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Am 18.1.2019 um 12:54 schrieb Anima_Templi:

Was trinkst Du denn gerade so? Von Dir liest man leider kaum noch, was in deinem Schälchen ist.

Anlässlich meines 8000. Beitrages (tatsächlich! 😂) und in gewisser Weise auch als Zustimmung zu Cel's Beitrag in diesem Thema möchte ich dieses neue Thema nutzen, um sehr persönlich auf Anima's Frage einzugehen. Es sind für mich sehr wichtige Lektionen, die ich u.a. im Umgang mit Tee gelernt habe. Selbstverständlich dürfen und sollen auch alle anderen ihre persönliche Teetisch Philosophie hier beitragen, das könnte interessant werden! 👍

Also ich trinke nach wie vor sehr gerne guten Tee, aber er spielt bei mir heute bewusst eine untergeordnete Rolle. Weshalb? Ich habe mich damit als auch mit vielem anderen oft vor Mitmenschen zu profilieren gesucht, weder aus Ablehnung noch aus Mangel an Zuneigung, sondern weil ich selbst oberflächlich war und oft nur Selbstsüchtiges oder Anerkennung, Respekt u.ä. von den Menschen wollte, die Menschen selbst mich aber gar nicht wirklich tiefgehend interessierten. Und deshalb ich auch gar nicht richtig und echt auf sie einging.

Aber ich habe gelernt, man soll die Menschen lieben und nicht die Dinge - Dinge geniessen ja, aber nicht das Herz daran hängen. Die Unersättlichkeit, immer noch mehr und noch mehr von etwas haben zu wollen ist ein starkes Anzeichen dafür, dass man diesbezüglich im Leben die Prioritäten falsch gesetzt hat. Ich habe (deshalb) von früher her ein dermassen durchgeknalltes Teelager, dass ich wahrscheinlich erst wieder in 20 Jahren neuen Tee brauche. Zur Feier meines 8000. Beitrages möchte ich auch gerade deshalb ein nur knapp trinkbares Teelein aufgiessen, 18er msg, zu dem ich neulich nicht gekommen bin, von dem ich geschätzt nur etwa 30g besitze. Diesem habe ich temporär eine eigene Yixing Kanne als Lagerstätte gewidmet, bis ich diese evtl. mal verkaufe, wenn es sich ergibt.

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Aber ... wir brauchen und können uns die Liebe der Menschen gar nicht erkaufen - wir können sie nur lieben (nicht begehren, das ist nur wieder egoistisch und oberflächlich). Die echte Liebe ist der einzige Schatz der sich vermehrt, wenn man ihn verschenkt. Ich habe über deine Signatur nachgedacht Anima. Aber man kann diese echte, reine Liebe auch nicht einfach ins eigene Herz zaubern und andere Menschen auf Knopfdruck so sehr und rein lieben. Für mich entspringt sie im Geliebtsein von Gott, aber um das zu erleben, um Ihn wirklich zu finden, das ist eine Reise. Ich glaube ein wichtiger Teil dieses Weges, der zum diesem wahren Leben führt, ist für seine Mitmenschen das zu tun, was man sich selbst wünschte, dass sie es für einen tun würden, und wie Peterson brillant übersetzt, "... and grab the initiative." Das Leben wird so von Herzen viel erfüllter, als nur stets auf den eigenen Vorteil und Genuss bedacht zu sein.

In dem Sinne, prost 😁

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vor 14 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Für mich entspringt sie im Geliebtsein von Gott

Das ist ein Punkt, an dem ich einmal mehr nicht bei Dir bin. Ich kann diesen Gott nicht akzeptieren, musste ihn sogar (für mich) töten, um über ihn hinaus zu sehen. Vom Grundprinzip her gehe ich von aus, das wir recht gleich aus unterschiedlicher Richtung denken.

vor 16 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Ich habe (deshalb) von früher her ein dermassen durchgeknalltes Teelager, dass ich wahrscheinlich erst wieder in 20 Jahren neuen Tee brauche.

Hier könnt ich zwar behilflich sein, mein, nennen wir es Lager, beinhaltet derzeit ca. 500g Tee, schrumpft kontinuierlich und wird immer nur knapp befüllt. Es ist ja nur Tee.

