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Gerade eben schrieb Dao:

 Bei so einer großen Kännchen/Gaiwan-Sammlung frage ich mich ja ob du überhaupt dazu kommst alle regelmäßig zu nutzen?
Haben sich
Lieblinge herauskristallisiert?

Danke :)

Ja, durchaus! Ich weiß nicht, ob du einen Blick auf meine Seite geworfen hast ansonsten der Hinweis, dass ich die Gaiwane hauptsächlich als Teeschale nutze und dann erst für spätere Aufgüsse die Teeblätter in den Gaiwan packe, um das letzte Bisschen herauszukochen. Zwar gibt es schon klar Saisonbedingte Unterschiede (im Winter werden die großen, für grüne Tees benutzen Kannen deutlich weniger genutzt als im Frühling/Sommer), aber es ist nicht so, dass welche ganz auf der Strecke bleiben. Ich mag es auch sehr, Tees in verschiedenen Aufgussgefäßen zu probieren, insbesondere bei Shengs und verschieden offenporigen Kännchen. 
Lieblinge haben sich aber ganz klar herauskristalisiert, vor allem diese 4 Kombis: Eins, Zwei, Drei, Vier (wobei das aber evtl. auch damit zusammenhängt, dass ich am liebsten Shengs trinke...)

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Soweit war ich noch nicht gekommen. Manchmal mache ich das auch bei meinem Lieblingsgaiwan :)

Muss ja sagen du hast nen verdammt guten Geschmack was die Gaiwan angeht ;)

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vor 29 Minuten schrieb Dao:

Muss ja sagen du hast nen verdammt guten Geschmack was die Gaiwan angeht ;)

Danke :)

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Mir gefällt auch dein Pu-Chart, aber "nussig/gemüsig" könntest du bei Pu zwecks einer besseren Übersichtlichkeit auch gut rauskicken.

Für mich haben gewisse deiner Bewertungen auch unterhaltsamen Charakter, z.B. adelst du den 00er Anxi Holzkohle von Chris mit 5 Sternen, der 06er Mengku hingegen kriegt 3 Sterne. Das ist schon interessant. :D

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Mir gefällt auch dein Pu-Chart, aber "nussig/gemüsig" könntest du bei Pu zwecks einer besseren Übersichtlichkeit auch gut rauskicken.

Für mich haben gewisse deiner Bewertungen auch unterhaltsamen Charakter, z.B. adelst du den 00er Anxi Holzkohle von Chris mit 5 Sternen, der 06er Mengku hingegen kriegt 3 Sterne. Das ist schon interessant. :D

Na das ist doch auch etwas, wenn es unterhaltsam ist ;) 
Ist nunmal sehr subjektiv – mir gefallen z.B. auch sehr rauchige Pus, vielleicht mag ich deshalb aufgegossene Kohlen. Der Mengku ist zwar definitiv interessant durch die Minzigkeit, aber irgendwie gefällt mir das nicht (zumindest bei den paar Versuchen, die ich gemacht hatte – ich hab noch etwas über und erst mal weggepackt, wäre jetzt also eine gute Gelegenheit, den mal wieder hervorzukramen). 

Hm, das "nussig/gemüsig" hab ich lange überlegt, ob ich es mit aufnehmen soll – es gibt Tees, bei denen das elementarer Bestandteil des Profils ist (z.B. dieser), bei vielen aber nicht. Vielleicht wäre etwas wie "pflanzig" besser, dann wäre es allgemeiner einsetzbar... :D

bearbeitet von doumer

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vor 13 Minuten schrieb doumer:

Hm, das "nussig/gemüsig" hab ich lange überlegt, ob ich es mit aufnehmen soll – es gibt Tees, bei denen das elementarer Bestandteil des Profils ist (z.B. dieser), bei vielen aber nicht.

Ja, aber weil es selten ist, würde ich es eher in der Beschreibung nur zusätzlich erwähnen.

Aber hey, es ist dein Pu-Chart! :thumbup:

Menthol, wie du es angrenzend beschreibst, das gibt es häufig, Menthol und Kampfer, thats it.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 2 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ja, aber weil es selten ist, würde ich es eher in der Beschreibung zusätzlich erwähnen. Aber hey, es ist dein Pu-Chart! :thumbup:

Ich habe mir nur vorgestellt wie es aussehen würde, wenn man bei einer Grünteeskala alle verschiedenen Blumen- und Blütendüfte auszeichnen würde. :D

Aber Menthol, wie du es randweise umschreibst, das gibt es häufig, Menthol und Kampfer, thats it.

