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TeeTalk

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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vor 1 Stunde schrieb Toko:

Wunderschöne Shiboridashi und der Tee passt, so wie du ihn beschreibst, auch toll dazu. Kühlst du mit einer Yuzamashi herunter oder wartest du bis die gewünschte Temperatur erreicht ist?

Naja die Shibo kommt auf den Bildern gar nicht so wirklich zur Geltung, da hätte ich besser ein oder zwei Bilder solo im Teespielzeug-Fred eingestellt - wenn ich etwas Zeit und Muße habe hole ich das im Laufe der Woche noch nach.

Bei der Session habe ich den Stagg benutzt, Yuza benutze ich eher selten. Nicht nur weil ich bequem bin, sondern auch weil mein aktueller Bestand an Yuzas überschaubar ist - ich habe gerade mal zwei Stück. Wenn ich das Wasser mit einer Yuza kühle muss die natürlich optisch/geschmacklich auch zu der Kanne und den Schalen/Bechern passen sonst macht das ja keinen Sinn. 

Grundlegend ist bei mir das Problem ja, dass ich zwar schon seit 15 Jahren japanischen Grüntee trinke, aber erst seit ca. einem halbem Jahr begonnen habe mich intensiver damit auseinander zu setzen und einen Bestand an Tee-Keramik aufzubauen. Eigentlich müsste ich jetzt wohl  mal locker 10.000 Mücken in Keramik investieren um da mal ein Anfangs-Experimentier-Spektrum zu besitzen. Da ich aber gerade nebenbei noch meine Eigentumswohnung saniere und renoviere sind meine Mittel etwas begrenzt. Das nächste was bei mir ansteht ist jetzt auch erstmal ein Mittelklasse-Tetsubin, aber sowas ist ja auch nicht billig, das Exemplar das ich im Auge habe schlägt mit mehr als 800 Mücken zu Buche und dann kommt da noch der Zoll drauf. Da müssen die Yuzamashis noch bisschen warten...

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

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Am 22.2.2021 um 17:25 schrieb Schizotwin:

Naja die Shibo kommt auf den Bildern gar nicht so wirklich zur Geltung, da hätte ich besser ein oder zwei Bilder solo im Teespielzeug-Fred eingestellt - wenn ich etwas Zeit und Muße habe hole ich das im Laufe der Woche noch nach.

Bin schon neugierig.

Am 22.2.2021 um 17:25 schrieb Schizotwin:

Bei der Session habe ich den Stagg benutzt, Yuza benutze ich eher selten. Nicht nur weil ich bequem bin, sondern auch weil mein aktueller Bestand an Yuzas überschaubar ist - ich habe gerade mal zwei Stück. Wenn ich das Wasser mit einer Yuza kühle muss die natürlich optisch/geschmacklich auch zu der Kanne und den Schalen/Bechern passen sonst macht das ja keinen Sinn. 

Grundlegend ist bei mir das Problem ja, dass ich zwar schon seit 15 Jahren japanischen Grüntee trinke, aber erst seit ca. einem halbem Jahr begonnen habe mich intensiver damit auseinander zu setzen und einen Bestand an Tee-Keramik aufzubauen. Eigentlich müsste ich jetzt wohl  mal locker 10.000 Mücken in Keramik investieren um da mal ein Anfangs-Experimentier-Spektrum zu besitzen. Da ich aber gerade nebenbei noch meine Eigentumswohnung saniere und renoviere sind meine Mittel etwas begrenzt. Das nächste was bei mir ansteht ist jetzt auch erstmal ein Mittelklasse-Tetsubin, aber sowas ist ja auch nicht billig, das Exemplar das ich im Auge habe schlägt mit mehr als 800 Mücken zu Buche und dann kommt da noch der Zoll drauf. Da müssen die Yuzamashis noch bisschen warten...

Ich trinke zwar auch schon ziemlich lange Grüntee, es war jedoch - aus heutiger Sicht - meist eher nicht so guter aus dem 08/15 Teeshop. Die gehobenen Qualitäten habe ich es erst vor ein paar Monaten versucht. Und so  habe ich derzeit nur eine Yuza, die 2. kommt erst in ein paar Wochen. Kyusus auch nur 2 und in ein paar Tagen dann 3 (Nr. 3 ist endlich Top und gerade beim Zoll. Ich bin leider auch deutlich über die magische 150er Marke gekommen). Nr. 2 kommt jedoch weg, da sie sich nicht mit der Yuza verträgt und die Oberfläche zu stark verglast ist (beigemengtes Eisenpulver). In zwei Wochen habe ich dann einmal ein Top Oxi-Set und im Sommer/Herbst kommt dann ein ebensolches Redux-Set dazu. Das reicht mir dann einmal. Das Thema Tetsubin gehe ich danach langsam an; habe zur Zeit ja 2 gar nicht so schlechte Edelstahl-Kessel und Satetsu(Eisensand)-Auberginen, die ich jedoch wegen des Alugehaltes nur recht selten verwende - das mit dem Aluminium habe ich leider erst nach dem Kauf herausgefunden. Was für einen Tetsubin hat du ins Auge gefasst? Ich fange langsam an Tips zu sammeln. 

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Am 4.11.2020 um 01:12 schrieb cordyceps:

Ich hatte heute zum ersten Mal den Shincha 2020 Maeno Sencha "Okumidori" von Yutaka-Tee in der Shibo - ein wirklich toller Sencha mit dominantem Umami und feiner Süße. 

