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ich finde diese maschinen auch oldschool.

ich hab mich jetzt für ein pilotprojekt angemeldet, bei dem mir ein  wlanfähiger prozessorchip unter die zunge implantiert wird.

dazu gibt es dann nen qr -code-scanner und im abo jede woche eine schöne broschüre mit infos über einen neuen tee. auf dieser scanne ich dann den code und die geschmackinfos werden direkt in den chip gesendet und von diesem in reize umgewandelt und an die zunge weitergegeben.

das tolle: nie mehr probleme mit teegeschirr, falschen mengen , ziehzeiten, schlechtem wasser etc. der chip zeigt mir was sache ist und wie der tee gefälligst zu schmecken hat. aufbrühen war gestern

bearbeitet von phoobsering

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vor 4 Stunden schrieb nubertfan:

Sooo schlecht finde ich die Idee gar nicht. 

Ich finde die Idee gar nicht soooo schlecht. Ich selbst gieße den Tee auch nicht von Hand auf sondern habe mir den Gastroback gekauft. Ich stehe nicht so auf das Teeritual sondern mag einfach Tee genießen.

 

Wenn der Preis nicht so mega hoch wäre und es mehr Auswahl an Teesorten geben würde, wäre das glatt etwas für mich.

Technik hin oder her. Ich glaube aber nicht, dass man da nur die Teesorten des Anbieters nehmen kann.
Ist ja wohl loser Tee, der verwendet wird, oder? Also sollte da auch jeder andere Tee aufbrühbar sein.
Schreibt der Händler ja auch. "Verwenden sie lose Tees jeglicher Art."
Desshalb frage ich mich, weshalb Du immerwieder auf die geringe Teeauswahl ansprichst, ich persönlich
würde meinen Tee eh nicht über einen Händler für Elektroartikel beziehen wollen. Denke da ist man
diesbezüblich bei den einschlägigen Händlern schon besser aufgehoben.
 

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Sehr interessantes Thema hier. Speziell für mich, bin ich doch beruflich in der IT unterwegs und habe auch Spaß wenn ich mal selber was basteln kann ;)

Aber hier beim Tee würde mir das gar nicht gefallen. Für mich ist die Teezubereitung etwas besonderes, etwas ohne Maschinen. Ich habe einen Beutel mit Teeblättern vom vertrauenswürdigen Teehändler, ein wenig Zubehör, einen Wasserkocher und natürlich etwas zum aufgießen. Aber genau das möchte ich. Ich möchte die Keramik in der Hand halten, vielleicht sogar die rauen Stellen merken, wenn ich mit den Fingern darüber gehe. Dann will ich den Tee darin zubereiten und darauf gespannt sein, was in ein paar Sekunden für ein Geschmack auf der Zunge ist.

Natürlich ähnelt sich der Geschmack, aber ich kann experimentieren, ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Und das ganze ohne Bildschirme, Knöpfe usw.

Das gehört für mich (!) einfach schon dazu, sich das bewusste Zeit dafür nehmen :) 

Und @nubertfan : Nicht als Kritik an dir verstehen aber wer sagt dir, dass die einheitliche Zubereitungsweise von Vorwerk die im Gerät programmiert ist, die beste ist? Die dir den besten Geschmack liefert? Da bin ich doch lieber schlichter unterwegs und probiere aus :) Aber wie gesagt: Über Geschmack kann man sich nicht streiten und inwiefern dieser Tee, sei es jetzt aus der Maschine oder der aus der Shibu irgendwelche anderen Eigenschaften hat diskutieren wir mal besser nicht :D 

Meine paar Sätze zum Thema :)

Am Ende muss der Tee schmecken!

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Das ist zwar kein unabhängiger Test, doch in dem Video sieht man das Gerät mal im Einsatz und kann sich ein recht gutes Bild darüber machen, was es bieten kann.

 

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@Raku Danke! Ich glaube, denn Test bei  einer meiner Nachbarinnen kann ich mir sparen.

