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Rostähnliche Ablagerungen in Bankoyaki-Kyusu


seti17

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Erst kürzlich habe ich eine weitere japanische Kanne in Gebrauch genommen. Es handelt sich um eine kleine Bankoyaki von Tachi Masaki, wird im Alltag genutzt für Sencha.



Nun hatte ich bislang noch nicht viel Gelegenheit, diese zu nutzen, außerdem trinke ich ja auch alle möglichen anderen Teesorten, so dass die Kyusu wirklich nur 2 bis 3 Mal bis jetzt zum Einsatz kam. Daher war ich überrascht, als ich vor einigen Tagen die trockene Kanne in die Tomobako räumen wollte und am Boden der Kanne rostähnliche Ablagerungen vorfand (siehe Bild, nur ein ziemlich schlechter Schnappschuss bislang, sorry). Ich bin mir sicher, dass diese nicht von Anfang an vorhanden waren.



Nochmals zur Information: ich nutze nur geeignetes weiches Wasser zur Teezubereitung, nach der Verwendung und dem Auswaschen werden Kannen dann mit ebensolchem, kochendem Wasser gespült und offen vollständig trocknen gelassen vor dem Wegräumen. Kann man ausschließen. Ich habe auch sonst nichts gegen Patina in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen.



Ich bin neugierig. Ich weiß, dass man diese Ablagerungen oft bei Bankoyaki finden kann, sie logischerweise nicht auf Kannen des oben erwähnten Künstlers beschränkt sind und sie sind unbedenklich. Es liegt die Vermutung nahe, dass sich hier tatsächlich der hohe Eisengehalt des Tons zeigt und entsprechende Reaktionen stattfinden. Überrascht hat mich lediglich wie schnell sich diese deutlichen Spuren zeigten. Ich habe noch andere Bankoyaki, die ich allerdings wegen der für mich ungeeigneten Größe eigentlich nicht nutze, schon seit Jahren nicht mehr; ich habe die eher aus nostalgischen Gründen noch - ich habe die eben sehr lange und so und kann mich nicht an frühere Beobachtungen dieser Art erinnern. Muss aber nichts heißen. Meine anderen unglasierten Japankannen muss ich noch mal durchsehen, hatte noch keine Zeit. Eine andere Kyusu hat auch innen Spuren, das ist aber ein ganz anderer Ton und die Ablagerungen sind anderer Genese.



Wie sieht es bei euren Bankoyaki-Geschirrteilen aus? Ähnliche Beobachtungen? Innerhalb welchen Zeiträumen? Bin - wie gesagt - nur neugierig interessiert :)

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Edited by seti17
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Wie sieht es bei euren Bankoyaki-Geschirrteilen aus? Ähnliche Beobachtungen? 

ich hab 2 Bankoyaki Kyusu. Und da ich den Einfluss dieses Tons auf jap. grünen Tee schätze, kommen diese recht oft zum Einsatz. Aber Eisen ist noch nicht ausgeblüht. Mag aber auch daran liegen, dass ich die Kannen nach dem Ab- und Ausspühlen zumindest unten herum mit einem Baumwoll-Geschirrtuch abtrockne, damit die Fläche auf der ich sie dann abstelle nicht feucht wird.

 

Da ich Bankoyaki Kyusu mag, guck ich mir auch jede genauer an, die ich in einem Teeladen finde. Und ich meine sagen zu können, dass der Ton hierfür zwar der gleiche, aber eben nicht der selbe ist, der von unterschiedlichen Werkstätten benutzt wird. Von daher würde es mich nicht wundern, wenn hier der Eisengehalt schwankt oder diese und jene Werkstätte ein paar Eisenspähne mit unter den Ton knetet, was ich mal irgendwo gelesen habe. Und dass sich die Einsenspähne im Ton (chemisch reaktiv) anders verhalten als das Eisen, was natürlicherweise in diesem Ton vorkommt.  

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  • 2 weeks later...

Hab jetzt endlich mal in meine Bankoyaki geschaut, welche auch von Tachi Masaki ist.



Meine hat solche Ablagerungen auch nicht, besitze die Kanne allerdings auch erst ein Jahr, bei 3-4 Nutzungen pro Monat. 


Es hat sich allerdings schon etwas, was ich als Patina bezeichnen würde gebildet.


Schimmert so ganz leicht regenbogenartig. Wie Benzin, wenn ihr wisst was ich meine :)


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Hab jetzt endlich mal in meine Bankoyaki geschaut, welche auch von Tachi Masaki ist.

Es hat sich allerdings schon etwas, was ich als Patina bezeichnen würde gebildet.

Schimmert so ganz leicht regenbogenartig. Wie Benzin, wenn ihr wisst was ich meine :)

So siehts bei mir auch aus. Meine ist mittlerweile so gut eingetrunken, dass nur heißes Wasser eingegossen den Teegeschmack

aufimmt und einen leichter Grünschimmer beim abgießen zu erkennen ist.

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