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Als ich vorhin das Altpapier aussortiert habe, bin ich auf einen älteren Beitrag über Tee gestoßen. Dass Tee gut für das Immunsystem sein muss, beweist mir persönlich, dass ich (ich klopfe dreimal auf Holz!!!) auch diesen Winter wieder prima ohne Erkältung überstanden habe. Bei kalten Händen und Füßen hilft ein Tee ausgezeichnet! In dem Film „Die Schiffsmeldungen“ von Lasse Hallström heißt es zudem, dass „Tee die Lebensgeister weckt“ – was ich jeden Tag nur aufs Neue bestätigen kann.

Tee wirkt anregend oder beruhigend, er wärmt im Winter oder erfrischt im Sommer – pur oder für die Kinder auch mit Fruchtsaft gemischt. In Deutschland trinkt man stetig mehr Tee, so sollen laut meinem Zeitungsbericht pro Jahr 18.000 Tonnen Tee gekauft worden sein, die Statistik besagt, dass jeder Bürger im Schnitt 25,5 Liter pro Jahr getrunken haben soll … Okay, das bekomme ich eher in 10 Tagen hin :tee_zeitung:

Man muss dazu sagen, dass sich o.g. Zahlen auf echten Tee beziehen, Früchte- oder Kräutertees wurde in dieser Statistik nicht mitgerechnet. Es ging also um das Getränk, das aus den Blättern und Knospen von Camellia sinensis und Camellia assamica hergestellt wird. Aus dieser Pflanze kann man sehr viele verschiedene Tees gewinnen, hierzu gehören schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee und Oolong-Tee – eine Pflanze und mehrere unterschiedliche Verfahrensweisen, um sie zu verarbeiten.

Schwarzen Tee gewinnt man, indem man grünen Teeblättern durch einen Welkungsprozess die Feuchtigkeit entzieht. Dann rollt man die Blätter, um ihre Oberfläche aufzubrechen. Der Zellsaft reagiert mit Sauerstoff, das Blatt nimmt die Farbe von Kupfer an und verändert sein Aroma – dies bezeichnet man als Fermentation.

Schwarzer Tee fermentiert vollständig, grüner Tee überhaupt nicht, Oolong so halb und weißer Tee nur an zufälligen Bruchstellen, was diese wunderschöne, oft silbrig anmutende Färbung ergibt.

Grüntee verfügt über heilende Wirkung und man sagt ihm nach, dass er aufgrund der fehlenden Fermentation sehr viel an Antioxidans EGCG enthält, das unter anderem auch das Brustkrebsrisiko verringern soll. Weitere international durchgeführte Studien kamen zu dem Ergebnis, dass grüner Tee einen zu hohen Cholesterinspiegel senken kann, Arteriosklerose vorbeugt und erfreulicherweise Rheuma und Gicht lindert.

An unserem Berliner Max-Delbrück-Centrum konnten Wissenschaftler spannenderweise herausfinden, dass das EGCG giftige Eiweißablagerungen unschädlich macht, unter anderem solche, die für Alzheimer-Erkrankungen verantwortlich gemacht werden.

Aber „Doktor Tee“ im Allgemeinen tut gut, schwarzer und grüner Tee enthalten Fluoride, die unsere Zähne vor Karies schützen können. Polyphenole im grünen wie auch im weißen Tee binden freie Radikale und stärken unser Immunsystem. Mit Tee kann außerdem die Konzentrationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden als mit Kaffee, denn das auch im Tee enthaltene Koffein wirkt sich anders auf unseren Organismus aus. Bei Kaffee als schnellem Wachmacher steigt die Koffeinkurve schnell an und fällt schnell wieder ab – bei Tee braucht sie länger, hält dafür aber länger an. Also immer Tee mit zum Mathe-Test nehmen! ;)

Ich freue mich immer, wenn ich unverhofft etwas über Tee lesen kann – und nun wird es Zeit für den Schlummertrunk, natürlich Tee!

Viele herzliche Grüße in die Runde und allen ein tolles und teereiches Wochenende :yahoo:

Und ich glaube, ich habe hier nichts geschrieben, was Ihr nicht sowieso schon gewusst habt :lol:

bearbeitet von Roberts Teehaus

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    • Von Teeschorsch
      Hallo liebe Teefreunde,
       
      ich habe mir heute bei meinem "Dealer" etwas Grünen Tee zum probieren geholt (siehe Foto).
      Jetzt habe ich alle drei Sorten probiert und habe festgestellt das alle nach Algen/Seetangblätter vom Sushi schmecken.
      Der Sancha am stärksten, dann der Kabuse und am wenigsten der Gyokuro. Da ich oft von "Gras" Geschmack gelesen habe gehe ich davon aus das dass für mich der Algengeschmack ist.
      Schmecken alle, resp. die meisten grünen Tee`s so penetrant nach Algen oder habe ich da etwas "spezielles" erwischt? Bei der Auswahl habe ich zu der Verkäuferin gemeint das ich doch gerne etwas hochwertigen Grünen Tee möchte. Sie hat mir daraufhin die drei empfohlen (Sancha Euro 11.-/50gr., Kabuse Euro 12.5/50gr., Gyokuro 10gr. geschenkt).
      Zubereitung: Wasserhärte 7°dh, Temperatur und Ziehzeit gemäss Angabe, zweiter Aufguss gemäss Empfehlung Broschüre vom Teehändler.
       
