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Hallo liebe Tee-Menschen ... 



einige von euch werden sich noch erinnern, dass ich mal vor einiger Zeit gefragt habe ob ich hier was zu einem Projekt posten darf ... bzw. angedeutet habe, dass ich das bald machen will... 



Dieses Projekt ist auch der Grund warum ich schon lange nicht mehr die Muße gefunden habe hier aufzukreuzen :) 




Es geht um einen Dokumentarfilm... damals ging es noch zu 100% um das Thema "Minimalismus" / "Einfachheit" ... und ich wollte Fragen ob ich jemanden von euch beim Gong-Fu-Cha oder sonstigen Tee-Ritualen filmen darf ... 



Inzwischen machen wir einen Film über das weite Thema "Loslassen" ... hier könnt ihr euch über das Projekt informieren und auch einen Preview-Teaser sehen:



http://vom-loslassen.de 




Also inzwischen geht es zwar auch noch um Einfachheit, Schlichtheit, Minimalismus ... aber das ist nur noch ein Teil vom Ganzen ... es geht auch um das Eintauchen in den "Flow-Zustand" , das überwinden von "Sucht", ZEN, und das Loslassen vom Leben ... das Sterben. 



Der Film wird aufwendige Zwischensequenzen haben... in diesen Zwischensequenzen spielen wir sozusagen mit symbolisch aufgeladenen Bildern ... auch ein poetischer (hoffentlich) Off-Text wird zu hören sein. 



Jetzt 2 (!) ganz unterschiedliche Fragen: 




1. Wer von euch hat das Gefühl mitten (nicht schon hinter sich)  in einer Lebensphase zu sein bei der es um Loslassen in irgendeiner Form geht? Wenn ihr mögt würde ich mich freuen mich mit euch auszutauschen... sowohl eventuell vor der Kamera ... aber auch total gerne einfach nur so zum Inspiration sammeln. 



2. Wer von euch pflegt ein visuell ansprechendes (wahrscheinleich alle ... und ich weiss ist sehr relativ...) Tee-Gong-FuCHa oder sonstiges Zeremoniell ... Ritual ... und hätte Lust sich von uns dabei eventuell Filmen zu lassen? 




Liebe Grüße








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Ein interessantes Projekt mit bisher schon sehr ästhetischen Aufnahmen. Der Trailer spielt ja schon sehr unterschiedliche Aspekte an, die das Thema betreffen.



Wieviel will man loslassen, da man es nicht (mehr) braucht, was sollte man loslassen, da es einen belastet oder gar nicht glücklich macht, was darf man loslassen, um Neuem Raum zu geben...


Fragen, die einem selber gut tun, zu einem selber führen können, wenn man sie immer tiefer hinterfragt, in sich hinein horcht und dann sich selber gegenüber dem entsprechend ehrlich handelt.



Gedanklich bin ich allerdings auch  noch ein wenig vom Kunst-des-Träumens Film eingenommen.


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Das trifft ein wenig einen aktuellen Nerv bei mir, sozusagen. Interessantes Projekt, ich wünsche dir und den anderen viel Erfolg und auch Freude bei der Arbeit! :)



OT und keineswegs auf dich gemünzt, TTK!, aber ich finde es stets bezeichnend dass gerade die, denen es gut geht, bei denen Verzicht lediglich etwas Freiwilliges ist und die Loslassen dürfen, aber nicht müssen, die schwingen - besonders gerne natürlich auch im Netz, auf Plattformen und SM - hehre Reden. Ist ja auch leicht ;)


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"Wer von euch pflegt ein visuell ansprechendes..."

Da entdecke ich schon den entscheidenen Punkt.

Für mich visuell ansprechend, von innen heraus oder durch den Spiegel betrachtet, von außen durch den Blick eines anderen betrachtet...

Das ist der Punkt.

Loslassen ist nichts weiter als loslassen. Wenn es visuell ansprechend wird, ist es nicht loslassen. Um so mehr ich versuche visuell ansprechend zu werden, um so mehr halte ich fest.

Meine "Teezeremonie" ist alles nur nicht visuell ansprechend. Mein Flow entsteht dann manchmal, wenn ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Also einfach sitzen und Tee gießen. Das hat visuell gar nichts. Optisch ansprechende Kungfuchas haben oft so viele Schnörkel, dass es zwar visuell schön anzusehen ist aber eben nicht loslässt.

