Empfohlene Beiträge

DSC00485.jpg

Händler: www.tee-kontor-kiel.de
Teesorte: Kuri Kamairicha Kadota
Preis: derzeit 12,90 € je 100g 

Dosierung: 5g auf 150 ml
Wassertemperatur: 80 °C
Wasser: gefiltertes Leitungswasser

Ziehzeit alle Aufgüsse 60 Sekunden

Heute habe ich mir für meine Teevorstellung de Kuri Kamaricha Kadato von Teekontor Kiel ausgesucht. Kamairicha ist mittlerweile eine Japanische Rarität, da die Teeblätter im Vergleich zu den meisten anderen Japanischen Grünteesorten nicht gedämpft, sondern trocken erhitzt werden.

Der Geruch beim öffnen der Tüte ist leicht streng würzig mit einer Note von Kamille. Das Blattgut ist großenteils einheitlich und lässt sich auch in einer Shibo mit Löchern im Deckel abgießen, ohne dass ein Feinsieb benötigt wird. Entgegen der Empfehlung auf der Verpackung habe ich den Tee nicht 40-50 Sekunden, sondern volle 60 Sekunden ziehen lassen bei ca 80 - 85°C.
Geschmacklich ist der Tee tatsächlich eine Art kleine Offenbarung. Er schmeckt ähnlich wie ein Sencha, aber der Kamairicha ist hier ein Stückweit würziger und auch herber im Abgang. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das nicht doch an der längeren Ziehzeit lag. Die Beschreibung zart-nussig würde ich hier ebenfalls so unterschreiben. Eine fruchtige-süße habe ich nicht unbedingt wahrgenommen.

Ich habe 3 schöne Aufgüsse mit 60 Sekunden bei 80 °C hinbekommen. Der 4. war schon recht wässrig aber immer noch Ok.

Definitiv ein Interessanter Tee. Wer eher würzige Grüntees mit einem herben Abgang mag, der sollte sich diesen Tee mal zum Gaumen führen. :) 

bearbeitet von Zockerherz

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Den Kuri Kadota habe ich auch gerade in der Shiboridashi, ebenfalls ca 80 Grad C warm, jedoch geringer dosiert und kürzeren Ziehzeiten ( bei mir immer Pi mal Daumen).

Deine Beschreibungen sind mit meinen Eindrücken sehr stimmig, @Zockerherz.
Die Süße schmecke ich ebenfalls nicht, sie fehlt hier aber auch nicht. Was TKK zu dieser Beschreibung veranlaßt haben könnte, ist dieser Anklang von Umami, bei dem etwas, das man als Süße beschreiben könnte, mitschwingt. Bei anderen japanischen Grüntees kann ich es leichter zuordnen, wenn die Süße in eine fruchtige Richtung geht.
Der Kamairicha bereitet einem ein sehr angenehmes Mundgefühl und hält viele gute Aufgüsse durch. 

Ich habe ihn gestern testweise mit höheren Temperaturen aufgegossen, doch dann ist er nicht so vielschichtig und hält auch nicht lange durch.

Ein wirklich sehr angenehmer Tee.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke für Deine Rückmeldung hierzu :) Das bekräftigt mich drin, dass meine Eindrücke und Wahrnehmungen doch brauchbar sind für andere :D 

Umami habe ich jetzt eigentlich gar nicht wahrgenommen, ok, vielleicht habe ich ganz am Anfang eine Spur davon geschmeckt, aber ich bin jetzt auch nicht so der große Umami Freund. Daher trifft der Kudi Kadota eigentlich meinen Geschmack ziemlich gut. Und für den Preis bekommt man, meiner Meinung nach, einen wirklich guten Tee.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo ihr Zwei,

