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Geht gerade durch die Medien: Plastik im Leitungswasser, in der Luft, im Essen ... einfach überall. 

Ich finde das unverantwortlich, vor allem, weil ein guter Teil des Plastiks in unserem Leben relativ einfach zu vermeiden wäre. 

Es ist leider so, dass man quasi extra bestraft wird, wenn man sich aktiv bemüht, nicht zu sehr zur allgemeinen Verschmutzung beizutragen. Merke ich immer wieder, wenn ich mit dem Fahrrad an einer Hauptverkehrsstraße entlangfahre. Ich habe kein Auto und werde extra vergiftet m( 

 

 

 

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Danke für den Link. Habe ich gelesen, beruhigt mich nicht wirklich. Ich bin - ebenso wie jeder andere fachfremde Leser - nicht imstande, die Qualität zu beurteilen. Aber in der geäußerten Kritik ist mir zu viel "hätte" und "würde". Mal ehrlich, der Gedanke, dass Mikroplastik aus der nicht hochreinen Luft bei der Entnahme ins Wasser geraten soll, ist sogar noch beunruhigender. ;)

Ebenso die Filterfähigkeit des Bodens. Ja man nimmt an, dass der das filtern kann. Man nahm bis vor ca. 50 Jahren auch an, dass man jeden Dreck in praktisch beliebiger Menge in die Ozeane kippen kann, inklusive hochradioaktiven Atommüll, weil die das wie auch immer allein aufgrund der immensen Wassermenge selbst reinigen können. Heute wissen wir, wie falsch und langfristig verhängnisvoll diese Annahme war. 

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Ich stimmte dir bedingt zu, grade was historisch teilweise angerichtet wurde, davon erholt sich die Natur (und wir vielleicht inklusive) niemals. 

Warum "bedingt" ? ich habe lange genug in Kunststoff verarbeitenden Unternehmen gearbeitet um auch die enormen Vorteile von "Plastik" zu lernen. Viele Dinge, die wir nach Mitte des 20. Jahrhunderts als selbstverständlich betrachten wären ohne Kunststoffe nicht möglich. Das entschuldigt natürlich nicht die Plastikberge im Meer und Land. Da müssten wir als Gesellschaft umdenken, weg von Plastik als billiger Werkstoff, hin zu Kunststoffen als Highend-Anwendung (Automobil, Medizin oder Luft- und Raumfahrt etc) oder maximaler Wiederverwertbarkeit (Alltags-  oder relativ simple Dinge wie Beutel, Gewächshausplanen, Displayschutz und Kleidung etc). PE, als den absolut verbreitetsten Kunststoff kann man z.B. wieder einschmelzen und was neues draus machen. Das geht zwar hundert Mal, aber ist besser als frisches Polyethylen nur einmal zu verwenden und dann eben sowas wie in dem obigen Artikel... und ich finde wir sind heutzutage schon recht passabel auf dem richtigen Weg: die EU verbietet nach und nach z.B. das man Plastikeinwegbeutel in den Supermärken kaufen kann oder kostenlos ausgeben kann. Auch finde ich bei uns relativ wenig Kunststoffmüll in der Natur rumfliegen. Ich kenne da leider Landstriche in denen das nicht so ist... aber ich will auch hier nicht die deutsche "moral supremacy" Büchse aufmachen. Jeder Landstrich macht seine Entwicklung durch und lernt aus Fehlern, die wir hoffentlich möglichst ganz beheben können.

So genug davon! :ph34r:

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@chenshi-chinatee Es geht hier m. E. auch nicht um Kunststoff als vielleicht unersetzliches Material in der Technik. Dieses landet vermutlich eher selten als Abfall in Wasser, Luft und Umwelt. Problematisch ist, dass Plastik als Wegwerfware begriffen wird, nicht nur bei Flaschen und Tüten, sondern vor allem bei Einwegverpackungen. Von einer Verteufelung der Kunststoffe bin ich weit weg, allerdings lehne ich sie als Einwegvariante abseits weniger Einsatzbereiche (z. B. Medizin) ab. 

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    • Von Joaquin
      Das Nestlé-Patent auf das Nespressosystem ist wohl in Teilen ausgelaufen, so das sich nun viele andere Kapselhersteller in den Nespresso-Markt drängen. Ein wie es scheint sehr rentabler Markt, aber Nespresso-Kunden legen vor allem Wert auf Einfachheit und Geschmack, und für diesen sind sie gerne bereit, auch etwas mehr für einen guten Espresso zu zahlen.

      So verwundert es dann also auch nicht, dass auch die jetzt auf dem Markt erhältlichen Kapseln, sich im Preis nicht sonderlich unterscheiden. Weder untereinander, noch zu denen von Nestlé.