Jetzt bleiben nur noch folgende Fragen:

  • Soll ich alle meinen Kannen, Gaiwan, Teebretter und ähnliches hier im Forum verkaufen , um dann mit dem rissen Gewinn dieses Gerät plus den QR-Code Tee kaufen?
  • Oder ich kaufe für 600 € Tee, denn ich dann nicht Computergesteuert korrekt zubereite und da durch nicht das beste (automatisierte) Geschmackserlebnis habe?

Das sind sehr schwierige Endscheidungen, :kopfandiewand:

PS. oder ich  fahre noch mal eine Woche nach Hamburg und trinke normal, wie bisher meinen Tee :lol:

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Danke für den Link @Raku

Ich habe mir das Video gerade angeschaut, dabei einen guten Pu getrunken ;) 

Ehrlich gesagt bin ich nicht überzeugt von diesem Gerät. Natürlich sind viele Leute aus diesem Forum vermutlich nicht die Zielgruppe von Vorwerk, aber ich habe allgemein einige Zweifel:

- 7gr vom grünen Tee kosten 90ct, d.h. wir haben knapp 13ct/gr Tee, dazu natürlich den Verpackungsmüll... Wenn man es hochrechnet sind wir bei 13€ auf 100gr. Ist natürlich nicht gerade günstig, ich denke, dass man für den Preis bei einigen forenbekannten Händlern hier für den Preis durchaus gute Grüntees bekommt. Ich bin kein Grünteeexperte, aber mich würde es wundern, wenn der Tee von Vorwerk besser wäre. Besonders weil ich vermute, dass sie nicht zwingend nach China oder Japan reisen und sich den Tee vor Ort anschauen... Ich vermute eher, dass es natürlich Massenware ist, bei meiner Rechnung oben habe ich ja zudem weder Verpackungskosten noch alle anderen Unkosten inklusive Gewinn mit einberechnet. 

- Der Mann von Vorwerk geht darauf ein, dass die Hintergründe erklärt werden. Ich war mal so frei und habe mich ein wenig auf der Homepage herumgetrieben, am Beispiel des weißen Tees habe ich zumindest das Gefühl, dass ich nicht wirklich viele Informationen bekomme, wenn ich mich wirklich (!) mit dem Thema auseinandersetzen möchte: https://temial.vorwerk.de/tee/gruener-tee/long-jing-tee/ Für mich sind da eigentlich nur Standardangaben, wenn ich zudem wissen will, wie Teeblätter zubereitet werden, finde ich die Informationen auch im Netz oder in einem einfachen Buch. Dann auch etwas ausführlich und detaillierter... Interessant sind übrigens auch die Seiten zum Früchtetee, beispiel hier Orange-Sanddorn: https://temial.vorwerk.de/tee/fruechtetee/orange-sanddorn-tee/ 

- Interessant, auch weil im Video darauf eingegangen wird: Trinktechnik. Er schlürft den Tee, schluckt ihn aber direkt herunter.. So kann man doch gar nicht alles schmecken :(

 

Für mich ist eigentlich die zentrale Stelle: Es wird ja gesagt, dass der Tee auf eine bestimmte Art zubereitet werden soll. Da man/Wenn man sich nicht damit beschäftigen möchte, ließt man diesen QR Code ein und dann wird alles automatisch geregelt... 

-> Genau das möchten wohl eher weniger Leute aus dem Forum. Diese Maschine ist daher in meinen Augen für die Leute, die was schickes in der Küche stehen haben wollen, dass Geräusche macht und ganz kompliziert aussehende Techniken (QR Code, digitalanzeige, aufwecken des Tees), damit sie das Gefühl haben was exklusives zu haben. Die ursprüngliche Bedeutung von Tee als Zeremonie oder einfach als Möglichkeit vom Alltag abzuschalten spielt dabei keine Rolle. Ich würde Vorwerk auch als Marke betrachten, also durchaus zum profilieren gedacht ;) 

 

Das mal so zusammengefasst, wie ich das sehe.

