Teeverkostung - Tea-Tasting - nach Standardmethode?  

16 Stimmen

  1. 1. Ich benutze eine standardisierte Teeverkostung (Tea-Tasting) um neuen/neu gekauften Tee einzuschätzen

    • Ja!
      2
    • Nein!
      5
    • Jain (Ja und Nein)
      1
    • Ich bevorzuge meinen eigenen, selbst entwickelten Standard!
      8
  2. 2. Ich benutze ein Standardformular zum Festhalten meiner gewonnenen (Test-) Eindrücke

    • Ja!
      0
    • Nein!
      5
    • Jain (Ja und Nein)
      0
    • Ich bevorzuge meinen eigenes, selbst entwickeltes Formblatt
      1
    • Meine Notizen gleichen ehr gesammelten Werken (Formlos)
      6
    • Ich mache mir keine Notizen!
      4


Empfohlene Beiträge

Ich persönlich bin nicht so sehr interessiert an Standardisierungen und Objektivisierungen. Statt dessen an schönen Erfahrungen, guten Momenten, daran dass es tausend kleine Variablen gibt, die lieber meine Intuition und der Zufall festlegen. Andere Teetrinker haben anderes Wasser, andere Präferenzen - die professionellen Händler haben da sicher ihre Methoden. Zum Glück kann ich mich da mehr vom Zufall treiben lassen :)


Ich mein, ja ich hab schon meine Standard-Methode für neue Tees. Hast du meinen LInk mit einer grundlegenden Anleitung im Thread zur Tee-Weltformel gesehen?

bearbeitet von miig

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Ich persönlich bin nicht so sehr interessiert an Standardisierungen und Objektivisierungen. Statt dessen an schönen Erfahrungen, guten Momenten, daran dass es tausend kleine Variablen gibt, die lieber meine Intuition und der Zufall festlegen. Andere Teetrinker haben anderes Wasser, andere Präferenzen - die professionellen Händler haben da sicher ihre Methoden. Zum Glück kann ich mich da mehr vom Zufall treiben lassen :)

Ich mein, ja ich hab schon meine Standard-Methode für neue Tees. Hast du meinen LInk mit einer grundlegenden Anleitung im Thread zur Tee-Weltformel gesehen?

Um schöne Erfahrungen geht es wohl beim Tasting wohl eher nicht, wie ich im WWW gelesen habe. Der Genuss folgt erst danach.  ;)

 

Und nein, ich hab Deine Tee-Weltformel nicht gefunden. Setzt doch bitte mal einen Link hier ein.

(Mein Highspeed Volumen ist bereits aufgebraucht und ich krieg die Datenpäckchen nur in "klein" geliefert.  :blush: )

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Ich hab auch noch eine Seite auf deutsch dazu gefunden: http://www.teeverband.de/alles_ueber_tee/teataster.php.



Was ich so gesehen habe, bezieht sich auf schwarzen Tee (engl. Machart) und das Verkosten in größeren Mengen unterschiedlicher Tees. 



Für das Forum fände ich es allerdings interessant Richtwerte für die hier vorkommenden Einzelverkostungen, Paralelverkostungen &  Blindverkostungen aufzustellen.


Am besten noch mit demineralisiertem Wasser oder destiliertem Wasser. Demineralisiertes Wasser ist in jeder Apotheke zu bekommen und anderenorts auch.


(ein Genuss wird das sicherlich nicht, aber ein Tee den man genießt stellt sowieso jeder anders, je nach Geschmack und Stimmungslage her) 


Und man sollte sich auf eine Einzel- oder MehrfachAufgussMethode einigen. Eventuell Zusammengießen der einzelnen Aufgüsse und dann probieren.



Zudem zu den restlichen Angaben Sollte man sich an den Teegruppen orientieren. So wie FW geschrieben hat. Oder wie man es zu Oolong/Wulong auch auf asiatischen Homepages finden kann.



Die Angaben auf den Seiten variieren aber so, dass man von keinem bestimmten Standard reden kann.



Zudem finde ich es auch sehr interessant, dass bei Schwarztee (engl. Machart) ein Porzellan Teetester Set mit einem Brühgefäß (Tasse mit Deckel und Zähnchen) mit 150 ml Inhalt bis Tassenrand und bei chinesischem Tee ein dünnwandiger Porzellan Gaiwan mit 100~110 ml Teefassungsvermögen empfohlen wird. 



Die 100°C (kochendes Wasser) für jederart Tee, die hier als Brühtemperatur vorgegeben wird, finde ich sehr befremdlich. 


