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Nachdem ich mich einige Zeit um andere Dinge kümmern musste, folgt ein etwas längerer Beitrag zu einem eher traditionellen Thema. Viele werden sich wohl nicht direkt damit identifizieren können, aber vielleicht lässt sich der eine oder andere trotzdem davon anstecken. Ich möchte euch heute eine Keramik vorstellen, bei der sich eine etwas vertiefte Recherche lohnte und welche es zudem erlaubt, gleich mehrere interessante Themen in deren Theorie zumindest anzuschneiden. Es handelt sich dabei um das für koicha (濃茶), d.h. starken bzw. dickflüssigen Tee verwendete Utensil Chaire. Die nachfolgenden Ausführungen stützen sich v.a. auf die Lehre der Urasenke-Schule, einer der drei Hauptströmungen. Insofern kann daraus keine Allgemeingültigkeit abgeleitet werden, zumal mein Wissen diesbezüglich lückenhaft ist.

Auf den Unterschied der verschiedenen Arten von Matcha-Behältnissen bin ich bereits in einem anderen Thema eingegangen. Leider waren die dort getätigten Ausführen etwas unspezifisch, daher an dieser Stelle nochmals ein paar Worte zur Unterscheidung der jeweiligen Behältnisse:

Während Chaire (auch koicha-ki, 濃茶器) wie erwähnt für koicha verwendet werden, wird ihr Gegenstück beim usucha, d.h. beim dünnflüssigen Tee, Usuki (薄器) bzw. usucha-ki (薄茶器) genannt, was etwa mit „Behälter für dünnen Tee“ übersetzt werden kann. Zwar wird in vielen Quellen i.d.R. lediglich zwischen Chaire und Natsume unterschieden. Letzteres ist aber nur eine – wenn auch die mit Abstand am meisten genutzte – von mehreren Arten von Usukis. Der Begriff „Natsume“ wurde der chinesischen Jujube, die auch Natsume genannt wird, entliehen. Daher werden lediglich jene Usuki als Natsume bezeichnet, welche ihrer Form nach der Frucht der Jujube gleichen. Während Usuki meist aus Holz und Lack gefertigt werden, sind Chaire in aller Regel keramische Erzeugnisse. 
 

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Ein weiterer Begriff, den man in diesem Zusammenhang kennen sollte, ist Chaki (茶器). Dieser Begriff ist mehrdeutig und kann sich einerseits auf sämtliche im chanoyu verwendeten Utensilien beziehen. Im Speziellen kann er sich aber andererseits auch auf alle Matcha-Behältnisse beziehen, ist somit Oberbegriff für diese, unabhängig davon, ob sie nun im Rahmen von usucha (Usuki) oder koicha (Chaire) verwendet werden.

Chaki, d.h. Matcha-Behältnisse generell, haben innerhalb des chanoyu eine spezielle Stellung, denn nicht alle Utensilien verfügen über den gleichen Rang. Welchen Rang ein bestimmtes Utensil hat, lässt sich an verschiedenen Umständen ausmachen. Nicht ausschlaggebend ist der jeweilige monetäre Wert eines bestimmten Utensils. Hingegen gibt bspw. die Art, wie der Gastgeber das Utensil trägt, Aufschluss über dessen Rang: Trägt er das Utensil mit beiden Händen, nahe am Körper, spricht dies für ein Utensil höheren Ranges. Aufschluss über den Rang gibt zudem die Reihenfolge, in welcher die Utensilien in den Raum gebracht werden, wobei Utensilien höheren Ranges vor jenen tieferen Ranges in den Raum gebracht werden. Ein weiteres Indiz ist die örtliche Platzierung des Utensils: Je näher an der Nische (tokonoma), in welcher u.a. auch das Rollbild zu finden ist, desto höher der Rang. Auch unter den Gästen wird sich der Hauptgast in kürzester Entfernung zu dieser Nische befinden, weshalb er wiederum die beste Sicht auf die höherrangigen Utensilien hat. Langer Rede kurzer Sinn: Neben Rollbild - welches oft als wichtigster Bestandteil überhaupt angesehen wird - und Chawan (Matcha-Schale), gilt auch der Matcha-Behälter (Chaki) als ein solches Utensil höheren Ranges.
 

