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Bio vs nicht Bio bei japanischen grüner Tee


Karl92

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Hallo,

ich habe in meinem Leben 2 Sorten probiert die das Bio Siegel tragen. Mir sind bei beiden deutliche Unterschiede aufgefallen zu allen grünen Tees die nicht das Bio Siegel hatten. Bei gerade mal 2 Tee kann es natürlich noch Zufall sein und daher wollte ich euch mal fragen, ob ihr grundsätzliche Unterschiede festgestellt habt, die bio von nicht- bio abgrenzen?

 

Ich enthalte die Unterschiede erstmal bewusst vor. Ich werde in der nächsten Woche noch 2 andere Bio Varianten testen und bin daher gespannt.

 

Wenn ich schon mal frage, würde mich auch interessieren ob ihr euch für bio entschieden habt oder nicht bio und wieso.

 

Besten Gruß, Karl

Bearbeitet von Karl92
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Sorry, meine Spannung hält sich in engen Grenzen. 
Es gibt kleinere Produzenten, welche alle Anforderungen an das Siegel locker erfüllen, die aber die Kosten der Zertifizierung scheuen. Bei deren Produkten ist der Unterschied zwischen Bio und Nicht-Bio das fehlende Zertifikat auf der Verpackung. Schmeckst du diesen Unterschied tatsächlich?

Ich mag mir halt nicht die Mühe machen, bei den Nicht-Zertifizierten die Angaben zur Herstellung jedes Mal auf Plausibilität und Umweltverträglichkeit zu prüfen.
Deshalb kaufe ich viel Bio, und kann nebenbei einen sparsameren Umgang mit den Ressourcen und Schadstoffen fördern. 

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Das kann ich dir noch nicht genau sagen T-Tester (ob ich einen Unterschied tatsächlich schmecke), denn bei 2 Sorten kann es auch einfach nur daran liegen, dass die Unterschiede nichts mit Bio vs nicht-Bio zu tun haben. Soweit ich informiert bin sind grüne Tee Pflanzen sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Unterschiede gibt zwischen bio und nicht bio aber ich für mich persönlich kann ich das erst herausfinden wenn ich mehrere Bio Sorten probiert habe. Da ich schon so viele nicht bio Sorten kenne, wundert es mich schon, dass keine davon je diese beiden Qualitäten hatte.

Eine davon bezieht sich auf den Geschmack und die andere auf die Farbe. Ausnahmslos waren alle Sorten (Gyokoru und Sencha) beim ersten Aufguss bei mir grün in der Farbnote wohingegen beide Bio Tee mehr etwas gelbliches fast schon oranges haben und schon beim ersten Aufguss eine kräftige Farbe. Diese FArbintensität hatte ich bei den nicht bio Tees erst beim 2. und dritten Aufguss bei höherer Temperatur.

 

Bin gespannt auf weitere Meinungen....

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Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Bio- und nicht-Bio-Gruentee. Grundsaetzlich laesst sich sagen, dass Biotee bitterer ist, als nicht-Biotee. Das liegt daran, dass durch das Benutzen von Pestiziden die Pflanzen geschwaecht werden (absichtlich) und sich nicht so viele Catechine (Bitterstoff) dadurch bilden. Man kann es sich ein bisschen wie das Zuechten von Bonsais vorstellen ^^  Die Biotee-Pflanzen hingegen gedeihen sehr stark und es bilden sich viele Catechine, die fuer den bitteren Geschmack verantwortlich sind. Desweiteren spielt der Duenger noch eine grosse Rolle, will man viel Aroma bzw. starkes Umami haben, eignet sich da eher chemischer als Bio-Duenger. Deswegen sind die besten Tees alle (leider) nicht Biotees. 

Bearbeitet von cml93
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Ich mag lieber milderen grünen Tee und das scheint auch zu korrelieren mit der Intensität der Farbe. Also ich würde einen Tee bevorzugen, der eher rein grün ist, statt gelb/orange/grün und vor allem der weniger starke Farben hat beim ersten Aufguss. Beide grünen Tees hatten die knallige gelb/orange-grünliche FArbe und hatte geschmacklich schon fast etwas fruchtiges. Kann mir vorstellen, dass viele das mögen, aber ich leider eher nicht.

