ChaQi

w2t Natural Redhead. Wirklich schwarzer Tee?

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Angeblich ein Dianhong. Ich frage mich, ob das wirklich ein schwarzer Tee ist. Die Blätter sind nach dem Aufgießen recht grün und sind ungleichmäßig fermentiert. Wie einige Oolong. Er bittert auch schnell wie einige Sheng Pu's und die Aufgussfarbe ist recht hell. Trotzdem mag ich ihn ganz gerne, weil er ein angenehmes Fruchtaroma hat und schon etwas an Schwarztee erinnert. Kennt jemand den Tee?

Den White Tripel fand ich übrigens auch untypisch für Weißtee und weiß gar nicht was ich davon halten soll. Zieht sich das durch die gesamte w2t-Eigenproduktionen?

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@ChaQi Wann wurde der Tee gepflückt und verarbeitet? Beim sehr frischen Dianhong passiert das oft, dass die Blätter grünlich aussehen und auch nicht sonderlich toll schmecken. Man sollte den Tee ruhig ein paar Monate ruhen lassen falls es sich um die 2018 Pflückung handelt. 

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"Pressed in 2018" ist das was wir vom Händler wissen. Der Tee wird sich sicher noch verändern, aber ich habe mit frischen schwarzen China-Tee (z.B. yunnansourcing) ganz andere Erfahrungen gemacht. Hier sind z.B. Blätter sind nicht einfach grün, sondern oft unterschiedlich fermentiert.

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...da steht ja auch "dianhong style", und ist mal wieder nur so ein Yunann-/Rottee-Hybrid. Sieht auf den Bildern ja auch eher nur schwach
   oxidiert aus. Kann natürlich noch was passieren, wenn man den liegen lässt. Aber klassischer Dianhong wird das wohl nicht werden.

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Ich hatte genau solche Erfahrungen mit Dianhongs von YS auch. Es hat sich zum einen typischen Dianhong-Tee nach ein paar Monaten tatsächlich verändert. Scott von YS erwähnt es auch oft in Videos. WIe sah der vorbereitete Tee den aus? Ein bisschen trüb?

 

Dianhong bezeichnet eigentlich nur den Tee aus Lincang, der Ursprungsort dieser Teeart. Allerdings es bezeichnet inzwischen fast alles was an Schwarztee aus Yunnan kommt. W2T ist auch genau in seiner Beschreibung in der es "Dianhong-Style" angegeben wird. 

 

 

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@ChaQi vergleiche mal das Bild von den kleinen 8g single-Münzen mit dem großen Cake. Das Blattgut sieht schon sehr unterschiedlich aus, bei dem
Kuchen wesentlich intakter und feiner, bei der 8g-Münze eher etwas gröber und heller. Kann auch sein, dass in den kleineren Münzen das Material raus-
gehauen wird, dass es halt nicht in die edleren Kuchen geschafft hat. Ganz nebenbei ist die Wortwahl des Produkts unter aller Kanone!!

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...nach den Informationen die ich habe, kommen Rottees normalerweise nicht aus Yunnan, auch wenn viele der gängigen und auch etablierten
   Hongchas auch aus Yunann kommen, was ja auch gut schmeckt. Aber seit pu´erh so populär ist, wird halt auch viel mit oxidiertem pu´erh-Blatt
   experimentiert, und damit auch sog. Rottee hergestellt. Das kann aber mal mehr oder weniger gut gemacht sein, und auch mehr oder weniger
   authentisch von der Herkunft sein. Deswegen werden auch oft schlecht gemachte, oder unsauber verarbeitete Yunann-Rottees angeboten. Da liegt
   der Schluss schon mal nahe, dass es auch einfach eine Frage der Qualität sein kann, dass oben genannter Tee nichts ist. Trotzdem kann es auch
   eine Frage von "liegen und ausreifen lassen" sein. Geht ja gerade auch darum, was man unter solchen Tees verstehen kann.

Das Problem mit der Namensgebung ist weniger das Bild einer selbstbewussten Frau, als vielmehr der Name dazu, den diese Frau allein auf ihre Haarfarbe
reduziert, und eher abfällig benutzt wird. Über den Wortklang braucht man ja schon gar nicht reden...

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Ja, das Marketing ist teilweise schon merkwürdig, da könnte ich auch viel zu sagen. (der Pussy-Cake ist ja auch fragwürdig). 

In der "philosophy" heißt es "our approach to sales is minimalist". Eigentlich kann ich mir kaum eine maximalistischere Marketingstrategie vorstellen.

