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Hallo zusammen!

Ich bin ganz neu hier bei Teetalk und bin ein Design Student aus Bayern. Ich trinke jetzt schon eine ganze weile nur noch Tee, keinen Kaffee mehr. Ich finde er macht mich einfach ausgeglichener. Vor ein paar Wochen kam ich auf die Idee, einen Onlineshop, namens MellowTea zu öffnen, in dem ich Asiatische Teesorten und Zubehör für Teezeremonien anbiete. Das Konzept ist, dass der Tee nicht ewig in einem deutschen Lager liegt, sondern direkt von asiatischen Herstellern und Lieferanten zum Kunden gesendet wird. Dadurch spare ich eine Menge Lagergebühren und kann den Tee verhältnismäßig preiswert und authentisch, also originalverpackt anbieten ( um mal ein Beispiel zu nennen: Pu-Erh aus Yunnan, biologischer Anbau,10 Jahre gereift, kostet für den Endkunden nur 7€ pro 100 Gramm, der Versand ist kostenlos). 

Das klingt ja alles ganz gut. Jetzt kommt aber der Hacken...Der Versand von (in diesem Fall) China, dauert rund 15-28 Tage.

Meine Frage an Euch ist jetzt, wärt Ihr als Teeliebhaber grundsätzlich bereit, für einen Asiatischen Tee so "lange" zu warten? 

 

Ich freue mich auf Eure Meinung und Kritik :)

 

Grüße

Alex

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Hallo Alex, zuerst einmal Willkommen im Teeforum.

Da ich ja auch online in China und Japan bestelle, 6 bis max. 8 Wochen sind schon normal. Natürlich ist es schön wenn die Lieferung schon nach 14 Tage bei mir ist.:D

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vor 9 Stunden schrieb LerachA:

Das Konzept ist, dass der Tee nicht ewig in einem deutschen Lager liegt, sondern direkt von asiatischen Herstellern und Lieferanten zum Kunden gesendet wird.

Welchen Vorteil hat dann der Kunde im Vergleich zur Bestellung im Ausland?

vor 9 Stunden schrieb LerachA:

der Versand ist kostenlos

heißt ja nur, dass du ihn vollständig einkalkulierst in deinen Verkaufspreis. 

Es wäre übrigens nicht der erste Shop für asiatischen Tee und Zubehör. Die Frage, warum jemand ausgerechnet bei dir bestellen soll (anders ausgedrückt, welches Alleinstellungsmerkmal du hast), hast du dir sicher schon beantwortet.

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Das Warten ist nicht das Problem, solange die Wartezeit vorher klar kommuniziert wurde. Ab 4 Wochen werde ich dennoch unruhig.

Was mir bei deinem Konzept nicht so klar ist: Kümmerst du dich um Zoll etc. oder muss der Kunde das machen?

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Oh, gestern schien mir dieser Thread gesperrt zu sein, daher habe ich eine Nachricht geschickt.

Ich denke, das Konzept ist in erster Linie dafür gedacht, das händlerische Risiko zu minimieren. In Asien bestellen können wir ja auch selber, wenn wir einen bestimmten Tee suchen.

Was wir noch nicht wissen, ist, was LerachA über Tee weiß, ob er rückstandskontollierte Tees anbieten will, etc. Das scheint mir aber wichtig zu sein,

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Es geht nicht nur um Wartezeit. Du nennst zwar einen Preis für Pu Erh, welche Qualität, woher? Hast Du Beziehungen in die Richtung. Tee und guter Tee sind zwei verschiedene Welten, von richtig guten und hervorragender Qualität sprech ich da noch nicht einmal. Hast Du Raritäten oder bietest Du nur das was ich auch selber irgendwo bestellen kann. 

Übernimmst Du auch das Verlustrisiko?

@Manfred Heute Morgen war der Thread auch noch dicht. Wurde vielleicht diskutiert wie mit ihm umzugehen ist.