Nach dieser theoretischen Einführung möchte ich euch den Behälter vorstellen, für welchen ich mich entschieden hatte. Verkauft wurde sie als eine aus der Edo-Zeit (1603 - 1868) stammende Seto Chaire.

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Soweit ich ein Utensil in meine Sammlung aufnehmen kann, bin ich immer bestrebt, so viel wie möglich darüber herauszufinden. In diesem Fall geben gleich mehrere Merkmale Aufschluss über die mögliche Herkunft. Einerseits findet sich auf der Unterseite eine Prägung des Künstlers, was bei älteren Chaire eher selten und bei sehr alten Stücken gänzlich unüblich ist. Da sich die Entzifferung jedoch eher schwierig gestaltete, kann auch die dazugehörige Holzkiste weitere Informationen liefern. Diese wird regelmässig für ein bestimmtes Utensil angefertigt, dient dessen Schutz und gibt Aufschluss über den Inhalt und Künstler. In diesem Fall wurde sowohl die Aussen- als auch die Innenseite des Tomobako-Deckels beschriftet.

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Auf der Aussenseite findet sich die Information Seto (瀬戸) tea container (茶入) und somit nichts, was nicht schon bekannt gewesen wäre. Auch die Innenseite des Deckels gibt leider keinen Aufschluss darüber, aus wessen Hand dieses Objekt stammt. Denn die Signatur auf der Innenseite stammte augenscheinlich von einem der Leider der Omotesenke Schule, d.h. einer der drei Hauptschulen. Um wessen Signatur es sich genau handelt, ist hingegen nicht ganz klar: Entweder um jene der neunten Generation Kōshuku Sōsa (1775-1825), oder jene der sechsten Generation Gensō Sōsa (1678-1730). Fest steht hingegen, dass weder der eine noch der andere Vorsteher der Omotesenke diese Chaire erschaffen hat. Es stellt sich also die Frage, wieso trotzdem dessen Signatur vorzufinden ist. Die Antwort ist einfach: Die Signierung von Tomobakos durch Head-master der grossen Teeschulen ist nicht unüblich. Dies geschieht entweder dann, wenn der Vorsteher einer Schule einer gewissen Keramik einen erhöhten künstlerischen Wert zumisst. Ebenso aber, soweit ein Künstler oder Besitzer einer Keramik – gegen eine entsprechende Gebühr - darum erbittet.

Somit blieb als einziger Hinweis auf den Künstler, die Signatur auf der Chaire. Glücklichweise wurde mir auch diesbezüglich weitergeholfen: Es handelt sich um die Signatur von Ninnami Dohachi (Takahashi Dohachi Ⅱ), einem bekannten Künstler aus Kyoto. Mit dieser Hilfe war es auch nicht mehr schwer, dessen Signatur in einem Nachschlagewerk (Handbook of Marks on Pottery & Porcelain, 1919) zu finden.

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Daraus ergibt sich nun die Frage, ob die Holzkiste und deren Inhalt wirklich zusammengehören. Auf den ersten Blick macht dies wenig Sinn, denn auf der Box ist klar „Seto“ vermerkt, was dafür spricht, dass deren Inhalt aus Seto stammt. Ninnami Dohachi hingegen war, wie erwähnt, in Kyoto tätig, womit dessen Erzeugnisse als Kyōyaki bezeichnet werden müssten. Hier kommt aber die Doppeldeutigkeit solcher Begriffe zum Tragen: Begriffe wie Kyōyaki, Setoyaki usw. können als Herkunftsangaben verstanden werden, die unabhängig von der Optik eines konkreten Stücks verwendet werden. Jedoch sind an diesen spezifischen Orten auch immer spezifische Stile hervorgegangen, so dass die Begriffe nicht selten auch für eine bestimmte Art von Keramik stehen. Wirft man einen Blick auf die Chaire, stellt man fest, dass diese in einer typischen (ko-)Seto-Optik gefertigt wurde, d.h. mit brauner hochglänzender Glasur. Hier schliesst sich der Kreis wieder: Der Vermerk „Seto“ auf der Box muss daher nicht zwingend auf die Herkunft verweisen, sondern kann sich auch auf den Stil beziehen. Es fragt sich daher, ob ggf. in zeitlicher Hinsicht Hinweise darauf bestehen, ob Inhalt und Box zusammengehören. Die sechste Generation der Omotesenke lebte von 1678-1730, die neunte von 1775-1825. Ninnami Dohachi, dessen Prägung die Chaire trägt, lebte von 1783-1855. Soweit die Signatur von der sechsten Generation stammen sollte, ist auszuschliessen, dass Box und Inhalt zusammengehören. Soweit die Signatur auf dem Deckel hingegen der neunten Generation zugeordnet werden kann, stimmt auch die zeitliche Komponente und Box sowie Inhalt könnten durchaus zusammengehören.

