Jinx

Thermomix oder Topf? Gadgets, auf die wir nicht verzichten wollen

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Moin,

nun zu einem (wie ich hoffe) etwas weniger ideologiebehaftetem Thema: Welche Gadgets habt ihr, die für euch in der Küche wichtig sind? Welche wollt ihr auf keinen Fall? Welche habt ihr angeschafft/geschenkt bekommen und findet sie nicht gut? Von welchen träumt ihr bzw. hättet sie gerne?

Ich versuche, meinen Gerätezoo klein zu halten, weil ich auch in der Küche nicht viel Platz habe. Ein Maschinenpark fällt also aus, und es sollte möglichst viel in den Schränken verschwinden können.

Kommen wir zu meinen Gadgets: 

- 2 Cocottes - ich finde die französischen Gusseisentöpfe unschlagbar, gerade für Suppen und Schmorgerichte

- 10-Liter-Edelstahltopf für große Suppenmengen und Pasta

- eine Grillpfanne  von Staub- für Steaks

- 2 Gusseisenpfannen, unbeschichtet

- Pürierstab - ersetzt den Mixer und ist das stärkste Modell auf dem Markt. Mit Mahlschale

- Pizzastein - ich mach meine Pizza selbst und habe  nur einen mäßig arbeitendenzu Ofen

- Handrührgerät- Wok - ich liebe asiatisches Essen und nehme den auch zum Fritieren

- Reiskocher - so ein japanisches Modell, nie war Reis leckerer. Den kriege ich im Topf nie so hin wie dieses segensreiche Gerät. Außerdem kann man den Reis am nächsten Tag problemlos wieder aufwärmen

- Turmreibe mit vier unterschiedlichen Flächen

- Wasserkocher - nehme ich nicht nur für Tee, sondern auch um Wasser für Suppe etc. zu erhitzen

- Flotte Lotte zum Passieren von Suppen etc. 

- meine japanischen Kochmesser - zum Selbstschärfen, teilweise nicht rostfrei, nebst Wassersteinen in unterschiedlicher Körnung

- Popcorntopf - so ein Edelstahlding mit Kurbel und Quirl im Inneren -  ja, ich weiß, braucht kein Mensch, aber wir nutzen den wirklich oft. Lohnt sich für uns.

 

Das wäre es. dann auch schon. Nebst Edelstahltöpfen, Emaille-Backformen und einer Emaillepfanne. Damit kriege ich alles hin, was ich hinkriegen will. 

 

Dinge, die ich mal hatte, aber die sich bei mir nicht bewährt haben

- beschichtete Pfannen. Fand ich immer Mist, bekam ich aber hartnäckig immer wieder geschenkt. Die Haftschicht hielt nie ordentlich, egal wie man sie behandelte oder pflegte. 

- Friteuse - das Fett kann man filtern, muss es aber zeitnah wiederverwenden, damit es nicht ranzig wird. Wie oft fritiert man denn bitte?

- Kaffeemaschine - gehörte nicht mir, sondern dem Mann. Produzierte den klassischen deutschen Säuerling. Verpilzte irgendwann und konnte dann endlich weg. 

- Schnellkochtopf - war eigentlich eine gute Sache aber uneigentlich zu riesig und wurde zu selten genutzt. Als der Deckel kaputt ging, habe ich ihn nicht ersetzt. Schmoren tue ich lieber in den Cocottes. 

 

Dinge, die ich nicht haben will: 

- Mikrowelle- wir sind zu zweit, da brauchen wir das nicht

- Raclettegrill

- Eismaschine

- Thermomix

- Küchenmaschine

- Standmixer (Pürierstab tut's auch, ist flexibler und steht weniger in der Gegend rum)

- Eierkocher

- Low-Fat-Ersatzfriteuse - diese Dinger, mit denen man Pommes Frites mit einem EL Öl machen kann. Fett ist ein erstklassiger Geschmacksträger. Bin kein Fan von Low Fat. 

 

Dinge, die ich gerne hätte:

-Fleischwolf 

- Fondueset - ja, steht meist nur rum, aber ich liebe Käsefondue ... 

 

Und ihr so? 

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Wobei so eine gusseiserne Pfanne schon auch etwas ist, das man als ambitionierter Koch bald nicht mehr missen will. Auch wenn ich nie verstehen werde, warum sich Leute antihaftbeschichtete Gusseisenpfannen kaufen.. aber sei's drum.

