Empfohlene Beiträge

Ja, aber ich hatte dir wohl die Version geschickt, die in Malaysia gelagert wurde. Der ist viel weniger bitter als der, den ich damals gekauft und seitdem in Deutschland gelagert hab :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Feuchtigkeit lässt sich doch per Hygrometer überwachen und dementsprechend steuern? Ebenso die Klimatisierung des Raumes. Ich habe nicht vor die Luftfeuchte  im Tontopf auf 70% hoch zu jagen. Aber so zwischen 50 und 60%, wäre schon ganz ok, denke ich. (Und ebenso schimmeluntauglich, hoffe ich.. ;) )

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein kleines Update zu meiner neuen Befeuchtungsmethode.

Der Boveda-Befeuchter leistet bisher sehr gute Arbeit, wie man auf dem Bild erkennen kann.

Diesen Feuchtigkeitswert hält er nun seit einer Woche konstant und ich bin sehr zufrieden. Endlich ist der betörende Duft von feinem Pu zurück im Topf, so dass man den Deckel nach einer kurzen Kontrolle gar nicht mehr schließen mag. :love:

 

20170205_130203.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 25.1.2017 um 17:00 schrieb Anima_Templi:

Ich habe nicht vor die Luftfeuchte  im Tontopf auf 70% hoch zu jagen. Aber so zwischen 50 und 60%, wäre schon ganz ok, denke ich.

Wie regulierst du die Feuchtigkeitswirkung? Alleine über die Topfgrösse?

PS: Tolle Signatur ...

bearbeitet von GoldenTurtle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Feuchtigkeitswirkung wird von den Packs automatisch reguliert.

Mit meinem Testpäckchen (69%) bin ich in meinem Topf nicht über 48%rh gekommen. Das kann zum einen daran liegen, dass der wirklich trocken gewordene Tee sehr viel Feuchtigkeit aufgenommen hat und sich dadurch erst mal wieder eine angenehme "Grundfeuchte" aufgebaut hat. Zum anderen daran, dass die Grösse des Topfes für ein Päckchen allein zu gross ist, so dass es nicht den eigentlichen Maximalwert an relativer Luftfeuchte erreicht.

Mein Päckchen ist jetzt "erschöpft", d.h., das Gel im Innern des Päckchens ist nun nicht mehr feucht, sondern fühlt sich an wie hartes Granulat. Es ist an der Zeit ein neues zu verwenden.

Ich habe mal meinen alten Arbeitgeber angeschrieben, ob sie die Päckchen noch verkaufen. Falls ja, werde ich mir dort neue ordern. Ich bin sehr zufrieden.

PS: Ist von den Beatles. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

...Bei atmosphärischem Normaldruck von 1013,25 hPa kann ein Kubikmeter Luft bei 10 °C maximal 9,41 g Wasser aufnehmen. Die gleiche Luftmenge nimmt bei 30 °C schon 30,38 g Wasser auf und bei 60 °C sind es schon über 100 g Wasser......

 

Allein die Luftfeuchtigkeit hochjagen erhöht nur das Schimmel Risiko im Topf wenn du nur 19-20grad hast. Um also die Luftfeuchtigkeit wirklich zuerhöhen damit es nicht nur in Prozent Schöner aussieht muss auch die Temperatur hoch.

 

 

 

Oder Denkfehler von mir?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Minuten schrieb Marc Marc:

Um also die Luftfeuchtigkeit wirklich zuerhöhen damit es nicht nur in Prozent Schöner aussieht muss auch die Temperatur hoch.

Oder Denkfehler von mir?

Man spricht ja deshalb auch von relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit.

Ich bin kein Biologe, aber ich würde annehmen dass du Recht hast, denn höhere Temperaturen sind ja auch wichtig für die Aktivität der Mikroorganismen. Womöglich können diese bei 19 Grad gar nicht zu viel Feuchtigkeit verarbeiten?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nen unterschied von 10% mehr macht dann bei der gleichen Temperatur von 20grad fast nichts aus. 

Und die Bakterien arbeiten langsamer als sie es bei 35Grad tun würden.

