GoldenTurtle

Eure persönliche Teezukunftsprognose

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Was denkt ihr, wo wird es in absehbarer Zukunft eine massgebliche Änderung geben,
egal ob nun Produktion, Zubereitung, Preise, Teetrinkerkultur, Trends oder was auch
immer rund ums Thema Tee betreffend!?

Ich denke meinerseits, im Bereich Wuyi Oolong wird es eine Entwicklung dahin geben, dass wegen dem Hype
um Fenghuang Oolong (ich meine nicht unbedingt hier, sondern in China), Wuyi Oolong sich von der
Verarbeitung her Fenghuang verstärkt wahrnehmbar weiter annähern wird.
Ein weiterer Grund dafür ist, dass es momentan zwar, so weit ich weiss, noch viele treue Anhänger von sehr dunklem
und sehr stark gebackenen Wuyi Oolongs gibt, jedoch sind davon viele in einem bereits etwas gehobenem Alter,
und der Nachwuchs steht im Oolongbereich durchschnittlich weit mehr auf Fenghuang, und, leider, auf Grüne,
was allerdings eher ein Gesundheitstrend ist.

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Oh, ein schöner Thread für allerlei Spekulationen und Meinungen, die man  - da es um die Zukunft geht - gar nicht belegen muss. :D

vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Ein weiterer Grund dafür ist, dass es momentan zwar, so weit ich weiss, noch viele treue Anhänger von sehr dunklem
und sehr stark gebackenen Wuyi Oolongs gibt, jedoch sind davon viele in einem bereits etwas gehobenem Alter,

Die Jungen werden älter, und damit ändern sich auch die Vorlieben.

Ich glaubte ja nach den Beiträgen der letzten Wochen im Forum einen deutlichen Trend hin zu Probiergrößen (25g) zu erkennen.
Ob das diejenigen sind, die noch nicht gefunden haben, was ihnen schmeckt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich für das Frühstück oder den Tee im Büro auf Kleinpackungen umsteige.

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@GoldenTurtle Meine Gegenthese: Traditionell verarbeitete Tees werden der neue Hype :thumbup:  Nix da mit grün :P
Hab schon mehrmals gehört, dass immer mehr Kunden nach TGY, Dong Ding und anderen Oolongs nach traditionell verarbeiteten Methoden fragen.

Die Hipster Generation dringt in die Teekultur ein und will alles möglich original/altmodisch ;)

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Schöne altbackene Wuyis wird immer geben, was geileres gibt es als Tee doch gar nicht. Grüne empfinde ich als Einstiegsdroge, der Pu Hype wird auch etwas abklingen. 

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Um realistische Prognosen zu Trends abzugeben, dafür bin ich noch nicht tief genug in der Materie. Ich kann aber meine persönliche Prognose für mich abgeben: Da ich momentan fast überwiegend Oolong und Schwarzen/Roten Tee trinke, werde ich sicher in der Grüntee-Periode ab April mich auch mit Grüntee beschäftigen und in einer hoffentlich nicht allzufernen Zukunft in einer Galaxy hoffentlich nicht "far far away" auch mal Pu-Erh probieren. Bin mir aber sicher, dass wenn ich das ohne Anleitung mache, von dem Ergebnis enttäuscht zu werden...

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Am 15.1.2016 um 21:18 schrieb Madfrog:

in einer hoffentlich nicht allzufernen Zukunft in einer Galaxy hoffentlich nicht "far far away" auch mal Pu-Erh probieren. Bin mir aber sicher, dass wenn ich das ohne Anleitung mache, von dem Ergebnis enttäuscht zu werden...

Der Anfang ist meiner Meinung nach gar nicht so wichtig. Pu'Er sollte man als etwas langfristiges betrachten.

In meinem Fall dauerte es etwa ein intensives Jahr, bis sich eine neue Yixing Kanne langsam ein bisschen eingelebt hat.

Aber zwei sehr intensive und teemässig sehr gesegnete Jahre, bis man selbst Pu'Er wirklich zu verstehen beginnt.

Und ich meine das in keiner abgehobenen Weise esoterisch oder gar spirituell, sondern dass man körperlich viel im Tee wahrzunehmen beginnt, auch überraschendes - und das ohne sich in selbstsuggestiver Weise etwas vorzustellen.