Und jetzt ein Spruch der toll ist und schön zu passen scheint (aber nur scheint)

"Manche Menschen kaufen sich Dinge, die sie nicht benötigen, mit Geld, das sie nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen."

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vor 13 Minuten schrieb Cel:

musste ihn sogar (für mich) töten, um über ihn hinaus zu sehen.

Das ist spannend, erkläre das doch! 👍

vor 18 Minuten schrieb Cel:

Hier könnt ich zwar behilflich sein, mein, nennen wir es Lager, beinhaltet derzeit ca. 500g Tee, schrumpft kontinuierlich und wird immer nur knapp befüllt. Es ist ja nur Tee.

Haha, du alter Gauner! 😂

Ich hatte erst gerade vor etwas Tee zu spenden für "unser" Künstlerphilosophenteehaus in Havanna von meiner Exfreundin, die armen Künstler zahlen ihr dort glaub ich eh nix, gut ich glaube es geht auch mehr um Community untereinander, und dafür ist Tee natürlich schon auch nett.

Ah ja wenn jemand von euch mal zufällig dort ist, schreibt mir doch und ich schicke euch gerne die genauen Koordinaten. Ich denke es ist noch immer nicht wirklich offiziell, keine Ahnung wegen Genehmigungen und so, halt richtig Künstler Underground. 😁

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Zunächst einmal vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Einblick in Deine Gedanken- und Seelenwelt. :)

Es steckt viel Wahrheit in Deinen Zeilen. Zum Thema Gott möchte ich nichts sagen, da mir hier die intellektuelle Grundlage fehlt. Das mache ich lieber mit mir selbst aus... ;) 

Was mich in jedem Fall freut ist, dass Du Dich mit dieser neuen Einstellung zum Leben (denn die geht ja wohl weit über den Tee hinaus ^_^) sehr wohl zu fühlen scheinst, und die positiven Veränderungen in Dir und um Dich herum spürst.

Nur in Sachen Tee sprichst Du mal wieder in Rätseln... :D Was bitte ist ein 18er msg?

Vieles von dem was Du früher geschrieben hast, war mir persönlich unverständlich. Damit meine ich sowohl Dein "Insidermäßiges" Schreiben, als auch die Art und Weise wie Du Tee beurteilst/beurteilt hast.

Ich freue mich jedenfalls darauf mehr von der "neuen" Kröte zu lesen! :) Aber bitte: Erkläre Deine Abkürzungen in Sachen Tee, erzähle mehr von diesen als nur ein 18er msg hinzuschreiben, sodass ein Kontext da ist. 

bearbeitet von Anima_Templi

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vor 1 Stunde schrieb Cel:

Und jetzt ein Spruch der toll ist und schön zu passen scheint (aber nur scheint)

"Manche Menschen kaufen sich Dinge, die sie nicht benötigen, mit Geld, das sie nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen."

Teilweise passt er hier vermutlich schon, aber ich finde ihn auch generell sehr gut und zeitgemäß. Heutzutage ist das Regeln des Konsums eine echte Herausforderung.

Und zum Thema Gott und Religion bin ich bereits als Kind von der katholischen Kirche traumatisiert worden und empfinde Kirchengebäude als gruselig.
Weil wir gerade bei klugen Sprüchen sind: Ich glaube, dass die einzig wahre Religion darin besteht, ein gutes Herz zu haben. (Dalai Lama)
Und "Love is my religion" - einer meiner Lieblingssongs von Ziggy Marley.

Ich freue mich sehr, dass @GoldenTurtle wieder Tee genießt und darüber berichtet. :thumbup:

Und ja, ich möchte @Anima_Templi zustimmen, dass etwas weniger "Insider-Geheimnistuerei" angenehm wäre. :)

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vor 1 Stunde schrieb Anima_Templi:

Nur in Sachen Tee sprichst Du mal wieder in Rätseln... :D Was bitte ist ein 18er msg?