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@Seti absolut, der Gedanke ist mir oft auch schon gekommen... loslassen als Luxus. Das würde ich im Film auch gern mal thematisieren an einer Stelle.

"Wer von euch pflegt ein visuell ansprechendes..."

Da entdecke ich schon den entscheidenen Punkt.

Für mich visuell ansprechend, von innen heraus oder durch den Spiegel betrachtet, von außen durch den Blick eines anderen betrachtet...

Das ist der Punkt.

Loslassen ist nichts weiter als loslassen. Wenn es visuell ansprechend wird, ist es nicht loslassen. Um so mehr ich versuche visuell ansprechend zu werden, um so mehr halte ich fest.

Meine "Teezeremonie" ist alles nur nicht visuell ansprechend. Mein Flow entsteht dann manchmal, wenn ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Also einfach sitzen und Tee gießen. Das hat visuell gar nichts. Optisch ansprechende Kungfuchas haben oft so viele Schnörkel, dass es zwar visuell schön anzusehen ist aber eben nicht loslässt.

Sehr guter Punkt, ich denke , fühle da, wahrscheinlich eigentlich wie du.

Nur definiere ich dann "visuell anpsrechend" vielleicht anders, bzw, habe mich nicht so gut ausgedrückt...

... gerade wenn etwas in Hochglanz-Werbeästhetik daherkommt .... also im allgmeinen Sinn Wortes (für manche) ... finde ich es nicht schön... ich verehre sehr das Wabi/Sabi "Prinzip" (wenn man es so nennen wil)l... wenn etwas Schlicht und Einfach daherkommt ist es für mich gerade oft visuell ansprechend... eben genau wie du sagst, die Kraft sollte von Innen kommen...

Aber, und das ist der entscheidende Punkt, als Filmemacher suche ich Bilder in denen sich diese innere Kraft zeigt, wenn das in einem Bikd passiert, dann ist es vielleicht "visuell ansprechend" ...

bearbeitet von TaoTeaKing

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Loslassen ist nichts weiter als loslassen. Wenn es visuell ansprechend wird, ist es nicht loslassen. Um so mehr ich versuche visuell ansprechend zu werden, um so mehr halte ich fest.

Das ist primär eine Frage der Sichtweise, die man einnimmt: Was bzw. in welcher Hinsicht will man loslassen? In materialistischer? Vom Alltag? Von Problemen, die einem plagen und vor welchen man eine Pause braucht? Von all diesen Dingen?

Wenn wir uns auf den Tee beziehen, dann muss man feststellen, dass auch dieser einen Einfluss auf uns. Dies vielleicht nicht zwingend in visueller Hinsicht - wobei auch dies ein wichtiger Aspekt sein kann - zumindest aber auf das übrige Empfinden. Ich kann verstehen, wenn jemand einen visuellen Reiz als störend empfindet. Genauso kann dieser aber auch als Ergänzung empfunden werden, welche ein Empfinden vervollständigt und das loslassen (welcher Art auch immer) zusätzlich erleichtert. 

Man sieht ganz allgemein (d.h. nicht bezogen auf deinen Beitrag), dass die Reaktion auf visuelle Reize eher als niedrige Form des Angesprochenwerdens angesehen werden. So ganz nachvollziehbar war dies für mich nie. Man kann zwar durchaus immaterielles über das Materielle stellen, dadurch wird letzteres aber nicht per se schlecht. 

bearbeitet von theroots

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Ein sehr komplexes Thema, welches sich auch auf viele Ebenen ausdehnen lässt. Ästhetik ist eine Sache der Auslegung, da sie sicher für jeden individuell etwas gänzlich anderes bedeutet. Mir ist der visuelle Aspekt und somit die Ästhetik sehr wichtig, wie man vielleicht an meinen Tee-Fotos erkennen kann. Dennoch liebe ich auch das urbane, raue und urige darin, so arbeite ich gerne mit Granitplatten die nicht aalglatt geschliffen sind, denn umso mehr Unebenheiten, desto Ästhetischer. Oft liegt bei mir die Perfektion im scheinbar Unperfektem / Ursprünglichem. Auch ein Grund warum ich sehr alte Computerspiele der 80er Jahre liebe. Diese entsprechen schon lange nicht mehr dem "heutigen Standard", aber immer mehr und mehr Menschen besinnen sich auf diese Zeit, da sie diese erstens mit ihrer Kindheit verbinden und so auch einen Retro-Charm mit sich bringt.



