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    • Von Fisheyes
      Hallo, hat jemand schon weißen Tee aus Sri Lanka probiert? Hier gibt es einen anscheinend hochpreisigen Tee...
      "50g (Ernte von März 2019) -Silver Needle Tea- aus dem Hause Labookellie (Damro Labookellie seit 1928) aus dem Hochland Nuwara Eliya auf Sri Lanka"
      Für 99 Euro ist mir das zu gewagt, aber vielleicht kennt die Sorte jemand.
    • Von Roberts Teehaus
      Als ich vorhin das Altpapier aussortiert habe, bin ich auf einen älteren Beitrag über Tee gestoßen. Dass Tee gut für das Immunsystem sein muss, beweist mir persönlich, dass ich (ich klopfe dreimal auf Holz!!!) auch diesen Winter wieder prima ohne Erkältung überstanden habe. Bei kalten Händen und Füßen hilft ein Tee ausgezeichnet! In dem Film „Die Schiffsmeldungen“ von Lasse Hallström heißt es zudem, dass „Tee die Lebensgeister weckt“ – was ich jeden Tag nur aufs Neue bestätigen kann.
      Tee wirkt anregend oder beruhigend, er wärmt im Winter oder erfrischt im Sommer – pur oder für die Kinder auch mit Fruchtsaft gemischt. In Deutschland trinkt man stetig mehr Tee, so sollen laut meinem Zeitungsbericht pro Jahr 18.000 Tonnen Tee gekauft worden sein, die Statistik besagt, dass jeder Bürger im Schnitt 25,5 Liter pro Jahr getrunken haben soll … Okay, das bekomme ich eher in 10 Tagen hin
      Man muss dazu sagen, dass sich o.g. Zahlen auf echten Tee beziehen, Früchte- oder Kräutertees wurde in dieser Statistik nicht mitgerechnet. Es ging also um das Getränk, das aus den Blättern und Knospen von Camellia sinensis und Camellia assamica hergestellt wird. Aus dieser Pflanze kann man sehr viele verschiedene Tees gewinnen, hierzu gehören schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee und Oolong-Tee – eine Pflanze und mehrere unterschiedliche Verfahrensweisen, um sie zu verarbeiten.
      Schwarzen Tee gewinnt man, indem man grünen Teeblättern durch einen Welkungsprozess die Feuchtigkeit entzieht. Dann rollt man die Blätter, um ihre Oberfläche aufzubrechen. Der Zellsaft reagiert mit Sauerstoff, das Blatt nimmt die Farbe von Kupfer an und verändert sein Aroma – dies bezeichnet man als Fermentation.
      Schwarzer Tee fermentiert vollständig, grüner Tee überhaupt nicht, Oolong so halb und weißer Tee nur an zufälligen Bruchstellen, was diese wunderschöne, oft silbrig anmutende Färbung ergibt.
      Grüntee verfügt über heilende Wirkung und man sagt ihm nach, dass er aufgrund der fehlenden Fermentation sehr viel an Antioxidans EGCG enthält, das unter anderem auch das Brustkrebsrisiko verringern soll. Weitere international durchgeführte Studien kamen zu dem Ergebnis, dass grüner Tee einen zu hohen Cholesterinspiegel senken kann, Arteriosklerose vorbeugt und erfreulicherweise Rheuma und Gicht lindert.
      An unserem Berliner Max-Delbrück-Centrum konnten Wissenschaftler spannenderweise herausfinden, dass das EGCG giftige Eiweißablagerungen unschädlich macht, unter anderem solche, die für Alzheimer-Erkrankungen verantwortlich gemacht werden.
      Aber „Doktor Tee“ im Allgemeinen tut gut, schwarzer und grüner Tee enthalten Fluoride, die unsere Zähne vor Karies schützen können. Polyphenole im grünen wie auch im weißen Tee binden freie Radikale und stärken unser Immunsystem. Mit Tee kann außerdem die Konzentrationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden als mit Kaffee, denn das auch im Tee enthaltene Koffein wirkt sich anders auf unseren Organismus aus. Bei Kaffee als schnellem Wachmacher steigt die Koffeinkurve schnell an und fällt schnell wieder ab – bei Tee braucht sie länger, hält dafür aber länger an. Also immer Tee mit zum Mathe-Test nehmen!
      Ich freue mich immer, wenn ich unverhofft etwas über Tee lesen kann – und nun wird es Zeit für den Schlummertrunk, natürlich Tee!
      Viele herzliche Grüße in die Runde und allen ein tolles und teereiches Wochenende
      Und ich glaube, ich habe hier nichts geschrieben, was Ihr nicht sowieso schon gewusst habt
    • Von xióngmāo
      Vorab, der folgende Text schildert eine Momentaufnahme, ein Work in Progress, unter der Kenntnis von begrenztem, akkumuliertem Teewissen, und noch dazu, unerhörter Weise, einen äußerst subjektiven Eindruck. Ich vermute, dass sich das über viele Jahre als Vorspann eigentlich immer voranführen lässt, oder aber auch gleich ganz weglassen. 
      Des Weiteren habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen; im Gegenteil, es fühlt sich oft an, als würde ich mit der kleinen Kuchengabel ein paar Brösel vermeintlicher Weisheit aufsammeln, von denen ein beträchtlicher Teil zwischen den Spießen durchrieselt, um dann Jahre später erst in den Couchrinnen der Erinnerungen wiedergefunden zu werden. 
       
