Sencha-Liebhaberin

Teesüchtelnde Ruhrpott-Bewohnerin sucht Horizonterweiterung

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Hallo zusammen!



Mein Name ist Juliane, ich bin 25 Jahre alt, wohne zurzeit in Dortmund und bin vor 5 Jahren dank einer halbjapanischen Freundin nach einer tristen Kaffee-Teebeutel-Schwarztee-Zeit auf den losen Grüntee gekommen. Allerdings war das ein langsamer Prozess - ich habe zuerst einen Zeh in die Gefilde des aromatisierten Grüntees gedippt und mich dann schrittweise zu purem Grüntee in günstigen Qualitäten hochgearbeitet - zuerst noch mit Zucker.. im Rückblick gruselt mich die Vorstellung. :ph34r: Irgendwann, als ich so langsam zuckerentwöhnt war, merkte ich, dass ich erstens japanischem Tee deutlich den Vorzug gegenüber chinesischem Tee gebe, und zweitens, dass ich erst am unteren Ende der Fahnenstange war, was die Qualität des Tees anging.



Der Moment, in dem ich den Sencha Miyazaki vom Teekontor Kiel (mein bisheriger Hauptdealer) zum ersten Mal in meiner Tasse hatte, war für mich eine echte Offenbarung - diese zitronigen, waldig-frischen Aromen hatten meine Neugier auf hochwertige Tees endgültig geweckt. Dazu gesellte sich ein Faible für blumige Oolong-Tees.. hach, Formosa Jade Pearls bilden für mich einen feinen Gegenpol, wenn mir mal nicht nach grasig-grün ist. Bis heute ist dieses Zweiergespann aus Sencha und Oolong das Fundament meiner Teevorlieben, wobei ich auch gerne Ausflüge Richtung Matcha und koreanischem Tee (Stichwort: Seogwang first flush) unternehme. Erst in diesem Jahr, nach einer längeren Zeit des laienhaften Konsums, habe ich angefangen, mich genauer mit der Herstellung und der Geschichte meines Lieblingsgetränks auseinanderzusetzen, und spätestens seitdem in den Weiten des Internets auf Teeblogs und dieses Forum gestoßen bin, habe ich in den Augen meines Lebenspartners nicht mehr alle Teetassen im Schrank. Damit geht eine allgemeine Faszination für japanische Kultur und Tradition einher - gehört das zum erweiterten Krankheitsbild eines Teesüchtigen? ;)



Ich bin definitiv noch am Anfang meiner Entdeckungsreise und weiß zwar schon ungefähr, welche geschmacklichen Eigenschaften ich bevorzuge, habe aber noch keine Ahnung, wie ich gezielt Tees auswähle, die meinen Kriterien entsprechen. Ebenso bin ich neugierig darauf, auch Tees außerhalb meiner bisherigen Komfortzone kennenzulernen. Meine Zubereitung ist bislang westlich - wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob sich das in Zukunft drastisch ändern wird: Der traditionelle Aufguss in einer Kyusu reizt mich (und über kurz oder lang wierde ich wohl nicht widerstehen können, schon wegen meiner Japan-Obsession), aber mein Teaeve-Becher passt ziemlich gut zu meinen persönlichen Bedürfnissen im Alltag. Ich bin gespannt, wohin sich mein Teegeschmack entwickeln wird und freue mich auf viele bereichernde, inspirierende Gespräche.


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, habe ich in den Augen meines Lebenspartners nicht mehr alle Teetassen im Schrank..

Klar, aus einer musst du ja auch trinken. Das muss er doch verstehen.

Willkommen hier im Forum! 

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[...] habe ich in den Augen meines Lebenspartners nicht mehr alle Teetassen im Schrank. Damit geht eine allgemeine Faszination für japanische Kultur und Tradition einher - gehört das zum erweiterten Krankheitsbild eines Teesüchtigen? ;)

Definitiv!

Willkommen am Teetisch :)

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Meine Zubereitung ist bislang westlich - wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob sich das in Zukunft drastisch ändern wird: Der traditionelle Aufguss in einer Kyusu reizt mich (und über kurz oder lang wierde ich wohl nicht widerstehen können, schon wegen meiner Japan-Obsession), aber mein Teaeve-Becher passt ziemlich gut zu meinen persönlichen Bedürfnissen im Alltag. Ich bin gespannt, wohin sich mein Teegeschmack entwickeln wird und freue mich auf viele bereichernde, inspirierende Gespräche.

