Winkla

Unterschied der Grün Tee Sorten unter sich

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Hallo,

kaum habe ich eine Frage gestellt die ich noch nicht ganz geschafft habe zu beantworten kommt mir schon die nächste durch den Kopf.
Was ist eigentlich der unterschied der verschiedenen Grün Tee sorten.

Was ich damit meine ist, wann wird ein Sencha als Sencha bezeichnet oder ein Lungjing als eben solcher.

Bsp. Ich habe einen Apfel den gibt es in verschieden Sorten Kreuzungen usw. dadurch schmeckt er eben anders aber es bleibt ein Apfel.

 

Die Teepflanze hat auch einige verschiedene Cultivare aber wenn ich das richtig verstanden habe entsteht eine Sorte nicht aus dem Cultivar heraus sondern aus der Herstellung.
Den bei einigen verkäufern wird auch das Cultivar der jeweiligen Sorten genannt. Also welches verwendet wurde.

Schlussfolgerung: Sencha gibt es mit vielen verschiedenen Cultivaren.

 

Sprich wenn ich eine Pflanze nehme mit der eigentlich Longjing hergestellt wird. Dämpfe diese statt zu rösten keine Oxidation usw.  Ist das dann ein Sencha? oder gar eine ganz andere Sorte?
Oder ein gedämpfter Longjing?

Also was macht den Tee zum Sencha, Longjing, Pi Lo Chun usw.

 

Ist es die Herstellung , die herstellung + Cultivar oder gar was ganz anderes?

 

Grüße Tom

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In Japan bezeichnet Sencha und andere Begriffe für Tee in der Regel die Produktionsweise. Der Kultivar ist meistens Yabukita, aber das ist nicht zwingen so. Man kann Sencha auch aus anderen Kultivaren herstellen.

In China ist das etwas schwieriger. Ein Kuddelmuddel von Region, Herstellung und Kultivar...

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Produktionsweise, verwendete Pflanzen (Kultivare / natürlich entstandene Sorten), Region, Land, Marketing :)
Bei unterschiedlichen Tees treffen unterschiedliche Dinge davon zu.

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vor 2 Stunden schrieb ChaQi:

In China ist das etwas schwieriger. Ein Kuddelmuddel von Region, Herstellung und Kultivar...

 

vor 2 Stunden schrieb miig:

Produktionsweise, verwendete Pflanzen (Kultivare / natürlich entstandene Sorten), Region, Land, Marketing :)
Bei unterschiedlichen Tees treffen unterschiedliche Dinge davon zu.

Sozusagen absolut Teesorten abhängig :)

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    • Von Winkla
      Viele haben bestimmt mitbekommen das ich in letzter zeit sehr viel an verschieden Sorten koste. Da ich bis vor kurzem fast nur auf Japanischen Tee war.
       
      Da ich nicht immer täglich schreibe und größere zusammenfassungen nicht so gut in den "Welcher Tee ist heute in eurer Tasse" thread passen. Erzähle ich euch hier meinen einstieg in die Teewelt
      auserhalb Japans

      Da ich auch nicht bereit bin jegliche preise zu bezahlen war ich am anfang lange auf der Suche nach einem Geschäft das meiner Meinung nach für angemessene Preise Tee da hat. Fündig wurde ich dann durch ein Forenuser @Stiefelkante , bei dem Shop Teavivre.

      Bestellt wurden 2 Pu Erh probe sets mit insegesmt 10 verschiedene Pu Erh Proben jede ist aber 2x vorhanden. Dann habe ich noch einige mir empfohlene Oolongs bestellt. Diese wurden jeweils in einer Preiskategorie bestellt die ich von Japanischem Tees gewöhnt bin (ca.15€/100g)  und einmal in einer höheren. Damit ich vergleiche ziehen kann wo bei mir der Mehrwert zum Preis aufhört.
      Die zwei Pu Erh Sets
      https://www.teavivre.com/puerh-tea-sample-packs.html
      https://www.teavivre.com/featured-puerh-cake-assortment.html
      Desweiteren wurde folgendes bestellt
      Longjing
      Dong Ding
      Tie Guan Yin
      Lao Cong  (gab es nur in einer Qualität)
      Da Hong Pao  (gab es nur in einer Qualität)
      Außerdem wurde bei @nannuoshan eine bestellung für die Tees 2018 aufgegeben um mal wirklcih hochwertiges zu Kosten. Hier nochmal ein Großes dankeschön für
      die zusammenstellung eines Probesets. So wie dem beiliegenden Zettel wie ich gewisse Tees am besten aufgieße.
       