Umso mehr man einer Sache das Alter ansehen kann, desto Ästhetischer empfinde ich es. Auch Möbel die nicht großartig restauriert sind, sondern man ihnen das Alter und was sie miterlebt haben, ansehen kann, strahlen für mich wahre Schönheit aus.  Es gibt viele Beispiele die man in einem ähnlich Kontext nennen kann. Frauen zum Beispiel, um ein letztes Kapitel in diesem Bereich zu erwähnen (ich denke mit Männer verhält es sich ähnlich). Abgesehen davon das es für mich keine bezauberndere Frau als meine geben kann :), finde ich diese typischen hochglanz Schönheiten vollkommen uninteressant. Manchmal sieht man Frauen im Alltag, die sehen schon zu aalglatt aus, als wären sie Real-Life gephotoshoped worden und sowas empfindet zwar die Medienwelt als Schönheitsideal, aber für mich hat sowas keine Ecken und Kanten mehr.



Es verhält sich im Leben mit fast allem bei mir so. Darum liebe ich auch diese rustikalen, rostig erdigen urigen Look von Petr Novaks Tee-Utensilien Kunst. Hier ist nichts, wenn man den allgemeinen Maßstab und Normen heranziehen würde, perfekt, aber für mich ist diese das Sinnbild von visueller Schönheit und von solchen Aspekten möchte ich nicht loslassen, denn diese erfüllen direkt mein empfinden von Einklang und Schönheit.



Von Materiellen Gütern habe ich schon oft losgelassen, da sie mich mehr belastet haben, als mich glücklich zu stimmen - abgesehen davon das Materielles einen nie langfristig glücklich macht, dazu bedarf es mehr, vor allem die innere Komponente. Ich persönlich stehe mit mir selbst sehr im Ungleichgewicht und bin ein Mensch der zuviel Nachdenkt und vor allem sich oftmals unnötige Sorgen macht - Verlustängste etc. Daher fällt es mir in solchen belangen ungemein schwer "loszulassen" auch wenn ich es sehr begrüssen würde, da es manchmal anstrengend ist, ich zu sein :D



Aber wie gesagt, ich hatte früher viel Materielles, aber irgendwann hab dann gesagt "Es reicht!" Denn wir verlieren den Blick sonst auf das wesentliche, denn der Drang "Ich muss das haben" ist fast wie eine Droge, eine Droge für die Seele, die einen mehr und mehr vergiftet. Ich hatte 25 Konsolen aus allen Zeitepochen und hunderte von Spiele zu jeder dazu, doch kaum Zeit sie zu spielen, Hauptsache nach dem Motto "Hauptsache ich besitze es". Dvd's Tausend davon. Doch je mehr sich die Wohnung mit diesen Aspekten gefüllt hat, desto mehr hatte ich das Gefühl erdrückt zu werden.



Darum habe ich alles verkauft. Nun besitze ich außer einem alten Gameboy (der meiner Frau gehört), keine Konsole mehr und nur noch eine Handvoll mehr aller liebsten DVD's, das wars. Ich hatte nach und nach das Bedürfnis mich von dieser Last zu lösen.



Passend zu meinem "Vieldenker" Dasein, bin ich auch ein Mensch der sehr begeisterungsfähig ist und sich für unheimlich viel begeistert, was aber auch ein Hindernis ist, denn "Hobbies" nehmen Zeit ein und hat man zu viele davon, kann man am Ende keines davon so richtig ausleben. Darum habe ich mich vor 2 Jahren entschieden mich nur noch auf das Schreiben somit auf den Tee, das Geschirr und das im Zuge Fotografieren zu konzentrieren, da dies mehrere Aspekte in einem vereint und ich so tiefe Leidenschaften und Begabungen in einem ausleben kann.



