt.

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Ich habe ein Päckchen von diesem Smoked Lapsang Souchong von Wuyi Origin. Habe ihn noch nicht probiert, aber er gehört wohl auch zu diesen eher leicht rauchigen Tees. Ich kann mir vorstellen, dass solche qualitätsbewussten Produzenten gerade daran arbeiten, das Image von Lapsang Souchong als plumper, kruder Tee aufzubessern, indem sie ihm eine ähnliche Sorgfalt in der Verarbeitung beimessen wie ihren anderen Tees, und gutes Material verwenden.

Es ist nur ein Eindruck, welchen ich nicht mit Zahlen untermauern kann, aber ich habe das Gefühl, dass die Konsumenten im Westen aktuell besonders interessiert an lokalen Traditionen und Nischen in der Teewelt sind. Dort gibt es nämlich auch für die schon beleseneren Teenerds (und davon gibt es mittlerweile dank Blogs und Foren wie diesem hier viele) noch viel Neues zu entdecken. Terroir ist ein Begriff, der auch in der Teewelt immer häufiger fällt. Authentischer, traditioneller Lapsang Souchong ist ein schönes, leicht zu begreifendes Beispiel für dieses Zusammenspiel aus den biologisch-geografischen Gegebenheiten und den lokalen Verarbeitungstraditionen, die ein terroir definieren können.

Das nur so als Gedankenspielerei. Ich finde also, dass solche Tees gut in den aktuellen Zeitgeist der westlichen Tee-Internetcommunity passen. Wie es in China aussieht weiß ich nicht. Da zumindest Wuyi Origin aber nach wie vor hauptsächlich Wholesale im nationalen Markt betreibt, vermute ich auch nicht, dass die Tees extra für den westlichen Markt geschaffen sind.

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Heute verwende ich zum ersten Mal die neue Shibo von Mirka Randová die ich am Mittwoch bekommen habe. Ich hatte sie schon mehrmals die Tage in der Hand und genoss den haptischen Reiz der rauhen Oberfläche. Als passenden Tee wähle ich einen - wie ich finde - ungewöhnlichen Gyokuro der sich weniger durch die für Gyokuro´s übliche Süsse auszeichnet, sondern vielmehr eine gewisse Herbheit gepaart mit kraftvollem Umami besitzt:

https://www.teeshop.de/okabe-gyokuro-von-meister-tohei-aus-shizuoka.html

Aufgegossen habe ich 6 gr. Tee auf 100 ml Wasser.

1. Aufguss: 50 Grad, 1 min Ziehzeit. Mittelstarkes Umami mit langanhaltendem fruchtigem Nachhall, praktisch ohne Süsse.

2. Aufguss: 50 Grad, 10 sek Ziehzeit. Starkes Umami mit leichten Bitternoten , keine Fruchtigkeit, dafür aber leichte Gemüsearomen (Spinat/Brokkoli).

3. Aufguss: 50 Grad, 15 sek Ziehzeit. Umami jetzt schwächer, dafür aber verstärkte Fruchtigkeit.

4. Aufguss: 50 Grad, 20 sek Ziehzeit. Hammer!!! Überraschend ausgewogen elegantes Verhältnis zwischen Umami und Fruchtigkeit. Bester Aufguss der Session.

5. Aufguss: 55 Grad, 20 sek Ziehzeit. Nahezu identisch mit dem 4. Aufguss.

6. Aufguss: 55 Grad, 25 sek Ziehzeit. Leichte Fruchtigkeit ohne Umami, im Abgang edelbittere Noten.

7. Aufguss: 55 Grad, 30 sek Ziehzeit. Bringt nix mehr, völlig geschmacklos.

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Klangliche Begleitung heute durch den experimentellen Klangforscher Jacob Kierkegaard, der in seinem Werk "4 Rooms" eine unglaubliche Verdichtung von Raumklängen erreicht.