Ich würde sagen, das ist die Tiefendimension von gutem Pu'Er.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Hallo Zusammen,

Also, ich trinke seit über 10 Jahren Grünen und fühle mich da ganz gut zu Hause. In letzter Zeit entdecke ich viele tolle Tees, die jenseits des grünen Tellerrands zu finden sind. Gerade vom Oolong bin ich begeistert, da der über die vielen Aufgüsse hinweg so unterschiedlich schmeckt und sich gerade über die erste 5 Aufgüsse sich so interessant entwickelt. Progrnosen wage ich nicht abzugeben, sind mir aber auch egal. :) Doch eins interessiert mich:

vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Aber zwei sehr intensive und teemässig sehr gesegnete Jahre, bis man selbst Pu'Er wirklich zu verstehen beginnt.

Und ich meine das in keiner abgehobenen Weise esoterisch oder gar spirituell, sondern dass man körperlich viel im Tee wahrzunehmen beginnt, auch überraschendes - und das ohne sich in selbstsuggestiver Weise etwas vorzustellen.

Damit kann ich irgendwie nichts anfangen: Ich habe auch schon hin und wieder Pu'Er getrunken. Es ist eine interessante Erfahrung, dieser erdige Geschmack. Aber wenn Du davon sprichst, dass Du erst nach "zwei Jahren" den  PuEr beginnst zu verstehen, dann schwingt da tatsächlich etwas Esoterisches mit. Kannst du das näher Beschreiben? Sonst verstehe ich es bestimmt falsch...

Und: obengenannter Wuyi Oolong - das interessiert mich, habt ihr gute dt. Bezugsquellen, die Quali bieten? Bei "China"-Tees denke ich immer nur an PA und Pestizide... Will ich unbedingt kosten...

Danke!

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vor 8 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Aber zwei sehr intensive und teemässig sehr gesegnete Jahre, bis man selbst Pu'Er wirklich zu verstehen beginnt.

Mittlerweile wird viel nur von Pu Erh geschrieben, ohne dass wirklich deutlich wird ob nun Sheng oder Shou gemeint ist. Ich erwische mich immer wieder dabei automatisch von Shou auszugehen, weil ich den trinke. Kröti, Du gehst wahrscheinlich automatisch von Sheng aus??? Die Beiden sind aber 2 eigenständige Sparten. Wenn Du jungen unreifen Sheng meinst, kann ich eine gewisse Wirkung, die dieser Tee hat zumindest ansatzweise nachvollziehen. Aber in Bezug auf Wirkung von Tee scheinst Du auch besonders sensibilisiert. 

Wenn Du von "Tee verstehen" schreibst, bezieht sich das doch sicherlich auf die intuitive Teezubereitung. Da benutze ich diese Ausdrucksweise auch. Die ist aber für Menschen mit Thermometer und Stoppuhr in den Händen nicht zu verstehen. 

Um Tee zu verstehen muss man sich erstmal in ihn einfühlen können. Das bedeutet für mich erstmal eine Tee-Sparte (oder aber auch nur einen best. Tee) über längere Zeit probiert zu haben, um die richtige Zubereitung für sich selbst zu finden, bevor man so richtig intuitiv auf ihn eingehen kann. Dafür krame ich dann auch schon mal Thermometer und "Teewecker" aus der Schublade. Bei Shou hat es bei mir im Vergleich zu anderen Tee-Sparten besonders lang gedauert. Und ich habe die ganze Bandbreite von Shou noch nicht ganz entdeckt. Bei Sheng ist die Bandbreite nach meiner Einschätzung noch größer. Aber der ist nicht so mein Ding. Ich hab da nur ein paar wenige gereifte Sheng, weil ich die jungen Sheng nicht mag, da hier für mich immer ein gewisser unangenehmer Geschmack nach Petroleum mit bei ist. Und außer der besondern Textur von Sheng finde ich einen guten Oolong auch aussagekräftiger. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Sheng sehr lange dauert, bis man ihn zumindest ansatzweise zu verstehen beginnt. 