Zwar erwische ich mich immer noch große Begeisterung zu zeigen, siehe Weihrauch, aber dennoch versuche ich mich von nun an eher zurück zu halten und meinen Fokus auf nur wenige Dinge zu legen, da man sonst erneut übersättigt ist und man am Ende für nichts zu 100% wirklich seine Talent und Leidenschaft aufwenden kann. Und etwas halbherzig zu machen, dass kann garnichts.



Also ich denke loslassen ist in materieller Hinsicht weit leichter, als wenn es um die eigene Persönlichkeit, Gedanken oder Ängste geht. Eben ein sehr komplexes Thema.  


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Noch ein Gedanke dazu:


Ich frage mich oft, ob dieses zwanghafte zwanglose, das man oft beobachten kann, nicht schlimmer ist. Eine Aussage, die man bspw. immer wieder hört: Das möchte ich nicht, das hat ja jeder. Ist es denn nicht gleich unsinnig, etwas nicht haben zu wollen, weil es andere haben, als es haben zu wollen, weil es andere haben? Begibt man sich nicht dadurch, dass man explizit anders sein will, nicht wieder im die Lage, dennoch von anderen abhängig zu sein? Analog verhält es sich m.E. ab und an auch mit dem Loslassen. Anstatt sich zwanghaft aus Zwängen zu befreien, sollte man sich teilweise fragen, ob solche wirklich vorliegen oder wieso man sie als solche empfindet.  



Und was ich natürlich vergass zu erwähnen: Tolles Video! Bin gespannt, was aus diesem Projekt noch entstehen wird. :)


bearbeitet von theroots

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Man sieht ganz allgemein (d.h. nicht bezogen auf deinen Beitrag), dass die Reaktion auf visuelle Reize eher als niedrige Form des Angesprochenwerdens angesehen werden. So ganz nachvollziehbar war dies für mich nie. Man kann zwar durchaus immaterielles über das Materielle stellen, dadurch wird letzteres aber nicht per se schlecht. 

Nur kurz, da ich finde, es wird zu OT - aber diesen Eindruck habe ich nicht und persönlich finde ich auch nicht, dass visuelle Reize oder die Reaktion darauf irgendwie minderwertig sind. Bilder sind heute jedoch manchmal (zu) wohlfeil. Ich kann mir aber vorstellen, dass durch die sehr visuelle und visuell überladene Welt heute auch bei vielen "normalen" Menschen eine Übersättigung eintritt und der Wunsch nach weniger Bildüberflutung entsteht. Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Bilder per se schlecht sind. Viele stellen aber wohl auch fest, dass wenn man alles wegnimmt, sie die entstehende Leere nicht ertragen. Die meisten Menschen können nicht einfach dasitzen und "nichts" tun. Das hat natürlich jetzt weniger mit Loslassen oder Optik zu tun, gilt genauso für akustische Reize usw. Dennoch wäre dieser Verzicht, das Loslassen anders zu bewerten als in anderem, existenziellem Kontext, wie z.B. das Loslassen-Müssen bei schwerer Krankheit oder Verletzung oder dem Sterben. Oder auch bei großen wirtschaftlichen Einschränkungen &c.

Flow kann man nicht erzwingen, auch nicht beim Tee. Das bedeutet aber m.E. nicht unbedingt, dass man deswegen die Teezubereitung nicht zeigen kann. Aber bis sich ein solcher Flow einstellt, vergeht auch Zeit, daher kann man das vielleicht sowieso schon nur andeuten, aus rein praktischen Überlegungen. Ich schaue kein Fernsehen oder Kino und kenne deswegen weniger Filme als die meisten und vielleicht gibt es daher viel bessere Beispiele, aber ein Film, bei dem ein solcher Flow, wenn auch in ganz anderem anderem Zusammenhang, schon verdeutlicht wurde ist ggf. "Into Great Silence" von P. Gröning. Der dauert aber auch entsprechend lange ;)

So wie in dem Trailer: der Zazen-Praktizierende, der sich hinsetzte und über Loslassen und Zazen sprach, war ja in dem Augenblick weit weg vom Loslassen. Bei jedem Artikel über den "Flow" beim Joggen o.ä. wirst du einen entsprechenden Läufer abgebildet sehen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme höchstwahrscheinlich keinen Flow erlebte. Es ist eher so, das Bilder, ob bewegt oder nicht, als optisches Signal oder Symbol dienen. Bilder können auch zu viel werden, wie alles andere auch, die Dosis macht's. Eine Gratwanderung, die aber, so vermute ich, gerade auch Filmschaffenden bewusst wird und ein wiederkehrendes Thema darstellt.

