1. Doris Lessing

    Doris Lessing

  2. MB77

    MB77

  3. Entchen19

    Entchen19

  4. Diz

    Diz

  5. paxistatis

    paxistatis

  6. Quorton

    Quorton

  7. Teelix

    Teelix

  8. OstHesse

    OstHesse

  • Gleiche Inhalte

    • Von OstHesse
      Ein gesundes Neues Jahr allerseits!
      Der Jahresbeginn ist gewöhnlich die Zeit der guten Vorsätze und auch ein Anlass so maches von der Seele zu schütteln!
      Die Welt des Tees ist voll mit Weisheiten, Regeln und Normen die jeder kennt, wie z.B. eine Yixing-Kanne pro Teeart, Grüntee kühl aufgießen, Bergquellwasser ist das beste Teewasser, soviel Gramm pro soviel Aufgussgefäßvolumen, Einhaltung der Zeremonie-Regeln beim Teetrinken, etc. Aber wir alle wissen, dass wenn die Sonne untergeht    es Leute unter uns gibt, welche ihren Tee oder Teegeschirr auf eine Art und Weise verwenden wo selbst der heiligste Teemeister verzweifeln und vom Glauben abfallen könnte!
      Meine schlimmste "Sünde"...
      Ich nehme 8 Gramm Bai Mudan (alle Qualitätsstufen!), tue das in eine 180ml Duanni Yixing - Kanne, wärme diese mit 95°C Wasser und haue dasselbe Wasser sofort in die Kanne! Dann warte ich etwa 1 Minute lang und erhöhe die Brühzeit mit jedem Aufguss. Aufgüsse 4 bis 7 mache ich mit richtig kochendem Wasser und lasse die Kanne 3-4 Minuten stehen!
      Spaß muss ein.
      Was sind denn Eure Tee-, Teegeschirr- und Aufgussgewohnheiten die völlig gegen den Mainstream gehen???
      Grüße, OstHesse
    • Von Quorton
       
      Man findet viele Videos zu Teezeremonien und anderen Quatsch auf Youtube. Es gibt jede Menge Gongfu-Vorstellungen die uns erklären, dass das und nichts anderes DIE traditionelle Art der Teezubereitung ist. Daher meine Überraschung als ich dieses Video gefunden habe. Es gibt hier auf den Forum Leute mit deutlich mehr Erfahrung als ich, also alles was ich hier sage ist mit Vorsicht zu genießen. 
       
      Dieses Video scheint alles richtig zu machen. Wenn man die zeitgenössische Quellen ließt, genau so stellt man sich die Song Dynastie hohe Teekultur vor. Der Wasserbehälter ist typisch mit einen spitzen Ende, die Schale ist auch stilistisch passend, der Tee wird tatsächlich so gut vorbereitet, dass der Schaum weiß ist... 
       
      Ich finde auch das Video besser als das von Global Tea Hut. Dort wurden unpassende Schalen genutzt. Zusätzlich wurde die Vorbereitung und Servierung ein bisschen komisch gemacht. Hier ist das besagte Video: 
       
       
      Um eine Ergänzung für interessierte zu verlinken, hier ein Video zu Song-Teekeramik: 
       
       
      Bücher auf die ich meine Aussage zu Authentizität mache:
      Mair, Victor H. und Erling Hoh. 2012. The True History of Tea. London: Thames and Hudson Ltd.
      Benn, James A.. 2015. Tea in China: A Religious and Cultural History. Honolulu: University of Hawaii Press.
       