Es riecht vllt etwas stärker aus dem Topf aber ob es für die Reifung effektiv ne Rolle spielt bezweifel ich etwas. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Marc Marc @GoldenTurtle, jahrelang hat die korrekte Lagerung von Zigarren einen Großteil meiner Arbeitszeit in Anspruch genommen. Relative Luftfeuchte, absolute Luftfeuchte, Raumtemperatur etc.

 All das ist ja schön und gut, aber wenn man in den direkten Kontakt mit den Dingen geht, welche man durch die Befeuchtung in welcher Form auch immer beeinflussen will, kristallisiert sich schnell heraus was gut ist, und was eben nicht. Viel mehr als ein Hygro-, oder Thermometer und nackte Zahlen es je könnten, erzählt mir mein Tee über seinen Zustand. Ich werde den Topf weder auf die Heizung stellen, noch die Raumtemperatur hochfahren/runterfahren, oder sonst etwas.

Meinem Tee geht´s prächtig, und von Schimmel keine Spur. 9_9 Wenn der Inhalt des Topfes wider erwarten eines Tages dem Schimmel zum Opfer gefallen sein sollte, werde ich reumütig vor euch zu Kreuze kriechen... ;) 

Bleibt mal cool mit diesem ganzen Schimmel-Sch..... 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Anima_Templi Na gut, dein neuester Streich mit diesen Päckchen ist vielleicht wirklich gut. Aber ich warte doch mal ab, wie es sich bei dir entwickelt. :lol::thumbup:

 

vor 5 Stunden schrieb doumer:

IMG_20170618_082949.jpg

@doumer Magst du noch etwas zu den Quellen deiner Töpfe sagen?

Meine Güte, wir haben es hier wirklich mit einem vorbildlichen Lernenden zu tun, ich erblicke sogar Kirschholzrindendosen auf dem Bild. Haben wir uns vielleicht schon offline bei Teerunden @Shuitang getroffen? Ich habe dort schon so viele Leute auch aus Deutschland kennengelernt, dass die Chance bei so einem hingegebenen Teeliebhaber wie dir verhältnismässig gross ist. :lol:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 5 Minuten schrieb GoldenTurtle:

 

@doumer Magst du noch etwas zu den Quellen deiner Töpfe sagen?

Meine Güte, wir haben es hier wirklich mit einem vorbildlichen Lernenden zu tun, ich erblicke sogar Kirschholzrindendosen auf dem Bild. Haben wir uns vielleicht schon offline bei Teerunden @Shuitang getroffen? Ich habe dort schon so viele Leute auch aus Deutschland kennengelernt, dass die Chance bei so einem hingegebenen Teeliebhaber wie dir verhältnismässig gross ist. :lol:

Die großen Pu-Töpfe habe ich entweder von pu-erh.sk (Novák, Randová, Lang und Bero), Klasek Tea (Novák und Randová) oder direkt von Petr Novák (ebenso wie der "Tea Stone", wie die beiden den Teetisch ohne Abfluss/Sammelbehälter (ich bin ein ganz trockener :ph34r:) gerne nennen) erstanden. Und ja, gut erkannt, auch Kirschholz-Dosen sind vorhanden :)

Bei Shuitang war ich jedoch bislang noch nicht, daher vermute ich, dass wir uns noch nicht offline begegnet sind.

Übrigens: @Anima_Templi ich nutze im Sommer (die Hälfte meienr Wohnung ist verglast, daher wird es hier recht warm und trocken) für die Pu-Töpfe seit letztem Jahr auch Boveda-Packs und hab damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 20 Minuten schrieb doumer:

für die Pu-Töpfe seit letztem Jahr auch Boveda-Packs und hab damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Würde ich dir aber empfehlen nur für den unwichtigeren, kleineren Teil zu verwenden. Vergiss nicht, das befindet sich noch in der Experimentierphase. Es gab da bei der Pu-Lagerung schon Experimente, die sich erst nach ein, zwei, drei Jahren als Irrtum herausgestellt haben.

