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In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest, September 2019, Erscheinungstag 28.8.2019, wird u. a. schwarzer Tee getestet. Der letzte Test von Schwarztee liegt ja nun schon einige Jahre zurück, sodass ich gespannt bin, wie die neuen Ergebnisse sein werden. 

Damals (November 2014) lag ein Darjeeling von Gschwendner vorne, danach folgten dm, Rauf Tee und ein Darjeeling vom Handelskontor Bremen. Bei den Ceylon-Assam-Tees waren es Norma/Cornwall, Rewe/ja und Real/Tip.

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Scheint ja niemanden zu interessieren, aber hier kurz noch das Ergebnis des diesjährigen Tests, bei dem nur auf Schadstoffe und nicht auf Geschmack getestet wurde:

Es wurden insgesamt 30 Schwarzteemischungen und Earl-Grey-Tees getestet, von denen 28 das Testurteil gut erhielten. Es waren sowohl lose Tees als auch Beutel-Tees im Test. 

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vor 37 Minuten schrieb KlausO:

Es gibt aber niemanden der 1 kg Grüntee ist.

@seika besteht wahrscheinlich aus weit mehr als einem kg Grüntee. Er ist quasi Grüntee auf Beinen, wenn du mich fragst.

Aber du hasst Recht im Unrecht, so viel Grüntee aufs Mal isst kaum jemand, vielleicht Schnecken, proportional.

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Hier ein Auszug aus dem Test:

Qualität hat sich deutlich verbessert

Ein großer Qualitätssprung im Vergleich zum letzten Schwarztee-Test: 2014 erreich- ten nur 5 von 27 Tees ein gutes Schadstoff- urteil, 3 bewerteten wir als mangelhaft. Aktuell ist Ausreichend die schlechteste Note: Im losen Earl Grey des Tee Handels- kontors Bremen haben wir das Pflanzen- schutzmittel Hexaconazol gefunden. „Der Fund schöpft den zugelassenen Rück- standshöchstgehalt zu rund 80 Prozent aus“,sagtJuliaSchwietering,Projektleiterin des Tests. „Ich kann aber beruhigen: Selbst wenn alles Hexaconazol in den Aufguss übergehen würde, ist sogar bei einem über- durchschnittlichen Verzehr von mehr als sechs Tassen pro Tag nicht mit gesundheit- lichen Schäden zu rechnen.“

Was vom Schadstoff übrig bleibt

Gänzlich frei von Schadstoffen ist keiner der untersuchten Tees. Anbauen, ernten, trocknen, lagern, transportieren, verpa- cken – mit jedem Produktionsschritt kön- nen sie in den Tee gelangen. Doch die Ge- halte sind gering und unbedenklich. Entscheidend dafür, ob eine Substanz ein Gesundheitsrisiko darstellt, ist auch, in welcher Menge sie vorkommt und wie viel des Stoffs sich letztlich aus den Blättern im Aufguss löst und in der Teetasse landet.

Mineralölbestandteile – zum Beispiel aus Maschinenölen oder bedruckten Kar- tonverpackungen – gehen gar nicht über, PAK kaum. Anthrachinon, das entstehen kann, wenn zum Trocknen der Teeblätter Kohle verbrannt wird, kann sich zu zirka ei- nem Drittel im fertigen Tee wiederfinden. Im Tierversuch wirkte der Stoff krebs- erregend. Aber auch da überschreitet kein Produkt im Test die Grenzwerte. Einige Anbieter teilten uns mit, dass sie ver- suchen, die Belastung möglichst zu verrin- gern. Offensichtlich mit Erfolg.

Kein Problem mit Pflanzengiften

Aktuell hat auch keiner der geprüften Schwarztees Probleme mit Pyrrolizidinal- kaloiden, kurz PA genannt. Im letzten Test fanden wir in einem Tee stark erhöhte Ge- halte dieser Pflanzeninhaltsstoffe, die imTierversuch gesundheitsschädliche Wirkun-gen zeigten. Sie geraten über Wildkräuter,

18 Ernährung und Kosmetik

die zwischen Teesträuchern wachsen und versehentlich mitgeerntet werden, hinein. Das Niedersächsische Landesamt für Ver- braucherschutz und Lebensmittelsicher- heit bestätigt den positiven Trend durch Kontrollen: In den vergangenen drei Jahren sind die PA-Gehalte verschiedener Teesor- ten deutlich zurückgegangen.

Die PA-Gehalte in Schwarztees sind übri- gens meist niedriger als die in Kräutertees. Kräuter wie Kamille können leichter mit Wildkräutern verwechselt werden. Im Kräutertee-Test von 2017 hatten vor allem einige Kamillentees hohe PA-Gehalte.

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Danke, Sungawakan, dass Du die Informationen zum Tee-Test 2019 hier geteilt hast!
Ich verstehe die Vorbehalte von KlausO und GoldenTurtle solchen Tests gegenüber sehr gut. Ich habe mich ebenfalls schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt. Meine Meinung dazu ist aber zwiespältig, so dass ich den Tests durchaus auch etwas Positives abgewinnen kann.

1) Für die meisten hier im Forum sind dieser und ähnliche Tests irrelevant, da sie sich mit Teequalitäten deutlich unterhalb der Stufe beschäftigen, ab welcher die hier mitdiskutierenden Teeliebhaber überhaupt ernsthaft von Tee sprechen würden.