      Warum sollte man nun also als bisher zufriedener Nestlé-Kunde, auf einen der anderen Kapsel-Anbieter wechseln? Nun, eine Möglichkeit wäre da, die Qualität. Wenn man zum gleichen Preis nun viel besseren Espresso und Lungo aus seiner Nespresso-Maschine zaubern könnte, dass wäre doch wirklich hervorragend und ein echter Grund, hier das System zu wechseln. Doch leider erfüllt meines Wissens nach, keiner der bisherigen Anbieter dieses sensorische Qualitätskriterium. In einem Schnelltest der Stiftung Warentest schnitt ein Anbieter, welcher bei REWE angeboten wird, geschmacklich ziemlich schlecht ab. Auch bei der bisherigen Konkurrenz, konnte ich persönlich keinen wirklichen Champion ausmachen wo ich sagen würde, da kann man umsteigen. In der Tat sind die meisten richtig billig im Geschmack und man merkt den Unterschied deutlich.

      Eine weiter Möglichkeit der Wahl, wäre der moralische Aspekt. Rein aus Gewissensgründen könnte ja der ein oder andere sich für einen etwas schlechter schmeckenderen Espresso begeistern, wenn denn zum einen der ökologische Aspekt und auch der faire Handel gegenüber den Kaffee-Bauern gegeben wäre.

      Für jene, die es nicht wissen, die Original-Nespresso-Kapseln aus dem Hause Nestlé sind aus Aluminium. Für die Herstellung von Aluminium ist ein hoher Energieaufwand nötig, ebenso wie für das Recycling der Kapseln, wenn sie denn auch richtig über den Gelben Sack entsorgt werden und nicht über den normalen Hausmüll. Zudem entsteht durch das Kapselsystem ein ordentlicher Müll.

      Ich habe bisher keinen anderen Hersteller gesehen, der bei der Produktion alternativer Kapseln vollständig auf Aluminium setzt. Die meisten setzen hier auf Plastik. In der Regel sind diese Kapseln zudem noch in einer weiteren Kunststoffhülle eingebettet, damit das Aroma dort nicht entfliehen kann, wodurch man noch mehr Müll hat. Ich denke der Austausch von Aluminium durch Kunststoff, ist auch nicht gerade der ökologischere Weg der Müll- und Ressourcenvermeidung.

      Dann gibt es da den Hersteller Ethical Coffee Company, der kompostierbare Nespresso-Kapseln anbietet. Auch hier hat die Stiftung-Warentest das ein wenig relativiert. Sagen wir es mal so, der Ansatz ist ja nicht schlecht. Weiterhin gibt es noch Esrpimo, welche ebenso für ihre Kompostierbarkeit nach EU-Norm werben, aber auf deren Homepage, wurde ich nicht wirklich dazu fündig, worin dieser besteht. Sehr ominös. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass es sich hier um ein und die selbe Firma handelt. Beiden Kapselsystemen sind aber nicht für alle Nespesso-Maschinen geeignet, verstopfen diese sogar und können nur durch mechanisches Nachhelfen, aus dem Kapselmechanismus entfernt werden. Der Grund liegt hier in der Festigkeit der Kapseln, welche durch das teilweise, ökologische Material, nicht gegeben ist.

      Überhaupt benötigen fast alle alternativen Kapseln, bei den Hebelmaschinen einen teilweise enormen Kraftaufwand, um hier den Verschluss zu schließen. Dann später beim aufmachen, geben viele dieser Kapseln, die zum Verschließen aufgebrauchte Energie, dann zum großen Teil wieder ab und der Hebel schnellt mit hoher Geschwindigkeit und Knall wieder zurück. Das verkraften auf Dauer auch nicht alle Maschinen. Gerade die moderneren Maschinen mit Motor, überwinden diesen hohen Widerstand überhaupt nicht und so kann man dort die Kapseln erst gar nicht verwenden. Andere Maschinen sind für einen so hohen Kraftaufwand nicht konstruiert und man läuft Gefahr, die Maschine und Einzelteile, durch den hohen Kraftaufwand zu beschädigen.

      Konkurrenz ist gut und belebt das Geschäft, aber zur Zeit macht hier niemand wirklich Nestlé Konkurrenz. Geschmacklich ist bei vielen das Level viel zu schlecht. Die ökologischen Aspekte überzeugen bei einigen Herstellern noch nicht wirklich und nur wenige bieten echten und kontrollierbaren Fairtrade-Kaffee an, der dann auch wiederum halbwegs vernünftig schmeckt. Im Preis scheinen sich alle möglichst große Stücke von Kuchen abschneiden zu wollen und so findet man dort kaum ein echtes Schnäppchen, wobei aber auch hier ein wenig Bewegung in den Markt zu kommen scheint. Die Kompatibilität zu allem Maschinen, scheint für einige Hersteller zudem ein weiteres Problem darzustellen, so dass unter allen Aspekten sich nur schwer, wirkliche Konkurrenz ausfindig machen lässt.

      Zumindest noch nicht und so werde ich zwar weiterhin hier und da andere Angebote austesten, aber hauptsächlich über den Nespresso-Club meine Kapseln von Nestlé beziehen.
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