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Ich habe das Gefühl, die Idee ist völlig unausgegoren, und wir übernehmen für ihn jetzt das Brainstorming :). Er hat bisher nur einen Beitrag verfaßt und wartet nun ab, was wir schreiben...

bearbeitet von Manfred

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Erst mal vielen Danke für die vielen Kommentare! 

Das Konzept trägt natürlich, wie du treffend erwähnt hast, Manfred, entscheidend zur Risikominimierung bei. Ich will auf gar keinen Fall, dass Ihr hier für mich das Brainstorming übernehmt! Vielmehr ist es Teil der Planung, mehr über den potentiellen Kundenkreis zu erfahren und deren Meinung einzuholen. Durch Eure Kommentare ist mir immerhin klar geworden, dass Teetrinker (zumindest die wirklich leidenschaftlichen) ein sehr anspruchsvolles Klientel sind ;)

 

Grüße

Alex

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vor 5 Stunden schrieb T-Tester:

Welchen Vorteil hat dann der Kunde im Vergleich zur Bestellung im Ausland?

es gibt ja einen Haufen internationale Allrounder Seiten und Spezialisten, die meinetwegen in Japan, Thailand, Indien oder China sitzen. 

Mache dir da kurz Gedanken wo der vielzitierte Mehrwert liegt, bei lokalen Händlern liegt es auf der Hand, das man sich z.B. nicht mehr mit Wartezeit und etlichen anderen Sachen rumplagen muss als Kunde. Die Garantie bzw. kurze Wartezeit ist im EU-Ausland eher mau dann meistens ausprägt. 

vor 29 Minuten schrieb LerachA:

entscheidend zur Risikominimierung bei

Da wäre ich Vorsichtig, ich kenne es von meinen Kannengeschäftchen, da ich auch keine 1000 verschiedene Kannen auf Vorrat halte. In 95% der Fälle geht es sehr gut bis akzeptabel ab - die Frage ist jedoch ob man mit akzeptabel Performance dauerhafte Kundenbindung aufbauen kann (weil die es mal nicht drei Wochen sondern eben durch x oder y und z dann 6 oder mehr Wochend dauert aber außerhalb deine Macht ist) oder die 5% wo ein Schaden entsteht oder die Kanne ganz weg ist. Ich sehe das sehr wohl als finanzielles Risiko und auch Risiko gg. dein Wachstum. 

 

vor 15 Stunden schrieb LerachA:

um mal ein Beispiel zu nennen: Pu-Erh aus Yunnan, biologischer Anbau,10 Jahre gereift, kostet für den Endkunden nur 7€ pro 100 Gramm, der Versand ist kostenlos

Das ist leider null aussagekräftig. Sogar der Tante Emma Laden, oder Asia Laden hat 100g für 4 € oder so im Angebot. Mit Bio verschreckt man sogar gewisse Kunden im Pu Bereich. Da kommt man halt in dem Bereich wieder von Authentizität und/oder Marketing an. Manche Händler verkaufen auch Tee für 100 Euro pro 100 g. Trotzdem bekommen die das los, weil denen vertraut wird. Als New Comer hat man es da sehr schwer, da muss du dann wieder mit uniquie selling points kommen, z.B. hast du "Kuratoren" vor Ort die für dich selektieren, das Ganze am besten mit eine Youtube Video oder Blog etc flankiert, das dir das wiederzu dem obigen Punkt "Vertrauen" verhilft.

Ggf. kommt da auch noch ein massiver bürokratischer Aufwand auf dich zu, gucke mal was du tun musst, um offiziell Bio nach EU Richtlinien als Inverkehrbringer zu verkaufen.

Ob du dann noch Spaß hast? :)

 

bearbeitet von chenshi-chinatee

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vor einer Stunde schrieb LerachA:

Vielmehr ist es Teil der Planung, mehr über den potentiellen Kundenkreis zu erfahren und deren Meinung einzuholen.

