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Gerade eben schrieb Dao:

 Bei so einer großen Kännchen/Gaiwan-Sammlung frage ich mich ja ob du überhaupt dazu kommst alle regelmäßig zu nutzen?
Haben sich
Lieblinge herauskristallisiert?

Danke :)

Ja, durchaus! Ich weiß nicht, ob du einen Blick auf meine Seite geworfen hast ansonsten der Hinweis, dass ich die Gaiwane hauptsächlich als Teeschale nutze und dann erst für spätere Aufgüsse die Teeblätter in den Gaiwan packe, um das letzte Bisschen herauszukochen. Zwar gibt es schon klar Saisonbedingte Unterschiede (im Winter werden die großen, für grüne Tees benutzen Kannen deutlich weniger genutzt als im Frühling/Sommer), aber es ist nicht so, dass welche ganz auf der Strecke bleiben. Ich mag es auch sehr, Tees in verschiedenen Aufgussgefäßen zu probieren, insbesondere bei Shengs und verschieden offenporigen Kännchen. 
Lieblinge haben sich aber ganz klar herauskristalisiert, vor allem diese 4 Kombis: Eins, Zwei, Drei, Vier (wobei das aber evtl. auch damit zusammenhängt, dass ich am liebsten Shengs trinke...)

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Mir gefällt auch dein Pu-Chart, aber "nussig/gemüsig" könntest du bei Pu zwecks einer besseren Übersichtlichkeit auch gut rauskicken.

Für mich haben gewisse deiner Bewertungen auch unterhaltsamen Charakter, z.B. adelst du den 00er Anxi Holzkohle von Chris mit 5 Sternen, der 06er Mengku hingegen kriegt 3 Sterne. Das ist schon interessant. :D

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vor 14 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Mir gefällt auch dein Pu-Chart, aber "nussig/gemüsig" könntest du bei Pu zwecks einer besseren Übersichtlichkeit auch gut rauskicken.

Für mich haben gewisse deiner Bewertungen auch unterhaltsamen Charakter, z.B. adelst du den 00er Anxi Holzkohle von Chris mit 5 Sternen, der 06er Mengku hingegen kriegt 3 Sterne. Das ist schon interessant. :D

Na das ist doch auch etwas, wenn es unterhaltsam ist ;) 
Ist nunmal sehr subjektiv – mir gefallen z.B. auch sehr rauchige Pus, vielleicht mag ich deshalb aufgegossene Kohlen. Der Mengku ist zwar definitiv interessant durch die Minzigkeit, aber irgendwie gefällt mir das nicht (zumindest bei den paar Versuchen, die ich gemacht hatte – ich hab noch etwas über und erst mal weggepackt, wäre jetzt also eine gute Gelegenheit, den mal wieder hervorzukramen). 

Hm, das "nussig/gemüsig" hab ich lange überlegt, ob ich es mit aufnehmen soll – es gibt Tees, bei denen das elementarer Bestandteil des Profils ist (z.B. dieser), bei vielen aber nicht. Vielleicht wäre etwas wie "pflanzig" besser, dann wäre es allgemeiner einsetzbar... :D

bearbeitet von doumer

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vor 13 Minuten schrieb doumer:

Hm, das "nussig/gemüsig" hab ich lange überlegt, ob ich es mit aufnehmen soll – es gibt Tees, bei denen das elementarer Bestandteil des Profils ist (z.B. dieser), bei vielen aber nicht.

Ja, aber weil es selten ist, würde ich es eher in der Beschreibung nur zusätzlich erwähnen.

Aber hey, es ist dein Pu-Chart! :thumbup:

Menthol, wie du es angrenzend beschreibst, das gibt es häufig, Menthol und Kampfer, thats it.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 2 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ja, aber weil es selten ist, würde ich es eher in der Beschreibung zusätzlich erwähnen. Aber hey, es ist dein Pu-Chart! :thumbup:

Ich habe mir nur vorgestellt wie es aussehen würde, wenn man bei einer Grünteeskala alle verschiedenen Blumen- und Blütendüfte auszeichnen würde. :D

Aber Menthol, wie du es randweise umschreibst, das gibt es häufig, Menthol und Kampfer, thats it.

Da hast du natürlich Recht – Kampfer u.ä. habe ich mental unter "gereift/gelagert" mit angesiedelt... hm, mal schauen :) 

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vor 4 Minuten schrieb doumer:

Kampfer u.ä. habe ich mental unter "gereift/gelagert" mit angesiedelt...