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Gusseisern bedeutet dass die Pfanne aus massivem Gusseisen gemacht ist, und nicht aus Stahl, Alu... die können beschichtet sein oder auch nicht. Bloß hält eine gut gepflegte Gusseisenkanne Jahrzehnte, und eine Antihaftbeschichtung ist nach nicht allzu langer Zeit herunter. Drum hab ich meine Zweifel an der Idee, die zwei Dinge zu kombinieren.

Es gibt neben den Teflondingern gusseiserne mit Emaillierung, oder welche aus "nacktem" Gusseisen.

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Die Antihaft-Eigenschaften werden bei Gusseisen durch das Einbrennen und Züchten der Patina erreicht, daher wundert es mich, dass es neuerdings beschichtete Gusseisen-Pfannen geben soll und habe selber noch keine gesehen.Könnt ihr mir (gern per PM) einen Link dazu schicken?
Gusseisen ist träge, was die Temperaturänderungen anbelangt, speichert dafür die Wärme länger. Mein Kochgeschirr ist fast ausschließlich aus Gusseisen.

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vor 4 Stunden schrieb Diz:

In eine zivilisierte Wohnung gehört einfach ein Raclettgrill, ein Fondueset und ein Sackmesser (Victorinox oder Wenger). Auf den ganzen Rest kann man getrost verzichten! :D

und eine Peitsche/Stock (wenn einem das Brot in den Käse fällt)

Für Dummbeutel: siehe Asterix in Helvetien!

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vor 42 Minuten schrieb Tobias82:

...und konkret beim Kochen oder Braten?

ich finde die Kruste schöner beim Anbraten, gerade bei Fleisch. 

vor einer Stunde schrieb Tobias82:

...darf ich mal kurz fragen, was der deutlichste Unterschied zwischen einer beschichteten Pfanne und einer Gusseisernen ist?

@Jinx was spricht denn gegen Raclette?

Per se nichts. Nur dass ich ein Platzproblem habe :) Und dass ich ihn zu selten nutzen würde. 

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Gast Gast195

 

Wir haben:

1. Omniblend - Hochleistungsmixer

Unverzichtbares Gerät für uns.

Benötigen wir für die Nussmilchherstellung, Cashewsahneherstellung, Suppen, Soßen, Pestos, Basis für Fruchtleder, Smoothies, Chiapudding usw.

2. Hochwertiges Induktionsfeld, Backofen und ganz wichtig, Spülmaschine

3. Hochwertige Induktionskochtöpfe von Tefal und eine WMF Keramikpfanne.

Mein Vater schwört auf schmiedeeiserne Pfannen, hatte ich auch schon, aber mit einer Keramikpfanne können wir einfach flexibler und schneller arbeiten und man benötigt weniger Öl.

4. Nudelmaschine

Für alles, von Lasagneplatten bis Ravioli. Wir wollen perspektivisch auf Linsen und Kichererbsenpasta setzen und von Weizenmehl/Grieß weg kommen.

5. Dörer

Für Fruchtleder und Gemüsechips oder auch um Cookies oder Snacks wieder knusprig zu bekommen.

6. Reiskocher

7. Soda Stream

8. Pürierstab

9. Kaffeemaschine

Vorwiegend für Gäste

10. Kleine Eismaschine

11. Sushimaker - Sushiwerkzeug um schnell Sushi schnell herstellen zu können

12. Ein paar gute Damastmesser und ein hochwertiges Wetzeisen

13. Zwei hochwertige Wasserkocher, einer für Tee, einer für alles andere

14. Handrührgerät

 

Was wir gerne hätten:

1. Eine professionelle Eismaschine wäre toll

2. Heißluft Fritteuse für Süßkartoffelpommes. Seltene Delikatesse, die man viel zu wenig findet und wenn dann meist zu fettig.

3. Schnellkochtopf für die vegane Wurstherstellung und zur Sterilisation von Weck Gläsern

4. Grillpfanne für ein schönes Grillmuster

 

Geräte die wir hatten:

1. Mikrowelle

2. Fondueset

3. Eierkocher

 

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vor 9 Stunden schrieb Tobias82:

OK, ich dachte schon, Du magst kein Raclette...