Mir ist genauso aufgefallen, dass die Blätter heller sind wohingegen die Farben die ich sonst kenne wirklich kräftig dunkelgrün sind. Aber das muss dann wohl mit den Sorten zu tun haben sonst wäre dir das sicherlich auch aufgefallen @T-Tester...

 

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Naja, jeder hat seinen eigenen Geschmack, von daher laesst sich das natuerlich schwer verallgemeinern. Ich spreche auch nur aus eigener Erfahrung und ausserdem schaffen es Bio-Tees halt auch nicht in die "zenkokuchahinpyoukai", den wichtigsten Teewettbewerb Japans. Aber klar ich verstehe schon worauf du hinauswillst ;)

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Ja, ich fürchte auch dass ein Vergleich oft schwierig sein wird."Sencha" ist halt ungefähr so scharf unrissen wie "Kleinwagen" - man weiß ungefähr was man bekommt, aber zwei Kandidaten können sich infast jedem Detail unterscheiden.

Ich kaufe so oft wie möglich Bio, aus Überzeugung, auch wenn der Tee dann u.U. etwas weniger raffiniert ist.

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vor 33 Minuten schrieb cml93:

Naja, jeder hat seinen eigenen Geschmack, von daher laesst sich das natuerlich schwer verallgemeinern.

Darauf wollte Seika wohl nicht hinaus. Wie miig schreibt, ist das Spektrum beim Sencha (wie bei fast allen Tees) relativ gross. Wenn du etwa einen Fukamushi mit Tees vergleichst, die deutlich kürzer gedämpft wurden, so wird sich die Aufgussfarbe immer unterscheiden, egal ob nun Bio oder konventionell hergestellt. Daher müsste man genauer spezifizieren, um was für einen Sencha es sich jeweils handelt.

Ich glaube eigentlich nicht daran, dass sich Bio und konventionell geschmacklich jeweils direkt unterscheiden lassen.

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vor 17 Minuten schrieb theroots:

Darauf wollte Seika wohl nicht hinaus. Wie miig schreibt, ist das Spektrum beim Sencha (wie bei fast allen Tees) relativ gross. Wenn du etwa einen Fukamushi mit Tees vergleichst, die deutlich kürzer gedämpft wurden, so wird sich die Aufgussfarbe immer unterscheiden, egal ob nun Bio oder konventionell hergestellt. Daher müsste man genauer spezifizieren, um was für einen Sencha es sich jeweils handelt.

Ich glaube eigentlich nicht daran, dass sich Bio und konventionell geschmacklich jeweils direkt unterscheiden lassen.

Bei Fukamushicha stimme ich dir zu, unterscheiden sich die Tees nicht so extrem stark, bei Asamushi - oder Chuumushicha jedoch stark.

Wie ich aber schon oben bereits beschrieben habe, bildet die Pflanze ohne den Einsatz von Pestiziden mehr Catechine, das ist einfach Fakt. Viele Biobauern beschatten deshalb ihren "Sencha" vor der Ernte gerne eine Woche oder laenger, was aber dann streng genommen kein Sencha, sondern Kabusecha ist. Bei Gyokuro z.B. hat man dann aber wieder das Problem, dass der Duenger einen sehr grossen Einfuss auf die Bildung des Umamis hat und somit die Bio-Gyokuros den normalen Gyokuros deutlich hinterherhinken. Aber Ausnahmen gibt es natuerlich immer wieder ;)

Bearbeitet von cml93
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vor 3 Minuten schrieb seika:

Worauf ich hinauswollte, war vielmehr: wie sehr kannst du ausschließen, dass die Unterschiede nicht aus anderen Faktoren resultieren? Als da z.B. wären: Klima, Lage, Bodenbeschaffenheit, Kultivar, Erntezeitpunkt, Verarbeitung insbesondere Bedampfungslänge, um nur ein paar zu nennen. 

Das habe ich ja auch nie ausgeschlossen. Es ging mir nur darum: Biotees sind tendenziell bitterer als nicht-Bio-Tees. Gerade wenn man Tees von der gleichen Plantage des gleichen Kultivars trinkt, merkt man deutliche Unterschiede.

