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Hallo allerseits,

motiviert von einem kürzlichen Schadensfall, der sich gesellt zu einer Reihe beschädigter Keramiken, die in meinem Schrank vor sich hinmodern, hab ich jetzt die Teetalk-Threads über eigene Kintsugi-Versuche und Kunstharz-Kleber entdeckt.

Da ich jedoch kein so enthusiastischer Bastler bin, hab ich mal gegoogelt, und zu meiner Verblüffung eine Japanerin gefunden, die in Berlin eine Kintsugi-Werkstatt betreibt!

Auf ihrer Über Kintsugi-Seite schreibt sie unter anderem:

Zwölf Jahre habe ich in Seto, Yokkaichi und Tokio als Töpferin gearbeitet, und fand es immer zu schade, wenn eine Keramik zerbrach. Auf der Suche nach einer Reparaturmethode stieß ich auf Kintsugi. Zunächst war es nur ein Hobby, dann bekam ich hin und wieder Anfragen von Bekannten, die ich gern annahm, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Nun biete ich Kintsugi in Deutschland an, wo die Technik fast unbekannt ist. Umso mehr freue ich mich, für diejenigen da sein zu können, die ihre Vorliebe für Kintsugi – die Schönheit des Zufalls und des Asymmetrischen – entdeckt haben.

Hat auch eine recht umfangreiche Galerie mit Dutzenden eigener Werke online, hier zwei Beispiele:

Korea-Chawan-3.jpg

Quellehttp://www.tsugi.de/image/sample/bizen-7-3.jpg

Teekanne-weiss-1.jpg

Quellehttp://www.tsugi.de/image/sample/Teekanne-weiss-1.jpg

Besonders dieses Bild hats mir angetan, denn nahezu genauso sieht mein Kyusu-Deckel aus, der vor Jahren gebrochen ist, sowohl was die Form als auch was den Bruch angeht:

Kyusu-deckel.jpg

Quellehttp://www.tsugi.de/image/sample/Kyusu-deckel.jpg

Nun dürfte das ja allerhöchstwahrscheinlich eine enorm teure Angelegenheit werden, so eine handwerkliche Reparatur unter Zuhilfenahme echter Materialien... allerdings schreibt sie weiter:

Daumenschätzung der Kosten: 1 cm2 = ab 15,00 EUR (Arbeits- und Materialkosten) zzgl. Versandkosten.

Das klingt ja auf jeden Fall einmal so als würde sich eine Anfrage rentieren - ich hab also mal eine gestellt und bin gespannt was zurück kommt.
Kennt jemand die Frau, oder hat Erfahrungen? Ich bin jedenfalls ziemlich aufgeregt :) :) :)

bearbeitet von theroots

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Nachtrag: Die Dame heißt Natsuyo Watanabe... könnte ein Admin bitte den Titel aktualisieren? :blush:

Titel geändert

bearbeitet von KlausO

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Anhand der Bilder lässt sich sagen, dass die Dame ihr Handwerk versteht, auch wenn ich durchaus auch bessere Arbeiten gesehen habe. Dennoch sind die Resultate sicherlich in einem Rahmen, der ästhetische Ansprüchen gerecht wird. :)


bearbeitet von theroots

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und Trockenzeiten :) Ich denke dass die meisten Kunden von Frau Watanabe noch, ähm, irgendwo eine weitere Kanne haben und die Zeit somit überbrücken können *g*

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Ein guter Anteil der Wartezeit ist in der Tat durch die Reparatur selbst bedingt: In einem ersten Schritt werden die Bruchteile zusammengefügt, wobei das aushärten des Lacks mehrere Wochen dauern kann. Da beim zweiten Schritt, der Versiegelung, wiederum eine Schicht Lack aufgetragen wird, wiederholt sich das Spiel.


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Einerseits vielen Dank für die Info @miig, aber andererseits kam dieser Beitrag fast wie ein böses Ohmen. 


Denn ich konnte am nächsten Tag lernen, dass man Tee-Utensilien lieber nicht auf Treppen bewundern sollte -.-"


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An solchen Erfahrungen bin ich öfters näher, als mir dies lieb wäre. Danach ist man eine ganze Weile vorsichtig, bis sich das Spiel wiederholt.  :rolleyes:


Ich hoffe, dass sich eine Restaurierung lohnt und die Schale danach in neuer Schönheit erstrahlt. 