Haha, ich wollte es in diesem Fall nun echt nicht mehr an die grosse Glocke hängen, sondern verkleinern, aber ich sehe das bringt auch nichts! :lol:

Ich hatte mir zuvor überlegt etwas anderes zu trinken um demütiger zu sein, weil da kommt man einfach nicht drumherum es zumindest ein wenig zu erwähnen was man trinkt bei euch Teebegeisterten :lol:, aber dann dachte ich zur Feier des Jubiläums und zu diesem Post ...

Gut, es ist nicht Meng Song in Menghai, sondern Man Song (Gong Cha) in Yibang, der alte Kaisertee. Und er war zugegeben echt gut.

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Na siehst Du, es geht doch! ;) 

Noch eine Erklärung: Ich finde es nicht schlimm, arrogant oder sonst was in dieser Richtung, wenn Du herausragende Tees trinkst, an die Unsereins nicht rankommt, bzw. wahrscheinlich nie wird kosten können.

Ich finde es nur doof, wenn Du die Tees, welche Du trinkst, als eine Art Mysterium darstellst, unter dem sich nur die Wenigsten etwas vorstellen können. Ich finde es interessant von diesen Tee-Preziosen zu lesen, muss es aber auch verstehen.

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vor 30 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Gut, es ist nicht Meng Song in Menghai, sondern Man Song (Gong Cha) in Yibang

Den meinte ich ja auch aber hab es dann falsch geschrieben... :$

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vor 11 Minuten schrieb Anima_Templi:

herausragende Tees

Also dann will ich gleich mal etwas zur Entmystifizierung beitragen. :D

Die Namen übertreffen eigentlich immer ihren tatsächlichen Gehalt, vergleichsweise, es gibt auch wunderbare Tees von "bedeutungslosen" Dörfern ohne teegeschichtlich so wohlklingende Namen. Schön, wenn man diese findet.

So, dann hätte ich das auch mal gesagt. :D

Wichtiger ist fast noch, dass sonst alles stimmt, inkl. Klima. Von gleichen Dörfern hatte ich schon beinahe miserable, als auch wunderbare Tees.

Aber diese Mystifizierung von grossen Namen ist genau auch so etwas, worein man fällt, wenn man Dingen einen zu hohen Stellenwert im Leben gibt. Man strebt immer nach noch mehr und noch mehr, weil man eigentlich so leer ist.

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vor 9 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Das ist spannend, erkläre das doch! 👍

Du wolltest es so, kurz umrissen...

Das ist schwer zu erläutern, nebenbei vergisst man ja immer einen Teil, vor allem bei begrenzten Raum.
Grundlegend, auch wenn es komisch klingt, muss man um sich zu entwickeln einen Teil von sich "töten". Du hast es selber dargelegt, Deine Arroganz im Bezug auf Tee und den Versuch andere zu beeindrucken. Auch wenn man z.B. sportlicher werden will, muss man den "Schweinehund" erlegen. Will man nicht mehr so aufbrausend sein, sollte man das "Tier" fesseln. Der Kampf gegen Windmühlen will geführt werden, auch wenn es schwer erscheint.

Im Bezug auf das Innere Leben ist es weitaus schwieriger. Ich kann bis heute nicht sagen ob es so etwas wie eine Seele gibt. Ich sehe es eher als eine Umschreibung, ein Wort um anderen zu erklären auf was man sich bezieht. So wie Qi. 
Da ich schon nicht an einer Seele festhalten kann, wird es mit dem Rest auch schon schwer. Diese Art personifizierte Allmacht, an die in den meisten Religionen geglaubt wird ist für mich ebenso wenig fassbar, wie eine unsterbliche Seele. Mir ist bewusst das es auch dargelegt ist, sich kein Bildnis des Gottes zu machen, jedoch bezieht sich das nicht auf die "Person" Gott bzw. "Macht", sondern deren Aussehen (Götzentum). Die Vereinigung aller Macht in einem Wesen erscheint mir ebenso unsinnig, wie dieses als Verursacher von allem zu sehen. Mir möge verziehen sein Gott als Wesen zu betiteln, anders ist es schwer auszudrücken, da er mehr als eine Energie, jedoch weniger als ein Wesen ist. Nichts aber doch etwas, gleichzeitig alles.
Weiter führend erscheint mir schlüssig den christlichen Gott als "Abstammung" von Zeus der griechischen Mythologie zu sehen, Jesus bietet einige Parallelen zum Dyonisos Mythos. Nachdem die Entstehung von allem in diesen Mythen noch weniger schlüssig erscheint, möchte darauf, wie auch auf die römische Interpretation davon nicht eingehen.