      Zu Temperatur und Ziehzeiten angeht halte ich mich momentan ziemlich genau an die vorgaben aus den jeweiligen Shops. Da ich es mir momentan noch nicht zu traue das selbst in die Hand zu nehmen. Deswegen werde ich hierzu nicht so viel Schreiben
      Als dann die bestellung von Teavivre da war habe ich als erstes die kostenlos beigelegt Probe probiert das war der Ripende Cube Tuocha Mini Break 2006. Dazu habe ich schonmal was geschrieben.
      Aber nochmal kurz Zusammengefasst. Auch wenn ich anfänglich das gefühl hatte das Stinkt und wie kann man das freiwillig trinken war ich doch recht schnell sehr angetan von dem Tee. Obwohl ich immer noch der meinung bin das dieser nicht der beste einstieg für jedermann wäre
       
      Die ersten Pu Erh verkostungen
      Danach wurde der Menghai Palace Ripened Pu erh Cake Tea 2008 gekostet.
      hier muss ich sagen er schmeckte ähnlich wie Tuocha bloß weniger vielfalt teilweise nur eine einzige geschmacksrichtung die mir gar nicht zusagte. Obwohl der Geschmack ähnlich war. Diese verkostung wurde dann von mir frühzeitig abgebrochen.
      Fengqing Old Tree Raw Pu Erh 2013
      Wunderschöner Pu. Erinnerte mich beim trinken irgendwie an Wald und Wiese. Hatte einen anflug von Anis oder Minze auch wenn das nicht wirklich den Geschmack beschreibt wüsste es aber nicht besser zu beschreiben. Vielleicht einfach Frische? Freue mich hier schon auf die zweite Probe die noch vorhanden ist
      Fengqing Arbor Tree Ripened Pu Erh 2010
      Ich muss gestehen ich weis es gar nicht mehr genau. Ich empfand ihn als gut/trinkbar aber nicht herausstechend besonders. Kann mich auch kaum an ihn Erinnern obwohl es nur ein paar tage her ist.
      Also weder im guten noch im schlechten sinne.
       
      Longjing und Oolong
      Longjing
      Diesen Tee habe ich an zwei Tagen in Zwei Qualitäten probiert. Was mich hier sehr erstaunte war das der über doppelt so Teure Tee schlechter Schmeckte wie der Billige.
      Die Tees kosten ca. 18€/100g  und 40€/100g. Der Billige hatte viel mehr tiefe vielfalt und war lange nicht so langweilig und kaum schmeckend wie der Teure. Da ich aber jedes Sampler nochmal habe
      mal schauen was dabei rauskommt. Vielleicht Heißer aufgießen?

      zum Longjing im allgemeinen. Mich hat der Tee sehr positiv überrascht wie ähnlich er einem Japanischem Sencha Schmeckt und gleichzeitig völlig anders mit gefühlt mehr Tiefe. Denke gerade da werde ich mir demnächst mal etwas mehr holen.
      Dong Ding.
      Dieser Tee hat mir in beiden Quälitäten nicht sehr groß gefallen. Es war ziemlich geschmacklos, würde ich sagen. Vielleicht bin ich aber einfach noch nicht da angekommen, um alle herauszuschmecken.
      Da mir häufiger die etwas kräftigeren Tees besser Schmecken. Bei den anderen habe ich oft das gefühl von "ich Trinke heißes Wasser".