Mich würde aber wirklich mal interessieren warum man sich das kauft. Für mich gibt es beim Tee trinken eigentlich zwei Gruppen von Personen:

- Gruppe A trinkt Teebeutel und hat ein paar Packungen in einem Küchenschrank stehen. Earl Grey, vielleicht ein grüner, ein paar Früchteteemischungen, vielleicht sogar mal ein paar lose Tees die aus einem kleinen Teeladen mitgenommen wurden. -> So jemand kauft doch eher selten eine 600 Euro Maschine?

- Gruppe B sind eher die Menschen aus dem Forum, die Tee wirklich schätzen, auch teuren grünen, schwarzen, oolong oder Pu trinken und so vielleicht auch mal im Alltag abschalten, wenn sie 1-3h Tee trinken. Auch die Gruppe braucht sowas nicht oder? :D 

Wie seht ihr das? Ich wunder mich wirklich, welche Zielgruppe sie haben, abgesehen von den Menschen, die sich vielleicht damit profilieren wollen? So viele Vorteile wie ein Thermomix hat das Ding ja nicht... 

@KlausO sehe deinen Post erst jetzt, waren wohl zeitgleich am tippen :D Weißt du aus welchen Gründen sich deine Nachbarin das Ding gekauft hat? Ich verstehe es halt wirklich nur sehr schwierig, vielleicht kennst du ja den Grund :)  

bearbeitet von paxistatis

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Ich nehme mal an, dein Auto hat nicht mehr als 10.000 Euro gekostet, denn es erfüllt seinen Zweck, sich von A nach B zu bringen genauso gut wie eines für 20.000 Euro.

 

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Jeder zweite Haushalt hat einen Kaffeevollautomaten zu  Hause, der weit über 600 Euro kostet. Schon eine recht unverschämte Aussage um den Preis ihrer Maschine zu rechtfertigen. Die Rundungen der Kunstoffteile sind sehr aufwendig zu produzieren? Ein QR-Scanner und die dort verwendetet Softwareentwicklung sind kostspielig? Also wenn ich bedenke, was so in anderen Produkten längst möglich ist, zu viel kleineren Preisen, dann wage ich doch die ein oder andere Aussage hierzu aber heftig anzuzweifeln. 

Ich glaube ihnen, dass sie sich Gedanken bei dem Gerät gemacht haben, dass sie hier durchaus hochwertige, robuste und langlebigere Komponenten verbaut haben, die man so bei der Konkurrenz nicht findet und die somit ihren Preis wert sind. 

Mich würde da eher interessieren, ob andere Hersteller auch ihren Tee mit QR-Code versehen können und ob die Temial diesen dann auch ließt oder nur die Sorten von Vorwerk akzeptiert? Also wie geschlossen ist das System und wie sehr setzt Vorwerk hier darauf, dass das eigenen Teesortiment genutzt wird oder ob hier eine Öffnung für andere Teelieferanten geplant ist? Will man dann jeden liefern lassen oder nur zertifizierte Lieferanten, die dafür eine gewisse Lizenzgebühr entrichten? Da würde mich das Geschäftsmodell interessieren, wie sehr hier die Teelieferung in welchem Umfang eine und welche Rolle spielt ;)

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@paxistatis nein, ich habe hier wirklich 2 Damen die für Vorwerk Vorführungen machen. Ich glaube Bezirksleiterinnen oder so was. Ich habe ganz  am Anfang man erwäht, dass ich eine der beiden mal auf eine Vorführung anspreche, gebe aber zu, zwischenzeitlich interessiert es mich nicht mehr.

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@Joaquin

So wie ich die Dame im Vorwerk-Laden verstanden habe, darf jeder Hersteller die QR-Codes benutzen. Ob als Lizenz oder frei, danach habe ich jetzt nicht gefragt. Im Übrigen kann man seine persönlichen Vorlieben (Temperatur, Ziehzeit usw.) für jeden Tee auch vorgeben und speichern.

bearbeitet von Joaquin
Vollzitat entfernt

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@Joaquin ich sprenge wohl die Statistik, ich hab gar nix für Kaffee zu hause stehen... Da muss wohl irgendwer in DE einen richtig teuren Kaffeevollautomaten haben :D 

Das mit den QR Codes und dem Teesortiment ist wirklich eine gute Frage. Auf deren Seite sieht man doch ein sehr limitiertes Teesortiment:

https://temial.vorwerk.de/tee/

10 verschiedene Tees: 1 Früchte, 1 Roibos, 2 grün, 2 weiß, 2 schwarz, 1 oolong, 1 Kräutertee..

