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Moin,

jetzt wird es auch mal Zeit, mich ein wenig der Gemeinde vorzustellen. Ich heiße Steve und komme aus dem beschaulichen Hannover. Mit 24 gehöre ich zu den jüngeren Jüngern der Camillia sinensis. Ich studiere Biologie und Deutsch (für das Lehramt), schreibe derweil meine Bachelorarbeit. Da ich u.a. mit der HPLC als Methode arbeite (und auch Aminosäuren von Pflanzen auftrenne), muss ich bei den Fachdiskussionen hier teilweise schmunzeln. Wahnsinn, wie tiefgründig argumentiert und teilweise mit Papern der Standpunkt belegt wird. So wissenschaftlich hab ich den Teekonsum bislang nicht betrieben. Vorwiegend bin ich bei Tee gelandet, da er ähnliche Geschmackstiefen wie Bier, Wein und Spirituosen zu bieten hat und ich keinen Kaffee vertrage :$


Sehr eigenartige Reihenfolge sich von Spirituosen zu Tee vorzuarbeiten, gell? Vor so 4 Jahren habe ich begonnen mit Inbrunst Cocktails zu mixen, immer wieder zu probieren (besonders pure Spirituosen), mich in die Materie einzulesen und eigenes zu kreieren. Nach wie vor halte ich Alkohol für einen der spannensten Geschmacksträger und trage meine Botschaft bei Verkostungen weiter und treffe mich 1-2 Mal im Jahr mit Gleichgesinnten. Wie man sich denken kann, hat Alkohol als Hobby seine Tücken. So wie hier einige mit ihrem Koffeinkonsum hadern, muss ich stets aufpassen, in welchen Maßen ich trinke. Mit der Zeit ist die anfängliche Begeisterung verflogen und ich gehe etwas ruhiger mit diesem Hobby um. Mittlerweile mixe ich fast ausschließlich für andere und genieße lieber hin und wieder ein Glencairn Whisky oder Rum. Da insgesamt Geruchs- und Geschmacksinn meine Lieblingssinne sind, wollte ich neben dem gelegentlichen Kochen wieder etwas Alltäglicheres finden, um meinem Hedonismus zu frönen.

Auf Tee als Geschmackserlebnis stieß ich in Thailand. Über meine vielen Besuche (ich hab Wurzeln in Südostasien) hab ich eher den viel zu süßen Cha Yen (Eistee mit gesüßter Kondenzmilch) getrunken. Doch vor so 3 Jahren war ich etwas länger im Norden um Chiang Mai und habe die dortige, aufstrebende Teekultur kennengelernt. So verirrte sich Oolong in meinen Koffer und Tee wurde zu einem täglichen Begleiter. Nun gab es immer eine Thermoskanne Darjeeling oder Oolong für langen Unitage. Da wurde in Beutel gefüllt und für 4-5 Minuten aufgegossen. Nachdem ich meinen Alltagstee fand - einen Nepal FF eines ortsansässigen Teehändler, trank ich fröhlich 2 Liter Tee jeden Tag.

Das wurde doch etwas fiel Koffein und wurde auf Dauer eintönig. Bei meinem letzten Besuch in Thailand im März 2017 wollte ich wissen, wie Asiaten so ihren Tee trinken. bin ich durch Chinatown in Bangkok geschlendert und habe meine ersten Gung Fu Erfahrungen gesammelt. So trank ich das erste Mal Shu Pu-Erh. Auch in Chiang Mai habe ich diesmal explizit nach Teehändlern gesucht und erlebte den liebgewonnenen Oolong mal in vielen, kleinen Aufgüssen. Dort besorgte ich mir meine erste kleine Tonkanne (ca. 120 ml).

Seit dieser Zeit lese ich hier mit und probiere mich durch die Teestile. Unter meinen Freunden habe ich eine kleine, wöchentliche Teerunde etabliert, denn zusammen trinkt und verkostet es sich am schönsten. Am ehesten hat uns allen bislang Oolong zugesagt. Sowohl grüner, als auch stärker fermentierter. Auf die Pu-Erh Sitzungen bin ich schon gespannt! Außerhalb dieser Treffen trinke ich momentan ca. 10g Teeblatt am Tag, was bei mir 2 Sessions á 5g entspricht. Ansonsten wird momentan noch viel Kräutertee getrunken, so deckt sich der Tagesbedarf an Flüssigkeit auch ohne Koffeinflut.