      Erst der Dong Ding von Nannuoshan hat mir gezeigt das es auch mit mehr geschmack geht. Aber dieser war mir trotzdem etwas zu leicht. Werde mich wohl mal auf die stärker gerösteten Oolongs fokussieren.
      Da Hong Pao
      Wie war das mit dem stärker geröstet Dann kam gestern nämlich mein bisheriger lieblinge der Oolongs in die Schale. Dieser gab es auch relativ billig auf Teavivre und ich war gespannt was diese Qualität zu bieten hatte. Auch wenn er lang nicht so gut war wie den wo ich mal von diekunstdestees hatte. Hat er mir schon besser geschmeckt wie alle drei Dong Ding. War etwas kräftiger im Geschmack und hatte eine leichte bitterkeit die ich angefangen habe zu mögen. Aber natürlich machte er Geschmacklich nicht so viel her. Nach 3 Runden war dann auch schon gefühlt Schluss.
       
      Respekt an die, die bis hierhin alles gelesen haben und sich für mein Geschreibe interessieren Was gibt es noch zu sagen?

      Ich trinke jetzt das zweite Longjing Sample und zwar die Schlechtere bessere Qulität xD
       
      PS: Bei mir gibt es vom Set Up eher weniger bilder da es immer gleich aussieht. Glasgaiwan mit meiner Schildkröten Schale besitze sonst nur noch eine Kyusu die ich für Sencha nutze so wie eine Matcha Schale für Matcha (Wer hätte es gedacht )
       
    • Von Winkla
      Habe schon sehr viel Japanischen Tee und auch etwas Oolong hinter mir. Jetzt möchte ich mich langsam dem China Grüntee zuwenden.
      In einem anderen Post von mir wurde mir schon einige Sorten vorgeschlagen.
       
      Hier wollte ich jetzt nochmal Konkret nachfragen wo bestellt ihr eure China Grün Tees und was könnt ihr empfehlen?
      Wobei ich sagen muss das ich nicht bereit bin mehr als 15€/100g auszugeben. Mir ist es auch egal ob aus Deutschland oder China direkt bestellt wird.
      Wie stark macht sich das Ernte Jahr bemerkbar. Also würdet ihr jetzt noch 2017er oder gar 2016er Tee kaufen? Wie verfahrt ihr mit Händler wie Tee Kontor Kiel wo kaum Jahresangaben zu finden sind.
      Da dieser Shop wohl doch hier sehr beliebt ist.
      Fragen über Fragen
    • Von Winkla
      Hallo,
      ich habe keine ahnung wohin mit meinen Post da ich einige Fragen zu einigen verschiedenen dinge habe und nicht 5 verschiedene Themen aufmachen wollte.
      Yuuki-Cha, Gyokuro, Shincha
      Ich trinke ja schon seit einiger Zeit Grünen Tee, vorallem aus Japan. Habe auch hier schon öfters mal eine frage gestellt und sachen gepostet. Jetzt wollte ich demnächst mal wieder bei yuuki-cha bestellen da ja jetzt die ersten Shincha kommen. Kann man dazu empfehlungen treffen?
      Mein Gyoukuro von Maiko geht mir auch langsam zu neige (Shupin-Gyokuro). Hat hier jemand erfahrung mit dem von Yuuki Cha? War jetzt mein erster ich fand ihn gut aber i.wie hat er mich noch nicht so ganz gepackt.
       
      China Grün Tee - Erste versuche
      Demnächst wollte ich mich langsam mal in die Welt der Chinesischen Tees vorwagen oder zumindest mal antesten, da diese ja um einiges vielfältiger sein sollen. Wo kann man da gut bestellen oder gibt es vielleicht empfehlungen für 1-2 gute Tees von Teegschwendner, habe ihr einen direkt vor Ort.
       
      Aufguss und Trinkgefäße
      Ich tinke sehr gerne Grünen Tee doch ich muss zugeben das ich mein Geschirr eher etwas vernachlässige. Ich habe nicht das gefühl 1000 verschiedene Kännchen und Schälchen besitzen zu müssen.
      Vielleicht übe ich auch das Hobby nicht so stark wie andere hier aus.
      Ich würde mir aber gerne demnächst eins zwei neue Schalen, Gaiwan oder vll auch mal eine Shiboradashi zulegen. Wobei es mir hier relativ egal ist ob aus Ton,  Porzelan, ob 100 Jahre alt oder gestern erst hergestellt. Sie sollt nur einigermaßen erschwinglich sein. Gibt es da gute anlaufstellen?
    • Von Zockerherz