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Diesen Tee hate ich heute auch zum ersten Mal in meiner Shibo! Und eine treue Seele, wie ich es bin, habe ich mich an die Zubereitungsempfehlung von Yutaka gehalten:

Zitat

Erster Aufguss: 5 g Tee auf 50 ml Wasser bei ca. 40°C zwei Minuten ziehen lassen.
Zweiter Aufguss: mit 45°C heißem Wasser aufgießen und 30 Sekunden ziehen lassen.
Dritter Aufguss: mit 50°C heißem Wasser aufgießen und 50 Sekunden ziehen lassen.
Vierter Aufguss: mit 50°C heißem Wasser aufgießen und 70 Sekunden ziehen lassen. 
Fünfter Aufguss: mit 55°C heißem Wasser aufgießen und 90 Sekunden ziehen lassen.

Wow, der erste Aufguss, mit zwei Minuten (sic!) hat mich fast vom Stuhl gehauen. Ich bin schlecht im Geschmackbeschreiben, aber das war intensiv! Noch eins zwei Minuten danach, lief mir das Wasser im Mund an den Zungenseiten zusammen. Die folgenden Aufgüsse, waren wunderbar ausgewogen, ich würde fast sagen etwas cremig-süß und so ganz anders als die Gemüsebombe des ersten Aufgusses!

@cordyceps, wie hast Du Dir den Tee aufgegossen?

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Fancy Tee an einem fancy Frühlingstag: "Nuo Gu Wan" Garden Single Trees Frühling 2020
von Farmer Leaf. Ein loser Sheng Pu-Erh mit schönem Blattgut von großen, alten Bäumen.
 

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Die Blätter riechen floral und frisch, dabei süß und intensiv. Sehr Jingmai-typisch. Es bleibt aber nicht bei einer oberflächlichen Floralität, wie es mit manch einfacherem Tee aus diesem Terroir der Fall ist. Schon am Geruch der feuchten Blätter erkennt man die Schwere des Tees. Gegen Ende der Session entströmt dem Kännchen ein herrlicher Duft von Haferkeksen.

Im Aufguss setzt sich die Aromenstruktur fort. Der Geruch wirkt zunächst verhalten, aber in der Retroolfaktion kommt die Süße und eine gewisse Schwere sehr schön heraus.
Der Tee hat eine volle Textur, ist dabei aber frisch und etwas adstringent. Eine spaßige, knackige, kurz anhaltende Bitterkeit macht sich bemerkbar.
Interessant ist die flüchtige, aber unverkennbare Süßholznote im Abgang, die sich erst ab dem dritten Aufguss zeigt. Das Huigan ist mentholig und sehr erfrischend.

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Ein Vergleich mit dem '20er Gulan, ebenfalls eine Premium-Eigenproduktion von William, liegt nah. Ich würde die beiden Tees durchaus als verwandt bezeichnen, jedoch ist der Nuo Gu Wan knackiger und frischer. Dabei auch ein wenig ungestümer. Das passt gut zu einem Frühlingstag wie dem heutigen, an den meisten Tagen im Jahr würde ich den Gulan jedoch vorziehen. Die Kombination aus Komplexität, Balance und Kraft verleiht diesem Blend aus verschiedenen Gärten eine Eleganz und Harmonie, an die der Nuo Gu Wan nicht ganz herankommt. Der Gulan ist zudem etwas günstiger (trotzdem teuer) und noch zu haben.

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vor 21 Stunden schrieb Ahasja:

Diesen Tee hate ich heute auch zum ersten Mal in meiner Shibo! Und eine treue Seele, wie ich es bin, habe ich mich an die Zubereitungsempfehlung von Yutaka gehalten:

Wow, der erste Aufguss, mit zwei Minuten (sic!) hat mich fast vom Stuhl gehauen. Ich bin schlecht im Geschmackbeschreiben, aber das war intensiv! Noch eins zwei Minuten danach, lief mir das Wasser im Mund an den Zungenseiten zusammen. Die folgenden Aufgüsse, waren wunderbar ausgewogen, ich würde fast sagen etwas cremig-süß und so ganz anders als die Gemüsebombe des ersten Aufgusses!

@cordyceps, wie hast Du Dir den Tee aufgegossen?

Ich nehme inzwischen etwas mehr Tee und lasse etwas kürzer ziehen (stoppe die Zeit aber nicht genau) aber der Tee bleibt die versprochene Umami-Bombe und ich muss zugeben, dass man die entsprechende Lust auf den Tee haben muss. :) Ein toller Tee - kommt aber aktuell leider zu selten in die Shibo weil ich gerade so viele Pu'Erh teste :)

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vor 40 Minuten schrieb cordyceps:

Ich nehme inzwischen etwas mehr Tee und lasse etwas kürzer ziehen (stoppe die Zeit aber nicht genau) aber der Tee bleibt die versprochene Umami-Bombe und ich muss zugeben, dass man die entsprechende Lust auf den Tee haben muss. :) Ein toller Tee - kommt aber aktuell leider zu selten in die Shibo weil ich gerade so viele Pu'Erh teste :)

Umami-Bombe beschreibt es recht gut. Da hat man sehr lange etwas im Mund von. Heute Morgen habe ich den ersten Aufguß mit wärmeren Wasser gemacht - da mir der erste Schluck gestern zu kalt war. Ich habe also direkt mit 50° angefangen - aber alle anderen Parameter behalten. Danach verlangten meine Geschmacksknospen Waffenstillstand und morgen kommt dann erstmal wieder ein andere Tee in die Shibo.