Ach so, das ist eine interessante Betrachtung.

Wir waren bislang der Meinung, dass Menthol manchmal gerne von einer falschen Lagerung kommt - jahrelang im Plastik oder so. Es gibt auch ein natürliches Menthol-Aroma, das aber anders ist und weniger häufig als das für mich negative "Storage-Menthol". :D

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Ach so, das ist eine interessante Betrachtung.

Wir waren bislang der Meinung, dass Menthol manchmal gerne von einer falschen Lagerung kommt - jahrelang im Plastik oder so. Es gibt auch ein natürliches Menthol-Aroma, das aber anders ist und weniger häufig als das für mich negative "Storage-Menthol". :D

Woher genau die Menthol-Aromen kommen weiß ich leider nicht, Storage wäre eine Erklärung, konnte bislang aber keine verlässlichen Informationen dazu finden. Natürliches Menthol .. hm, ist das ein unterschied wie zwischen guter Bitterkeit und schlechter Bitterkeit? Zu welcher Gruppe gehört der Mengku?
Kampfer ist für mich ganz klar ein Aroma, das sich erst mit der zeit entwickelt, mir ist bislang noch kein junger Sheng untergekommen, bei dem ein Kampfer-Aroma festzustellen war. Aber auch hier gilt: Keine Ahnung, nur meine persönlichen Erfahrungen und ich bin erst noch am Anfang, was das Lernen angeht ;) 

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Auch von mir: willkommen im Forum, Alexander! :) Ich habe heute mal kurz einen Blick in Dein Blog geworfen; es scheint schön gemacht zu sein, unter anderem das schon genannte Pu-Chart ist eine interessante Idee; und da kann ich bestimmt, vor allem was Pu'er betrifft, noch einiges dazulernen. Morgen werde ich es mir mal genauer ansehen.

(Hoffentlich finde ich demnächst mal mehr Zeit, mich auch wieder öfter aktiv am Forum zu beteiligen ...)

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vor 8 Stunden schrieb Ryokucha:

Auch von mir: willkommen im Forum, Alexander! :) Ich habe heute mal kurz einen Blick in Dein Blog geworfen; es scheint schön gemacht zu sein, unter anderem das schon genannte Pu-Chart ist eine interessante Idee; und da kann ich bestimmt, vor allem was Pu'er betrifft, noch einiges dazulernen. Morgen werde ich es mir mal genauer ansehen.

(Hoffentlich finde ich demnächst mal mehr Zeit, mich auch wieder öfter aktiv am Forum zu beteiligen ...)

Vielen Dank :) 
Wenn du Fragen hast oder etwas unklar formuliert ist melde dich einfach! Viel Spaß.

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Sag mal, findest Du das nicht ein bissl übertrieben? So als Neuling und dann gleich so aufzutrumpfen?

Sehr ästhetisch, Dein Blog, traumhafte Auswahl an Teeutensilien und ja, die Koreaner machen sehr schöne Sachen.

Herzlich Willkommen im Forum und viel Freude hier, doumer. :trink_tee:

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vor 10 Stunden schrieb Getsome:

Ist dein Blog komplett selbst programmiert oder verwaltest du ihn über ein bekanntes Backend?

Als Basis verwende ich Grav, ein ziemlich interessantes Filebased-CMS (würde ich jedem empfehlen, der über den Wordpress-Tellerrand hinausschauen möchte). Ich habe lediglich das Template auf Basis des damaligen Standard-Templates gebastelt (Zum Start gab es noch nicht so viele Themes wie heute). Da hier Twig als Template Engine verwendet wird hält sich die Ausgefeiltheit auf Grund von Zeitmangel in Grenzen (ich arbeite normalerweise mit Typo3, wo die Templates ganz anders erstellt werden) – die Zeit habe ich dann doch lieber in das eine oder andere Schälchen Tee gesteckt ;) 

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    • Von Teefreund1988
      Hallo liebes Forum,
      ich bin schon längere Zeit stiller Mitleser. Ich finde generell Informationen in Foren sind meist die ehrlichsten und besten. Zum einen weil nur Fachinteressierte überhaupt an Diskussionen in Foren teilnehmen, zum anderen weil einseitige oder gar werbende Informationen von anderen Foristen meist enttarnt werden. 
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    • Von Zip
      Liebes Teetalk Forum,
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      Insofern einen ganz sonnigen Gruß aus dem auch gerade sehr warm-herbstlichen Münster!