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Restaurierung lohnt sich immer, wenn man emotional an etwas hängt^^


Ich muss nur noch sehen, ob ich es selbst wagen werde. Habe noch eine zweite Chawan, wo ich testen kann. Die kam leider nur noch in Einzelteilen an.


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Wie an anderer Stelle schon gepostet, ist mir das hier passiert:

http://www.fotos-hochladen.net/view/20150823085632073z4afc69.jpg

Habe Frau Watanabe damit mal angemailt und bin gespannt, was bei heraus kommt. 

Die originale Kanne ist hier zu sehen:

http://www.tokoname.or.jp/teapot/maker_profile/hakusan/hakusan011.htm

bearbeitet von Verdana330

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ich denke das würde mit silber / gold etc schon gut aussehen. und es gibt ja auch schwarz !


du musst bei der dame nur mit sehr langen wartezeiten rechnen (6 monate oder gar 1 jahr?) , wegen dem austrocknen des harzes.


Preislich wird es sicherlich auch gute 50+€ kosten


(etwa 15€ pro cm²)



dieses harz kann  man sich auch selbst bestellen und auch ganze sets mit gold etc.. auf etsy.com (zb). aber wenn mans nicht kann würde ichs bei ner kanne wie deiner eher machen lassen.



Mir ist zb meine yixing kanne vor dem ersten gebrauch aus der hand gefallen und hat jetzt nen kleinen haarriss innen und richtung ausguss. es ist zwar dicht und man sieht es nicht (noch weniger stört es mich) , aber wenn das ding doch mal zerbricht flicke ich es selbst :)


bearbeitet von Marc Marc

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du musst bei der dame nur mit sehr langen wartezeiten rechnen (6 monate oder gar 1 jahr?) , wegen dem austrocknen des harzes.

Es handelt sich dabei nicht um Harz, sondern einen natürlichen Lack. Das Aushärten dauert aber in der Tat seine Zeit, insbesondere weil dies zwei Mal geschehen muss. Zeitlich muss man dafür etwa mit 3-5 Wochen rechnen. Eine weitergehende Wartezeit wäre also anders zu begründen. :)

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Ich würde erst einmal abwarten, was Frau Watanabe sagt und wie der Kostenvoranschlag aussieht und dann die Kosten u.U. mit bei der "Farbauswahl" berücksichtigen (Goldpulver bzw. Blattgold sind nunmal etwas kostenspieliger, keine Ahnung wie sich das im Vergleich der Gesamtkosten niederschlägt). Verdana und Frau Watanabe haben außerdem den Vorteil, dass sie das Gesamterscheinungsbild inkl. Oberflächenhaptik bei der Entscheidung mit einbeziehen können; dies spielt mMn auch mit eine Rolle - also nicht nur die Farbe der Kanne, auch das Material.



@theroots & MarcMarc: Angeblich sind tw. längere Wartezeiten einzuplanen weil sie so viel zu tun hat.


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Es ist etwas trauriges passiert, ich mag gar kein Foto davon posten. 

Ich habe eine Mail an diese Kintsugi Meisterin aus Berlin geschrieben:  http://www.tsugi.de/de/anfrage.html

Ich habe noch mal Glück gehabt... dass bei meiner Yixing nur der Henkel abgebrochen ist... und vom Deckel nur sehr wenig abgesplittert ist. 

Die Sache am Deckel stört nicht, aber ohne Henkel könnte ich sie nur noch mit dicken isolierenden Handschuhen benutzen.. oder mit einer Zange  :ph34r:

Hoffentlich kann Frau Watanabe den Henkel wieder anbringen... 

theoretisch könnte ich das aus auch selbst mit Kleber machen ... aber ich hänge an dem Kännchen und möchte lieber erst mal wissen wie viel sie dafür ca. nehmen würde es Kintsugimässig zu reparieren ... stell ich mir sogar sehr schön vor. 