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2018 EoT Guafengzhai Guoyoulin

Aus der Sampletüte duftet es betörend süß und fruchtig. Da kam mir spontan mein Silberkännchen in den Sinn. Brillanz zu Brillanz, sozusagen.

Der Tee ist mild und sehr weich. Der Geschmack ist eher subtil und fein. Es dominiert ganz klar Süße und Frucht. Der Duft von den gebrühten Blätter ist gerade so, als würde man die Nase in ein Marmeladeglas halten, Wahnsinn!

Der Körper ist, wie der ganze Tee, eher zurückhaltend. Trotzdem merkt man die hohe Qualität des Blattgutes und ein schönes erdendes Qi beschert er auch.

Vielleicht waren die ca. 4gr. auch einfach zu wenig, um die ganze Raffinesse des Tees in die Schale zu bekommen. (Man sollte eben ein @doumerSample nicht durch zwei teilen, sondern gefälligst komplett in den Pott packen! Schön blöd von mir...)

Trotzdem danke ich @doumer sehr für dieses Sample. Auch wenn er etwas subtil war ist es ein super Tee, der mir eine schöne Session beschert hat.

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Am 23.2.2021 um 23:23 schrieb Toko:

Bin schon neugierig.

Done!😁

 

Am 23.2.2021 um 23:23 schrieb Toko:

Was für einen Tetsubin hat du ins Auge gefasst? Ich fange langsam an Tips zu sammeln. 

Tja, das mit dem ins Auge gefassten Tetsubin hat sich erledigt, den hat mir jemand weggeschnappt: :weinen:

https://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=product_info&cPath=2_127_15&products_id=1142

Aber ich habe schon ein neues Objekt der Begierde ausgemacht.:habenwollen: Aber bevor ich den Dippe nicht gekauft habe gebe ich keine Infos dazu preis, sonst kommt mir vielleicht noch jemand aus dem Forum hier zuvor... O.o.

Nur soviel ist kein japanischer Tetsubin, sondern chinesisch - keine Ahnung wie die chinesische Bezeichnung für Tetsubin lautet. 

 

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Am 23.2.2021 um 23:23 schrieb Toko:

Und so  habe ich derzeit nur eine Yuza, die 2. kommt erst in ein paar Wochen. Kyusus auch nur 2 und in ein paar Tagen dann 3 (Nr. 3 ist endlich Top und gerade beim Zoll. Ich bin leider auch deutlich über die magische 150er Marke gekommen). Nr. 2 kommt jedoch weg, da sie sich nicht mit der Yuza verträgt und die Oberfläche zu stark verglast ist (beigemengtes Eisenpulver). In zwei Wochen habe ich dann einmal ein Top Oxi-Set und im Sommer/Herbst kommt dann ein ebensolches Redux-Set dazu. 

Hm, aber sind 2 Sets nicht vielleicht doch ein bisschen wenig? Man braucht doch für die verschiedenen Tees "Sencha, Kabusecha, Gyokuro, Genmaicha auch jeweils verschiedene Kyusus, Shibos, Houhins um passendes Teegeschirr für die unterschiedlichen Geschmackscharaktere zu haben. Ich habe meine verschiedenen Aufguss-Kannen nicht gezählt - mehr als 10, weniger als 20 ungefähr, aber meine Zielmarke liegt so etwa bei 30. Nur für die japanischen Tees wohlgemerkt - wenn ich dann irgendwann mal mit den chinesischen Tees anfange werden das wohl sogar 50 sein. Ich möchte auch für die Senchas + Kabusechas immer 2 verschiedene Größen von den für mich wichtigsten Öfen Bizen, Tokoname, und Echizen haben, weil ich nicht nur kleine Mengen (100-150 ml) aufgieße, sondern auch gerne mal 200-300 ml. Und von den osteuropäischen Keramikern möchte ich auch gerne so 10-12 Kyusos/Shibos. 

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vor 14 Stunden schrieb Schizotwin:

Hm, aber sind 2 Sets nicht vielleicht doch ein bisschen wenig? Man braucht doch für die verschiedenen Tees "Sencha, Kabusecha, Gyokuro, Genmaicha auch jeweils verschiedene Kyusus, Shibos, Houhins um passendes Teegeschirr für die unterschiedlichen Geschmackscharaktere zu haben. Ich habe meine verschiedenen Aufguss-Kannen nicht gezählt - mehr als 10, weniger als 20 ungefähr, aber meine Zielmarke liegt so etwa bei 30. Nur für die japanischen Tees wohlgemerkt - wenn ich dann irgendwann mal mit den chinesischen Tees anfange werden das wohl sogar 50 sein. Ich möchte auch für die Senchas + Kabusechas immer 2 verschiedene Größen von den für mich wichtigsten Öfen Bizen, Tokoname, und Echizen haben, weil ich nicht nur kleine Mengen (100-150 ml) aufgieße, sondern auch gerne mal 200-300 ml. Und von den osteuropäischen Keramikern möchte ich auch gerne so 10-12 Kyusos/Shibos. 