Weiter heißt es "no flowery descriptions of flavors. no fairytale stories about monks and tea masters. no bullshit." Naja, dann wird bei der Beschreibung ma mit einem Huxley-Zitat gearbeitet und mal heißt es "yiwu-style" oder "menhai-character". Ist etwa so wie Industriewurst nach Hausmacher Art, Basmatireis mit 5% Anteil an Basmatireis etc.

Und schließlich "we provide the tea. the experience is up to you", wo man doch sofort sieht, dass hier nicht nur Tee verkauft wird, sonst würde eine Einheitsverpackung mit dem Namen des Tees und wt2-Logo ausreichen.  

Der Natural Redhead ist aber durchaus ein guter Tee für mich, obwohl mich bei sämtlichen w2t-Tees das Gefühl beschleicht, man will hier Ausgangsmaterial möglichst teuer verkaufen und durch teilweise durch Blending geschmacklich mehr herausholen. Unterstützt durch heftiges Marketing. 

Ich hab noch einigen Proben, die ich in den nächsten Wochen probieren werde, mal sehen wie der Gesamteindruck sich dann entwickelt. 

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@ChaQi der "Pussy-Cake" fällt auch genau in die Kategorie, zumal "Redhead" auch in Bezug auf den "P***-Cake" zu verstehen ist, was die
Sache noch unnötiger macht :thumbdown:

Generell finde/fand ich w2t immer ganz gut, und die Club-Pakete waren in den ersten Jahren richtig gut. Den Tee fand ich auch immer gut, aber da
die "other teas" immer weniger werden, und auch nichts neues mehr dazu kommt, finde ich den Rest auch eher unnötig aufgeblasen. Da kann man
auch nur noch schwerlich von Kreativität sprechen, als von Gleichgültigkeit und Willkür. Außer 2tog ist in den Olymp der Superhirne aufgestiegen und
hat ein neues Level an Ironie erreicht... aber das dann an den armen pu´s auszulassen? 

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Ich find W2T hatte 2016 so den Punkt, an welchem es echt böse Hipster wurde.
Nicht, dass ich den Händler kategorisch ablehne, dafür habe ich bereits zu viel Tee von dort gekauft. Aber der Service ist echt schlecht (schon drei Mal angeschrieben und nie eine Antwort erhalten), das Design versucht es sehr hart, gelinde gesagt und die Tees haben eine schwankende Qualität. Dennoch gibt es dort experimentierfreudige Blends und Verarbeitungen, die mir zuweilen Spaß gemacht haben. Seit Kassel habe ich bemerkt, dass viele "Mystery" Shengs von dort ziemlich adstringent sind, weshalb ältere Geschütze günstig zu haben sind.

Ontopic: Ich kann Quorton bestätigen, der verändert sich über die Zeit noch ein wenig. War am Anfang der Probe recht unrund und hatte diesen Geschmack von "nassem Handtuch", wie ich es bei Assam und eben auch Yunnanschwarztee immer wieder erlebt hatte. Bei fast allen meiner stärker oxidierten Tees aus Pu-Erh Material brauchte es ein paar Monate, bis dieser zu einem runden, malzigen Geschmack wurde. Persönlich werd ich mir den aber nicht mehr zulegen, der war mir nicht ausdauernd genug und hatte auch nichts weitergehend Spannendes an sich.

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ich checke halt nicht, was da überhaupt noch Hipster ist, @Stiefelkante. Für mich ist das nur noch Massenmarkt und fragwürdige Sachen wie Dancong-Bricks,
der 10. Weisstee, etc.

Was früher halt innovativ war und unkonventionell wirkt mittlerweile eher abgedroschen... die Zeiten von "Repave", "Apple Scruffs" und "Bosch" sind halt irgendwie vorbei?!

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@Stiefelkante Welche w2t-Produktion haben dir denn am besten gefallen? (Sorry, hat wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber ich hab mich in der Vergangenheit nie mit dem Laden beschäftigt).

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@Tobias82: Ich hab mir gerade nochmal die verschiedenen Jahre angeschaut. Der Drang, unbedingt innovativ und auffällig sein zu müssen ist da glaub ich der Punkt. Ich zumindest verbinde mit Hipstern Modesünden, die man halt trägt, weil es sonst keiner trägt und auffällt. Man denke an Gummistiefel, extreme Brillenrahmen (teils mit Fensterglas...) und unpassende Kleidung. Und wenn ich dann sowas hier sehe... Den Apple Scruffs kannte ich noch garnicht, lohnt der sich zum jetztigen Kurs?