      Christian
    • Von Menelaos
      Moin Moin aus dem kleinsten Bundesland und schönen Hansestadt Bremen!
      Ich bin schon einige Zeit hier im Forum unterwegs und lese viel mit, habe einige Kontakte via PN geknüpft und sehr viele Informationen sammeln können. Da ich momentan beruflich (leider) sehr eingespannt bin, wollte ich mit der richtigen Vorstellung noch etwas warten. Ich bin 27 Jahre als, arbeite im Industriebereich (Flurförderzeuge / Intralogistik) und mache derzeit ein berufsbegleitendes Studium mit dem Abschluss zum staatl. gepr. Betriebswirt.
      Zum Tee in seiner richtigen Form bin ich über Umwege gekommen. Kaffee war noch nie so mein Fall bzw. ist es so, wenn ich Kaffee trinke, dass ich das Koffeein nicht so gut vertrage. Vielleicht ist das auch nur mein Empfinden und vielleicht fühlt es sich bei jedem so an. Ich für meinen Teil empfinde das aber als unangenehm.
      Als ich dann mal erkältet war und im Teeladen Kräutertee kaufen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und meine ersten "richtigen" Tees erworben. Das waren 100g Bai Mu Dan, 50g White Monkey und ein anderer Grüntee, der mir nicht mehr einfällt. Der einzige der drei Tees, der mir gut geschmeckt hat war der White Monkey. Daraufhin habe ich dann Google bemüht, bin auf einige Shops gestoßen und habe mich dann durch die weitere Grünteewelt probiert, mir einen Gaiwan angeschafft und bin dann auch in Richtung Oolong, Hong Cha, Bai Cha und Puerh aufgebrochen. @chenshi-chinatee, @teekontorkiel, @Cha-Shifu, Cha Dao, @nannuoshan waren und sind einige meiner deutschen Anlaufstellen. Bald habe ich dann auch die ersten Auslandsbestellungen, bei z.B. Hauyingchen in Taiwan oder Pu-erh.sk, aufgegeben.
      Mittlerweile besitze ich auch schon meine erste Yixing-Kanne sehr viel Tee (finde ich zumindest - und die Dame des Hauses findet es sogar unnötig viel - für viele hier ist mein Bestand wahrscheinlich aber eine Lachnummer (im positiven Sinne)). Ich habe mich sehr in Oolongs in seinen vielen Variationen verliebt. Sheng und Shu sind bisher eher seltene Besucher. Das wird sich bestimmt noch ändern, wenn ich daran denke, wie sehr sich mein Geschmacksbewusstsein auf meiner bisherigen Teereise verändert hat. Ein vor einem halben Jahr ungenießbarer Da Hong Pao ist jetzt ein Geschmackserlebnis von Blüten über Mineralien bis hin zu leicht saurer Butter.
      Das soll für den Anfang aber auch reichen. Ich freue mich auf eine informationsreiche und hoffentlich auch austauschreiche Zeit hier im Forum. Ich werde jetzt ab und an mal meinen Senf dazugeben.
      Vielen Dank fürs Lesen und die Möglichkeit, mich hier vorstellen zu können. 
       
      Liebe Grüße,
      Jannik
    • Von Risheehat
      Liebes Teeforum,

      mein Name ist Risheehat und ich bin im vergangenen Jahr mit einem Thread hier eingestiegen, ohne mich vorgestellt zu haben. Bekanntermaßen ziemt es sich nicht, ohne Vorstellung einer Gesprächsrunde beizutreten und Fragen zu stellen; den Fauxpas bitte ich zu entschuldigen. Vielleicht darf ich mich nachträglich vorstellen?

      Im Prinzip habe ich ein ganzes Bündel von Fragen zu diversen Themen, aber ich bin unsicher, ob ich dafür jeweils neue Threads aufmachen soll. Ich lese viel im Teetalk, finde aber nur partielle Antworten auf meine Fragen; deshalb werde ich nun im Rahmen meiner Vorstellung einfach mal Fragen und Gedanken zu Tee formulieren. Als Teenovize bitte ich vorab darum zu verzeihen, dass ich mir mit der Schreibweise mancher Namen und Begriffe nicht sicher bin – um von der semantisch korrekten Verwendung ganz zu schweigen.

