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Hallo TeeTalk Forum!

Ich bin neu hier und möchte mich in meinem ersten Post gerne kurz vorstellen. Mein echter Name ist Alexander (29). Bei uns in der Familie gehörte Tee schon immer dazu. Wir haben schon von klein auf schwarzen Tee (mit-)getrunken. Aber erst vor kurzem habe ich grünen Tee für mich entdeckt. Ich bin seit Jahren auch Yerba Mate Fan und habe natürlich alles was an Equipment dazu gehört. Das Yerba Mate kein Tee im eigentlichen Sinne ist, ist mir natürlich klar :-) Ich kam auf grünen Tee ganz einfach weil ich mal eine Abwechslung zum Mate, Kaffee und Schwarztee brauchte. Aber ich wollte natürlich nicht irgend einen Tee - also etwas schlau gemacht und mal bei einem Internet Shop auf Tee-Suche gegangen. Ich habe dann japanischen Sencha und Gyokuro gekauft beide 100g. Also ich muss sagen der Gyokuro ist wohl so ziemlich der beste Tee den ich je getrunken habe - den Sencha fand ich jetzt geschmacklich eher langweilig bzw. sehr dem Yerba Mate ähnlich nur nicht so bitter. Achja, ich trinke generell alle meine Getränke ohne Süßungsmittel und Milch oder sonst was.

So und wie jetzt der Thread auch heißt: ich habe mir den Gyokuro mit etwa 65° heißem Wasser übergossen (etwa zwei Teelöffel auf eine große Schale ~450ml) und mit meiner Bombilla getrunken.

Wer Bombilla nicht kennt: das ist ein Trinkhalm mit Sieb unten, damit man keine feinen Pflanzenteile mittrinkt - kommt aus Argentinien und wird wie man schon vermutet für das Trinken von Yerba Mate verwendet.

Würde ein Tee-Kenner mich nun dafür köpfen? Es hat wunderbar funktioniert und hat wie schon beschrieben auch wunderbar geschmeckt, dieses unverwechselbare Aroma. Ich nehme mal an es ist dieser typische Gyokuro Geschmack? Ich bin jedenfalls hin und weg. Ich wollte nun fragen ob ich mir damit nun keinen gefallen mache wenn ich den Tee in einer Schale durch meine Bombilla trinke? Ich beachte so auch keine Ziehzeiten etc. wie beim Yerba Mate bleiben die Teeblätter während dem trinken in der Schale bis diese leer ist und dann wird nochmal aufgegossen. Kann ich meinen Genuss vielleicht nochmal steigern in dem ich mir besondere Schalen oder Siebe, Filter etc. kaufe und ihn "richtig" zubereite? Mir macht das Bittere überhaupt nichts aus eher im Gegenteil, ich mag bitter. Aber ist das so vielleicht auf Dauer nicht gut oder sogar ungesund?

 

Wie man merkt bin ich im Bereich grüner Tee sehr unsicher und hoffe hier im Forum auf viele Interessante Informationen und Leute zu treffen.

MfG

bearbeitet von C.A.D. Aver

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vor 19 Minuten schrieb C.A.D. Aver:

Würde ein Tee-Kenner mich nun dafür köpfen?

Im alten Japan wahrscheinlich schon. :D

Spaß bei Seite; ich habe es auch schon gemacht. Zwar nicht mit Gyokuro, sondern nur mit Sencha, aber grad für Kaltaufgüsse oder Grandpa-Style (im Endeffekt das gleiche wie die traditionelle Mate-Zubereitung nur ohne Bombilla und mit weniger Blattmenge) bietet es sich tatsächlich an, wenngleich es nicht besonders stilecht ist.

Generell würde ich dir empfehlen dich mal mit den japanischen Zubereitungmethoden auseinander zu setzen, da es nochmal ein ganz anderes Feeling mit sich bringt.

vor 19 Minuten schrieb C.A.D. Aver:

Ich nehme mal an es ist dieser typische Gyokuro Geschmack?

Das ist schwer zu sagen, da du nur schreibst, dass du 100g Gyokuro gekauft hast, lässt sich schwer ermitteln worum es sich genau handelt. Bei der Menge und deiner Vorerfahrung mit jap. Tees, würde ich aber mutmaßen, dass es sich um eher niedrige Qualität handelt (..ja leider kann man bei Gyokuro selbst bei 20-25€/100g eher von einfacher Qualität ausgehen..., Das doppelte ist im gehobenen Einsteiger-Bereich schon wahrscheinlicher, deshalb auch oft Packungsgrößen von 50g oder drunter).

Der Geschmack den Gyokuro in dieser Preislage haben, ist oft einer, den man bei Sencha an 10-15€ auch wiederfinden könnte. Generell fällt es mir aber schwer es wirklich als typisch zu deklarieren. Probiere am besten Mal ein paar verschiedene Sencha und Gyokuro und mach dir selbst ein Bild, was du als typisch empfindest.

 

P.S.: für das trinken mit der Bombilla bzw. im Grandpa-Style würde ich dir empfehlen mal nach guten Chinesischen Grüntees Ausschau zu halten. Die kommen damit häufig besser zurecht bzw. dabei besser zur Geltung als japanische.

bearbeitet von Teelix

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vor einer Stunde schrieb C.A.D. Aver:

Kann ich meinen Genuss vielleicht nochmal steigern in dem ich mir besondere Schalen oder Siebe, Filter etc. kaufe und ihn "richtig" zubereite?

Mir bereiten die verschiedenen Teegefäße viel Freude, auf Ziehzeit, Temperatur,... achten kann man aber auch bei einem universellen Gefäß. 
 

vor einer Stunde schrieb C.A.D. Aver:

Aber ist das so vielleicht auf Dauer nicht gut oder sogar ungesund?

