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In diesem Jahr wird es wohl starke Ernteausfälle in Japan geben, die wahrscheinlich schlimmsten seit 40 Jahren . Der Grund dafür ist, dass es dieses Jahr sehr kalt war. Die meisten Teepflanzen wie z.B. Yabukita halten eigentlich Temperaturen von bis zu - 10° Grad aus (jüngere Bäume etwas mehr), dieses Jahr wurde es aber besonders in den höheren Bergregionen kälter als - 10°Grad und der Wind war sehr stark. Außerdem sind Regionen wie Kagoshima anscheinend besonders stark betroffen (habe ich von einem Bekannten aus Kagoshima gehört), da die Felder in Kagoshima ja oft nicht windgeschützt liegen und Cultivare wie Saemidori und co. angebaut werden, die besonders frostempfindlich sind. Es ist außerdem plötzlich extrem warm geworden, was der Qualität auch nicht unbedingt zu Gute kommt.

Es ist aber noch nicht absehbar, wie der Markt reagieren wird. Ich habe nur gehört, dass sich viele Händler hier in Japan schon mit Tee aus dem letzten Jahr eingedeckt haben. Es kann also sein, dass die Preise sich nicht groß verändern werden, die Qualität wird allerdings wahrscheinlich etwas unter dem Wetter leiden, aber Genaueres kann man natürlich erst nächsten Monat sagen.

Hier ein paar Fotos von letzter Woche aus Shiga. Dort, wo die Blätter sich braun gefärbt haben, kann man dieses Jahr keinen Tee ernten (inkl. Bancha).

IMG_7111.thumb.JPG.1bfc823a1ae27ec8587c79aff03087a3.JPGIMG_7114.thumb.JPG.cb443d2350bd5e000099c164412a5bc6.JPGIMG_7056.thumb.JPG.cb8daab63d7a44cb154c4b5dae4e50a0.JPGIMG_7057.thumb.JPG.af7f4165982f5ad3ef5a1a26bc113566.JPG

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Dank Dir für die Info, @cml93. Die für uns dann erhältliche Qualität und Preise für Tee sind das eine, doch die Teebauern sind ja diejenigen, die es zuerst und am schlimmsten trifft, das kann ja existenzbedrohend sein. :| Was spricht man so vor Ort darüber, Christian?

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@Raku So etwas hat es ja wie gesagt seit fast 40 Jahre nicht mehr gegeben - die meisten Bauern wissen also selber nicht wirklich, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Aber: Existenzbedrohend wird es zum Glück nicht. Und zum Glück scheinen meine Teebauern auch nicht wirklich betroffen zu sein, da deren Felder meistens windgeschützt liegen.

Das Feld von Herrn Takeda z.B. war überhaupt nicht betroffen:

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Die Teefelder nebenan jedoch sehr stark:

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Sehr spannend, denn in China und Taiwan sieht es wohl komplett anders aus bezüglich der diesjährigen Ernte?

 

Und auch die Darjeelings sollen nach dem schlechten letzten Jahr mit den politischen Unruhen toll werden, was ich gehört habe?

Auch wenn das nicht meine Tees sind.

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Oh nein.. das sieht ja gruselig aus. Und ich hatte mich schon so auf die diesjährige Shincha-Saison gefreut. :/ Aber mal sehen, welcher Tee letztenendes den deutschen Markt erreicht.. vielleicht ist ja dennoch zumindest ein Teil der Ernte unversehrt geblieben. Besonders hart ist es natürlich für die kleineren Teebauern, die sich ein Jahr lang liebevoll um ihre Pflanzen kümmern und jetzt herbe Verluste einstecken müssen. Ich hoffe für sie, dass es nicht so schlimm ist, wie es anhand der Bilder aussieht!

