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Händler: www.tee-kontor-kiel.de
Teesorte: Kuri Kamairicha Kadota
Preis: derzeit 12,90 € je 100g 

Dosierung: 5g auf 150 ml
Wassertemperatur: 80 °C
Wasser: gefiltertes Leitungswasser

Ziehzeit alle Aufgüsse 60 Sekunden

Heute habe ich mir für meine Teevorstellung de Kuri Kamaricha Kadato von Teekontor Kiel ausgesucht. Kamairicha ist mittlerweile eine Japanische Rarität, da die Teeblätter im Vergleich zu den meisten anderen Japanischen Grünteesorten nicht gedämpft, sondern trocken erhitzt werden.

Der Geruch beim öffnen der Tüte ist leicht streng würzig mit einer Note von Kamille. Das Blattgut ist großenteils einheitlich und lässt sich auch in einer Shibo mit Löchern im Deckel abgießen, ohne dass ein Feinsieb benötigt wird. Entgegen der Empfehlung auf der Verpackung habe ich den Tee nicht 40-50 Sekunden, sondern volle 60 Sekunden ziehen lassen bei ca 80 - 85°C.
Geschmacklich ist der Tee tatsächlich eine Art kleine Offenbarung. Er schmeckt ähnlich wie ein Sencha, aber der Kamairicha ist hier ein Stückweit würziger und auch herber im Abgang. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das nicht doch an der längeren Ziehzeit lag. Die Beschreibung zart-nussig würde ich hier ebenfalls so unterschreiben. Eine fruchtige-süße habe ich nicht unbedingt wahrgenommen.

Ich habe 3 schöne Aufgüsse mit 60 Sekunden bei 80 °C hinbekommen. Der 4. war schon recht wässrig aber immer noch Ok.

Definitiv ein Interessanter Tee. Wer eher würzige Grüntees mit einem herben Abgang mag, der sollte sich diesen Tee mal zum Gaumen führen. :) 

bearbeitet von Zockerherz

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Den Kuri Kadota habe ich auch gerade in der Shiboridashi, ebenfalls ca 80 Grad C warm, jedoch geringer dosiert und kürzeren Ziehzeiten ( bei mir immer Pi mal Daumen).

Deine Beschreibungen sind mit meinen Eindrücken sehr stimmig, @Zockerherz.
Die Süße schmecke ich ebenfalls nicht, sie fehlt hier aber auch nicht. Was TKK zu dieser Beschreibung veranlaßt haben könnte, ist dieser Anklang von Umami, bei dem etwas, das man als Süße beschreiben könnte, mitschwingt. Bei anderen japanischen Grüntees kann ich es leichter zuordnen, wenn die Süße in eine fruchtige Richtung geht.
Der Kamairicha bereitet einem ein sehr angenehmes Mundgefühl und hält viele gute Aufgüsse durch. 

Ich habe ihn gestern testweise mit höheren Temperaturen aufgegossen, doch dann ist er nicht so vielschichtig und hält auch nicht lange durch.

Ein wirklich sehr angenehmer Tee.

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Danke für Deine Rückmeldung hierzu :) Das bekräftigt mich drin, dass meine Eindrücke und Wahrnehmungen doch brauchbar sind für andere :D 

Umami habe ich jetzt eigentlich gar nicht wahrgenommen, ok, vielleicht habe ich ganz am Anfang eine Spur davon geschmeckt, aber ich bin jetzt auch nicht so der große Umami Freund. Daher trifft der Kudi Kadota eigentlich meinen Geschmack ziemlich gut. Und für den Preis bekommt man, meiner Meinung nach, einen wirklich guten Tee.

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Hallo ihr Zwei,

eure Berichte zum Kuri Kadota fand ich sehr interessant zu lesen! Da ich noch nicht sooo lange mit losem Tee guter Qualität experientiere (seit etwas einem Jahr), habe ich noch keinen großen Erfahrungsschatz und probiere mich langsam, aber sich durch die Grüntees und Oolongs des Tee Kontor Kiel, um eine Übersicht zu erhalten. Der Kuri Kadota ist mein aktueller Liebling der japanischen Grüntees, wegen seiner Weichheit und Leichtigkeit, gepaart mit leicher Würze und eben ohne deutliches Umami, was ich manchmal ganz gern mag, aber in der Regel nicht präferiere. Ich als Anfänger kann natürlich nicht sehr genau oder vergleichend beschreiben, aber ich schmecke schon eine gewisse Süße in diesem Tee, wenn auch nur sehr leicht vorhanden, was ich sehr mag. 

Ich würde euch gern fragen, warum ihr beide die Ziehzeit auf 60Sek erhöht, bewzieungsweise warum du @Zockerherz, die Temperatur auf 80°C erhöhst. Ich halte mich wegen meiner geringen Erfahrung momentan immer an die Empfehlung auf der Packung. ;) Nach welchen Prinzipien geht ihr da vor?

Viele Grüße,

Meera

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Hallo Liebe @Meeraentschuldige bitte die späte Antwort. :)

Ich persönlich habe für mich selber festgestellt, dass mir die Tees besser schmecken, wenn ich sie kürzer und bei einer höheren Temperatur zubereite. Damit tritt das Umami in den Hinter- und eine leicht herbe Note in den Vordergrund.  Mir persönlich schmeckt es so besser.

Ich hatte mal einen Gyokuro gemäß Anleitung zubereitet. 5 Minuten bei 40-50 °C. Das Ergebnis hätte viele sicherlich Freudentränen in die Augen getrieben, ich allerdings musste mich zusammen nehmen nicht alles auszuspeihen ;) 

Wenn du also auch weniger Umami magst, dann solltest du dich an höhere Temperaturen und kürzere Ziehzeiten halten :) 

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Für spätere Antworten muss man sich doch nicht entschuldigen @Zockerherz, wir sind ja alle zur Freude und Freizeit hier im Forum! Vielen Dank für deinen Tipp, das klingt sehr spannend und ist auf jeden Fall ein Experiment wert, :) Vor Allem, da meine Erfahrungen mit Gyokuro sehr, sehr ähnlich waren wie du dein Erlebnis beschrieben hast. Da ich mich allein auf die Reise durch die Teelandschaft mache, hatte ich leider kein Gegenüber für einen Geschmacksvergleich und war ziemlich verwirrt, weil ein Tee, der so in die Höhen gepriesen wurde, bei mir eher ein "pfui!" ausgelöst hat. :D Das Schöne am Tee ist ja schließlich auch der Facettenreichtum der Geschmäcker. ;) Ich werde jetzt gleich mal einen neuen Versuch mit deiner Aufguss-Variante starten, mal sehen, was daraus wird!

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    • Von Diz
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      Vor Ort konnten wir nur die Vorjahresernte verkosten weil die Berggebiete rund einen Monat mit der Ernte hinterher hinken. Die Tees haben uns dermassen überzeugt, dass wir gleich eine Auswahl bestellt haben. Unter anderem auch handgepflückten und handgerollten Sencha (siehe Kanne). Der Schwarztee wird aus Zarai gewonnen und hat auch überzeugt. Überhaupt haben uns alle Tees geschmekt. Dazu beigetragen hat sicher auch die malerische Landschaft und das klare Wasser.

       
       
       















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