Ich bin auch sicher, du findest eine Menge Leute, die sich bei der Tee"zeremonie" in welcher Form auch immer filmen lassen.

TTK, den Kontrast zwischen Loslassen als Luxus, der hier ja stark dominiert, und dem Loslassen-Müssen ist sicher ein sehr spannungsgeladenes, aber auch sehr schwieriges und komplexes Thema.

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Sehr interessantes Projekt - hab mich durchaus schon mitunter recht eingehend mit dem Loslassen beschäftigt.


Hab leider grad viel zu tun und drum nicht die Zeit, mich an dieser Stelle in großer Detailfülle dazu zu äußern, aber würde das gerne nachholen.


Stehe auch gern für Rückfragen zur Verfügung.


Was Gongfu angeht, so halte ich es relativ schlicht und weiß nicht ob meine Praxis zum Aufgießen das Meiste hermacht.. aber wer weiß :) 



In jedem Fall wünsche ich viel Erfolg bei eurem Vorhaben.


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@Raku

Ja, das verstehe ich, "Luzides Träumen" ist ja auch echt etwas sehr schönes... hatte ich schon lange nicht mehr leider.

Ja der Gedanke des freien Raumes ist mir in der Tat sehr wichtig... ich fühle mich oft so als sei alles (Kopf, Schrank, mein ganzes Leben...) schon viel zu voll... daher wohl auch das Thema.


@Seti

(wie schon auch im letzten Post gesagt)

ich finde auch, dass der Kontrast zwischen "Loslassen müssen" und "Loslassen Wollen" unbedingt auch im Film vorkommen sollte ...! Danke für die Inspiration.

... und by the way:

wir machen keinen Werbefilm für die Minimalismus-Bewegung sondern wollen vielmehr einen differenzierten, reflektierten und auch immer wieder kritischen Blick auf diese Dinge werfen... vielleicht ist diese Tendenz so viel Gegenstände wie möglich zu verbannen ja auch für viele gar kein Weg... was ist mit Sammlern und den gemütlich vollen Häuschen ... wenn alle nur noch "minimal" leben würden... würde die Welt nicht auch an Reiz und Abenteuer verlieren?

@theroots

Dass bei dir Tee auch visuell ein großes Vergnügen ist erahne ich aufgrund deiner wunderschönen Fotos :wub:

Ich finde sowohl das was bei Krabbenreuter anklingt als auch das was du anklingen lässt schliesst sich nicht aus... sein wir doch mal ehrlich ... es gibt keine Formel für Schönheit ... aber manchmal spühren wir es einfach, oder glauben zumindest, dass eine äußere Schönheit mehr ist als nur oberflächliches Schillern und Blendwerk... manch Schönheit ... und gerade die Schönheit der einfachen und schlichten Dinge... ist manchmal wie eine Art Brücke, so dass wir glauben durch sie zur Erkenntnis oder zum Gefühl des Erlebens des  "Eigentlichen" vorzudringen...  na ja, ich bin nicht so gut darin, das zu beschreiben aber ich hoffe ihr versteht was ich meine... 

Schönheit und Tiefe schließen sich nicht aus... aber manche Schönheit ist gar keine sondern nur Blendwerk... und ziemlich sicher ist das nicht abosolut sondern eben ist genau diese Unterscheidung von Mensch zu Mensch verschieden.

bearbeitet von TaoTeaKing

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(schreibe demnächst auch noch zu euren anderen Kommentaren, gerade aber zu beschäftigt :))


bearbeitet von TaoTeaKing

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Darum habe ich alles verkauft. Nun besitze ich außer einem alten Gameboy (der meiner Frau gehört), keine Konsole mehr und nur noch eine Handvoll mehr aller liebsten DVD's, das wars. Ich hatte nach und nach das Bedürfnis mich von dieser Last zu lösen.