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Am besten noch mit demineralisiertem Wasser oder destiliertem Wasser.

Dir ist schon klar dass dann der Tee be...scheiden schmeckt? Ich hatte einmal ein Mineralwasser mit möglichst wenig Inhaltsstoffen, der Tee war wirklich langweilig. Ohne den im Wasser enthalten Mineralien fehlt es deutlich an Geschmack.

bearbeitet von KlausO

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Das stimmt Klaus, das wird wohl nix. Und selbst leichte Mineralwässer enthalten noch Mineralien. Man bräuchte ein weiches Wasser guter Qualität, das jedem zur Verfügung steht, aber destilliertes Wasser halte ich auch für unpraktikabel.


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Ich finde auch, es sollte vielmehr der erlebte Moment und das besondere an diesem mit den anderen geteilt werden, als sich an Normen zu richten, die alles am Ende eher mechanisieren und damit irgendwie die Freude am eigentlichen nehmen. 


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Darf ich dann davon ausgehen, dass zu diesem Thema alles gesagt ist und man die sich logisch ergebenden Rückschlüsse zur Aussagekraft einer Teeverkostung, von wem auch immer, ziehen kann?


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@ Charyu, nimm das jetzt bitte nicht persönlich. ;)

Ich habe es nicht begriffen, sorry ich oute mich jetzt einfach mal als Unfähig.

Nachtrag:

Sorry habe das suf deine Teeformel bezogen.

bearbeitet von KlausO

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"die sich logisch ergebenden Rückschlüsse" - müsstest du wohl ausführen, ich wette dass wir sonst alle zu unterschiedlichen Schlüssen gelangen *g*

das kann ich nicht, ohne das sich dieser oder jener Teereviewschreiber auf die Füße getreten fühlt oder es von Händlern als Geschäftsschädigend ausgelegt werden könnte. ;)  

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Wenn ich jetzt schreibe, dass sowieso kein Teeerlebnis objektiv sein kann, klingt das nur wie Werbung für mein schnarchenden Blog. ;)



Aber ich kenne das Phänomen auch von der Arbeit: unsere Tea Taster verkosten ja nach Standard und sind mindestens zu zweit bei den Verkostungen. Obwohl sie sich dann schnell einig sind, geht häufig die Begründung auseinander, warum dieser oder jener Tee grandios oder miserabel erscheint.



Übertragen auf uns Hobbyschlürfer: selbst wenn wir Teetalker z.B. bei der Teezui gemeinsam einen Tee trinken, mag er dem einen viel zu rauchig erscheinen, während ich nur eine deftige Grundwürze wahrnehme. :ph34r:



Hat also die Verkostungsbeschreibung eines anderen Teetrinkers keine Relevanz für mich? Doch! Nur eben indirekt, weil ich über die Intensität der Begeisterung Rückschlüsse auf das Potenzial des Tees ziehen kann. Bei einigen von Euch (oder auch Bloggern wie Hobbes) habe ich durch das eigene Probieren der rezensierten Tees gelernt, das in Relation zueinander zu setzen. Wenn Paul z.B. das große Kopfkino von einem Tee bekommt und von Fahrradwerkstätten oder Wüstenstiefeln schreibt, werde ich nicht die gleichen Assoziationen oder Wahrnehmungen haben. Aber von jenen  (Germanisten: jetzt bitte nicht weiterlesen!) paulisch beschwärmten Tees bin ich eigentlich nie enttäuscht gewesen.



Außerdem sind Rezensionen anderer auch oft einfach nur interessant / unterhaltsam zu lesen. Aus all diesen Gründen freue ich mich über die Verkostungsbeschreibungen von Euch.


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Danke für die Blumen Gero!



Der wirkliche Meister sitzt hier: http://half-dipper.blogspot.de/2009/01/2008-xiaguan-ft-baoyan-jincha.html



"I enjoy some private conversation with my father. This Christmas, he was standing out in the frozen morning air, wandering the outer reaches of the back garden. Like a Dakota scout roaming the North American plains, he was visible only by the thick plume of pipe-smoke working its way up to the chilly blue sky. I grabbed an old coat, slipped into a handy pair of wellies, and ran out in the direction of the base of the plume of smoke. Like chasing rainbows."


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Ich bin immer mehr davon überzeugt, wenigstens einmal einen Test mit "harten" Bedingungen durchzuführen.



Die 3 g kann ich meist "opfern", und wenn der Tee, meist bei Oolongs sehr gut ist, kann ich ihn dann auch verdünnt noch genießen.