Gänzlich lässt sich dies nicht ohne weitere Abklärungen klären, ebenso nicht, ob die Prägung der Chaire sowie die Signatur auf der Box authentisch sind. Soweit die Authentizität gegeben sein sollte, lässt sich die Chaire aber ziemlich genau datieren, so dass sie irgendwann in der späten Edo-Zeit zwischen 1800-1825 entstanden sein muss.

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bearbeitet von theroots

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Ein "WOW!" für Deinen Beitrag und ein "WOW!" für Deine Teegerätschaften!  :thumbup: 



Und endlich mal Antworten auf einige Fragen, die ich mir schon länger gestellt hatte.  :thumbup:


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Vielen Dank, es freut mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast und natürlich noch mehr, dass der Beitrag auch inhaltlich überzeugen konnte. :)


Zu dieser Thematik wäre natürlich noch eine Menge mehr zu sagen. Dies zeigt, wie weit (und interessant) dieses Feld ist. 


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Vielen Dank für diesen sehr informativen Bericht und Glückwunsch zu Deinen wunderschönen Behältnissen!


Die Kombination der Materialien ist reizvoll und es ist spannend zu lesen, welche Forschungswege möglich sind.



Wie groß ist die Chaire?


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Lagert man darin dann den matcha oder nur die menge die verbraucht wird?

Diese grundsätzliche Frage ging wohl etwas unter. Allgemein lässt sich sagen, dass die Lage bei allen Arten gleich aussieht: Die Behältnisse sind nicht umbedingt dafür gedacht, einige Tage lässt sich Matcha darin aber ohne Probleme lagern. Darüber hinaus sollte man jedoch besser einen luftdichten Behälter wählen und diesen an einem kühlen Ort aufbewahren. :)

Wie groß ist die Chaire?

Vielen Dank auch für dein Feedback! :)

Die Chaire misst ca. 7cm x 3-5cm (Höhe x Breite). Es ist damit eher ein kleines Modell, wobei die Vielfalt diesbezüglich relativ gross ist. 

bearbeitet von theroots

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 Darüber hinaus sollte man jedoch besser einen luftdichten Behälter wählen und diesen an einem kühlen Ort aufbewahren. :)

Bezüglich der Abdichtung waren Cha-Ire ja mal durchaus mal state of art; Elfenbein als Material für den Deckel hat den Vorteil, dass es nicht wie Holz mit der Luftfeuchtigkeit arbeitet, dadurch kann man ihn sehr passgenau machen, ohne Angst haben zu müssen, dass es die Keramik sprengt, wenns draußen mal regnet. Das Gold an der Unterseite als wenig reaktives Material versiegelt natürlich zusätzlich, man denke an einen guten Wein, der vom Korken versaut wurde ;-). Schlussendlich hält das Shifuku den Deckel in Position und allen Dreck fern.

Und trotzdem, lange wurde der Tee früher auch nicht aufbewahrt, kleine Matcha-Steinmühlen waren wohl recht verbreitet - frisch gemahlenen Matcha, wenn er gebraucht wurde.