Nehmen wir also die omnipotente Macht des Christentums als Ursprung. Das die Bibel in Bildern und nicht nur Worten geschrieben steht, darin stimmen wir so weit denke ich überein. Ich sehe darin einen Versuch der Erklärung der Herkunft und Abspaltung von "Nebenreligionen" dieser Zeit. Ein woher und wohin sind noch immer sehr wichtige Fragen eines einigermaßen gebildeten Menschen und es war ein Versuch, den Menschen einen Stammbaum zu geben und nebenbei noch gewisse Richtlinien und Kodexe mit auf den Weg zu geben. Das die Kirche letzten Endes das System ausgenutzt hat, steht auf einem anderen Blatt. 

Bleiben wir bei Nebenreligionen, entwede muss es viele Götter geben, jede Religion behauptet für sich das sie die einzig wahre sei und auch den einzigen Gott habe. Daraus könnte man einen Polytheismus der Welt annehmen, in der über der Menschen Götter als Ordnung stehen und um eine Art Vormachtstellung kämpfen. Wäre aber komisch, da sich Gott irgendwie immer einsamen Menschen in Extremsituationen offenbart haben will. Hier mögen man, wenn beliebt, auf die angeblichen Entführungen von Außerirdischen blicken.  

Auch kann man annehmen das es eine  Gott gibt, der sich verschiedenen Volksgruppierungen offenbart, sich aber eine  Freude daraus macht wie die Menschen untereinander streiten. Das würde aber dem Bild eines gütigen Gottes nicht erfüllen, was nicht darlegt, das unser Bild falsch ist.

Auch ist es sehr unschlüssig das Gott sich genau den Volksgruppen offenbart, als es Ihnen schlecht ging, das zu einer Zeit die in der Geschichte des Menschen weit fortgeschritten ist. Auch hier könnte man anführen, dass der Mensch noch nicht "aufnahmebereit" für Gott war. Wäre aber eher fadenscheinig als schlüssig. 

Auch die Vielfalt der Religionen auf unseren Planeten kann man als Indiz darlegen, dass eine Religion mehr dafür da ist, Erklärungen zu geben, als von einem Gott gegeben zu sein. Der Weg vom polytheistischen zu monotheistischen Religionen ist über die Zeitachse auch sehr schön zu betrachten, auch wie sich Religionen und kulturelle Begebenheiten teils über weite Wege ausgetauscht haben. 

Von vielen Religionen fehlen aussagekräftige Werke, hier die Geschichten der Edda als Beispiel. Klar ma die Edda existieren, diese Geschichten sind aber klar zu einem Zeitpunkt geschrieben als das Christentum schon weit bei den Germanen verbreitet war. Viel Mythen sind leider im Strudel der Zeit verloren gegangen und wir haben nur noch einen sehr groben Blick auf das Gesamtwerk. 

Japan bietet hier aber einen schöne Ausnahme. Japan hat die Kunst sich selbst und seine Geschichte zu konservieren fertig gebracht. Betrachtet man hier das werden von Religionen ist es schön zu sehen, wie Naturgewalten zu Göttern würden. Der Einzug des Buddhismus bildet hier eine Ausnahme, kam aber für die Begebenheiten der damaligen Zeit sehr gut. Mitten im japanischen Feudalismus kommt ein Weg, der zum Verzicht anregt und andere Wege predigt als in unseren weiten. Das der Buddhismus gerne angenommen wurde liegt in seiner Art und dem Was e zu bieten hatte, nebenbei wurde damit auch die Schrift nach Japan importiert, kurze Zeit darauf auch die ersten Gesetze geschrieben. War Shinto noch frei und wurde in jeder Region anders ausgelegt, war der Buddhismus formal und wurde innerhalb kurzer Zeit über Japan verbreitet und in einer einzigen Art praktiziert. Das es später Abspaltung durch andere Interpretationen gäbe spielt dabei auch einen guten Fakt, da es auf das Christentum anwendbar ist. 
Die Entwicklung des Zen und Verwirklichung aus sich selbst heraus ist eine tolle Errungenschaft Japans, auch wie verschiedenen Religionen im Einkleng nebenher praktiziert werden erzeugt ein schönes Bild, bei dem das Werden abgelesen werden kann.