Er hat in der toten Zone von Tschernobyl vier öffentliche Räume ausgesucht die früher stark von Menschen frequentiert wurden: Eine Kirche, ein Auditorium, ein Schwimmbad und ein Gymnasium. In jedem dieser Räume hat er ein Aufnahmegerät aufgestellt und den Klang des verlassenen Raumes 10 min aufgenommen, danach hat er diese Aufnahme in demselben Raum wieder abgespielt und das dann auch wieder aufgenommen. Bis zu 10 mal wurde die Prozedur wiederholt. Am besten über Kopfhörer abspielen, dadurch kommt die Intensität dieser Raumklänge am besten zur Geltung.

Bearbeitet von Schizotwin
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2020 Gua Feng Zhai Gushu von TE

Nachdem ich in den letzten Tagen schon erste Versuche mit dem Tamba-yaki Set von Masafumi Ohnishi (大西雅文) unternommen habe, viel die Wahl heute auf den schönen Gua Feng Zhai Gushu von Tiago. Denn auch wenn hier nicht unbedingt viel Adstringenz oder Bitterkeit reduziert werden muss - der Tee ist auch so schon klasse - kommen hier zwei Eigenschaften von den Stücken gut zur Geltung: zum einen wirkt der Tee "kühler" aus dem Tamba-Guinomi (und ich meine nicht unbedingt kälter, auch wenn das auf Grund des dickeren Materials und den relativ langen Abständen zwischen den Aufgüssen immer wieder abkühlt und so dem Tee mehr Hitze entzieht, sondern weniger wärmend - quasi mehr Yin als Yang) und vor allem der Nachhall des Tees ist komplett anders. Beim Porzellan-Schälchen stellt sich zunächst ein klassisches Hui Gan ein, was dann spitz und hoch zuläuft - beim Tamba-Guinomi klopft zwar auch die Süße an, aber dann geht es sanft in die Breite bis es verklingt. Das verstärkt den ohnehin schon ruhigen, entspannten Charakter des Tees nochmals ungemein und lässt in ätherischer wirken, ohne dass der Geschmack in irgendeiner Art und Weiße beschnitten wird - klasse! Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass das bei einem Bulang nicht unbedingt passt, aber bei hochwertigen Yiwus passt das wie die Faust aufs Auge. :) 

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Am Morgen: 2012er Yiwu HuangYe Autumn von prSK

Auch mit der Karatsu-yaki Guinomi von Dohei Fujinoki (藤ノ木土平) hatte ich bereits erste Versuche unternommen und so fällt die Wahl heute bewusst auf einen Sheng, den ich mit einem dunkleren, in diesem Fall beerigen Charakter in Erinnerung hatte, denn diese Guinomi scheint eine interessante Eigenart zu haben: der Tee wird nicht einfach runder sondern wirkt vor allem heller, "wärmer" (um bei der Beschreibung von gestern zu bleiben hier genau umgedreht: mehr Yang als Yin) und leichter, ohne geschmackliche Feinheiten zu verlieren. Die Leichtigkeit wird zudem ebenfalls von einer schönen Breite begleitet, die vor allem im Abgang sanft und entspannt wirkt - allerdings bedeutet Leichtigkeit natürlich auch, dass der Körper (des Tees) weniger schwer ist, was hier zwar super funktioniert, aber bei Shengs die primär von ihrem Körper leben sicherlich nicht optimal wäre. Die Helligkeit ist etwas schwieriger zu beschreiben - vermutlich wird es am ehesten in der veränderten Wahrnehmung der Frucht-Noten ersichtlich: keine Beeren im schattigen Garten mehr sondern Sultaninen und Waldhonig an einem sonnigen Tag. Der Formfaktor trägt sicherlich auch seinen Teil zu der Beeinflussung bei - man sieht auf den Bildern mit dem kleinen Porzellan-Schälchen von Lee Hye Jin (was auch schon echt nicht groß ist) gut, wie klein der Durchmesser wirklich ist. Ich bin jedenfalls gespannt, ob sich dieses Verhalten bei weiteren Tests ebenfalls bestärkt oder ob es hier zu Abweichungen kommt - auf jeden Fall ein schöner Tee in einem schönen Schälchen!