Klingt ja gut, mit der Gusseisenpfanne... bin mit meiner aber auch ganz zufrieden!

ad 1: das würde natürlich zu einen Verweis führen (in einem Teeforum!!!)

ad 2:  das beruhigt uns ungemein und beendet unsere schlaflosen Nächte, in denen wir uns hin und her wälzten und uns fragten, ob Tobias mit seiner Gußeisenpfanne zufrieden ist.

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@Mocha Das mit dem Fruchtleder musste ich auch erstmal nachlesen. Da ich außerdem immer Zitronenscheiben im Backofen trockne, habe ich einen Dörrautomaten auf meine Wunschliste gesetzt. :)

Den Sushimaker musste ich auch zunächst ansehen, da ich mir darunter nichts vorstellen kann. Ich mache auch Sushi (mit Gemüse), und ich arbeite mit einer Matte. Dabei werde ich bleiben, da ich das so oft nun auch wieder nicht mache. Aber praktisch sieht das für größere Mengen schon aus. 

Einen Spülknecht habe ich natürlich auch, finde ich ebenfalls unverzichtbar, obwohl viele meiner Küchengadgets dafür nicht geeignet sind (Gusseisentöpfe, Küchenmesser, Pfannen ...). Aber wenigstens das Geschirr und die Porzellanteile will ich mir spültechnisch nicht antun. 

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Gast Gast195

Wir haben uns den Dörrer vorwiegend für Gemüsechips zugelegt, vor allem Wirsing und Grünkohl haben mit der richtigen Marinade einen extrem hohen Suchtfaktor. Und wegen der hohen Ballaststoffdichte futtert man normalerweise nie besonders viel davon. Fruchtleder ist auch toll, aber wenn es bei uns etwas Süßes gibt, dann in der Regel in Verbindung mit Schokolade. Schokochiapudding ist schnell gemacht. Ich selbst ziehe frisches Obst dem Fruchtleder vor. Gibt ja viele Sushimaker auf dem Markt, wie haben den hier. Wenn wir Sushi nur für uns machen, nehmen wir die normale Bambusmatte, aber für Sushi ab 4 Personen lohnt es sich schon den Sushimaker rauszukramen. Und perspektivisch, wenn wir mal einen veganen japanischen Abend machen, Sushi für 8 Personen, das wäre traditionell echt ne harte Nummer. O.o.

Meine Verlobte fährt auch auf Gusseisentöpfe und Schmiedepfannen ab. Ich finde die auch von der Optik echt toll. Wir haben in Bayern einen Schmied kennen gelernt, der sein Handwerk noch in einer Wasserrad betriebenen Schmiede wie vor ein paar hundert Jahren ausübt. Die Werkstatt hat Mittelalterflair. Verkauft seine Ware auch online. Aber es macht einfach einen kolossalen Unterschied wenn man Bratkartoffeln in einer beschichteten Pfanne zubereitet oder in einer schmiedeeisernen. Wenn ich täglich 10h mit harter Feldarbeit zubringen würde, würde ich ganz klar zur schmiedeeisernen Pfanne greifen, aber da ich vorwiegend im Sitzen arbeite und bei mir schon gefühlt der geatmete Sauerstoff ansetzt, hab ich keine Wahl als eine beschichtete zu benutzen. ;)

Gemüsechips

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Chiaschokopudding ( Das Foto ist für den Blog, wenn wir für uns kochen verschwenden wir natürlich nicht so viel Zeit für die Deko )

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@Mocha Die Gemüsechips finde ich auch interessant. Was das Fruchtleder angeht, so hat das einen konkreten Grund: Ich esse täglich Obst (im Rohzustand, ohne Beigaben)  und habe mich daran gewöhnt. Der Mann und ich haben dieses Jahr den Wanderurlaub für uns entdeckt, und zwar in der Form, dass man von A nach B mit Übernachtungen wandert. Dieses Jahr war es - um es zu testen - die Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck. Wir machten 100 km in 5,5 Tagen und fanden es großartig. Nur das mit dem Proviant war so eine Sache. Es ging durch die Natur, es gab praktisch keine Einkaufsmöglichkeiten. Ich habe versucht, in den Ortschaften, in denen wir übernachteten, etwas einzukaufen (sofern es dort überhaupt einen Laden gab). Das war nicht ganz unschwierig, weil ich auf Müsliriegel und Co. nicht so stehe (zu viel verarbeitets und sinnloser Zucker) und belegte Brötchen bei dem Wetter (heiß und teilweise schwül) nach ein paar Stunden auch nicht mehr so der Knaller sind. Obst ist mir ziemlich oft im Laufe des Tages vergammelt. Da wir ja mit Rucksäcken unterwegs waren, musste ich es fest in Dosen verpacken, damit es nicht zerdrückt wird. Blieben also für die Wanderung mehr oder weniger nur Cracker und Tee. Fruchtleder wäre da eine tolle, platzsparende und haltbare Ergänzung, die außerdem schmeckt und meinem Obstbedarf entgegenkommt. 