Bearbeitet von cml93
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Man kann mit nur zwei Biotees auf keinen Fall den Unterschied erschmecken. Wir bereits von den anderen Foris geschrieben gibt es unendlich viele Faktoren die den Geschmack eines Tees beeinflussen.

Aber generell gibt es schon gewaltige Unterschiede, wie bei allen landwirtschaftlichen Produkten hier halt auch. Biogemüse und -obst hat ja häufig nicht die perfekte, homogene Optik, Stabilität, Süße und darf viel weniger Zusatzstoffe enthalten. In Japan ist der Unterschied noch extremer weil dort viele Chemikalien überhaupt nicht deklarationspflichtig sind. Da gibt es wirklich haarsträubendes Zeugs, bzw. "Lebensmittel" die bereits durch die pure Betrachtung bei mir Übelkeit auslösen. Zudem ist es für die Landarbeiter und Umwelt um Lichtjahre besser wenn der Tee biologisch angebaut wird. Nicht nur in Japan. Die Bauern müssen dafür natürlich auch viel härter arbeiten und das für viel weniger Ertrag. Das finde ich unterstützenswert und verzichte da, bei evtl. gleichem Budget, gerne auf etwas Qualität. Oder aber, wenn ausreichend Budget vorhanden ist, dann kaufe ich gerne Spitzenbiotee und bezahle einfach mehr. Es gibt zwar durchaus Sorten, die ausschließlich in konventionell existieren, aber ich frage mich häufig ob das wirklich nötig ist. 
 

Zitat

 Soweit ich informiert bin sind grüne Tee Pflanzen sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen

Es gibt keine "Grünteepflanzen", sondern die Verarbeitung der Teeblätter macht aus ob es ein Grüntee wird oder nicht. Aber das hast Du vielleicht auch anders gemeint.

Vor allem die Beschattung ist extrem strapaziös für biologisch angebaute Teepflanzen. Daher gibt es nur sehr selten wirklich guten Gyo, edle Kabusechas und besonders hochwertigen Matchatee. Das können einfach nur sehr wenige Teebauern. Und wegen der Anfälligkeit gegen Pilze und Schädlinge haben Biogärten eine Mischkultur aus vielen unterschiedlichen Kultivaren. Dann würden sie bei einem evtl. Befall nicht die komplette Ernte verlieren. Im konventionellen Anbau herrscht zu 90% der Yabukitakultivar vor. Offiziell sollte der japanische Senchageschmack auch der von Yabukita sein und bevorzugt immer ähnlich, daher sind die meisten Massentees ja Blends. Nur mutige Bauern schwimmen gegen diesen Strom der auch viele Risiken birgt. Und ist ja klar, daß bei den offiziellen Meisterschaften keine kleinen Biobauern mitmachen - die werden sowieso nur belächelt und hätten aus reinen wirtschaftlichen Gründen und mangelnder Lobby keine Chance.

Aber @Karl92 und @cml93 bitte stellt Euch doch erstmal vor, damit wir alle wissen mit wem wir es denn so zu tun haben ... und ist es denn Zufall, daß ihr 92 und 93 im Namen habt? Hier geht es zum Vorstellungthema: https://www.teetalk.de/forums/forum/58-neu-hier-vorstellungen/

Bearbeitet von teekontorkiel
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vor 2 Minuten schrieb teekontorkiel:

Aber @Karl92 und @cml93 bitte stellt Euch doch erstmal vor, damit wir alle wissen mit wem wir es denn so zu tun haben ... und ist es denn Zufall, daß ihr 92 und 93 im Namen habt? Hier geht es zum Vorstellungthema: https://www.teetalk.de/forums/forum/58-neu-hier-vorstellungen/

Haha ich schaetze einfach, dass wir vom Alter her ein Jahr auseinander liegen ^^

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vor 2 Stunden schrieb cml93:

Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Bio- und nicht-Bio-Gruentee. Grundsaetzlich laesst sich sagen, dass Biotee bitterer ist, als nicht-Biotee. Das liegt daran, dass durch das Benutzen von Pestiziden die Pflanzen geschwaecht werden (absichtlich) und sich nicht so viele Catechine (Bitterstoff) dadurch bilden. Man kann es sich ein bisschen wie das Zuechten von Bonsais vorstellen ^^  Die Biotee-Pflanzen hingegen gedeihen sehr stark und es bilden sich viele Catechine, die fuer den bitteren Geschmack verantwortlich sind. Desweiteren spielt der Duenger noch eine grosse Rolle, will man viel Aroma bzw. starkes Umami haben, eignet sich da eher chemischer als Bio-Duenger. Deswegen sind die besten Tees alle (leider) nicht Biotees. 