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Am Nachmittag: San Xia Biluochun von TTpl

An diesem sommerlichen Tag wurde es Zeit, mal wieder die wunderbare Tamba-yaki Kyusu von Nagai Ken (mit passendem Schälchen von dem selben) auszupacken, da bei einem leichten grünen Tee mehr Volumen gefragt ist. Zu schade, dass diese Kyusu so riesig ist, sonst würde ich sie viel öfter einsetzen - die an einen Tetsubin erinnernde Optik und die halb geschmolzene Oberfläche sind wirklich sagenhaft!
Die Wahl fiel auf eines der wenigen Grüntee-Samples von 2020 - um genauer zu seinen einen Biluochun (碧螺春), der jedoch nicht aus Jiangsu (China) stammt, sondern aus San Xia und somit Taiwan. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich das letzte mal einen Biluochun hatte, daher kann ich keinen Vergleich zwischen China und Taiwan machen - ich kann lediglich sagen, dass das ein ordentlicher, trinkbarer Tee ist: er starte leicht, grasig frisch und gemüsig, wird dann aber schnell floral-fruchtig mit einer angenehmen Bitterkeit, die dem ganzen etwas mehr Gewicht gibt. Zwar kein Pu, lässt sich aber dennoch gut trinken ;) 

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Am 20.2.2021 um 14:57 schrieb Schizotwin:

Heute verwende ich zum ersten Mal die neue Shibo von Mirka Randová die ich am Mittwoch bekommen habe. Ich hatte sie schon mehrmals die Tage in der Hand und genoss den haptischen Reiz der rauhen Oberfläche. Als passenden Tee wähle ich einen - wie ich finde - ungewöhnlichen Gyokuro der sich weniger durch die für Gyokuro´s übliche Süsse auszeichnet, sondern vielmehr eine gewisse Herbheit gepaart mit kraftvollem Umami besitzt:

Wunderschöne Shiboridashi und der Tee passt, so wie du ihn beschreibst, auch toll dazu. Kühlst du mit einer Yuzamashi herunter oder wartest du bis die gewünschte Temperatur erreicht ist?

@doumerDeine KyuTamba-yaki Kyusu ist genial. Weißt du zufällig aus welchem Ton sie gemacht ist?

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    • Von dawgt
      Hallo allerseits!
      Ich bin ganz neu im Forum und mich hergetrieben hat die Lust ein Level im Tee-Game aufzusteigen  Gerne trinke ich Grün- und Schwarztee. Letztens habe ich mir aber auch einen Pu-Erh-Tee gekauft (lose) und auch wenn er wahrscheinlich nicht der hochwertigste ist, hat er mir sehr gut geschmeckt und hatte insgesamt einen sehr positiven Effekt auf mich. Nach einer Tasse konnte ich echt gut konzentriert lernen. Nach einer kurzen Recherche habe ich verstanden, dass Pu-Erh ein deutlich tieferes Thema ist, vor allem durch die Geschmacksentwicklung während der Reifung. Ich würde mich gerne tiefer in die Materie einsteigen und bin auf der Suche nach einem guten Set mit möglichst vielen Tees in kleinen Portionen, um die Unterschiede genauer verstehen zu können und vielleicht persönliche Präferenzen herauszufinden.
      Ich bin auf der Suche auf folgendes gestoßen: tea-exclusive.de/Teeset-Pu-Erh-Entdeckungsreise
      Könnt ihr dieses Set empfehlen, oder vielleicht ein anderes? Was die Preise angeht bin ich auch noch nicht voll informiert und kann leider nicht sagen ob 30 Euro für 100 Gramm in Ordnung sind 
       