      Genug Abschweifungen, ohne Umschweif nun der Frevel, den ich hiermit an die Beitragstür nageln werde: Alter Tee ist und bleibt ... alter Tee. 
      Um dem ungehörten Skandal in dieser Aussage nochmal aufs Pferd zu helfen: Für mich verliert gereifter Pu Erh prinzipiell ebenso viel, wie er gewinnt. Als unwissender Westler darf ich das ohnehin behaupten, und noch dazu fühle mich vom wohlig wärmenden Strom aus westlichem Marketingflausch auch richtig davon getrieben in meiner Welt. Und noch viel Schlimmer ... was bleibt mir denn anderes übrig, ohne mich zu ruinieren? 
      Und um jetzt wieder etwas die Schärfe aus dem Gesagten zu nehmen, nochmal etwas rationaler eingeordnet in die Bildbände meiner Geschmacksbilbliothek: Ich weiß den Geschmack von gereiftem Pu Erh, soweit ich bisher welchen probieren konnte, den Koryphäen des Elements sowie Pu Erh Allwissende aus Gegenden Chinas, die nach mindestens mehreren Jahrzehnten Reifezeit verlangen, noch als Aged oder Semi-Aged zulassen würden. 
      Allerdings ist der springende Punkt in meinem Widerwillen himmelhochjauchzend in den Lobesgesang alten Shengs oder einfach nur kopfnickend in das Mantra des Alt ist besser einzustimmen, eben der, dass da eben im Alten Tee so viel weniger in Wilde Richtungen entspringt. 
      Es ist herrlich in die Welt der Aromen von Leder, altem Pergament, Herbstlaub, Kampfer und Krypta-Weihrauch Mystik einzutauchen. Aber auch wenn es hier durchaus große Unterschiede gibt, und manchen Tees das Aufstoßen der Pforte in diese Hallen des gereiften Geschmacks verwehrt bleiben mag, im Grunde bleibt für mich diese Geschmackswelt der große Gleichmacher der ungestümen Vielfalt eines lebendigen und faszinierenden Guts, wie es junger und älter werdender Sheng nunmal sein kann. 
      Da sprießt aus der Jugend des Tees so viel Herkunft, Terroir, Weisheit und Perfektion der Verarbeitung, gewollte Beeinflussung von natürlicher Entwicklung des jungen Tees, ungestüme Bitterkeit und erstaunliche Süße, dass es mir schwer fällt eine ähnliche Vielfalt in den reifen Jahren zu finden. Das hat mitnichten mit Komplexität in meiner Wahrnehmung zu tun, die noch eher steigen kann, aber nicht muss. Es hat mit Vielfalt zu tun, die sich auf einen engeren geschmacklichen Bereich einengt mit dem Alter. Die geschmacklichen Diskussionsrunden des Alters sind über die Vielfalt der Jugend im Vergleich doch in engerer Runde verbunden. Höre ich mich richtig, ist alt jetzt schlechter als jung? Das frage ich mich kopfschüttelnd. 
      Ich habe mit Interesse wahrgenommen, was James von TeaDb dazu zusammenfassend aus Zhang Jinghongs Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic vorzutragen hat. Konsequenterweise hat sich jenes Buch auch ganz oben auf meinen eigentlich nach First Come First Served abzuarbeitenden Buchturm zu Babel gemogelt. Kurz gesagt, scheint es durchaus auch im Reich der Mitte diverse Meinungen dazu zu geben. Auf die unterschiedlichen Meinungen und korrespondierenden Gruppierungen und die Frage, ob das bei Tee-Farmern eine freiwillige Entscheidung zu jung Getrunkenem ist, das Diktat der Erfahrenen es andersherum vorgibt, oder es bei erst jüngst erschlossenen Zielgruppen schlichtweg Unwissenheit sein muss, gehe ich nicht weiter ein, weil mir die Buchstaben ausgehen und ich es gerade ohnehin hinreichend getan habe. 
      Nun dann, ich lasse mich gerne von weiteren Tees, insbesondere gereiften, auch weiter vom Gegenteil überzeugen. Ich glaube aber in meinem Zustand der augenblicklichen Überheblichkeit nicht daran, dass es so leicht machbar wird. 
      Vielmehr scheint mir das momentan mit dem gereiften Tee vielmehr so zu sein, wie mit dem Leben und der Weisheit an sich, ganz pathetisch, ganz allegorisch, ganz überheblich. Trinke ich jungen Tee, so bewundere ich all die Kraft und frühen Mut und Vielfalt, die er mit sich bringt und erwische mich dabei, daran zu denken, wie er sich wohl weiterentwickeln mag, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Trinke ich älteren Tee, bin ich begeistert, ob der gesetzten Weisheit und manchmal überrascht, ob der festgefahrenen Engstirnigkeit und frage mich, mit Wehmut, wie er wohl jung war und was da noch alles dahinter steckte und was ihn zu dem gemacht hat, das er ist. Ich frage mich, was seine Lebensgeschichte ist und denke mir Geschichten aus, weil ich sie nicht kenne. 
      Was ich mir noch ausmale ist, einen Tee über Jahre zu trinken, und diese Geschichten zu erleben, die frühe Überheblichkeit und lauten Töne, die Wehmut der vergangenen Jugend und den Stolz auf das gelungene älter werden zu kennen und das Erreichen gesetzter Weisheit zu verstehen. 
      Und das bringt mich zu meiner These:
      Alter Tee ist Alter Tee. 
      Umgekehrt gilt das auch.
      Mit einem Tee zu Altern, das ist großes Kino.
      Was soll ich jetzt schon in Wehmut verfallen, indem ich mein Tee-Budget überschwänglich für Weisheit ausgebe, über die ich nur fabulieren kann. 
      Und wie das so ist, mit solchen Erkenntnissen, sind sie meist nicht die Bits Wert, in denen sie geschrieben sind. 
    • Von Tessa
      Hallo liebe Teetrinker-Community!
       
