Empfohlene Beiträge

Konban wa liebe Freund des Chado,

aufgrund der Umstellung meines Trinkwasser, bedingt durch meinen Umzug in eine neue Wohnung, komme ich nun leider nicht mehr in den Genuß, des nahezu kalkfreien Wassers, welches ich zuvor hatte. Ich hab mich schon nach Alternativen bezüglich des Wasser umgesehen und wurde wohl auch schon fündig.

Ich hab meine Tetsubin mit dem Tiefenbrunnenwasser ein paar mal genutzt, so um die 20 mal, nun habe ich das Bedürfnis die Kalkablagerungen zu entfernen, bisher habe ich nichts unternommen, bis auf ein einmaliges Auskochen mit destilliertem Wasser. Das hat nur bedingt Abhilfe geschaffen, und zwar insofern, das sich nun mit dem weichen Wasser kaum noch Kalk vom Boden her im Wasser beim aufkochen löst. 

Was würdet ihr mir raten diesbezüglich zu tun? So lassen wie es ist, oder gar den Einsatz von Zitronensäure, Essig oder Natron, sofern Natron überhaupt etwas taugt, um Kalkablagerungen zu entfernen.

 

IMG-20171218-WA0034.jpg

20180211_195055.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich gaube, der Kalk schadet dem Tetsubin nicht. Wenn er nicht den Geschmack beeinträchtigt, würde ich ihn einfach drinlassen.

Ansonsten würde ich den Tetsubin zuerst mir verdünnter Salzsäure ausspülen (Essigsäure-Ionen oder Zitronensäure-Ionen kommen natürlicherweise bei der Teebereitung nicht vor, Chlorid-Ionen schon), und dann mit Natronlösung auskochen, damit nicht Säurereste das Eisen anlösen. Aber wie gesagt, NUR, wenn der vebliebene Kalk den Geschmack beeinträchtigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Manfred:

Ich gaube, der Kalk schadet dem Tetsubin nicht. Wenn er nicht den Geschmack beeinträchtigt, würde ich ihn einfach drinlassen.

Das denke ich auch nicht, optisch finde ich es sogar ganz nett, ich mag Schnee ja sehr.

Jedoch finde ich das alle Tees, die ich zubereitete, im Vergleich zuvor, einiges ihrer Tiefe verloren haben. dein Beitrag ist super hilfreich Manfred, vielen lieben Dank dafür :) nun stellt sich mir die Frag wo ich denn verdünnte Salzsäure bekomme :o Natron ist ja kein Problem. Welche Konzentrierung sollte die Salzsäure denn aufweisen?

Ich werde jedenfalls noch etwas abwarten, ich hab gerad auch keine Tees mehr um sicher gehen zu können, das der Ist-Zustand der Tetsubin den Geschmack abflacht.

Neuer Tee, neues Wasser, neues Glück.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Katori ja, man gewöhnt sich an Wasser. Ich benutze viel Volvic, und viele Tees schmecken mir damit besser. Aber Christian @cml93 hat mir auch gezeigt, wie gut Tees mit dem Black-Forest-Wasser schmecken können, das fast keine Ionen enthält. Auch bei Tee-Gschwendner habe ich dieselbe Erfahrung gemacht, die benutzen Osmose-Wasser.

Ich glaube, man muß sich an Wasser gewöhnen. Aber Tiefbrunnenwasser kann andere Probleme mit sich bringen, wie Nitrate! Hast Du das Wasser schon einmal durch ein Brita-Wasserfilter laufen lassen?

Salzsäure kann man im Internet kaufen, aber Du willst sicher nicht 1 l konzentrierte Salzsäure. Ich könnte Dir gerne etwas verdünnte Salzsäure schicken, wenn denn der Kalk das Problem ist (pn!). Aber ich habe noch große Zweifel, daß das das wirkliche Geschmacksproblem bei Dir ist.

