paxistatis

Vorräte von Tee sinnvoll? "Teebibliothek"?

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Hallo zusammen,

ich hoffe, ich habe kein ähnliches Thema übersehen, aber die Suche hat mir nichts konkretes ausgegeben. Konkret geht es mir um den Begriff "Teebibliothek" den ich jetzt schon öfters gelesen habe. Also allgemein der Vorrat den man an Tee hat. Mich würde interessieren, wie euer Lager an Tee aussieht :) . Mir geht es jetzt vorwiegend um Oolong Tee bzw. auch Pu (würde da gerne tiefer einsteigen bzw. mehr probieren) 

Bei mir ist es so, dass ich jetzt merke, dass ich viel testen möchte, aber dann doch feststelle, dass ich ja doch noch so 300gr Tee im Haus habe. Da überlege ich doch, ob ich nicht lieber die erstmal aufbrauchen soll... Schmecken ja auch gut :D Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mittlerweile schon zu bestimmten Tees greife je nachdem wie meine Stimmung ist bzw. wie es mir geht. Und da hätte ich dann doch ein wenig mehr Auswahl. Daher überlege ich, ob ich in meiner nächsten Bestellung nicht ein paar mehr Proben bestelle und mir dann so ein etwas größeres Lager aufbaue (vielleicht so 600gr? ^^) und dann da immer eine gute Auswahl habe. 

Aber lohnt sich das? Klar Oolong kann man auch lagern, aber ist das so sinnvoll? Pu ist nochmal was anderes, aber auch den sollte man gut lagern. 

Wie handhabt ihr das? Habt ihr von diesen Teearten auch mehrere hundert Gramm zu Hause zur Auswahl oder sogar noch viel mehr? Oder habt ihr nur recht wenig da und probiert immer was neues? (Außer die 1-3 "Alltagstees" ;)

Würde mich mal interessieren :)

Viele Grüße, genießt den Sonntag mit einem guten Tee :)

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"Teebibliothek" ist ein Begriff von der Kröte und wird auch nur (?) von ihr gebraucht. Der Begriff hat für mich ein "Geschmäckle" ein wenig hochstaplerisch ;)

Vorrat, Lager - ist doch hübscher.

Bei 300 gr. brauchst Du Dir noch keine Sorgen zu machen und bist in der glücklichen Lage noch viel einlagern zu können.

Bei den alten Hasen hier kannst Du von zweistelligen KiloLagern ausgehen, aber da halten sich die meisten mit Auskünften sehr bedeckt.

Fakt ist, daß es natürlich sehr angenehm ist ein Lager im Hintergrund zu wissen, aus dem man je nach Bedarf und Geschmack sogleich sich bedienen kann - aber Du kennst sicherlich Goethes Zauberlehrling?

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Hi @Paul ,

das mit der "Teebibliothek" kann sein, ich hab den Begriff im Forum halt mehrmals gelesen und irgendwie hab ich ihn behalten :)

Okay, das ist natürlich wesentlich mehr. Kann man den überhaupt noch trinken? Also sowohl von der Menge als auch von der Zeit her. Wobei das sind ja dann nicht unbedingt grüne Tees oder sind die dann gefroren? :)

Genau das mit dem Lager im Hintergrund finde ich halt auch interessant. Wenn auch mal Besuch kommt, dass man doch ein paar unterschiedliche Sachen anbieten kann. Ich kenne den Zauberlehrling, aber worauf spielst du an? o.O :)

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Bei 300g kannst du dein Lager noch mit gutem Gewissen ausbauen. ;)

Wenn ich hier ab und an sehe wie allwöchentlich berichtet wird, dass sich der Tee durch die Lagerung inzwischen schon wieder verbessert, halte ich das zwar für extrem optimistisches Wunschdenken. Dennoch ist es sicherlich sinnvoll, wenn man sich ein kleines aber feines Lager hält. Zu horten als gäbe es kein Morgen, ist allerdings auch überflüssig, denn morgen gibt ganz sicher das nächste gute Angebot. 