Hier möchte ich die Erläuterungen unterbrechen, nur noch ein kurzer Verweis auf das Periodische des Glaubens der "Nordmänner". Anfangs wurden Eibenzweige im Winter ins Haus gebracht, da von ausgegangen wurde, dass da Leben "stirbt" und dadurch erhalten bleiben kann. Hieraus soll Weihnachten, zumindest der Baum entstanden sein. Auch Ostern  (Ostara) ist ein schönes Beispielm mit Übernahmen der Symbole, um die Bekehrungen einfacher zu machen.

Letztendlich ist Gott gestorben.
Die Lehre im Hintergrund und der Glaube jedoch (auch wenn ich nicht glaube) sind interessante und teils erhaltenswerte Errungenschaften der Menschheit. 

Jedoch sehe ich es eher so, dass alles aus einem selbst entstehen muss, nennen wir es gerne Nächstenliebe. Ein schöner Begriff hierfür ist Achtsamkeit, auf den man in vielen der anerkennenswerten Glaubensansichten der Welt stößt.

Nur so als sehr kurzer Umriss eines komplexen Themas.  Nicht vollständig und nebenbei in einem weg geschrieben, daher können Sprünge auftreten.

Bedenke aber bitte das es wirklich kurz umrissen ist und jegliche Vollständigkeit entbehrt. Hinduismus, Islam und die ägyptische Weltanschauung würde erst gar nicht berücksichtigt, neuere "Sekten" nicht beachtet (Scientology z.B.)

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Weil das alles eher negativ klingen könnte, will ich ganz kurz erwähnt haben, dass viele der kulturhistorischen Werke ohne einen Gott nie möglich gewesen wäre. Viele der größten Werke der Menschheit wurden für einen Gott geschaffen. M.E. nach ist Gott nach wie vor einer der wichtigsten Antriebe der modernen Wissenschaft, da es, auch was ich oben erläutert habe, nur Meinungen sind, die Befürworter wollen ihn bewiesen, die Gegner widerlegt haben. Religion ist der Motor der Entwicklung der Menschheit. Ohne Götter wäre der Mensch nicht das, was er heute ist, der Geist hätte sich nie so weit entwickelt. Ohne die Religion als Antrieb, wäre die Menschheit nie so weit gekommen.

All das soll und ist kein Beweis für oder wider Gott. Es spiegelt meine Meinung und will nicht als endgültig angesehen sein.

Es ist nur Philosophie. Ein Gespräch unter Freunden und kein Angriff auf den Glauben oder Gott.

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Am 21.1.2019 um 20:28 schrieb Cel:

Bedenke aber bitte das es wirklich kurz umrissen ist

:lol: Ich habe mir Zeit genommen um deine "kurze" Ausführung zu lesen, aber ich empfinde vieles von dem was du geschrieben hast als eine Auseinandersetzung mit Ansichten und Streitfragen, die für das alltägliche Leben kaum Relevanz besitzen - für mich ist viel wichtiger, was wirklich funktioniert!

Aber das:

Am 21.1.2019 um 20:28 schrieb Cel:

Auch wenn man z.B. sportlicher werden will, muss man den "Schweinehund" erlegen. Will man nicht mehr so aufbrausend sein, sollte man das "Tier" fesseln. Der Kampf gegen Windmühlen will geführt werden, auch wenn es schwer erscheint

Und das:

Am 21.1.2019 um 20:28 schrieb Cel:

Das die Kirche letzten Endes das System ausgenutzt hat, steht auf einem anderen Blatt