Was bringt mir die Maschine, wenn ich dann für eigene Tees das selber programmieren muss? Widerspricht Vorwerk sich da nicht selbst? Der Nutzer will sich nicht beschäftigen, sobald er aber mal einen zweiten schwarzen Tee trinken will, muss er ausprobieren was passt? Ich vermute mal es soll noch mehr dazukommen, aber was ist wenn ich das Gerät jetzt sofort kaufe? Macht auf mich den Eindruck, dass der Geschmack bzw. das Ausprobieren wirklich nicht so priorisiert werden...?

@KlausO Achso, dann habe ich dich falsch verstanden, sorry! Ich dachte die Nachbarin hätte die Maschine gekauft und bei sich stehen.. Naja Vorführungen und kaufen sind ja schon was anderes ;) Wobei eine Vorführung bestimmt interessant werden würde, wenn man da mal mit einem Bing auftauchen würde, etwas Tee abbricht und den zubereiten will? :D 

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vor 1 Minute schrieb KlausO:

@Sungawakan , ich hoffe du meinst das mit dem Auto allgemein :lol:, meine Gurke kannst du nicht meinen.

Grundsätzlich will ich damit sagen, dass es jedem doch selbst überlassen werden sollte, wie viel sie für so ein Gerät auszugeben bereit sind. Wie gesagt, mir hat ein Auto für 10.000,00 Euro neu gereicht, andere Kollegen haben fast 30.000,00 Euro für einen Gebrauchtwagen gezahlt. Beide können wir jedoch auch nur von A nach B damit fahren, ob ich meinen Außenspiegel jetzt beheizen kann, war mir nicht so wichtig. 

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@Sungawakan Ich glaube keiner hier spricht der Maschine die Existenzberechtigung ab. Allerdings ist ein Großteil der Mitglieder des Forums etwas anderes gewohnt und kann der Maschine nichts abgewinnen oder wie z.B. ich nicht verstehen, wieso man sich die überhaupt kauft. 

Klar, für Tee würde im Endeffekt der 10€ Wasserkocher aus dem nächsten Geschäft reichen, dazu eine Tasse, ein Sieb, Wasser und der Tee selbst. Auch mehrere Kyusus, Gaiwane usw. machen ja nicht zwingend Sinn. Hier prallen halt zwei Ansichten aufeinander, die modere Maschine gegen die traditionelle Keramik ;) Natürlich braucht der eine das andere nicht und amüsiert sich wohl auch darüber. Trotzdem ist das Thema natürlich interessant, auch wenn wir es ggf. belustigt betrachten. Am Ende muss jeder entscheiden wofür er das Geld ausgibt. Ich würde für 600 € definitiv etwas anderes kaufen. Allerdings auch nicht unbedingt beheizte Außenspiegel am Auto, eher guten Pu oder Oolong :) 

Hauptsache jeder trinkt Tee der schmeckt :trink_tee:

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Was ich hier ansonsten bei der Thematik noch sehe ist, wie selbst Technik affine Menschen, bei ihrem geliebte Hobby gewisse Automatisierungen schon quasi verteufeln. Wo wir schon beim Auto sind, nehme ich dazu gerne den deutschen Autofahrer. Das Auto selbst darf Unsummen kosten aber ein Automatikschaltgetriebe? Auf gar keinen Fall :P Hat sich in den letzten Jahren zum Glück etwas gewandelt, aber es ist schon fast peinlich wie sehr das Schalten mit der Hand, quasi als Symbol der Motorkraftbändigung angesehen wird ohne die man sich der Männlichkeit geraubt fühlt. Was nützen einem die zig Pferdestärken, wenn man sie nicht per Schaltung individuell dosieren kann? Ein Pferd muss man ja auch kräftig an den Zügeln zu bändigen wissen ;)

Beim Tee ist es eher das Spirituelle und weniger das Maskuline, aber ebenso wie der Autofahrer will man am Ergebnis selbst "schrauben", verfeinern, experimentieren usw. Und auch da gibt der ein oder andere an Hardware Unsummen aus um diese händisch bedienen zu können/dürfen/müssen. Gerade die Hobbyisten, geben für das "richtige" händische Handwerk oft viel mehr aus, wie jemand der sich das ein oder andere Lifestyle-Gerät kauft und damit zufrieden ist. Daher ist oft das Argument des Preises gar keines.