 

 

Oh, hier habe ich auch vedünnte Salzsäure gefunden: http://shop.algingmbh.com/de/Salzsaeure-5-chemisch-rein-500ml-Glasflasche-Lebensmittelzusatz-E-507

Aber sieh erst einmal, ob Du sie wirklich brauchst. Ich denke der Kalk schützt das Eisen sogar etwas und das Geschmacksproblem könnte andere Ursachen haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Manfred das Wasser an sich, ist für mich ganz gut trinkbar, aber Tee ne, daran kann ich mich nicht gewöhnen :). Meinst du, ich sollte mein Leitungswasser mal auf Nitrate testen? 

Volvic trank ich früher sehr gerne, aber ich hab es sein gelassen, weil es das nur in Plastikflaschen gibt, Blackforest hab ich auch noch nicht probiert. Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir sogar eine Umkehrosmosanlage anschaffen :o.

Nein eine Brita-Filter hab ich nicht, ich will mir auch nur ungerne einen zulegen, weil ich kein Freund von Wasser und Kunsstoffkontakt bin :o.

Bei der Salzsäure hatte ich echt gedacht, das man diese nicht mehr bekommen würde. 

vor 20 Stunden schrieb Manfred:

Aber sieh erst einmal, ob Du sie wirklich brauchst. Ich denke der Kalk schützt das Eisen sogar etwas und das Geschmacksproblem könnte andere Ursachen haben.

War es nicht so, das eine eingekochte Tetsubin durch das Einkochen recht gut geschützt ist? 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du bist bei Plastik offenbar sehr empfindlich. Ich sehe bei Plastikflaschen eigentlich als einzigen Nachteil gegenüber Glasflaschen, daß die Kohlensäure leichter herausdiffundiert. Deshalb kaufe ich mein Gerolsteienr auch in Glasflaschen. Aber ansonsten denke ich nicht, daß das Plastik eines Britafilters oder einer Volvic-Flasche den Geschmack verschlechtert.

Wenn Dein Wasser nicht gut ist für Tee, ist ein Britafilter sicher eine gute Lösung. Was eine Umkehrosmoseanlage betrifft: da kommt das Wasser auch mit Plastik in Berührung. Die Filterpatronen sind auch nicht aus Glas, Keramik oder Edelstahl.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Manfred ja das stimmt schon, mich stört ja schon das die Glasflaschen mit einem Plastikinlay versehen sind. Was mein Wasser betrifft, so wundert mich das umso mehr, als ich die Werte mit dem vorrigen verglichen habe.

 

Hier mal aus der Wikipedia ein Auszug.

 

Zitat

Auch in der Lebensmittelindustrie wird PET bevorzugt eingesetzt. Es kann amorph verarbeitet werden und ist in dieser Form absolut farblos und von hoher Lichtdurchlässigkeit. Es wird für Lebensmittelverpackungen und Flaschen eingesetzt wie z. B. die PET-Flasche. Unbeschichtetes PET hat eine unzureichende Gasdichtigkeit, weshalb für empfindliche Getränke beziehungsweise Lebensmittel wie Fruchtsäfte, Bier, Wein oder Ketchup eine Diffusionsbarriere, meist aus Siliciumdioxid, aufgebracht wird.[10] Diese Schicht wird im Plasmaverfahren entweder Innen[11] oder Außen[12] im Plasma aufgebracht.

Allerdings entsteht bei der Herstellung der PET-Flaschen auch Acetaldehyd, das in geringen Mengen in den Inhalt (auch bei Mineralwässern) übergehen und es geschmacklich (sensorisch) verändern kann.[13] Auch bei der Herstellung oft verwendetes Antimon(III)-oxid (Antimontrioxid) kann sich im Flüssigkeitsinhalt einer PET-Flasche lösen. Untersuchungen von in PET-Flaschen abgefüllten Fruchtsäften ergaben Antimontrioxidkonzentrationen von <1 bis zu 44,7 µg/L in unverdünnten Saftkonzentraten.[14] Der anzuwendende Grenzwert (sog. spezifische Migrationsgrenze) für den Übergang von Antimontrioxid aus Kunststoff in Lebensmittel beträgt 40 µg/L.[15] Dieser Wert wurde bei Fertigbackprodukten teilweise überschritten, dies insbesondere weil sich Antimontrioxid bei hoher Temperatur leichter lösen lässt.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Naja, Hysterie gibt es immer. ich habe auch aus Plastikflaschen bisher nichts Störendes geschmeckt.

