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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

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Chafang Black Tea von prSK

Im Gegensatz zum Chafang Danzhu heute morgen hat sich beim Hongcha keine große Veränderung in der Einschätzung gegeben - was aber auch daran liegen mag, dass die von Anfang an relativ positiv war - oder ich bei Hongchas nicht so tief in der Materie bin (und daher noch nicht so "versnobt" bin, haha). Jedenfalls ist auch dieser Tee wie die restlichen Thai-Tees eher ungewohnt: der Tee ist zwar klar ein Hongcha, kräftig gebrüht kommt aber eine ordentliche Bitterkeit durch und zu meiner Freude hält sich die Malzigkeit ziemlich in Grenzen. Insbesondere die ersten Aufgüsse sind (für ein Hongcha) wahnsinnig dick und kräftig: der Aufguss hinterlässt einen leichten orangenen Film auf der Keramik, wo er mit ihr in Kontakt tritt und an den Rändern der Luftbläschen zeigt sich eine fast schon widernatürlich intensive Orange-Färbung (siehe Detailbild, leider nicht ganz so eindrucksvoll wie in der Realität). Das Kännchen bis obenhin voll gibt der Tee auch einen ziemlichen Koffein-Schub - kein langanhaltendes Qi wie bei einem Sheng, aber nichts desto trotz ein ordentliches Maß an Energie. Sicher kein gefälliger Hongcha wie ein beerig-süßer aus Taiwan, aber trotz seiner Schwächen (bei der Dosierung kann das Mundgefühl etwas rau und trocken am Gaumen sein) ein interessanter Hongcha da zumindest für mich ziemlich ungewohnt.

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via Sampletausch mit @Shibo bin ich zu einem Mimasaka Bancha gekommen, den ich auch gleich mal ausprobieren wollte.

Die Blätter sind recht sperrig, daher konnte ich die Shibo nur spärlich (gewichtsmäßig) füllen, aber der Tee muss auch gar nicht hoch dosiert werden. Ein bis zwei Minuten nach dem Übergießen mit fast noch kochendem Wasser ergibt es ein dunkles, süßes, röstig-nussiges Gebräu mit angenehmer Gewürznote von Pfeffer und Gebäck. Gar nicht schlecht!

 

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Yiwu Gushu 2008 hergestellt durch Yu und vertrieben durch @teekontorkiel. Einer der wenigen Tees mit mehr als zehn Jahren auf dem Buckel in meinem Regal.

Meine 50g enthielten bemerkenswert viele Knospen, auf dem Foto hoffentlich durch die helle Farbe des Blattgutes zu erkennen. Im Allgemeinem treffen die Beschreibungen auf der Packung recht genau mein Geschmacksempfinden. Hier steht Steinobst und Zimt drauf und das kommt auch hin. Das Steinobst findet sich in den ersten paar Aufgüssen und im Nachgeschmack, der Rest der Vorstellung gehört dem Zimt. Gerade der langanhaltende Nachgeschmack gehört zu den stärken des Tees, der im Übrigen von etwas weniger (ca. 1g) Blatt wie vergleichbare Tees  profitiert. Denn dann ist der Zimt nicht überdominant und lässt Raum für Anflüge weiterer Gewürze. Zum Beispiels glaubte ich einmal Thymian zu erkennen.
Für einen Yiwu ist die Süße zurückhaltend und vor allem in Verbindung mit dem Obst zu erschmecken. Stärker gebrüht würde ich dem Zimt eine leichte Schärfe attestieren. Dazu mischt sich eine Note die bei weiterer Alterung zu Leder werden könnte, jedenfalls so meine Assoziation.
Der Tee hat trotz seines Alters keine Schwere im Geschmack und störende Lagerung sucht man vergebens. Ein klares und definiertes Profil das erkennbar nicht mehr jung aber noch nicht alt ist. Vielleicht ist der Tee Ende dreißig. Er hat noch einiges vor und einiges hinter sich. An guten Tagen geht er noch als Anfang dreißig durch :) 

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Rareness5 autumn heute mit Tonkesselwasser. Total überraschend, gefällt mir der Tee mit diesem Wasser mit Abstand am besten, auch deutlich über Tetsubinwasser. Die Höhen werden schön betont, sogar die Birne kommt richtig schön durch. Wirklich tolle session. :)

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Hallo zusammen,

ich wollte heute eigentlich meine letztens bei TKK bestellt Probe des Formosa Alishan 2021 Qingxin Xue Pian Schneeflockenoolong probieren. Allerdings ist mir bei der Suche nach der Packung der Formosa Mingjian Jin Xuan Xue Pian 2018 Schneeflockenoolong in die Hände gefallen, den ich vor zwei oder drei Jahren bestellt habe.