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Die Deckel passen bei gut verarbeiteten Modellen in der Tat gut, wobei es durchaus genügend gegenteilige Beispiele gibt. ;)






Schlussendlich hält das Shifuku den Deckel in Position und allen Dreck fern.





Da du dies erwähnst, vielleicht gleich noch eine Anmerkung zu diesem Aspekt: Wer schon die eine oder andere Chaire gesehen hat, konnte vielleicht feststellen, dass oft gleich mehrere (oft drei bis fünf) Shifukus, d.h. Beutel aus Seide oder einem ähnlichen Material, für eine einzige Chaire gefertigt werden. Da die Chaire jeweils mit dem Shifuku in die Zeremonie einbezogen wird, wird auch die Hülle möglichst entsprechend dem übergeordneten Thema gewählt, weshalb wiederum eine Chaire verschiedene Beutel hat. Dies führt letztlich dazu, dass zu dieser kleinen Keramik oft eine Unmenge von "Verpackung" gehört: Eine oder oft auch zwei Holzkisten, eine zusätzliche hölzerne Hülle, die optisch einer Natsume gleicht sowie mehrere Shifukus. Zu erwähnen ist auch, dass aufgrund der vielfältigen Formen die Hüllen für jede Chaire die massgeschneidert werden. Sofern die Hülle nicht gut sitzt, d.h. die Hülle nicht eng anliegt und die vorhandenen Schlitze sich nicht gänzlich schliessen, so wurde die fragliche Hülle wohl nicht für diese konkrete Chaire hergestellt. 

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... "gut passen" bedeutet aber nicht "fest schließen", das wäre nämlich gerade für einen flüssigen Ablauf der Teezeremonie störend, genauso wie ein zu eng anliegendes Shifuku, das nur mit Mühe abgezogen werden kann, statt sanft abgestreift zu werden...



Längeres Aufbewahren in einer Chaire schließe ich mal aus, weil Matcha, besonders wenn er frisch ist, dazu neigt, Klümpchen zu bilden - deshalb siebt man ihn kurz vor der Zeremonie und gibt ihn dann erst in die Chaire.



Eine kleine Ergänzung noch: der Knoten, mit dem das Shifuku geschlossen wird, war früher nicht "genormt" nach Schule, sondern jeder Teemeister band es auf spezielle Weise, um auszuschließen, dass sich jemand Fremdes daran vergreift.


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... "gut passen" bedeutet aber nicht "fest schließen", das wäre nämlich gerade für einen flüssigen Ablauf der Teezeremonie störend, genauso wie ein zu eng anliegendes Shifuku, das nur mit Mühe abgezogen werden kann, statt sanft abgestreift zu werden...

Damit hast du zwar grundsätzlich Recht. Jedoch bestehen genau aus diesem Grund die Schlitze, so dass die Chaire jeweils gut aus dem Shifuku entnommen werden kann. Diese Schlitze reichen daher bis über den dicksten Punkt der Chaire. Insofern sind die Shifuku schon eng anliegend, jedoch aufgrund der durchdachten Konstruktion der Beutel trotzdem leicht zu entfernen. 

der Knoten, mit dem das Shifuku geschlossen wird

Den muss ich noch nachschlagen, da ich den Beutel, wie dies auf dem Bild leicht zu erkennen ist, nur provisorisch geschlossen habe. ;)

Aber der Hintergrund des Knotens ist ein sehr interessantes Detail, welches mir bis anhin nicht bekannt war.  

bearbeitet von theroots

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Vielen Dank für deine Antwort, the roots!






Elfenbein als Material für den Deckel hat den Vorteil, dass es nicht wie Holz mit der Luftfeuchtigkeit arbeitet





Tatsächlich reagiert es auf die Luftfeuchte und arbeitet ähnlich wie Holz. 


Meiner persönlichen Spekulation nach hat man sich wegen der Besonderheit und Wertigkeit des Materials dafür entschieden. 

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Hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit helfen meines Wissens nach v.a. die Tomobakos, jedoch natürlich primär gegen Einflüsse auf die Utensilien selbst und nicht deren allfälligen Inhalt. 