      Händler: www.kobu-teeversand.de
      Teesorte: Hubei Xiang Luo
      Preis: derzeit 15,96 € 
      Dosierung: 4g auf 120 ml
      Wassertemperatur: 80 °C
      Wasser: gefiltertes Leitungswasser
      Ziehzeit alle Aufgüsse 90 Sekunden
      Heute möchte ich euch den Xiang Luo aus Hubei vorstellen. Besten Dank an Rolf für die Probe. Bevor ich hier fortfahre möchte ich kurz festhalten, dass ich nach diesem Prinzip alle meine Tees und Proben vorstellen werde. Also keine Sorge, wenn es meine Zeit zulässt werde ich mich dran machen  habe ja auch noch einige gute Tees von Yutaka-Tee und Teekontorkiel  
      Schon beim öffnen der Packung steigt mir ein sehr angenehmer Duft in die Nase. Sehr vielschichtig und wie immer habe ich das Problem es schlecht beschreiben zu können. Was mir allerdings direkt in den Sinn kommt ist der typische Geruch wenn man einen Hussel-Laden betritt. Erinnert sich der eine oder andere noch daran? So eine bunte Mischung aus süße, Lakritze und Blumigkeit. Klasse, bei dem Duft freut man sich auf die erste Tasse. Der Tee selber sieht ist schön gekräuselt mit einigen hellen, flauschigen Stellen. Kein Teebruch und nur wenige kleine Stückchen.
      Eine Zubereitungsempfehlung ist dieses mal nicht auf der Packung, aber nach meiner Erfahrung mit dem Jeoncha bleibe ich mein meiner Methode alle Aufgüsse 90 Sekunden mit 80 °C ziehen zu lassen. Im Anklang hat der Tee für mich persönlich eine ausgeprägte Tabaknote (kein kalter Aschenbecher, sondern eher frisches Tabakblatt) in Verbindung mit einer leichten süße. Im Abgang bleibt eine leichte  Adstringenz. Schlürfe ich den Tee meine ich noch einen kleinen floralen Einschlag wahrzunehmen. Herb finde ich den Tee überhaupt nicht, ok, ich mag es gerne etwas herber  Alles in allem hat der Tee für mich ein rundes Aroma, auch wenn ich leider (noch) nicht in der Lage bin alle Nuancen wahrzunehmen.
      Der Tee an sich ist sehr ergiebig. Ich habe locker 5 geschmackliche Aufgüsse produzieren können (Immer 80 °C und 90 Sekunden Ziehzeit). Wobei, wenn ich nun nach dem 5. Aufguss einmal nachschmecke, so habe ich einen doch sehr ähnlichen Geschmack im Mund, wie der Tee anfangs in der Packung gerochen hat.
    • Von SoGen
      Lushan Yunwu Cha (廬山云雾茶) - Wolken-und-Nebel-Tee vom Klausenberg
      Auf die Gefahr hin, Eulen nach Athen zu tragen, hier einige Worte über diesen Grüntee-Klassiker, dessen Ruf - unverdient, wie ich finde - etwas hinter dem anderer wie Xihu Longjing, Dongting Biluochun oder Huangshan Maofeng zurücksteht. Vielleicht ist das eine oder andere ja dem Leser noch nicht bekannt - und wenn ich selbst einer Falschinformation aufgesessen sein sollte, wäre ich selbstverständlich für eine Korrektur dankbar. Von besonderem Interesse ist bei diesem Tee der komplexe Verarbeitungsprozess, der 'panfire'- und 'bake'-Techniken für eine schonende Aufbereitung kombiniert.