Wenn es nur um das Leder ginge, würde ich mir so einen Apparat nicht anschaffen wollen, aber ich sehe da durchaus auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten ;)

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Inspiriert von @Mocha habe ich zugeschlagen, als der anvisierte Dörrautomat im Rahmen einer Werbeaktion preisreduziert angeboten wurde. Heute ist er gekommen, und momentan trockne ich Amalfi-Zitronen. :) Ich bin sehr angetan. Jetzt kann ich auch die Massen an Chili und Peperoni vom Balkon adäquat verwursten :)

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Also, ich wehre mich schonmal energischst dagegen, dieses Ding als Gadget zu bezeichnen. Davon mal abgesehen hatten wir ja über die Belastbarkeit von Emaille gesprochen, und da muss ich doch dieses schöne Teil nennen: Emaillierte "Silargan"-Pfanne, die locker 20 Jahre alt ist und immer noch in super Zustand. Wurde oft und viel benutzt, wenn auch pfleglich.. in dem Fall ist die Emaillierung nahezu nicht kaputt zu kriegen, und die Pfanne wird sehr viel stärkeren thermischen Belastungen ausgesetzt als eine Tetsubin. (Ist allerdings kein Induktionsherd, da ist die Belastung doch deutlich größer, wegen der Abruptheit und weil die Wärme nicht gleichmäßig erzeugt wird).

Ob die neuen Modelle wohl immernoch so belastbar sind? Dann würd ich mir das mal überlegen, mir so ein Ding zuzulegen.

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bearbeitet von miig

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Ich bin ja ein Fan von Schmiedeeisernen Pfannen. Einmal richtig eingebrannt und es brennt nie mehr was an. Seitdem ich die habe verbrauche ich fast kein Öl mehr.

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vor einer Stunde schrieb miig:

Davon mal abgesehen hatten wir ja über die Belastbarkeit von Emaille gesprochen, und da muss ich doch dieses schöne Teil nennen: Emaillierte "Silargan"-Pfanne, die locker 20 Jahre alt ist und immer noch in super Zustand. Wurde oft und viel benutzt, wenn auch pfleglich.. in dem Fall ist die Emaillierung nahezu nicht kaputt zu kriegen, und die Pfanne wird sehr viel stärkeren thermischen Belastungen ausgesetzt als eine Tetsubin. (Ist allerdings kein Induktionsherd, da ist die Belastung doch deutlich größer, wegen der Abruptheit und weil die Wärme nicht gleichmäßig erzeugt wird).

Ob die neuen Modelle wohl immernoch so belastbar sind? Dann würd ich mir das mal überlegen, mir so ein Ding zuzulegen.

Danke miig für diese Info. Ich hatte nämlich irgendwann mal bei Reviews zu Silargan Pfannen gelesen, dass auch bei denen nach einem Jahr Gebrauch der Inhalt anbrennt ... wäre spannend, wenn das auf Induktion zurückzuführen wäre. Ich hoffe, dass neuere Pfannen davon nicht schlechter sind, das würde ja gegen eine positive Weiterentwicklung sprechen - wie kommst du denn zu dieser Befürchtung?