Da hast du natürlich Recht – Kampfer u.ä. habe ich mental unter "gereift/gelagert" mit angesiedelt... hm, mal schauen :) 

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vor 4 Minuten schrieb doumer:

Kampfer u.ä. habe ich mental unter "gereift/gelagert" mit angesiedelt...

Ach so, das ist eine interessante Betrachtung.

Wir waren bislang der Meinung, dass Menthol manchmal gerne von einer falschen Lagerung kommt - jahrelang im Plastik oder so. Es gibt auch ein natürliches Menthol-Aroma, das aber anders ist und weniger häufig als das für mich negative "Storage-Menthol". :D

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Ach so, das ist eine interessante Betrachtung.

Wir waren bislang der Meinung, dass Menthol manchmal gerne von einer falschen Lagerung kommt - jahrelang im Plastik oder so. Es gibt auch ein natürliches Menthol-Aroma, das aber anders ist und weniger häufig als das für mich negative "Storage-Menthol". :D

Woher genau die Menthol-Aromen kommen weiß ich leider nicht, Storage wäre eine Erklärung, konnte bislang aber keine verlässlichen Informationen dazu finden. Natürliches Menthol .. hm, ist das ein unterschied wie zwischen guter Bitterkeit und schlechter Bitterkeit? Zu welcher Gruppe gehört der Mengku?
Kampfer ist für mich ganz klar ein Aroma, das sich erst mit der zeit entwickelt, mir ist bislang noch kein junger Sheng untergekommen, bei dem ein Kampfer-Aroma festzustellen war. Aber auch hier gilt: Keine Ahnung, nur meine persönlichen Erfahrungen und ich bin erst noch am Anfang, was das Lernen angeht ;) 

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Auch von mir: willkommen im Forum, Alexander! :) Ich habe heute mal kurz einen Blick in Dein Blog geworfen; es scheint schön gemacht zu sein, unter anderem das schon genannte Pu-Chart ist eine interessante Idee; und da kann ich bestimmt, vor allem was Pu'er betrifft, noch einiges dazulernen. Morgen werde ich es mir mal genauer ansehen.

(Hoffentlich finde ich demnächst mal mehr Zeit, mich auch wieder öfter aktiv am Forum zu beteiligen ...)

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vor 8 Stunden schrieb Ryokucha:

Auch von mir: willkommen im Forum, Alexander! :) Ich habe heute mal kurz einen Blick in Dein Blog geworfen; es scheint schön gemacht zu sein, unter anderem das schon genannte Pu-Chart ist eine interessante Idee; und da kann ich bestimmt, vor allem was Pu'er betrifft, noch einiges dazulernen. Morgen werde ich es mir mal genauer ansehen.

(Hoffentlich finde ich demnächst mal mehr Zeit, mich auch wieder öfter aktiv am Forum zu beteiligen ...)

Vielen Dank :) 
Wenn du Fragen hast oder etwas unklar formuliert ist melde dich einfach! Viel Spaß.

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Sag mal, findest Du das nicht ein bissl übertrieben? So als Neuling und dann gleich so aufzutrumpfen?

Sehr ästhetisch, Dein Blog, traumhafte Auswahl an Teeutensilien und ja, die Koreaner machen sehr schöne Sachen.

Herzlich Willkommen im Forum und viel Freude hier, doumer. :trink_tee:

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vor 10 Stunden schrieb Getsome:

Ist dein Blog komplett selbst programmiert oder verwaltest du ihn über ein bekanntes Backend?