Andererseits kann ich diesen Test parallel betreiben und bei schwachen Tees nehme ich auch nur geringe Mengen zu mir.



Dann kann ich danach mit einem schönen Tee alles wieder ausgleichen.



Aber ich habe schon "Blender" dadurch entlarven können. Das gelingt mit diesen ehrlichen Methoden, finde ich, sehr gut. 



Also dass nenne ich nicht Kungfucha, sondern gehört für mich zur "Teeschulung".


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    • Von goza
      Wieso braucht's so ein Thema?
      Eigentlich gar nicht 🙃 - aber wenn Tee trinken alleine nicht mehr reicht und man sich in Ausgangssperre-Zeiten beschäftigen muss, werde ich erfinderisch. Life is a challenge.
      Die Aufgabe: zwei Tees vergleichen, die sich in so wenig Parametern wie möglich unterscheiden. Im Idealfall nur 1 Unterschied, wird nicht immer möglich sein, aber x-beliebige Tees zu vergleichen, macht auch nicht so viel Sinn.
      Das Ziel: den Unterschied genau untersuchen zu können, frei von weiteren Beeinflussungen. Es geht nicht darum, welcher Tee besser ist, sondern nur um den unterschiedlichen Parameter.
      Im 1. Quercheck habe ich zwei Cultivare - Yabukita vs. Okumidori - unter die Lupe genommen.
      Es handelt sich um Kabusechas des gleichen Teegartens (Tomizawa aus Mashiki, Kumamoto), Ernte früher Mai 2018.


       
      Der Testaufbau: 2 Shiboridashis gleicher Größe und Form (weitestgehend), Zubereitung nach Anleitung. 3g Tee auf 100ml, 60°C, 3x jeweils 60s.
       

       
      Ich hatte die Tees schon mal jeden für sich in der Tasse. Die Zubereitungsempfehlung fand ich gut zutreffend (ich würde lediglich etwas höher dosieren und dann den zweiten Aufguss zeitlich kürzer halten), weswegen ich mich auch diesmal daran hielt. 
      Während ich mich mit ein paar Tagen Pause zwischen den Tees nur schwer auf Unterschiede festlegen konnte, könnten sie im direkten Vergleich kaum deutlicher sein.
      Den Yabukita würde ich als äußerst gefällig beschreiben: der Geruch der angewärmten Blätter vor dem ersten Aufguss ist geprägt von einer fruchtigen Süße und lässt schon viel umami erahnen. 
      Der erste Aufguss bestätigt die Charakteristik: viel "Tomatigkeit" (süße Kirschtomaten), nur wenig Grasigkeit, schön cremig vom Gefühl her.
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      Wäre der Yabukita eine helle Vollmilchschokolade, hat der Okumidori als Schokolade bestimmt 80% Kakaoanteil.
      Schon die angewärmten Blätter zeigen eine tiefergehende Würzigkeit und Komplexität auf.
      Der erste Aufguss präsentiert sich gediegen mit nobler - noch nicht ganz so -  dunkler Schokolade, begleitet von einem popcornartigen Geruch.  Umami ist hier nicht ganz so dominant vorhanden, aber umspielt immer wieder den Gaumen.
      Die Kakaonote zeigt sich v.a. im zweiten Aufguss im Nachgeschmack. Durch eine tiefere Grünfärbung der Tasse erkennt man auch optisch, dass der Tee hier seinen Höhepunkt gefunden hat und alle einzelnen Komponenten (Grasigkeit, vegetal, Würze, Süße) sehr gut zusammenspielen.
      Insgesamt hält er auch etwas länger durch. Der 4. Aufguss ist hier nicht nur ein Hauch seiner selbst, sondern durchaus noch Grüntee mit Geschmack.
      Wie gesagt, das soll keine Wertung sein, den Okumidori empfinde ich als "erwachsener" und komplexer, den Yabukita nicht minder qualitativ, aber geschmacklich "einfacher", dafür weiß man aber auch sofort, was man bekommt.
      Habt ihr ähnliche - oder gar abweichende - Erkenntnisse?
      Haut auch raus mit euren 1:1-Tests! 🧐
    • Von Johannes Fuchs
      Hallo an alle Teeliebhaberinnen und -liebhaber,
      zum dritten Mal organisieren wir ein privates Tea Gathering in Lübeck.
      Es geht darum Teeliebhaber und -interessierte zusammen zu bringen und ein paar schöne Stunden mit gutem Tee und tollen Gesprächen zu verbringen.
      Es hat sich bewährt, dass die die wollten ein/zwei Tees mitgebracht, die sie vorstellen können. Auch beim letzten Treffen mit ca. 16 Teeinteressierten waren es genussreiche und entspannte Stunden und wir haben nicht ansatzweise alle mitgebrachten Tees probieren können.
      Auch den gemiensamen Brunch wird es wieder geben. Jedem ist freigestellt etwas zum Essen beizutragen, bringt mit was Ihr mögt.
      Ihr seid also herzlich eingeladen am Sonntag 15.03.2020 um 11:00 Uhr in die Engelsgrube 74 in Lübeck zu kommen. Alleine schon das spät-mittelalterliche Gebäude, in dem wir uns treffen, ist eine Besichtigung wert.
      Lasst uns kurz wissen, ob Ihr dabei seid.
      Wir würden uns sehr über Euren Besuch freuen!
      Bei sämtlichen Fragen meldet Euch einfach.
      Mit besten Teegrüßen
      Rabea und Johannes