      Ich danke im Voraus!
    • Von Roberts Teehaus
      😄🙏
      Wir freuen uns sehr, im Rahmen unserer Kooperation mit Vanillekiste einen Gastbeitrag von Vanillekiste zu veröffentlichen – mit wunderbar schmackhaften Rezepten von Tee und Vanille – vielen herzlichen Dank.
      🤍🍩☕
       
      Mit Tee genussvoll durch das ganze Jahr
      Bei uns in Europa wird eher die Winterzeit als Tee-Zeit betrachtet, doch kann man Tee das ganze Jahr über genießen. Südliche Länder, wie z.B. die Türkei, trinken traditionell ihren Tee (Çay) auch bei hochsommerlichen Temperaturen, was für eine gesunde Abkühlung sorgt. Eine große Bandbreite an unterschiedlichen Tees gibt es bei unserem Kooperationspartner Roberts Teehaus, dessen Tees wir an dieser Stelle wärmstens weiterempfehlen möchten.
      Tee kann mehr!
      Doch Tee kann nicht nur getrunken, sondern auch wunderbar dazu verwendet werden, beim Backen und Kochen dem entsprechenden Gericht einen besonderen Touch hinzuzufügen. Wir haben ein süßes Rezept für einen Schwarztee-Kuchen ausprobiert und hierzu den Ostfriesentee verwendet. Je nach Geschmack, Vorrat und Laune können natürlich auch andere Schwarzteesorten verwendet werden, z. B. Ceylon Up Dimbula, etc. Und auch für die Genießer, die es herzhaft lieben, haben wir etwas mitgebracht – ein Rooibos-Rollgerste-Risotto mit Rooibostee und Vanille.
      Tee in der Küche
      Beim Backen gibt Tee den Gerichten nicht nur einen außergewöhnlichen Aromakick und eine wunderbare Farbe, sondern macht jeden Kuchenteig auch ganz besonders saftig und fluffig”. Auch zum Kochen können wir die Verwendung von Tee wärmstens empfehlen, weil er einerseits ein besonderes Aroma abgibt, andererseits aber den Geschmack der verwendeten Gemüse und Gewürze nicht überdeckt, sondern diesen lediglich etwas “umschmeichelt” und teilweise sogar hervorhebt. Das Backen und Kochen mit Tee jedenfalls ermöglicht einzigartige und ausgefallene Kreationen, sodass man auch kulinarisch erfahrene Gäste bekochen und immer wieder aufs Neue überraschen kann! Warum also nicht einfach einmal in einem Rezept das Wasser durch Tee ersetzen? Wer mit Experimentierfreude zu Werke gehen möchte, kann dafür alle möglichen Teesorten in Betracht ziehen. Eine sehr tolle Auswahl bietet Roberts Teehaus.
      Große Auswahl!
      Vom klassischen Schwarztee bis hin zum japanischen Grüntee und weiteren ausgefallenen Sorten findet man hier in jedem Fall eine qualitativ hochwertige Auswahl, was großen Appetit auf ein warmes, aromatisches Getränk macht – gleichzeitig uns aber ebenso auf neue Ideen bringt und zu kreativen Experimenten in der Küche inspiriert! Für alle, die sich für den Anfang nicht entscheiden können, gibt’s bei Roberts Teehaus auch ein tolles Probierpaket mit 15 unterschiedlichen Teesorten.
      Schwarzteekuchen
      Ein aromatischer Teekuchen mit unserer Bourbon-Vanille – das hört sich nach der perfekten Kombination an. Wir konnten es somit nicht abwarten und haben für Euch direkt das Rezept ausprobiert und gebacken!