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    • Von KlausO
      Bei meiner Matcha Bestellung von Yukata Tee hat mir @cml93 noch eine Teeprobe dieses Kabusecha mit ins Paket gelegt.
      Der erste Aufguß mit 5g, ca.65°warmen Wasser ca.50ml und 30sec. war sehr gut. Frisch, grün, fischig (umami). Leider habe ich es dann versaut. Die Teeblätter sind sehr stark aufgegangen mein Gaiwan war zu klein, daher zu wenig Wasser und mit 15sec. + Abgießen schon zu lang. Hat sich dann bei den 2 folgen Aufgüssen gerächt. Tut mir leid, ich kann leider nichts besseres schreiben.
      https://www.yutaka-tee.de/de/yamazaki-wettbewerbs-kabusecha-saemidori.html
      Als Tipp: nehmt eine größere Kanne als ihr denkt.
    • Von cml93
      Frisch von meiner letzten Japan-Reise mitgebracht: verschiedenste Wettbewerbtees und handgepflückte Schwarztee-Spezialitäten aus Japan:
      Takenouchi Sencha "Asanoka"

      Dieser Sencha hat ein starkes Umami und eine fruchtige Süße, die mit leicht herben Noten und einer angenehmen Würze komplettiert werden. Dazu ist dieser Tee extrem duftig mit einem langanhaltendem Nachgeschmack, welcher den ganzen Mund ausfüllt.
       
      Yamazaki Wettbewerbs-Kabusecha "Saemidori"

      Ein Wettbewerbs-Kabusecha der Extraklasse, den ich im September auf der Auktion des Kansai-Teewettbewerbs selber ersteigert hatte. Unglaubliche Süße und Umami, eigentlich fast schon ein Gyokuro, der sich aber von Aufguss zu Aufguss verändert und zum Schluss geschmacklich in Richtung Sencha geht.
       
      Tsuji Wettbewerbs-Tencha "Ori"

      "Ori" bedeutet das gleiche wie Karigane nur für Tencha. D.h. der Stängelanteil ist höher als bei normalem Tee. Da es sich hierbei jedoch um einen handgepflückten Wettbewerbstee handelt, ist 1. der Stängelanteil des gepflückten Tees extrem niedrig und 2. werden für den Wettbewerb Blätter mit der Pinzette aussortiert, die bei normalen Tees nicht aussortiert werden würden.
      Dieser Tencha ist im ersten Aufguss extrem süß und hat ein unglaubliches Umami: komplett mundausfüllend, jedoch sehr elegant. Auch in den folgenden Aufgüssen sind Umami und Süße noch deutlich vorhanden, es kommen aber noch frische Noten dazu und ein deutliches Matcha-Aroma.
       
      Shibamoto Handgerollter Schwarztee "Benihikari"

      Ein handgerollter Schwarztee der absoluten Spitzenklasse: Beim Öffnen der Tüte verströmt der Tee einen stark fruchtigen Duft, der an schwarze Johannisbeere erinnert. Geschmacklich ist er sehr komplex: Basilikum, Minze, etwas malzig, eine leichte Fruchtigkeit (Bitter-Orange) untermalt mit einer tollen Süße (Honig) und zart herben Noten, der insgesamt stark an das taiwanesische Cultivars Ruby 18 erinnert.
       
      Miyazaki handgepflückter Schwarztee "Benifuuki" 2014

      Dieser Schwarztee wurde im September 2014 handgepflückt und vier Jahre gelagert.
      Der Duft ist betörend süß und fruchtig, er erinnert stark an schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Auch im Geschmack ist er sehr fruchtig und süß, extrem duftig und hat eine hauch zarte Herbe im Hintergrund. Durch die Lagerung ist der Tee sehr rund geworden und hat noch leicht "dunkle" Züge dazugewonnen, die entfernt an Puer-Tee erinnern.
       
      Kôrogi Wettbewerbs-Schwarztee "Mecha"

      Herr Kôrogi (14-facher Gewinner des nationalen Wettbewerbs im Kamairicha-Segment) produziert jedes Jahr in kleiner Menge einen Wettbewerbs-Schwarztee, den er, ähnlich wie Darjeeling First Flush, für einen Schwarztee wenig oxidieren lässt.
      Das verleiht diesem Tee ein unglaublich blumiges Aroma und Marzipan- bzw. Mandelnoten, die von einer starken Süße komplettiert werden. Ein sehr runder und duftiger Schwarztee.
       
      Ab jetzt erhältich auf: https://www.yutaka-tee.de
       
      Weitere neue Kamairichas und Oolongs von meiner Reise werde ich die Tage noch online stellen.
       
       
       
       
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