Da ich davon noch zwei Portionen habe, habe ich mich entschlossen erstmal diesen zu probieren und dann bei der nächsten Gelegenheit den 2021er zu trinken.

Der 2018er war mir gut in Erinnerung geblieben, ich bereue noch immer, dass ich vergessen habe mehr zu bestellen. Der Oolong ist schön süßlich, fruchtig und man kann ihn so "wegtrinken". Wenn der 2021er ähnlich schmeckt, würde mich das sehr freuen, auch wenn sie vom Namen sehr anders sind und vermutlich aus anderen Ecken kommen. Ich muss gestehen, da bin ich mittlerweile etwas raus, das wusste ich mal besser, was diese bezeichnungen bedeuten :).

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So, jetzt komme ich auch endlich mal dazu, die Tee-Notizen von gestern und heute zu schreiben:

2020 Chafang Pang San Zhou von prSK

Ich hatte den Tee die letzte Woche über zwei mal im Vergleich zu Shengs aus China, die ich ähnlich bewertet habe und muss ehrlich sagen, dass wie beim Danzhu der initiale negative Eindruck getäuscht hat: es ist zwar definitiv kein Tee eines Rareness-Kalibers aber es ist ein guter Tee. Sauber und klar, geschmacklich hat er sogar im Vergleich zum Danzhu die Nase vorne: intensive Bitterkeit (der guten Sorte, wenn auch anders als bei den bekannten bitteren Chinesen) gepaart mit den "exotischen" Noten, die hier einen fruchtigen Kontrast liefern. Dennoch ist mir der Danzhu lieber, da er deutlich mehr Energie hat, als dieser hier - und das ist mir bei einem Pu letztlich doch wichtiger. Trotzdem hatte ich diese Woche 3 schöne runden mit dem Tee - entweder sind die Thailand-Tees etwas "zickiger" als die (meisten) chinesischen und es kommt sehr stark auf das verwendete Wasser an oder es ist wie ich bei der Notiz zum Danzhu vermutet habe: man braucht etwas, um rein zu kommen - zumindest als hartgesottener Pu-Head. Von einem Teefreund, der noch nicht so lange im Sheng-Kaninchenbau verschollen ist habe ich gehört, dass ihm die Tees gleich auf Anhieb gefallen haben (aber genau so war ein anderer vom ersten Eindruck ebenso enttäuscht). Ein guter Freund hat es sehr treffend formuliert: man ist zur "Trüffelsau" geworden: man sucht nach dem Außergewöhnlichen - gleicht die Eindrücke aber zugleich mit den (im Laufe der Jahre) immer wieder verwendeten Schubladen ab. Das nicht zu tun ist schwierig - insbesondere wenn ein Tee wie die Thailand-Shengs nicht zu den klassischen/gewohnten Schubladen passt. Hier jedenfalls auch zunächst eine konservative Bewertung, die den initial eher negativen Eindruck mit berücksichtigt - wird in nicht all zu ferner Zukunft dann nochmals aktualisiert.

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1990 Qing Bing via EoT

Wie so oft bei Tees aus den 90ern ist auch hier der genaue Produzent schleierhaft - laut Neifei zwar angeblich die Menghai Tea Factory aber naja, letztlich ist das ja auch egal, solange der Tee stimmt! Und wie in der Beschreibung des Tees aufgeführt ist eine feuchte HK-Phase durchaus ersichtlich, muss aber schon länger zurückliegen, da es hier weniger Dreck und Erde auf der Geschmacksebene gibt sonder vor allem nasses, verwelktes Laub (der kalte Waldboden in einem Laubwald ist aktuell eine sehr passende Analogie) und in den ersten Aufgüssen eine sehr saftige Pilznote, die mich an frische Steinpilze denken lässt - zwar noch ungewaschen, da durchaus etwas Erde dabei ist, aber schön voll und reichhaltig. Diese lässt zwar relativ schnell nach, aber das Laub bleibt erhalten - ein schöner Tee für solch regnerische, kalte Tage wie heute. Einziger Wermutstropfen (wie bei quasi allen HK-Shengs): Qi gibt es fast keines - ansonsten könnte das ein wirklich guter Tee sein!