Herzlich willkommen und glaube mir, es wird sich bestimmt ändern :-D

Vielleicht nicht direkt und nicht zu allen Gelegenheiten, aber es hat seinen Reiz und seine Berechtigung, sich von der westlichen Zubereitung zu lösen :-)

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Willkommen!





Hallo zusammen!



Damit geht eine allgemeine Faszination für japanische Kultur und Tradition einher - gehört das zum erweiterten Krankheitsbild eines Teesüchtigen? ;)



Jain, das ist eher ein Phänomen der Zeit; ich kenne selbst auch zu viele andere, deren Japanophilie ganz anderen Wurzeln entspringt und nichts mit Tee zu tun hat.


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Hallo Juliane, freut mich.



Der Frauenquote sind wir jetzt zumindest auf der Spur!



Und interessant, wie viele am Anfang bei den qualitativeren


Tees doch immer und immer wieder Gedämpfte bevorzugen.


Einige bleiben jedoch sehr lange bei ihren Anfängen.


*Zwinker@Rootie+Seika*  :lol:



Und auch interessant, dass doch einige unser Geschreibsel


scheinbar manchmal ernst nehmen.  :D


bearbeitet von GoldenTurtle

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Vielen Dank für die lieben Willkommensgrüße. :)



@Entchen19: Ja, das glaube ich dir - noch scheint mir allerdings die traditionelle Zubereitung nicht besonders alltagstauglich zu sein. Vermutlich aber alles eine Frage der Gewöhnung und der Leidenschaft. ^^



@seti17: Stimmt schon - viele Pfade führen zur Japanophilie, aber wenn es einen erstmal gepackt hat.. okay, für gewisse Bereiche der Populärkultur habe ich mich bislang nicht erwärmen können und finde vor allem den künstlerischen/kunsthandwerklichen Bereich und die japanische Küche spannend.



@eeyore: Wie witzig! Gibt es eigentlich einen Tee-Stammtisch im Ruhrgebiet? :D



@GoldenTurtle: Ist das Männer-Frauen-Verhältnis so unausgewogen? Interessant, war mir bislang gar nicht aufgefallen, kann aber auch daran liegen, dass der männliche Teil meines Freundeskreises eher zur Fraktion Kaffee gehört und eher die Frauen die Teetrinker sind.


Und ja, ich zumindest kann den gerösteten Geschmack in chinesischem Tee mittlerweile gar nicht mehr leiden - wie das mit japanischem geröstetem Tee ausschaut, muss ich noch austesten. Aber ich gebe zu, ich bin auch eine Naschkatze und mag es fruchtig und süßlich.


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@GoldenTurtle: Ist das Männer-Frauen-Verhältnis so unausgewogen? Interessant, war mir bislang gar nicht aufgefallen, kann aber auch daran liegen, dass der männliche Teil meines Freundeskreises eher zur Fraktion Kaffee gehört und eher die Frauen die Teetrinker sind.

Von den hier im Forum regelmäßig aktiven Mitgliedern sind schätzungsweise um die 90% männlich ;)

Im RL sind in meiner Umgebung die Frauen fast alle Kaffeetanten, soweit ich das beobachten konnte. Muss natürlich nichts heißen.

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Herzlich willkommen liebste Juliane, wie schön daß Du hier nun dabei bist. Habe aufgrund von Urlaub erst jetzt den erfreulichen, weiblichen Neuzugang bemerkt. Dein Weg zur Kyusu wird wohl bald sein Ziel erreichen. Ganz sicher. Ist ein must-have-basic welches Du dann nicht mehr missen wollen wirst.   ^_^ 
Bei mir verlief der grüne Teeweg übrigens auch über China nach Japan. Kann und will ohne japanischen Tee überhaupt gar nie mehr leben. ^^ Vor allem seit unserer Japanreise im April sind wir noch mehr verzaubert. :wub: 
Etwas Oolong und DJ muss auch sein, aber im Verhältnis hat Japantee ganz klar die Nase vorn.

Viel Spaß hier mit dem, größtenteils sehr netten, Teehaufen.

Liebste Teegrüße,

Geli

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