Und ich empfehle dir, die besten Shengs in Yixing Töpfen zu lagern. Sie sind einfach noch weiter, von den Prozessen in ihrer Gesamtheit her. Achte darauf, korrekt hergestellter und weiterverarbeiteter Ton hat einen metallischen Klang, keinen dumpfen, sonst ist es irgendwo, irgendwie nicht richtig durch, vielleicht der Ton bei der Herstellung zu wenig gereift, vielleicht beim Brennen, auf jeden Fall noch keine vollkommene Meisterarbeit. Das können oder wollen viele noch nicht verstehen, aber ich sage es dir einfach mal.

@Ann Nicht unglaublich, aber doch noch nicht wahnsinnig verbreitet.

bearbeitet von GoldenTurtle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 4 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Würde ich dir aber empfehlen nur für den unwichtigeren, kleineren Teil zu verwenden. Vergiss nicht, das befindet sich noch in der Experimentierphase. Es gab da bei der Pu-Lagerung schon Experimente, die sich erst nach ein, zwei, drei Jahren als Irrtum herausgestellt haben.

Und ich empfehle dir, die besten Shengs in Yixing Töpfen zu lagern. Sie sind einfach noch weiter, von den Prozessen in ihrer Gesamtheit her. Achte darauf, korrekt hergestellter und weiterverarbeiteter Ton hat einen metallischen Klang, keinen dumpfen, sonst ist es irgendwo, irgendwie nicht richtig durch, vielleicht der Ton bei der Herstellung zu wenig gereift, vielleicht beim Brennen, auf jeden Fall noch keine vollkommene Meisterarbeit. Das können oder wollen viele noch nicht verstehen, aber ich sage es dir einfach mal.

Vielleicht zur Klarstellung: Ich versuche nicht die Feuchtigkeit extrem zu puschen sondern nur zu verhindern, dass diese nicht auf 30% sinkt sondern bei ca. 50% bleibt, damit dürfte noch kein Schimmel-Risiko bestehen. Oder hast du andere Bedenken, dass sich die Packs irgendwie anders auswirken als "echte" Luftfeuchtigkeit?

solch große Yixing-Töpfe habe ich leider noch nirgends gefunden :( Hast du evtl. Bezugsquellen? ;) 
Deinen Aussagen zum Ton stimme ich voll und ganz zu, wenn es sich um Yixing-Ton handelt. Der Vergleich von hochwertigen Kännchen mit Durschnittsware macht das extrem deutlich. Meiner Meinung nach auch ein wichtiger Indikator (allerdings natürlich bei Töpfen wenig praktikabel) ist, wie der Ton riecht, wenn man heißes Wasser einfüllt. Guter Ton hat vom ersten Tag an einen angenehmen, süßlichen Geruch, der nicht auf Teerückstände zurückzuführen ist, wenn das Kännchen noch ungebraucht war. 
Bei anderen Ton-Arten (vor allem bei welchen mit grober Scherbe) ist der Klang bei weitem nicht so metallisch wie bei Yixing (oder sehr feinen Tons aus Japan wie Banko oder Tokoname).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 19.6.2017 um 21:05 schrieb doumer:

Übrigens: @Anima_Templi ich nutze im Sommer (die Hälfte meienr Wohnung ist verglast, daher wird es hier recht warm und trocken) für die Pu-Töpfe seit letztem Jahr auch Boveda-Packs und hab damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das freut mich zu lesen! Ich bin bisher auch sehr zufrieden. Momentan hält sich die Feuchtigkeit im Topf konstant bei 50%rh, das Pack ist jedoch schon lange trocken.

Solange der Wert so bleibt, werde ich auch keinen neuen in den Topf tun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Was inzwischen geschah.. ^_^

vor 17 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Heute an einer besonders hochkarätigen Teerunde @ST war besonders erwähnenswert ein 14er Bohetang von Urgrossmutter Yu, von dem mlc etwas für sich selbst seit etwa drei Jahren in einem Silbertopf lagert. Die Entwicklung darin ist auf jeden Fall ansprechend, allerdings kam analytisch erschwerend dazu, dass wir aus dem Dai Gaiwan getrunken haben, welcher im Tee die weiche und süsse Seite betont, für den Alltag erfreulich, aber für eine konkrete Lagergefässeinschätzung etwas knifflig um diesen Einfluss zu subtrahieren.