@ChaQi: Repave hat mich komischerweise als Probe nicht vom Hocker gehauen. Nicht schlecht und damit sicherlich auch preislich in Ordnung, aber halt auch nichts überraschendes. Persönlich fand ich den Trap Bird super, wenn man florale, knospenlastige Shus mag. Von den Weißtees der 2011er Shoumei, sowie als Neuzugang der Nightlife 2018. Der ist nicht super ausdauernd, dafür echt spannend. Für mich war da etwas Melone statt des üblichen Pfirsiches drin. Der ältere Shoumei ist viel holziger und voller Kräuter, aber auch nicht mehr verfügbar. Die Shengs von dort haben mich nicht nachhaltig beeindruckt, obwohl der Often ein Einstieg für mich war, den ich bis heute ganz gerne mal trinke. Nur halt viel Adstringenz neben dem Tabak und dem Rauch. Positiv überrascht hat mich der Berry Malt Black, der für mich eine Holzbombe mit viel Süße war. Gibt also einige empfehlenswerte und bezahlbare Produkte von dort. Den Schwarztee muss ich mir auch nachbestellen, die 50g waren sofort futsch.

bearbeitet von Stiefelkante

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...soweit ich weiß, gibt es den "Scruffs" gar nicht mehr. Wurde auch nicht mehr neu aufgelegt... der "Pin" ist es jedenfalls nicht, auch dieser "Head" vermutlich nicht.

Den ganzen Kram, den Du unten genannt hast, kenne ich gar nicht, aber das ist es, was ich oben meine: dieser ganze spezielle pu aus den Anfangsjahren 
ist durch ein breites Angebot ersetzt worden, dann kann man auch den Anspruch mit den Wrappern nicht mehr halten...

Die ganzen "Basic-Kits" und auch andere Sachen zum Kennenlernen von Stilen und Teerichtungen sind vermutlich top, speziell das hier interessiert mich schon 
lange: "Sister&Brother"

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    • Von Tobias82
      Hallo zusammen,
      da wir ein neues Schränkchen haben, hab´ ich mal wieder aufgeräumt und ein bisschen sortiert. Dabei stößt man ja öfter auf Teeutensilien,
      die man schon wirklich lange nicht mehr benutzt hat. Deshalb würde ich ein paar Sachen zum Verkauf an bieten.
      Bei Interesse auch gern per PN oder einfach in diesem Thread...
      Als erstes gibt es eine rote Kyusu aus den früheren Zeiten von Bero. Die Kyusu hat ein Volumen von 150ml, passend dazu eine Tasse mit dem gleichen
      Volumen. Wenn man die Kyusu nicht ganz füllt, also etwa 10-20ml weniger benutzt ist auch die Tasse angenehm gefüllt. Die Kanne liegt wirklich gut in
      der Hand und vermittelt auch ein gewisses handwerkliches Geschick. Die beiden Sachen wurden auf jeden Fall zusammen hergestellt und auf einander
      aus gerichtet.
      Die Kanne ist innen auch glasiert und funktioniert mit Grüntee ziemlich gut, alle anderen Tees gehen natürlich auch ;-)
      Mit Versand hatte ich an 40€ gedacht.



       
       
      Der zweite Artikel sind zwei Tassen aus den Anfängen von w2t, als es auch noch eine Auswahl an Kannen und Tassen gab. Die Tassen waren nicht billig und sind auch
      gut verarbeitet, bzw. voll per Hand hergestellt. Ist auch eher ein Pärchen und passen gut zusammen, sind aber schon etwas schwerer und doch "massiv" gearbeitet.
      Die Effekte auf der Glasur sind ganz interessant und haben manchmal einen grünen Einschlag. Die Risse sind innen schon etwas ausgeprägter, aber auch außen 
      vorhanden. Vermutlich auch mit Holz gebrannt... Die größere hat etwa 110ml, die kleine 100ml, aber dann wirklich rand voll. wenn man beide nicht ganz füllt, lässt es sich
      gemütlich trinken.
      Bei den Tassen hatte ich an 15€ pro Stück gedacht, plus dann noch 3€ an Porto. Wenn jemand beide möchte würde ich dann auf 33€ runter gehen.
       



       
    • Von GoldenTurtle
      Habe heute von Tobias etwas davon erhalten.
      Sah für mich auf den ersten Blick seeeehr abenteuerlich aus was die Lagerung betrifft.
      Da musste ich gleich mal schauen, ob Hobbes den schon mal verkostet hat.
      Hobbes schreibt darüber wortwörtlich:
       
      http://static.giantbomb.com/uploads/scale_super/1/17172/1479292-nurgle.jpg
      Ein Bild von Nurgle
      Und weiter schreibt Hobbes:
       
      Hahahaha! So habe ich wohl noch nie über einen Tee und eine Review gelacht,
      alleine dafür war es das wert! Vielen Dank Tobias für diese Herausforderung!
       
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