      Ich bin Tessa und trinke inzwischen umglaublich gerne Tee, am liebsten weißen oder grünen.
      Eigentlich auch schwarzen (Earl Grey oder English Breakfast), aber irgendwie haben weißer und grüner Tee dem schwarzen den Rang abgelaufen.
       
      Zuhause habe ich schon ein paar Sorten angesammelt, darunter mein geliebter Gyokuro, aber auch Sencha und ein weißer Tee (dessen Name mir immer wieder entfällt) dürfen nicht fehlen! Meine neueste Errungenschaft ist ein Genmaicha, welcher das Zeug zum neuen Lieblingstee hat.
       
      Noch kurz zu mir, ich bin (noch) 26 Jahre alt und lebe im Ruhrgebiet, reise jedoch häufig und mit Begeisterung durch Deutschland - zumeist nach Leipzig.
       
      Lieben Gruß!
      Tesss
    • Von Roberts Teehaus
      Hallo Leute,
      wir haben einen Weihnachtsgutschein für euch.
      Bis zum 26.12.18 bekommt ihr 30% Rabatt auf unser gesamtes Sortiment.
      Der Gutscheincode lautet:WEIHNACHTEN und ist einmal je Kunde nutzbar.
      Unsere Shopadresse lautet: www.roberts-teehaus.de
      Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit
      Robert
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