Ich denke schon, dass Elfenbein "räumlich" weniger arbeitet, auch wenn es bekanntermassen Feuchtigkeit aufnimmt. Heute werden viele Deckel jedoch stabilisiert sein, um sie beständiger zu machen. Der Hauptgrund der Verwendung wird aber wohl in der Tat zu einem wesentlichen Teil durch die leider besondere Stellung dieses Materials begründet sein. 


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...Heute werden viele Deckel jedoch stabilisiert sein, um sie beständiger zu machen....

Die Deckel werden heute zumeist aus Resin und anderen Kunststoffen hergestellt, wobei gute Stücke sogar eine Maserung wie Elfenbein aufweisen.

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Das trifft für jene (in Japan hergestellten) Chaire zu, welche im untersten Preissegment angeboten werden (Massenprodukte) und all jene, die für den Export bestimmt sind. Für den grossen Rest, den ich auf mindestens 80-85% schätze, hat sich bei der Wahl der Materialien bis anhin nichts geändert. Hierfür fehlt in Japan das Bewusstsein, welches für ein Umdenken nötig wäre. Solange die Verarbeitung und der Verkauf in Japan und China nicht ähnlich restriktiv wie in Europa gehandhabt wird, wird sich daran leider auch in Zukunft nichts ändern.



Immerhin wird heute ein guter Teil auch aus Mammutstosszähnen hergestellt, wobei freilich für den Käufer selten ersichtlich ist, was für ein Material verwendet wurde. Insofern ist auch dies leider keine wirklich befriedigende Lösung. 


bearbeitet von theroots

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Ein wirklich sehr schöner und informativer Bericht Erstaunlich, was du alles herausgefunden hast. Ein schönes Stück ist es auch :) würde ich gerne mal in real sehen :)

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Vielen Dank auch für eure Rückmeldungen! :)






Ein schönes Stück ist es auch :) würde ich gerne mal in real sehen :)





Leider lässt sich die Optik anhand der Bilder nur bedingt vermitteln. Je nach Lichtverhältnis scheint die Glasur schon fast metallisch zu sein und erinnert an ein Tigerauge. Wirklich ein spannendes Stück, in jeder Hinsicht. 


Da uns Hamburg sehr gut gefallen hat, dürfte ein erneuter Besuch sicherlich zeitlich nicht all zu fern liegen und so eine kleine Keramik auch im Gepäck ihren Platz finden. Es ist ohnehin schade, dass ich nicht früher daran gedacht hatte, dass einige unserer Mitglieder dort ihre "Zelte" aufgeschlagen haben. :)


bearbeitet von theroots

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Wenn es euch mal wieder nach Hamburg verschlägt, seid ihr auf eine Tasse Tee herzlich eingeladen ;) ob mit oder ohne Cha-ire!

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Gerne möchte ich euch eine weitere antike Schönheit vorstellen, welche ich vor einiger Zeit erstanden hatte. Im Gegensatz zur Kyōyaki Chaire im Seto-Stil (vgl. oben), handelt es sich hierbei um Karatsu-yaki. Der Behälter ist etwas jünger und dürfte aus der Meiji-Zeit stammen (ca. 100-150 Jahre). Ansprechend fand ich v.a. die farblichen Gegensätze beim oberen und unteren Teil der Glasur. Die Innenseite wurde übrigens mit der gleichen Glasur überzogen wie der untere Teil der Aussenseite.



Die hellere Glasur bietet etwas mehr Kontrast also typische Seto-Chaire, wie man auf dem letzten Bild gut sehen kann. 



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Seufz . ein Traum... ich glaube ich muss mal vorbeikommen und dir zeigen, wie man den Chashaku zeremoniegerecht auf der Chaire ablegt - nur um die beiden Stücke mal in der Hand zu halten ;)


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Teebesuch ist immer willkommen, auch wenn der Chashaku lediglich zur Verdeutlichung des Kontrastes drapiert (sogar gehalten) wurde.  :lol:


Ansonsten wird hoffentlich früher oder später auch ein Treffen im nördlichen Kanton zustande kommen. 


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