eure Berichte zum Kuri Kadota fand ich sehr interessant zu lesen! Da ich noch nicht sooo lange mit losem Tee guter Qualität experientiere (seit etwas einem Jahr), habe ich noch keinen großen Erfahrungsschatz und probiere mich langsam, aber sich durch die Grüntees und Oolongs des Tee Kontor Kiel, um eine Übersicht zu erhalten. Der Kuri Kadota ist mein aktueller Liebling der japanischen Grüntees, wegen seiner Weichheit und Leichtigkeit, gepaart mit leicher Würze und eben ohne deutliches Umami, was ich manchmal ganz gern mag, aber in der Regel nicht präferiere. Ich als Anfänger kann natürlich nicht sehr genau oder vergleichend beschreiben, aber ich schmecke schon eine gewisse Süße in diesem Tee, wenn auch nur sehr leicht vorhanden, was ich sehr mag. 

Ich würde euch gern fragen, warum ihr beide die Ziehzeit auf 60Sek erhöht, bewzieungsweise warum du @Zockerherz, die Temperatur auf 80°C erhöhst. Ich halte mich wegen meiner geringen Erfahrung momentan immer an die Empfehlung auf der Packung. ;) Nach welchen Prinzipien geht ihr da vor?

Viele Grüße,

Meera

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Liebe @Meeraentschuldige bitte die späte Antwort. :)

Ich persönlich habe für mich selber festgestellt, dass mir die Tees besser schmecken, wenn ich sie kürzer und bei einer höheren Temperatur zubereite. Damit tritt das Umami in den Hinter- und eine leicht herbe Note in den Vordergrund.  Mir persönlich schmeckt es so besser.

Ich hatte mal einen Gyokuro gemäß Anleitung zubereitet. 5 Minuten bei 40-50 °C. Das Ergebnis hätte viele sicherlich Freudentränen in die Augen getrieben, ich allerdings musste mich zusammen nehmen nicht alles auszuspeihen ;) 

Wenn du also auch weniger Umami magst, dann solltest du dich an höhere Temperaturen und kürzere Ziehzeiten halten :) 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für spätere Antworten muss man sich doch nicht entschuldigen @Zockerherz, wir sind ja alle zur Freude und Freizeit hier im Forum! Vielen Dank für deinen Tipp, das klingt sehr spannend und ist auf jeden Fall ein Experiment wert, :) Vor Allem, da meine Erfahrungen mit Gyokuro sehr, sehr ähnlich waren wie du dein Erlebnis beschrieben hast. Da ich mich allein auf die Reise durch die Teelandschaft mache, hatte ich leider kein Gegenüber für einen Geschmacksvergleich und war ziemlich verwirrt, weil ein Tee, der so in die Höhen gepriesen wurde, bei mir eher ein "pfui!" ausgelöst hat. :D Das Schöne am Tee ist ja schließlich auch der Facettenreichtum der Geschmäcker. ;) Ich werde jetzt gleich mal einen neuen Versuch mit deiner Aufguss-Variante starten, mal sehen, was daraus wird!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

An der Konversation teilnehmen

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


  • Gleiche Inhalte

    • Von Mr. Tee
      Ja, da bin ich wieder und würde mich darüber freuen, wenn ihr mir meinen Tee abnehmt. Zuerst details zu dem was ich verkaufe, ganz unten die Geschichte weshalb ich es verkaufe.
       
      250g / 2020er Premium Grade Dragon Well Tea From Zhejiang * Long Jing Tea von Yunnan Sourcing.  2 Wochen im Kühschrank gelagert.
      100g / 2019er Ceremonial Matcha von Uji Hikari and Ten Miyou  angebaut, aus Uji von Mei Leaf verkauft. Ca. 2 Monate im Kühlschrank gelagert.
      80g / 2019er Sencha Igeta Okumidori von Sunday. 2 Wochen im Kühlschrank.
      40g Sencha Yokozawa Yamakai Tezumi
       
      Die Tees kann man jeweils bei google eingeben und sieht wieviel sie derzeit kosten würden. Wenn ihr interesse habt (für einen/mehrere/alle), schlagt gerne einen Preis vor und wir handeln dann (so Bazar mäßig..)
       