Wir wissen doch alle, das die Bedürfnisse und  Kriterien für jeden anders gewichtet und verteilt sind. Was für den einen keinen Sinn macht ist für den anderen mehr als sinnvoll. Und selbst das kann sich morgen für den ein oder anderen, wieder ändern :)

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Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen:

Zum Thema gibt es auf Youtube weitere Videos: 

Ein sogenannter Teatalk, gibt mehrere Folgen, hab mir nicht alle angeschaut, aber vielleicht will es ja der ein oder andere machen :) 

Ansonsten @Joaquin stimme dir da zu, jeder will es anders :) 

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Bei diesem Video ist doch schön zu sehen, welche Wünsche mit dieser Maschine verkauft werden. Man ist jung und dynamisch, kleidet sich im Partnerlook und ist damit verbunden, stylisch, hat eine angemessene Wohnsituation usw. Muss der Kunde nicht haben, aber wenn er die Maschine kauft, dann kauft er auch die Werte und Seensüchte die damit verbunden sind. Und jetzt nicht lustig machen, denn das selbe wird auch bei den traditionellen Tees und deren Werbung gemacht, wenn auch etwas anders. Habe da auch nie eine unaufgeräumte, potthässliche Wohnung gesehen, klischeehafte Harz IV Empfänger oder alte Leute, außer man will mit einem altem, asiatischem Menschen die Lebensverlängernde Wirkung von Tee verkaufen ;) Trotzdem, hier wird die Zielgruppe schon recht deutlich :)

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@paxistatis Ausser dem Teetrinkertyp A und B gibt es noch einige weitere Typen. Auch wenn man sich die Geschichte seines eigenen Teewegs in Erinnerung ruft, so haben viele ihre Phasen, gerade wenn man über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg Tee trinkt, was auch damit zusammenhängt, dass man erst im Laufe der Zeit gewisse Tees und Möglichkeiten sie zuzubereiten und zu genießen finden konnte. Heute ist ja durch das Internet vieles einfacher zu entdecken.

Doch ich versuche es mal einfacher zu halten.

Es gibt auch bei den Teetrinkern Leute, die gerne Tee trinken und sich da etwas Besonderes wünschen, für sich, für ihre Gäste. Auf viele wirken Kannen altbacken, andere finden es anscheinend wirklich zu aufwendig, sich mit Teezubereitung zu beschäftigen  oder brauchen das gewisse etwas, um es hip und modern zu finden.

Sehr viele trinken Tee, weil sie keinen Kaffee mögen oder vertragen. Nicht gerade wenige stellen sich auch hier im Forum damit vor, dass sie auf Tee gekommen sind, weil sie etwas Gesundes trinken möchten. Wenn das Drumherum dann auch noch schick aussieht und man etwas programmieren kann, dann passt es in diese Zeit.

Selber habe ich einige Menschen von sich erklären hören, warum sie diese oder jene Kaffeemaschine haben. (Viele erklären sich ja immer gleich selbst, wenn ich erwähne, dass ich Tee bevorzuge.) Eine Senseo-Maschine produziert ein dunkles Gebräu, das bestimmt Koffein enthält, aber guten Kaffee macht sie definitiv trotz aller Beteuerungen nicht. Für die, die es nicht kennen: Hier ist das Kaffeepulver vorgemahlen in einem Päd, ähnlich einem Teebeutel. Viele empfinden es als praktisch, einfach nur aufs Knöpfchen drücken zu können. Ich habe auch die Aussage gehört, dass man Kaffeeconnaisseur sei, weshalb man schliesslich die Cafissimokapseln von Tschibo hat.