Wahrscheinlich schon. :o Das liegt aber dann überwiegend nicht an deiner Zubereitung, sondern dem Blattmaterial. 

 

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vor 1 Stunde schrieb T-Tester:

Mir bereiten die verschiedenen Teegefäße viel Freude, auf Ziehzeit, Temperatur,... achten kann man aber auch bei einem universellen Gefäß. 
 

Wahrscheinlich schon. :o Das liegt aber dann überwiegend nicht an deiner Zubereitung, sondern dem Blattmaterial. 

 

Das musst du mir einmal genauer erklären ☺️

Bedeutet das ich generell nicht mit dem Konsum übertreiben sollte?

vor 2 Stunden schrieb Teelix:

Im alten Japan wahrscheinlich schon. :D

Der war gut 😂

Also ich sehe, rieche und schmecke deutliche Unterschiede zwischen dem Sencha und dem vermeintlichen Gyokuro. Das Blatt ist viel dunkler und sieht fast aus wie Nadeln vom Tannenbaum. Schmeckt grasiger und einfach "grüner" und irgendwie "würziger". Der Preis lag bei 18€/100g (für mich persönlich schon eine Stange für ein bisschen Tee) klar sind die Grenzen nach oben immer offen und vermutlich habe ich hier keinen "echten" Gyokuro? Ist der Begriff geschützt? Aber selbst für den Preis erwarte ich keinen Schund, es ist ja kein Tee für 3€/kg von nächsten türkischen Laden.

Aber ich bin schon Mal beruhigt. Ich werde mich einfach einmal rumtesten und Versuche machen.

Danke für die Tipps!

 

Achja, mir macht natürlich das Einsetzen von speziellen Utensilien Spaß und ich würde nicht zögern mir ein schönes Tee-Service zu kaufen um den Tee auch einmal wirklich japanisch zuzubereiten.

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      Angefangen mit Tee habe ich vor ca. 6 Jahren. Etwa zeitgleich hatte ich angefangen regelmäßig zu meditieren. Damals habe ich feststellen können, dass Kaffee mich eher unruhig und nervös macht, während grüner Tee mich einfach nur ein wenig wach macht und daher ungleich angenehmere Bedingungen dafür bot, sich gänzlich zu entspannen und dabei bewusst und klar zu bleiben. Zunächst habe ich den Tee tatsächlich "benutzt" um mir eine extra Portion Energie zu verleihen. Kräftige Sencha- Sorten und ab und zu ein starker Gyokuro wurden damals recht unfachmännisch und vergleichsweise lieblos „konsumiert“. Über die Zeit jedoch habe ich festgestellt, dass ganz intuitiv mein Zugang dazu, wie man sich einem Tee richtig nähern kann, das Spiel mit Temperatur, Ziehzeit und Teemenge, sowie das benutzten schöner und hochwertiger Instrumente zur Zubereitung immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Es ist wohl wie mit allem im Leben: Je mehr Aufmerksamkeit man einer Sache widmet, desto mehr Details und Fassetten werden erfahrbar und umso mehr wird einem der Reichtum an erlebbarem bewusst. Ich bin fasziniert von dem Gedanken dies auf die Gesamtheit alles Erfahrbaren ausdehnen zu können (ja ich kenne die Position, dass es eine Menge an Dingen gibt, die man garnicht so detailliert erfahren möchte -> darüber kann man aber gerne mal diskutieren).
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      Zu meinem "Eintritt" ins Forum:
      Den Namen "Mr.Tee" habe ich in einer zugegeben schrecklich uninspirierten Minute ausgewählt und ich glaube er passt denkbar wenig dazu, wie ich gewöhnlich im Umgang mit anderen verfahre. Da ist eigentlich wenig "Rambo" dabei, wie es die Nähe zu Mr.T aus dem A-Team nahelegt. Wer möchte kann mich gerne Niko nennen, denn diesen Namen haben mir einmal zwei sehr liebe Menschen gegeben und er passt sicher besser zu mir als Mr.Tee .
      Zunächst habe ich mich hier tatsächlich angemeldet um einfach nur meinen Pu'erh Tee zu verkaufen. Ich neige dazu alles was ich tue, wie oben schon angedeutet, recht intensiv zu tun, immer voll in das involviert mit dem ich mich gerade beschäftige. Dazu passend hatte ich, nachdem ich die Welt des Pu's für mich entdeckt hatte, mein erstes Gehalt bei der neuen Arbeitsstelle (Projektarbeit im sozialen Bereich), direkt in eine fette Ladung dieser Tees investiert. Der Gedanke war, dass ich diese ja über die nächsten Jahre trinken würde, da ich ganz anständige Bedingungen für die Lagerung vorbereitet hatte. Nachdem ich allerdings in den ersten Monaten meines jungen Pu'erh-Lebens immer wieder feststellen musste, dass ich für den Genuss des Tees mit einem bis zu 6 Tagen anhaltenden Kater-zustand bezahlen muss, habe ich schließlich den Entschluss treffen müssen, mich von dem Tee wieder zu trennen. Da ich den Tee gerne an Menschen weitergeben wollte die ihn wirklich zu schätzen wissen würden, habe ich mich hier angemeldet, anstatt den Tee über eBay zu verkaufen.
      Mittlerweile genieße ich den Austausch über Tee hier im Forum sehr, habe bereits viel gelernt, neue Dinge kennengelernt und wurde in vielerlei Hinsicht inspiriert, seitdem ich hier bin. Jetzt gehe ich also nicht mehr so schnell wieder weg wie es aussieht...
      lieben Gruß aus dem Ruhrpott!
      Niko
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