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Hallo, ich bin zwar noch recht neu hier, dennoch begeistere ich mich schon für ca. 1,5 Jahren für Tee. :P Mich würde mal interessieren wie Ihr eure Tees so dosiert. Macht ihr das rein nach Gefühl oder gibt es welche die auf das Zehntelgramm genau abwiegen? 9_9 Ich habe speziell keinen genauen Tee genannt, da sicher jeder verschiedene Favoriten hat und diese auch dementsprechend dosiert und mithilfe der richtigen Wassermenge und Temperatur zum idealen Ergebnis kommt. Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn ihr Tee, Teemenge, Temperatur(en), Ziehzeit(en) und Wassermenge angebt. :$ Mich würde vor allem interessieren wie lange Ihr den 2., 3., 4.,... Aufguss mit welcher Wassertemperatur ziehen lässt. 

Rein persönlich mag ich es, wenn man den Folgeaufguss mit höherer Temperatur kürzer ziehen lässt. Uiii, hoffentlich habe ich mit dieser Aussage keinen Krieg angezettelt. :ph34r:

Bin schonmal für jedes Statement dankbar! ;) 

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Zum Dosieren, ich gehöre zu den aufs Zehntelgramm abwiegen, vor allem bei Tees die ich nicht kenne. Da ich aber zuhause mit dem Teelamas von TeeGschwender arbeite, kann ich die Menge doch konstant halten. Wir aber nur bei den westlichen Tees, also 1/2 bis 1 Liter angewandt.
Für mich sieht es in der Regel so aus. Auf 20ml Wasser kommen 2,5 bis max. 3,0gr Tee, eher 2,75gr.
Die Wassertemperatur lässt sich nicht so verallgemeinern. Je nach Sorte von 50° - 95°. Ähnliches gilt für die Ziehzeiten ist auch Sorten abhängig.
Der 1. Aufguss ist bei mir länger, weil der Tee sich zuerst öffnen muss. Daher der 2. deutlich kürzer. Dann wird es meisten wieder länger und noch länger.

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Ich war von der Angabe von @KlausO zunächst auch ein wenig irritiert. Ich gieße meinen (China-)Grüntee idR mit etwas über 180ml Wasser auf - dh ein Abguß ergibt ziemlich genau 180ml Tee. Dazu nach dieser Formel zwischen 22,5g und 27g Teeblätter zu nehmen, erschiene mir persönlich dann doch etwas überdosiert. Aber es zeigt sich, dass dabei auch die Zahl der Aufgüsse zu beachten ist, die man mit solch einer Dosierung erzielen will (und entsprechend die Ziehdauer der einzelnen Aufgüsse und deren Aufgusstemperatur). Wenn man bei solch einer Dosierung 10 (nicht nur trink-, sondern auch genießbare) Aufgüsse erzielen kann, sind das (mal gemittelt) 25 g Teeblätter auf 1,8 l Tee. Das ergibt über alle Aufgüsse hinweg eine Ratio von knapp 14g/l

Ich nehme in der Regel zwischen 7g und 10g auf meine 180ml und mache davon 4 (bei besonders qualitätvollen Tees auch 5) Aufgüsse. Sagen wir mal als Mittel 8,5g und 4 Aufgüsse, also 720ml Tee. Damit komme ich auf eine Ratio von knapp 12g/l - so weit sind wir da also gar nicht auseinander.

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vor 2 Stunden schrieb KlausO:

Auf 20ml Wasser kommen 2,5 bis max. 3,0gr Tee, eher 2,75gr.

Wow, das kommt mir ziemlich heftig vor! 

vor 2 Stunden schrieb KlausO:

Der 1. Aufguss ist bei mir länger, weil der Tee sich zuerst öffnen muss. Daher der 2. deutlich kürzer. Dann wird es meisten wieder länger und noch länger.

