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Versuche mich gerade ein wenig schlau zu machen, was das Thema Yixing Teekannen anbelangt und hänge nun an unterschiedlichen Quellen fest. So langsam glaube ich sogar, die wissen oft selbst nicht oft es sich um Ton oder Lehm handelt, was wohl auch an den Übersetzungen liegen mag.

  • Wird bei Yixing der besondere Ton oder Lehm gefördert?
  • Werden die Yixing Teekannen aus Ton oder Lehm hergestellt?
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Soviel ich weiß ist es ein Tonart (O.K. grundlegend mehrere Tonarten die unter dem Begriff Zisha zusammengefasst  werden), durch Druck ist dieser am Anfang Steinhart. Durch einen ausgefeilten Prozess, angefangen der Witterung aussetzen, mahlen, wässern und in Blöcke formen wird er zur Verarbeitung vorbereitet. Das Gestein wird in der Nähe der Stadt Yixing gefördert. Der Zwiespalt Lehm bzw. Ton kommt m.E. im Deutschen von der Übersetzung.

Bearbeitet von Cel
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vor 2 Minuten schrieb Diz:

Hier ist der unterschied von Ton zu Lehm gut erklärt.

Im Englischen wird aber für beides der Begriff clay verwendet.

Immer wieder gerne gelesen, auch wenn das Thema schier unendlich ist,

 

https://zeroteazen.wordpress.com/yixing-crashkurs/

Hier noch ein interessanter Thread auf englisch.

http://www.teachat.com/viewtopic.php?f=36&t=15208

Bearbeitet von Cel
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Wie hier schon korrekt dargelegt wurde, sind englische Quellen dahingehend schwierig, da man dort für beides ein Wort benutzt. Viele übersetzte Quellen nutzen den Terminus Ton und andere Lehm. Ich kann aber schlecht verifizieren, welche nun den korrekten Begriff nutzt. Im Gegenteil gehe ich sogar stark davon aus, dass hier zufällig mal Ton oder Lehm als Vokabel genutzt wurde. Also ist die einzige Herangehensweise, dass genauer zu Ergründen ist das tatsächlich geförderten Materialien und der zur Herstellung verwendeten Materialien.

Wenn ich nun nicht alles durcheinander bringe, dann schaut mein bisheriger Wissensstand so aus: Wird Lehm gefördert, wird auch Lehm zum Töpfern verwendet. Wird Ton gefördert, kann man diesem auch Zusätze zugeben um daraus Lehm zu machen, wonach man dann Ton oder Lehm zur Herstellung hätte. Ich weiß aber nicht, ob in Yixing nur Lehm, Ton oder gar beides gefördert wird und daraus resultierend, welches für die Produktion der Teekannen benutzt wird? Denn zum Töpfern an sich wird sowohl Ton wie auch Lehm genommen.

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Ich hole jetzt mal noch etwas aus Wikipedia evtl. hilft das noch etwas weiter

Zitat

Yixing-TeeporzellanBearbeiten

110px-FFM-YixingSteinzeug.JPG
Yixing-Teekanne, Qing-Dynastie

Daneben entstand während der Ming-Dynastie in der am Taihu-See gelegenen Stadt Yixing das nach ihr benannte ziegelrote Tee-Steinzeug, das eine bestimmte, nur dort vorkommende Tonerde erfordert. Die relativ kleinen Kannen und Tassen lösten die vorher gebräuchlichen größeren Silber-, Kupfer- und Zinngefäße ab - da sich in ihnen nach allgemeiner Auffassung Duft und Aroma des in Mode kommenden Frisch-Tees besser entfalten können. Als bedeutendster Meister des Stils galt Shi Da Bing. Das Yixing-Steinzeug fand Verbreitung in Gelehrten- und Beamtenkreisen bis hinauf zum Kaiserhof. In der Qing-Zeit wurde es stilistisch weiterentwickelt und 1685 von Kaiser Kangxi gemeinsam mit dem Tee erstmals nach Europa exportiert. Auch dort fand das "rote Porzellan" großen Anklang und wurde von vielen großen Manufakturen kopiert.