Also Frau Watanabe hat mir sehr freundlich und kompetent geantwortet... sie meint es sei evtl. zu schwer nur für Urushi und sie würde es mit 2 Komponenten-Kleber reparieren (25 Euro --- ich nehme an zuzüglich Versand)  und wenn ich wollen würde, könnte sie noch für 10 Euro mehr einen Urushi-Gold Überzug machen. 

Ich überlege jetzt selbst den noch hier bei mir rumliegenden 2-Komponenten-Kleber zu nehmen ... um das Geld zu sparen... 

Oder Cel zu fragen es doch nur mit Urushi zu probieren... aber wenn der Henkel dann beim Tee machen abbricht ist eigentlich auch mega doof... 

Ich weiss nicht, ... wie ist es eigentlich mit dem Zini-Yixing-Ton ...   :huh:

ne ne, die Frage beantworte ich mir lieber selbst :lol:  :P ...  ich glaube eigentlich nicht dass der Kleber/Giftstoffe / Kleber-Aromen durch die Wand ~~"diffundiert" ... aber ich wollte eigentlich nicht lebensmittelgeeigneten Kleber von der Kanne fern halten... ist irgendwie so eine sentimentale Sache. 

Na ja, ich vermute ich werde mich fürs selber kleben entscheiden...  :unsure:

bearbeitet von TaoTeaKing

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Knackpunkt Henkel, ich habe es mir ja gedacht :) Wie groß ist die Kanne eigentlich?

Ja, ich weiss du hast es ja gleich erwähnt ...  <_<

120 ml ---  

hier ein Foto zum Vergleich post-872-0-01332500-1445969462_thumb.jpg

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So viel Gewicht muss der Henkel ja gar nicht aushalten... und da sieht mir ausserdem nach Sollbruchstelle aus (da sind ja sogar noch dreieckige "Dübel", wodurch das Kleben besser halten wird, als wenn die nicht da wären. 


Lies Dir durch, wofür der Zweikomponentenkleber geeignet ist und dann lass Dein Bauchgefühl entscheiden.  :)

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Ich denke, dass die Reparatur in traditioneller Weise durchaus möglich ist, v.a. weil auch das Volumen (und somit das Gewicht) relativ klein ist. In diesem Fall stellt sich trotzdem die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Ich sehe die Vorteile von Kintsugi typischerweise dort, wo Reparaturen an offensichtlichen Stellen vorzunehmen sind und fehlende Teile ersetzt bzw. Bruchstücke ergänzt werden müssen. Dies trifft in diesem Fall nicht zu. Ein geeigneter Zweikomponentenkleber und ggf. eine Zierschicht mit Lack sowie Gold scheint die sinnvollere Lösung zu sein. :)


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...hab´ mal eine Zeit lang den Deckel einer Yixing-Kanne geklebt. Zu erst mit Sekundenkleber, dann mit einem Keramikkleber.


   Das Problem ist, dass der Deckel immer einer großen Hitze ausgesetzt ist. Der Keramikkleber hat deutlich länger gehalten,


   ist aber auch nach einer Zeit wieder lose geworden.


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Ich denk ja, 35€ für eine fachmännisch (-frauisch) ausgeführte und ästhetisch ansprechende Reparatur ist für eine liebe Teekanne womöglich durchaus noch zu rechtfertigen :)


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    • Von Teemann12
      Hallo Grüntee-fans.
       
      Ich liebe japanische n Grüntee und möchte gerne wissen wie viel Teelöffel grüner Tee ich in eine 370ml große Kyushu geben muss damit der Tee mir gut bekommt.
       