Das finde ich wahnsinnig interessant! Der 2. Aufguss ist kürzer und ab dem 3. wieder länger..... Veränderst du bei den Folgeaufgüssen dann auch die Temperatur? 9_9

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vor 2 Minuten schrieb TeaPhil:

Wenn man den Tee wirklich so stark dosiert, dass man 10 genießbare Aufgüsse erzielt würde mich wahnsinnig die Ziehzeiten interessieren.

Offen gesagt wüsste ich jetzt nicht, wie ich 10 akzeptable Aufgüsse mit Grüntee hinkriegen sollte - da musst Du KlausO fragen. Mit einem solchen Verhältnis von Teeblättern / Aufgusswasser habe ich noch nie experimentiert. Ich bin schon froh, wenn ich aus einem Oolong 7 Aufgüsse heraushole - weitere fallen nach meinem Empfinden idR qualitätsmäßig so deutlich ab, dass sie dem Tee nicht mehr gerecht werden. Die legendären Mengen an Aufgüssen, die man gerade mit Oolongs angeblich produzieren kann, halte ich zu einem guten Teil für Händlerpoesie ...

Was nun Grüntee angeht, so halte ich mich bei den Ziehzeiten nicht an die üblichen Empfehlungen, sondern nutze meine eigene Methode als Standard. Ich verlängere pro Aufguss die Ziehzeit um ca. 50%. IdR beginne ich mit 20'', dann 30'', 50'', 1'20'' und schließlich 2'. Macht zusammen 3' Ziehzeit, die lediglich dreimal unterbrochen wird. Anders ausgedrückt: grundsätzlich ein Drei-Minuten-Aufguss, der jedoch in vier Teile segmentiert wird, die jeweils einen spezifischen Aspekt des Teearomas betonen. Ist der Tee stärker verarbeitet (z.B. gerollt), so dass er zunächst etwas Zeit braucht, um sich zu entfalten, blanchiere ich ihn etwas länger (das habe ich oben nicht mitgezählt, sind standardmäßig ca. 5'') oder verlängere notfalls die Ziehzeiten (beginne z.B. mit 30'' und mache entsprechend einen vierten Aufguss mit 3'). Das klingt jetzt sehr schematisch - das Schema lässt sich aber über Menge der Teeblätter und Aufgusstemperatur an den jeweiligen Tee anpassen.

Die Aufgusstemperatur halte ich möglichst konstant. Auch dadurch, dass das Aufgussgefäss während der Ziehzeit in einem heißen Wasserbad steht und so die Temperatur auch bei den längeren Ziehzeiten nicht groß abfällt. Ansonsten hängt sie von der Teesorte und auch von der Qualität der Pflückung ab. Anders als bei japanischem Grüntee vertragen höhere Qualitäten oft auch höhere Aufgusstemperaturen - so habe ich meinen letzten Huangshan Maofeng mit 70° aufgegossen (ich tendiere zu für Chinatee eher niedrigen Temperaturen); derzeit habe ich eine Ming Qian - Pflückung dieses Tees, die sich mit 80° noch besser entfaltet und dabei (mit etwas höherer Dosierung) auch noch einen schönen 5. Aufguss abgibt. Bei der anderen, geringeren Qualität ergab die höhere Temperatur zu viel Körper, was die feineren Aromen 'erdrückte'.

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vor 34 Minuten schrieb SoGen:

Ich bin schon froh, wenn ich aus einem Oolong 7 Aufgüsse heraushole - weitere fallen nach meinem Empfinden idR qualitätsmäßig so deutlich ab, dass sie dem Tee nicht mehr gerecht werden.

Genau das meinte ich. Je nach Oolong mache ich meist auch nur 4-7 Aufgüsse. Bei Grüntee je nach Sorte zwischen 3-5. 

@SoGen Deine Methode Tee Aufzugießen finde ich interessant. Nach deiner Art sollte also der 2. oder 3. Aufguss der Intensivste sein, ... oder? 

