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Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)


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@GoldenTurtle Ich geb dir größtenteils recht. Dieses Facebook-Syndrom unserer Zeit stellt die Darstellung eines Erlebnisses über das Erlebnis selbst. Es ist auch leichter geworden einfach die Meinung einer anderen Person oder Gruppe anzunehmen, statt sich selbst eine zu bilden - egal, ob wir von Politik oder Tee sprechen. 

Eine Reise z.B. nach China um des Tees willen kann eine zusätzliche Bereicherung und vielleicht den einen oder anderen Zugang zu Neuem darstellen. Ich denke schon, die Gerüche auf der Straße, der Geschmack der Luft und die ungewohnten visuellen Reize können einen Teegenuß vor Ort stark beeinflussen. Und man diese Eindrücke dann mit einem speziellen Tee-Aroma verbindet, auch zu Hause.

Aber klar, dadurch wird man nicht zum Tee-Experten. Und Erleuchtung findet man auch nicht. 

 

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Herzliche Teegrüße aus Bali, ein Land voller Herzensgüte. Ein traumhafter Urlaub geht zu Ende. Ab Mitte der Woche kann ich wieder Nachrichten und Fragen in gewohnter Manier beantworten.   

Fröhliches Teetalkminitreffen mit @Diz beim ? in Yiwu! 

Ein paar kleine Eindrücke von meiner knapp zweiwöchigen Reise durch Kyushu und Shikoku. Ein Yabukita-Teefeld von Herrn Nishi, Kirishima (Kagoshima) Die Saemidori - und Yabukita Teefelde

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Nicht umsonst steckt im Wort "Erfahrung" das Wort fahren. Es weitet eben doch den Blick, zu reisen, die Teeplantagen anzusehen, mit den Händlern vor Ort zu sprechen. Ich finde das allemal besser, als die Tees nur im Internet zu bestellen und auf dem häuslichen Sofa zu konsumieren. Ich stimme @Ann da völlig zu.

Bearbeitet von Manfred
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@Ann Diesen Aspekt hast du sehr schön ausgedrückt.

vor 2 Stunden schrieb Ann:

Aber klar, dadurch wird man nicht zum Tee-Experten.

Ja, aber darum geht es doch auch nicht beim Tee.

Das ist ja nur schon wieder das nächste Extrem. Fängt auch mit Ex.. an - extrovertiert, extravagant, Experte - alles oberflächlich und in Wahrheit abhängig von der Meinung anderer. Ich meinte ursprünglich mehr, dass man z.B. wegen einer Teereise gross tut - es ist schön, sich über etwas zu freuen, aber so schnell will, heutzutage mehr denn je wie es mir scheint, eine irgend wertend geartete Komponente in diese Freude eindringen und deren Reinheit zerstören. Ich merke, dass die richtige, die kindliche, die anderen Menschen (in einem positiven Sinn) vergessenmachende Freude sehr vielen Menschen, sei es durch psychologischen Forderungsdruck der Eltern oder eines Partners oder auch des ständigen Repräsentationsgedankens verloren gegangen ist. Eine sich den Meinungen anderer ständig anbietende/verkaufende Triebfeder, der Geltungsdrang. Schaut nur, wie praktisch alle in den Städten umhergehen - sich beständig über den mutmasslichen Gedanken der anderen Menschen über sie bewusst. Das ist Menschenfurcht. Und das führt mich dahin zurück, dass die Menschen lernen müssen, wieder Kinder zu sein, um die himmlischen Sphären des Lebens erleben zu können (freie Übertragung des Autors [es ist ihm bewusst, dass damit nicht der vollständige Sinn wiedergegeben ist]). Dann braucht, will und kann man gar nichts festzuhalten, denn das Leben ist ein Fluss. Ich denke die sozialen Medien, und damit natürlich auch dieses Forum, können dieser Reise im Weg sein, zumindest bis man gelernt hat, damit richtig umzugehen und frei von der elenden Menschenfurcht geworden ist.

vor 2 Stunden schrieb Ann:

Und Erleuchtung findet man auch nicht. 

Darum ginge es meiner Einschätzung nach eigentlich viel mehr beim Tee.

Auf eine sonderbare Weise lernt man besser auf sich selbst zu hören, wenn man auf die geschmacklichen und erlebnisreichen Facetten des Tees genauer zu horchen lernt. Es kann natürlich sein, dass man sehr getrieben ist und durch Stress o.ä. sich vielleicht seit vielen Jahren weit von sich selbst befindet, dann braucht das vielleicht einige Zeit, um sich wieder selbst zu finden und spüren zu lernen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ja, den Namen nenne ich aber aus verständlichen Gründen nicht. Sind aber im englischen Sprachraum vertreten. :ph34r:

Blend... Tssss... Der Panda ist beleidigt und mutiert langsam zum Kung Fu Panda! :devil:   Wobei... Den Mansa hat er empfohlen zu blenden, Also den sonnigen Mansa mit dem "Gyokuro" Mansa. Der sonnige ist eher bitter und wird aber mit dem Alter besser gemäss Panda während der beschattete eher blumig schmeckt. Geli und Olli @teekontorkiel haben die Paralellverkostung der Mansas schon hinter sich.

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vor 7 Stunden schrieb Diz:

@Paul Habe diese von Yu benutzten Essstäbchen gefunden. Ich bin sicher es enthält noch seine DNS. Soll ich sie mitbringen? Da kann man später mal einen Klon daraus machen (gleich nach Jesus). :D

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@Diz auf jeden Fall mitbringen die Stäbchen, @teekontorkielbietet gebrauchte Socken von ihm an; die Stäbchen können wir vergolden und aus den Socken ? Da fällt uns schon noch was ein:)

Was meine Bestellung angeht, da warte ich Deine Rückkunft ab (nichts gegen Deine Stellvertreter) aber, bei dem was Du alles mitbringst, hoffentlich!