      Viele grüße keven
    • Von Paul
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    • Von cml93
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      Alle Tees sind ab sofort auf www.yutaka-tee.de erhältlich. Die bereits im letzten Monat angekündigten Oolongs sind nun auch im Shop verfügbar.
    • Von KlausO
      Bei meiner Matcha Bestellung von Yukata Tee hat mir @cml93 noch eine Teeprobe dieses Kabusecha mit ins Paket gelegt.
      Der erste Aufguß mit 5g, ca.65°warmen Wasser ca.50ml und 30sec. war sehr gut. Frisch, grün, fischig (umami). Leider habe ich es dann versaut. Die Teeblätter sind sehr stark aufgegangen mein Gaiwan war zu klein, daher zu wenig Wasser und mit 15sec. + Abgießen schon zu lang. Hat sich dann bei den 2 folgen Aufgüssen gerächt. Tut mir leid, ich kann leider nichts besseres schreiben.
      https://www.yutaka-tee.de/de/yamazaki-wettbewerbs-kabusecha-saemidori.html
      Als Tipp: nehmt eine größere Kanne als ihr denkt.
    • Von cml93
      Frisch von meiner letzten Japan-Reise mitgebracht: verschiedenste Wettbewerbtees und handgepflückte Schwarztee-Spezialitäten aus Japan:
      Takenouchi Sencha "Asanoka"

      Dieser Sencha hat ein starkes Umami und eine fruchtige Süße, die mit leicht herben Noten und einer angenehmen Würze komplettiert werden. Dazu ist dieser Tee extrem duftig mit einem langanhaltendem Nachgeschmack, welcher den ganzen Mund ausfüllt.
       
      Yamazaki Wettbewerbs-Kabusecha "Saemidori"

      Ein Wettbewerbs-Kabusecha der Extraklasse, den ich im September auf der Auktion des Kansai-Teewettbewerbs selber ersteigert hatte. Unglaubliche Süße und Umami, eigentlich fast schon ein Gyokuro, der sich aber von Aufguss zu Aufguss verändert und zum Schluss geschmacklich in Richtung Sencha geht.
       
      Tsuji Wettbewerbs-Tencha "Ori"

      "Ori" bedeutet das gleiche wie Karigane nur für Tencha. D.h. der Stängelanteil ist höher als bei normalem Tee. Da es sich hierbei jedoch um einen handgepflückten Wettbewerbstee handelt, ist 1. der Stängelanteil des gepflückten Tees extrem niedrig und 2. werden für den Wettbewerb Blätter mit der Pinzette aussortiert, die bei normalen Tees nicht aussortiert werden würden.
      Dieser Tencha ist im ersten Aufguss extrem süß und hat ein unglaubliches Umami: komplett mundausfüllend, jedoch sehr elegant. Auch in den folgenden Aufgüssen sind Umami und Süße noch deutlich vorhanden, es kommen aber noch frische Noten dazu und ein deutliches Matcha-Aroma.
       
      Shibamoto Handgerollter Schwarztee "Benihikari"

      Ein handgerollter Schwarztee der absoluten Spitzenklasse: Beim Öffnen der Tüte verströmt der Tee einen stark fruchtigen Duft, der an schwarze Johannisbeere erinnert. Geschmacklich ist er sehr komplex: Basilikum, Minze, etwas malzig, eine leichte Fruchtigkeit (Bitter-Orange) untermalt mit einer tollen Süße (Honig) und zart herben Noten, der insgesamt stark an das taiwanesische Cultivars Ruby 18 erinnert.
       
      Miyazaki handgepflückter Schwarztee "Benifuuki" 2014

      Dieser Schwarztee wurde im September 2014 handgepflückt und vier Jahre gelagert.
      Der Duft ist betörend süß und fruchtig, er erinnert stark an schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Auch im Geschmack ist er sehr fruchtig und süß, extrem duftig und hat eine hauch zarte Herbe im Hintergrund. Durch die Lagerung ist der Tee sehr rund geworden und hat noch leicht "dunkle" Züge dazugewonnen, die entfernt an Puer-Tee erinnern.
       
      Kôrogi Wettbewerbs-Schwarztee "Mecha"

      Herr Kôrogi (14-facher Gewinner des nationalen Wettbewerbs im Kamairicha-Segment) produziert jedes Jahr in kleiner Menge einen Wettbewerbs-Schwarztee, den er, ähnlich wie Darjeeling First Flush, für einen Schwarztee wenig oxidieren lässt.
      Das verleiht diesem Tee ein unglaublich blumiges Aroma und Marzipan- bzw. Mandelnoten, die von einer starken Süße komplettiert werden. Ein sehr runder und duftiger Schwarztee.
       
      Ab jetzt erhältich auf: https://www.yutaka-tee.de
       
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