Weshalb schreibst du das nicht gleich in den Ausgangspost? 
Der klang nämlich danach, dass du ein Konzept hast und du dir nur bei der Versanddauer unsicher bist.

Jetzt sieht das eher nach "Zehen ins Wasser halten aus". Finde ich jetzt nicht besonders ehrlich gegenüber den Leuten die sich hier für dich Zeit nehmen.

Edit: Bei deinem Beispielstee und Beispielspreis: 100g &10 Jahre alter Pu Erh für 7 € inkl. Versand und du möchtest ja auch noch daran verdienen. Was für ein Pu Erh sol das den sein?

bearbeitet von Getsome

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@KlausO:) Ich persönlich habe noch keinen Tee auf eBay Taobao oder so erstanden. Ausgehend von den Berichte darüber (z.B. James von TeaDB), kann das selbst für erfahrene Leute ein Glücksspiel sein.

Edit: Außerdem sind das 50g bei deinem Link ;)

bearbeitet von Getsome

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zuerst mal muss die Qualität ja hinreißend sein wenn du den Weg vorziehst anstatt einfach 1 kg Bio Puer beim Großhandel zu kaufen für ein paar Euro.

Im Grund willst du also einen deutschen Shop aufmachen mit Sitz und Handelseintrag in Deutschland, den Versand aber aus dem Ausland (ohne über dich) direkt an die Kunden vornehmen ohne dass die Ware je von dir importiert wurde.

Geht das denn rechtlich überhaupt da es ja deine Ware ist und diese ja von dir importiert werden muss (wegen Steuer, Pestizidprüfungen, Pilzprüfung, Pflanzenbeschau, usw), oder geht es dir gerade darum in erster Linie ?

Denn dann wäre ein Online Shop im Ausland von dem Bekannten der das versendet wohl wesentlich einfacher, vllt. auch gleich von nem Steuerparadies aus und damit wäre das dann wohl legaler. In dem Fall zwar schade dass die Steuern an D vorbei gehen, aber gut, es ist auch kein Produkt das hier entstanden ist, lediglich die Arbeit des Shops wäre steuerlich relevant falls du ihn hier betreibst als Bürger.

Im Endeffekt willst du also die ganze Gesundheitsprüfung bzw das Risiko den Kunden überlassen und den Import.

Und dafür eben weniger für das Produkt und den Versand ansich verlangen.

Klingt nach nem Plan, allerdings gibts die Gesundheitsprüfung hier ja nicht umsonst und wenn es deine Idee und dein Shop ist, deine Arbeit mit den Bestellungen sollte man dafür auch Verantwortung und Arbeit übernehmen.

Für mich wäre das wohl nichts, aber es gibt ja auch viele die oft im Ausland bestellen und keine Probleme damit haben, ich hab keine Zeit, Lust und es kostet auch n Haufen wenn ich unter der Woche freinehmen muss in der Arbeit als selbstständiger und insg. 200km hin und zurück zum Zollamt fahren muss, nur um denen dann zu erklären was Puer Tee ist und dass der n Haufen Bakterien und Pilze haben muss ;)

die Wartezeit ist vielen sicher zu lang kann ich mir vorstellen ausser sie wissen was sie kaufen. Ich warte jetzt auch 2-3 Monate auf meine CSF Lieferung aus D, ist zwar doof, aber mir lieber als Versand aus China mit evtl. Trouble.

bearbeitet von digitalray

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vor 2 Stunden schrieb LerachA:

Das Konzept trägt natürlich, wie du treffend erwähnt hast, Manfred, entscheidend zur Risikominimierung bei.

Vom Käufer? Bestimmt nicht, weil er sich auf Deine Selektion verlassen muss. 7€ für 100g Pu ist eine Aussage die schon fast nach Massenmarkt klingt. Da hast Du hier keine Klientel im Forum für. 