      Zunächst jedoch zum Herkunftsgebiet. Der Lushan im Norden der Provinz Jiangxi südlich der Stadt Jiujiang ist eine nicht nur in geologischer und botanischer Hinsicht bemerkenswerte, spektakuläre Landschaft mit steilen Klippen, Grotten, Wasserfällen (darunter der 155 m hohe Drei-Stufen-Wasserfall 三叠泉瀑布) und Seen, sondern auch kulturgeschichtlich von großer Bedeutung. Der Lushan Nationalpark steht seit 1996 auf der 'World Heritage List' der UNESCO. Der Lushan ist bzw. war nicht nur ein Zentrum des Buddhismus wie auch des Daoismus; dort findet sich auch die um 940 gegründete Akademie zur Weißen-Hirsch-Grotte (白鹿洞书院), die renommierteste der vier klassischen chinesischen Akademien und wichtiges Zentrum des Konfuzianismus. Der Lushan zog immer wieder bedeutende Intellektuelle, Dichter und Maler an und wurde aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit zum Ursprungsort und locus classicus der chinesischen Landschaftsmalerei wie auch der Landschaftsdichtung.
      Dazu ein Beispiel: das vielleicht berühmteste chinesische Landschaftsgedicht stammt von Su Shi (蘇軾) und trägt den Titel 'Inschrift auf der Wand des Westwald-Tempels' (題西林壁). Su Shi (auch Su Dongpo 蘇東坡, 1036-1101) war ein Universalgenie; nicht nur Maler und Kalligraph (der am höchsten geschätzte der Song-Dynastie), sondern auch Humanist, Ingenieur, kaiserlicher Sekretär, Richter und politischer Dissident. Vor allem jedoch war er einer der größten Dichter Chinas. Im Jahre 1084 wurde Su Dongpo nach Junzhou in Henan verbannt. Auf dem Weg ins Exil durchquerte er den Lushan mit seinen zahlreichen buddhistischen Tempeln und Klöstern. Der Zen-Laienanhänger Su Shi besuchte dort auch den Westwald-Tempel (Xilin Si, 西林寺)  mit seiner berühmten Qianfo-Pagode von 951, dem Turm der tausend Buddhas. Noch heute lebt dort eine Gemeinschaft buddhistischer Nonnen und in der Pagode befinden sich 1800 Jadestatuen Buddhas. Dort, als Inschrift auf einer Mauer, hinterließ Su Dongpo das Gedicht - ein klassisches Qiyan Shi (七言詩); vier Zeilen mit jeweils sieben Schriftzeichen:
      橫看成嶺側成峰
      遠近高低各不同
      不識廬山真面目
      只緣身在此山中
      das ebene wird gebirge, steigend wird es gipfel
      von fern, von nah, von oben, unten - immer wandelnd zeigt sich
      des lushan wahres gesicht, nie ist es zu erkennen
      weil wir selbst inmitten dieser berge sind
      Über die bedeutenden Besucher des Lushan - viele unter ihnen passionierte Teeliebhaber - verbreitete sich auch der Ruf des hier erzeugten Tees. Man findet gelegentlich die Angabe, bereits Lu Yu (陸羽, 728-804) habe in seinem berühmten 'Klassiker vom Tee' (Chajing, 茶經) diesen Tee erwähnt, was ich jedoch nicht verifizieren konnte - im heutigen Jiangxi wird da vielmehr auf das südwestlich der Lushan-Region gelegene Yuanzhou (heute Yichun, ein Zentrum der Teeöl-Produktion) und das südlich an Yuanzhou anschließende Jizhou (heute Ji'an) verwiesen. Spätestens während der Song-Dynastie (960 - 1279) jedoch hatte der Tee vom Lushan einen legendären Ruhm erworben und wurde zum kaiserlichen Tributtee erklärt.
      Wie so häufig in China waren auch hier buddhistische Mönche Pioniere des Teeanbaus. Die Teeproduktion im Lu Shan geht der Überlieferung nach auf  Huiyuan (慧遠, 334–416) zurück, eine Schlüsselfigur bei der Inkulturation des Buddhismus in China, der erster Abt des 386 erbauten Dongling Si (Ostwald-Tempel, 東林寺) wurde und dort im Jahr 402 eine Gemeinschaft aus Mönchen und Laien gründete, die zur Keimzelle der Jingtu zong (淨土宗), der 'Schule des Reinen Landes', wurde. Huiyuan soll in dieser Region wilde Teebüsche vorgefunden und für die Anlage der ersten Teegärten im Lushan Sorge getragen haben. Das Klima ist für den Teeanbau optimal - ein