_____________________________________________________________________

Was die Prognose für nächstes Jahr anbelangt, wo würde ich sagen, dass man sich etwas stärker auf Oolong (insbesonder Steintee) und roten Tee aus China konzentrieren wird, so mein bisheriger Eindruck. Auf die aktuelle Völkerwanderung bezogen würde es mich nicht wundern, wenn man sich unter den breitflächig anzutreffenden Teetrinkern (Beuteltee, Teezange, Teeautomat), über vermehrten Kontakt zu anderen Volksgruppen, zu Tees und Zubereitungsmethoden aus Nordafrika und dem nahen Osten einige finden werden, die zumindest dieserart Teezeremonie, vielleicht auch deren gebräuchlichen Tees, zumindest ansatzweise, übernehmen werden. In Bezug auf Kaffee sehe ich das ähnlich. :trink_tee::winken:

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Am 17.1.2016 um 09:54 schrieb Charyu:

Mittlerweile wird viel nur von Pu Erh geschrieben, ohne dass wirklich deutlich wird ob nun Sheng oder Shou gemeint ist. Ich erwische mich immer wieder dabei automatisch von Shou auszugehen, weil ich den trinke. Kröti, Du gehst wahrscheinlich automatisch von Sheng aus??? Die Beiden sind aber 2 eigenständige Sparten. Wenn Du jungen unreifen Sheng meinst, kann ich eine gewisse Wirkung, die dieser Tee hat zumindest ansatzweise nachvollziehen. Aber in Bezug auf Wirkung von Tee scheinst Du auch besonders sensibilisiert.

Och, der GoldenTurtle trinkt auch sehr anständigen Shou, nicht nur Sheng ;) Er hat mir da letztes Jahr einige sehr gute Empfehlunen ausgesprochen.

Was die Wirkung von Pu Erh angeht mag ich anmerken, dass wir bei der letzten Teezui von Anima_Templi (vielen Dank an ihn für das Augen öffnen!) einen sehr reifen Sheng zubereitet bekommen haben und dass sich einige von uns doch sehr von der Wirkung vom Tee überzeugen lassen durften. Auch durch einen gelagerten TGY (wer hat uns diesen damals kredenzt gehabt?). Bei Shou habe ich ebenfalls schon die aufheiternde, fast schon betrunken machende Wirkung gespürt. Über die körperliche Wirkung hinweg finde ich, kann ein Tee einen manchmal in eine andere Welt katapultieren. Welche Assoziationen man mit einer kleinen Tasse Tee manchmal verbindet kann mich nur sehr beeindrucken.

Was das Kulturelle zusammenrücken angeht: Wo du es erwähnst fällt mir ein, dass ich hier in Köln schon öfter kleinere Teehäuser mit Wurzeln in der türkischen Kultur gesehen habe. Das könnte wirklich interessant werden, da es glaube ich für viele Leute einen interessanten Einstiegspunkt in die Teewelt bieten könnte. Vom Beuteltee zum Samowa und Caydanlik quasi. Und dann auch die Maghrebinische Teekultur mit ihrem Gunpowder mit Minze :) Wer weiß was sich da noch so an Teezubereitungsweisen versteckt?

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Am 17.1.2016 um 09:54 schrieb Charyu:

Aber in Bezug auf Wirkung von Tee scheinst Du auch besonders sensibilisiert. 

Mit Verlaub gesagt kommt es beim Thema Wirkung schon auch ein kleines Bisschen
auf den Tee drauf an. :D Ich hab neulich in einer Firma bei einer Sitzung mit einer 
Mitarbeiterin zusammen alten, echten Gushu Maocha gesüffelt,
danach war sie richtig breit, kein Scherz. Sie wusste nicht mehr was mit ihr los ist. :D

Aber ja, Dao hat recht, ich meine wegen der Wirkung bei Pu'Er schon beides,
wobei bei Shou ich eigentlich nur einen einzigen kenne, der eine wirklich starke, positive
Wirkung hat, das hat natürlich damit zu tun, dass herausragendes Grundmaterial
i.d.R. nicht für Shou verwendet wird.

... zurück zum Thema:

Ich prognostiziere für Pu'Er nach dem Allzeithoch 2014 und dem leichten Sinkflug 2015
für 2016 einen weiteren Maocha Preisrückgang - mit Ausnahme natürlich von Bangwei
und Wuliangshan aus bekannten Gründen.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 58 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Mit Verlaub gesagt kommt es beim Thema Wirkung schon auch ein kleines Bisschen
auf den Tee drauf an.