Du willst ein Produkt anbieten das man bei Dir kauft, dann bestellst Du und der Käufer muss warten. Warum sollte er nicht gleich selbst bestellen. Ich verstehe Deine Idee dahinter nicht. Wenn es schon auf Lager wäre, wäre wenigstens der Vorteil der schnelleren Lieferung. So hab ich nur einen weiteren Zwischenhändler der noch etwas verdienen will. Du bist nicht Liferando für Tee, das wird nix, glaube es mir.

vor 2 Stunden schrieb LerachA:

Durch Eure Kommentare ist mir immerhin klar geworden, dass Teetrinker (zumindest die wirklich leidenschaftlichen) ein sehr anspruchsvolles Klientel sind ;)

Nein, wir sind nur realistisch auf Deine Anfrage eingegangen.

bearbeitet von Cel

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vor 52 Minuten schrieb KlausO:

hmm 25 USD für nen 357g Cake... Yiwu, Wild Arbor, Organic.

ja komisch irgendwie dass der Verkäufer über 22000 Bewertungen hat die alle gut sind, 99,6 % sind zufrieden.

Da weiß man nun auch nicht so recht was man davon halten soll.. Zumal DAYI z.b. seine Sheng Cakes teilweise für 10 USD den 357 Cake verkauft ;), auch Wild Arbor und Organic seit einiger Zeit.

bearbeitet von digitalray

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vor 13 Minuten schrieb digitalray:

ja komisch irgendwie dass der Verkäufer über 22000 Bewertungen hat die alle gut sind, 99,6 % sind zufrieden.

Die beziehen sich aber nicht nur auf den Tee. Viele bewerten auch nicht den Tee sondern das er angekommeni st und so aussieht wie auf dem Bild. Die Bewertung wird halt abgegeben wenn die Ware ankommt und nicht erst wenn probiert wurde.

vor 13 Minuten schrieb digitalray:

Zumal DAYI z.b. seine Sheng Cakes teilweise für 10 USD den 357 Cake verkauft ;), auch Wild Arbor und Organic seit einiger Zeit.

Der Dayi Ruf kommt auch von älteren gelagerten Tees, die jungen sind den meisten zu ruppig. Die Lagerung ist halt für den Geschmack auch wichtig und kann schlecht ablaufen.

bearbeitet von Cel

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    • Von Roberts Teehaus
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      Die beste Zubereitung für Gyokuro Asahi

      Nun, als Maßstab kann man sagen: Je hochwertiger ein grüner Tee ist, umso niedriger sollte die Wassertemperatur beim Aufbrühen sein!

      Für den edlen Tautropfen reicht eine Wassertemperatur von 50 bis höchstens 60 Grad. Seine Ziehzeit ist – wie bei jedem grünen Tee – kurz, zirka 2-3 Minuten – nicht länger. Auf diese Weise bleibt sein zarter milder Geschmack erhalten. Selbstverständlich kann man ihn mehrfach aufgießen.

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      Es empfiehlt sich, diesen exklusiven Tee zu zelebrieren und ihn aus einem ebenso exklusiven Gefäß zu trinken. Japanisches Teegeschirr, Kannen und besonders wunderschöne Tee-Schalen sind für diesen edlen Tautropfen angemessen! Und im Vertrauen: Wer mag schon gerne Champagner aus einem ehemaligen Senfglas schlürfen? Kleiner Tipp: Wer Japan besucht, sollte unbedingt den alle zwei Wochen stattfindenden großen Flohmarkt in Kyoto-City besuchen. Hier findet man für einen „schmalen Taler“ wunderbare gebrauchte Porzellanwaren. Da in Japan im Allgemeinen Gegenstände mit viel Bedacht behandelt werden,  findet man in der Regel keine verschlissenen Gegenstände. Es lohnt sich, einen leeren Extrakoffer mitzunehmen! 😄🍵🗾

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