 

 

Von der Beschreibung her ähnelt es aber wahrlich mehr dem Ton, haben wir keinen der sich in der Materie auskennt?

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Wenn wir von der Definition von Steinzeug ausgehen ist es Ton der verarbeitet wird.  Evtl. holt er daher seine Sicherheit. 

Wieder Wikipedia

Zitat
  • Feinsteinzeug (weiß- oder hellbrennend, ähnlich dem Porzellan): Ton, Quarz, Feldspat; Brenntemperatur 1250 bis 1300 °C (gemeinsamer Roh- und Glasurbrand); Herstellung von Geschirr, Sanitärartikel, chemische Geräte, Mosaiken, Fliesen & Ziergefäßen. Übergangsform zum Porzellan: Seladon, Vitreous China

Die Farbe entsteht durch die enthaltenen Metalle wie Eisen usw.

Bearbeitet von Cel
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auf chinesisch steht auf chinawiki folgendes:

江苏宜兴的紫砂矿土主要由石英、粘土、水云母和赤铁矿组成,其制成紫砂成品泥具可塑性好、生坯强度高、干燥、烧成收缩率小等良好的工艺性能而成为举世闻名陶。这种天然泥矿在陶瓷产区十分罕见,中国广西、山西、河南、河北、陕西、安徽等省的一些地区虽有类似陶土,烧成呈紫红色的无釉陶器,初看有相似之处,但其玻璃相重,工艺上也有诸多限制,无法与宜兴紫砂泥相媲美。

紫砂泥料原深藏於岩石層下,分布於甲泥的泥層之間,礦層厚度幾十公分到一米左右,其化學成分為含鐵質粘土粉砂岩,鐵成分約占7%~12%。紫泥主要礦物成分為水雲母,及不等量的高嶺岩、石英、雲母屑和鐵。

frei nach google übersetzt:

Jiangsu Yixing lila Ton Mineralboden wird universell Haupt Quarz, Ton, Glimmer und Hämatit Zusammensetzung des Wassers, das aus lila Ton mit guten Plastizität, hohe Grünfestigkeit, Trocknen, Brennen Schrumpfung, gute Prozessleistung fertig gemacht wird berühmten Töpferei. Diese natürliche Tonmineral ist sehr selten in einem Keramik-produzierenden Bereichen, einige Bereiche der China, Guangxi, Shanxi, Henan, Hebei, Shaanxi, Anhui und anderen Provinzen, obwohl ähnlich wie Ton, Brennen purple nicht-glasierte Keramik, auf den ersten Blick gibt es Ähnlichkeiten , aber die schweren Glasphase, gibt es viele Beschränkungen für den Prozess, nicht vergleichbar mit der Yixing lila Ton sein.

Deep purple clay Rohstoff bei Rock-Schicht zwischen in einem Ton-Schlammschicht verteilt, Nahtdicke von zehn Zentimetern bis zu einem Meter, die chemische Zusammensetzung der eisenhaltigen Ton Schluff, entfielen Eisenkomponente für etwa 7 Prozent auf 12 %. Lila Ton Wasserhaupt Mineralien Glimmer und unterschiedliche Mengen an Kaolinit rock, Quarz, Glimmer und Eisenschrott.

OK, die Übersetzung ist lustig, aber sollte doch die Frage beantworten: klingt nach Ton oder?

Edit, Quelle: https://zh.wikipedia.org/wiki/%E7%B4%AB%E7%A0%82%E5%A3%BA oder http://baike.taohuren.com/doc-view-21.htm oder http://baike.baidu.com/subview/16425/14424917.htm#1

 

 