Den Preis für den Tee in den Sachets finde ich jetzt nicht besonders unangemessen hoch, Probeeinheiten vom guten Teehändler kosten auch etwas mehr, als normalgroße Verkaufseinheiten, auch wenn ich jetzt zu der Qualität der Tees selber gar nichts sagen kann. Vergleicht man die Kaffeekapselpreise, ist man da um ein Vielfaches darüber.

Das hier ist ein Kommentar, den ich unter dem von mir oben verlinkten Beitrag las, was es gut auf den Punkt bringt, warum man zu so einer Maschine greift: "Ich hab mir bereits einen vorbestellt und freue mich riesig. Abends den Tee für Morgen Früh rein, Uhrzeit einstellen und nach dem aufstehen mit perfekt gebrühtem Tee empfangen werden. Vor allem die richtige Temperatur und die exakte Ziehzeit sind entscheidend, das bekommt man mit der Hand oft nicht hin. Auch das Aufwecken macht keiner oder das mehrfache Aufgießen, da der Aufwand dafür zu groß wäre. Das Gerät hat so viel Potential das von vielen gar nicht erkannt wird. Wenn man sich mit der Thematik auseinander setzt, erkennt man schnell, dass es nicht einfach nur ein Wasserkocher ist."

Die Mutter eines Freundes überraschte mich Anfang der 90er mit einem Tee aus ihrer Teemaschine. Das fand ich ganz schön schräg, was es alles gibt. Das war allerdings ganz normal mit Knöpfchen zu bedienen und irgendwo konnte man die Ziehzeit einstellen. Für sie hatte das Gerät den großen Vorteil, dass ihr Mann ihr morgens den Tee schon ziehen lassen konnte, bis sie aus dem Bad kam. Ähnlich, wie es der obige Teminalkunde als Vorteil beschreibt.

Es geht seltsamerweise keiner auf das genutzte Wasser ein. Empfiehlt Vorwerk selber gefiltertes Wasser oder stilles Mineralwasser?

Geschmäcker und Ansprüche sind sehr verschieden und so eine Maschine ist eher nicht für die meisten der Teetalker hier erfunden. Ähnlich wie @KlausO habe ich auch schon gedanklich Listen erstellt, wie ich 600€ in Tee anlegen könnte.  Meine Prioritäten habe ich da anders gewählt und das liegt nicht nur darin, dass ich mein Yoga nicht in der kurzen Ziehzeit schaffe.

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Wir hatten vor 35 Jahren, in unsere ersten gemeinsamen Wohnung eine Krupps 3 Kammer Teemaschine. Die habe ich Morgens immer vor dem Duschen gefüllt. Fand ich damals auch Toll, raus aus dem Bad, Tee fertig, ab zum Arbeiten.

Heute, Tasse, Dauerteefilter, japanischen Krümmeltee (meistens Gyokuro), Wasser 55°, 60sec. Ziehzeit, Frühstück richten und einpacken. Tee trinken, lecker da Qualität, ab zum Arbeiten.

bearbeitet von KlausO

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Ich muss irgendwie immer häufiger an die Geschichte des Ziehbrunnens von Zhuangzi denken. So auch beim Lesen dieses Themas.

Zitat

Dsï Gung war im Staate Tschu gewandert und nach dem Staate Dsin zurückgekehrt. Als er durch die Gegend nördlich des Han-Flusses kam, sah er einen alten Mann, der in seinem Gemüsegarten beschäftigt war. Er hatte Gräben gezogen zur Bewässerung. Er stieg selbst in den Brunnen hinunter und brachte in seinen Armen ein Gefäß voll Wasser herauf, das er ausgoß. Er mühte sich aufs äußerste ab und brachte doch wenig zustande.

