GoldenTurtle

Tees an der Aufgussfarbe erkennen - ein fortlaufendes Ratespiel

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Hallo zusammen

Variationen der Aufgussfarbe sind in erster Linie Produkte des Oxidations- oder Fermentationsgrades, aber es gibt da Feinheiten ... auch das Alter oder bestimmte Details bei der Produktion oder Lagerung können einen gewissen Einfluss ausüben.

Dieses Thema besteht, damit wir uns mal etwas genauer damit beschäftigen und dabei auch Spass beim Raten haben.

Grundsätzlich geht es natürlich darum, die "Teekategorie" zu erkennen - amüsant ist es vielleicht aber, darüber hinaus die genaue Teesorte/Besonderheiten der Machart samt Jahrgang zu raten.

Sehr gerne dürfen/sollen/müssen auch andere Tees zum Erraten ablichten. Bitte beachtet dabei aber folgendes:

- Glas- oder weisse Tasse/Schale
- kein Blitz
- optimalerweise Tageslicht (z.B. Foto auf dem Balkon)
- wenn indoor, dann nur bei farbneutraler Innenbeleuchtung
- keine Bildnachbearbeitung
- auch automatische Bildverbesserung auf Handy/Kamera deaktivieren

Hier also mal das erste Teelein zum Erraten:

rps20160302_133933.thumb.jpg.398253a195d

bearbeitet von GoldenTurtle

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Aufgrund meiner überschaubaren Erfahrung kann ich nur raten. Morgenurin kann ich wohl noch ausschließen, und bei Dir würde ich auf irgendwas elendslang gelagertes Tippen. Da hört es dann aber echt auf bei mir.

Ich bin aber echt auf die ernsten Antworten gespannt. Wird interessant zu sehen, wie gut Ihr euch tatsächlich mit Tee auskennt ;-)

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Das ist zwar spannend, aber doch auch schwierig.

Also ich würde, unabhängig vom Poster, jetzt mal aufgrund der Farbe alles weiße, grüne und auch schwach fermentierte Oolongmäßige schonmal ausschließen, auch die Shous, die ich bisher so in der Tasse hatte.

Blieben für mich noch die stärkeren Oolongs (WuYi und DC), Shengs und ggf. auch Schwarze übrig.

Und damit steige ich dann aus, denn alles andere nur aus der Farbe?

Ggf. mit Blattbild noch, aber ohne ...

 

 

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vor 24 Minuten schrieb KlausO:

Je nach dem wie lange ich meine Tees ziehen lasse, sehen alle so aus. Außer weißem und dunklem schwarzen.

Es sollte für das Foto natürlich immer nur ganz normal gezogen werden, so wie man sonst auch trinkt.
Und das Foto immer nur vom ersten oder zweiten Aufguss.
Ist hier beides gegeben ...

@Hypnozyl Die Dauer der Lagerung zu erraten ist unwichtig, nur die Teekategorie und -Unterkategorie zählt!

@SilonijChai Ich würde doch nicht meinen früheren Haussheng als Rätsel verwenden, oder doch? :D

@Entchen19 Sehr gut, genau dieser Ansatz, das Ausschliessen, was nicht in Frage kommt ist der richtige Weg! :thumbup:
Mit Blatt wäre doch viel zu einfach ...

Kommt schon Tee-Cracks!

PS: Betrifft nicht diesen Fall, aber ich bin gespannt, ob wir irgendwann alleine von der Aufgussoptik her z.B. japanischen von chinesischem Grüntee unterscheiden können. Im Deepsteamed-Bereich wahrscheinlich leicht, aber sonst ... die Sache könnte noch interessant werden.

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Mittelalter Sheng, nicht zu trocken gelagert, also bei mit sah der YQH Chi Hsiang 2006 von der Farbe her genau so aus.

Wobei ein noch nicht genannter Parameter doch auch die Dosierung ist. Ob ich 4 oder 7g Sheng auf 100ml "normal lange" ziehen lasse resultiert schon in unterschiedlicher Farbe. Ich selbst nehme hier standardmäßig für Sheng 5.5-6g/100ml, so auch beim oben genannten YQH.

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Ich würde einen stärker oxidierten und gerösteten Oolong aus Taiwan tippen. Evtl. Ein rou gui von Atong?

Ich warte mal bis das aufgelöst wird, bis ich selbst ein Bild einstelle, sonst gibt es ein durcheinander 

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Gut, gut ... ich löse auf:

rps20160302_161714.thumb.jpg.1b1a6aacd3f

Es ist ein ...

Betrachtet wie er gerollt ist ... dazu die Aufgussfarbe ... und etwas markantes fehlt, was fast nur dort entfernt oder nicht mitgeerntet wird ...

bearbeitet von GoldenTurtle

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Atong Tee, aber gut das weiss man eben nur weil du quasi nur Atong oder Yu konsumierst.

 

Vergangenes Wochenende bei dem CNNP Wettbewerb hat man gesagt bekommen welche Jahrgaenge 09-13 und welche Sorten 5xSheng 1x Shu und damit durfte man die trockenen & feuchten Blaetter inspezieren und hatte gleichzeitig den Tee im Mund, trotzdem hatten die meisten Teilnehmer keinen Treffer.

Meiner Meinung nach ist das blose zeigen eines Bildes mit nem Aufguss nur blanke Rarerrei, gut Aufmerksamkeit bringts aber Teewissen erlernen oder weiterentwickeln ist zumindest fraglich.

image.jpeg

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vor 3 Minuten schrieb Cha-Shifu:

dann ist es eben ein Yu Tee, hihihi

Fast noch weiter weg ...
Hier die Auflösung mit einem Bild des unaufgegossenen Tees:

Am 17.7.2013 um 16:12 schrieb GoldenTurtle:

06.jpg

2013er Wuyi Yancha: Shui Jin Gui (Golden Turtle)

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Neues Rätsel!

Was für ein Tee zieht da?Evil smile01.gif

rps20160406_234621.jpg

... bedenkt auch die Kannenwahl, sie ist nicht zufällig, sondern entspricht diesem Tee.

Nur mit diesem Bild und dem Hinweis ist es noch sehr schwierig. Das war aber nur das erste Bild. Die länger gezogene und besser beleuchtete Tassenfarbe folgt, wenn es hiermit noch niemand erraten kann. Anerkennung gebührt, dem der jetzt schon kann!

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ich hatte letztens einen Nepal Pearl Oolong Tea, der passt ganz gut von der Farbe

Wobei ich auch schon ganz junge Shengs mit der Teefarbe jetzt in der Tasse hatte.

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Durchdachte Hinweise! :thumbup:

Aber es war mit der reduzierten Beleuchtung gestern Abend noch zu schwer - hier die länger gezogene Tassenfarbe wie versprochen:

rps20160407_113652.jpg

Aah, ein fieser Tee! :D

Bedenkt auch, was die Farbe beim langen ziehen so beeinflussen könnte ... so, jetzt sollte es jemand erraten können!

bearbeitet von GoldenTurtle

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Da es niemand erraten konnte, hier endlich die Auflösung:

Es ist ein uralter Oriental Beauty Oolong, aber mit und in einer ausgehöhlten Pomelo nach Hakka Tradition veredelt (9x feuchtgedämpft, 9x sonnengetrocknet).

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