Als Basis verwende ich Grav, ein ziemlich interessantes Filebased-CMS (würde ich jedem empfehlen, der über den Wordpress-Tellerrand hinausschauen möchte). Ich habe lediglich das Template auf Basis des damaligen Standard-Templates gebastelt (Zum Start gab es noch nicht so viele Themes wie heute). Da hier Twig als Template Engine verwendet wird hält sich die Ausgefeiltheit auf Grund von Zeitmangel in Grenzen (ich arbeite normalerweise mit Typo3, wo die Templates ganz anders erstellt werden) – die Zeit habe ich dann doch lieber in das eine oder andere Schälchen Tee gesteckt ;) 

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    • Von The Hat
      Nachdem ich hier schon einige Zeit im Verborgenen mitgelesen habe, habe ich nun meinen ganzen Mut zusammengepackt und mich heute hier registriert.
      Ich wohne in Wien, bin 47 Jahre alt und beschäftige mich sei ca. einem halben Jahr intensiver mit dem Phänomen Tee. Klar kannte ich Tee vorher auch - und das nicht nur aus Aufgussbeuteln - nachdem mir ein guter Freund aber mal einige für mich recht fremdartige Teesorten aus China mitgebracht hatte, erkannte ich, dass ich von Tee eigentlich fast gar keine Ahnung hatte. Der Tee, der mich so richtig neugierig auf mehr machte, war ein Oolong Tee. Ich konnte mangels Erfahrung natürlich nicht sagen, ober von guter oder weniger guter Qualität war, dass Tee aber blumig duften kann und die aufgegangenen Blätter eine wunderschöne Form besitzen, faszinierte mich. Also mal gegoogelt, viel gelesen und Neues ausprobiert, z.B. Lapsang Souchong oder First Flush Darjeeling aus Makaibari. Und seit Weihnachten nenne ich auch "Das Tagebuch" von Rainer Schmidt mein eigen, mE ein sehr schönes Anfängerbuch.
      Die Welt der Sensorik und der komplexen Aromen kenne ich aber primär von ganz anderer Seite, konkret von von der Mixologie (Zubereitung hochwertiger Cocktails etc.) und der Spirituosen, wobei mir hier ein nerdiges Nachbarforum sehr geholfen hat.
      Was mich an Tee interessiert ist einerseits das Entdecken der möglichst puren Rezeption der verschiedenen Teesorten bzw. Anbaugebiete, andererseits aber auch das Arbeiten mit Tee, etwa in der Küche oder in Drinks. So liebe ich etwa den Hot Buttered Rum mit Lapsang Souchong, und der wirklich schöne, auf Schwarztee basierende Teapot Bitters von Adam Elmegirab zeigt, dass man Tee auch mit anderen komplexen Aromen kombinieren kann.
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      Grüße
      Robert
    • Von Teefreund1988
      Hallo liebes Forum,
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      Man sieht sich in anderen Themen, viele Grüße!
       
       
       
       
    • Von Zip
      Liebes Teetalk Forum,
      Eine Weile war ich bereits stiller Mitleser und konnte durch Eure Beiträge viel Inspiration gewinnen. Danke dafür!
      Nun möchte ich mich in die Teerunde als Neuling einklinken, um noch mehr Freude am neu gewonnenen Hobby zu haben. Denn: Gemeinsam genießen ist meist noch schöner
      Mein erster (mehr oder minder) bewusster Teekonsum wurde durch einen Teilzeitjob im Bioladen angeregt. Das Teeregal fand ich immer sehr ansehnlich und da wir als Mitarbeiter kostenlos Heißgetränke während der Schicht bekamen, testete ich grünen Tee. Kaffee rieche ich gerne, schmeckt mir aber einfach nicht... Mein somit erster Grüntee war ein Beuteltee, Lebensbaum, Sencha (China). Naja... Geschmacklich war ich etwas ernüchtert und wollte infolge wissen, was es noch so für Sorten gibt. Inspiriert durch die vielen Thesen/Vermutungen/Wahrheiten/Wirrheiten über die Gesundheit dieser Pflanze, stieß ich irgendwann auf japanischen Grüntee, dieses Forum sowie verschiedenste Händler/Shops.
      Ein wenig konnte ich schon ausprobieren und war sehr fasziniert, wie 'anders' Tee doch schmecken kann. Im Moment probiere ich verschiedene Senchas aus und suche noch nach geeigneten Utensilien und guten Brühmethoden, die entspannten Teezeiten am Tag geschmacklich zu variieren. Am meisten am Teegenuss gefällt mir bislang die neu angeregte Aufmerksamkeit für den Geschmackssinn. Hier hoffe ich noch viel zu entdecken und auf guten Austausch zu stoßen.
      Insofern einen ganz sonnigen Gruß aus dem auch gerade sehr warm-herbstlichen Münster!