Nö, das passt perfekt. Ich habe es gerne minimalistisch und auch nicht Platz für mehr als ein paar Kyusus samt Zubehör, da ich gerne koche und (zu) viele „Requisiten“ dafür habe. Ich halte mich seit dem letzten Umzug an die Japaner die ich kennenlernen durfte: für jedes Stück, dass in die Wohnung hineinkommt, darf ein anderes die Wohnung verlassen - meistens natürlich. Ist für mich viel angenehmer so. Es steht nahezu nichts herum in der Wohnküche; lediglich mutterseelenallein eine Küchenmaschine auf der Kochinsel.

Aber ich verstehe dich, mein Faible sind Designerlampen - und von denen müsste inzwischen auch immer eine hinaus, falls ich einmal nicht widerstehen können sollte in Zukunft. Eine chinesische Freundin von mir hat mir einmal gesagt, dass es doch wesentlich besser sei ein oder zwei sehr gute und ausgezeichnete Dinge zu haben als 10 gute. Das habe ich mir zu Herzen genommen und beim letzten Umzug massiv aussortiert. Ergo will ich zwei gute Sets (Oxi & Redux) in Zukunft haben sowie ein glasiertes für neutrales Verkosten, und ich werde die weniger guten (aber das ist dann oft auch meine persönliche Ansichtssache) dann im Freundeskreis weitergeben. Bei den japanischen Grüntees ist es ja zum Glück nicht unbedingt notwendig für jede Sorte eine eigene Kanne zu haben - aber vielleicht kommt dann eben in Zukunft irgendwann dann ein Gaiwan oder eine Shibo für Gyokuro hinzu. Meine Redux-Kanne wird am WE die Wohnung verlassen. Di/Mi sollte meine Mumy-Kanne den Zoll verlassen haben und darf dann im Gegenzug einziehen.

@SchizotwinTut mir leid für dich mit dem Tetsubin bei TdJ. War ein echt schöner. Bei TdJ steht jedoch nicht, dass er verkauft ist - folgt wohl noch. Viel Glück bei der Suche!

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vor 18 Stunden schrieb miig:

Da, schau an! Und ich gieß fast alles in zwei glasierten Kannen auf - einmal 120ml und einmal 270ml... Peinlich für einen Teetalker!

@miig Du hast ja auch keine Eigentumswohnung ;)

Ich halte es da mit meinem alten Lateinlehrer: Hic Rhodus, hic salta!

für die Nichtlateiner: https://de.wikipedia.org/wiki/Hic_Rhodus,_hic_salta

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vor 5 Stunden schrieb Schizotwin:

Doch das steht - allerdings kleingedruckt - direkt unter dem Preis.

Hoppla - übersehen -  brauche wohl 'ne Brille 😙

Ich habe ein paar Tetsubins gefunden, die dir vielleicht gefallen könnten und sende sie dir als PN.

Und das hier ist vielleicht auch interessant vor dem Kauf zu wissen: 

Not every clay teapot could get along with Tetsubin/Cast Iron Kettle

https://hojotea.com/en/posts-27/

—>  Based on years of experience handling various brands of testubin and clay teapots, I would say that nearly 50% of clay teapots might not be able to get along with your tetsubin (…).

—> Kunzan works well with these following clays: Banko(purple), Mumyoi reduction(black), Nosaka reduction(black)

—> Suzuki Morihisa works well with these following clays: Mumyoi oxidation(red), Nosaka oxidation(red), Shigaraki clay and Tokoname oxidation(red).

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vor 2 Stunden schrieb Toko:

Und das hier ist vielleicht auch interessant vor dem Kauf zu wissen: 

Not every clay teapot could get along with Tetsubin/Cast Iron Kettle

https://hojotea.com/en/posts-27/

—>  Based on years of experience handling various brands of testubin and clay teapots, I would say that nearly 50% of clay teapots might not be able to get along with your tetsubin (…).

—> Kunzan works well with these following clays: Banko(purple), Mumyoi reduction(black), Nosaka reduction(black)

—> Suzuki Morihisa works well with these following clays: Mumyoi oxidation(red), Nosaka oxidation(red), Shigaraki clay and Tokoname oxidation(red).

Naja, die ein oder andere von meinen vielen Tonkannen wird schon passen und wenn nicht kauf ich halt noch ein paar. 😁Und wer weiß vielleicht ist ja das Wasser aus dem chinesischen Wasserkessel den ich heute gekauft habe

https://shop.chadao.de/product_info.php?info=p1965_eisenkanne---24104.html

nicht ganz so inkompatibel zu Tonkannen wie das der japanischen Tetsubins. Im Übrigen finde ich es als homo ludens ja auch  interessant spielerisch zu experimentieren und wenn alle Dämme brechen hab ich immer noch meinen Stagg.  Der chinesische Wasserkessel macht ja auch in der Vitrine eine gute Figur. :love:

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Ein Quickie:

Yiwu Gao Shan Zhai Autumn 2018 via Farmer Leaf

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Trockenes Blatt riecht sehr fruchtig. Frische, säuerliche Aprikose.
Im feuchten Blatt mehr Aprikose, dazu Quitte und kräftige Noten von Pumpernickel.
Der Aufguss riecht süßlich, aber auch etwas pfeffrig-würzig.
Am Gaumen vor allem Quitte, aber ohne Bitterkeit. Viel Süße. Eher leichter Körper, aber da man den Tee aufgrund der geringen Bitterkeit gut pushen kann, fällt das nicht so ins Gewicht.
Wenig Huigan aber guter Nachgeschmack: Säuerliche Frucht (hier eher Hagebutte) und etwas Holzigkeit.
Der Tee liefert eine ordentliche Energie. Im Körper scheint ein wohliges Brummen zu resonieren.
Die Ausdauer ist für einen Gushu eher mäßig. Das könnte mit der Herbsternte zu tun haben.