 

vor 8 Stunden schrieb doumer:

Silber zum Lagern? :o

Woha, ich will gar nicht wissen, was davon ein Topf in sinnvoller Größe für ein paar (357g) Bings kosten würde – ab einer gewissen Anzahl an Bings sind da ja selbst Ton-Töpfe schon eine ordentliche Investition. Rein für Vergleichszwecke aber sicherlich interessant!

Ohne einen Vergleich zu haben würde ich aber dennoch darauf wetten, dass Ton für die Pu-Lagerung besser geeignet ist. Silber ist zwar Silber, letztlich aber doch "nur" ein Metall und dürfte somit was das Ergebnis angeht eher in Richtung Blechdose gehen, als in Richtung Tontopf... was meinst du (auch wenn der Dai Gaiwan natürlich die Sache erschwert)?

 

vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

@doumer Auch mal angenommen im negativsten Fall, Metall ist zumindest ein paar wenige Jahre lang gut, ich kenne auch ansehnliche 10 oder 15 Jahre lang in der Metalldose gelagerte Resultate, aber wie die kürzliche Lagergefässparallelverkostung gezeigt hat, sind mit dem Fokus auf drei, vier Jahre Lagerung sehr dichtes Holz und ab fünf Jahren unglasierter Ton zu bevorzugen. Glasierter Ton hingegen gar nicht, weder kurz noch lang, vergleichsweise. Oder eben die Bambuslösung, aber da haben wir noch keine Langzeitwerte, aber um dem Tong möglichst nahezukommen, weil angesehene Pu'Er Meister die traditionelle Tong-Ummantelung mit dem Bambusblatt als Nonplusultra für die Lagerung ansehen. Das Bambusblatt selbst harmoniere angeblich sehr gut mit dem Sheng-Aroma und würde eine gute Lagerdynamik ergeben.

PS: Ich zitiere unsere zwei, drei Beiträge gleich ins entsprechende Thema und mache noch ein Foto - ich finde einfach nicht die Zeit für einen ausführlichen Blogbeitrag, aber ich muss ja auch nicht gross tun deswegen.

Einen kleinen, dunklen Einblick in einen Teil meiner Pu'Er-Bibliothek:

20171209_163516.thumb.jpg.87c2b5c1462901a276c856f7d8b3e16f.jpg

In den Körben drinnen noch spezielle Teelagersäcke, genau auf die Körbe abgestimmt, wir vermuten die Lagersäcke sind aus Bambusfasern, fast aromadicht. Es gibt auch solche aus Baumwolle, die lassen aber enorm Aroma durch, hatte ich mehr früher, die verwende ich für Shou.

bearbeitet von GoldenTurtle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@GoldenTurtle wow, nice!
Ich vermute stark, die Körbe plus Verhüterli (wo gibt’s denn diese Bambus-Säcke?) sind trotzdem noch günstiger als entsprechende Ton-Töpfe von den üblichen Verdächtigen, oder? Falls ja auf jeden Fall eine interessante Alternative!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, eine der preiswertesten und vielleicht zugleich auch eine der besten Lösungen. Ich habe diese für mich und einen Freund relativ aufwändig importiert, bei Teehändlern gibt es sowas noch kaum, also, selten z.B. wie bei dth findet man ähnliche Teesäcke, aber eben aus Baumwolle oder so, leider sehr aromadurchlässig. Ich meinte bei William irgendwo auch schon so etwas gesehen zu haben, aber auch er bietet dies (noch?) nicht an. Wir testen es ja auch erst, sind aber nach gut einem halben Jahr, zwar noch etwas zurückhaltend aber doch positiv gestimmt. Ich will ja auch keinen Mist empfehlen. Darum wartet ruhig noch etwas ab. Hier nur mal als Vorabinfo (auch @VanFersen).

Wenn ihr euch selbst nach sowas sucht, passt auf, es gibt Materialien bei Säcken und Körben die stinken nach Chemie, Bleichungsmitteln, Farbe oder whatever.. Diese würde ich nicht verwenden.