      Nun kurz zu meiner Teebiographie: Erst im letzten Jahr meines Studiums begann ich, gelegentlich koffeinhaltige Heißgetränke zu trinken. Zunächst nur hie und da einen kleinen Espresso nach einem guten Essen, alsbald Tee. Ich habe Kaffee nie gemocht und hielt Tee für einen hanseatisch-anglophilen Spleen meiner Mutter (kommt aus HH). Sie trinkt seit jeher Tee, interessiert hat mich das aber nie. Irgendwann fiel mir auf, dass Mutter mal braune, rote oder gelbgrüne Tees in der Tasse hatte. Ich lernte, dass dies trotz der abweichenden Farbe alles Schwarztee ist. Das war eine ganz banale, herrlich naive Tee-Erleuchtung: es handelte sich um 1st- und 2nd-Flushs aus Darjeeling oder Pflückungen aus Assam. Mehrere Jahre süffelte ich mich dann durch diese Tees, bevor ich vor ungefähr zwei Jahren, weiß der Teufel wie und warum, an Pu-Erh-Tee geriet. Ich kaufte einfach im Rückblick unfassbar günstige 100 lose Gramm eines Shous im Teehaus Schnorr (Frankfurt), weil der Tee so schön komposthaft roch. Irgendwann gerat ich an „teepornographisches Bildmaterial“ im Internet und wurde mir bewusst, dass diese Tees mit wenig Wasser mehrmals durchgezockt werden. Goss ich dann zunächst meine Tees in einer Art von „Gaiwan“ aus Kupfer auf und aus (ein mit Gestell versehendes rundes Deckelgefäß mit Seitengriff, dass von einem französischen Antiquitätenmarkt stammt und für die Erhitzung von Butter über einer kleinen Kerze gedacht ist), war ich doch recht bald bei Gongfu. Mittlerweile besitze ich diverse Kannen, Becher, Schalen usw. usf. – man kennt das alles.

      Bislang habe ich im Shou Pu-Erh ein Feld gefunden, dass ich bestimmt auf lange Zeit hin „bearbeiten“ werde. Ich nenne bereits eine kleine Teebibliothek von 5-8 Shous mein Eigen. Was mich dabei aber verwirrt bzw. verunsichert: offenbar scheint jeder Händler Pu-Erhs zu führen, die nur er und niemand sonst hat. Als Beispiel sei der 2012 Bulang Huang Shan Ripe Bing Cha (100g/39,90€) vom Teehaus Schnorr in Frankfurt genannt, der wohl von dem auch hier im Forum hinlänglich bekannten taiwanesischen Teemeister Yu (Schnorr schreibt ‚You‘) stammt (Wer ist das? Hat dieser Mensch ein Unternehmen, eine Website? Wie arbeitet Yu?  Kauft der Herr die Blätter, produziert er daraus Maocha und letztendlich die Bings? Überwacht er nur, delegiert er, macht er das selbst?).

      2012 Bulang Huang Shan ist ein großer Tee für mich als relativen Novizen, aber ich kann nicht überprüfen, wo das Teematerial herkommt, wie und wo verarbeitet, warum nur bei Schnorr erhältlich etc. pp. Ich habe stundenlang gegoogelt, diesen Tee gibt es nicht im Internet. Natürlich könnte ich all das bei Herrn Heinickel nachfragen, aber es besteht eine gewisse Scheu; man will seine Unkenntnis nur ungern offenlegen. Mich interessiert in dem Zusammenhang auch, warum die Blätter von Shengs meistens sehr groß sind, während die von Shous sehr klein sind. Stammen die von unterschiedlichen Pflückungen? Sind das unterschiedliche Pflanzen/Varietäten oder nur differente Wachstumsstadien?

      Wenn man von den Tees der großen Firmen (CNNP, Dayi / TAETEA, 6FTM usw.) absieht, ist es schwer für mich, durch diesen wahnsinnigen Pu-Erh-Dschungel zu kommen, zumal einige Händler die Wrapper ihrer Tees mit derben Attributen wie „Shit, Damn, Motherfucker“ belegen und ich nicht erkennen kann, wo der Tee herkommt, welcher Jahrgang das ist etc. pp. und was der Händler damit bezwecken will. Auch ergibt sich bei mir das Problem, dass ich die Händler nicht einschätzen kann. W2T zum Beispiel empfinde ich als intransparent, mir genügen die dort gegeben Informationen nicht und in Zusammenhang mit den eigenartigen Benennungen der Tees bin ich zu vorsichtig, um dort zu bestellen. Produzieren W2T und andere Händler ihre eigenen Tees? Sind das Eigenmarken, wie man zu sagen pflegt?