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Mal zumindest ein paar knappe Verkostungsnotizen:

- Taiwan Tea Crafts Bergamont Oolong "Hors Série"

Fand den Tee jedenfalls durchaus lecker. Sehr angenehmes Zitrus-Aroma, bei weitem nicht so streng wie das übliche Bergamott-Düftli, das man so kennt. Aber es hat m.E. schon ziemlich den Tee dominiert, und viel mehr Raum eingenommen als es beim Osmanthus-Oolong der Fall war. Insofern ein leckerer Tee, auch sicher etwas schönes für heißes Wetter und Leute, die mit Tee nicht so viel zu tun haben. Aber nichts, das zu viel Tiefe oder Reifungspotential bieten dürfte.

 

- Farmerleaf Moonlight 2019 Spring und Summer

Danke @Shibo für die Muster. Eine positive Überraschung, besonders die Frühlingsvariante.

Sommer ist auch ok, aber die starke Oxidation ist für mich etwas, das die Tees schnell arg zahm macht, wenn dann noch Alterung dazukommt.

Der Frühlingstee hat mehr Punch, und ist typischer Weißtee. Den hätt ich gerne in frisch, sicher eine leckere Sache. Beides wertige, unspektakuläre Tees.

 

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vor 17 Stunden schrieb doumer:

... Von einem Teefreund, der noch nicht so lange im Sheng-Kaninchenbau verschollen ist

@doumer Diese Formulierung hat epische Größe und stellt Dich zwar nicht auf eine Stufe mit Homer aber immerhin neben Hobbes - wo Du wahrscheinlich auch lieber stehst.

(Zu Homervergleichen gibt es die Schöne Anekdote von Egon Erwin Kisch, den seine Freunde mit Homer verglichen hatten: Kisch: " Homer, das wollen Freunde sein, vergleichen mich mit einem blinden Goji von dem man noch nicht mal sicher weiß ob er gelebt hat.")

Zum Kaninchenbau: https://de.wikisource.org/wiki/Alice_im_Wunderland/Erstes_Kapitel._Hinunter_in_den_Kaninchenbau

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Ich habe heute im Garten mal ein wenig Laub zusammengerecht und 6g auf 100ml aufgebrüht. Jeweils eine Charge geröstet und ungeröstet probiert. So richtig überzeugt hat mich keine Variante - die gerösteten Blätter haben wenigstens Raucharoma und sind etwas süßer aber geschmacklich mehr als gewöhnungsbedürftig...IMG_20210323_185335-COLLAGE.thumb.jpg.51675d1ff016400571c22a11cc341e8c.jpg

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Ein japanischer Oolong als Abendtee

Kôrogi Sayamamidori via @cml93

Zum ersten Mal bin ich mit der Dosierungsempfehlung nicht zufrieden. 5gr auf 100ml sind definitiv zu viel. Ab dem 4ten Aufguss, sehr kurz gehalten, wird er besser und zeigt schöne nussige Noten. Nächstes Mal werde ich anders dosieren. :)

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Ich beschließe den Tag mit  EoT's Bamboo Spring 2018. Auf dem Wrapper steht 2017, das ist laut EoT-Homepage aber ein Druckfehler. Es ist ein 100g kleiner Fladen den ich über @Jeezy bekam. Die 100g Cakes waren anscheinend mal Teil des EoT's Tea Club.
Ein starker Tee dessen Geschmack sehr mild und angenehm ist. Die Aufgüsse sind frisch und begleitet von einer Note die  Eukalyptusassoziationen wecket. Ich finde den Tee unkompliziert und er läuft einfach so rein. Ich finde es durchaus gut einen jungen Sheng "nebenbei" trinken zu können, wie jetzt beim Lesen. Aber in aller Regel soll es Abends schon ein Tee sein der mehr Aufmerksamkeit braucht.