Bearbeitet von chenshi-chinatee
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      Aufgrund einer Neuanschaffung trenne ich mich schweren Herzens von einer Kanne, die mich den Großteil meiner Teetrinker-Zeit begleitet. 
      Diese Hongni-Shuiping habe ich in den 2010er Jahren bei Stephanè gekauft, der den Shop Teamasters in Taiwan betreibt.
      Laut Händler wurde die Factory-Kanne in den 80er Jahren aus Hongni-Ton gefertigt.
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    • Von doumer
      Hallo zusammen,
      da ein weiteres Kännchen den Weg zu mir gefunden hat muss ein weiteres gehen - dieses mal das 120 (oder 115) ml Shuiping aus "old Duanni", gefertigt von der Jing Dian Tao Fang No.1 Factory. Das besondere an dem Kännchen ist die für ein Yixing sehr ungewöhnliche Oberfläche: grob mit Brandspuren und einer leicht metallisch schimmernden Oberfläche. Diese "Spezialversion" des Kännchens wurde zu einem Jubiläum der Fabrik gefertigt (weiß leider nicht mehr das wievielte und die Inschrift kann ich nicht übersetzen) - es wurde (Überraschung) mit Sheng genutzt - allerdings gibt es noch so gut wie keine Patina, lediglich sehr leichte gebrauchsspuren. Duanni in Verbindung mit der gröberen Textur sorgt dafür, dass das Kännchen dem Tee die Spitzen nimmt - zwar nicht so stark wie z.B. eines der offenporigen Novak-Kännchen aber bitteren oder adstringtenden Tees kann man damit durchaus etwas freundlicher machen. An sich ein schönes, interessantes Kännchen - da aber eher selten im Einsatz muss es gehen. Das gepolsterte Kästchen ist inklusive, Preisvorstellung 80€ zzgl. Versand - bei Interesse einfach kurz eine PN schreiben :) 




    • Von doumer
      Nach reiflicher Überlegung ist die Wahl letztlich auf dieses Kännchen gefallen, auch wenn die Größe zum alleine trinken perfekt ist (< 50ml ist schon sehr speziell) und sie wunderbar gießt - aber da sie größentechnisch genau zwischen das Mini-Kännchen von Pan Jun und dem neuen von Wang Jian Fang fällt, ist das vermutlich am sinnvollsten ... und im Gegensatz zu den anderen ist sie auch noch recht ansehnlich was Patina betrifft  
      Das Kännchen wurde von She Rong Fei (佘荣飞) aus "Old Zhuni" gefertigt - damit ist kein Hua Long Shan oder Zhao Zhuang Zhuni gemeint, sondern Zhuni was 20 Jahre gelagert wurde (Zhuni muss nach dem Verarbeiten für längerere Zeit gelagert werden, damit es die nötige Elastizität für die Weiterverarbeitung bekommt) - es stammt aus seiner eigenen Herstellung/Unternehmen Fu Gui Jin Sha (富贵金砂). Präzise gearbeitet und ordentlicher Ton - was will man mehr. Mit dabei ist eine Kise, eine Stoff-Hülle und ein Zertifikat (und nein, die Punkte sind keine Tee-Flecken sondern in das Papier eingearbeitete Goldfarbe - sehr chinesische Ästhetik). Neupreis lag bei 289$ zzgl. Versand, top in Schuss und gut gepflegt, daher wäre meine Preisvorstellung 220€ - bei Interesse einfach kurz eine PN. 




      Als zweites Stück ist noch ein Jian Zhan/Ware Schälchen von Jin Chang You (金长有) im Angebot - die Größe ist mit 70-80ml prima und es liegt schön schwer-wertig in der Hand, ist mir um ehrlich zu sein aber zu fancy... Preisvorstellung 35€ zzgl. Versand.



    • Von thomas-g
      Hallo liebe Teegemeinde!
       
      Nun habe ich auch ein Tonkännchen günstig bekommen. Allerdings weiß ich recht wenig über die Herkunft (klar China) und die Manufaktur. Ich weiß auch nicht welcher Ton es ist (vermutlich Yixing). Über all diese Sache  möchte ich mehr erfahren. Der Verkäufer wusste eigentlich garnichts, außer dass es ein Geschenk war. 
      Ich habe auch schon gestöbert im Forum. So wie ich es verstehe, eignen sich diese Kannen besomders für Oolong und Pu Erh. Nach meinem Empfinden verändert sich der Oolong wirklich im Geschmack positiv... 
       