Klasse Tee. Ein Wermutstropfen ist der recht hohe Preis: 133€ für einen 357g Bing.

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vor 21 Stunden schrieb Schizotwin:

Naja, die ein oder andere von meinen vielen Tonkannen wird schon passen und wenn nicht kauf ich halt noch ein paar. 😁Und wer weiß vielleicht ist ja das Wasser aus dem chinesischen Wasserkessel den ich heute gekauft habe

https://shop.chadao.de/product_info.php?info=p1965_eisenkanne---24104.html

nicht ganz so inkompatibel zu Tonkannen wie das der japanischen Tetsubins. Im Übrigen finde ich es als homo ludens ja auch  interessant spielerisch zu experimentieren und wenn alle Dämme brechen hab ich immer noch meinen Stagg.  Der chinesische Wasserkessel macht ja auch in der Vitrine eine gute Figur. :love:

Tolles Teil - würde sich auch grandios im Herr der Ringe machen. Tja nicht nur die Japaner können originelle "Tetsubin"-Einzelstücke fertigen - heißt in China sicher anders 😗. Erzähle bitte bei Gelegenheit, ob das mit den Fe3-Ionen tatsächlich hinhaut - und mit welchem Ton besser und mit welchem nicht so: Redux vs. Oxi, etc. Für die Vitrine wäre er jedoch viel zu schade 🙃 Hast du eigentlich noch weiterführende Infos zu deinem Meisterstück bekommen?

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Nachdem kürzlich die Beschreibung des 2014er YunYun bei EoT aktualisiert wurde, hat das doch mein Interesse geweckt: 
 

Zitat

After 6 years in our Malaysian warehouse, I'm happy to say that our instincts were correct - the smokiness has gone, leaving a tea that is progressing very nicely.  It thick and rich, with a long lasting aftertaste, oily consistency and very nice energy. 

Daher gab es dann (nach einer kleinen Bestellung) einen Vergleich: Malaysia-Storage vs. EU-Storage

Rahmenbedingungen: Auf der dunklen Teerutsche das Blatt von einem frisch gekauften Bing, der 6 Jahre in Malaysia und den Rest der Zeit in China gelagert wurde - auf der hellen Teerutsche das Blatt von einem Bing, der seit 2014 bei mir in Deutschland lagert (ohne Boveda-Befeuchtung). Gebrüht werden beide in einem Zini-Kännchen von Chen Ju Fang (陳菊芳) - auch wenn das etwas größere von besserer Qualität ist, sollte das für den Vergleich doch nahe genug beieinander liegen.

Ergebnis: Optisch unterscheidet sich das Blatt so gut wie nicht, allenfalls der Flaum der Knospen ist bei der MY-Version etwas goldener (die unterschiedliche Blattgröße liegt daran, dass der Malaysia-Bing frisch angebrochen wurde und es sich daher um die schönen Blätter der Außenseite handelt, während bei der DE-Version Blätter von einem Bing-Querschnitt zum Einsatz kommen). Aber bereits im Aroma des trockenen Blatts zeigen sich deutliche Unterschiede: die DE-Version riecht nach derbem Stall und etwas Lagerfeuer, die MY-Version nach feuchtem Holz und etwas Weihrauch. Das setzt sich auch im Aufguss fort: DE startet derb mit Stall, Bitterkeit und abgeranntem Lagerfeuer (im Gegensatz zu den Notizen von vor 4/5 Jahren ist die Rauchigkeit schon deutlich zurückgegangen, aber noch klar vorhanden und integraler Bestandteil des Charakters des Tees), während MY mit dunklen moosigen Noten, feuchtem Holz und einer überraschenden Fruchtnote (die mich etwas an in Alkohol eingelegte Früchte erinnert) einen ganz anderen Charakter zeigt. Es ist daher auch schwer zu sagen, welcher Tee mir besser gefällt - abgesehen von der Geschmacksebene bietet DE mehr Power, während MY schwerer und weicher ist - beides auf die jeweilige Art und Weiße toll. In den späteren Aufgüssen gleichen sich die Tees dann deutlich mehr an und es wird die selbe Grundnote erkennbar - wie beim 2012er Bulang zeigt sich vor allem in den ersten Aufgüssen sehr deutlich, wie unterschiedlich sich die Lagerung auswirken kann!

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Und heute: 2020er Da Xue Shan Yesheng Gushu von Yu

Nach dem eher enttäuschenden 2020er Secret Forest von EoT ist heute mal wieder ein schöner Yesheng der nicht-bitteren Kategorie (auch wenn mir diese prinzipiell lieber sind). Wie bei einem Yesheng üblich steht hier vor allem Aroma und Geschmack im Vordergrund - Textur und Körper oder Qi braucht man gar nicht erst suchen - dafür macht er hier seine Sache sehr gut: nussige Röstnoten, dezent bittere mineralische Facetten und eine würzige Süße. Ätherisch leicht bietet er einen schönen Abgang, bei dem die verschiedenen Facetten noch lange nachhallen - in der partiell gaslierten Karatsu-yaki Guinomi von Dohei Fujinoki (藤ノ木土平) bekommt das ohnehin schon schöne Spiel noch mehr Breite und Leichtigkeit, schöne Sache!