Ich habe das bis jetzt immer umgekehrt gemacht. D.h. den ersten Aufguss (z.B. bei einem Kabusecha) lasse ich 2 Minuten bei ca. 55°C ziehen. Den 2. Aufguss deutlich kürzer, 1 Minute bei 60-65°C , den 3. Aufguss 45 Sekunden bei 65-70°C, der 4. Aufguss 30-40sek. bei 70-75°C. Einen 5. mache ich meistens nicht mehr. 

Chinesischen Tees gieße ich meist wärmer (70-80°C) auf als Japanische (50-75°C).... :ph34r:

 

vor 43 Minuten schrieb KlausO:

Die Ziehzeiten sind im Sekundenbereich.

Ok, dann ergibt es wieder Sinn. Deine Devise muss ich mal selbst ausprobieren. :P

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Ich glaube halt, das man einen Grüntee im westliche Stil, mit einer bestimmten Ziehzeit aufgießen kann und dann ist der Dampf raus. Sagen wir mal 3 Minuten. Und im östlichen Stil mit mehren Aufgüssen summierst du so die Sekunden bis du etwa die gleiche Gesamtzeit hast und dann geht da auch nicht mehr.

Bevor jetzt alle aus dem Häuschen sind, das ist meine Meinung.

Noch zur Menge im Gramm. Das war heute Mittag ein Tuocha mit 2,6g.

DSC00231-1.JPG

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vor 1 Stunde schrieb SoGen:

Offen gesagt wüsste ich jetzt nicht, wie ich 10 akzeptable Aufgüsse mit Grüntee hinkriegen sollte

Ich bin schon froh, wenn ich aus einem Oolong 7 Aufgüsse heraushole - weitere fallen nach meinem Empfinden idR qualitätsmäßig so deutlich ab, dass sie dem Tee nicht mehr gerecht werden.

Bei Grüntee gebe ich dir recht. Da sind bei mir 3 Aufgüsse die Regel. Bei Oolong und Pu-Erh bekomme aber je nach Material zwuschen 10-20 Aufgüsse raus. Allerdings gisse ich dann meistens nach der Chaozhou Methode auf.

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vor 33 Minuten schrieb TeaPhil:


@SoGen Deine Methode Tee Aufzugießen finde ich interessant. Nach deiner Art sollte also der 2. oder 3. Aufguss der Intensivste sein, ... oder? 

Ich habe das bis jetzt immer umgekehrt gemacht. D.h. den ersten Aufguss (z.B. bei einem Kabusecha) lasse ich 2 Minuten bei ca. 55°C ziehen. Den 2. Aufguss deutlich kürzer, 1 Minute bei 60-65°C , den 3. Aufguss 45 Sekunden bei 65-70°C, der 4. Aufguss 30-40sek. bei 70-75°C. Einen 5. mache ich meistens nicht mehr. 

Japanische Grüntees die gedämpft wurden, sind bereits durch den heißen Dampf in der Blattstruktur geöffnet worden, daher werden sie durch den ersten Aufguss quasi wieder erweckt. Hier ist eine grobe Faustformel für den Erstaufguss ca. 1 Min., bei fukamushi aber kürzer. Durch diesen ersten Aufguss sind die Schleusen geöffnet und daher genügen beim zweiten und evtl. dritten Aufguss nur wenige Sekunden um die Aromastoffe zu lösen. Der letzte kann dann nochmal länger um alles auszuwringen. ^^

Die Temperatur ist Geschmacksache und auch abhängig von der Sorte. Je potenter die Sorte, als bsp. beschattet  umso niedriger die Temperatur wenn man keine Bitterstoffe mag. Manche lieben aber die bitteren Noten und gießen absichtlich etwas heißer auf. Einfachere, gröbere Sorten wie bsp. Herbsterntem müssen sowieso etwas heißer aufgegossen werden, weil sie eh schon naturgemäß nicht mehr so viel in sich haben.
 