      Also: Wer weiß mehr über diese Kanne? Was mir aufgefallen ist, ist dass der Henkel und die Tülle recht kantig in den Korpus übergehen, nicht wie ich es sonst oft bei anderen Kannen sehe. 
       





      hier noch Bilder des Prospekts..





    • Von Shibo
      Es ist ein viel diskutiertes Thema. Allein hier im Teetalk lassen sich unzählige Aussagen über verschiedene Tonarten in Kombination mit jeder nur erdenklichen Teesorte finden. Dabei scheinen sich auf den ersten Blick viele Aussagen zu widersprechen, was angesichts der Unübersichtlichkeit der Thematik nicht verwunderlich ist.
      Ich bin der Meinung, dass diese Diskussion rund um den Ton nochmal eine Bündelung vertragen kann. Insbesondere könnte man hier mit einer breiteren Perspektive starten, als in diesem ergiebigen, aber mittlerweile doch schon älteren Thread über Yixing-Kannen. In der Zwischenzeit sind bestimmt viele Erfahrungswerte der Teetalk-Mitglieder hinzugekommen und auch die Informationsgrundlage im Netz ist heute eine andere: Es gibt mehr Fragen und weniger definitive Antworten. Ein sicheres Zeichen für Fortschritt in der Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema .
      Ich starte einmal damit, ein paar Aussagen des amerikanischen Töpfers Mark Mohler stichpunktartig, wiederzugeben. Sie stammen aus einem sehr empfehlenswerten Interview, das teilweise ziemlich tief in die Materie einsteigt und mir in Erinnerung gerufen hat, dass ich diesen Thread schon länger erstellen wollte.
      Kenne man lediglich die Tonart, ließen sich kaum generelle Aussagen über ein aus ihr hergestelltes Tongefäß treffen: "Selbst aus dem Grundstoff für Porzellan kann man ein poröses Gefäß herstellen." Resultierend aus Punkt 1: Die Art der Verarbeitung habe einen größeren Einfluss auf das Gefäß, als der Ton selbst. Der Ton gebe allerdings vieles vor: Die Temperatur, bei der ein Ton verglast, sei ausschlaggebender, als die tatsächliche Temperatur, mit der gebrannt wurde. Mangels Wissen über die konkreten chemischen Vorgänge auf Molekularebene, geht Mohler für sich von einem anderen, besonders wichtigen Faktor für das Zusammenspiel von Ton und Tee aus: Wärmerückhaltevermögen [er spricht in diesem Zuge aber auch Wärmeleitfähigkeit an]. Dies sei wiederum von drei zentralen Eigenschaften des gebrannten Tons abhängig: Oberfläche: z.B. sehr viel größere Oberfläche bei Tonsorten mit mikroskopisch feiner, kristalliner Oberflächenstruktur, als bei glatteren Tonsorten. Wandstärke Dichte bzw. Porösität. Gerade anfänglich habe ein poröserer Ton ein höheres Wärmerückhaltevermögen, da die im Ton eingeschlossene Luft isolierend wirkt. Als zusätzlicher Faktor komme die Absorption von Tee durch porösere Stücke hinzu, die sich über die Temperaturfrage hinaus auswirkt. Diese Aussagen stellen keine erschöpfende Heuristik o.Ä. dar, ich habe sie lediglich als ersten Anreiz für einen Austausch hier gesammelt. Für mehr Kontext empfehle ich das Interview.

      Was mich besonders interessiert: Worauf basiert ihr eure Entscheidungen, welches Gefäß ihr für welchen Tee benutzt? Wie verläuft der gedankliche Prozess hinter einer solchen Entscheidung? Inwiefern lasst ihr euch von rationalen Überlegungen oder vielleicht auch von rein intuitiven oder ästhetischen Aspekten leiten? Eigentlich wollte ich selbst noch etwas dazu schreiben, aber damit der erste Beitrag nicht noch länger wird, gebe ich den Stift erst einmal ab.
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