Lässt mich auf einen weitläufig verwandten Sachverhalt wie bei Geli schliessen - eine gewisse Brandmarkung durch kirchliche Institutionen. Aber davon ist meiner Meinung nach vieles was Menschen daraus gemacht haben. Ich bin immer wieder darauf gestossen und finde es unfair, dass viele aufgrund solcher negativer Erfahrungen mit Menschen es derart pauschal abtun, denn es gibt ein ganz anderes Christentum fern ab von allen kirchlichen Institutionen, ohne all deren Verpflichtungen, einfach frei in der Liebe zu leben. Aus Verpflichtungen kommt nebenbei bemerkt eh keine gescheite "Frucht". Nichts mehr müssen, sondern die echte Liebe finden, und daraus aus dem Herzen zu leben, davon kommt wirklich Leben. Trotzdem, und das möchte ich unbedingt anmerken, die 10 Gebote sind etwas grundlegend wichtiges, aber aus der echten Liebe will man eh nichts dem entgegengesetztes. Sie sind nicht nur gut für die Gesellschaft als ganzes, es gäbe keine Kriminalität mehr, die Menschen könnten 100% sorgenfrei und gemeinsam in einem viel schöneren Miteinander leben, wenn die Menschen diese göttliche Liebe für sich selbst finden würden (welche Ironie eigentlich, aber wie erklärt Tenzer doch ansatzweise gut: Egoismus entsteht aus Mangel an Selbstliebe), Armut und Hunger würden so mit dem mehr an verfügbaren Mitteln und Kräften mit Leichtigkeit besiegt, und diese Liebe macht sogar frei von Süchten und Krankheiten, denn bei allen Geboten geht es Gott nur um die Liebe (Römer 13:8-10). Aber zuerst sind die Gebote noch mehr ein Schutz für jeden einzelnen selbst, mir wird erst richtig klar wie viele Probleme der Menschen auf Dinge zurückzuführen sind, die die Bibel Sünde nennt. Und um da noch den Zusammenhang klarzustellen: Jesus ist gekommen, damit die Menschen dieses wahre Leben in der Liebe mit Gott und miteinander finden können, um sie durch das Kreuz frei zu machen von dem kurzsichtigen und selbstzerstörerischen Egoismus, den die Bibel Sünde nennt, in dem sie seelisch gefangen sind und ohne ihn nicht freikommen können. Darum geht es im Christentum. Aber probiere es selber aus, du wirst es alleine nicht schaffen können, wirklich frei zu werden.

Und abschliessend möchte ich noch Schiller zitieren:

"Egoismus ist Einsamkeit."

Auch miteinander, die Menschen können sich darin gar nicht von Herzen finden.

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@GoldenTurtle Wollen wir hier weiter machen oder belassen wir es dabei? Ich will niemanden (dem der Glaube wichtig ist) vergrämen. Es kann ja doch sein das empfindliche Stellen getroffen werden.

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"Als ich meine Bar Mizwa feierte", berichtet der Soziloge Daniel Bell, "erklärte ich dem Rabbi: "Ich habe die Wahrheit gefunden. Ich glaube nicht an Gott. `Da sah er mich an und erwiderte: `Mein Junge, die glaubst also nicht an Gott. Meinst du, Gott schert sich darum?"

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"Halt dir vor Augen, dass es möglich wäre, dass Gott dich nie leiden konnte! Dass er dich nie gewollt hat! Bei realistischer Betrachtungsweise hasst er dich sogar! Aber das ist keine Katastrophe… Wir sind nicht auf ihn angewiesen! Verdammnis und Wiederauferstehung… Wir sind Gottes ungewollte Kinder?! So möge es sein!"

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Mit Philosophie hatte der groß hier jetzt nichts zu tun, da es um ein für und wider Gott ging. Ja, ich trage die Hauptschuld für das Abschweifen, macht aber ab und an auch Spaß, ich hoffe das dem nicht nur bei den Gotteslästeren so ist. 