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Heute und gestern war ich mit dem Panda in Jing Mai. Dort haben wir diesen verrückten Franzosen, William heisst der gute Mann, getroffen... Er hat ein Leben mit Champagner und Ruhm hinter sich gelassen um im abgelegenen Jing Mai Pu-Erh zu produzieren. Sogar der Panda war davon so beeindruckt, dass er gleich mit einer Ladung Gushu von William nach Hause ging. :D

Allerdings wurde nicht optimales Wasser verwendet was dem Panda natürlich sogleich auffiel. Wer in den bambusbewachsenen Bergen Sichuans aufgewachsen ist weiss schliesslich was gutes Wasser ist. ;)

William-Osmont.jpg

Zusammen mit seiner bezaubernden Frau Yubai zeigte uns William die Tee Gärten von Jing Mai. Besonders seine Ausführungen bezüglich Geschmacksunterschiede verschiedener Terroir (Erde, Klima etc.) bereits innerhalb eine kleines Gebietes wie Jing Mai haben mich stark beeindruckt. Hier musste ich unweigerlich an die Unterschiede bei den beschatteten und unbeschatteten Mansa Gushu denken. Weiter konnte ich in Erfahrung bringen, dass die naturbelassenen Gärten auf das Konto der Regierung gehen. Es werden Anstrengungen unternommen Jing Mai für das UNESCO Weltkulturerbe fit zu machen. Das Ergebnis lässt sich bereits sehen: Tai Di gibt es nur noch in tiefergelegenen Teegärten und im Tal.

William-und-Yubai.jpg

Eine Besonderheit ist, dass in Jing Mai die Teebäume eher dazu neigen als Büsche zu wachsen. William meint dies sei vermutlich auf die lokale Genetik zurück zu führen. Auf diesem Foto sieht man gut, dass obwohl offensichtlich Gushu der Teebaum eher zu einer Buschform neigt.

Gushu.jpg

Tolle Aussicht auf dem Rückweg. Vom Berggipfel aus sieht man nicht sehr weit da es eher ein Plateau ist.

Jing-Mai.jpg

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  • 2 weeks later...
  • 4 weeks later...
  • 2 weeks later...

@SilonijChai: Das Mannheimer Teehaus hatte ich ja fast vergessen. Einer wenigen Orte an denen man in der "Öffentlichkeit" akzeptablen Tee bestellen kann.

Der Ausblick verlangt nach einer Würdigung mit einem guten Tee (Weißer Tee von 2009). Das örtliche Bergquellwasser ließ den Tee milder schmecken als üblich. leider hatte ich kein geeignetes Behältnis um etwas Wasser mit nach Hause zu nehmen.
 

Erkennt jemand den Ort oder einen der Berge?

Ausblick und Tee.jpg

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  • 1 month later...

Mondkuss-Grüsse aus Graubünden mit exzellentem Quellwasser und hervorragendem Wulong (hab einfach nur drei Gaoshan Wulong-Packungen für die paar Tage Wandern & Co. eingepackt, passt ja so gut), jetzt in der Tasse Lalashan 2013 Guifei, der Star von Atong.

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PS zum Wasser:

Ein wirklich gutes Quellwasser ist natürlich nicht hart, aber auch nicht ganz weich. Sonst sind wir wieder beim Cheaten.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Noch ein paar genaue Details zu diesem grossen Wulong, wenn ich ihn schonmal erwähne:

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Beim Genuss dieses Tees muss ich wieder lernen zu horchen.

PS: Hier noch die Tasse auf einem gewaltigen Speckstein-Ofen. Evtl. könnte Lin daraus auch eine gewaltige Kanne fräsen, die wär immerhin mal gross genug für grössere Teerunden. :thumbup:

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  • 2 weeks later...

Fuer mich ging es heute zuerst nach Uji-Shirakawa, ein kleines, aber sehr beruehmtes Anbaugebiet fuer Matcha und Gyokuro in Kyoto. Abgebildet sind die Teefelder von Frau und Herrn Kojima, deren Familie schon seit 1760 Tee anbauen und den Tee ausschliesslich per Hand ernten.

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Als naechstes ging es nach Wazuka, was im Sueden der Praefektur Kyoto liegt und bekannt fuer seinen Secha und Matcha ist, zu Frau Azuma.

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Bearbeitet von cml93
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Sonnige Mizudashigrüße aus der Algarve. Weil der Sommer in Schleswig-Holstein wieder einmal ausgefallen ist, mussten wir kurzfristig  unser mobiles Büro für eine Woche nach Portugal verlegen. "Prösterchen" 😎☀️😇🌴😅🍃

 

Bearbeitet von teekontorkiel
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  • 2 weeks later...
vor 5 Stunden schrieb RobertC:

Sonnige Grüße vom Thüringischen Teegipfel - Lao Man E 2017 und Zitronenkuchen 😎👌

Hey was für ein Zufall, wir trinken auch gerade einen 2017er Gushu Lao Man'E aus einem weißen Porzellangaiwan. Er ist außergewöhnlich kraftvoll und hat einen zartherb-süßen Geschmack nach Waldhonig, Grapefruit und grüner Papaya. Leider fehlt bei uns der, lecker aussehende, Zitronenkuchen. 

Sonnige Grüße zurück aus dem hohen Norden.

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  • 2 weeks later...

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