Ursprünglich auf die Idee gekommen bin ich, weil Pu-Meister Yu den Tong aus Bambusblatt als optimales Lagermedium empfohlen hat.

bearbeitet von GoldenTurtle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich werfe jetzt hier einfach eine These hinein, die zwar nicht ganz, aber trotzdem hier hinein passt. Vor alle  auf den Weinliebhaber @GoldenTurtle hoffe ich darauf, da er die Thematik ja schon kennt. 

Sind die modernen, fein selektierten Spitzentees wirklich sinnvoll für eine Lagerung geeignet, oder sind diese einfach dafür gedacht recht schnell konsumiert zu sein. Diese Tees sind m.E. nach auf bestimmte Ebenen konzipiert wo es in der Theorie keinen Sinn macht den Tee über Jahre weicher zu machen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 55 Minuten schrieb Cel:

Ich werfe jetzt hier einfach eine These hinein, die zwar nicht ganz, aber trotzdem hier hinein passt. Vor alle  auf den Weinliebhaber @GoldenTurtle hoffe ich darauf, da er die Thematik ja schon kennt. 

Sind die modernen, fein selektierten Spitzentees wirklich sinnvoll für eine Lagerung geeignet, oder sind diese einfach dafür gedacht recht schnell konsumiert zu sein. Diese Tees sind m.E. nach auf bestimmte Ebenen konzipiert wo es in der Theorie keinen Sinn macht den Tee über Jahre weicher zu machen.

Hm, bei der Formulierung hat man zwei Interpretationsmöglichkeiten: 
1. Es macht keinen Sinn, weil der Tee nicht besser wird sondern im schlimmsten Fall schlechter
2. Es macht keinen Sinn, weil der Tee es nicht nötig hat

Zu der ersten Möglichkeit:
Sehe ich nicht so, ganz und gar nicht – auch Boutique Shengs können sehr gut reifen! Bei vielen merkt man eine deutliche Veränderung bereits nach einem Jahr, sehr gutes Beispiel sind z.B. die 2012er und 2014er Produktionen von EoT.

Zu der zweiten Möglichkeit:
Da gebe ich dir recht – Shengs aus qualitativ hochwertigem Material kann man problemlos auch im Blutjungen Zustand trinken ohne dass es einem wie bei jungen Factory-Shengs den Magen rumdreht. Man muss hier aber unterscheiden: Handelt es sich um ein Blend wie bei W2T oder um Single Origin Tee wie z.B. EoT oder prSK – bei den Blends ist es sicherlich wie du sagst, dass sie im Hinblick darauf entworfen bzw. zusammengestellt wurden, dass sie gut trinkbar sind. Single Origin Tees sind einfach wie sie sind und nicht im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel entworfen – hier kommt es auf die Region bzw. den Garten bzw. den Baum an, wie es um das Alterungspotential steht: Ein Jingmai Sheng hat sicherlich kein so ein gutes Potential wie ein Bulang oder Bangwei. Es gibt aber definitiv Boutique Shengs, bei denen ich mehr Alterungspotential sehe, als bei Factory Shengs – nur im Gegensatz zu den Factory Shengs muss man hier nicht altern, sie sind auch jung schon gut, während Factory Shengs erst ab 15+ etwas taugen, dann aber (zumindest die bekannten Rezepte) auch ihren Preis haben und sehr fälschungsanfällig sind.

Was die ganze Debatte erschwert: Boutique Shengs sind ein recht junges Phänomen und daher können kaum entsprechende Vergleiche gemacht werden – EoT hat erst 2010 mit eigenen Produktionen begonnen (alles ältere sind entweder Zukäufe oder nachträgliche Pressungen, die sich anders verhalten als "normale" Pressungen), prSK erst 2011 (offiziell, alles vorher ist nie in den Verkauf gelang), lediglich Yangqing Hao hat mit Produktionen von 2004 Shengs im Angebot, die man als halbwegs gealtert betrachten kann – und der 2004er Tejipin ist z.B. ein absoluter Knaller! 