      Zutaten:
      100 ml kalter Schwarztee Earl Grey Classic, Ostfriesentee oder Ceylon Op Dimbula von Roberts Teehaus 1 Vanilleschote 100 g Zucker 1 EL Vanillezucker 2 EL Kakaopulver etwas Backpulver 80 g gemahlene Mandeln 80 g Mehl 2 Eier Und so einfach wird gebacken:
      100 ml Schwarztee zubereiten und abkühlen lassen. Alle Zutaten gründlich miteinander verrühren. Den kalten Tee mit einrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig nun in eine gefettete Form füllen und bei einer Temperatur von etwa 175 Grad für 30 Minuten backen. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, dekorativ mit Puderzucker bestreuen.  
      Rooibos-Rollgerste-Risotto
      Wir haben uns auch an ein herzhaftes Gericht herangewagt – inspiriert von Eva Derndorfer’s “Mandelbaum’s kleine Gourmandisen: Vanille” – haben wir ein Rooibos-Rollgerste-Risotto gezaubert. Auch dieses köstliche Ergebnis kann sich echt sehen (und schmecken) lassen!
      Zutaten:
      1 kleine Zwiebel 200 g Kürbis Butternut (ohne Schale und Kerne) 100 g Rollgerste 1 Stückchen Butter 1 EL Rapsöl Das Mark einer Vanilleschote 1 TL Voatsiperifery-Pfefferkörner 150 ml Gemüsebrühe 150 ml Rooibostee aus Rooibos Super Grade Long Cut von Roberts Teehaus etwas Salz 50 ml süße Sahne Und so wird zubereitet:
      Die Zwiebel hacken, den Kürbis in kleine Würfel schneiden. Die Rollgerste waschen und abtropfen lassen. (Kürbis-Tipp: Wenn der Kürbis vorher einige Minuten am Stück angekocht wird, lässt er sich leichter schneiden und bearbeiten). Die Zwiebel in Butter und Öl anschwitzen und das Vanillemark hinzufügen. Die Rollgerste sowie den Pfeffer hinzufügen und mit dem Rooibostee und der Gemüsebrühe aufgießen. 15 Minuten leicht köcheln lassen, dann den Kürbis hinzufügen. Wenn die Gerste sowie der Kürbis weich sind, können die Pfefferkörner entfernt werden. (Tipp: Wer nicht suchen möchte, kann die Pfefferkörner vorher in einen Teebeutel geben) Zum Schluss mit Salz abschmecken, die Sahne hinzufügen und vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.  
      Ihr habt eigene Ideen für die gemeinsame Verwendung von Tee und Vanille in Euren Kreationen? Lasst es uns gerne wissen – wir freuen uns! 🤗


    • Von TeaTime13
      Hallo Tee Community, 
      vor einiger Zeit habe ich mal von meinem Vater verschiedene Blüten Tees bekommen. Das waren die, die in dem heißen Wasser des Tees aufgeblüht sind. Was für Teesorten sind diese Blüten meistens ? Bekomme ich die auch hier in Deutschland? 
      Liebe Grüße
    • Von Kukuruz
      Servus,
      nachdem ich mich nun durch einige Tees durchprobiert habe, habe ich festgestellt, dass ein teurer Kabusecha zwar schon irgendwie "anders" schmeckt als ein 10€ Sencha - aber halt irgendwie nicht doppelt, dreifach so gut. Also irgendwie ist es mir das einfach nicht wert Mir scheint 10€/100g schon so ein sweet-spot zu sein.
      Nun möchte ich gerne schauen, wie tief man tatsächlich im Preis gehen kann und weiter zufriedenstellende Qualität hat. Die Anbauregion ist mir da gar nicht wichtig, Hauptsache er ist gedämpft. Habt ihr da Empfehlungen?
    • Von teewelt
      Tee trinken gegen Corona: Laut einer Studie amerikanischer Forscher lassen vor allem im grünen Tee enthaltene chemische Verbindungen - insbesondere die Antioxidantien - die Viren absterben,
      indem Proteasen (Enzyme der Coronaviren) blockiert werden.
      https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpls.2020.601316/full#h2
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