Hast Du für diese Behauptung irgendwelche Beweise. Ich halte das schlichtweg für falsch. Damit hat es weit weniger zu tun. Alleine schon Tees verschiedener Gärten zu vergleihen offenbart eine Vielfalt, ich kenne keinen Garten wo Bio und nicht Bio angebaut wird, da hätte man einen direkten Vergleich, aber so wirkt es eher wie das "niedermachen" von Bioprodukten.

Ich hatte schon Biotees die anderen Tees ebenbürtig waren. Ganz so einfach ist Bio und nicht Bio nicht zu unterscheiden. Die Unterschiede liegen ganz wo anders.

Und wo steht geschrieben das sich mineralischer Dünger besser eigenet. Wenn man die Düngung beherrscht kst eine organische Düngung weit überlegen, viele haben den Umgang damit nur verlernt. Den einzigen Vorteil den eine mineralische Düngung hat ist das der Dünger direkt verfügbar ist, jedoch hat das Bodenleben nicht davon und hier wird die Pflanze letztendlich der Verlierer. Ein gesundes Bodenleben fördert gesündere und wiederstandsfähigere Pflanzen und hat noch mehr Vorteile. Wenn man ein gesundes natürliches Klima aufbaut muss man nicht unbedingt irgendwelche Mittel spritzen, weil die Natur sich selbst reguliert. Man kann natürliche Feinde ansiedeln und den ganzen Kreislauf fördern.

Das was Du erzählst lese ich oft und scheint mir immer wieder abgeschrieben.

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vor 3 Minuten schrieb Cel:

Hast Du für diese Behauptung irgendwelche Beweise. Ich halte das schlichtweg für falsch. Damit hat es weit weniger zu tun. Alleine schon Tees verschiedener Gärten zu vergleihen offenbart eine Vielfalt, ich kenne keinen Garten wo Bio und nicht Bio angebaut wird, da hätte man einen direkten Vergleich, aber so wirkt es eher wie das "niedermachen" von Bioprodukten.

Ich hatte schon Biotees die anderen Tees ebenbürtig waren. Ganz so einfach ist Bio und nicht Bio nicht zu unterscheiden. Die Unterschiede liegen ganz wo anders.

Und wo steht geschrieben das sich mineralischer Dünger besser eigenet. Wenn man die Düngung beherrscht kst eine organische Düngung weit überlegen, viele haben den Umgang damit nur verlernt. Den einzigen Vorteil den eine mineralische Düngung hat ist das der Dünger direkt verfügbar ist, jedoch hat das Bodenleben nicht davon und hier wird die Pflanze letztendlich der Verlierer. Ein gesundes Bodenleben fördert gesündere und wiederstandsfähigere Pflanzen und hat noch mehr Vorteile. Wenn man ein gesundes natürliches Klima aufbaut muss man nicht unbedingt irgendwelche Mittel spritzen, weil die Natur sich selbst reguliert. Man kann natürliche Feinde ansiedeln und den ganzen Kreislauf fördern.

Das was Du erzählst lese ich oft und scheint mir immer wieder abgeschrieben.

Ich will hier Bioprodukte doch ueberhaupt nicht "niedermachen." Ich bevorzuge ja eigentlich auch Bioprodukte, aber bei Tee ist es wie gesagt eine heikle Sache. 

Zum Duenger: Es geht nicht darum, dass die Duenger sich besser eignen oder so, sonder,n dass z.B. die Gyokuros (gerade aus Hoshino-Mura und Kyoutanabe) einfach ueberduengt sind und sich dadurch erst ein so starkes Umami entwickelt, hier habe ich mich vielleicht falsch ausgedrueckt.