      Warum ich den Tee verkaufe:
      Ich hatte ja in den letzten Monaten schon das eine oder andere hier verkauft, weil mein Körper sich dazu entschieden hatte, fermentierten Tee nicht mehr zu vertragen. Allerdings hat sich das ganze ausgeweitet... Jetzt bekomme ich den Effekt der häufig als "Brain Fog" bezeichnet wird auch bei Sencha, Matcha und allen Tees die mir bislang noch geblieben waren
      Zunächst bedeutet dass für mich: Eine Teepause (leider im übertragenden Sinne)... Ich trinke erstmal einen Monat keinen Tee mehr und gucke dann stichprobenartig welcher Tee geht und welcher nicht. Vom täglichen Teetrinken werde ich dann wohl zum 1-2 mal in der Woche Genußtrinken übergehen (so der Plan/Wunsch). Nach meinen Recherchen habe ich entweder eine Unverträglichkeit gegen Tee an sich entwickelt und dann könnte ich wohl auch den Plan/Wunsch leider vergessen.. Eventuell habe ich aber auch Probleme mit dem EGCG im Tee (dazu kann ich nochmal einen gesonderten Thema eröffnen, das führt jetzt zu weit und daurt zu lange...). In diesem Fall müsste ich aber nur warten, dass bestimmte Stoffe von der Leber verstoffwechselt worden sind und könnte dann ein gemäßigten Konsum wieder aufnehmen. Ich werde auf jeden Fall berichten wenn ich durch diese ganzen Erfahrungen dann durch bin
       
       
       