Daher nochmal zusammenfassend: 
Boutique Shengs haben mindestens das selbe, wenn nicht noch mehr Alterungspotential wie Factory-Shengs, haben es aber im Gegensatz zu diesen nicht unbedingt nötig, dass sie altern, bevor man sie trinken kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

An der Konversation teilnehmen

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


  • Gleiche Inhalte

    • Von Roberts Teehaus
      Die richtige Lagerung von losem Tee

      🌿 Tee ist recht lange haltbar und kann problemlos auf Vorrat gekauft werden, wenngleich er bei vielen Teefreunden wohl „gar nicht erst alt wird“. 😉

      🍵 Manche Teegenießer schwören auf eine einzige Teesorte, der sie stets die Treue halten; andere wiederum lieben die Abwechslung und haben mehrere Sorten im Haus. Gerade wenn man verschiedene Tees vorrätig hat, kann schon etwas Zeit ins Land gehen, bis das letzte Kännchen zubereitet wurde. 🐢🐌

      🌿 Sicherlich wird Tee nicht schlecht und kann auch noch nach Jahren genossen werden, selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon eine Weile zurückliegt. Immerhin ist er ein getrocknetes und damit haltbares Lebens- und Genussmittel. Dennoch kann das Aroma mit der Zeit nachlassen und die Vollmundigkeit nicht mehr ganz so gegeben sein wie zu Anfang. Damit dies nicht schon früher geschieht, ist es wichtig, den Tee richtig und auch achtsam aufzubewahren. 👍😄

      Tee mag es dunkel, trocken und kühl.

      🌑 Tee mag es trocken und kühl, gut geschützt vor Luft und Licht. Sein köstliches Aroma verträgt sich nicht mit Gewürzen oder Kaffee, deswegen sollte er keineswegs im Küchenschrank mit Kräutern aufbewahrt werden. Wer beispielsweise einmal Rooibos neben Fencheltee gelagert hat, wird sich anschließend wahrscheinlich ziemlich über die überlagerte Fenchelnote geärgert haben! Und schon gar nicht sollten Haushaltsreiniger in der Nähe von Tee gelagert werden … 😱

      🌿 Tee nimmt fremde Aromen und Gerüche an; je empfindlicher ein Tee ist, umso eher wird das geschehen. 🍵

      Lagerung von grünem und weißen Tee

      ⛩ Grüntee aus Japan und China liebt Temperaturen um die 10 Grad, was jedoch in normalen Wohnungen kaum möglich sein wird. Wer nicht gerade das Glück hat, eine kühle Speisekammer im Haus zu haben, kann sich aber anderweitig behelfen. In jedem Fall muss Tee luftdicht aufbewahrt werden, um das Aroma der feinaromatischen Blätter zu bewahren –  am besten in einer fest schließenden Teedose. Bitte die Teedosen nicht in den Kühlschrank stellen, denn dort ist es zu kalt und auch zu feucht – zudem besteht die Gefahr, dass der Tee anschließend nach Salami, Käse oder Schinken schmeckt – oder was sich sonst so im Kühlschrank befindet… 🧀🍖

      👉 Ideal ist ein Ort in der Küche, der nicht allzu warm und weit weg vom Herd ist (Kochdünste!) – auch der Kühlschrank gibt Wärme ab, ebenso der Geschirrspüler. Hervorragend wäre ein Plätzchen im Flur, da dieser in der Regel nicht geheizt wird und auch keine Fenster hat. Möchten Sie Ihren Tee richtig lagern, dann geben Sie die Teedosen (oder Tüten) in einen Schrank. Bei einem offenen Regal sollten Sie darauf achten, dass weder die Morgen- noch Nachmittagssonne auf die Teedosen scheint! 🌞

      🗾 Auf japanische Art: In Japan ist es nicht unüblich, größere Teevorräte einzuschweißen und dann an einem kühlen Ort aufzubewahren, was nicht zuletzt der Regenzeit und den tropischen Temperaturen geschuldet ist. ☔🌡