Dsï Gung sprach: »Da gibt es eine Einrichtung, mit der man an einem Tag hundert Gräben bewässern kann. Mit wenig Mühe wird viel erreicht. Möchtet Ihr die nicht anwenden?«

Der Gärtner richtete sich auf, sah ihn an und sprach: »Und was wäre das?« Dsï Gung sprach: »Man nimmt einen hölzernen Hebelarm, der hinten beschwert und vorn leicht ist. Auf diese Weise kann man das Wasser schöpfen, daß es nur so sprudelt. Man nennt das einen Ziehbrunnen.«

Da stieg dem Alten der Ärger ins Gesicht, und er sagte lachend: »Ich habe meinen Lehrer sagen hören: Wenn einer Maschinen benützt, so betreibt er all seine Geschäfte maschinenmäßig; wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz. Wenn einer aber ein Maschinenherz in der Brust hat, dem geht die reine Einfalt verloren. Bei wem die reine Einfalt hin ist, der wird ungewiß in den Regungen seines Geistes. Ungewißheit in den Regungen des Geistes ist etwas, das sich mit dem wahren SINNE nicht verträgt. Nicht daß ich solche Dinge nicht kennte: ich schäme mich, sie anzuwenden.

Ich bevorzuge z.B. auch Selbstgekochtes, das ruhig jedes Mal ein wenig ander schmecken darf, und nicht wie Convenience Food oder Essen im McD*-Stil immer gleich (langweilig) schmeckt. Liegt vielleicht auch dran, dass ich nicht an die eine in jeder Situation "perfekte" Zubereitung glaube, die durch eine Handvoll Parameter ständig und jederzeit wiederholbar wird. Aber klar, jedeR wie er/sei mag...

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Ah! Danke @paxistatis für das Video. Es ist gar nicht schlecht gemacht, finde ich. Natürlich wird sehr viel gegrinst und es werden schlimme Gusseisen-Utensilien verwendet. Aber die manuelle Zubereitung wird insgesamt realistisch repräsentiert. Klar, man muss eigentlich nicht mit dem Thermometer und dem Timer rummachen, aber bei vielen anderen Maschinen wird nur davon geredet, dass die manuelle Zubereitung fast unmachbar kompliziert ist - hier ist das doch ganz schön dargestellt, dass es kein totales Hexenwerk ist. Wenn man Anfänger ist, wird man tatsächlich genau so am Teetisch sitzen.

Klar - es geht ja den Nerds auch ums handgemachte. Ich finde zwar nicht, dass maschinengemachtes gar so seelenlos ist, wie @nemo  dies schreibt, aber die Analogie zum Selbstgekochen ist m.E. schon treffend. Für mich ist es gar nicht das Ziel, den Tee jedesmal gleich zuzubereiten - die Fluktuationen sind ein großer Teil des Spaßes. Aber wenn ich nicht viel Zeit hab, dann schmeiß ich nen Liter Wasser auf 10g Schwarztee, lass das 5-10min ziehen und füll es ab. Da könnte man dann auch auch einen Temial nehmen. Man macht ja nicht jeden morgen eine Stunde Gong Fu Cha.

Dennoch natürlich sehr niedlich, und werbemäßig geschickt dargestellt, wie man sieht, dass die Namaste-Hannah noch Zeit für Yogaübungen hat, wärend der Temial-Thomas brühen muss.

Nachtrag: Vorwerk verdient auch ein anerkennendes Kopfnicken dafür, dass die ausgelieferten 10 Tees alle ohne Aromastoffe sind.

bearbeitet von miig

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Mal am Rande, bei mir steht ein KVA (Kaffeevollautomat) auch wenn er keine 600€ und mehr kostet, sondern ein bescheidenes Modell, der aber guten Kaffee macht und das auch noch schnell. Perfekt für unter der Woche. 

Hatte auch die Senseo, Kaffee nicht Luftdicht und immer fad. Danach die Dolce Gusto (Kapselmaschine) guter Kaffee, viel Plastikabfall. Jetzt den KVA mit Fair Trade Bohnen vom Händler des Vertrauens, das auch das Umwelt Bewusstsein bedient wird.