      Christian
    • Von Menelaos
      Moin Moin aus dem kleinsten Bundesland und schönen Hansestadt Bremen!
      Ich bin schon einige Zeit hier im Forum unterwegs und lese viel mit, habe einige Kontakte via PN geknüpft und sehr viele Informationen sammeln können. Da ich momentan beruflich (leider) sehr eingespannt bin, wollte ich mit der richtigen Vorstellung noch etwas warten. Ich bin 27 Jahre als, arbeite im Industriebereich (Flurförderzeuge / Intralogistik) und mache derzeit ein berufsbegleitendes Studium mit dem Abschluss zum staatl. gepr. Betriebswirt.
      Zum Tee in seiner richtigen Form bin ich über Umwege gekommen. Kaffee war noch nie so mein Fall bzw. ist es so, wenn ich Kaffee trinke, dass ich das Koffeein nicht so gut vertrage. Vielleicht ist das auch nur mein Empfinden und vielleicht fühlt es sich bei jedem so an. Ich für meinen Teil empfinde das aber als unangenehm.
      Als ich dann mal erkältet war und im Teeladen Kräutertee kaufen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und meine ersten "richtigen" Tees erworben. Das waren 100g Bai Mu Dan, 50g White Monkey und ein anderer Grüntee, der mir nicht mehr einfällt. Der einzige der drei Tees, der mir gut geschmeckt hat war der White Monkey. Daraufhin habe ich dann Google bemüht, bin auf einige Shops gestoßen und habe mich dann durch die weitere Grünteewelt probiert, mir einen Gaiwan angeschafft und bin dann auch in Richtung Oolong, Hong Cha, Bai Cha und Puerh aufgebrochen. @chenshi-chinatee, @teekontorkiel, @Cha-Shifu, Cha Dao, @nannuoshan waren und sind einige meiner deutschen Anlaufstellen. Bald habe ich dann auch die ersten Auslandsbestellungen, bei z.B. Hauyingchen in Taiwan oder Pu-erh.sk, aufgegeben.
      Mittlerweile besitze ich auch schon meine erste Yixing-Kanne sehr viel Tee (finde ich zumindest - und die Dame des Hauses findet es sogar unnötig viel - für viele hier ist mein Bestand wahrscheinlich aber eine Lachnummer (im positiven Sinne)). Ich habe mich sehr in Oolongs in seinen vielen Variationen verliebt. Sheng und Shu sind bisher eher seltene Besucher. Das wird sich bestimmt noch ändern, wenn ich daran denke, wie sehr sich mein Geschmacksbewusstsein auf meiner bisherigen Teereise verändert hat. Ein vor einem halben Jahr ungenießbarer Da Hong Pao ist jetzt ein Geschmackserlebnis von Blüten über Mineralien bis hin zu leicht saurer Butter.
      Das soll für den Anfang aber auch reichen. Ich freue mich auf eine informationsreiche und hoffentlich auch austauschreiche Zeit hier im Forum. Ich werde jetzt ab und an mal meinen Senf dazugeben.
      Vielen Dank fürs Lesen und die Möglichkeit, mich hier vorstellen zu können. 
       
      Liebe Grüße,
      Jannik
    • Von Risheehat
      Liebes Teeforum,

      mein Name ist Risheehat und ich bin im vergangenen Jahr mit einem Thread hier eingestiegen, ohne mich vorgestellt zu haben. Bekanntermaßen ziemt es sich nicht, ohne Vorstellung einer Gesprächsrunde beizutreten und Fragen zu stellen; den Fauxpas bitte ich zu entschuldigen. Vielleicht darf ich mich nachträglich vorstellen?

      Im Prinzip habe ich ein ganzes Bündel von Fragen zu diversen Themen, aber ich bin unsicher, ob ich dafür jeweils neue Threads aufmachen soll. Ich lese viel im Teetalk, finde aber nur partielle Antworten auf meine Fragen; deshalb werde ich nun im Rahmen meiner Vorstellung einfach mal Fragen und Gedanken zu Tee formulieren. Als Teenovize bitte ich vorab darum zu verzeihen, dass ich mir mit der Schreibweise mancher Namen und Begriffe nicht sicher bin – um von der semantisch korrekten Verwendung ganz zu schweigen.