Aber abgelaufenes Cola (nicht ich trinke es, daher ist es so alt geworden!) in einer Plastikflasche war zwar geschmacklich noch einwandfrei, aber die Kohlensäure war größtenteils verschwunden. Es ist ja sicher nicht ohne Grund, daß man mit Beschichtungen versucht, die Gasdiffusion zu verlangsamen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 22 Stunden schrieb Manfred:

Naja, Hysterie gibt es immer. ich habe auch aus Plastikflaschen bisher nichts Störendes geschmeckt.

Da gegen will ich nur sagen, das man auf keinen Fall seine mit Wasser gefüllte Plastikflasche in die Sonne stellen soll. Wirkt zwar tödlich auf Bakterien, aber so gehen auf alle Fälle Stoffe des Kunsstoffes in das Wasser über. Bei einem Blindtest würde ich wohl auch kläglich scheitern, welches Wasser aus der Glas oder PET Flasche wäre, gesetzt dem Fall es wäre dasselbe Wasser.

Ps. ich trinke generell nur Wasser ohne Kohlensäure, ausser ab und zu mal eine Flasche Staatlich Fachinger, aber da ist die Kohnelsäure eh schon drin und sehr dezent feinperlig. Würde ich aber auch nicht für meine Tee verwenden das Wäserchen.

Ich bedanke mich erstmal um deine wirlich guten Antworten und zieh mich hier erstmal zurück.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich mag auch keine Plastikflaschen @Katori. Fahr sogar mit schweren Glasflaschen zur örtlichen Quelle, zur Irritation mancher Mitmenschen. Aber es soll ja nicht nur gut und praktisch sein, das Teegetrinke, sondern auch ästhetisch. 

Viel Glück mit deiner Tetsu :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Gleiche Inhalte

    • Von chenshi-chinatee
      Hallo zusammen, 
      Vor Weihnachten wollte ich Frau Chen eine Eisenkanne zum Wasser Kochen schenken und war bei einer Tetsubin hängen geblieben. Leider ist es für unsere Zwecke schlicht zu klein mit 0,65 L.
      Haben einmal Wasser gekocht, und meine Sohnemann hat das Sieb malträtiert. Der Originalverkäufer wollte mir daher nur noch 50% einräumen als ich vom Widerruf Gebrauch machen wollte. Da hab ich die Kanne dann doch lieber behalten, denn dafür war Sie mir dann doch zu schade. Hier gekauft mit Rechnung https://oryoki.de/gusseisen/teekanne-gusseisen/teekanne-wasserkessel-kombi-modell-nami-aomi-iwachu-0-65-l-mit-untersetzer 
      Anbei Fotos von Zustand, Promo pics im Link. 
      Höre gerne eure Gebote, unter 60 € wird es jedoch nichts. Fragen gerne via Mail, PM, etc...
      Privatverkauf, Gebrauchte Ware! 








       
    • Von vonmanteuffel
      Hallo zusammen, ich benötige Ihre/ Eure Unterstützung. Vor einiger Weile habe ich einen Tetsubin geschenkt bekommen, der sich von meinem anderen, einem (Kunzan-)Kessel, Tetsubin unterscheidet. Er hat eine Beschichtung in der Innenseite, die ich nicht zuordnen kann, sich mit der Zeit der Anwendung zunehmend löst und Rost (nicht vollkommen) hemmt. Die Beschichtung scheint mir keine Emaille zu sein. Der Kessel wurde in Düsseldorf erworben und lag preislich wohl im realistischen Tetsubin-Einsteigerbereich.
      Hat jemand von Euch/ Ihnen eine Idee, was es sein könnte. Vielleicht kann jemand den Tetsubin sogar zuordnen. Ist es überhaupt ein echter zur Zubereitung von Wasser?
      Bilder des Kessels, der Verpackung (jap.) und der Gebrauchsanweisung (jap.) hänge ich an.
      Vielen Dank!
       






