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Hallo aus dem Rhein-Main-Gebiet


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Hallo zusammen,

als nun ehemaliger stiller Mitleser möchte ich gerne einen herzlichen Gruß in die Teerunde schicken und mich kurz vorstellen.

Ich bin 39 Jahre alt und seit geraumer Zeit auf meinem Teeweg unterwegs. Gestartet wurde die ziellose Reise schon relativ früh mit schwarzem Beuteltee, damals gern auch auf die friesische Art. Zu Abiturszeiten kam dann der Wechsel zu losem grünen Tee, bevorzugt japanischem, der aber ziemlich rasch dem chinesischen grünen weichen sollte.
Vor ca. 10 Jahren entdeckte ich dann Pu'er für mich. Was mich an dieser Sorte sofort faszinierte, kann ich kaum mehr sagen, denn der Einstieg erfolgte mit einem ziemlich deftigen, um nicht zu sagen modrigen Shu, den ich heute wohl nicht mehr mit viel Genuss trinken könnte. Aber ich kam nicht los von diesem Getränk und muss dem erdigen Moder-Zombie von damals dankbar sein, denn er stellte rückwirkend einen weiteren Meilenstein auf dem Tee-Pfad dar.

Nach einer mehrmonatigen Chinareise mit nochmal ausschließlich Grüntee, begann dann die große Suche nach dem idealen Sheng, derjenigen Sorte, die ich seitdem am häufigsten im Schälchen habe. Ich bin sehr froh darüber, dass ich diese Suche inzwischen nicht mehr so exzessiv mit Bestellungen von tonnenweise Pröbchen betreiben muss, sondern mich gut auf eine handvoll verschiedener Tees einlassen kann, ohne das Gefühl zu haben, ich könnte etwas verpassen. In der Tiefe eines guten Bings gibt es einfach soviel mehr zu entdecken, als es eine vergleichbare Menge verschiedener Proben bieten könnte. Und auch wenn ich mir bislang noch keinen großen Tong eines einzelnen Tees auf einmal leisten wollte, gehöre ich auch zu den Teetrinkern, die selbst einen Bing überzeugterweise nur für eine Probe halten.

Ach ja: Wulong kann natürlich auch was und steht gerne als gelegentliche Abwechslung auf dem Teetisch. Auf eine einsame Insel würde ich aber wohl dennoch einen Sheng mitnehmen ;)

Soviel erstmal über mich. Ich denke, ich werde nicht allzu viel Text im Forum hinterlassen, hatte aber gerade das Gefühl, es wäre mal an der Zeit "Hallo" zu sagen.

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Herzlichen Dank für die Willkommensgrüße!

@KlausO: Nein, geheim ist da nix. Aktuell trinke ich vor allem an folgenden vier Bings. Nicht, weil es "die besten der Welt" sind, sondern weil sie einfach an der Reihe sind. Die Reihenfolge ist nicht wertend gemeint und die Händler nicht aus Werbezwecken genannt, sondern weil ja der "gleiche" Tee aus anderer Quelle/mit anderer Lagerung durchaus ganz anders rüberkommen kann:
- Fuhai 7536 aus 2005 von @chenshi-chinatee. Die Mischung mag ich sehr gerne. Schön kräftig und für meinen Geschmack gerade genau im richtigen Alter. Sollte der Bing irgendwann mal leer sein (noch ist einiges da), steht der 2006er bereits in der Warteschlange.
- Yiwu Gushu 2008 von @teekontorkiel. Hat mich anfangs bis zur Hälfte des 50g-Pröbchens nicht so recht überzeugt, aber mich danach umso mehr gefesselt, sodass die Probe auf Bing-Größe ausgedehnt wurde ;) Aktuell ist es wohl der Tee, mit dem ich nach der Arbeit am liebsten den Lärm der Welt vergessen mag, geschmacklich und vor allem auch wirkungstechnisch. Leider habe ich einen erwischt, der in der Mitte unter den tollen großen und intakten Blättern einige Krümel und "natürliche Zusatzstoffe" enthält, aber das tut meiner Freude am Tee keinen großen Abbruch. Es liegt daher auch schon eine weitere 357g-Probe im Vorrat und wer weiß, ob nicht noch einer dazu kommt. Ausschließen will ich es momentan definitiv nicht und das will schon was heißen.
- Zhongcha 8582 aus 1998 von Tea Urchin. Der Tee, der mich von den hier genannten wohl am wenigsten fesselt. Ob es die leicht feuchte Lagerung ist, die mir nicht mehr so sehr liegt, weiß ich nicht, da sie wirklich nur gering spürbar ist. Insgesamt wirkt er einfach ein wenig flach. Klar ist es kein junger, kräftiger Tee mehr, aber das Alter allein kann es wohl auch nicht sein.
- Und ganz aktuell: Ein Yiwu Zheng Shan aus 2013. Gekauft hatte ich ihn 2014 im Cha Dao. Die Pfirsichnote hatte mir extrem gut gefallen und Herr Thamm war so nett, mir den nur ein wenig angebrochenen Bing zu überlassen. Ins reguläre Sortiment kam der Tee leider nicht, was aber sicher nicht an seiner Qualität gelegen hat. Für mich momentan der spannendste Kandidat, da er mein erstes bewusstes Lagerungsexperiment (gelöst und in unglasierter Tondose) darstellt. Die letzten Jahre gab es immer nur eine Verkostung zum Entwicklungsstand, aber zur Zeit wird er häufiger und etwas tiefergehender unter die Lupe genommen. Der größte Teil wird mit Sicherheit noch eine ganze Weile weiter gelagert, da er sich mit seinen knapp 5 Jahren in einer für mich zwar spannenden, aber dennoch spürbaren Zwischen-Phase befindet.

@miig: Ersteres ;) Der Begriff trifft es aber auch einfach unfassbar gut. Daher ist er hängen geblieben und wird regelmäßig verwendet wenn es darum geht, eben einen solchen Tee zu beschreiben :D

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