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Zum Sonntag wanderte ein Tee in die Kanne auf den ich mich schon die ganze Woche freue.

Gestern habe ich zwei thailändische Mao Chas von @teekontorkiel probiert, die von Oliver Schneider in Thailand aufgetrieben wurden.


Lahu 2020 Mao Cha: Tatsächlich war ich bei dem Tee zuerst etwas ratlos. Die Gedanken gingen in Richtung Kräuterbonbon, die Packung spricht von Thymian und Salbei und letzteres passt sehr gut zu dem Geschmack in der Tasse. Die Salbeinote ist kräftig und bleibt einige Aufgüsse so.  


Chiang Rai 2020 Ku Cha:
Duftet zuerst wie ein Wuyi dann wie ein blumiger Dan Chong. Warm riecht er bitter und kräftig. Der Tee schmeckt auch bitter und damit habe ich in aller Regel wenig Spaß. Das ist auch hier der Fall, obwohl die Bitterkeit milder ist als ich das von anderen Tess kenne. Auf der Packung wird die Bitterkeit mit Kakao in Verbindung gebracht und diese Verbindung kann ich nachvollziehen, wäre selbst nur nicht darauf gekommen. Die Grapefruit allerdings kann ich nicht herausschmecken. Diesen Mao Cha kann ich mir gut in einem Blend vorstellen und glaube diese Art des bitteren Geschmackes von anderen Pu Erhs zu kennen, ohne zu wissen welcher Tee es genau war.


Zurück zum heutigen Tee: rareness5a von pu-erh.sk:
Von der Herbstversion konnte ich 50g ergattern und war damit viel, aber wirklich viel, zu spät auf der Party, denn davon gab es, euren Post zu entnehmen, eine Frühlingsversion.
Während der ersten Session hielt ich den Ruf für übertrieben, erst nach dem zweiten Mal wurde mir die Ruhe und Wärme richtig bewusst die sich im ganzen Körper, aber vornehmlich im Brustkorb verbreitet.
Dadurch wird der Tee besonders. Ausgehend von den Notizen sticht der Tee nicht aus der Masse heraus.
Geruch: trockenes Gras/Frucht (nicht zuzuordnen), frisch, nasses Blatt: reife Birne, sommerlicher Waldboden
Geschmack: Birne.
Ok, der Birnengeschmack ist mir in dieser Prägnanz vorher nicht unterkommen, aber ohne das entspannende Gefühlt während und nach der Sitzung würde dieser Tee nicht mit einem so freudigen Unterton wie in diesem Forum erwähnt. Eine Beschreibung wird dem Tee nur schwer gerecht, selbst erleben ist das Gebot beim Rareness5a.
Danke, für die Empfehlungen, schön, bei dem Tee dabei gewesen zu sein und schade, dass es vorbei ist.

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Achtung, langer Post:

Heute geht es um eine Teekategorie, mit der ich noch nicht viel Erfahrung habe: Hei Cha. Vier postfermentierte Tees aus dem Sortiment von Nannuoshan stehen an zur Besprechung. Los geht's.
 

Fu Zhuan Jin Hua 2016
Das "Jin Hua" im Namen weist auf einen hohen Anteil an "Golden Flowers" hin. Damit ist der berühmt-berüchtigte Schimmelpilz gemeint, den viele Kenner (oder Banausen, je nach Perspektive, @SoGen ;)) gerne auf ihrem Fu Zhuan sehen. Es gibt wohl auch Varianten mit weniger oder gar keinen Golden Flowers. In diesem Fall ist der Anteil recht hoch, wie man auf dem Foto einigermaßen erkennen kann.

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Das Blattgut riecht nach Nuss, Kakao, und trockenem Laub. Einmal aufgegossen verströmen die Blätter einen süßlichen Duft nach Cashewnuss. Der Aufguss riecht ebenfalls süßlich-nussig, sowie etwas nach zerlassener Butter.
Am Gaumen ist der Tee überraschend bitter und eindimensional. Hier eher Walnuss statt Cashewnuss. Ein nennenswerter Körper ist auch nicht vorhanden, obwohl das Zeug aussieht wie starker Kaffee (habe leider kein Bild gemacht).
Im Abgang hat der Tee dann aber seinen besten Moment: Sauber und nussig mit einem sehr erfrischenden Huigan.
Insgesamt wenig komplex, aber gar nicht schlecht. Trotzdem verzichtbar.
 

Vintage Fu Zhuan 1991
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das der älteste Tee ist, den ich bis dato probiert habe. Da ich meist gute Erfahrungen mit gelagerten Tees gemacht habe, war ich freudig gespannt auf die Session.
Dieser Fu Zhuan trägt die Golden Flowers zwar nicht im Namen, einige sind aber trotzdem vorhanden, wenn auch weniger als beim obigen 2016er.
Im trockenen Blatt dominiert hier eine schöne, milde Kakaonote. Im feuchten Blatt ist mehr los: Tabak, Nuss, altes Leder, ein ausgeleertes Weinfass. Herrlich!
Der Aufguss selbst riecht wieder hauptsächlich nach Kakao und Nuss. Am Gaumen spiegelt sich das als leckere Kakao-Nougat Mischung wieder. Die Textur ist schön weich, der Körper ausgeprägter als beim '16er.
Im Abgang wird der Tee trocken und regt den Speichelfluss an. Die Nougatnote blitzt nochmal auf. Durchaus komplex. Der Tee hinterlässt einen warmen Eindruck.
Der hat mir nun wirklich gut gefallen!
 