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Also, ich versteh nicht so ganz, warum man diese Pfannen als Antihaftpfannen sieht. Zumindest dieses historische Modell verhält sich ähnlich wie eine nackte Edelstahlpfanne - klebriges Bratgut haftet durchaus an. Hatte sie nie als Antihaftpfanne gesehen, dafür hab ich ja die schmiedeeiserne mit Patina, wie @Dao so schön gesagt hat :)

Und das andere war nur eine flüchtig dahingesagte Vermutung.. hab keine Anhaltspunkte dafür und hätte da lieber etwas leiser denken sollen *g*

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  • Gleiche Inhalte

    • Von miig
      Wollte aus aktuellem Anlass mal einen Faden eröffnen, um Meinungen und Eindrücke zu diesem Thema zu sammeln.
      Ich persönlich besitze keine Tetsubin, denn als ich vor einer Weile vor der Wahl stand, mir eine etwas hochwertigere Möglichkeit der Wassererhitzung zuzulegen hats mich eher zu den Tonkannen hingezogen.
      Da ich bei Tonsachen der Philosophie folge, entweder ordentliche Qualität oder lieber gleich bei Porzellan/Glas bleiben, hab ich den sehr interessant aussehenden Kannen von Chawangshop widerstanden und bei Camellia Sinensis in Kanada einen Tonkessel des renommierten Lin's Ceramics Studio aus Taiwan gekauft. Mit ca. 100€ kein billiger Spaß, aber wesentlich erschwinglicher als gute Tetsubins.

      Und da man nicht nur von Meerschweinchen, sondern auch von Tonkesseln immer mindestens zwei haben soll, hab ich eine Weile später nochmal eins draufgelegt und von Essence of Tea einen der immer schnell ausverkauften Yixing-Kesseln dazubestellt.

      Meine Überlegungen zur Wärmequelle hab ich in diesem Thread festgehalten, es wurde dann eine leistungsgesteuerte Guss-Kochplatte.
      Was sind jetzt meine Erfahrungen bzw. Einschätzungen zu diesen Kannen? Prinzipiell kauft man sich sowas ja weil man sich davon besseres Wasser und eine ästhetischere Teezubereitung wünscht. Beides sind sehr subjektive Kategorien, und ich hab nicht den Versuch unternommen, da eine maximale Objektivität reinzubringen.
      Warum Ton und nicht Metall? Ich hab nix gegen Tetsubin, aber ich konnte nicht alles kaufen, sonst hätt ich schon lange eine Ginbin angeschafft *g*. Es musste also eines von beiden sein (erstmal). Will hier nicht Tonkanne gegen Tetsubin antreten lassen, denn das ist wie Apfel vs. Birne. A
      ber was mich am Ton angezogen hat ist dass ich ihn als „wärmer“ und „weicher“ empfinde als das in unserer Alltagswelt allgegenwärtige Metall. Auch haben die Artikel von MattCha, die natürlich starker Tobak sind, mich womöglich ein bisschen geprägt.
      (http://mattchasblog.blogspot.de/2011/04/harmonizing-water-and-tea-part-6-look.html)
      Auch wurde an anderer Stelle gesagt dass Tonkannen dem Wasser eine leichtere Konsistenz verleihen als Tetsubin und somit für zartere Tees wie Oolongs und Grüntees besonders geeignet sind, wohingegen Metallkannen dem Wasser „schwerere“ Konsistenz verleihen und somit für Pu-Erh besser geeignet sind. Dies zu verifizieren liegt jenseits meiner Urteilskraft, aber da ich doch die Oolongs besonders lieb hab, hat auch das den Tonkannen nochmal einen Punkt eingebracht.
      Was die ästhetische Komponente angeht, so ist es eine klare Sache dass beide Kannen hochwertig gefertigt sind und es eine Freude ist, sie zu benutzen. Die Tonkannen sind natürlich sehr empfindlich und vertragen weder Tischkanten noch Temperaturschocks. Diese Fragilität nötigt einen zu höherer Achtsamkeit in der Zubereitung und diese springt m.E. auch auf die ganze Teezubereitung über.
      Ausserdem dauert es natürlich ca. 20 Minuten bis das Wasser erhitzt ist – das legt nahe, in dieser Zeit nichts anderes zu tun, sondern es zu einer Achtsamkeitsübung zu nutzen.
      Die Frage der Fragen aber ist natürlich – wie ist das Wasser aus diesen Kannen? Und grade das ist die Frage, vor der ich mich hier noch drücken will. Zum einen weil da so viele subtile Noten vorhanden sind in der Teezubereitung, so viele Parameter die Einflüsse ausüben, und ich mich da nicht für erfahren genug halte, wirklich abschätzen zu können wieviel besser das Wasser ist.
      Ebenfalls hab ich bisher nicht systematisch verglichen, weil das für mich immer zu sehr in Arbeit ausartet und ich zufrieden war damit, den Tee zu genießen.
      Zuletzt ist mir dann auch klar, wie groß der Einfluss der Einstellung auf die empfundenen Resultate ist.