    • Von nick
      Hallo liebe TeeTalk-Community,
      nachdem ich in letzter Zeit viel mit Aufgüssen experimentiert habe und über den Kaltaufguss erstaunlich wenige Infos finde, erlaube ich mir mal wieder euer reiches Wissen anzuzapfen. Als ich das erste Mal einen Sencha-Kaltaufguss probiert habe, war ich total überwältigt (4,5 Gramm auf 150 ml / Minuten Ziehzeit). Das war genau der Geschmack, den ich immer wieder versucht hab,  in warm hinzubekommen. Leider ist mir das nur sehr selten gelungen. Eigentlich kannte ich diese Intensität nur von einem Gyokuru: süß-suppig-sahnig würde ich das Ganze mal beschreiben (Unami??). Gleichzeitig habe ich mich gefragt, warum diese Zubereitungsart - zumindest in meiner Wahrnehmung - eher eine Randerscheinung ist und auch hier wenig diskutiert wird. Den einzigen Nachteil den ich erkenne, ist, dass der Tee halt kalt ist und man vielleicht etwas warmes trinken möchte 😬.
      Was ist eure Meinung dazu? Ist der Kaltaufguss ein fester Bestandteil in eurem Teealltag? Vermisst ihr aufgrund des starken Geschmacks vielleicht bestimmte Nuancen beim Kaltaufguss? Weiterhin würde es mich interessieren, ob diese Art der Zubereitung in Japan eine längere Tradition hat bzw. auch dort eher eine Randerscheinung ist? Ein großer Vorteil für mich ist auch, dass offensichtlich weniger Teein gelöst wird. Zumindest macht der Tee mich lange nicht so nervös, wie bei der traditionellen Zubereitung. In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant zu wissen, ob ein Kaltaufguss auch gesundheitliche Vorzüge hat (auch wenn das nicht der Grund ist, warum ich Tee trinke).
      Das tollste wäre natürlich, wenn man den Tee in dieser Form auch warm hinbekommen würde. Aber man kann ihn ja schlecht danach in die Mikrowelle stellen ... 😄.
    • Von nick
      Kennt ihr das? Ihr habt euch mal wieder einen etwas teueren Sencha beim Händler eures Vertrauens gegönnt. Schon im Geschäft wart ihr überwältigt vom Duft des selbigen und zu Hause schließlich bereitet ihr ihn nach bestem Wissen zu. Das Ergebnis ist überwältigend. Er schmeckt wie er duftet, hat genau die richtige Balance zwischen Bitterkeit und Süße. Zudem ist er herrlich vollmundig. Fast sahnig…Ihr möchtet sofort all eure Freunde einladen, die vielleicht bislang dem Teegenuss eher ablehnend gegenüber standen, und ausrufen: „Seht ihr, deswegen liebe ich dieses Zeug so. Endlich habe ich die perfekte Zubereitung gemeistert - es hat auch lang genug gedauert.“
      Am nächsten Tag greift ihr voller Vorfreude zu der neuerworbenen Teepackung, die ihr natürlich gewissenhaft verstaut hattet. Wie immer achtet ihr penibel auf die Temperatur des Wassers. Natürlich. Selbstverständlich benutzt ihr auch eine Waage zur Abmessung des Tees. NICHTS KANN NUN JEMALS WIEDER SCHIEF GEHEN. Ihr habt gefunden, wonach ihr so lange gesucht habt. Es ist das schönste Hobby der Welt und für das gestrige Erlebnis seid ihr auch bereit in Zukunft tiefer in die Tasche zu greifen! Ihr riecht an dem trockenen Tee … Ein Genuss - die Vorfreude steigt ins Unermessliche.
      Dann der erste Schluck. Ernüchterung, grenzenlose Enttäuschung. Der Tee schmeckt nach nichts oder einfach nur bitter. Eventuell habt ihr auch einen der oben genannten Freunde dabei: „Na ja, schmeckt halt wie grüner Tee, du weißt ja, dass ich damit nichts anfangen kann.“ „NEIN! Gestern hat der noch total nach Kirsche geschmeckt …. WIRKLICH!“
      Die nächsten Tage versucht ihr das ursprüngliche Erlebnis zu wiederholen. Schraubt an den Parametern. Mit mehr oder weniger Erfolg. Nicht schlecht… aber auch nicht überwältigend. Damals wart ihr wohl zu enthusiastisch, vielleicht habt ihr euch das alles auch nur eingebildet.Wahnsinn, wie schnell dieser Tee seinen Geschmack verliert.
      Eine Woche später dann die Überraschung … da ist er wieder der perfekte Geschmack! Wie habe ich das bloß hinbekommen?
      Ich frage mich, ob man das einfach akzeptieren muss oder ob ich hierzu doch noch die Ursache finde. Wie einfach war da noch die Zeit, als man einfach einen günstigen Gunpowder in der Tasse hatte und nichts erwartete bzw. erwarten durfte. Ganz ähnliche Erfahrung habe ich übrigens mit dem Brot backen … Da weiß man auch nie, wie die Hefe reagiert, ob der Teig richtig aufgeht, ob man zu lange oder zu kurz geknetet hat.
      Geht euch das eigentlich auch so? Ist japanischer Tee wirklich so empfindlich? Mein neuster Verdacht ist, dass es an der Kartusche des Wasserfilters liegt. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass mir der Tee immer am besten schmeckt, wenn die so in der Mitte ihrer Haltbarkeit angelangt ist. Am Anfang schmeckt der Tee immer etwas dünn und metallisch. Am Ende… na ja, das kennt ihr ja.
      Was haltet ihr denn, außer den bekannten Faktoren (Wasserhitze, Ziehzeit etc.), für unerlässlich bei der Zubereitung eines wirklich guten Senchas?
    • Von cml93
      Seit heute im Shop: der erste Shincha diesen Jahres von Herrn Takenouchi aus Satsumacho, Kagoshima.
      Bei diesem Sencha handelt es sich um einen Jun-Sencha (nicht beschatteten Sencha), was eine Rarität in Kagoshima ist, da mehr als 99% der Tees beschattet werden.
      Insgesamt sehr weich mit einem runden und leicht buttrigen Umami und Süße, die von einer angenehmen Shincha-Frische begleitet werden. Aromen, die an Süßkartoffel und Maronen erinnern, komplettieren das Gesamtbild.
      Hier geht es zum Tee
       
       
       

  • Neue Themen