Liubao 2009
Trockenes Blatt: Nuss und Kakao.
Feuchtes Blatt: Anders! Vorrangig Tabak, aber auch etwas fruchtig mit Pflaumenmarmelade und Banane.
Aufguss: zurückhaltender Duft. Irgendwie tropisch: modernde, aber junge Vegetation; wieder etwas Banane
Was bis hierhin durchwachsen, aber durchaus fesselnd war, fällt am Gaumen stark ab: Nun dominiert eine unangenehme, bittere Tabaknote (Zigarette, keine Zigarre). Der Körper ist dünn, der Abgang flach und metallisch. Ein wenig Walnuss und eine entfernte Fruchtnote sind vorhanden, können den Tee aber nicht retten. Er wirkt im entscheidenden Moment rau, minderwertig und schmeckt einfach nicht.
An dieser Stelle sei gesagt, dass diese Besprechungen natürlich in keiner Weise eine repräsentative Beschreibung der jeweiligen Kategorie darstellen sollen. Ich bin mir sicher, dass es im Bereich Hei Cha sehr große Qualitätsunterschiede innerhalb der jeweiligen Subkategorien gibt. Darüber kann man immer wieder auf teaforum.org lesen, wo viel mehr Hei Cha getrunken und besprochen wird als bei uns. Aber auch im Teetalk gibt es Mitglieder, die dieser Kategorie bereits einige Posts gewidmet haben. ( @GoldenTurtle kommt da in den Sinn).
Im Fall dieses Liu Baos vermute ich, dass es sich um eine sehr einfache Qualität handelt. Nannuoshan haben ja ein breites Sortiment. Auch wenn die angebotene Qualität im Durchschnitt hoch ist, können hier und da mal ein paar Lückenfüller dabei sein, wenn man möglichst viele Kategorien abdecken möchte.


Lu'an 2012
Anders als bei den bisherigen Tees, habe ich hier die Zusatzinfo, um welches Kultivar es sich handelt: Qimen Zhu Se
Das trockene Blatt riecht nach fruchtiger Schokolade. Einmal aufgegossen riecht es kurz muffig nach Stall und Kakao, aber sehr bald verströmt es eine in Richtung Oolong gehende Fruchtigkeit. Hellere Aromen von Himbeere und Milchschokolade dominieren. Auch das Blatt ist deutlich heller als bei den anderen Hei Chas, genau wie der Aufguss selbst.
Dieser riecht nun eindeutig Oolong-fruchtig und wirklich gut. Die Farbe ist orange, wie bei einem 5-10 Jahre alten Sheng. In einer Blindverkostung hätte ich meilenweit daneben gelegen. Stichwort blind: Leider habe ich keine Fotos von der Session um euch den Unterschied vor Augen führen zu können.
Am Gaumen ist der Tee ziemlich bitter, vermutlich wegen dem recht hohen Staubanteil (schade). Er ist fruchtig mit etwas zu viel Säure. Hier könnte man ihn tatsächlich auch für einen Hongcha halten.
Der Körper ist eher dünn und der Abgang unspektakulär, aber erfrischend.
Ein interessanter Tee. Das Potential schien mir höher als das Ergebnis. Mein Gefühl sagt mir, dass mir der Tee mit einem intakteren Blattgut richtig gut hätte gefallen können. Die Subkategorie Lu'an werde ich auf jeden Fall für die Zukunft im Hinterkopf behalten.

 

Bonus: Satemwa (Malawi) Leafy Ripe Dark Tea  via What-Cha

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Nein, das ist kein Espresso. Das ist ein Tee, der sich in seiner Schublade wohlfühlt. Sowohl im übertragenen, als auch hoffentlich im wörtlichen Sinne. Denn da könnte er noch eine Weile liegen. Ich fand ihn nicht besonders reizvoll, zumindest nicht für eine Gong Fu Session.
Das trockene Blatt riecht nach muffigem Laub und Walnuss. Diese Muffigkeit zeigt sich zunächst auch im feuchten Blatt, aber dann öffnet sich das Aroma und es wird süß und schokoladig mit einer präsenten Amaranth-Note und sogar ein wenig Frucht. Lecker!
Der Aufguss riecht eher verhalten und leicht schokoladig.
Am Gaumen verschwindet der Tee. Er ist einfach weg. Ein bisschen Bitterkeit und Mineralität, etwas Baumrinde, aber insgesamt kaum Geschmack... was mich nach dem schönen Aroma der feuchten Blätter zugegebenermaßen verdutzt. Der Körper geht derweil in Ordnung. Nur geschmacklich ist der Tee extrem flach. Der Abgang ist folglich kurz, sauber und leicht bitter. Es gibt ein erfrischendes Huigan, aber keine nachklingenden Aromen.
Seltsamer Tee. Jetzt habe ich @TeeStövchen nicht nur mit dem Batabata-cha, sondern auch mit diesem Kuriosum bedacht (ohne ihn vorher probiert zu haben). Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel und wirst durch den Xiao Hu Sai und den von mir sehr gemochten Bangwei entschädigt ;) Aber wer weiß, vielleicht ist der Malawi Hei Cha einfach nicht mein Ding oder er blüht noch in einer anderen Zubereitungsmethode auf, ähnlich dem Batabata-cha, den ich mittlerweile ziemlich gerne trinke.