Passend zu meinem "Vieldenker" Dasein, bin ich auch ein Mensch der sehr begeisterungsfähig ist und sich für unheimlich viel begeistert, was aber auch ein Hindernis ist, denn "Hobbies" nehmen Zeit ein und hat man zu viele davon, kann man am Ende keines davon so richtig ausleben. Darum habe ich mich vor 2 Jahren entschieden mich nur noch auf das Schreiben somit auf den Tee, das Geschirr und das im Zuge Fotografieren zu konzentrieren, da dies mehrere Aspekte in einem vereint und ich so tiefe Leidenschaften und Begabungen in einem ausleben kann.

Zwar erwische ich mich immer noch große Begeisterung zu zeigen, siehe Weihrauch, aber dennoch versuche ich mich von nun an eher zurück zu halten und meinen Fokus auf nur wenige Dinge zu legen, da man sonst erneut übersättigt ist und man am Ende für nichts zu 100% wirklich seine Talent und Leidenschaft aufwenden kann. Und etwas halbherzig zu machen, dass kann garnichts.

Also ich denke loslassen ist in materieller Hinsicht weit leichter, als wenn es um die eigene Persönlichkeit, Gedanken oder Ängste geht. Eben ein sehr komplexes Thema.  

Danke Versi für deinen langen Beitrag ... es ist sehr schön solche persönlichen Geschichten zu lesen / zu hören. Ich erkenne mich auch in manchen Sachen sehr wieder... vor einigen Jahren hing mein Herz noch an sehr viel mehr Dingen... ich freue mich noch immer an einigen schönen Gegenständen, aber meine Lust mir neue Dinge anzuschaffen, und sein es auch wunderschöne Teeutensilien, wird immer wider gezügelt von dem Bewusstsein, dass ich eigentlich von allem genug habe... nur der Tee geht eben immer wider zur Neige, das ändert sich nie  :lol:

Genau das ist es eigentlich: das Materielle Loslassen ist weitaus leichter als das innere ... schön dass du es so noch mal auf den Punkt gebracht hast... das war auch der Grund warum wir über das Thema "Minimalismus" (Reduktion) hinausgegangen sind und den mehr inneren, emotionaleren, Begriff "Loslassen" als Thema gewählt haben. 

PS: ich finde es auch manchmal etwas anstrengend "ich" zu sein  ^_^

 Anstatt sich zwanghaft aus Zwängen zu befreien, sollte man sich teilweise fragen, ob solche wirklich vorliegen oder wieso man sie als solche empfindet.  

Und was ich natürlich vergass zu erwähnen: Tolles Video! Bin gespannt, was aus diesem Projekt noch entstehen wird. :)

Auch ein schöner Gedanke... das bringt mich darauf, dass ich finde, dass es gerade die besonders ambivalenten Punkte sind, die das Thema spannend machen könnten...

Ich denke auch z.B. überhaupt nicht, dass man das Thema "Loslassen" so darstellen sollte, dass es immer etwas positives oder eindeutiges ist... für mich hatte "Loslassen" früher auch viel mit "weglaufen" und ignorieren... oder auch mit "sich gehen lassen" zu tun... was ist wenn wir unsere Träume loslassen? Unsere leidenschaften? Hören wir dann auf für etwas was uns wichtig ist zu kämpfen, weil wir loslassen gelernt haben? 

Loslassen ist manchmal wie so ein Geist... eine Illusion der man hinterher jagt ... man nimmt es schnell auf die Lippen ... "du musst nur loslassen" oder viele sagen "loslassen ist genau mein Thema" ...  ich denke, dahinter steckt manchmal eine Sehnsucht nach einem Zustand den es vielleicht gar nicht gibt ... man gibt dieser Sehnsucht einen Namen "Loslassen" und dann jagt man ihr nach... 

auf der anderen Seite stimmt es ja schon... ich kenne das von mir selbst ... irgendwann gibt es einen Punkt, an dem man merkt, dass man - innerlich - etwas überwunden hat... es verarbeitet hat, nicht mehr so wichtig nimmt etc. ---

aber meisstens nicht weil ich die ganze Zeit gedacht habe "ich will loslassen"--- 

Daher ist die provisorische "Logline" für unseren Film "die Kunst des Loslassens" auch   "Kann man loslassen lernen oder muss es einfach passieren?" 