      Was mich zu diesem Beitrag bewogen hat ist dass ich heute, nach längerem, mal wieder vom Wasserkocher auf die Tonkanne umgeschwenkt bin und schwören hätte können dass in der ganzen Teesitzung eine Energie drinwar, die ich so noch fast nie hatte.
      Der Dampf hat temperamentvollere Bögen vollzogen, der Tee hatte eine feinere Textur und selbst die leeren Tassen haben noch den Raum aromatisiert in einer Art und Weise, wie ich sie sonst nicht kenne. Selbst das pure Wasser hat nicht wie sonst, ok geschmeckt sondern war richtig fantastisch.
      Was ich sagen kann ist dass nach einigen Monaten der Gewöhnung an den Wasserkocher, es eine phänomenale Abwechslung war, wieder mit der Tonkanne zu hantieren und dass diese eine Teezeremonie wirklich auf ein anderes Level hebt. Ich war zwei Stunden am Stück mit dem Tee beschäftigt ohne dass eine Sekunde davon redundant gewesen wäre.
      Welcher der vielen Faktoren in welchem Ausmaß dazu beigetragen hat, kann ich nicht sagen. Bin auch froh dass ich dies nicht tun muss, denn das ist Teil der Magie.
      Was haltet ihr von diesen Kannen? Meinungen, Erfahrungen? Dies ist als Sammelthread gedacht *g*
    • Von benni
      Hey!
      Mittlerweile habe ich einiges an Wissen aufgesaugt und bin fleißig am herumexperimentieren und lesen.
      Dabei stoße ich immer wieder auf das -ich nenne es mal- Tee-Paradoxon. Einerseits wird vermehrt gewarnt und deutlich gemacht, dass jeder Tee mit kochendem Wasser übergossen werden muss, um eine eventuelle Chance auf Keime, Bakterien, Salmonellen oder sogar EHEC auszuschließen. Andererseits kann man sowas doch einfach nicht bringen bei Tees wie dem grünen, weißen etc. Diese Tees gelten ja auch meistens gesundheitsfördernd und wohltuend, asiatisch eben. Ich blicke dort nicht ganz durch, aber mittlerweile macht sich doch ein unsicheres Gefühl breit. Was haltet ihr davon?
      Gruß Benni
    • Von Jinx
      Moin,
      @Tobias82 schrieb im "Was habt ihr gekocht"-Thread von Clean Eating. Da das, was mir dazu einfällt, ein wenig off topic wäre, mache ich lieber einen eigenen Thread auf. 
      Zunächst der Text, auf den ich mich beziehe: 
      Als begeisterte Hobbyköchin beschäftige ich mich auch mit Fragen der Ernährung. Dabei stolpert man auch über den Begriff Clean Eating. Meine Definition davon ist der von @Tobias82, so weit ich das anhand der wenigen Zeilen feststellen kann, nicht unähnlich.
      Ich habe aus persönlicher Anschauung (und mit dem Mann als Testesser) festgestellt, dass die Verwendung möglichst vieler unverarbeiteter Lebensmittel nicht nur zu bessre schmeckendem Essen führt, sondern auch dafür sorgt, dass man sich besser fühlt. Ich kann also theoretisch sagen, dass ich dem Clean Eating anhänge.
      Für mich bedeutet das: 
      möglichst viele Lebensmittel unverarbeitet verwenden, d. h. frisches Gemüse, wenig Konserven, wenig TK, keine Fertiggerichte, wenig Convenience wie Ketchup, Majo etc.  Wenn Convenience, dann hochwertig: ganze Tomaten in Dosen, Bio-Ketchup, Bio-Majo, aber alles in Maßen regionale Produkte bevorzugt (Wochenmarkt) gerne Bio wenig Fleisch, aus regionaler Produktion, Vermeidung von Massentierhaltungsprodukten, Eier prinzipiell mindestens Freiland, gerne Bio. hochwertige Lebensmittel, auch bei Käse etc. Wenn man nun liest, was unter Clean Eating verstanden wird, stellt man zunächst fest, dass jeder darunter etwas anderes versteht. Inklusive diverser zweifelhafter Auswüchse. Da wird Gluten auch von denen verteufelt, die keine Unverträglichkeiten haben, bei Laktose ist des dasselbe. Fleisch wird oft völlig verbannt (nichts gegen eine vegetarische Lebensweise an sich, ich war auch mal Vegetarierin) und durch  hochverarbeitete Lebensmittel aus dem Veganer-Regal ersetzt, die mit naturbelassenen Nahrungsmitteln überhaupt nichts mehr zu tun haben. Auf Clean Eating beziehen sich auch Leute, die gegartes Essen als ungesund ablehnen, die Kohlehydrate für direkt der Hölle entsprungen halten, die Milch für tödliches Gift halten etc. 