      Jetzt frage ich mich ob Grüner Tee überhaupt etwas für mich ist.
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      Lg
      Schorsch

    • Von Joaquin
      Endlich ist es soweit und dem Oolong Tee kommt die Ehre zuteil, welche ihm schon lange vorenthalten wurde. Pu-erh als Tee zum Abnehmen, Matcha als Sport- und Energietee und der Grüner Tee als Gesundheitstee. Hier wurde der Oolong Tee achon seit langer Zeit sträflich vernachlässigt. Doch dank intensiver Recherchen, renovierter Wissenschaftsjournalisten des Hauses RTL, hat man nun festgestellt, dass Oolong Tee der neue Beauty-Tee ist 
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    • Von Roberts Teehaus
      Tee tut viel Gutes für uns!

      Offenbar sinkt durch den Genuss von heißem Tee das Risiko für Grünen Star …

      Grüner Star ist weltweit die häufigste Ursache für Erblindung. Weltweit sind knapp 60 Millionen Menschen betroffen.

      Eine Studie der University of California ist zu dem erstaunlichen Ergebnis gekommen, dass der tägliche Genuss einer heißen Tasse schwarzem Tee offenbar das Risiko senkt, an grünem Star zu erkranken. Das Spannende hieran ist, dass weder Kaffee noch kalter Tee eine vergleichbare Wirkung zeigten, es war einzig und allein heißer Schwarztee!

      In früheren Studien vermutete man zunächst, dass der Augeninnendruck von Koffein beeinflusst wird, doch da Kaffee in der kalifornischen Studie wirkungslos zu sein schien, kann es also nicht das Tässchen Kaffee sein! Tee selbst enthält entzündungshemmende Stoffe sowie Antioxidantien; eine Auswertung der Studie zeigte, dass die Personen, die jeden Tag ihren heißen Tee genossen haben, das Risiko um 74 Prozent gesenkt haben, an einem Glaukom zu erkranken!

      Sicherlich ist die besagte Studie eine reine Beobachtungsstudie und natürlich kann man nicht hundertprozentig davon ausgehen, dass heißer Tee immer gegen Grauen Star wirkt, aber die Studie hat zumindest die Forscher recht nachdenklich gemacht. Was in jedem Fall gesichert ist – die im Tee enthaltenen umfangreichen Antioxidantien wirken sich günstig auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf aus und senken zudem das Diabetes- und Krebsrisiko. Wie es also aussieht, kann das tägliche Tässchen (oder Kännchen) Tee – möglichst heiß genossen – durchaus auch unsere Augen schützen! Also: Zum Wohl! 😊

      Quelle: British Journal of Ophthalmology

    • Von Adriana
      Hallo 
      Um meinen Teeschrank nicht unnötig zu verstopfen gebe ich Tee-Sorten ab,die ich mir kürzlich gekauft habe-und die mir persönlich leider leider nicht schmecken....
      ....bzw. ,von denen ich bessere Sorten habe.
      Hab kürzlich eine Bestellung getätigt in England mit tollem Twinings-Tee,dachte mir ,wenn mir ein grüner Tee schmeckt ,dann DER !! aber leider war dem nicht so.
      Nun habe ich mal alles durchgesehen und aussortiert.
      Vielleicht ist ja hier ein interessierter Tee-Einsteiger (so wie ich),der diese Sammlung gerne hätte ?? 
      Für diese Sammlung hab ich über 60,00 Euro gezahlt....würde diese für 15,00 Euro abgeben + Porto (Paketpreis).
      Alternativ würde ich auch gegen Rotbusch-Tee /Schwarztee /Früchtetee und Kräuterteesorten tauschen.
      Auch an einem Wanderpaket hätte ich Interesse !! 
      https://www.amazon.de/gp/product/B01M7VK7X6/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o03_s00?ie=UTF8&psc=1
       

       
      LG Alexandra
       
    • Von nick
      Hallo, 
      eine Freundin hat mir heute den im Anhang abgebildeten Tee mitgebracht, den die in Japan offensichtlich auf einer Farm gekauft hat. Kann jemand von euch , der vielleicht des Japanischen mächtig ist, mehr darüber sagen? Taugt der was, abgesehen davon, dass er wohl nicht mehr ganz frisch ist?
       
      Viele Grüße 
      Nicolas


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