Zu den Infos: Aus japanischen Fachlektueren der NPO (https://www.nihoncha-inst.com/), ausserdem von verschiedensten Teebauern und Betreibern von Teelaeden in Japan. 

Was meinst du mit abgeschrieben?

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vor 49 Minuten schrieb Cel:

ich kenne keinen Garten wo Bio und nicht Bio angebaut wird, da hätte man einen direkten Vergleich, aber so wirkt es eher wie das "niedermachen" von Bioprodukten.

 

Ich schon und wie oben bereits geschrieben: der Geschmack ist anders. Der Tee wird unter den selben Bedingungen angebaut, mit dem gleichen Kultivat und wird gleichlang gedaempft und gerollt mit der selben Maschine. Und trotzdem ist der Geschmack anders. Weniger rund und bitterer.

Ich will jetzt hier aber keinen Aufriss starten, ich glaube wir werden uns bei diesem Thema eh nicht mehr einig ;)

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vor 1 Stunde schrieb teekontorkiel:

Aber @Karl92 und @cml93 bitte stellt Euch doch erstmal vor, damit wir alle wissen mit wem wir es denn so zu tun haben ... und ist es denn Zufall, daß ihr 92 und 93 im Namen habt? Hier geht es zum Vorstellungthema: https://www.teetalk.de/forums/forum/58-neu-hier-vorstellungen/

 

@teekontorkiel:

Ich fand ihren Beitrag spitze bis ich dann am Ende den zitierten Satz lesen musste. Das macht ihren Beitrag nicht schlechter aber es liest sich so, als sei meine Frage nicht willkommen. Zunächst stand ich total auf dem Schlauch: Wieso stellen Sie diese Frage und zweitens was ist so komisch an 92 und 93??? Ich gehe mal stark davon aus, dass cml93 1993 geboren wurde (aber keine Ahnung). Ich jedenfalls bin 1992 geboren. Aber warum genau ist diese Frage so wichtig? Fühlen Sie sich irgendwo angegriffen?

Ich habe doch Nichts gegen Bio gesagt und überhaupt nicht gesagt, dass es nicht wichtig ist auf gewissen Bedingungen zu achten (alleine der Umwelt und der Arbeiter wegen). Sondern ich habe lediglich gefragt ob hier andere auch Unterschiede festgestellt haben und ob Sie Bio oder konventionell bevorzugen. Dazu habe ich gleich extra geschrieben, dass ich es noch NICHT beurteilen kann, weil ich nur 2 Bio Tees probiert habe.

 

Mir ist lediglich aufgefallen, dass die Blätter bei beiden heller sind und nicht so satt dunkelgrün und dass auch der fertige Tee gelblich/orange- grün ist statt grün und auch die Farbe kräftiger ist. Das habe ich nicht generell als negativ gewertet (andere werden genau das vielleicht mögen) sondern habe nur gemeint, dass ich das nicht so gerne mag wenn der Tee fast etwas früchtetee ähnliches hat.

 

Die Sorte hat 20 Euro/100g gekostet. Billig ist das für einen Sencha jetzt nicht unbedingt finde ich (wenn auch nicht extrem teuer).

 

Vielleicht können Sie mir ja einen Bio- Tee empfehlen wo Sie meinen, dass das nicht so ist und dann werde ich diesen gerne mal testen. 

 

Ich habe mich übrigens in einem anderen Beitrag vorgestellt. Ich trinke seit vielen Jahren (mindestens seit 2011) jeden Tag zwischen 13-15 Uhr einen japanischen grünen Tee. Für mich ist es ein RItual und es kommen im Jahr vielleicht 3-5 Tage vor an denen das nicht so ist. Ich habe meistens direkt aus Japan bestellt und 2x in einem deutschen Shop (unterschiedliche).

LG

P.S.: (konnte leider nicht mehr editieren): Ich kenne auch einen der sowohl Bio als auch konventionell anbaut, nämlich dort wo ich zu 90% bestellt habe (Maiko Tee). Aber ich habe dort nie die Bio Tees bestellt. Die Auswahl an Bio Tees war dort aber auch nicht riesig. Sollte ich einen Bio Tee finden der mir schmeckt und  die Eigenschaften die ich gerne habe, steige ich gerne sofort um, selbst wenn es etwas teurer ist. Aber der Tee den ich jetzt habe, hat wenig mit dem gemeinsam was ich vorher von Sencha gewohnt war. Und genau das war bei dem anderen Bio Tee auch so. Bei dem anderen Tee habe ich gar gezweifelt, ob das wirklich Sencha ist. Hier gibt es keine Zweifel, dass es Sencha ist, weil der Händler bekannt und zuverlässig ist laut diesem Forum hier.