      Nun kurz zu meiner Teebiographie: Erst im letzten Jahr meines Studiums begann ich, gelegentlich koffeinhaltige Heißgetränke zu trinken. Zunächst nur hie und da einen kleinen Espresso nach einem guten Essen, alsbald Tee. Ich habe Kaffee nie gemocht und hielt Tee für einen hanseatisch-anglophilen Spleen meiner Mutter (kommt aus HH). Sie trinkt seit jeher Tee, interessiert hat mich das aber nie. Irgendwann fiel mir auf, dass Mutter mal braune, rote oder gelbgrüne Tees in der Tasse hatte. Ich lernte, dass dies trotz der abweichenden Farbe alles Schwarztee ist. Das war eine ganz banale, herrlich naive Tee-Erleuchtung: es handelte sich um 1st- und 2nd-Flushs aus Darjeeling oder Pflückungen aus Assam. Mehrere Jahre süffelte ich mich dann durch diese Tees, bevor ich vor ungefähr zwei Jahren, weiß der Teufel wie und warum, an Pu-Erh-Tee geriet. Ich kaufte einfach im Rückblick unfassbar günstige 100 lose Gramm eines Shous im Teehaus Schnorr (Frankfurt), weil der Tee so schön komposthaft roch. Irgendwann gerat ich an „teepornographisches Bildmaterial“ im Internet und wurde mir bewusst, dass diese Tees mit wenig Wasser mehrmals durchgezockt werden. Goss ich dann zunächst meine Tees in einer Art von „Gaiwan“ aus Kupfer auf und aus (ein mit Gestell versehendes rundes Deckelgefäß mit Seitengriff, dass von einem französischen Antiquitätenmarkt stammt und für die Erhitzung von Butter über einer kleinen Kerze gedacht ist), war ich doch recht bald bei Gongfu. Mittlerweile besitze ich diverse Kannen, Becher, Schalen usw. usf. – man kennt das alles.

      Bislang habe ich im Shou Pu-Erh ein Feld gefunden, dass ich bestimmt auf lange Zeit hin „bearbeiten“ werde. Ich nenne bereits eine kleine Teebibliothek von 5-8 Shous mein Eigen. Was mich dabei aber verwirrt bzw. verunsichert: offenbar scheint jeder Händler Pu-Erhs zu führen, die nur er und niemand sonst hat. Als Beispiel sei der 2012 Bulang Huang Shan Ripe Bing Cha (100g/39,90€) vom Teehaus Schnorr in Frankfurt genannt, der wohl von dem auch hier im Forum hinlänglich bekannten taiwanesischen Teemeister Yu (Schnorr schreibt ‚You‘) stammt (Wer ist das? Hat dieser Mensch ein Unternehmen, eine Website? Wie arbeitet Yu?  Kauft der Herr die Blätter, produziert er daraus Maocha und letztendlich die Bings? Überwacht er nur, delegiert er, macht er das selbst?).

      2012 Bulang Huang Shan ist ein großer Tee für mich als relativen Novizen, aber ich kann nicht überprüfen, wo das Teematerial herkommt, wie und wo verarbeitet, warum nur bei Schnorr erhältlich etc. pp. Ich habe stundenlang gegoogelt, diesen Tee gibt es nicht im Internet. Natürlich könnte ich all das bei Herrn Heinickel nachfragen, aber es besteht eine gewisse Scheu; man will seine Unkenntnis nur ungern offenlegen. Mich interessiert in dem Zusammenhang auch, warum die Blätter von Shengs meistens sehr groß sind, während die von Shous sehr klein sind. Stammen die von unterschiedlichen Pflückungen? Sind das unterschiedliche Pflanzen/Varietäten oder nur differente Wachstumsstadien?

      Wenn man von den Tees der großen Firmen (CNNP, Dayi / TAETEA, 6FTM usw.) absieht, ist es schwer für mich, durch diesen wahnsinnigen Pu-Erh-Dschungel zu kommen, zumal einige Händler die Wrapper ihrer Tees mit derben Attributen wie „Shit, Damn, Motherfucker“ belegen und ich nicht erkennen kann, wo der Tee herkommt, welcher Jahrgang das ist etc. pp. und was der Händler damit bezwecken will. Auch ergibt sich bei mir das Problem, dass ich die Händler nicht einschätzen kann. W2T zum Beispiel empfinde ich als intransparent, mir genügen die dort gegeben Informationen nicht und in Zusammenhang mit den eigenartigen Benennungen der Tees bin ich zu vorsichtig, um dort zu bestellen. Produzieren W2T und andere Händler ihre eigenen Tees? Sind das Eigenmarken, wie man zu sagen pflegt?