      Schwarzer Tee

      ☕ Schwarzer Tee kommt mit seinem kräftigen Aroma etwas robuster daher als der elegante grüne oder weiße Tee. Java Red Tea ist zwar mild und niemals bitter, aber gleichzeitig kraftvoll und erdig. Für seine Lagerung gilt jedoch die gleiche Empfehlung wie für chinesische und japanische Grüntees. 🍵

      Teedosen

      👉 Die Teegefäße nicht zu groß auswählen, denn Tee reagiert auf Sauerstoff empfindlich. Es ist besser, mehrere kleine Teedosen zu wählen, als eine zu große, welche dann – je leerer sie wird – umso mehr Sauerstoff beinhaltet! Auch sollte möglichst immer die gleiche Teesorte den Weg in die Dose finden, damit es nicht zu Aromaübertragungen kommt. In jedem Fall sollten die Teedosen luftdicht abschließen! 👈

      🍒 Eine Alternative zur klassischen Dose aus Metall können Behältnisse aus Kirsch- oder Pfirsichholz sein, die einen wunderbaren Anblick bieten und bereits das Auge vorab zum Tässchen Tee einladen. Übrigens ist es kaum nötig, dass Sie Ihre Teedosen reinigen müssen, es reicht, wenn Sie sie mit einem trockenen fusselfreien Tuch auswischen – und das war es auch schon! 🍑

      💍 Die Aufbewahrung in einer schönen Teedose lässt den Tee durchaus zum Schmuckstück werden, besonders, wenn die Dosen in einem offenen Regal stehen. Teedosen kosten nicht viel, sie sind zudem ein schönes Geschenk oder Mitbringsel, wenn man zu einer Einladung etwa an Stelle von Wein einen schönen Tee verschenken möchte. In jedem Fall sind sie nützlich und gleichzeitig ein schönes langlebiges Geschenk – sie machen etwas her und bieten einen schönen Blickfang, wo auch immer sie aufbewahrt werden. 👁👁

      „Maindofurunesu“ (Japanisch: Achtsamkeit) bei der Zubereitung 😊

      😋 Sie möchten sich nun einen Tee zubereiten, weil allein schon das Lesen Ihnen Appetit gemacht hat? Wenn Sie Ihre Teeblätter aus der Packung oder Teedose in die Kanne geben, dann sollte dies nicht unbedingt neben dem dampfenden Wasserkessel erfolgen, da sich sonst Feuchtigkeit im Aufbewahrungsbehältnis niederschlagen kann – vergleichbar mit dem direkten Würzen aus der Pfeffermühle über dem dampfenden Kochtopf! Bloß nicht! 😑

      Auch sollte der Teelöffel, mit dem Sie den Tee entnehmen, trocken sein.

      Lagerzeit

      ✅ Wenn Sie Ihren Tee achtsam aufbewahren und zubereiten, können Sie ihn bis zu zwei Jahre aufheben, was schon eine ordentliche Zeitspanne darstellt. Doch vermutlich wird er gar nicht so alt. 😉 Auch wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist, können Sie Ihren Tee bei richtiger Lagerung immer noch genießen, wenngleich das Aroma nach und nach langsam abnimmt.

      Last but not least – das „Kleingedruckte“ zum Schluss: Sollte der Tee jedoch einmal trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit Feuchtigkeit in Berührung kommen und Schimmel entwickelt haben – bitte trinken Sie ihn dann nicht mehr, sondern entsorgen Sie ihn komplett, z. B. auf dem Kompost. Er schmeckt dann nicht nur fürchterlich, sondern stellt auch eine Gefahr für die Gesundheit dar. In diesem Fall ist natürlich auch das Aufbewahrungsgefäß gründlichst zu reinigen. Doch zum Glück kommt dies ausgesprochen selten vor.