 

Bearbeitet von Karl92
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vor einer Stunde schrieb cml93:

Zum Duenger: Es geht nicht darum, dass die Duenger sich besser eignen oder so, sonder,n dass z.B. die Gyokuros (gerade aus Hoshino-Mura und Kyoutanabe) einfach ueberduengt sind und sich dadurch erst ein so starkes Umami entwickelt, hier habe ich mich vielleicht falsch ausgedrueckt.

Das ist wiederum fragwürdig, eine Überdüngung bedingt ein Übersalzen des Bodens und somit ein Absterben der Wurzeln. Ich bin mir sicher das es so nicht gehandhabt wird, da man nicht seine Lebensgrundlage jedes Jahr zerstört. Solche Pflanzen würden nicht lange mitmachen, da das ganze System geschwächt wird. Das Bio Gyokuro kein starkes Umami entwickeln sehe ich auch nicht so, es ist vielleicht anders und der Geschmack wird erwartet. Es ist wie die mineralischen Töne bei Wein. Diese kommen bei der Aufbereitung und nicht beim Anbau hinzu.

Die mineralische Düngung hat ja wie gesagt den Vorteil der Verfügbarkeit, somit werden die Pflanzen leichter aktiv gehalten, was bei Gyokuro mit organischem Dünger weitaus mehr Erfahrung und Geschick benötigt, da man den Dünger und die Pflanze intensiv kennen muss. Viele ihr Handwerk sogar neu lernen müssten.

vor 33 Minuten schrieb cml93:

Ich schon und wie oben bereits geschrieben: der Geschmack ist anders. Der Tee wird unter den selben Bedingungen angebaut, mit dem gleichen Kultivat und wird gleichlang gedaempft und gerollt mit der selben Maschine. Und trotzdem ist der Geschmack anders. Weniger rund und bitterer.

Dann nenne doch einfach den Garten. 

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Ups, da bin ich wohl versehentlich auf einen Zeh getreten, sorry. Das war nicht angreifend gemeint, sondern aus ehrlichem Interesse. 

Zitat

Wieso stellen Sie diese Frage und zweitens was ist so komisch an 92 und 93?

Wieso hast Du alle geduzt ich werde nun gesiezt? 

Ich meinte die Fragen überhaupt nicht böse und finde die Zahlen auch nicht komisch, auch habe ich keinerlei Anlass etwas zu unterstellen. Mir ist nur die Reihenfolge aufgefallen und wollte wissen ob es sich um einen Zufall handelt. Also ja, es handelt sich wohl dann um einen reinen Zufall. Das ist ja völlig in Ordnung. Mit der Frage wird doch keiner angegriffen.

 

Zitat

Ich habe mich übrigens in einem anderen Beitrag vorgestellt.

Schön, das freut mich. Kannst Du bitte den link posten? 

Auch meine Bitte nach einer offiziellen Vorstellung war überhaupt nicht böse gemeint, sondern beruht auf reiner Neugier. Sie war ja an beide Neulinge gerichtet. ;)
 

Zitat

Ich habe doch Nichts gegen Bio gesagt 

Ich habe auch nicht gesagt, daß Du das gesagt hättest. ;) Du wolltest Meinungen wissen, daher habe ich versucht aus meiner Erfahrung zu berichten. Ich habe in keinster Weise Deinen Text bewertet, sondern geschrieben, daß Dein "zwei-Sorten-Vergleich" hinkt.

Natürlich könnte Ich Dir tiefdunkelgrüne Biotees empfehlen, aber das wäre Werbung und daher unterlasse ich das. Bei ernsthaftem Interesse gerne eine pn an mich. ^_^

Oder am besten kommst Du in zwei Wochen nach Kiel, da wird ein supernetter Biobauer aus Japan über seinen Garten berichten. Sind nur noch zwei Plätze frei. :lol:

Liebe Teegrüße :trink_tee:

Zitat

Das macht ihren Beitrag nicht schlechter aber es liest sich so, als sei meine Frage nicht willkommen.... 
 