Gut, Philosophie am Tee Tisch. Der Tee an sich ist ja schon seine eigene Philosophie. Jeder geht einen eigenen Weg, obwohl alle irgendwie das gleiche machen. Das ist auch der Grund, weshalb ich "Teerezepte" für unsinnig erachte. Man kann einem Anfänger Richtwerte auf den Weg mitgeben, aber ein "so muss" oder "so sollte" ist durchwegs falsch. Hier spiegelt sich ein wunderbares Grundprinzip, Freiheit in Grenzen. Man darf fast alles machen, aber es gibt Grenzen, vor allem wenn es formal wird. Vor allem @GoldenTurtle sollte es kennen. Es gibt bei einem Gong Fu auch bestimmte formale Regeln, die am Tisch befolgt werden, z.B. wer die erste Schale Tee bekommt, selbst Sitzplätze sind oftmals formal vergeben. In der japanischen Teezeremonie ist das in ein eigenes "Monstrum" verflochten, das Außenstehende nicht annähernd verstehen. Nur so angekratzt.

Sa für mich noch interessanter ist, ist der Tee selbst. Der Tee für sich hat eine eigene Philosophie, jene er einem manchmal einflüstert. Hier ist der Grün weshalb ich Tee so liebe, er ist manchmal Zen in seiner ganzen Reinheit.  Hier geht es nicht um die Qualität oder die Menge, sondern das Sein an sich. Leider viel zu selten, klärt der Tee meinen Geist, dass der Begriff des Ich nich mehr ganz zutreffen mag. Tiefer will ich dabei jetzt nicht gehen, wenn gewünscht, kann ich es versuchen.

Jetzt noch einmal eine Kehrtwende zu Gott. Glauben und nicht glauben sind zwei Seiten der selben Medaille. Ich kann im Grunde einen Gott für mich erst als nicht existent ansehen, wenn ich mich auch mi ihm beschäftigt habe. Selbst wenn ich ihn für mich persönlich ablehne, gibt es Zeiten, da blitzt er einfach durch. Wenn man den goldenen Fäden sieht, der in allem verwoben ist, möchte selbst ich ab und an glauben. Eigentlich steht die Medaille bei mir immer auf der Kante, nur weil es in gibt, kann ich mich frei sagen. Selbst wenn man nicht glaubt, erkennt man ihn anm da man sich mit ihm beschäftigt hat. Die Kirche und Gott haben nichts gemein, man sollte einen Gott immer getrennt der Kirche erachten. Es ist auch nie die Kirche, die etwas gutes tut, es sind die Menschen, die Glauben. E ist die Gemeinschaft, die sich organisiert. 

Selbst beim Gläubige glauben nicht an das Gleiche. In der Masse, wenn man von oben blicken könnte, verschwimmen sie zu einer Glaubensgemeinschaft. Wenn man aber jeden einzeln betrachtet, ist jeder Glaube etwas besonderes, wie jeder einzelne Gläubige oder Nichtgläubige auch. In der Masse ist das Wasser das, wa den Ozean füllt, aber jeder einzelne Tropfe ist etwas besonderes. Man kann den Menschen nicht vom Glauben trennen, selbst wenn man sich Atheist nennt, glaubt man an die Nichtexistenz von Gott. 

Ich empfinde nur den Austausch zwischen verschiedenen Glaubensgruppierungen zu verbissen. Den Islam und das Christentum trennt nicht so viel, wie einem immer vorgemacht wird. Die Menschen, die den Glauben auslegen, trennen sich oftmals zu weit von einander. Hier geht es um Macht, nicht um Glauben oder einen Gott. Der Glaube ist ebenso unwichtig wie die Hautfarbe, Geschlecht oder die Herkunft. Ichunter Teile die Menschen doch auch nicht nach der Haar oder Augenfarbe. 

Hier kommt ein interessanter Aspekt, den Golden Turtle schon angesprochen hat, die Fokussierung auf falsche Werte. Die zehn Gebote, so dumm diese uns erscheinen mögen, haben erst ein Miteinander in großen Gruppen möglich gemacht, Jeder hatte dadurch die gleichen Grundwerte.

Wir reden fast immer über Gruppen, weil es einfacher ist wenn alle Moslems böse sind, als uns jede Person einzeln zu betrachten. Unser Geist ist meist nicht offen genug, nur weil es nicht zu unserer persönlichen Weltanschauung passt, ist es nicht böse. Es macht uns meist nur Angst, weil wir es nicht verstehen. 