Hier bin ich mal deutlich auf der Seite von GT. Es gibt Tee, den kann man Hektoliterweise trinken ohne was zu merken (bis auf extrem gesteigerten Harndrang) und welchen den man nur anschaut und schon platt in der Ecke liegt.

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Ich kann Eure Erfahrungen aus meiner persönlichen Erfahrung heraus nicht bestätigen. 

Aber wie Ihr so schreibt, sollte ich Tee wohl besser als Arzneipflanze betrachten, wie das in alter Zeit schon gemacht wurde.

Und wie das bei Arzneipflanzen so ist, wird sie von jedem anders verstoffwechselt, ruft also bei jedem eine unterschiedliche Wirkung hervor. 

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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Mit Verlaub gesagt kommt es beim Thema Wirkung schon auch ein kleines Bisschen
auf den Tee drauf an.

Ja, ja, Kröti, schon klar! ;) Aber mit Verlaub gesagt, nennt man das einen Sud, wie im Forum oft genug nachzulesen. :lol::lol::lol:

Benutzt Du eigentlich einen Besen oder fliegst Du freihändig? :lol::lol::lol:

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der trend geht zu darjeeling blends mit frisch gemörsetem kardamom... ;)

...zumindest in oberhausen. :D

aber ohne spass: der hippe vorzeigeladen in berlin hat blends jetzt im angebot.

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Am 21.1.2016 um 21:36 schrieb GoldenTurtle:

Ich prognostiziere für Pu'Er nach dem Allzeithoch 2014 und dem leichten Sinkflug 2015
für 2016 einen weiteren Maocha Preisrückgang - mit Ausnahme natürlich von Bangwei
und Wuliangshan aus bekannten Gründen.

Yes! Bereits klare Preisrückgänge bei 15er high end Pu'Er zu verzeichnen (Bsp.).
Wer die 14er HLH Preise noch im Kopf hat kann sich ausrechnen, dass es sich teilweise schon auf 20+% beläuft.

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Meine Prognose für 2016:

in vielen Teeanbauländern (Indien, Nepal, vielleicht auch Indonesien) wird sich durch eine Hebung des Lebensstandards der Inlandskonsum weiterhin vergrößern. Durch das knappere Angebot für den Export werden die Preise steigen und es wird einen Druck für die Produzenten geben, die höheren Preise auch mit besonderen Qualiäten zu begründen. Also werden experimentelle Produktionen (Oolongs aus Nepal, Weißer Tee aus Afrika, etc) zunehmen und für weitere Diversität auf dem Teemarkt sorgen.

(Ja, ich bin eben ein Optimist)

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Am 20.1.2016 um 21:36 schrieb GoldenTurtle:

Ich prognostiziere für Pu'Er nach dem Allzeithoch 2014 und dem leichten Sinkflug 2015
für 2016 einen weiteren Maocha Preisrückgang

 

Zitat

Im Moment alle Preise in Menghai Gebiet sind im fallen ausser Lao Ban Zhang, Lao Man E und Na Ka. Der Preis in Xi Gui ist um 1/5 gefallen. Darum werden die Preise in Yiwu hoch getrieben!

Der Preisanstieg vergangener Zeit haben den Preis zu sehr spekuliert. Nun ist es eine gute Preiskorrektur bei Gebieten, die irrealen Preisanstieg genossen und nun endlich auf den Boden gelandet.

Quelle (Beitrag vom 25. April 2016)

Na, wer hat es mehrheitlich korrekt vorausgesagt?

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Brav, du übst dich in Kaffeesatzleserei.

"Im Moment fallen" taugt nicht zur Bestätigung, schau dir z.B. unsere Benzinpreise an. Um 6 Uhr je Liter bei 1,25, um 9 Uhr bei 1,20€, um 12 Uhr bei 1,23€, um 15 Uhr bei 1,18€ und ab 22 Uhr bei 1,51€ bis um 6 Uhr.

Nebenbei, 20% unter dem Höchstkurs soll der Preis für "Xi Gui" schon am Boden sein? Dann waren sie nie überteuert!

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