Viele stellen aber wohl auch fest, dass wenn man alles wegnimmt, sie die entstehende Leere nicht ertragen. Die meisten Menschen können nicht einfach dasitzen und "nichts" tun.

Ja, meine Mutter (die Frau aus dem Trailer) ist ... bei allem Respekt, und das weiss ja auch selbst, so eine Frau ... weder mag sie gerne das "nichts" tun ... oder leere Räume... oder gar Meditation  :P  vielleicht habe ich deshalb mit Zazen angefangen irgendwann, weil meine Familie immer sehr Anti-Zen war  :ph34r:  ... aber mir fällt die Zazen-Übung auch oft nicht gerade leicht... 

gf. "Into Great Silence" von P. Gröning. Der dauert aber auch entsprechend lange ;)

Kenn ich, sehr guter Film (auch wenn ich beim ersten mal schauen leider für eine ganze Weile eingeschlafen bin, wars trotzdem ein Erlebnis  :P )

So wie in dem Trailer: der Zazen-Praktizierende, der sich hinsetzte und über Loslassen und Zazen sprach, war ja in dem Augenblick weit weg vom Loslassen. Bei jedem Artikel über den "Flow" beim Joggen o.ä. wirst du einen entsprechenden Läufer abgebildet sehen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme höchstwahrscheinlich keinen Flow erlebte. Es ist eher so, das Bilder, ob bewegt oder nicht, als optisches Signal oder Symbol dienen. Bilder können auch zu viel werden, wie alles andere auch, die Dosis macht's. Eine Gratwanderung, die aber, so vermute ich, gerade auch Filmschaffenden bewusst wird und ein wiederkehrendes Thema darstellt.

Bewusst ist diese Gratwanderung uns schon, allerdings haben wir uns mit diesem Film sehr viel vorgenommen, und als Student der ich bin, weiss ich, für meinen Teil noch nicht, wie sehr ich das schaffen werde... diese Gratwanderung... toll ist, dass wir eine sehr erfahrene Cutterin haben (nicht die von der Website, neu) 

TTK, den Kontrast zwischen Loslassen als Luxus, der hier ja stark dominiert, und dem Loslassen-Müssen ist sicher ein sehr spannungsgeladenes, aber auch sehr schwieriges und komplexes Thema.

Ich weiss noch nicht in welcher Form, aber zumindest andeuten möchte ich diesen Punkt schon sehr gerne, vor allen Dingen wenn es um das Loslassen im Bezug auf Dinge geht... 

Stehe auch gern für Rückfragen zur Verfügung.

Was Gongfu angeht, so halte ich es relativ schlicht und weiß nicht ob meine Praxis zum Aufgießen das Meiste hermacht.. aber wer weiß :)

In jedem Fall wünsche ich viel Erfolg bei eurem Vorhaben.

Danke! Das Angebot (Rückfragen) nehme ich gerne an...  ich schreibe dir dann, bei Zeiten, noch mal... 

bearbeitet von TaoTeaKing

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So, der erste Drehblock ist nun abgeschlossen. 


Waren vom 10.7. bis Donnerstag den 10.9. unterwegs. War eine tolle, sehr intensive Erfahrung. 


Leider habe ich es nicht mehr unterbringen können jemanden von euch für einen "Gong-Fu Tee Dreh" anzusprechen. 


Wir, unsere Cutterin und ich, werden jetzt erst mal das Material sichten und dann wohl im Herbst noch mal das eine oder andere nachdrehen. 


Man könnte sicher auch mit dem Material was wir jetzt haben einen guten Film machen... aber Filmemacher sind ja immer Perfektionisten  :D



Gerade Tee bestellt, jetzt ist wieder Zeit dafür  :wub:


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Den fertigen Film kann man noch bis zum 25.Oktober in der Mediathek sehen... auch Tee spielt eine Rolle. 

Jan Kollwitz, der vielen hier sicher ein Begriff ist,  kommt ausgiebig zu Wort und es gibt auch einige Einblicke in seinen Arbeitsalltag. 

 

http://swrmediathek.de/player.htm?show=87061942-b26e-11e7-a5ff-005056a12b4c

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