    • Von OstHesse
      Hallo ihr lieben Teekenner!
      Die weltweite Tee-Community ist in Zeiten des Internets enorm gewachsen, es gibt nichts was es nicht gibt...
      ... und es gibt auch uns, Leute die es extra aromatisch, extra kräftig und extra mineralisch mögen.
      Ich nehme meinen 130-150ml Tea-Taster (dicke Porzellanwände die Hitze sehr gut speichern), lege dorthin mindestens 7 Gramm Sheng/Oolong/Darjeeling/Bai Mudan, gieße das alles mit 95-100°C Wasser auf und lasse es 0,4 bis 4 Minuten (je nach Aufguss) brühen, wobei das Aufgussgefäß mindestens einmal mit demselben heißen Wasser solange begieße, bis ich den Deckel und das ganze Gefäß (außer dem Henkel) wegen brühender Hitze nicht mehr anfassen kann. Das Teewasser wird mindestens einmal mit frischem Wasser aufgefüllt und mehrmals knapp zum Kochen gebracht wenns unter 90°C fällt. Auf diese Weise kriege ich in 8-10 Aufgüssen alles raus was sich im Teeblatt versteckt! Dies ist mein "Goldstandard", insbesondere bei Sheng PuErh.
      Wenn andere, selbst tee-erfahrene Menschen, diese Praxis zur Kenntnis nehmen, reagieren sie meist sehr skeptisch.
      Magst Du Deinen Tee auch so???
      Dann willkommen in diesem Diskusionsthread!
      Grüße, OstHesse
    • Von VanFersen
      Meileaf hat es und viele andere auch im Angebot - einige kennen es sicher, den Gongfu-Maker! Bin ich ein Fan davon? Persönlich = eher nicht. Vielmehr wäre es, als einfache Variante für unser Teehaus relevant für die Kundschaft die es simpel und einfach mögen und nicht viel Tamtam um viele einzelne Elemente in der traditionellen Gongfu Variante. Mein Chef hat nun einige getestet, war aber von jenen die er bisher probierte nicht begeistert, was Qualität und Handling anbelangte.
      Es wäre sowohl für eine neuartige und leichte Handhabung direkt im Teehaus zum genießen gedacht, wie gesagt für jene die es eher schlicht und simpel haben wollen, wir aber dennoch den Gongfu-Weg unter das Volk bringen könnten und auch für zu Hause. Es wird beides geben, richtig Gongfu und Gongfu für Einsteiger.
      Aber welcher? Habt ihr gute Tipps oder Erfahrungen mit einem dieser Maker der wirklich gut war und seinen Zweck gut und lange erfüllt hat?
    • Von miig
      Hallo zusammen,
      schon länger stolper ich immer wieder über diesen Begriff, den ich höchst unzutreffend finde. Also hier mal das gesammelte Argument. Natürlich ist dies eine Einladung zur Diskussion . Ich behaupte also: *Trommelwirbel*
      Gong Fu Cha ist keine  "Chinesische Teezeremonie". Dieser Begriff ist unzutreffend, irreführend und bei genauerem Hinsehen sinnlos.
      Warum? Weil eine Zeremonie etwas ganz bestimmtes ist:
      La source: https://www.duden.de/rechtschreibung/Zeremonie
      Man hat also durchaus feste Abläufe, und grade die Videos auf Youtube demonstrieren auch das Wiederholen ganz bestimmter, nicht unbedingt nötiger Handlungen. Das hat schon etwas rituelles. Dennoch:
       Im Gegensatz zum japanischen Cha No Yu, das eine völlig andere Angelegenheit ist und hiermit nicht vermischt werden soll, wird bei der Gongfu-Methode mit einer bestimmten Technik Tee zubereitet. Und während dies durchaus spirituelle Konnotationen haben kann, siehe den Global Tea Hut-Stil, und die verliebten Arrangements der Taiwaner, ist Feierlichkeit und der Aspekt einer Religiosität in sehr vielen Fällen überhaupt nicht präsent. Somit sollte man besser von der Gongfu-Methode sprechen, oder, wenn es sein muss, von der chinesischen Art, Tee zu machen, nicht aber von einer Zeremonie.
      Natürlich hat es Gründe, warum der Begriff beliebt ist: Er klingt mystisch, irgendwie geheimnisvoll, nach östlicher Weisheit und meditativen Ritualen. Und wie so vieles, das mit diesen Eigenschaften gepusht werden soll, ist's Blödsinn.
       
  • Neue Themen