Ich bedanke mich für das Durchhaltevermögen und hebe meine Tasse! ;)
Steve 

PS: So ähnlich wie ein Beutel Schwarztee nicht mit einem 30-jährigen Oolong zu vergleichen ist, sollte man auch nicht den Long Island Iced Tea einer Happy-Hour Bar mit einem frisch gerührten Manhattan vergleichen. Das eine trinkt man rein der Wirkung wegen, das andere auch aus Genuss. Beim einen kaschiert man (Milch & Zucker, bzw. Säfte/Cola), beim anderen will man den vollen Geschmack von Tee und Spirituose. So wie beim Oolong jedes Jahr einen unterschiedlichen Tee bringt, so ändert jeder Whisky, jeder Wermut die Balance und die Nuancen des Manhattan. Nur mal so als flüssige Gedanken am Rande.

 

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Hey Steve,

willkommen! Der Schritt vom Alkohol zum Tee ist so selten gar nicht, ich zB hab mich früher auch viel mit Single Malts beschäftigt, und bin dann zum Tee gekommen :)

Viel Spaß im Forum!

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Hurray und herzlich willkommen!

Schön, dass Du bei deinem Hobby hier im Forum vom Leser nun auch zum Schreiber geworden bist ;)

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    • Von Gerhard_Wien
      Hallo Leute,
      vor ein paar Monaten hat mir ein Freund gezeigt, wie richtig guter chinesischer Tee (richtig zubereitet) schmecken kann.
      Momentan stehen dunkle Oolongs und rote Tees ganz oben auf meiner Favoriten-Liste.
      Leider sind solche Tees in guter Qualität in Wien kaum zu bekommen, aber vielleicht finde ich ja hier in diesem Forum Tipps.
      Liebe Grüße
      Gerhard
    • Von Kendoka
      Hallo liebe Teefreunde,
      ich möchte mich hiermit bei Euch vorstellen, mein Name ist Thomas und ich komme aus dem schönen Nürnberg. Ich bin erst kürzlich mit der Leidenschaft "Tee" in Berührung gekommen und möchte nun tiefer in die Materie eintauchen. Aktuell trinke ich ausschließlich japanischen grünen Tee und ich habe auch schon erste Erfahrungen mit Matcha gemacht, bei letzterem hält sich die Begeisterung aber noch etwas in Grenzen.
      Was gibt es noch über mich zu erzählen? Ich bin leidenschaftlicher (Hobby) Fotograf und betätige mich sportlich mit Kendo. Neben diesen Hobbys ist meine kleine Familie mein Ein und Alles, jeder Tag ist super spannend und mein Sohn hält mich ziemlich auf trab 
      Das sollte es fürs erste gewesen sein. Ich werde das Forum mal weiter durchforsten und die eine oder andere Frage an Euch richten. Bis dahin, wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr.
      Liebe Grüße
      Thomas
    • Von Doris Lessing
      Hallo liebe Teetrinker,
       
      meine Liebe zum Tee habe ich vor ein paar Monaten erneuert. Zur Zeit sind meine Favoriten Ceylontee, Jasmintee und als Durstlöscher Rotbuschtee mit allen möglichen und unmöglichen Gewürzen. 

      Ich freue mich schon auf einige Anregungen von euch. 

      Doris (Der Name ist ein Pseudonym.)
       