    • Von doumer
      Wie vor einer Weile angekündigt hier nun die Vorstellung meines Experminets (zugegebenermaßen mit einer sehr reißerischen Überschrift): Eine Art Pseudo-Furo, das elektrisch betrieben werden kann (Holzkohl ein einer Mietwohnung mit Rauchmelder ist eher suboptimal) und bei dem der Kessel nicht direkt auf der Hitzequelle steht - man könnte auch sagen ein schweres Verhüterli für eine Kochplatte, aber das klingt nicht so gut. Für die Ungeduldigen hier schon mal ein Bild, für den geneigten Leser erläutere ich im Folgenden die Hintergründe zu diesem - zugegebenermaßen schon recht nerdigen - Experiment.

      Angeregt durch den Hinweis von Petr Novak, den Ton-Kessel nicht direkt auf eine Kochplatte zu stellen  und bereits dieser nur wenige Millimeter erhöhte Flame-Diffuser Abhilfe schafft, hatte ich mir überlegt, dass genau das evtl. auch bei Tetsubins das Problem sein könnte, was die Urushi-Pfropfen zu schnell verschleißen lässt, da diese ja in direkten Kontakt mit der Kochplatte kommen. Das kann man auch bei der Glaskochplatte die ich bisher genutzt habe deutlich erkennen:

      Allerdings war der Flame-Diffuser aus Draht nicht stark genug, um auch das Gewicht eines Tetsubins tragen zu können (selbst das eines so kleinen wie dem von TakashiNori) - daher habe ich mich nach alternativen Möglichkeiten umgesehen. Die dafür gedachten Dinge sehen allerdings alle schrecklich billig aus und erschienen mir auch von eher zweifelhafter Stabilität, weshalb ich zu einer Topfhalterung für einen Gasherd aus Gusseisen gegriffen habe und sie für mein Ziel zweckentfremdet: 


      Der Abstand ist wie man sieht etwas mehr als bei dem Drahtgitter-Diffuser aber auf der Glasplatte hat es tatsächlich nur einen geringen Unterschied in der Dauer zum Erhitzen des Wassers gemacht. Allerdings ist das Gusseisen-Teil auf der Glasplatte eine eher rutschige Angelegenheit, was mich dazu führte, erneut über das Thema Hitze-quelle nachzudenken, denn ALLE Glaskochplatten haben einen Nachteil: sie haben einen Lüfter, der je nach Modell mehr oder weniger stark lärmt - Lärm passt vielleicht zum Biertrinken aber nicht zum Teetrinken. In meinem Fall lässt sich das zwar relativ leicht kompensieren, da ich, wenn ich diese Kopchplatte nutze, nebenbei ohnehin meist Musik (mit ordentlichen Kopfhörern) höre - am Wochenende nutze ich für eine ausgedehnte Session i.d.R. mein Kerzen-betriebenes Stövchen - aber manchmal ergibt sich doch eine Gelegenheit (wie z.B. jetzt im Sommer, wenn es einfach zu warm ist, stundenlang in der prallen Sonne zu sitzen) wo es schade ist, dass man (sofern die Nachbarn nicht lärmen) die Stille nicht genießen kann, denn Stille ist in der heutigen Welt leider ein sehr seltenes und für mich kostbares Gut. Die klassischen Gusseisen-Kochplatten sehen aber allesamt so grausig aus, dass mir alleine beim Gedanken daran, solch ein Ungetüm auf dem Teetisch stehen zu haben, die Lust aufs Teetrinken vergeht
      Da es offensichtlich keine Lösung für mein "Problem" gab, musste ich die Sache also selbst in die Hand nehmen und hab mir eine ordentliche Kochplatte (Rommelsbacher AK 1599E) gekauft und nach einigem Ausmessen und herumrechnen aus fast 7kg Ton ein Gehäuse für diese gebaut, das zum einen den praktischen Nutzen der Platte bewahrt, zum anderen deren ästhetische Unzulänglichkeit verbirgt und dazu noch eine Möglichkeit bietet, den gusseisernen Abstandshalter optimal einzusetzen:

      Nachdem etwas Zeit ins Land ging, bis das Gehäuse und eine Unterlags-Platte getrocknet, gebrannt und nochmals zwecks Glasur gebrannt wurden, ist das das Ergebnis:



      Die Grund-Glasur habe ich dabei so gewählt, dass Sie in zusammenspiel mit der Farbe des Tons hoffentlich einigermaßen zu den rot-braunen Tönen meines "Tea-Stones" von Mirka Randova passt - die Sprenkel mit den Ausblühungen waren ein Experiment von dem ich keine Ahnung hatte, wie es ausgeht aber ich bin eigentlich gant zufrieden. Lediglich der Grüne Fleck war nicht geplant - da hat eine andere Skulptur, die beim Glasurbrand mit dabei war getropft, find ich aber nicht schlimm.
      Leider hat sich dabei herausgestellt, dass der Ton mehr geschrumpft ist als ich berechnet hatte und zum anderen sich die Form (wie man auch bei dem Bild im noch nicht gebrannten Zustand erkennen kann) etwas verzogen hatte - sprich, die Platte passt nicht mehr ins Gehäuse
      Also verging nochmals etwas Zeit bis ich zusammen mit meinem Vater (und vor allem dank seiner Expertise) das Gehäuse soweit innen abgeschliffen und in Form gebracht habe, dass auch die Platte wieder rein passt - und ich endlich mein Pseudo-Furo einsatzbereit habe




      Nach den ersten Tests bin ich bisher auch mit der Funktion mehr als zufrieden - das Wasser braucht zwar länger als bei der Glaskochplatte um auf Temperatur zu kommen - vermutlich weil die Gusseisenplatte weniger zielgerichtet die Hitze abgibt - und ich muss mich etwas umgewöhnen, da die Gusseisenplatte natürlich nicht sofort wieder abkühlt wie die Glasplatte, aber dafür herrscht herrliche Stille (nur ab und an ein leises Klicken von der Automatik-Funktion dre Platte, da sie sich immer wieder ein- und ausschaltet, um die gewählte Temperatur zu halten). Ich hatte vor dem ersten Einsatz etwas bedenken, dass das Gehäuse evtl. springen könnte, wenn es um die Platte herum heiß wird, sonst aber nicht - allerdings kommt mir hier evtl. etwas zu Gute, was ich vorher nicht bedacht hatte: abgesehen davon, dass die Gusseisenplatte die Temperatur weniger zielgerichtet abgibt wird auch die gebürstete Stahloberfläche der Platte ziemlich heiß - was natürlich an das Ton-Gehäuse abgegeben wird, wodurch sich zwar das komplette Gehäuse erhitzt, aber dafür vermutlich gleichmäßiger, wie wenn das nicht der Fall wäre. Genaueres wird allerdings vermutlich erst der Winter zeigen, wenn die Luft kälter ist - ich hoffe aber auf das Beste!
      Zurück zu den einleitenden Worten: Mein Pseudo-Furo ist jedoch nur Mittel zum Zweck - das eigentliche Experiment ist, ob die indirekte Erhitzung des Tetsubins, was zumindest meinem Verständnis nach eher dem ursprünglichen Erhitzen über Holzkohle entspricht (da man den Tetsubin ja auch nicht direkt auf die Glut stellt) langfristig tatsächlich einen Unterschied macht oder nicht. In den Jahren, in denen dieser Testsubin inzwischen bei mir im Einsatz ist haben sich die Urushi-Pfropfen auch ganz klar als die Stellen herauskristallisiert, die sich am stärksten verändern - ob die Geschwindigkeit, mit der sie sich verändern nach der Umstellung abnimmt, kann ich jedoch erst in einigen Jahren sagen - und selbst dann ist es nur ein subjektiver Eindruck, da ich keine zwei identischen Tetsubins habe, um eine Kontrollgruppe vorweisen zu können. Aber hey: besser als nichts
  • Neue Themen