2) Die Tests sind für die eigentliche Zielgruppe - nämlich Tee-Laien und Gelegenheits-Teetrinker, die Beuteltee und abgepackte Ware aus dem Supermarkt konsumieren - in höchstem Maße irreführend. (Der von Sungawakan zitierte Test scheint in dieser Hinsicht allerdings etwas weniger schlimm zu sein als andere, die ich in der Vergangenheit gelesen habe.) Was ich damit meine: Den Lesern wird suggeriert, dass ein mehr oder weniger großer Teil der in Deutschland verkauften Tees mit Schadstoffen aller Art verseucht sei. Was dabei oft nicht oder nur am Rande erwähnt wird, ist: Hierzulande gibt es für alle Lebensmittel, die verkauft werden, Grenzwerte, die festlegen, was in welcher Menge darin enthalten sein darf. Das gilt sowohl für die Inhaltsstoffe (also für das, was während des Herstellungsprozesses bewusst hinzugegeben wurde) als auch für Schadstoffe und Rückstände, die aus den unterschiedlichsten Gründen und auf den verschiedensten Wegen in das Produkt gelangt sein können. Für Tees aus konventioneller Landwirtschaft gelten in Deutschland hinsichtlich der Schadstoffe und Rückstände vergleichsweise sehr strenge Regeln. Bioprodukte werden nach noch strengeren Richtlinien beurteilt und dürfen (vereinfacht ausgedrückt) fast überhaupt nicht mit Schadstoffen und Rückständen belastet sein. Wenn diese strengen Grenzwerte überschritten werden, dürfen die Produkte nicht bzw. nicht als Bioprodukt verkauft werden. Daher können Tees oder andere Lebensmittel, die in Deutschland legal verkauft werden, überhaupt nicht in einem Maße mit Schadstoffen aller Art verseucht sein, dass davon nach heutigem Stand des Wissens eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung ausgehen kann.

ABER: Die Tees für den Massenmarkt werden in ihren Ursprungsländern in der Regel unter Bedingungen hergestellt, die - euphemistisch ausgedrückt - nicht das Wohl von Natur und Umwelt oder der Menschen in den Vordergrund stellen, die am Produktionsprozess beteiligt sind. Deutlicher gesagt: Es wird so billig wie möglich ohne Rücksicht auf Mensch und Natur produziert. Dabei werden natürlich auch in großer Menge künstliche Düngemittel, Pestizide und andere Spritzmittel eingesetzt, die für die Umwelt, für die Plantagenarbeiter und für alle anderen Menschen in der Umgebung extrem schädlich und ungesund sind. Wenn Tests von Organisationen wie Stiftung Warentest oder Ökotest dazu führen können, dass die Verbraucher für dieses Thema sensibilisiert werden und daraufhin die Lebensmittelindustrie versucht, den Einsatz dieser Mittel zu verringern, bin ich dafür dankbar.

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Am 7.8.2020 um 15:47 schrieb teewelt:

 

ABER: Die Tees für den Massenmarkt werden in ihren Ursprungsländern in der Regel unter Bedingungen hergestellt, die - euphemistisch ausgedrückt - nicht das Wohl von Natur und Umwelt oder der Menschen in den Vordergrund stellen, die am Produktionsprozess beteiligt sind. Deutlicher gesagt: Es wird so billig wie möglich ohne Rücksicht auf Mensch und Natur produziert. Dabei werden natürlich auch in großer Menge künstliche Düngemittel, Pestizide und andere Spritzmittel eingesetzt, die für die Umwelt, für die Plantagenarbeiter und für alle anderen Menschen in der Umgebung extrem schädlich und ungesund sind. Wenn Tests von Organisationen wie Stiftung Warentest oder Ökotest dazu führen können, dass die Verbraucher für dieses Thema sensibilisiert werden und daraufhin die Lebensmittelindustrie versucht, den Einsatz dieser Mittel zu verringern, bin ich dafür dankbar.

und dann noch oft als BIO abgestempelt 😆

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vor 23 Stunden schrieb Tee-na:

und dann noch oft als BIO abgestempelt 😆

Hallo Tee-na,

Die EU-Öko-Verordnung sagt hinsichtlich der Düngung ausdrücklich: „Mineralische Stickstoffdünger dürfen nicht verwendet werden.“ (Anhang II, Teil 1.9.8.)

In Bezug auf die Schädlings- und Unkrautbekämpfung dürfen nur bestimmte zugelassene Mittel verwendet werden, und das auch nur dann, wenn die Bekämpfung mit natürlichen Maßnahmen nicht möglich ist. Dies muss dann dokumentiert werden. (Anhang II, Teil 1.10.2.)

Natürlich kann ich als Käufer in der Regel nicht im Detail nachvollziehen, wie der Tee, den ich im Laden bekomme, produziert worden ist. Aber zumindest die von mir kritisierten Pestizide und Kunstdünger sollten durch den Bio-Anbau vermieden werden. Daher ist der Kauf von Bio-Tee auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man dazu beitragen möchte, die Belastung von Menschen und Umwelt durch diese Substanzen zu verringern.

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