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    • Von dawgt
      Hallo allerseits!
      Ich bin ganz neu im Forum und mich hergetrieben hat die Lust ein Level im Tee-Game aufzusteigen  Gerne trinke ich Grün- und Schwarztee. Letztens habe ich mir aber auch einen Pu-Erh-Tee gekauft (lose) und auch wenn er wahrscheinlich nicht der hochwertigste ist, hat er mir sehr gut geschmeckt und hatte insgesamt einen sehr positiven Effekt auf mich. Nach einer Tasse konnte ich echt gut konzentriert lernen. Nach einer kurzen Recherche habe ich verstanden, dass Pu-Erh ein deutlich tieferes Thema ist, vor allem durch die Geschmacksentwicklung während der Reifung. Ich würde mich gerne tiefer in die Materie einsteigen und bin auf der Suche nach einem guten Set mit möglichst vielen Tees in kleinen Portionen, um die Unterschiede genauer verstehen zu können und vielleicht persönliche Präferenzen herauszufinden.
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    • Von Roberts Teehaus
      😄🙏
      Wir freuen uns sehr, im Rahmen unserer Kooperation mit Vanillekiste einen Gastbeitrag von Vanillekiste zu veröffentlichen – mit wunderbar schmackhaften Rezepten von Tee und Vanille – vielen herzlichen Dank.
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      Zutaten:
      100 ml kalter Schwarztee Earl Grey Classic, Ostfriesentee oder Ceylon Op Dimbula von Roberts Teehaus 1 Vanilleschote 100 g Zucker 1 EL Vanillezucker 2 EL Kakaopulver etwas Backpulver 80 g gemahlene Mandeln 80 g Mehl 2 Eier Und so einfach wird gebacken:
      100 ml Schwarztee zubereiten und abkühlen lassen. Alle Zutaten gründlich miteinander verrühren. Den kalten Tee mit einrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig nun in eine gefettete Form füllen und bei einer Temperatur von etwa 175 Grad für 30 Minuten backen. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, dekorativ mit Puderzucker bestreuen.  
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      Zutaten:
      1 kleine Zwiebel 200 g Kürbis Butternut (ohne Schale und Kerne) 100 g Rollgerste 1 Stückchen Butter 1 EL Rapsöl Das Mark einer Vanilleschote 1 TL Voatsiperifery-Pfefferkörner 150 ml Gemüsebrühe 150 ml Rooibostee aus Rooibos Super Grade Long Cut von Roberts Teehaus etwas Salz 50 ml süße Sahne Und so wird zubereitet:
      Die Zwiebel hacken, den Kürbis in kleine Würfel schneiden. Die Rollgerste waschen und abtropfen lassen. (Kürbis-Tipp: Wenn der Kürbis vorher einige Minuten am Stück angekocht wird, lässt er sich leichter schneiden und bearbeiten). Die Zwiebel in Butter und Öl anschwitzen und das Vanillemark hinzufügen. Die Rollgerste sowie den Pfeffer hinzufügen und mit dem Rooibostee und der Gemüsebrühe aufgießen. 15 Minuten leicht köcheln lassen, dann den Kürbis hinzufügen. Wenn die Gerste sowie der Kürbis weich sind, können die Pfefferkörner entfernt werden. (Tipp: Wer nicht suchen möchte, kann die Pfefferkörner vorher in einen Teebeutel geben) Zum Schluss mit Salz abschmecken, die Sahne hinzufügen und vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.  
      Ihr habt eigene Ideen für die gemeinsame Verwendung von Tee und Vanille in Euren Kreationen? Lasst es uns gerne wissen – wir freuen uns! 🤗


    • Von TeaTime13
      Hallo Tee Community, 
      vor einiger Zeit habe ich mal von meinem Vater verschiedene Blüten Tees bekommen. Das waren die, die in dem heißen Wasser des Tees aufgeblüht sind. Was für Teesorten sind diese Blüten meistens ? Bekomme ich die auch hier in Deutschland? 
      Liebe Grüße
    • Von Kukuruz
      Servus,
      nachdem ich mich nun durch einige Tees durchprobiert habe, habe ich festgestellt, dass ein teurer Kabusecha zwar schon irgendwie "anders" schmeckt als ein 10€ Sencha - aber halt irgendwie nicht doppelt, dreifach so gut. Also irgendwie ist es mir das einfach nicht wert Mir scheint 10€/100g schon so ein sweet-spot zu sein.
      Nun möchte ich gerne schauen, wie tief man tatsächlich im Preis gehen kann und weiter zufriedenstellende Qualität hat. Die Anbauregion ist mir da gar nicht wichtig, Hauptsache er ist gedämpft. Habt ihr da Empfehlungen?
    • Von teewelt
      Tee trinken gegen Corona: Laut einer Studie amerikanischer Forscher lassen vor allem im grünen Tee enthaltene chemische Verbindungen - insbesondere die Antioxidantien - die Viren absterben,
      indem Proteasen (Enzyme der Coronaviren) blockiert werden.
      https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpls.2020.601316/full#h2
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