Im örtlichen TG habe ich nach nach 2021er Sincha gefragt, ja viel zu früh, und ging mit einer anderen Kleinigkeit. Als Teeprobe bekam ich Nepal Ilam Mao Feng. In zwei Portionen geteilt war es ein oker Mittagspausentee aus der Shibo. So langsam scheine ich mit der Shibo zurecht zu kommen. 
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Heute Nachmittag konnte ich nicht widerstehen und probierte eine der neuen gebrauchten Tonkannen aus. :)
Von @chenshi-chinateehatte ich noch genau eine Kannenladung Songzhong DFH 2019. In der Erinnerung ist der Tee klar, blumig und süß und so war es auch aus der Kanne. Ein Vergleich mit dem Gaiwan war nicht möglich, aber dafür stehen zwei andere Dancongs in den Startlöchern. Die Handhabung der Kanne mach Spaß und etwas amüsant, weil die Kanne kleiner als einige der Trinkschalen ist :)

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2006 Tea Horse Tribute Puerh Tea via EoT

Über den Tee ist leider außer Alter und Produzent nicht viel angegeben - lediglich, dass es sich um Material von älteren Bäumen handeln soll. Da keine Region explizit genannt wird, würde ich hier auch von einem Blend ausgehen - würde jedenfalls auch zu dem angestrebten "old scholl"-Charakter des Tee-Marketings hier passen. Apropos: es gab in dem Zeitraum auch zwei Kravanen/Expeditionen, bei denen tatsächlich Tee auf Pferden über die alte Teestraße transportiert wurde - konkret in 2006 die "Caravan Tribute Tea Traversing the Endless Miles (to the capital)" (马帮贡茶万里行) - der im Anschluss auch verkauft wurde, aber ich bin mir relativ sicher, dass es sich hierbei nicht um diesen Tee handelt, da es sich hierbei nur um kleine Mengen handeln konnte, die zur Finanzierung der Karvanen genutzt wurden. Aber unabhängig davon, was für ein Marketing hinter dem Tee steckt hat er mich sehr positiv überrascht: am markantesten ist eine dunkel-fruchtige Tabak-Note (etwas feuchter Pfeifen-Tabak, noch nicht angezündet) zusammen mit einer saftig-pilzigen Fermentations-Note - mit etwas altem Leder und tierischen Stall-Noten insgesamt etwas auf der derberen Seite, aber sehr stimmig, Mission "old school" erfüllt! Die ersten Aufgüsse haben leicht saure Tendenzen, die jedoch mit der Quellwasser-Mischung (1:1 gefiltert:ungefiltert) nur sehr dezent wahrnehmbar sind - mit reinem Brita-Wasser könnte das etwas unangenehm sein aber so kann der Tee auf der Geschmacksebene voll punkten. Außerdem sorgt das Quellwasser für einen volleren Körper - einziges Manko ist, dass ich bei dem Tee nicht viel Qi wahrnehmen kann, aber man kann nicht alles haben ;) 

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vor 11 Stunden schrieb goza:

Und ich beginne den Tag mit einem Frühlingsmatcha Hari Kasumi

Schön blumig und cremig

Ist das unbearbeitet die Farbe? Wenn ja, ist es das schönste GRÜN, dass ich seit langer Zeit gesehen habe. Der pure Frühling!

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2020 Lao Man E Bitter von TE - vielen Dank @cordyceps für das Sample!

Der Name ist hier Programm: Lao Man E ist ja ohnehin schon für eine tolle Bitterkeit bekannt, auch wenn in fast allen Fällen der Tee aus bitterem und süßem Material besteht - hier wurden jedoch nur die bitteren Pflanzen ausgewählt, wodurch sich der Charakter des Tees deutlich verändert. Die normalerweise samtige, ausgewogene Bitterkeit eines LME erhält so einen deutlich durchdringenderen Charakter: im ersten Moment ist es bitter, dann fühlt es sich an als ob sich der Kiefer zusammenzieht bis sich das ganze plötzlich im Abgang in eine zitrus-artige Süße wandelt, die man auch noch lange nach dem Trinken wahrnehmen kann. Zwar nicht ganz so "fies" wie der 2013er Mengson Bitter von prSK aber trotzdem ein Tee der Kategorie "schnelle Verabschiedung von unliebsamen Gästen" bzw. "super-spannend für den verschrobenen Tee-Nerd". Tiago schreibt, es handelt sich um "Zhong Shu" (= mittlere Bäume), die laut Anwohnern zwischen 70 und 80 Jahren alt sein könnten - letztlich ist der Tee trotz seiner extremen Bitterkeit nicht anstrengend für den Magen und auch wenn die Energie etwas geringer ist als beim 2017er Private Order Lao Man E bitter only von Yu (auch wenn selbst dieser zugegebenermaßen nicht primär durch Qi glänzt - wie die Textur scheint das bei einem "normalen" LME wohl eher von der süßen Variante zu kommen?) ist es ein toller Tee für spezielle Gelegenheiten - definitiv kein Alltagstee!