Zitat

 Je nach Oolong mache ich meist auch nur 4-7 Aufgüsse.

Das kann nicht pauschalisiert werden. Bei einfacheren Sorten ja, aber es gibt wunderbare Delikatessen die sehr wohl das doppelt und dreifache an leckeren Aufgüssen ermöglichen. Besonders gelagerte, kugelige Oolongs benöten Zeit und kommen manchmal erst ab dem 4. oder 5. Auguss in Fahrt. Der letzte Aufguss zieht bei solch edlem Blattwerk die ganze Nacht und schmeckt am nächsten Morgen kalt auch noch köstlich. Also grobe Faustformel gilt bei Oolong und Pu Erh je höher die Dosierung umso kürzer die Ziehzeiten. Aber auch das ist Geschmacksache. 

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vor 59 Minuten schrieb KlausO:

Ich glaube halt, das man einen Grüntee im westliche Stil, mit einer bestimmten Ziehzeit aufgießen kann und dann ist der Dampf raus.

Kommt darauf an wie stark überpflückt die Pflanze ist und auf das Erntedatum (je mehr gegen Sommer hin desto tendenziell bitterer mit verhältnismässig weniger anderen Aromen) und auf den Kultivar und auf das Reifestadium der geernteten Blätter ua.

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vor einer Stunde schrieb Diz:

Allerdings gisse ich dann meistens nach der Chaozhou Methode auf.

Damit ist dann auch deutlich höher dosiert als bei Yixing-Methode plus Einsatz von (notfalls eigens erzeugtem) Bruch, womit ich mich persönlich etwas schwertue. Auch da denke ich, dass die Unterschiede hinsichtlich Menge der Teeblätter in Bezug zur Gesamtmenge der Aufgüsse gar nicht so groß sind. Wobei es sicher nicht um die 'Ausbeute' geht, die sich da aus einer bestimmten Menge Teeblätter erzielen lässt, sondern um die spezifische Qualität des nach der jeweiligen Methode erzeugten Tees. Chaozhou-Methode ist allerdings auch etwas 'arbeitsintensiver' - was man natürlich durchaus auch als Vorteil empfinden darf ^_^. Ob der kräftiger / intensiver (nach meinem persönlichen Empfinden allerdings auch etwas rauher / gröber) schmeckende Aufguss den Aufwand lohnt, ist mE eher eine Frage persönlichen Geschmacks. Und da denke ich, dass Teemenschen, deren Geschmacksideal in Richtung Pu Erh geht, bei Oolong eben etwas anders orientiert sind als solche, die sonst eher Richtung grüner Tee ausgerichtet sind.

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vor 1 Stunde schrieb teekontorkiel:

Einfachere, gröbere Sorten wie bsp. Herbsterntem müssen sowieso etwas heißer aufgegossen werden, weil sie eh schon naturgemäß nicht mehr so viel in sich haben.

Wie schon angedeutet, empfinde ich das (jedenfalls bei chinesischen Grüntees) gerade anders - einfachere und insbesondere schon etwas länger lagernde Sorten (mit Herbsternten habe ich allerdings keine nennenswerte Erfahrung) gieße ich eher eher weniger heiss auf. Ich habe den Eindruck, dass sich so die (noch) vorhandenen ätherischen Öle besser gegen die Polyphenole behaupten. Auch da spielt möglicherweise die Aufbereitung (Dämpfen / Rösten) eine Rolle.

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vor 48 Minuten schrieb SoGen:

plus Einsatz von (notfalls eigens erzeugtem) Bruch

Die "Bruch" Methode kenne ich nur von irgendwelchen Blogs (evtl. Tea DB?). Ich mache einfach den Gaiwan voll wie in Chaozhou üblich. Ausserdem benutze ich ebenfalls einen Cha Hai welcher ja in Chaozhou nicht verwendet wird. Vielleicht sollte ich deshalb meine Vorgehensweise besser "Yunnan Methode" nennen?  :D

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