      Ein anderes Thema ist die neue Perspektive auf oxidierte Tees indischer und nepalesische Provenienz, die der Genuss fermentierter Tees aus China für mich impliziert. Darjeeling hat meiner Meinung nach ein Problem: abschreckende Adstringenz und bedenkliche Bitterkeit. Jahrelang habe ich diesen Tee im von mir jetzt einmal so genannten „Studentenstil“ getrunken, das heißt wenig Tee, viel Wasser, lange Ziehzeit von bis zu 180 Sekunden. Erst als ich dazu übergegangen bin, auch die oxidierten indischen Tees mit der Mehrfachaufgussmethode zu brühen, bin ich zu akzeptablen Resultaten gekommen, die die Charakteristika der einzelnen Gärten gut zur Geltung bringen. 3g/100ml/~95°C/~30″ haben sich als Parameter erwähnt.

      Zu Nepal: diese Tees, so meine ich, gehören, soweit ich das überblicken kann, zu den unterschätztesten Tees in der Klasse der volloxidierten Tees („Schwarzer Tee“). Für meine Geschmacksempfinden lassen viele nepalesische Tees auch die großen Namen aus Darjeeling spielend hinter sich. Ein Guranse (ein sagenhafter Tee von zungenschmeichlerischem Mundgefühl, rosigen und mandelhaften Aromanoten – wenn mit den oben genannten Parametern getrunken!) oder Jun Chiyabari ist wesentlich besser als all das, was als „Champagner des Tees“ bezeichnet wird. Liegt das möglicherweise daran, dass die nepalesischen Tees als „Ganzblatt-Tee“ in den Handel kommen, während die indischen Tees geschnitten werden? Apropos Champagner: mir scheint zwischen den nepalesischen und indischen Tees ein ähnlicher Zusammenhang wie zwischen französischem Champagner und deutschem Winzersekt zu bestehen.  Deutscher Winzersekt erreicht mühelos die aromatische Komplexität französischer Champagner und lässt diese manches Mal sogar hinter sich – aber zur Kenntnis genommen wird das nur von den wenigsten.

      Tee trinke ich nicht nur des Geschmacks wegen („Genusstrinken“), sondern auch des Koffeins wegen („Wirkungstrinken“). Auch dazu habe ich prinzipiell viele Fragen. Ich habe beispielsweise den Eindruck, das Oolongs wesentlich weniger Tee enthalten als Shengs, Shous oder herkömmliche Schwarztees (Darjeelings). Stimmt mein Eindruck? Ich besitze diverse Oolongs, die ich sowohl stationär als auch über den Versandhandel ohne Vorkenntnis gekauft habe; darunter Aged Dahong Pao, Aged Classic Tie Guan Yin, Orchid Classic Tie Guan Yin – sind das seriöse Tees? Diese Tees trinke ich der schwachen Wirkung wegen nur selten (ich habe eindeutige körperliche Modulationen bspw. der Peristaltik und Herzschlagfrequenz, die mir über den Koffeingehalt eines Getränks zuverlässig Auskunft geben), tränke die Oolongs aber der harmonischen Aromen gerne öfter. Ein weiterer Indikator für meine These des geringeren Koffeingehalts: bis zu 1 Liter Oolong-Tee kann ich pro Session trinken, bei fermentierten oder volloxidierten Tees ist bei 500 oder 600, maximal aber 800 Millilitern Schluss – dann wird mir das zu viel. Grundsätzlich ist das Feld der Oolongs für mich noch gänzlich unübersichtlich und es dauert sicherlich noch eine lange Weile, bis ich mich orientieren kann.

      Ich bedanke mich dafür, bis hierhin gelesen zu haben! Das war ein Bewusstseinsstrom, den ich etwas unbedacht niedergeschrieben habe. Vielleicht wird die ein oder andere Frage beantwortet. Darüber würde ich mich sehr freuen!