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vor 1 Stunde schrieb doumer:

ein toller Tee für spezielle Gelegenheiten - definitiv kein Alltagstee!

Perfekt zusammengefasst :)

Nachdem der Tee von UK bis zur mir fast einen Monat lang unterwegs war :( ist er gerade noch rechtzeitig vor dem Wochenende gekommen und ich konnte @doumerein Sample verpacken. Von diesem Sample-Abbruch sind bei mir gleich auch noch 3g in mein 40ml Kännchen gewandert und ich war mir nach einer kurzen Session schon recht sicher, dass er auch ihm schmecken wird :)

Heute Vormittag dann nochmal recht hoch dosiert im unglasierten Petr Sklenička Kännchen gehabt: was für eine bittere Explosion! Und dann dieser ewig lange Nachhall mit einer leichten Süße aber vor allem einer säuerlich-bitteren Citrusnote.

Gefällt mir sehr - leider war der Tee bereits nach einer Woche ausverkauft. :(

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Am 18.3.2021 um 16:55 schrieb goza:

via Sampletausch mit @Shibo bin ich zu einem Mimasaka Bancha gekommen, den ich auch gleich mal ausprobieren wollte.

Die Blätter sind recht sperrig, daher konnte ich die Shibo nur spärlich (gewichtsmäßig) füllen, aber der Tee muss auch gar nicht hoch dosiert werden. Ein bis zwei Minuten nach dem Übergießen mit fast noch kochendem Wasser ergibt es ein dunkles, süßes, röstig-nussiges Gebräu mit angenehmer Gewürznote von Pfeffer und Gebäck. Gar nicht schlecht!

Ich habe ihn nun auch in verschiedenen Aufgussvarianten probiert und bin ziemlich angetan vom Mimasaka-Bancha. Unter den regionalen "Spezialtees" aus dem TDJ Sortiment gefällt er mir am besten.
Deine Beschreibung bildet auch meine Geschmackseindrücke sehr gut ab. Ergänzen möchte ich nur zwei Dinge: Im trockenen Blatt bekomme ich eine schöne Karamellnote, die so richtig Appetit auf den Tee macht. Außerdem finde ich den Abgang ziemlich gut: Überraschend trocken für diesen eher süßen Tee, was eine angenehme Balance herstellt und ihm ein bisschen Komplexität verleiht. Insgesamt eher ein Alltags- bzw. Nebenbei-Tee, aber richtig lecker!
Am besten finde ich den Mimasaka-Bancha mit geringem Blatt/Wasser-Verhältnis (1g/100ml) und langen Ziehzeiten. Grandpa-Style direkt aus dem Glas geht auch gut, da die Blätter so groß sind.

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      Ihr habt eigene Ideen für die gemeinsame Verwendung von Tee und Vanille in Euren Kreationen? Lasst es uns gerne wissen – wir freuen uns! 🤗


    • Von TeaTime13
      Hallo Tee Community, 
      vor einiger Zeit habe ich mal von meinem Vater verschiedene Blüten Tees bekommen. Das waren die, die in dem heißen Wasser des Tees aufgeblüht sind. Was für Teesorten sind diese Blüten meistens ? Bekomme ich die auch hier in Deutschland? 
      Liebe Grüße
    • Von Kukuruz
      Servus,
      nachdem ich mich nun durch einige Tees durchprobiert habe, habe ich festgestellt, dass ein teurer Kabusecha zwar schon irgendwie "anders" schmeckt als ein 10€ Sencha - aber halt irgendwie nicht doppelt, dreifach so gut. Also irgendwie ist es mir das einfach nicht wert Mir scheint 10€/100g schon so ein sweet-spot zu sein.
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    • Von teewelt
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