    • Von Tessa
      Hallo ihr Lieben!
      Nachdem ich ja eine ganze Weile recht ruhig war, habe ich mal eine echt dumme Frage. 
      Und zwar:
      Wie genau mache ich am besten eine Art "Tea-Tasting"?
       
      Hintergrund:
      Inzwischen habe ich ja doch so manchen Tee angesammelt (zuletzt habe ich im Teeladen ein paar sehr interessante Oolongs gefunden, ich bin schon sehr gespannt). Einige Freunde von mir trinken genauso gerne Tee. Und da ich bald umziehe war der Gedanke: "HA! In der neuen Wohnung setzt ihr euch gemütlich hin und macht mal ein cooles Tea-Tasting!"
      Ähm. Ja. Das "Wie?" stellt sich mir deshalb, weil es mir bei zig Sorten irgendwie dumm vorkommt, pro Sorte eine Kanne westlich zuzubereiten - nach der dritten Kanne müssen eh alle aufs Klo und schlafen kann an dem Wochenende dann auch keiner mehr. Allgemein beschränkt sich mein Sortiment an Tee-Equipment nur auf zwei Kannen (500 ml und 900 ml (oder so ähnlich)) und einige Schalen, Becher und Tassen. Leider habe ich mich noch nicht getraut mir so schicke Sachen (Kyusus usw.) wie von vielen hier verwendet zuzulegen.
      Wie haltet ihr sowas ab? 1 Aufguss, auf die Trinkgefäße verteilen, nächste Sorte? Jeder eine kleine Probe zum selber Aufgießen pro Tasse / Becher / Schale?
      Ich komme mir wirklich dumm vor, sowas zu fragen, aber ich habe nicht wirklich Lust aus Unwissenheit große Mengen an Tee zu verschwenden.
       
      Und bevor jemand fragt: Nein, ich war noch nie auf einem Tasting. Nichtmal zur Weinprobe.
       
      Lieben Gruß,
      Tessa
    • Von goza
      ich wollte mal meine Gehversuche der Teeproben von @Anima_Templi mit Euch teilen - auch um anderen Anfängern den Mund schön wässrig zu reden
      Er hatte mir ein Querbeet-Sortiment mit einem TGY, Da Hong Pao, Mingjian Huang Jin Gui, Bi Lo Chun und einem Sheng Pu Erh zukommen lassen. Ich bin mit einem gewissen Respekt an die Sache gegangen, nachdem ich ergooglet hatte, was das so war. "Perlen vor die Säue" war meine Befürchtung, "das kann ich doch noch gar nicht einordnen". Aber sogar mit absolut ungeübtem Gaumen konnte ich da schon sehr viel entdecken - und habe gleich den Unterschied zu "Normalo"-Tees erfahren können. In jedem Fall ein Erlebnis - Danke nochmal!
       
      TGY (vermutlich aged)
      was das genau war, wissen wir noch nicht. @chenshi-chinatee hatte den mal im Angebot und wir versuchen uns gerade mit Fotos ranzutasten, was das denn gewesen sein könnte. In jedem Fall verdammt lecker
      mit 3g auf 90 ml und 90°C nur kurz aufgegossen (max. 30 s) ist er zunächst noch verhalten mit würzigen und holzigen Aromen, in einem zweiten noch kürzen Aufguss dann pures Rosenwasser. Zuvor hatte ich einen kurzen Waschgang gemacht. Hier also mein erstes Erlebnis, wie ein zweiter Aufguss nicht nur bitter ist wie bei meinen ersten Tees, sondern im Gegenteil dann erst Vollgas gibt. Bei den weiteren Aufgüssen hab ich auch mal mit längeren Ziehzeiten experimentiert und nie, aber auch wirklich nie, ist da was bitter geworden. Mit der Zeit kommen noch Zimt oder Nelken dazu, wenn die Blumigkeit langsam schwindet. Ich glaube 6 Aufgüsse hab ich zaubern können.
      Westlich mit 1,5 g auf 250 ml hab ich auch ausprobiert, und ist in den ersten zwei Aufgüssen auch fein mit leichter Veränderung vom Blumigen zu etwas Würzigerem, danach ist es aber eigentlich recht monoton. Nicht schlecht, aber anders ist es einfach aufregender.
       