Nennen wir es gerne Nächstenliebe, ist es denn wirklich so schwer? Nur ein wenig Achtsamkeit, egal welcher Glaube, egal welche Herkunft. Nur ein wenig Respekt.

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Geschrieben (bearbeitet)
Am 26.1.2019 um 11:17 schrieb Cel:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Menschen alles glauben wenn man behauptet, Wissenschaftler hätten es herausgefunden.

:thumbup:

Letztlich ist auch der Umgang mit Wissenschaftsergebnissen ein Glaube, was die meisten Menschen nicht wahrhaben wollen, welcher durch die Geschichte bewiesen tendenziell falsch liegt, da viele Untersuchungen bereits auf Thesen beruhen, und man so eine These auf einer anderen aufbaut, um dem Druck von publish or perish genüge zu leisten. Dem nicht genug, spielen heutzutage leider gar allzuviele finanziellen Interessen mit, gesponserte Untersuchungen um gewünschte Ergebnisse irgendwie belegen zu können, unter Missachtung sämtlicher Misstöne. Eigentlich ist dies keine Wissenschaft mehr, sondern ein Missbrauch der Wissenschaft. Neulich wurden z.B. Nährwerte getrockneter "Superfoods" mit den Nährwerten von ungetrocknetem Gemüse verglichen. Schauderhaft. Gut, in der Religion ist es häufig auch nicht besser gelaufen - so ist es halt, wenn nicht die Liebe im Zentrum des Menschseins steht, dreht es sich überall nur um den eigenen Vorteil.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

.... so ist es halt, wenn nicht die Liebe im Zentrum des Menschseins steht, dreht es sich überall nur um den eigenen Vorteil.

Na, @GoldenTurtle riecht das nicht schon ein wenig nach Verschwörungstheorie? und  übertreib's mal nicht mit der Liebe - auch nur ein anderes Wort für Gushu;)

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vor 5 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." Karl Lagerfeld

OMG :ph34r: Ich verliere hier und da die Kontrolle über mein Leben :whistling: und zwar immer dann, wenn ich jogge :yahoo: - was Gott sei Dank in meinem Alter nur noch selten vorkommt  :lol:

(Aber unabhängig davon ist mir dieser weiß gepuderte, selbstverliebte Modefuzzi immer schon am Allerwertesten vorbei gegangen :frieden:)

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@TeeStövchen laß das mit dem dauerlaufen bleiben, das ist bestimmt nicht gesund!

Wenn ich mit meinen Enkeltöchtern auf den Spielplatz gehe ist daneben eine Bouleanlage, dort werfen ältere Lebenskünstler mit Kugeln nach einem Schwein - ich denke ich werde mich ihnen zugesellen. Mit einem gekühlten Pastis in der linken ....

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vor 1 Stunde schrieb Paul:

Mit einem gekühlten Pastis in der linken ....

Vorschlag: ein Henri Bardouin. Der geht sogar auch mal pur bei Zimmertemperatur als Digestif nach einem etwas zu üppigen Mahl, ohne dass einem wie beim 51 oder Ricard (mit denen man sich so etwas nur aus ernsten medizinischen Gründen zumuten sollte) die Gesichtszüge Gefahr laufen, zu entgleisen. Wegen dem Bardouin (und dem Marc de Bourgogne von Gabriel Boudier, den ich zur Affinage von Epoisses benötige) suche ich gelegentlich eine Filiale von Jacques' Wein-Depot auf, die haben beides im Sortiment. Eis würde ich weglassen; Wasser mit Kühlschranktemperatur reicht. Natürlich dasselbe, das man auch seinem Tee zumutet. Dazu bei sonnigem Wetter eine Runde Pétanque mit den richtigen Mitspielern ist nicht nur gesünder als hechelnd durch die Landschaft zu hetzen, sondern verschafft einem auch das Äquivalent von mindestens vier Semestern Philosophiestudium an Lebensweisheit (um hier ontopic zu bleiben).

Und nein, ich kriege für dieses product placement keine Prozente auf meinen nächsten Einkauf ...

_()_

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