      Die Frage, was man essen sollte (und was nicht) führt bei einigen offenbar zu einer ideologischen Aufladung, die gern mal ins Esoterische abgleitet, gern verbunden mit einem entsprechenden Sendungsbewusstsein. Ich persönlich halte die übermäßige Beschäftigung mit Essen für höchst ungesund und für einen Weg in eine Essstörung, von denen es neben Bulimie, Magersucht und Adipositas noch eine ganze Anzahl mehr gibt. 
      Was mir noch auffiel: Clean Eating im ursprünglichen Sinne (also möglchst unverarbeitete Produkte aus behutsamer landwirtschaftlicher Produktion) ist eigentlich nur zu machen, wenn man wirklich gern kocht. Denn es macht schon mehr Arbeit als sich ein Fertiggericht reinzudrücken, den Lieferdienst anzurufen oder sich ein Essen nach dem Baukastenprinzip aus Convenience-Produkten zu kochen. Man muss auch bereit sein, auf sein täglich Fleisch zu verzichten - und natürlich auf Fleisch aus der Agrarfabrik. 
      Für mich steht ganz klar der Genuss im Vordergrund. Auch wenn ich Wert auf gesundes Essen lege, mache ich gern mal einen Hamburger (aus Bio-Hack) oder auch Nudeln in Käse-Sahne.
    • Von digitalray
      Ich hab mal das Forum durchsucht, sämtliche Beiträge im Wasser Unterforum sowie nach dem Begriff "Meereshöhe", konnte aber nichts finden.
      Klar, die Experten hier werden es wissen, aber für alle anderen:
      Wasser kocht in Yunnan generell bei 93,6 Grad Celsius und wird auch nicht heißer wenn man es kochen lässt. Das liegt an der Höhe von rund 1900 Metern über Meereshöhe in Puer und den anderen Städten in Yunnan.
      Jeweils alle 300m über 0 kocht Wasser bei einem Grad weniger. 
      In München (519 m über Null) kocht das Wasser also bei 98,3 Grad und nicht bei 100 Grad.
      In Shangri La, einer Gebirgsstadt in Yunnan auf ca. 4000m Höhe über dem Meeresspiegel kocht das Wasser sogar schon bei 86,7 Grad Celsius und wird auch nicht heißer.
      Da man oft liest, man solle "kochendes Wasser" nutzen für Puer Tee bzw english "wildly boiling Water" kann damit ursprünglich nur max. 93,5 Grad heißes Wasser gemeint sein und kein 100 °C heißes.
      Das wird sicher auf der Welt und von Person zu Person unterschiedlich gehandhabt, allerdings ist es dem normalen Menschen in ganz Yunnan wohl gar nicht möglich heißeres Wasser zu bekommen ausser er besorgt sich einen Druckkochtopf.
      Interessant wäre natürlich eine wissenschaftl. Studie zu den extraktionsfähigen Substanzen bei spezifischen Temperaturen (86, 93, 100) und deren Wirkung.
      Ich dachte dieses Wissen passt hier ganz gut ins Forum, da ich dazu nichts finden konnte mit der Suche.
    • Von Joaquin
      Habe gerade festgestellt, dass aus der alten Sortierung die Tetsubin noch bei den Tee-Aufgussgefässen geführt wurde. Der Fehler wurde nun korrigiert. Die Tetsubin wird nun im Forum Wasserzubereiter + Wasseraufbereiter aufgeführt und alle entsprechenden Beiträge wurden so weit auch dorthin verschoben.
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