      Ein anderes Thema ist die neue Perspektive auf oxidierte Tees indischer und nepalesische Provenienz, die der Genuss fermentierter Tees aus China für mich impliziert. Darjeeling hat meiner Meinung nach ein Problem: abschreckende Adstringenz und bedenkliche Bitterkeit. Jahrelang habe ich diesen Tee im von mir jetzt einmal so genannten „Studentenstil“ getrunken, das heißt wenig Tee, viel Wasser, lange Ziehzeit von bis zu 180 Sekunden. Erst als ich dazu übergegangen bin, auch die oxidierten indischen Tees mit der Mehrfachaufgussmethode zu brühen, bin ich zu akzeptablen Resultaten gekommen, die die Charakteristika der einzelnen Gärten gut zur Geltung bringen. 3g/100ml/~95°C/~30″ haben sich als Parameter erwähnt.

      Zu Nepal: diese Tees, so meine ich, gehören, soweit ich das überblicken kann, zu den unterschätztesten Tees in der Klasse der volloxidierten Tees („Schwarzer Tee“). Für meine Geschmacksempfinden lassen viele nepalesische Tees auch die großen Namen aus Darjeeling spielend hinter sich. Ein Guranse (ein sagenhafter Tee von zungenschmeichlerischem Mundgefühl, rosigen und mandelhaften Aromanoten – wenn mit den oben genannten Parametern getrunken!) oder Jun Chiyabari ist wesentlich besser als all das, was als „Champagner des Tees“ bezeichnet wird. Liegt das möglicherweise daran, dass die nepalesischen Tees als „Ganzblatt-Tee“ in den Handel kommen, während die indischen Tees geschnitten werden? Apropos Champagner: mir scheint zwischen den nepalesischen und indischen Tees ein ähnlicher Zusammenhang wie zwischen französischem Champagner und deutschem Winzersekt zu bestehen.  Deutscher Winzersekt erreicht mühelos die aromatische Komplexität französischer Champagner und lässt diese manches Mal sogar hinter sich – aber zur Kenntnis genommen wird das nur von den wenigsten.

      Tee trinke ich nicht nur des Geschmacks wegen („Genusstrinken“), sondern auch des Koffeins wegen („Wirkungstrinken“). Auch dazu habe ich prinzipiell viele Fragen. Ich habe beispielsweise den Eindruck, das Oolongs wesentlich weniger Tee enthalten als Shengs, Shous oder herkömmliche Schwarztees (Darjeelings). Stimmt mein Eindruck? Ich besitze diverse Oolongs, die ich sowohl stationär als auch über den Versandhandel ohne Vorkenntnis gekauft habe; darunter Aged Dahong Pao, Aged Classic Tie Guan Yin, Orchid Classic Tie Guan Yin – sind das seriöse Tees? Diese Tees trinke ich der schwachen Wirkung wegen nur selten (ich habe eindeutige körperliche Modulationen bspw. der Peristaltik und Herzschlagfrequenz, die mir über den Koffeingehalt eines Getränks zuverlässig Auskunft geben), tränke die Oolongs aber der harmonischen Aromen gerne öfter. Ein weiterer Indikator für meine These des geringeren Koffeingehalts: bis zu 1 Liter Oolong-Tee kann ich pro Session trinken, bei fermentierten oder volloxidierten Tees ist bei 500 oder 600, maximal aber 800 Millilitern Schluss – dann wird mir das zu viel. Grundsätzlich ist das Feld der Oolongs für mich noch gänzlich unübersichtlich und es dauert sicherlich noch eine lange Weile, bis ich mich orientieren kann.

      Ich bedanke mich dafür, bis hierhin gelesen zu haben! Das war ein Bewusstseinsstrom, den ich etwas unbedacht niedergeschrieben habe. Vielleicht wird die ein oder andere Frage beantwortet. Darüber würde ich mich sehr freuen!

      Vielen Dank
      Risheehat

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