      Aged Da Hong Pao
      auch von @chenshi-chinatee
      selbe Zubereitung wie oben für leicht rauchige Würzigkeit, so Art Pumpernickel, dazu geröstete Nüsse, später Richtung Tabak, Baumrinde und leichter Blumigkeit. Dahinter verbirgt sich eine gewisse Süße wie Honig. Und auch hier nie unangenehme Bitterkeit. Bei diesen zwei Tees bin ich auch von Thermometer und Stoppuhr weggegangen. Es kommt unglaublich schnell ein Gefühl, wie der Tee ziehen muss und kaputt konnte ich hier gar nix machen.
       
      Mingjian Huang Jin Gui 2009 von Atong Chen
      Der hat sich mir erst bei einer zweiten Zubereitung am nächsten Tag erschlossen. Zunächst hatte ich nur was erdiges erkannt, würziger als Grüntee, viel sanfter als Schwarztee. Am nächsten Tag dann aber deutlich gebäckartige Noten, Nelken und die Fruchtigkeit von rosa Pfeffer und Ingwer (ohne die Schärfe). Mein Geschmackssinn war an diesem Tag wohl nicht so gut ausgeprägt oder hatte wohl kein Lust was zu erschmecken.
       
      Bi Lo Chun Sanxia 2019 von Atong Chen
      Ein Traum von Mango mit Vanille, Honig und dahinter anregender Würze. Hab noch nicht ganz rausgefunden, was das ist. Etwas vegetales. Bei westlicher Zubereitung hatte ich was maritimes mit Salzwasser und Austern dabei? War bei zweiten Aufguss aber nicht mehr - passt nicht so ganz zur Mango
       
      Yiwu Sheng Pu Erh 20214 von Yu
      fruchtige Erdigkeit, Pflaumenmus und später Seegras-Noten. Insgesamt habe ich noch nicht so auf den Pu-Erh-Zug aufspringen können. Die Tees sind schon gut, aber ich fühle mich derzeit arg den Grüntees und eher weniger stark oxidierten Oolongs hingezogen.
       
      Jetzt kenn ich auch die Intention von @Anima_Templi: das ist der Dealer, der den Kids am Schulhof kostenlose Drogenproben gibt. Und fixt sie damit an, dass sie voll drauf abfahren. Bin ich ihm böse? Nein! Nur mein Geldbeutel ist beleidigt, da der jetzt Hunger leiden werden muss, ob der kommenden Tee-Bestellungen
       
    • Von doumer
      Hallo zusammen,
      ich stehe gerade mit Peter Stanik von prSK in Kontakt, da er evtl. dieses Jahr nach Deutschland kommen würde und angeboten hat, an einem Wochenende im September ein paar Tastings zu veranstalten, wenn Interesse von uns besteht. Er bringt seine Tees und Utensilien mit, man kann jederzeit kommen und gehen, keine Kosten, einfach nur zusammen Tee trinken und sich austauschen.
      Das ist bislang nur eine spontane Idee, da wir uns auch so mal treffen wollten, d.h. Details müssten noch geklärt werden, aber da das evtl. auch noch andere hier interessieren könnte, dachte ich, ich frag mal nach
      Je nach Interesse würde sich eine Stadt mit ordentlicher Anbindung anbieten, die einigermaßen zentral gelegen ist wie z.B. Frankfurt (oder evtl. auch Kassel), damit zum einen Peter gut hinkommt und zum anderen Interessenten nicht ganz in den Süden müssen – Aichwald ist da leider etwas suboptimal gelegen
      Wie schaut's aus? Besteht daran generell Interesse? Zeit und Ort für alle vertretbar? Falls ja würde ich ihm das entsprechend zurückmelden und man könnte etwas detaillierter planen.
      PS: ich hoffe das Thema ist hier an der richtigen Stelle, sonst einfach verschieben, danke!
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