Gast Gast195

Was macht ihr mit den Teeblättern nach eurem 1.2.Aufguss ?

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Gast Gast195

Hallo zusammen,

ich frage nur aus Neugier und vielleicht um meine Methodik optimieren zu können.

Bei mir ist es meistens so, dass ich den 1. Aufguss direkt in die Schalen gieße, der 2. Aufguss bleibt dann in der Kyusu.

Der 3. Aufguss, sofern der Tee es hergibt, kommt dann mit dem Sieb bzw. der Kanne in ein luftdicht abgeschlossenes Gefäß in den Kühlschrank.

Das mache ich einfach deshalb, weil die Teeblätter schnell anfangen zu oxidieren und wenn ich mir mit dem 3. Aufguss zu lange Zeit lasse,

der Tee nicht mehr genießbar ist. Manchmal verfahre ich auch schon direkt nach dem 2. Aufguss so, wenn ich bspw. nicht viel Zeit habe und nur den 1. Aufguss trinken kann.

Wie löst ihr das Problem mit der Teelagerung zwischen den Aufgüssen ?

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Evakuierst Du das luftdichte Gefäß auch? Oder füllst es mit Stickstoff oder Argon?

Ich lasse die Kanne einfach auf dem Tisch stehen. Das hat bisher noch immer funktioniert, soweit ich nicht sowieso nur einen Aufguß in der großen Kanne geplant habe. Bai Pu Erh (auch bis zum nächsten Tag) und bei Kabusecha (einen Vormittag lang) habe ich noch kein Problem gehabt.

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Gast Gast195

Pff, kein Grund zynisch zu werden :tee_zeitung:

Ich habe bei Sencha bspw. den Eindruck das der Geschmack bereits nach einer halben Stunde leidet.

 

bearbeitet von Gast195

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Gast Gast195

Du bist Physiker nicht, habe ich jedenfalls irgendwie in Erinnerung.

Also bin ich bei dir im Grunde wie es der Zufall will genau richtig. :yahoo:

Verringert sich nicht die brownsche Bewegung wenn man den Tee im Kühlschrank lagert und der Tee oxidiert weniger schnell ?

Jedenfalls hab ich mir das laienhaft so erklärt, weil meine subjektive Wahrnehmung war tatsächlich die, das die Teeblätter länger frisch bleiben.

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Ja, die Kühlung an sich verlangsamt die chemischen Reaktionen. So weit kann ich Dir folgen. Und wenn es in Deinem Kühlschrank etwa stark riechen sollte (Knoblauchgerichte, Kimchi), dann wäre sogar das luftdichte Gefäß sinnvoll. Aber um eine chemische Reaktion mit Sauerstoff ganz auszuschließen, müßtest Du die Luft schon entfernen oder ersetzen.

Aber in meiner persönlichen Erfahrung ist es noch nicht vorgekommen, daß das Stehenlassen den Tee negativ beeinflußt hat. Pu Erh Tee sowieso nicht. Und bei Kabusecha war im Laufe eines Vormittags auch keine Verschlechterung feststellbar. Tie Guan Yin scheint mir da auch problemlos zu sein.

Oh, Sencha, das weiß ich nicht, ich mache da immer einen einmaligen Aufguß in der 1-Liter-Kanne.

Ergänzend: Der Sencha selber kann in der Kanne dann auch einige Stunden stehen. Er schmeckt auch kalt, besonders bei dem warmen Wetter wie jetzt. Ich habe gerade heute einen gemacht und erst abgekühlt getrunken.

 

bearbeitet von Manfred

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Ich lasse selten soviel Zeit zwischen den Aufgüssen verstreichen und wenn doch merke ich eine halbe Stunde nicht. Längere dauer aber schon. Zumindest bei grünem Tee.

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Am 12.1.2017 um 21:49 schrieb GoldenTurtle:
Am 12.1.2017 um 21:00 schrieb VanFersen:

Meiner Erfahrung nach schmecken Tees nicht einmal mehr wirklich gut, wenn mehrere Stunden vergangen sind und man versucht sie erneut aufzugießen, geschweigeden über Nacht am nächsten Tag. Ich sehe da auch keinen Sinn darin.

Fersi, genau deshalb machen ja gewisse Chinesen (und auch Gabriele) sogar beim Grüntee sofort wieder ein bisschen heisses Wasser drauf, damit der Luftkontakt vom nassen Blatt unterbrochen wird - denn dieser Luftkontakt ist für den Geschmack Gift. Ich habe das irgendwo mal erklärt, wenn ich z.B. auch bei einem Oolong nur die ersten beiden Runden schlürfe und danach weg muss und der Tee eigentlich noch viele Runden machen könnte, dann giesse ich als Pausenmodus einfach nur mit kaltem Wasser auf und lasse ziehen, bis ich wieder mit heissem Wasser normal weitermache. Das kann sogar erst am nächsten Tag sein, kein Problem. Wichtig aber: der Luftkontakt von den Teeblättern muss unterbrochen werden.

 

bearbeitet von GoldenTurtle

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Gast Gast195

@GoldenTurtle thx für den Beitrag. Ich könnte mir zwar vorstellen das es auch bei dieser Methode zu einem gewissen geschmacklichen Verlust kommt. Aber das scheint mir eine praktikable Lösung zu sein. Wird heute direkt mal ausprobiert.

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vor 6 Stunden schrieb Mocha:

Ich könnte mir zwar vorstellen das es auch bei dieser Methode zu einem gewissen geschmacklichen Verlust kommt.

Kaum, ist traditionell die etablierteste beste Lösung.

Manchmal tritt durch langes Ziehen sogar noch ein anderes Gesicht des Tees zu Tage. Kommt aber auf den Tee an. Diesbezüglich sind meistens nur hochqualitative Tees interessant:

Am 12.1.2017 um 21:49 schrieb GoldenTurtle:

Aber gewisse Tees, z.B. sehr ergiebige, bei denen die Teebäume nur sehr wenig gepflückt werden (die haben auch mehr Power/Substanz in den Blättchen), oder solche mit sehr ausgereiften Blättern, oder, selten, ziemlich ölhaltigen Stengeln, können geschmacklich irrsinnig interessant sein und eine grosse und interessante Wandlung beim letzten, langgezogenen Aufguss ergeben.

Ich spreche dabei aber von 24 bis 48 Stunden Ziehern.

bearbeitet von GoldenTurtle

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