    • Von Hyeongseo
      Hallo liebe Forumsmitglieder,
      nach einem etwas holprigem Start stelle ich mich nun auch hier vor. Ich habe mich erdreistet nach meiner Anmeldung meine Meinung zu einem Tee zu posten anstatt mich zuerst vorzustellen und wurde als KEIKO-Mitarbeiterin und Putzfrau beschimpft . Ich muss zugeben: das ist mir noch nie passiert und ich bin in vielen Communities aktiv. Deshalb habe ich auch erst einmal Abstand genommen und wage nun einen neuen Versuch, da ich gerne im Forum lese, was eure Meinung zu Tees ist. Ich wusste nicht, dass die Teetrinker-Community so misstrauisch ist und man aufpassen muss was man wann und wo schreibt. Ich wollte niemandem etwas Böses. Dennoch denke ich, dass es hier auch sehr viele nette Mitglieder gibt, von denen man etwas lernen kann und den ein oder anderen Geheimtipp erfahren kann.
      Ich bin mit Tee aufgewachsen, deshalb gehört er für mich zum Alltag. Meine Liebe zum Tee habe ich aber erst sehr viel später entdeckt. Um ehrlich zu sein meine erste wirklich positive Teeerfahrung war für mich, als wir von Südkorea nach Deutschland gezogen sind und ich das erste mal Pfefferminztee getrunken habe . Seitdem wollte ich jeden Morgen eine Flasche ungesüßten Pfefferminz- oder Fencheltee von meinen Eltern. Mit koreanischem Tee konnte ich bis dato nicht viel anfangen, da ich kein Früchteteeliebhaber bin und Koreaner alles fruchtähnliche zu Tee verarbeiten, auch Magnolienfrüchte, die ja nunmal auch nicht für ihren Geschmack bekannt sind . Generell tue ich mir bei süßen oder aromatisierten Getränken sehr schwer. Später habe ich dann meine Liebe zum Grüntee entdeckt - aber auch nicht zum koreanischen. Japanische Grüntees schmecken mir einfach besser, da sie sehr viel frischer und natürlicher sind. Und das ist nicht leicht zuzugeben^^. Seitdem trinke ich mich vor allem durch die Grünteewelt und freue mich über jede Neuentdeckung.
      Auch eine kleine Sammlung Matchaschalen steht bei mir zuhause, aktuell sind es 17 Stück. Die meisten davon sind japanisch, einige auch deutsch. Auch wenn ich mich damit jetzt unbeliebt machen kann: Ich trinke jeden Tee aus einer Matchaschale . Matchaschalen sind einfach von der Optik und Haptik eine Bereicherung für jeden Tee und auch wenn das jetzt nicht für jeden Tee das optimale Gefäß ist bereitet es mir Freude. Teekannen besitze ich nicht wirklich, das ist in Zukunft vielleicht auch mal eine Anschaffung wert, vor allem wenn ich unterschiedliche Teesorten probieren möchte. Aber momentan bin ich zufrieden.
      Im Moment trinke ich vor allem Matcha, Sencha, Genmaicha und an und zu auch mal einen Bai Mu Dan. Ich bin eine Koyamaen-Liebhaberin was Matcha angeht, bestelle aber auch gerne einmal andere Firmen. Bei den Senchas bestelle ich wild durcheinander und hoffe ich "komme irgendwann an".
      Unbedingt probieren möchte ich in der Zukunft Kabusechas, Gyokuros und auch ein paar chinesische Grüntees - dort hat mich die Auswahl bis jetzt wirklich erschlagen und ich fühle mich etwas verloren. Ich hoffe deshalb, dass ich hier ein paar Tipps finde was, wann und wo man etwas schmackhaftes probieren kann .
      Also bitte, seid nett zu mir und lasst mir auch mal meine Meinung. Ich bin kein Vertreter, der euch etwas verkaufen möchte, ich bin einfach nur ein netter Mensch, der sich für eine Tasse Tee so sehr begeistern kann, dass es sich in einem fremden Forum anmeldet und darüber schwärmt .
       
      Lg, Hyeongseo
    • Von Jörg
      Hallo,
      mein Name ist Jörg und saufe...ähm trinke je nach Jahreszeit zwischen 4-8 Liter am Tag.
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      Da ich mich in den letzten Wochen viel über Pu-Erh informiert habe, bin ich öfter auf dieses Forum gestoßen was mich nun dazu bewogen hat mich hier anzumelden.
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      Fast vergessen, bei mir ist Teebeutel freie Zone. Ich nutze ausschließlich losen Tee.
       
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