      Bei richtiger Lagerung und achtsamer Zubereitung kann im Endeffekt nichts schiefgehen! Somit bleibt nur noch zu sagen: „Darauf nun ein schönes Tässchen!“ 🙏😄🍵

    • Von Mr. Tee
      Servus,
      die Kiste besteht aus Polyethylen, ist somit absolut geruchsbeutral und lebensmittelecht. Das war garnicht so leicht sowas zu finden, denn auch Kisten aus hochwertigem Kunststoff neigen dazu bei einer gewissen Luftfeuchtigkeit und Temperatur ihre Weichmacher auszuschwitzen (und der Tee neigt dazu, diese dann aufzusaugen...). Die Maße der Kiste sind: 35 liter / 58cm (länge) x 36cm (breite) x 21.5cm (höhe). Hier der Link zur Kiste:
      https://www.kaiserkraft.de/behaelter-zum-aufbewahren/stapelkaesten-und-kisten/stapelkasten-aus-polyethylen-ohne-verstaerkungsrippen/inhalt-35-l/p/M8108/?PC=6EMA&LC=Shop-eMail_Order-confirmation
      Der Deckel ist aus Glas und die Rände sind endgratet (also nicht scharfkantig). Dadurch ist gewährleistet, dass man das Hygrometer sehen kann. Glas ist natrülich auch geruchsneutral.
      Es wäre toll wenn zufällig jemand aus dem Ruhrgebiet die Kiste haben wollen würde (dann kann man sich das Verschicken sparen). Ich würde die Kiste + Deckel gerne im Tausch gegen einen grünen Tee abgeben. Ich bin immer neugierig neue Tees kennen zu lernen... Es muss auch kein teurer Tee sein, aber vielleicht auch nicht der Tee hinten links in der Ecke, den ihr schon immer mal entsorgen wolltet
      Wenn ihr andere Tausch- oder meinetwegen auch Kauf- Angebote habt, schreibt mir gerne!
      lg
      Niko

    • Von Adriana
      Hallo 
      Eben hab ich meinen ersten Pu Erh in der Schale:
      Ich fürchte nur,dass ich ihn entweder überdosiert habe - oder aber zu lang ziehen hatte,
      denn er ist wirklich SEHR intensiv und bitter.Aber er wird ja mit 100 Grad aufgebrüht laut Angabe,daran kann es schonmal nicht liegen.
      Ich habe ihn nun getrunken,aber geschmeckt hat er mir nicht wirklich .schade.Etwas hab ich noch für einen späteren 2.Versuch.Vielleicht 
      wird der dann besser in der Kombination Menge /Ziehzeit.Schön wärs.
                  Lao Man E Gushu Huang Pian 2017
                             Pu Erh aus China
       




    • Von SoGen
      An Weihnachten werden ja gerne vom Einzelhandel Dinge angeboten, die Mensch nicht (unbedingt) braucht. Wobei Deutschlands größter Weinhändler (A**I) letztes Jahr darauf verfiel, einen Temperierschrank für Wein in das weihnachtliche Sortiment aufzunehmen. Nun - wer seinen Wein dort kauft, ist an solchen Finessen wie optimaler Temperierung wohl eher weniger interessiert; die Dinger lagen jedenfalls wie Blei im Verkaufsregal. Als die Restbestände dann für 69,99 € / Stück verramscht wurden (ein Nachlass von 30%) konnte ich nicht mehr widerstehen. Auch in mir steckt ein Schnäppchenjäger - und der muss gelegentlich mal 'raus.

      21 l Volumen, reicht bei mir gerade für den laufenden Verbrauch (also die aktuell angebrochenen 50g-Portionen). Temperaturbereich 7° - 18° C, Geräuschpegel 35 dB (daher leider nicht als Möbelstück für's Teezimmer geeignet). Der Sommer kann kommen ...
      _()_
    • Von Frankfurt Bub
      Gude, 
      ich bin junge 22 Jahre alt und komme aus dem schönen Frankfurt am Main.
      Trinke schon seit einigen Jahren leidenschaftlich Tee.
      Seit kurzem habe ich vor allem mein Faible für Pu Erh entdeckt, der erste Anfang ist gemacht.
      Sprich, erste Tees wurden schon verköstigt. Momentan tendiere ich, und jetzt bitte nicht erschlagen, eher zu Shou's... 
      Naja kann sich mit der Zeit alles noch sehr stark ändern...
      Liebe Grüße aus FFM
  • Neue Themen