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vor 18 Minuten schrieb paxistatis:

Ich kenne den Zauberlehrling, aber worauf spielst du an? 

hmmm, vielleicht, dass das Lager erst ein Schubladen, dann zusätzlich ein Schrank, dann zusätzlich ein Keller, dann zusätzlich  ein Haus voll ist?
"Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -"

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@paxistatis das kommt natürlich auf unterschiedliche Faktoren an, vor allem auf die Art Tee, die dir am liebsten ist – wenn es hauptsächlich grüne Tees sind, dann ist eine langfristige Lagerung eher nicht wünschenswert, bei Pu-erh hingegen schon.

Unabhängig von preislichen Gegebenheiten ist es für mich die größte Freude einen Tee (und damit meine ich i.d.R. Sheng) in unterschiedlichen Aufgussgefäßen und in unterschiedlichen Reifungsgraden zu erleben und zu begleiten. Dafür ist es notwendig eine gewisse Menge zu haben aber je nach eigenem Verbrauch variiert da die Menge natürlich. 
Der zweite Punkt, der zumindest für mich auch eine gewisse Rolle spielt: Niemand weiß, was die Zukunft bringt – aktuell kann ich es mir leisten Tee zu kaufen, also mache ich es, weil ich Freude daran habe; wer weiß ob ich nächstes Jahr nicht arbeitslos bin und es mir dann nicht mehr leisten kann oder langfristig gesehen: Rente bekomme ich sowieso keine mehr, d.h. wenn ich irgendwann mal nicht mehr berufstätig sein sollte und nicht gerade die Möglichkeit hatte, viel zu anzusparen (und mal ehrlich: die Inflationsrate bei Tee ist geringer als bei Geld, egal welche Währung) werde ich sehr froh sein, einen gewissen Vorrat zu haben.

Der von @theroots erwähnte Punkt der Reifung muss man etwas genauer ausführen: Das kommt natürlich sehr stark auf das Alter des Tees (und hier meine ich ausschließlich Sheng, alles andere ist nicht der Rede wert) und die Lagerung drauf an – ein ganz frischer Sheng in einem Tontopf mit Boveda-Pack entwickelt sich in den von mir beschriebenen Zyklen (1-2 Jahre) durchaus weiter, da die Veränderung zu beginn am schnellst stattfinden, bei einem Tee mit bereits etwas Alter braucht es hingegen deutlich länger bis sich da etwas tut. Wenn man den Tee nur in den Schrank stellt tut sich da auch nur deutlich langsamer etwas, da es bei uns einfach sehr viel trockener (und meist kühler) ist als in China. Aber hier entgegen anders lautenden Berichten keine Angst: Es ist nicht so, dass Tee, der bei uns un-klimatisiert im Schrank steht nach ein paar Jahren ungenießbar ist, er entwickelt sich nur sehr viel langsamer und anders als in China (es ist ja quasi ultra-dry-storage) ;) 

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vor 5 Minuten schrieb doumer:

Niemand weiß, was die Zukunft bringt

Den schon etwas Älteren hier seit langem als Freak Brothers principle wohl bekannt:

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Ich sehe immer zu das ich von allem immer etwas gelagert habe. Je nach Sortengattung mehr oder weniger. Im Moment bin ich gerade dabei meine Oolongs und Rotentees aufzubrauchen, da ich diese recht selten trinke und nur noch bestimmte Sorten in meinem Sortiment haben möchte.

Vor allem wenn es um (nicht grüne) Oolongs und Pu-erh geht, kann man hier gerne zu mehr zugreifen, da diese mit dem Alter nur besser werden bzw. nicht schlechter, außer man lagert sie wirklich verdammt schlecht - aber davon gehe ich mal nicht aus. Ich habe auch viel getestet und mit der Zeit gemerkt wo meine Fehler im Kauf lagen, wovon ich eher weit weniger brauchen würde und auf der anderen Seiten wovon ich mehr haben möchte.

Wenn man seine Trinkgewohnheiten erst einmal kennt und seine Mitte gefunden hat, dann kann man sich nach einem Abbau, wieder ein verbessertes und besser abgestimmtes Lager aufbauen. Oolongs, Roter Tee und Grüntee kaufe ich zum Beispiel überhaupt keine mehr ein, da ich diese erst einmal komplett verbrauchen möchte, um mir dann ein klügeres Lager aufzubauen. Bisher hatte ich alleine von gerösteten Wuyi Oolongs an die 20+ im Lager (aber auch viele 20g Proben dabei). Dies möchte ich auf ein paar ausgewählte reduzieren. Doch dies kann man erst wenn man wirklich viel und von allem etwas verkostet hat. Denn so weiß man am Ende was einem wirklich liegt.