subtropisches Monsunklima, jedoch aufgrund der Höhenlage (der Dahanyang 大汉阳峰 ist mit 1.474 m der höchste Gipfel) mit ausgeprägten Jahreszeiten; es gibt im Winter sogar Schnee. Dabei sorgen neben dem Monsun der Chang Jiang (Jangtse) im Norden und der Poyang Hu (Chinas größter Süßwassersee) im Osten und Südosten für Kühlung und Feuchtigkeit. An durchschnittlich 190 Tagen im Jahr gibt es hier Nebel. Die Teegärten liegen typischerweise in Höhen um 800 - 1.000 m über NN; das kleine Städtchen Guling im Zentrum des Lushan liegt in etwa 1.100 m Höhe.
      Gepflückt wird der Yunwu ausschließlich im Frühjahr, wobei der Mingqian (明前) - also der vor dem Qing-Ming-Fest (清明节) am 15. Tag nach dem Frühlingsäquinoktium gepflückte Tee - der gesuchteste und teuerste ist. Ein Sheqian (社前), also ein noch vor dem Frühlingsäquinoktium gepflückter Tee aus dieser Region, ist mir noch nie begegnet; das Klima scheint solch extreme Frühpflückungen hier nicht zuzulassen.  Yuqian (雨前), d.h. in den 15 Tagen nach dem Qing-Ming-Fest gepflückter Tee, ist hingegen relativ problemlos erhältlich. Gepflückt werden in qualitätsbewussten Teegärten nur Knospe und das erste Blatt (sog. 'kaiserliche Pflückung').
      Unmittelbar nach der Pflückung, die üblicherweise am frühen Morgen stattfindet, beginnt die Verarbeitung mit dem 'töten des Grün' (shaqing, 杀青). Dafür wird das Pflückgut in kleinen Portionen (350-400 gr) in einem Wok bei 150-160° C (relativ schonend, üblich sind sonst ca. 180°) etwa 6-7 Minuten erhitzt. Danach folgt das 'schütteln und zerstreuen' (dousan, 抖散), auf Bambusmatten, das für schnelle Abkühlung sorgt und ein Gelbwerden der Blätter verhindert. Anschließend wird das noch warme Blattgut auf Bambustabletts gerollt und geknetet  (rounian, 揉捻). Man lässt die Teeklumpen einige Minuten ruhen, bevor man sie wieder auflockert und sie ein zweites Mal im Wok erhitzt. Dabei werden die Blätter zwischen den Händen gerollt, wobei auch der silbrige Flaum hervortritt bzw. sich deutlich farblich abhebt (tihao, 提毫). Das Blattgut hat nun einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 80%. Es wird erstmals verlesen, d.h. gelbe oder sonst unansehliche Blätter werden von Hand aussortiert. Danach beginnt die eigentliche Trocknung mit seiner ersten Phase (chugan, 初干). Dabei wird der Feuchtigkeitsgehalt bei niedriger Temperatur (ca. 80° C) im Wok auf 30-35% reduziert. Anschließend wird das Blattgut geformt (cuotiao, 搓条) und dann ein zweites Mal verlesen, bevor die abschließende Trocknung (zaigan, 再干) den Feuchtigskeitsgehalt weiter auf ca. 6% reduziert. Dies geschieht nun nicht mehr im Wok, sondern der Tee wird auf Bambus etwa 20 Minuten mit 75 - 80° C heißer Luft getrocknet ('gebacken'). Man lässt dann den Tee einige Stunden an frischer Luft auskühlen und ruhen, bevor er verpackt wird. Das Geschmacksprofil ist frisch und harmonisch, floral mit dezenter Süße und anhaltendem Duft. Ein Frühlingsversprechen ...

       
      Schauen wir mal, wie sich das wahre Gesicht des Lushan in diesem Yunwu, einem bescheidenen Yuqian, zeigt. Um es zu erkennen, bedarf es freilich auch noch des Geruchs- und Geschmacksinns - und achtsamer, respektvoller Behandlung des Tees. Wer sich darin verliert, vergisst dann auch die Berge ...
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