Daneben steht eine Espressomashine mit Handhebel, entspannt, leise, alle Parameter werden selbst bestimmt. Perfekt für Tage mit Zeit, wird aber nur am Wochenende angeworfen, da es aufwändig ist. Vorheizzeit von 30 Minuten. Dafür schmeckt der Espresso anders, besser, nie gleich, immer auf der Suche nach dem perfekten Shot.

Im Kaffee Bereich gibt es auch Coldbrew, wie bei Tee, dann noch der gute alte Filter Kaffee in verschiedenen Varianten, der traumhaft sein kann, wenn er von jemandem zubereitet wird, der es versteht.

Was ich hier von Kaffee im Tee Forum erzähle Soll auf folgendes heraus, die Maschine wird verkauft werden. Vorwerk hat eine entsprechende Klientel (ich oute mich, habe einen Kobold), der Service ist meist hervorragend und die Produkte haben eine sehr gute Haltbarkeit. 

An den meisten Tagen finde ich keine Zeit mir auch nur ein Kännchen Tee zu machen. Wenn es gut läuft, dann am Morgen zwischen Aufstehen und aus dem Haus gehen eine kleine Session mit Gyokuro. Wenig aufgüsse, verträgt auch Zeihzeiten neben der Norm und ist für mich unkritisch. Das neben dem ganzen Trubel mit Frau und zwei Kindern. Hier ist ein Punkt an dem solch ein Produkt die Nische finden kann und mit annehmbaren Ergebnissen Punkten kann. Auch in der Gastronomie kann solch ein Produkt manche Nische finden.

Ich liebe es bei Tee wie auch Espresso die Parameter selber in der Hand zu haben, doch gibt es Momente in denen eine Maschine, die gleichbleibende und annehmbare Ergebnisse liefert einfach Punkten kann. Es wird auch die Lifestyle und Foodies geben, die eben jenes Produkt suchen und rein maschinell Tee trinken werden. Auch die Menschen, denen nichts an der Kanne für Tee vorbei führt. Beides die Extreme, dazwischen verschwimmt es zu grau.

Ich bereite mein Essen auch lieber in guten Gusseisen zu, meiner Frau ist eben jenes zu schwer und sie nimmt lieber Alu mit Beschichtung. Ich habe gerne mit Gasherden gearbeitet, Induktion ist aber doch etwas angenehmer für mich, leider konnte ich keine Gaskochstelle in meine Küche planen, wäre toll gewesen. Aber seit ich Induktion habe, macht kochen wieder richtig Freude.

Was ich nach dem ganzen Geschwafel sagen will, die Zeit bewegt sich weiter, vieles muss heute maschinell sein, da viele es erwarten. Deswegen wird die gute alte Kanne Tee nicht sterben. Nur weil es Smarthome gibt, muss es nicht jeder haben, ich nehme gerne den Schlüssel und drücke lieber die Türklinke, anderen ist es zu doof. Die Welt verändert sich, vieles was heute möglich ist, erscheint wie Magie. Ich drücke auf den Knopf, das Auto öffnet sich. Ich habe mein Smartphone (gut, ich jetzt nicht, aber viele, hab nämlich keine Mobiltelefon) und Wärme schon einmal die Kaffeemaschine vor.

Auch wenn ich vieles nicht benötig, empfinde ich es teils interessant was alles möglich ist, oder was manche als Maschine nutzen. Ich verstehe auch nicht die Existenz von der Thermomix, hat aber viele Freunde gewonnen. Ich muss aber auch nicht alles verstehen, darunter fallen Lampen mit fest verbauten Leuchtmittel, damit ich noch mehr Abfall produziere...

Ich bin mit 35 Jahren jetzt schon für viele technischen Neuerungen zu alt oder benötige diese nicht. Von Zeit zu Zeit finden aber auch technische Neuerungen ihren weg zu mir. Wir haben einen Touch Wasserhahn, man berührt ihn, er geht an, man berührt ihn, er geht aus. Braucht man nicht, ist aber eine Spielerei die das Leben einfacher machen kann, wenn auch für viele sinnloser Luxus.

Es dachte auch niemand das die Kröte den Tee entsagt...

Ich hoffe ihr findet den Punkt auf den ich hinaus wollte.

bearbeitet von Cel

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