300g ist wirklich gar nichts, das haben viele schon mit einem einzigen Pu-erh cake überschritten, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Es ist auch weniger eine Sache des Gewichts, als eher eine Sache der Menge an Sorten.

Mein Hauptfokus liegt bei Pu-erh und da kann man nie genug haben, vor allem da hier wirklich Jahr, Ort, Art des Baumes, Alter etc. komplett andere Geschmäcker erzeugen können, was zB bei Chinesischem oder Japanischem Grünen eher geringer ausfällt. Zwar sind auch hier feine Unterschiede vorhanden, aber dennoch schmecken die meisten Sorten recht ähnlich - ähnlich wie beim Wuyi Oolong. Pu-erh, alleine durch seine Lagerfähigkeit schmeckt so vielfältig.

Keinesfalls gibt es ein allgemein Rezept, aber dank meiner Erfahrung sieht für mich persönlich mein Zukünftiges Lager irgendwann so aus (im Moment noch nicht, da ich noch viele Proben und unzählige kleinere Mengen aufbrauchen muss):

  • Pu-erh:
  • Raw Sheng: 2017 (2-4), 2016 (1-2), 2014 (1), 2011 (3-4), 2009 (3-4)
  • Aged Sheng: 2006 (2), 2004 (2), 2003 (2), 2002 (1), 2001 (1), 2000 (2)
  • Shou Pu-erh: 3-4 Sorten

Wuyi Oolong: 4 Sorten
Dancong Oolong: 3-4 Sorten
Taiwan Oolongs: 3-4 Sorten

Chinesischer Grüntee: 1 Sorte
Japanischer Grüntee: 2-3 Sorten (Gyokuro, Shincha und Fukamushi)
Weißer Tee: 1 Sorte
Roter Tee: 2 Sorten

So würde mein Lager aussehen, wenn ich komplett neu beginnen würde. Im Moment ist es natürlich noch ganz anders, da vieles aufgebraucht werden muss, was ich so nicht ein zweites Mal in der Menge kaufen würde, vor allem wenn es um China Grüne oder Oolong bzw. Roten Tee geht. Aber aus diesem Verhalten lernt man und nun weiß ich genau was ich brauche. Ich habe zB für mich persönlich festgestellt, das mir Chinesische Grüne nichts bringen, da greife ich lieber zu jungen frischen raw Shengs zu, da diese meiner Erfahrung nach nachhaltiger, gesünder, geschmacklich farbenfroher, ursprünglicher und besser verträglicher sind. So auch mit Japanischen Grünen, da diese auch sehr nachhaltig und reich an Geschmack, Tiefe und Aroma sind. Rote Sorten habe ich auch viele durch und für mich haben nur jene aus Taiwan noch einen hohen Stellenwert, da diese so gänzlich anders und ungemein reichhaltig an natürlichem Profil sind.

Aber am Ende sind dies alles persönliche Auffassungen, welche nicht automatisch auf jeden zutreffen müssen, denn für dich oder jemand anderen hier sind vielleicht TGY oder Chinesische Grüne das Nonplusultra ;)

bearbeitet von VanFersen

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@paxistatis Zauberlehrling?

Na, mit dem Tee kann es einem gehen wie dem Z. mit dem Wasser - das kann leicht zu viel werden:)

Aber mit Tee ist es wie mit Büchern: das wichtigste sollte man zu hause griffbereit haben!

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Hallo @paxistatis, es kommt wohl darauf an, was Du Dir von einem Vorrat erhoffst. Wenn Du gerade in der Ausprobier-Stimmung bist, bieten sich eher kleinere Proben verschiedenster Tees von unterschiedlichen Händlern natürlich sehr gut an. Zum Ausprobieren und Kennenlernen der (aktuellen) persönlichen Vorliebe ist eine gewisse Vielfalt auch sicher hilfreich. Ob Du Dir alle Dich interessierenden Tees auf einmal kaufen musst, oder nach und nach, ist wohl eine Frage der individuellen Herangehensweise. Ich persönlich war z.B. froh, als ich meinen nach und nach angesammelten Proben(!)-Vorrat irgendwann einmal abgebaut hatte.