Das ist ein Missverständnis. Ich finde die Frage generell sehr gut und hochinteressant. Wirklich.

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vor 16 Minuten schrieb Cel:

Das ist wiederum fragwürdig, eine Überdüngung bedingt ein Übersalzen des Bodens und somit ein Absterben der Wurzeln. Ich bin mir sicher das es so nicht gehandhabt wird, da man nicht seine Lebensgrundlage jedes Jahr zerstört. Solche Pflanzen würden nicht lange mitmachen, da das ganze System geschwächt wird. Das Bio Gyokuro kein starkes Umami entwickeln sehe ich auch nicht so, es ist vielleicht anders und der Geschmack wird erwartet. Es ist wie die mineralischen Töne bei Wein. Diese kommen bei der Aufbereitung und nicht beim Anbau hinzu.

Die mineralische Düngung hat ja wie gesagt den Vorteil der Verfügbarkeit, somit werden die Pflanzen leichter aktiv gehalten, was bei Gyokuro mit organischem Dünger weitaus mehr Erfahrung und Geschick benötigt, da man den Dünger und die Pflanze intensiv kennen muss. Viele ihr Handwerk sogar neu lernen müssten.

Was glaubst du, warum bei solchen Gaerten die Pflanzen oefters als bei Bio-Gaerten "gewechselt" werden. 

Klar, ist aber auf Japanisch: http://www.azuma-tea.com/index_e.html

http://wachaen.com/item.html

Ich habe wie gesagt fuer alles hier Geschriebe Quellen. Wenn es dir nicht passt oder es fuer dich "fragwuerdig" ist, lass uns einfach aushoeren zu diskutieren. Ich will mich hier wie gesagt nicht streiten. ^^.

Bearbeitet von cml93
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@teekontorkiel:

Wegen dem "Sie": Das war unbewusst und durch die Frage (92&93) habe ich durchaus eine gewissen Distanz gespürt und daher wohl der automatische Switch. Auch wenn du jetzt sagst, dass es reine Neugier ist: Das ist schon seltsam so etwas zu fragen ganz ohne Vermutung. Ich habe es so interpretiert, dass du vermutest, dass einer der Accounts gefaked ist von mir. Aber deshalb stand ich auf dem Schlauch, weil ich ja nix gegen dich gesagt habe oder irgendwen sonst. Hat für mich keinen Sinn ergeben...

 

Nur nochmal um das klarzustellen: Der fertige Tee soll nicht dunkelgrün sein. Zumindest nicht wenn man den ohne zu schütteln und 30-60 Sek. ziehen lässt bei ca. 70°. Bei den anderen Tees die ich kenne (waren nicht bio) war der 2te oder 3te Aufguß farblich intensiver, weil ich oft höhere Temperaturen nutzeDie losen Blätter vor der Vorbereitung sollten gerne dunkelgrün sein. Mir wäre das kack egal, wenn nicht festgestellt hätte, dass das mit diesem bittererem/fruchtigerem Geschmack korreliert (kann bei 2 Tees aber einfach Zufall gewesen sein). Die Referenztees wo ich mit vergleiche waren milder im Geschmack und hatte auch mehr Umami Geschmack (selbst die Senchas). Ich habe hier einen Gyokoru, der ein ähnliches Bild abgibt, aber erst beim dritten Aufguss und hoher Temperatur.

Gerne ein paar Empfehlungen schicken via PM ;-)

LG

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vor 1 Minute schrieb T-Tester:

Wenn du nicht diskutieren willst, versuch es mit einem Blog in deinem Shop.

Es geht mir doch einfach darum, dass jetzt eigentlich schon alles gesagt wurde dazu und man deswegen einen Strich ziehen sollte, weil unsere Meinungen komplett auseinanderliegen und ich es nicht in einen Streit ausarten lassen will. Mehr nicht.

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  • Joaquin änderte den Titel in Bio vs nicht Bio bei japanischen grüner Tee

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