      Vielen Dank
      Risheehat

    • Von Saschko
      Hallo liebe TeeTalker,
      ich habe in den letzten Tagen hier und da in diesem Forum mal herum gestöbert. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mich heute hier registriert habe. Nun werde ich mich hier langsam einrichten, wie z.B. ein Profil erstellen, Profilbild einstellen usw.. Dazu gehört sich für mich, dass man sich auch vorstellt. Dies möchte ich nun machen und versuche mich kurz zuhalten.
      Ich komme aus Köln und bin 43 Jahre alt, verheiratet und habe einen Hund. Tee getrunken habe ich bisher relativ bewusst, jedoch nicht viel. Seit 22 Jahren bin ich Pfeifenraucher, und zu einer guten Pfeife (Tabak) gehört auch ein geschmacklich gutes Getränk. Ich rauche naturbelassene Tabake. Daher gerne die englische Richtung. Hier gibt es Tabake welche Latakia enthalten. Ein sehr rauchiger Tabak. Dazu passt auch  ein Lapsang Souchong sehr gut und unterstreicht den Pfeifen Genuss. 
      Nun brachte mir ein Freund einen Oolong aus China mit. Der Tee hat mir sehr gut geschmeckt. So bin ich in Köln in einen japanisches Geschäft welche Tee´s und Keramiken führt, und wollte "nur" einen Oolong kaufen. Die Dame zeigte mir noch andere Tee´s welche in bunten, länglichen, dünnen Verpackung eingeschweißt waren. Da ging es dann los mit Sencha, oder vielleicht einen ......usw.. Ich war für den Moment überfordert, wo ich doch "nur" einen Oolong kaufen wollte. Zudem irritierten mich die Preise von 10 € bis irgendwas um die 25 € für solch ein Tütchen. 
      Da  mir die Informationen zu viel wurden sind wir aus dem Laden ohne einen "Oolong" zu kaufen. Mir viel dann noch ein kleiner chinesicher Laden in einer Seitenstrasse ein. Dort habe ich im Schaufenster immer Tee Utensilien gesehen. Hier befand sich in großen Metalldosen auch gleich eine große Auswahl an Tee´s. Ich sagte der Dame das ein Freund mir Oolong aus China mitgebracht hat, und ich wieder solch einen wollte. Sie machte eine der Dosen auf, hielt mir diese unter die Nase und ....."Ahhhh den suche ich.....100 Gramm bitte. Ohh....19.90 € für den Tee. Hmm, stramm für Tee.....nun gut....ich nehme den dennoch......Warum kostet der soviel? Was, den kann ich mehrmals aufgießen? Wie geht das? Habe ich bis jetzt nicht gemacht?". 
      Wir haben uns dann über die Zubereitung unterhalten und sie fragte mich wie ich es bisher gemacht habe. Also....ich nehme eine Teekanne aus Glas, fülle 5 Teelöffel Oolong hinein und übergieße diesen mit 80 Grad heißem Wasser.....Ziehzeit 2 Minuten. Danach fülle ich das Ganze in eine Doppelwandige Trinkflasche und trinke diesen Tee über den Tag. Sie fragte "Schmeckt ihnen der Tee so? Wenn ja ist es für sie gut. Sie können jedoch mal probieren  den Tee in einer kleinen Teekanne aufzugießen und dann in mehreren Aufgüssen zu genießen. Sie werden erstaunt sein wie sich der Geschmack verändert."
      "Aha, dafür sind diese kleinen Teekännchen, welche aussehen als ob sie aus einem Puppenhaus kommen."
      Noch am selben Abend fing ich an zu googeln und kam auf den Blog TeeKeramiken.de. Anfangs habe ich nur quer gelesen und dann den Blog vom ersten Artikel an. Parallel dazu habe ich die Begriffe, Ausdrücke, Namen der Tees und Keramiken gegoogelt. So fing ich an mich für die Keramiken und weitere Tees zu interessieren. 
      Nun bin ich hier und freue mich auf einen neuen und interessanten Weg welchen ich mit dem Thema Tee und Teekeramiken beschreiten werde. Bei manchen Artikeln hier musste ich schmunzeln. Besonders bei Anfängern. Dies kenne ich aus dem Bereich Pfeife. Hier kommen bei Einsteigern ähnliche Fragen wie "Was ist die beste Pfeife, reicht eine billige Pfeife auch? Was ist der beste Tabak? Muss es der Teure sein oder reicht ein billiger? Was teuer/hochpreisig ist muss doch auch das Beste sein.........usw. usw.?
      Ich weiß, dass Geschmäcker unterschiedlich sind und man hier nur Erfahrungen austauschen kann. Der Rest kommt von einem selbst, ergibt sich und es  wird der Weg bringen. Darauf freue mich jetzt und ich freue mich auch hier auf das Forum.
       
      Ein lieber Gruß aus Kölle
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