Ich habe bei Tee keine Sammelleidenschaft und brauche kein Tee-Museum zu Hause, sondern habe nur gern ein paar Tees für unterschiedliche Stimmungen zur Hand. Und einen Bruchteil von diesen möchte ich einfach über einen längeren Zeitraum als Begleiter haben. Wenn mir ein Tee so vorkommt, dass ich ihn gerne regelmäßig und über längere Zeit trinken möchte, dann kommt davon halt etwas mehr in meinen Schrank. Lagerfähigkeit des Tees natürlich vorausgesetzt. Ganz unkompliziert und ohne sich einen Kopf darüber zu machen, sondern entspannt, wie das gesamte Tee-Hobby für mich sein soll.

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Guten Abend,

wow, so viele Antworten, dabei ist man nur ein paar Stunden unterwegs ^^. Erstmal dafür ein großes Danke! Ich ziehe jetzt daraus mal den Schluss, dass ich auf jeden Fall mein Lager weiter ausbauen werde. Allerdings werde ich wohl eher erstmal Proben bestellen und dann die, die mir gefallen nachbestellen. Da bin ich doch etwas zögerlich gewesen, aber ich denke, dass es doch ein guter Ansatz ist :) Interessant finde ich den Punkt von @doumer: Den Tee in unterschiedlichen Gefäßen zubereiten bzw. zu trinken. Ich denke, dass könnte interessant sein. Wobei ich da wirklich mal anfangen sollte ein Notizbuch darüber dann zu führen. 

@VanFersen keine Sorge, ich hatte jetzt nicht vor 3kg blind und wild durcheinander zu bestellen, gezielt soll das schon ablaufen :) Übrigens: Sehr beeindruckend (zumindest für mich) das du genau weißt, was du haben möchtest. So weit bin ich noch nicht, ich probiere noch viel :) 

@Paul ich denke du triffst es sehr gut mit "Aber mit Tee ist es wie mit Büchern: das wichtigste sollte man zu hause griffbereit haben!" Sofern es kein grüner Tee ist und der Monate rumliegt ;) 

 

Grundsätzlich als "Investition" kann man Tee aber nicht wirklich betrachten oder? Ich lese hier immer von alten Pu's die so teuer sind, außer Händlern machen das vermutlich eher weniger Leute oder? (Keine Sorge, das kommt für mich bisher nicht in Frage :D

 

Grundsätzlich vielen Dank für die Beiträge, hilft mir sehr, ich werde wohl durchaus noch ein paar Bestellungen machen :D 

 

bearbeitet von paxistatis

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vor 9 Minuten schrieb paxistatis:

Grundsätzlich als "Investition" kann man Tee aber nicht wirklich betrachten oder? Ich lese hier immer von alten Pu's die so teuer sind, außer Händlern machen das vermutlich eher weniger Leute oder? (Keine Sorge, das kommt für mich bisher nicht in Frage :D

Kommt auf die Definition des Wortes bzw. dessen Bedeutung an: finanziell gesehen – nein, das macht keinen Sinn (wenn es um schnelles Geld geht, da gibt es sehr viel lukrativere Investitionsmöglichkeiten) und ohne entsprechende Ausstattung (voll-klimatisierung etc.) ohnehin zu risikoreich. Als Investition für den eigenen Tee-Weg hinsichtlich Wissen (siehe oben: Tee kennen und begleiten lernen) und einem kleinen Vorrat des Lieblingstees jedoch absolut (wie gesagt, nur bei Sheng wirklich – wenn ich hauptsächlich Matcha trinken würde, wäre alles jenseits von ein paar hundert Gramm, damit man von Ernte zu Ernte kommt schon zu viel). :) 

Außerdem wäre es ein sträflicher Frevel, Tee als finanzielle Investition zu nutzen: Den Tee darfst du schließlich nicht trinken (wie bei Briefmarken sind angebrochene Bings nur ein Bruchteil eines ganzen Wert), hast somit nichts als Aufwand mit dem Tee und treibst die Preise für ehrliche Trinker künstlich in die Höhe – von solchen teefeindlichen Spekulanten gibt es leider schon genug :thumbdown:

bearbeitet von doumer

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